CH677420A5 - - Google Patents

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CH677420A5
CH677420A5 CH379488A CH379488A CH677420A5 CH 677420 A5 CH677420 A5 CH 677420A5 CH 379488 A CH379488 A CH 379488A CH 379488 A CH379488 A CH 379488A CH 677420 A5 CH677420 A5 CH 677420A5
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CH
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fuse
signaling
coil
contacts
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Application number
CH379488A
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English (en)
Inventor
Dieter Rusche
Original Assignee
Lindner Gmbh
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    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02—Details
    • H02H3/04—Details with warning or supervision in addition to disconnection, e.g. for indicating that protective apparatus has functioned
    • H02H3/046—Signalling the blowing of a fuse

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

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CH 677 420 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen elektronischen Aus-(ösemelder zum Aufsetzen auf Sicherungen mit den im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen.
Das Auslösen einer Sicherung im Falle eines Über- oder Kurzschlußstromes im abgesicherten Stromkreis wird in der Reget durch den sogenannten Kennmelder an der Sicherung auf prinzipiell mechanische Weise angezeigt, im Falle eines NH-Si-cherungseinsatzes beispielsweise besteht dieser aus einem Federblech, das von einem elektrisch parallel zum Schmelzleiter des Sicherungseinsatzes geschalteten Kennmelderdraht unter mechanischer Spannung in der Kennmelderausnehmung gehalten und nach Auslösen der Sicherung freigegeben wird.
Derartige bekannte Auslöseanzeigen sind oft unzuverlässig. Darüber hinaus ist bei einem Sicherungskasten mit einer Vielzahl von Sicherungen ein schnelles Auffinden des ausgelösten Sicherungseinsatzes oft nicht möglich.
Ein besonderes Problem stellt die Fernüberwachung eines Sicherungssystems beispielsweise von einer Steuerzentrale aus dar. Die herkömmlichen Sicherungen, wie Schmelzsicherungen und NH-Siche-rungseinsätze bieten hier an sich keine Möglichkeiten. Aus dem Stand der Technik sind jedoch spezielle Bauformen für solche Sicherungen bzw. Zusatzgeräte zum Melden und zur Überwachung des Sicherungszustandes bekannt.
DE-OS 2 015 031 beispielsweise zeigt eine Sicherung insbesondere für den Kleinstspannungsbe-reich, bei der im Bereich des Schmelzleiters bzw. eines parallel zu diesem geschalteten Glühwiderstandes eine Fotozelle oder das eine Ende eines Lichtleiters angeordnet ist, an dessen anderem Ende sich wiederum eine Fotozelle befinden kann. Das beim Auslösen der Sicherung an dessen Schmelzleiter oder am Glühwiderstand auftretende Lichtsignal wird von der Fotozelle detektiert. Diese Information kann dann in einer entsprechenden Überwachungseinrichtung angezeigt, zu Steuerungszwecken oder anderweitig verarbeitet werden.
Nachteilig bei dieser Anordnung ist die Tatsache, dar hier eine spezielle Sicherung verwendet werden muß. Eine Nachrüstung herkömmlicher Sicherungen ist nicht möglich. Darüber hinaus muß die Überwachungselektronik auf die Fotodiode abgestimmt sein. Es können also nicht beliebige Überwachungssysteme verwendet werden. Weiterhin sind der Übertragung des Lichtsignales insbesondere bei einer direkten Anbindung des Lichtleiters an den Schmelzleiter Grenzen gesetzt.
Eine andere Alternative ist in DE-OS 3 233 965 gezeigt Hier ist eine Vorrichtung zur Zustands-überwachung eines Sicherungseinsatzes beschrieben, bei der ein Signalmelder in Form einer weiteren Schmelzsrcherungspatrone parallel zu dem Sicherungseinsatz geschaltet ist. Diese Sicherungspatrone weist einen sogenannten Kraftkennmelder auf. Beim Auslösen der Sicherung schmilzt auch die zusätzliche Schmelzsicherungspatrone durch, wodurch der Kraftkennmelder freigesetzt wird. Letzterer betätigt einen Meldeschalter, der mit der zusätzlichen Sicherungspatrone in einem auf die Sicherung aufsteckbaren Gehäuse aus Isolierstoff untergebracht ist. Damit ist der Sicherungsbetreiber nicht mehr an Sonderausführungen von Sicherungseinsätzen oder Unterteilen, allgemein an besonders ausgestaltete Geräte gebunden. Ein Nachrüsten bestehender Anlagen mit dem Signalmelder ist ohne Sondermaßnahmen möglich. Dazu weist das Isoiiergehäuse an seiner Unterseite Hohlräume zur Aufnahme von mit den Konfaktkappen der zusätzlichen Schmelzpatrone verbundenen Kontakf-federn auf, die mit den Endkontakten des überwachten Sicherungseinsatzes mechanisch und elektrisch verbindbar sind. Der Meldeschalter selbst kann über entsprechende Signalleitungen mit einer externen Überwachungszentrale verbunden sein. Beim Auslösen des Schmelzsicherungseinsatzes ändert der Meldeschalter seinen Schaltzustand, eine Fernauslöseanzeige für die Sicherung ist also gegeben.
