CH676475A5 - - Google Patents
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Description
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CH 676 475 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung an einem Förderkana! gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Solche Einrichtungen an Förderkanälen werden insbesondere in der Textilindustrie zwischen zwei aufeinanderfolgenden, lose Fasern bearbeitenden Faserstationen verwendet, um zu verhindern, dass an der ersten Station in Brand geratene Fasern oder in den Faserstrom gelangte Metallpartikel in die nachfolgende Arbeitsstation gelangen.
Eine Einrichtung der eingangs genannten Art ist aus dem Prospekt «JOSSI-FA/S» der Anmelderin bekannt geworden, wobei die Verschlussklappe und ihr Antrieb etwa gemäss der DE-A1 3 738 382 (veröffentlicht am 30.06.1988) aufgebaut sind.
Obwohl die Ansprechgeschwindigkeit der bekannten Einrichtung zufriedönstellend ist und damit auch bei Fördergeschwindigkeiten um 20 m/s verhältnismässig kurze Baulängen zwischen dem Detektor und der Verschlussklappe ermöglicht, hat sich gezeigt, dass vor allem beim erneuten Öffnen der Verschlussklappe, d.h. beim Aufheben der Abschottung des Förderkanals sich gewisse Nachteile ergeben. Abgesehen davon, dass das erneute Öffnen der Verschlussklappe von Hand zu erfolgen hat, also einer gewissen Zeit bedarf, während welcher das geförderte Material in den Abscheidebehälter fliesst und dort abgeschieden wird, während nur die Luft wieder in den Förderkanal zurückgeführt ist, bleiben, namentlich wenn das Material faserig ist, Materialteilchen hauptsächlich am Umfang der Verschlussklappe hängen, die dann beim erneuten Öffnen der Verschlussklappe die Abdichtung der dabei wieder zu verschliessenden ersten Verbindungsöffnung zum Abscheidebehälter beeinträchtigen können. Früher oder später ist daher die Verschlussklappe umständlich auszubauen und zu reinigen. Diese Erscheinung scheint damit zusammenzuhängen, dass bei der bekannten Einrichtung die Schwenkbewegung der Verschlussklappe in die abschottende Stellung im wesentlichen mit der Strömungsrichtung erfolgt.
Bei diesem Stand der Technik ist es als eine Aufgabe der Erfindung anzusehen, eine Einrichtung der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass der Umfang der Verschlussklappe weitgehend unverschmutzt bleibt.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die vorgeschlagene Einrichtung die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 umschriebenen Merkmale aufweist.
Dadurch, dass die Schwenkbewegung der Verschlussklappe entgegen der Strömungsrichtung erfolgt, ist die relative Geschwindigkeit der Umströ-mung der Verschlussklappe während ihrer Schwenkbewegung in die abschottende Stellung grösser als die Fördergeschwindigkeit, was die Ablagerung von Materialteilchen zumindest hemmt, wenn nicht gar verhindert.
Ausserdem ergibt sich selbsttätig eine Bremsoder Dämpfungswirkung auf die Verschlussklappe kurz bevor diese ihre den Förderkanal abschottende Schliesslage erreicht. Ferner ergibt sich ein erhöhter Staudruck stromaufwärts der Verschlussklappe, der die unmittelbar vor dieser angeordnete und federnd in Schliesslage gehaltene weitere Klappe in Offenstellung drängt. Dadurch braucht die weitere Klappe nicht an einen eigenen Antrieb gekoppelt zu werden, sondern öffriet und schliesst selbsttätig nach Massgabe der Stellung der Ver-schlusskiappe.
Um die Zeitdauer, in welcher die Verschlussklappe in der abschottenden Stellung verharrt, möglichst kurz zu halten und damit die Menge des im Abscheidebehälter zurückgehaltenen Materials auf ein Mindestmass herabzumindern, ist es zweckmässig, die Verschlussklappe an einen doppelt wirkenden Antrieb zu koppeln, damit die Verschlussklappe den Förderkanal nur so lange abgeschottet hält, als der Detektor anspricht, danach aber - nach einer kurzen Verzögerungszeit - den Förderkanal wieder freigibt. Dadurch erübrigt sich beispielsweise die Verwendung einer an die Verschlussklappe zu koppelnde, diese in die Offenstellung drängende Rückholfeder, deren Kraft erst noch beim Verschwenken dieser Klappe in die abschottende Stellung zu überwinden wäre. Ebenfalls gestattet die Venwendung eines doppelt wirkenden Antriebes die Ansprech- oder Reaktionszeit der Verschlussklappe möglichst gering zu halten.
