CH677065A5 - - Google Patents
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D3/00—Lasts
- A43D3/04—Pneumatic lasts; Elastic lasts
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stiefel- oder Schuhspanner, der ein in den zu spannenden Stiefel bzw. Schuh einzuführendes Leistenelement enthält. Auf dem Gebiet der Stiefel- und Schuhspanner sind bis heute zahlreiche verschiedene Typen erfunden und verwendet worden. Alle haben etwa die gleiche Zielsetzung, nämlich eine die Form und die Grösse erhaltende, schonende Aufbewahrung des momentan nicht benötigten Schuhwerks. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn es sich um besonders für unerwünschte und unschöne Verformung anfällige Schuhe aus sehr weichen Materialien handelt und bei Stiefeln mit langem Schaft, insbesondere in der Umgebung des Überganges vom Fussteil zum Schaft. Aber auch ein Eingehen von hartem und undehnbarem Schuhwerk, insbesondere unter dem Einfluss von Feuchtigkeit, ist meist höchst unerwünscht, weil dadurch das Anziehen erschwert wird und beim Gehen schmerzhafte Druckstellen entstehen können. Angefangen bei dem einfachen Ausstopfen des Schuhwerks mit Papier, Holzwolle oder dergleichen, über die aus einer länglichen Blattfeder mit zwei Endkörper bestehenden, einfachen Spanner, über die aus ferderndem Stahlblech oder Kunststoff bestehenden Leisten bis zu den raffinierten LeistenKonstruktionen aus Holz oder Leichtmetall mit gegenseitig bewegbaren Formelementen und mit Spannvorrichtungen ist die Auswahl an Hilfsmitteln und Verfahren heute recht gross. Diese bekannten Ausstopfverfahren und Spanner haben alle gewisse Nachteile; entweder ist ihre Wirkung hinsichtlich der Verhinderung des Eingehens bei gleichzeitiger Formerhaltung ungenügend oder sie sind nur sehr schwierig einzusetzen und bei Langschaftstiefeln deshalb gar nicht anwendbar oder sie sind ausserordentlich kostspielig und störungsanfällig, passen oft nur für ganz bestimmte Formen und Grössen und nehmen bei Nichtgebrauch einen ganz erheblichen Platz ein. Die Zielsetzungen der vorliegenden Erfindung bestehen deshalb darin, einen wirksamen und zuverlässigen Stiefel- oder Schuhspanner zu schaffen, der einfach zu handhaben und zugleich einfach gestaltet und billig herzustellen ist, der bei Nichtgebrauch nur wenig Platz beansprucht und der sich der Innenform und der Grösse des Schuhwerks in relativ weiten Grenzen selbständig anpasst. Erfindungsgemäss werden diese Zielsetzungen dadurch erreicht, dass das Leistenelement aus einer einen Hohlraum bildenden, geschlossenen und luftdichten Membran besteht. Dieses in gewissem Sinne einem Ballon ähnliche Leistenelement wird zunächst in den Stiefel bzw. in den Schuh gebracht und dann bis zu der gewünschten Grösse und dem angemessenen Druck aufgeblasen oder aufgepumpt. Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargesellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 das Leistenelement eines pneumatischen Spanners für Hochschaftstiefel, gemäss der vorliegenden Erfindung, und Fig. 2 ein analoges, der Form und Grösse eines Halbschuhs entsprechend dimensioniertes Leistenelement. Das in den Zeichnungen dargestellte Leistenelement 1 besteht, wie bereits in der Einleitung erwähnt, im wesentlichen aus einer geschlossenen, luftdichten Membran 3, 4, einem ballonähnlichen Gebilde, das zum Spannen des Stiefels aufgeblasen oder aufgepumpt wird, nachdem es im nicht aufgeblasenen Zustand in den Stiefel bzw. Schuh hineingebracht worden ist. Dieses Leistenelement 1 besteht vorzugsweise aus vulkanisiertem Gummi oder