CH676843A5 - - Google Patents
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Description
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CH 676 843 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Einrichtung zum Herstellen von Hängekollektionen aus geschuppt überlappenden Stoffmustern. Wie der Name besagt, hängen die einzelnen Stoffmusterstreifen in einander überlappender oder geschuppter Anordnung der Länge nach herunter und sind nur an einer Schmalseite mit einem Trägerband verbunden. Jede solche Kollektion besteht meist aus Mustern derselben Stoffart, die sich durch unterschiedliche Farben oder Dessins unterscheiden.
Bei herkömmlicher Herstellungsart werden die einzelnen Farbmuster an einem Trägerband von Hand, halbautomatisch oder automatisch befestigt. Sogar bei einer automatischen vereinzelten Zufuhr und Befestigung der Muster ist eine solche Herstellungsweise relativ umständlich und zeitraubend. Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, ein rationelles Herstellungsverfahren anzugeben und eine Einrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe ein solches Verfahren ausgeübt werden kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Schritte aus. Dadurch, dass man statt Musterstreifen, die der Fertiglänge der Musterkollektion entsprechen, solche verwendet, deren Länge einer Vielzahl dieser Fertiglänge entsprechen, werden in einem Arbeitsgang mehrere Hängekollektionen gleichzeitig hergestellt. Bei diesem Herstellungsverfahren entsteht ein zusammenhängendes Gebilde, das nur noch durch Schnitte in eine Vielzahl von Hängemusterkollektionen zerteilt zu werden braucht.
Die Erfindung schafft auch eine Einrichtung, mit • deren Hilfe das erfindungsgemässe Verfahren ausgeübt werden kann. Diese Einrichtung zeichnet sich durch die im Patentanspruch 9 angegebenen besonderen Merkmale aus.
Die Muster werden auf die Trägerbahn aufgeleimt und sind im Überlappungsbereich auch aufeinander geleimt. Als Alternative kann bei einem Herstellungsverfahren ein zweites Trägerband aufgeklebt werden.
In der beigefügten Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt und an Hand davon wird das Verfahren erläutert.
Die Zeichnung zeigt in:
Fig. 1 ein Gebilde das aus mehreren zusammenhängenden Stoffmuster-Hängekollektionen besteht;
Fig. 2 eine einzelne Stoffmusterkollektion;
Fig. 3a-c Schemata des Herstellungsvorganges;
Fig. 4 eine vereinfachte Darstellung einer Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
An Hand der Fig. 1 wird die Grundidee der Erfindung erläutert. Das in der Zeichnung dargestellte Gebilde besteht aus vier parallel zueinander verlaufenden Trägerbändern B, auf die senkrecht dazu verlaufende Stoffmuster von der Länge L aufgeklebt sind.
Zwischen der jeweils eine Kollektion ausmachenden Anzahl von Mustern (hier fünf) ist ein kleiner Abstand a frei gelassen.
Durch drei Zickzackschnitte entlang den Linien y, möglichst nahe entlang den Bändern B, gefolgt von einem Schnitt entlang der Unie x entstehen vier Hängekollektionen entsprechend der Fig. 2.
Da das Gebilde lang ist, entstehen bei jedem Schnitt entlang einer Linie x, wieder vier Kollektionen. In Fig. 3 ist der Herstellungsvorgang näher erläutert und zwar in Fig. 3a bei einer Überlappung gleich der halben Musterbreite. In Fig. 3b bei einer Überlappung gleich einem Drittel der Musterbreite und schliesslich in Fig. 3c bei einer Zweidrittelüberlappung.
Bei gleichbleibender Musterbreite M mit unterschiedlich grosser Überlappung muss die Schrittlänge s entsprechend angepasst werden.