Merkmale bevorzugter Ausführungsformen sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäs-sen Einrichtung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 in vereinfachter Seitenansicht jenen Teil eines Förderkanals, in dem die Verschlusskiappe eingebaut ist; und
Fig. 2 eine vereinfachte Draufsicht auf Fig. 1.
Der in Flg. 1 dargestellte Förderkanal 100 besitzt über den grössten Teil seiner Länge beispielsweise einen kreisrunden Durchflussquerschnitt und ist in Richtung des Pfeiles 101 von einem Strom, beispielsweise von in Luft suspendierten Fasern oder Faserflocken durchströmt.
Über ein Anschlussstück 6 ist der Kanal 100 an ein Klappengehäuse 102 angeschlossen, das einen viereckigen, insbesondere quadratischen oder rechteckigen Durchflussquerschnitt hat. Ein weiteres Anschlussstück 6 führt den viereckigen Durchflussquerschnitt wieder in den kreisrunden Querschnitt über. Ein Abscheidebehälter 1 ist dem Klappengehäuse 102 zugeordnet und dieses besitzt eine erste Verbindungsöffnung 103 und eine zweite Verbindungsöffnung 104, wobei beide Verbindungsöffnungen über voneinander und von der Umgebung abgetrennte Kanäle 105,106 mit dem Innenraum des Abscheidebehälters 1 verbunden sind.
Dieser Innenraum ist über ein Sichtfenster 2 einsehbar, über eine dicht abschliessende Türe 3 zugänglich und durch ein Auffangsieb 4 zweigeteilt, wobei die Verbindungsöffnung 104 mit dem Innenraum des Behälters auf der einen Seite des Siebes 4 und die Verbindungsöffnung 103 mit dem Innenraum auf der anderen Seite des Siebes 4 verbunden ist.
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Die Verbindungsöffnung 103 hat im wesentlichen die gleiche Form wie der Durchflussquerschnitt des Klappengehäuses 102 und ist normalerweise durch eine im wesentlichen viereckige Klappe 7 verschlossen. Der eine Rand der Klappe 7 ist an einer Welle 9 befestigt, die in den zwei gegenüberliegenden Wänden des Klappengehäuses 102 montierten Lagerscheiben 23 drehbar gelagert ist. Auf der in Fig. 1 dem Betrachter zugekehrten oder in Fig. 2 unten erscheinenden Seite ist die Welle 9 aus dem Klappengehäuse 102 herausgeführt und trägt dort einen Hebel 13, der über einen Gelenkbolzen 14 und über einen Gabelkopf 12 an die Kolbenstange eines Pneumatikzylinders 10 angelenkt ist, der seinerseits an einem an der Aussenseite des Klappengehäuses 102 verankerten Support 11 angelenkt ist. Zum Abschotten des Förderkanals 100 führt die Klappe 7 eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn um etwa 90° aus.
Die Verbindungsöffnung 104 ist ebenfalls normalerweise durch eine Klappe 8 verschlossen. Diese ist mit ihrem Rand an einer Welle 21 verankert, die, wie die Welle 9, in Lagerscheiben 23 drehbar gelagert ist Die Welle 21 ist ebenfalls aus dem Klappengehäuse herausgeführt und trägt einen Hebel 18, an dem das eine Ende einer Zugfeder 17 verankert ist, deren anderes Ende an einer auf der Aussenseite des Klappengehäuses 102 befestigten Verankerungsstelle 16 verankert ist. Die Klappe 8 ist somit federnd in die die Verbindungsöffnung 104 schliessende Stellung vorgespannt und kann - wie mit dem Doppelpfeil s' in Fig. 1 angedeutet- im Gegenuhrzeigersinn in die Offenstellung verschwenkt werden. Dabei ist die Zugfeder 17 so bemessen, dass die auf die Klappe wirkende Schiiesskraft von dem sich im Klappengehäuse 102 aufbauenden Staudruck überwunden wird, sobald die Klappe 7 in die abschottende Stellung verschwenkt wird.
