CH677207A5 - - Google Patents

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CH677207A5
CH677207A5 CH771/89A CH77189A CH677207A5 CH 677207 A5 CH677207 A5 CH 677207A5 CH 771/89 A CH771/89 A CH 771/89A CH 77189 A CH77189 A CH 77189A CH 677207 A5 CH677207 A5 CH 677207A5
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CH
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tape
bitumen
solvent
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adhesive layer
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CH771/89A
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English (en)
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Pavatex Ag
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J7/00Adhesives in the form of films or foils
    • C09J7/30Adhesives in the form of films or foils characterised by the adhesive composition
    • C09J7/38Pressure-sensitive adhesives [PSA]

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

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CH 677 207 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen von Selbstklebeband mit einer Bitumen enthältenden Klebschicht auf Holzfasern enthaltende Baumaterialien. Ferner betrifft die Erfindung eine Anwendung des Verfahrens.
Bei der Verwendung von Holzfaserplatten als Baumaterialien, z.B. für Unterdächer oder Wandverkleidungen, ist es häufig wünschenswert, die Stossfugen abzudichten. Es ist bekannt, zu diesem Zweck ein spezielles Klebeband vorzusehen, dessen auf den Platten haftende Schicht im wesentlichen aus Bitumen, insbesondere aus Elastomerbitumen, besteht Dieses Klebeband lässt sich bei Temperaturen über ca. 15°C gut auf die faserige Oberfläche der Platten aufbringen und haftet auch bei den hohen Temperaturen, welche im Sommer auf dem Dach herrschen. Bei Temperaturen unter ca. 15°C hingegen ergibt sich keine genügende Haftung des Bandes auf der faserigen Plattenoberfläche. Zur Abhilfe ist es bekannt, das Band beim Aufbringen zu erwärmen. Dies benötigt indes einen hohen Energie- und Arbeitsaulwand. Zudem versagt diese Methode, wenn die Platten nicht nur kalt, sondern zudem auch feucht sind. Eine genügende Haftung lässt sich dann auch mit Erwärmen nicht erzielen, es sei denn, es werde so lange Wärme zugeführt, bis die Platte genügend abgetrocknet ist. Dies ist aber äusserst energie- und zeitaufwendig und daher in der Praxis nicht durchführbar. Es ist daher bis anhin so, dass das Aufbringen des Bandes und damit das Abdichten des Unterdaches bei solchen Verhältnissen nicht möglich ist, was zu unliebsamen Bauverzögerungen führt.
Es stellt sich daher die Aufgabe, ein Verfahren zu schaffen, mittels welchem das Klebeband auch bei tiefen Temperaturen, insbesondere Temperaturen unter 15°C, einfach und ohne hohen Energieaufwand aufgebracht werden kann und mittels welchem das Band zudem auch auf feuchte Holzfaserplatten aufgebracht werden kann, ohne dass diese zuvor getrocknet werden müssen.
Diese Aufgabe wird beim Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Kleb-schicht des Bandes vor dem Aufbringen desselben mit einem Bitumen lösenden Lösungsmittel benetzt wird.
Durch das Benetzen mit Lösungsmittel wird die bituminöse Klebschicht aufgeweicht und kann daher auch bei tiefen Temperaturen auf der faserigen Platte genügend haften.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass ein solchermassen behandeltes Band auch auf feuchten Holzfaserplatten genügend haftet, was bei der bekannten Wärmebehandlung praktisch nicht der Fall ist.
Vorzugsweise wird ein bereits bekanntes Klebeband mit einem Polyesterträger und einer Elastomer-bitumenbeschichtung verwendet, welches mit einem Lösungsmittel aus der Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise 1.1.1 .-Trichlor-äthan, benetzt wird.