Nachteilig bei der beschriebenen Melde- und Überwachungsvorrichtung ist die Tatsache, daß die zusätzliche Schmelzsicherungspatrone neben dem eigentlichen Sicherungseinsatz ebenfalls erneuert werden muß. Damit ergibt sich ein zusätzliches Wegwerfteil und entsprechend höhere Betriebskosten. Darüber hinaus erfüllt das Überwachungsgerät seine Funktion dann nicht zuverlässig, wenn ein Auswechseln der zusätzlichen Schmelzsicherungspatrone in diesem Gerät vergessen worden ist oder der mechanische Kraftkennmelder sich beispielsweise in seiner Ausgangslage verklemmt.
Ausgehend von den vorgenannten Nachteilen von Melde- und Überwachungsvorrichtungen nach dem Stande der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen elektronischen Auslösemel-der der eingangs genannten Art zu schaffen, der sicherheits- und funktionstechnisch besonders zuverlässig sowie einfach und insbesondere ohne Wegwerfteile anwendbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 angegeben. Der Kern der Erfindung liegt in der Anwendung eines bistabilen Relais mit zwei Spulenwicklungen, dessen Kontakte den Meldeausgang des Auslösemelders bilden. Dieser kann also in beliebige Steuerungen eingebaut oder z.B. zum Ansteuern von Meldesystemen verwendet werden.
Die Betriebsspannung für die Meldeelektronik des Auslösemelders wird durch die Spannungsdifferenz zwischen den Sicherungsanschlüssen nach deren Auslösen bereitgestellt. Dabei ist darauf zu achten, daß der Lastabgang der Sicherung über einen Abieitwiderstand gegen den N- oder PE-Leiter des abgesicherten Netzes verbunden sein muß. Dies ist in der Regel durch die Last selbst oder durch Isolationswiderstände gegen den PE-Leiter gewährleistet.
Zur Beschaltung des Relais und entsprechend des Meldeausgangs des Auslösemelders sind die Spulenwicklungen jeweils in zwei elektrisch parallel zueinander geschalteten, gemeinsam in Serie mit den Anschlußkontakten der Meldeelektronik liegenden Stromzweigen angeordnet. Die Spulenwicklungen sind jeweils durch in Reihe zu sich geschaltete,
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ansteuerbare Halbleiterschalter derart wechselweise mit Stromimpulsen beaufschlagbar, daß bei Auslösen der Sicherung und entsprechendem Spannungsanstieg an den Kontakten der Meldeelektronik der Meldeausgang in einen ersten logischen Schaitzustand übergeht. Dieses Signal kann von dem mit dem Meldeausgang verbundenen Überwa-chungs- oder Steuerungssystem als Steuerungssignal verwendet werden. Beim Trennen des Auslösemelders von der Betriebsspannung, also bei dessen Abnehmen von der Sicherung oder bei Ausschalten der Netzspannungsversorgung - und entsprechendem Spannungsabfall an den Anschlußkontakten -geht der Meldeausgang in einen zweiten logischen Schaltzustand über. Dies kann wiederum als Steuersignal für ein Überwachungs- und Steuersystem dienen, in erster Linie jedoch wird dadurch der Aus-Iösemelder in seinen Ausgangszustand zurückgesetzt. Nach dem Erneuern der ausgelösten Sicherung kann der erfindungsgemäße Auslösemelder also ohne weitere Maßnahmen auf diese aufgesetzt werden und ist ohne weitere Maßnahmen sofort wieder betriebsbereit.