Bezüglich des Klappengehäuses 102 stromaufwärts ist in einigem Abstand von diesem ein in Fig. 1 nur schematisch angegebener Detektor 107 am Förderkanal 100 angebaut. Der Detektor 107 ist dazu eingerichtet, beim Durchfliessen von glühenden bzw. brennenden Fasern und/oder von Metallpartikeln ein elektrisches Signal abzugeben, das über eine Leitung 108 an eine elektronische Steuereinheit 24 gelangt. Diese Einheit ist über eine Leitung 109 und eine Steckverbindung 19 mit einem Elektromagnetventil 15 verbunden. Eine Druckluftanschlusskupplung 20 ist einerseits mit einer nicht dargestellten Druckluftquelle verbunden und andererseits über Druckluftleitungen 110 mit dem Ventil 15. Das Ventil führt entweder der einen oder der anderen Seite des Pneumatikzylinders 10 Druckluft zu und steuert somit die Stellung der Klappe 7.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich auch die Wirkungsweise der vorgeschlagenen Einrichtung. Sobald und solange der Detektor 107 die Anwesenheit von brennenden Fasern und/oder Metallpartikeln im Förderkanal 100 erfasst, bewirkt er über die Steuereinheit 24 ein Umschalten des Ventils 15 in dem Sinne, dass der Pneumatikzylinder 10 eine Verschwenkung der Klappe im Uhrzeigersinn (Fig. 1), also entgegen der Strömungsrichtung (Pfeil 101) in die abschottende Stellung durchführt. Dabei baut sich vor der Klappe 7 ein Staudruck auf, der die Klappe 8 Öffnet. Der mit brennenden Fasern und/oder Metallpartikeln «verseuchte» Luftstrom gelangt nun über die Verbindungsöffnung 104 in den Abscheidebehälter 1, wo die unerwünschten Materialteilchen vom Sieb 4 zurückgehalten werden, während die Transportluft durch das Sieb 4 hindurchtritt und durch die nun offene Verbindungsöffnung 103 zurück in den Förderkanal gelangt. Diese Umlenkung des Förderstroms hält nur solange an, als der Detektor 107 anspricht, d.h. das die Anwesenheit von unerwünschtem Material angebende Signal abgibt. Sobald kein Signal aus dem Detektor 107 mehr ansteht, wird nach einer kurzen, an der Steuereinheit 24 einzustellenden Verzögerungszeit die Ausgangsstellung wieder hergestellt, d.h. die Klappe 7 im Gegenuhrzeigersinn aus der abschottenden Stellung heraus in die Verbindungsöffnung 103 verschliessende Stellung zurückver-schwenkt. Dadurch gelangt auch die Klappe 8 durch die Wirkung der Zugfeder 17 selbsttätig wieder in Schliessstellung. Danach durchströmt das in der Transportluft suspendierte Material das Klappengehäuse 102 wieder geradlinig.
Claims (5)
1. Einrichtung an einem Förderkanal (100) zum pneumatischen Fördern von Textiifasern oder Holzabfällen, mit einer einem auf mitgeförderte Funken und/oder Metallpartikel ansprechenden Detektor (107) nachfolgend angeordneten und durch diesen angesteuerten Verschlussklappe (7), die beim Ansprechen des Detektors (107) durch eine Schwenkbewegung den Förderkanal (100) abschottet und zugleich eine im Förderkanal vorhandene, erste Verbindungsöffnung (103) zu einem Abscheidebehälter (1) freigibt und mit einer normalerweise eine zweite Verbindungsöffnung (104) zum Abscheidebehälter (1) verschlossen haltenden, weiteren Klappe (8), dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (7) entgegen der Strömungsrichtung (101) in die abschottende Stellung-verschwenkbar ist und dass die in Strömungsrichtung (101) der Verschlussklappe (7) unmittelbar vorgelagerte weitere Klappe (8) federnd in Schliesslage vorgespannt ist, so dass sie durch den bei der Schwenkbewegung der Verschlussklappe (7) sich vor dieser aufbauenden Druck die weitere Verbindungsöffnung (104) öffnet.
2. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (7) an einen doppeltwirkenden Antrieb (10) gekoppelt ist.
3. Einrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelt wirkende Antrieb durch ein Pneumatikaggregat (10) gebildet ist, das über ein vom Detektor (107) gegebenenfalls über eine Steuereinheit (24) angesteuertes Ventil (15) betätigbar ist.
4. Einrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Klappe eine Schwenkklappe (8) ist.
5. Einrichtung nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (21) der
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Schwenkktappe (8) quer zur Strömungsrichtung (101) gsrichtet und vorzugsweise dieser zugekehrt angeordnet ist.
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