Für die Überlappung gleich der halben Musterbreite M wie in Fig. 3a gilt:
ü= 1/2 M und Schrittlänge s = 1/2 M
Für eine Überlappung gleich ein Drittel der Musterbreite wie in Fig. 3b gilt:
ü= 1/3 M und Schrittlänge s= 2/3 M
Für eine Überlappung gleich Zweidrittel der Musterbreite wie in Fig. 3c gilt:
ü= 2/3 M und Schrittlänge s-1/3 M
Je grösser also die Überlappung, je kleiner wird die Schrittlänge. Im Fall nach Fig. 3c sind die einzelnen Muster nur noch entlang einem Drittel ihrer Breite M mit dem Trägerband B verbunden.
Damit unabhängig von der Überlappungsbreite ein guter Halt sichergestellt ist, wird der gesamte Leimauftrag immer gleich der Musterbreite M gehalten. Das erste Muster jeder Kollektion ist somit auf der gesamten Strecke M mit den Bändern B verleimt. Jedes nachfolgende Muster ist nun im Überlappungsbereich ü auf das vorherige Muster und einen nachfolgenden Bereich von der Schrittlänge s wiederum mit den Bändern B verleimt.
In Fig. 3a ist angedeutet, wie ein zweites Trägerband B auf die Muster aufgeklebt werden kann. Dieses Band kann als Informationsträger dienen und Musternummern enthalten.
Nachdem an Hand der Fig. 1-3 das Herstellungsverfahren erläutert ist, zeigt Fig. 4 eine Ausführungsform einer Einrichtung mit deren Hilfe das Verfahren ausgeübt wird. Die Einrichtung ist vereinfacht dargestellt und zeigt eine halbautomatische Maschine, bei der das Auflegen der Stoffmuster von Hand ausgeführt werden muss. Die Einrichtung umfasst daher eine Ablageplatte 10 mit einem verstellbaren Anschlag 11 auf der ein Stapel von Mustern 12 liegt, die von Hand vereinzelt auf zuvor beleimte Trägerbänder aufgelegt werden müssen.
Die Maschine umfasst einen Rahmen 2 mit einem Tisch 21, über den ein Förderband 22 geführt ist, das der vollen Tischbreite entspricht.
Seitlich anschliessend an und unter dem Tisch sind Führungswalzen 23 für das Band angebracht.
Unter dem Tisch befinden sich eine Anzahl Vorratsrollen 24 mit dem Trägerband. Als Material kommt hierfür ein Papierband in Frage. Die Zufuhrvorrichtung umfasst daher eine Anzahl solcher Vorratsrollen, je mit Leitrollen 25, die die Trägerbänder an das Förderband drücken, damit die Träger5
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bänder beim schrittweisen Fortbewegen des Förderbandes von diesem mitgenommen werden. An der Zufuhrseite des Tisches, dort wo die Muster aufgelegt werden, ist eine Anschlagleiste 26 angebracht, die schrittweise mechanisch angehoben und auf den Tisch gedrückt wird.
Die Anschlagleiste erfüllt damit eine Doppelfunktion, sie dient sowohl als Anschlag für die aufzulegenden Muster als auch zum Halten der Trägerbänder auf der Oberfläche des Transportbandes.
An einem hin- und her fahrbaren Rahmen 30 sind Leimauftragvorrichtungen 31, Andrückstempel 32 und Vorratsrollen 33 mit oberen Abdeckstreifen angebracht. Der Rahmen 30 kann als Ganzes schrittweise und synchron mit dem Förderband 22 bewegt werden, wie dies zum Andrücken der Muster durch die Stempel 32 auf die beleimten Bänder erforderlich ist.
Die Leimauftragvorrichtungen 31 können relativ zum Rahmen 30 entlang den dafür vorgesehenen Führungen 34 nach vorwärts zur Leimauftragsstelle nach vorne bewegt und wieder zum Rahmen hin zurückgezogen werden. An der Rückseite der Maschine ist ein Wärmestrahler 40 angeordnet, zum Trocknen des Leimes. An das rückseitige Ende des Transportbandes 22, anschliessend an die hintere Umlenkwalze 23, ist ein Führungsblech 27 angebracht, das die auf der Maschine gefertigten zusammenhängenden Gebilde (nach Fig. 1) in einen Transportbehälter 50 leitet.