Ein weiterer Kernpunkt der Erfindung leitet sich daraus ab, daß über die Meldeelektronik des Auslösemelders trotz ausgelöster Sicherung eine galvanische Verbindung zwischen deren Anschlüssen existiert. Nach VDE muß der Innenwiderstand einer ausgelösten Sicherung mindestens 100 kOhm betragen. Damit diese Bestimmung auch für die Kombination von Sicherung und Auslösemelder erfüllt wird, muß die Meldeelektronik einen entsprechend hohen Innenwiderstand aufweisen. Dies kann durch einen den Anschlußkontakten der Meldeelektronik nachgeschalteten Eingangswiderstand in Höhe von beispielsweise 800 kOhm realisiert werden. Damit nun zur Beschattung der Spulenwicklungen des bistabilen Relais genügend elektrische Energie vorhanden ist, sind parallel zu den Spulenwicklungen und den ihnen zugeordneten Halbleiterschaltern in den beiden Spulenzweigen Kondensatoren angeordnet, die bei Anliegen der Spannung an den Anschlußkontakten der Meldeelektronik aufladbar sind. Die Kondensatoren stellen Energiespeicher zur Erzeugung der Stromimpulse für das Relais dar. Insbesondere muß nach dem Trennen des Auslösemelders von der Betriebsspannung noch Energie zur Verfügung stehen, um den Meldeausgang in den besagten, zweiten logischen Schaltzustand überzuführen. Außerdem kann die an den Ladekondensatoren anliegende Spannung als Steuerspannung zur Ansteuerung der Halbleiterschalter für die Spulenwicklungen dienen.
Zusammenfassend ist bei dem erfindungsgemäßen Auslösemelder ein neuartiges Konzept zur Sicherungsüberwachung realisiert: Der Meldeausgang wird durch ein bistabiles Relais gesetzt, das jeweils durch Stromimpulse durch eine der beiden Spulenwicklungen des Relais in einer der beiden stabilen Schaltzustände übergeführt werden kann. Die Energie für die Schaltimpulse wird aus Ladekondensatoren bezogen, die über einen hohen Eingangswiderstand durch die Spannungsdifferenz zwischen den Anschlüssen der ausgelösten Sicherung geladen werden. Damit ist der erfindungsgemäße Auslösemelder verschleiß- und wartungsfrei, elektrisch äußerst sicher, vor Bedienungsfehlern geschützt und dabei schaltungstechnisch relativ einfach aufgebaut. Ein weiterer Vorteil ist die im wesentlichen freie Verwendbarkeit des Meldeausgangs bezüglich der damit verbundenen Überwachungs-, Steue-rungs- oder Anzeigevorrichtungen.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Auslösemelders angegeben. So wird durch die symmetrische Aufteilung des Innenwiderstandes der Meldeelektronik auf zwei deren Anschlußkontakten seriell nachgeschaltete Eingangswiderstände bei Verwendung geeigneter Widerstandstypen eine hohe Stoßspannungsfestigkeit erzielt (Anspruch 2). Hier können Werte von 2500 Volt ohne weiteres erreicht werden. Solche Spannungen können bei ungünstigen Netzverhältnissen tatsächlich an der Sicherung auftreten.
Durch die im Kennzeichen des Anspruches 3 angegebene Gleichrichter- und insbesondere Brük-kenschaltung kann der Auslösemelder sowohl im Wechselstrom-, als auch im Gleichstrombetrieb mit beliebiger Polarität eingesetzt werden.
Durch die den Stromzweigen mit den Spulenwicklungen nach Anspruch 4 vorgeschalteten Dioden gleicher Sperrichtung wird die Gesamtschaltung in zwei selbständige Teilschaltungen aufgespalten, wodurch sich die beiden parallelen Stromzweige gegenseitig nicht beeinflussen können.
Im Kennzeichen des Anspruches 5 ist eine vorteilhafte Schaltungsanordnung für einen der beiden Stromzweige zur Beschaltung der einen Spulenwicklung angegeben. Dieser Stromzweig wirkt dabei als Meldezweig und ist aus drei parallelen Schaltungszweigen gebildet. Meldezweig bedeutet dabei, daß nach dem Auslösen der durch den Auslösemelder überwachten Sicherung die Spulenwicklung in diesem Zweig mit Stromimpulsen beaufschlagt wird und somit den Meldeausgang der bistabilen Relais in den entsprechenden Schaltungszustand überführt. Zu den schaltungstechnischen Details und der Funktionsweise wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf das Ausführungsbeispiel verwiesen. Es ist lediglich hervorzuheben, daß zum einen der Kondensator im Kondensatorzweig als Energiespeicher zur Bereitstellung der Stromimpulse für die Spulenwicklung dient, zum anderen wird durch die an ihm anliegende Spannung über den parallelen Steuerzweig mit in Reihe einem DIAC und einem Spannungsteiler der Halbieiterschalter bzw. Thyristor im Spulenzweig gesteuert. Der im Meldezweig angeordnete Kondensator erfüllt also eine Doppelfunktion.
