CH676942A5 - - Google Patents
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Description
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CH 676 942 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Schleifscheibenkörper mit Keramik- oder Kunststoffbindung.
Schleifscheibenkörper mit Keramik- oder Kunst-Stoffbindung sind bekannt und es wird als Füllstoff, welcher in den meisten Fällen gleichzeitig die Funktion eines Schneidstoffes ausübt, Aluminiumoxydkorn oder Siiizium-Karbidkorn beigemengt.
Bei den neuerdings gebräuchlichen Schleifscheibenkörpern mit hoher Zerspannungsleistung werden den Füllstoffen in der mit dem Werkstück in Kontakt kommenden Randschicht superharte Schneidstoffe wie Diamant oder kubisches Bornitrid zugesetzt.
Die derart erzeugten Schleifscheibenkörper bewähren sich in der Praxis sehr gut, sind aber wegen ihres relativ schwachen Verbundes nicht für extrem hohe Drehzahlen geeignet. Die extrem hohen Drehzahlen und die dadurch erreichten Schnittgeschwindigkeiten sind für Zerspanungsarbeit mit superharten Schneidstoffen besonders wirtschaftlich. Die Beanspruchung des Materialverbandes des Schleifscheibenkörpers durch Zentrifugalkräfte ist jedoch oft derart hoch, dass ein Bersten desselben eintritt.
Es sind auch Schleifscheiben für hohe Drehzahlen bekannt, bei welchen die Scheibe derart zwischen Flanschen höherer Festigkeit befestigt wird, dass die durch Zentrifugalkräfte auftretenden Spannungen mittels Schub auf die Flansche übertragen werden. Die Übertragung der auftretenden Spannungen von Scheibe auf die Flansche kann dabei mit Formschluss oder durch ein zwischen Flansch und Scheibe befindliches Bindemittel mittels Kraftschluss erfolgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Scheibenkonzeption zu schaffen, welche die Vorteile der guten Schleifcharakteristik von Schleifscheiben mit geringer mechanischer Festigkeit mit der Fähigkeit verbindet, Drehzahlen und entsprechend hohe Umfangsgeschwindigkeit auszuhalten und entsprechend eine hohe Sicherheit gegen das Bersten des Schleifscheibenkörpers zu gewährleisten.
Ertindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass an den Planflächen des Schleifscheibenkörpers zur Vermeidung des Berstens des Schleifscheibenkörpers durch Zentrifugalkräfte eine ra-dialkraftaufnehmende Beschichtung angebracht ist, während die durch achsiales Einspannen der Scheibe hervorgerufenen Achsialspannungen durch einen zentrisch im Schleifscheibenkörper angeordneten Metalleinsatz abgefangen werden. Die Beschichtung kann sowohl aus Metall als auch aus einer Gewebeauflage wie beispielsweise Aramid-oder Kohlefaser bestehen.
Im folgenden wird ein Beispiel der Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben:
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen ertindungsgemäss ausgeführten Schleifscheibenkörper mit planen Seitenflächen.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch einen ertindungsgemäss ausgeführten Schleifscheibenkörper mit konischen Seitenflächen.
Der in Fig. 1 dargestellte Schleifscheibenkörper 1 mit der am Umfang aufgetragenen Schneidschicht 2 besitzt zur Aufnahme von achsialwirkenden Einspannkräften den aus einem Werkstoff mit hoher Fertigkeit und hohem E-Modui gefertigten Einsatz 3. Die planen Seitenflächen 4 des Schleifscheibenkörpers 1 sind mit mehreren Lagen 5, 6, 7 Fasergewebe aus einem Werkstoff mit hohem E-Modul mittels Bindemittel beschichtet. Die Lagen 5, 6, 7 des Fasergewebes nehmen durch Kraftschluss die durch die Zentrifugalkräfte bei Rotation erzeugten Dehnungen des Schleifscheibengrundkörpers 1 auf und verhindern ein Bersten desselben.
Der in Fig. 2 dargestellte Schleifscheibengrund-körper 8 mit der am Umfang aufgetragenen Schneidschicht 9 ist gleichfalls zur Aufnahme achsialwir-kender Einspannkräfte mit dem Einsatz 10 ausgestattet. Die leicht konischen Seitenflächen 11 sind mit mehreren Lagen 12,13,14 Fasergewebe aus einem Werkstoff mit hohem E-Modul beschichtet Durch diese Beschichtung und die leicht konischen Seitenflächen 11 des Schleifscheibengrundkörpers 8 können die bei Rotation erzeugten Dehnungen sowohl durch Kraftschluss als auch durch Formschluss aufgenommen werden.
Claims (5)
1. Schleifscheibenkörper mit Keramik- oder Kunststoffbindung, dadurch gekennzeichnet, dass an den Planflächen desselben zur Vermeidung des Berstens des Schleifscheibenkörpers durch Zentrifugalkräfte eine radialkraftaufnehmende Beschichtung angebracht ist, während die durch achsiales Einspannen der Scheibe hervorgerufenen Achsialspannungen durch einen zentrisch im Schleifscheibenkörper angeordneten Metalleinsatz abgefangen werden.
2. Schleifscheibenkörper nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radialkraftaufnehmende Beschichtung aus Metall besteht, welches sowohl formschlüssig als auch kraftschlüssig mit dem Schleifscheibenkörper verbunden ist.
3. Schleifscheibenkörper nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radialkraftaufnehmende Beschichtung aus einem Gewebe mit hohem Elastizitätsmodul besteht, welches sowohl formschlüssig als auch kraftschlüssig mit dem Schleifscheibenkörper verbunden ist.
4. Schleifscheibenkörper nach Patentansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die radialkraftaufnehmende Beschichtung aus Aramidfa-sern besteht, welche sowohl formschlüssig durch Einpressen in die rauhe Oberfläche der Schleif-scheibenplanflächen als auch kraftschlüssig durch ein Bindemittel mit dem Schleifscheibenkörper verbunden ist.
5. Schleifscheibenkörper nach Patentansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die radialkraftaufnehmende Beschichtung aus Kohlenfasern besteht, welche sowohl formschlüssig durch Einpressen in die rauhe Oberfläche der Schleif-
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scheibenplanflächen als auch kraftschlüssig durch ein Bindemittel mit dem Schleifscheibenkörper verbunden ist.
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Family Applications (1)
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