Das Zerteilen der zusammenhängenden Gebilde entlang den Schnittlinien x und y (siehe Fig. 1) findet auf einer gesonderten Schneidmaschine statt, die einen Zick-Zackschnitt ausführt, wie bei solchen Musterkollektionen gewünscht wird. Diese an sich bekannte Maschine hat nichts mit der Erfindung zu tun, sie braucht daher auch nicht weiter beschrieben zu werden.
Die Maschine arbeitet halbautomatisch und immer schrittweise. Zur Einleitung eines Arbeitsschrittes sind daher beispielsweise zwei an der Seite der Maschine angebrachte -Druckknöpfe 60 angebracht, damit die Bedienungsperson beide Hände braucht, um einen Arbeitsschritt auszulösen, die dabei ausserhalb dem Arbeitsbereich der Maschine sind. Im folgenden wird ein solcher Arbeitsschritt der Maschine beschrieben.
Unter der Annahme, dass die Trägerbänder in einem vorhergehenden Schritt entsprechend der Schrittlänge beleimt worden sind, und dass die Maschine stillsteht, wobei die Andrück-Anschlagleiste 26 die Trägerbänder festhält, geschieht folgendes:
1a). Die Bedienungsperson legt ein Muster auf die beleimten Bänder und betätigt beide Druckknöpfe 60.
2). Die Maschine führt jetzt einen Arbeitstakt aus, wobei folgendes geschieht:
a) die Andrückleiste wird angehoben;
b) der Rahmen 30 bewegt sich synchron mit dem Förderband 22 einen Schritt in Richtung von der Andrückleiste weg und der Andrückstempel 32 drückt zuvor auf die Bänder aufgelegten Muster an;
c) der Rahmen hält an, die Andrückleiste 26 drückt die neu hervorgezogenen, noch nicht beleimten Trägerbänder auf das stillstehende Förderband und der Andrückstempel 32 wird angehoben;
d) der Rahmen 30 wird nun in seine Ausgangslage zurückgeführt;
e) jetzt fährt die Leimauftragvorrichtung 31 entlang den Führungen 34 bis nahe an die Andrückleiste 26 vor, trägt Leim auf die Trägerbänder und dem bereits geklebten Muster entsprechend der Musterlänge auf und fährt in seine Ausgangstage zurück.
Damit ist ein Arbeitsschritt beendet und es wird ein nachfolgendes Muster auf die beleimten Bänder und beleimte Muster aufgelegt. Soll ein oberes Ab-deck-Trägerband aufgeklebt werden, fährt die Leimauftragvorrichtung 31 während des unter b) beschriebenen Arbeitsschrittes relativ zum Rahmen vor und trägt Leim auf die zuvor bereits aufgelegten Muster im Bereich der Trägerbänder auf, wobei sie zugleich das Abdeck-Trägerband mitzieht.
Während des ganzen Herstellungsvorganges, das heisst also, sowohl während des Stillstandes als während des Arbeitstaktes der Maschine ist die Trocknungsvorrichtung 40 im Betrieb.
Wird die Maschine mit beschichteten Heissklebe-bändern betrieben, wird die Beleimungsvorrichtung durch ein Heizsystem ersetzt, das den Klebstoff erhitzt und klebfähig macht. Statt dessen kann natürlich zugleich mit dem Trägerband auch ein Thermo-klebnetz zugeführt werden.
Als Hilfe zum exakten Auflegen kann eine Transportplatte verwendet werden, die mit der Musterauflageplatte 10 verbunden ist. Die Einrichtung kann auch mit Hilfe einer mechanischen Vorrichtung mit Stoffgreifern zu einer vollautomatischen Maschine ergänzt werden.