Durch die nach Anspruch 6 im Spulenzweig des Meldezweiges in Reihe zum Halbleiterschalter und der Spulenwicklung geschaltete Leuchtdiode ist gleichzeitig eine optische Anzeigevorrichtung geschaffen, die bei Auslösen der Sicherung mit einer Frequenz in der Größenordnung von 0,5-2 Hz (je nach Betriebsspannung) zu blinken beginnt. Damit ist insbesondere ein Auffinden der ausgelösten Sicherung beispielsweise in einem Sicherungskasten erheblich vereinfacht. Statt der Leuchtdiode können natürlich auch andersartige Lichtquellen verwendet werden.
Anspruch 7 gibt eine vorteilhafte Schaltungsan-
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Ordnung für den zweiten Stromzweig an. Dieser bildet den sogenannten Rücksetzzweig, mittels dem das bistabile Relais durch Ansteuerung dessen zweiter Spulenwicklung wieder in seinen Ausgangszustand verbracht wird, wenn die Betriebsspannung art den Anschlußkontakten der Meldeelektronik nicht mehr ansteht. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Netzspannungsversorgung abgeschaltet oder der Auslösemelder von der ausgelösten Sicherung abgezogen wird. Der im Kondensa-torzweig des Rücksetzzweiges angeordnete Kondensator wirkt dabei ebenfalls als Energiespeicher, aus dem die elektrische Energie zur Beschattung der zweiten Spulenwicklung des bistabilen Relais bezogen wird. Hinsichtlich der Funktionsweise des Rücksetzzweiges wird ebenfalls wieder auf das Ausführungsbeispiel verwiesen.
Durch den parallel zur Kollektor-Emitter-Strecke des Steuertransistors für den Rücksetzzweig geschalteten Kondensator (Anspruch 8) wird ein sicheres Sperren des als Halbleiterschalter für die zweite Spulenwicklung fungierenden Thyristors im Spulenzweig des Rücksetzzweiges während der Nulldurchgänge der Betriebsspannung gesorgt.
Eine vorteilhafte Alternative und bei Steuerungssystemen oft verwendete Maßnahme ist die Schaltung der Kontakte des Meldeausganges des Auslösemelders als Wechsler (Anspruch 9).
Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Dargestellt ist das Schaltbild des Auslösemelders.
Strichliert bzw. lediglich schematisch angedeutet sind das Isoliergehäuse (10) des Auslösemelders sowie dessen Anschlußkontakte (A, B). Die gegenständliche Ausgestaltung dieser Bauteile ist in DE-GM 8 614 995 angegeben, wo ein elektronischer Sicherungswächter mit Blinkanzeige beschrieben ist. Statt der Blinkelektronik kommt beim vorliegenden Erfindungsgegenstand die Meldeelektronik (12) zum Einsatz. Der Auslösemelder wird, wie in der vorgenannten Gebrauchsmusterschrift beschrieben, mittels der beiden Anschlußkontakte (A, B) mechanisch und elektrisch mit den spannungsführenden Griffiaschen eines NH-Sicherungseinsatzes verbunden.
Die Schaltung der Meldeelektronik (12) ist wie folgt aufgebaut:
Den beiden Anschlußkontakten (A, B) sind die symmetrischen Eingangswiderstände (R1, R2) mit jeweils etwa 390 kOhm nachgeschaltet. Es schließt sich eine Brückenschaltung aus den Dioden (D1, D2, D3, 04) an, wodurch der Auslösemelder sowohl mit Wechselstrom, als auch mit Gleichstrom beliebiger Polarität betrieben werden kann. Zwischen die beiden Abgriffe (14, 16) dieser Brückenschaltung sind zwei elektrisch parallel liegende Schaltungszweige angeordnet. Es sind dies der sogenannte Meldezweig (18) und der Rücksetzzweig (20). Beide Zweige (18, 20) sind über die jeweils vorgeschalteten Dioden (D5 bzw. D6) gegeneinander entkoppelt. Das bedeutet, daß einerseits der Steuertransistor (T1) nach Abschalten der Betriebsspannung nicht weiterhin durch die Ladungen auf den Kondensatoren (02, 03) angesteuert wird, andererseits bewirkt (D5), daß der Kondensator (02) durch die Zündung des Thyristors (T3) nicht entladen wird.