aus einem ausreichend elastischen Kunststoff. Das verwendete Material kann weitgehend den zur Herstellung von Luftschläuchen für Fahrrad- oder Autoreifen verwendeten Materialien ähnlich sein. In der äusseren Formgebung und der Dimensionierung braucht das Leistenelement 1 nur ungefähr der Form und der Grösse des dazu passenden Stiefels angepasst zu werden. Auch die Länge der Beinpartie muss nicht genau mit der Höhe des Stiefels übereinstimmen. In der Praxis wird ein Leistenelement gemäss der vorliegenden Erfindung, für alle Stiefel eines Benützers passen; ebenso wird ein bestimmtes Leistenelement sowohl für den rechten als auch den linken Stiefel zu gebrauchen sein. An seiner Oberseite weist die Formgebung des Leistenelementes 1 eine Besonderheit auf. Es ist dort an der Aussenseite ein Wulst vorgesehen, wie es die abschnittsweise im Längsschnitt dargestellte Membran 3 veranschaulicht. Im aufgeblasenen Zustand entsteht durch den sich bildenden, ringförmigen Wulst eine Art Mulde in der Oberseite des Leistenelements 1. In dieser Mulde, geschützt durch den umgebenden Wulst, befindet sich eine zum Aufblasen des Leistenelements 1 benötigte, verschliessbare \ffnung 2. In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist als Verschlusselement das Ventil eines Fahrrad-oder Autoreifen-Luftschlauches eingesetzt. Die erwähnte Mulde in der Oberseite des Leistenelementes 1 ist ausreichend tief ausgestaltet, damit das eingesetzte, pneumatische Ventil nicht über den Wulstrand ragt. Die Wahl der Wandstärke der verwendeten Membran ist nicht besonders kritisch. Sie wird dort etwas dünner gewählt, wo das Leistenelement 1 sich in Form und Grösse eher dem Schuhwerk anpassen soll; wo der Stiefel weniger gedehnt werden soll und in der Umgebung der verschliessbaren \ffnung 2 wird sie etwas dicker gewählt. In den dargestellten Ausführungsbeispielen beträgt die Wandstärke der Membran 3 bei dem Wulst und in dessen Umgebung sowie beim Ventil 2 etwa 3 mm, wäh rend die Membran 4 sonst überall etwa 1 mm stark ist. Die Wahl der optimalen Wandstärken ist unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften und der Art des Schuhwerks zu treffen. Was die luftdichte Verbindung des pneumatischen Ventils mit der Membran betrifft, erübrigt sich hier eine detaillierte Beschreibung, da diese Technik gut bekannt ist und sich in Luftschläuchen für Reifen vielfach bewährt hat. Es versteht sich, dass auch andere Ventilelemente als die hier erwähnten als verschliessbare \ffnung 2 eingesetzt werden können, so etwa die einfachen, bei Luftmatratzen anzutreffenden Aufblasstutzen mit einem Verschlusszapfen oder dergleichen. Soll der Stiefel- oder Schuhspanner wieder aus dem Schuhwerk entfernt werden, so wird einfach die Luft aus dem Leistenelement 1 abgelassen, durch \ffnen der verschliessbaren \ffnung 2, wonach das Leistenelement 1 problemlos und ohne Kraftaufwand aus dem Stiefel bzw. Schuh herausgezogen werden kann. Sein Platzbedarf bei Nichtgebrauch ist äusserst gering, da es ja im luftfreien Zustand ganz flach ist und bei Bedarf aufgerollt werden kann.
Claims (10)
1. Stiefel- oder Schuhspanner, ein in den Innenraum des zu spannenden Stiefels bzw. Schuhs einzuführendes Leistenelement (1) enthaltend, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (1) im wesentlichen aus einer einen Hohlraum bildenden, geschlossenen und luftdichten Membran (3, 4) besteht.
2. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Membran (3, 4) umschlossene Hohlraum über eine verschliessbare \ffnung (2) mit der Aussenatmosphäre verbunden ist.
3. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschliessbare \ffnung (2) an einer frei zugänglichen Stelle an der Oberseite des in den Stiefel bzw. Schuh eingesetzten Leistenelementes (1) angeordnet ist.
4.
Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (1) an seiner Oberseite eine muldenförmige Vertiefung aufweist, und dass die verschliessbare \ffnung (2) in dem Boden dieser muldenförmigen Vertiefung in dem Leistenelemet (1) angeordnet ist und von einem durch die Membran (3) gebildeten, ringförmigen Wulstrand umgeben wird.
5. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die verschliessbare \ffnung (2) durch ein abschraubbares Fahrradventil gebildet wird, dessen hülsenförmiger Basisteil fest mit der Membran (3) verbunden ist.
6.
Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke der Membran (4) im Bereich des Fussteiles und des Schaftes des Leistenelementes (1) 0.5 mm bis 2 mm beträgt und dass die Membran (3) im Bereich der Oberseite des Leistenelementes (1), bei dem Wulst und in der Umgebung der verschliessbaren \ffnung (2), 2 mm bis 4 mm dick ist.
7. Stiefel- oder Schuhspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die das Leistenelement (1) bildende Membran (3, 4) aus einem biegsamen und dehnbaren Material besteht.
8. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Gummi ist.
9. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Material ein Kunststoff ist.
10.
Stiefel- oder Schuhspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (1) in Grösse und Form ungefähr dem Innenraum des zu spannenden Stiefels bzw. Schuhs entsprechend dimensioniert ist.
1. Stiefel- oder Schuhspanner, ein in den Innenraum des zu spannenden Stiefels bzw. Schuhs einzuführendes Leistenelement (1) enthaltend, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (1) im wesentlichen aus einer einen Hohlraum bildenden, geschlossenen und luftdichten Membran (3, 4) besteht.
2. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Membran (3, 4) umschlossene Hohlraum über eine verschliessbare \ffnung (2) mit der Aussenatmosphäre verbunden ist.
3. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verschliessbare \ffnung (2) an einer frei zugänglichen Stelle an der Oberseite des in den Stiefel bzw. Schuh eingesetzten Leistenelementes (1) angeordnet ist.
4.
Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (1) an seiner Oberseite eine muldenförmige Vertiefung aufweist, und dass die verschliessbare \ffnung (2) in dem Boden dieser muldenförmigen Vertiefung in dem Leistenelemet (1) angeordnet ist und von einem durch die Membran (3) gebildeten, ringförmigen Wulstrand umgeben wird.
5. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die verschliessbare \ffnung (2) durch ein abschraubbares Fahrradventil gebildet wird, dessen hülsenförmiger Basisteil fest mit der Membran (3) verbunden ist.
6.
Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke der Membran (4) im Bereich des Fussteiles und des Schaftes des Leistenelementes (1) 0.5 mm bis 2 mm beträgt und dass die Membran (3) im Bereich der Oberseite des Leistenelementes (1), bei dem Wulst und in der Umgebung der verschliessbaren \ffnung (2), 2 mm bis 4 mm dick ist.
7. Stiefel- oder Schuhspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die das Leistenelement (1) bildende Membran (3, 4) aus einem biegsamen und dehnbaren Material besteht.
8. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Gummi ist.
9. Stiefel- oder Schuhspanner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Material ein Kunststoff ist.
10.
Stiefel- oder Schuhspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistenelement (1) in Grösse und Form ungefähr dem Innenraum des zu spannenden Stiefels bzw. Schuhs entsprechend dimensioniert ist.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH30189A CH677065A5 (de) | 1989-01-30 | 1989-01-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| ES2097097A1 (es) * | 1995-07-10 | 1997-03-16 | Navarro Salvador Reinaldos | Dispositivo neumatico adaptable al calzado para evitar su deformacion. |
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- 1989-01-30 CH CH30189A patent/CH677065A5/de not_active IP Right Cessation
- 1989-03-08 WO PCT/CH1989/000041 patent/WO1990008487A1/de not_active Ceased
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