Claims (13)
1. Verfahren zum Herstellen von Hängekollektionen aus geschuppt überlappenden Stoffmustern, dadurch gekennzeichnet, dass man Stoffmuster verwendet, die in Streifen geschnitten sind, deren Länge einer Vielzahl der Länge einer einzelnen Kollektion entspricht, diese Streifen, einer nach dem anderen auf mehrere parallel im Abstand voneinander verlaufende Trägerbänder auflegt, die schrittweise entsprechend der gewünschten Überlappung von der Auflegestelle wegbewegt werden, wobei dafür gesorgt wird, dass die Stoffmusterstreifen die Trägerbänder senkrecht überqueren, und dass bei jedem Schritt für eine Beleimung der Trägerbänder entsprechend der Schrittlänge gesorgt wird, dass ferner jeweils zwischen den vollständigen Stoffmusterkollektionen ein Abstand eingehalten wird, und dass man zum Schluss das von den Trägerbändern, sowie des vorherigen Stoffmusters im Überlappungsbereich zusammengehaltene Gebilde durch Schnitte, einmal zwischen den einzelnen Stoffmusterkollektionen (x) und einmal senkrecht dazu, direkt neben den Trägerbändern (y) zerteilt, so dass aus dem zusammenhängenden Gebilde eine Vielzahl von Hängekollektionen entsteht.
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2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Stoffmuster jeweils auf die beleimten Trägerbänder und ein vorheriges Stoffmuster drückt, eine zweite Beleimung anbringt und auf diese Beleimung ein zweites Trägerband auflegt und andrückt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleimung einen Leimauftrag umfasst.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleimung ein Aufheizen eines bereits auf den Trägerbändern vorhandenen Thermokiebers umfasst.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleimung ein Aufbringen eines Thermoklebernetzes mit nachfolgendem Aufheizen umfasst
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflegen der Stoffmuster von Hand erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflegen der Stoffmuster mit Hilfe einer Transportplatte erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflegen der Stoffmuster maschinell mit Hilfe von Stoffgreifern erfolgt.
9. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Auflagetisch (21), durch eine Zufuhrvorrichtung (24, 25) für mehrere parallel zueinander über den Tisch geführte Trägerbänder, durch eine an der Zufuhrseite des Tisches auf- und abwärts bewegbare Anschlagleiste (26), durch eine hin- und herfahrbare Beleimungsvorrichtung, die mit einer der Trägerbänderzahl entsprechenden Anzahl von Leimstationen (31, 34) versehen ist, die während jeder Beleimung bis nahe an die Anschlagsleiste heranfährt und danach in die Ausgangslage zurückkehrt und durch eine gleiche Anzahl von auf- und abwärtsbewegbaren Andrückstempel (32), die jeweils während der Andrückphase einen Schritt von der Auflegestelle weg, parallel zur Tischoberfläche ausführen und nach dem Anheben in ihre Ausgangslage zurückkehren, wobei die Andrückunterlagen während des Andrückens einen synchronen Schritt machen.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückstempel und die Andrückunterlagen in einem gemeinsamen Rahmen (30) angebracht sind, der hin und her bewegbar ist, wobei die Andrückunterlagen sich in im Tisch angebrachten Schlitzen, bündig zur Tischoberfläche bewegen.
11. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückunterlagen die Form eines Förderbandes (22) haben, das sich über die volle Tischbreite erstreckt, und Schritt für Schritt antreibbar ist, und dass die Andrückstempel (32) während der Andrückphase synchron mit dem Schritt des Förderbandes bewegt werden.
12. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch (21) eine Öffnung aufweist, in der Einlagen angebracht sind, die verstellbare Schlitze bilden.
13. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Rahmen Vorratsrollen (33)
angebracht sind mit einem oberen Abdeck-Träger-band.
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