Der Meldezweig (18) besteht aus drei parallelen Schaltungszweigen, nämlich dem Kondensatorzweig (22) mit dem Tantalkondensator (03), dem Steuerzweig (24) bestehend aus in Reihe geschaltet dem DIAC (D7) und dem Spannungsteiler (R5, R6) sowie dem Spulenzweig (26), der in Reihe die erste Spulenwicklung (28) (Spulenanschlüsse 3, 4) eines bistabilen Relais (REL1), die Leuchtdiode (D8) sowie den Thyristor (T3) aufweist. Dessen Steueranschluß (30) ist mit dem Mittenabgriff (32) des Spannungsteilers (R5, R6) verbunden.
Der Rücksetzzweig (20) ist wiederum aus drei Schaltungszweigen aufgebaut, nämlich dem Kondensatorzweig (34) mit dem Tantalkondensator (02), dem Steuerzweig (36) mit in Reihe geschaltet dem Widerstand (R4) und der Kollektor-Emitter-Strecke des Steuertransistors (T1) sowie dem Spulenzweig (38), der in Reihe die zweite Spulenwicklung (40) des bistabilen Relais (REL1) und den Thyristor (T2) aufweist. Dessen Steueranschluß (42) ist mit dem Kollektor des Steuertransistors (T1) verbunden. Dessen Basis wiederum ist über den Vorschaltwi-derstand (R3) mit dem positiven Abgriff (14) der Brückenschaltung (D1 bis D4) verbunden. Parallel zur Kollektor-Emitter-Strecke des Steuertransistors (T1) ist der Kondensator (01) geschaltet.
Die Kontakte (5 bis 8) des bistabilen Relais (REL1) sind als Wechsler geschaltet. Der Meldeausgang (44) des Auslösemelders weist also in herkömmlicher Weise den gemeinsamen Eingang (0) sowie die Wechselausgänge (NO bzw. NC) auf. Diese Einbzw. Ausgänge C, NO, NC sind als herkömmliche Schraubklemmen gestaltet, die über Öffnungen im Isoliergehäuse (10) zugänglich sind. Die Belastbarkeit beträgt beispielsweise 4A-380V für AC/DC.
In der vorstehenden Beschreibung wurde auf eine Nennung der Größen und Typenbezeichnungen der einzelnen Schaltungsteile der Übersichtlichkeit halber verzichtet, da diese Angaben dem Schaltplan entnehmbar und somit Bestandteil dieser Beschreibung sind.
Die Meldeelektronik (12) zeigt folgendes Funktionsverhalten:
Nach dem Auslösen der Sicherung steht die Betriebsspannung an den Anschlußkontakten (A, B) der Meldeelektronik (12) an. Diese wird über die Eingangswiderstände (R1, R2) in die Brückenschaltung (Dioden D1 bis D4) eingespeist. Mit jeder Halbwelle an den Abgriffen (14, 16) der Brückenschaltung werden die Tantalkondensatoren (02 und 03) im Rücksetz- (20) bzw. Meldezweig (18) über die Dioden (D5 bzw. D6) aufgeladen. Der Steuertransistor (T1) wird dabei über den Vorschaltwiderstand (R3) bei jeder Halbwelle ab 0,7 Volt angesteuert und legt den Steueranschluß des Thyristors (T2) auf Nullpotential. Letzterer sperrt daher, solange an den Anschlußkontakten (A, B) Spannung ansteht.
Hat die Ladespannung des Kondensators (03) die Zündspannung des DIAG's (D7) erreicht, wird dieser schlagartig leitend und zündet den Thyristor (T3) im Spulenzweig (26) des Meidezweiges (18). Die Spulenwicklung (28) mit den Spulenanschlüssen (3, 4) des bistabilen Relais (REL1) wird mit einem ca.