Die Anwendung des Verfahrens bietet sich insbesondere bei Unterdächern und bei Wandverkleidungen an, wo Holzfaserplatten eingesetzt werden und die genannten Temperatur- und Feuchtigkeitsprobleme auftreten können.
Im folgenden sollen Beispiele des Verfahrens bei der Verlegung eines Unterdaches näher beschrieben werden. Ein solches Unterdach wird aus vergüteten Holzfaserdämmplatten, z.B. Pavatex ISOROOF-Platten, gebildet, welche auf bekannte Weise auf den Dachsparren verlegt werden.
Die Fugen zwischen den Platten sowie der First-und Traufbereich werden unter Anwendung des er-findungsgemässen Verfahrens mit dem Klebeband abgeklebt, und nachfolgend werden, wie bekannt, Dach- und Konterlatten und die Dachziegel verlegt.
Das Klebeband ist an sich bekannt. Es besteht aus einem Träger aus Polyestergewebe, weicher einseitig mit einer Klebschicht aus Elastomerbitumen versehen ist. Über dieser Schicht ist ein Trennpapier angeordnet, welches, vor dem Aufbringen des Bandes abgezogen wird. Solche Klebebänder sind z.B. in der Breite von ca. 13 cm und der Länge von 15 m handelsüblich. Beim erfindungsgemässen Verfahren, welches vorzugsweise bei Temperaturen unter 15°C und/oder bei feuchten bis nassen Holzfaserplatten angewendet wird, wird das Trennpapier fortlaufend abgezogen; gleichzeitig wird die Klebeschicht mit dem Lösungsmittel benetzt. Dies kann mit einem Pinsel, einer Rolle, einer Sprüheinrichtung oder einer speziellen Vorrichtung geschehen. Das Verfahren kann also mit sehr einfachen, auf dem Bauplatz normalerweise vorhandenen Werkzeugen angewendet werden. Das Band kann anschliessend sofort oder nach einer gewissen Zeit über der Fuge angeordnet und angedrückt werden, z.B. mittels eines Rollers. Es hat sich gezeigt, dass das Band bei Verwendung von 1.1.1-Trichloräthan als Lösungsmittel während ca. 15 Minuten verarbeitbar ist, d.h. während dieser Zeit ist eine gute Haftung des benetzten Bandes auf der kalten, feuchten, faserigen Oberfläche gewährleistet. Diese Verarbeitungszeit kann durch Mischen von Lösungsmitteln mit verschiedenen Siedepunkten variiert werden. Kann der benetzte Bandabschnitt innert dieser Verarbeitungszeit nicht aufgebracht werden, so ist eine erneute Benetzung erforderlich.
1.1.1.-Trichloräthan wird als Lösungsmittel bevorzugt, da es relativ ungiftig und nicht entflammbar ist.
Grundsätzlich geeignet sind aber auch weitere Lösungsmittel sowie Lösungsmittelmischungen, so aus der Gruppe der Aromate, z.B. Toluol, der Aliphate, z.B. Siedegrenzenbenzin, der Ketone, z.B. Äthylmethylketon, und der Ester, z.B. Butyl-acetat.

Claims (8)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Aufbringen von Selbstklebeband mit einer Bitumen enthaltenden Klebschicht auf Holzfasern enthaltende Baumaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebschicht des Bandes vor dem Aufbringen desselben mit einem Bitumen lösenden Lösungsmittel benetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Selbstklebeband mit einem Trä-
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ger aus Polyester und einer Elastomerbitumenbe-schichtung verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lösungsmittel aus der Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise 1.1.1.-Trichloräthan, verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lösungsmittelgemisch verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von Lösungsmitteln mit verschiedenen Siedepunkten verwendet wird.
6. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Abkleben der Stossfugen von Holzfaserplatten.
7. Anwendung nach Anspruch 6 bei einem Unterdach.
8. Anwendung nach Anspruch 6 bei einer Aus-senwandverkleidung als Winddichtung.
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CH771/89A 1989-03-02 1989-03-02 CH677207A5 (de)

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