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8 Millisekunden dauernden Entladestrom über die Leuchtdiode (D8) beaufschlagt. Das Relais (REL1) und damit der als Wechsler geschaltete Meldeausgang (44) mit den Kontakten (5 bis 8) wird geschaltet, wobei zusätzlich die Leuchtdiode (D8) kurz aufleuchtet. Der Entladestrom des Kondensators (C3) fließt so lange, bis der Haltestrom des Thyristors (T3) unterschritten wird und dieser wieder selbständig sperrt. Der im Steuerzweig (24) angeordnete Widerstand (R5) bewirkt, daß der Zündstrom des Thyristors (T3) den Kondensator (C3) nicht zu stark entlädt, während der Widerstand (R6) ein sicheres Sperren des Thyristors (T3) gewährleistet. Der Lade- und Entladevorgang am Kondensator (C3) mit Zünden und Sperren des Thyristors (T3) wiederholt sich mit ca. 2 Hz bei 220 Volt und mit ca. 0,5 Hz bei 110 Volt. An der Leuchtdiode (D8) wird also ein optisches Blinksignal erzeugt, wobei nach dem Auslösen der Sicherung die Arbeitslage des Relais (REL1) nicht mehr verändert wird. Durch die schaltungstechnische Auslegung ist der Auslösemelder darüber hinaus ohne weitere Maßnahmen in 220V- und 110V-Netzen verwendbar, da die minimale Ansprechspannung ca. 90V beträgt.
Wird der Auslösemelder von der Sicherung abgezogen, so steuert der Steuertransistor (T1) nicht mehr durch, da die Ladungen von den Kondensatoren (C2 und C3) durch die Dioden (D5 und D6) abgeblockt werden. Der Thyristor (T2) wird daraufhin über den Widerstand (R4) gezündet, womit die Spulenwicklung (40) mit ihren Spulenanschlüssen (1, 2) des Relais (REL1 ) mit dem Entladestrom des Kondensators (C2) beaufschlagt wird. Das Relais und entsprechend dessen Meldeausgang (44) schaltet in die Ruhelage zurück. Nach Unterschreiten des Haltestromes sperrt der Thyristor (T2) selbständig. Der Auslösemelder ist mittels des Rücksetzzweiges (20) also selbsttätig in seine Ausgangslage zurückgesetzt.
Es ist noch darauf hinzuweisen, daß durch die Auswahl des Relais (REL1) und den speziellen Aufbau der Leiterplatte nach VDE 0110 eine Isolationsfestigkeit von 4000 Volt zwischen den Anschlußkontakten (A, B) der Meldeelektronik (12) und den Schraubklemmen (Kontakte 5 bis 8) des Meldeausgangs (44) erreicht ist.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Elektronischer Auslösemelder zum Aufsetzen auf Überstrom- und/oder Kurzschlußstrom-auslö-sende Sicherungen, wie Schmelzsicherungen oder NH-Sicherungseinsätze, mit -einem Isoiiergehäuse (10),
    - einer darin angeordneten, ein Auslösen der Sicherung durch zumindest elektrische Signale anzeigenden Meldeelektronik (12),
    - deren beide Anschlußkontakte (A, B) mit den Anschlüssen der Sicherung elektrisch verbindbar sind und
    - die einen galvanisch getrennten, extern bestrom-baren Meldeausgang (44) aufweist, dessen jeweiliger elektrischer Schaltzustand dem Sicherungszustand logisch zugeordnet ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    - Die Meldeelektronik (12) weist einen hohen Innenwiderstand auf;
    - der Meldeausgang (44) ist von den Kontakten (5 bis 8) eines bistabilen Relais (REL1) mit zwei Spulenwicklungen (28,40) gebildet,
    - die jeweils in zwei elektrisch parallel zueinander geschalteten, gemeinsam in Serie mit den Anschlußkontakten (A, B) der Meldeelektronik (12) liegenden Stromzweigen angeordnet sind,
    - die jeweils durch in Reihe zu sich geschaltete, ansteuerbare Halbleiterschalter derart wechselweise mit Stromimpulsen beaufschlagbar sind, daß
    - bei Auslösen der Sicherung und entsprechendem Spannungsanstieg an den Anschlußkontakten (A, B) der Meldeelektronik (12) der Meldeausgang (44) in einen ersten logischen Schaltzustand und
    - beim Trennen des Auslösemelders von der Betriebsspannung und entsprechendem Spannungsabfall an den Anschlußkontakten (A, B) der Meldeausgang (44) in einen zweiten logischen Schaltzustand übergeht;
    - in den beiden Stromzweigen mit den Spulenwicklungen (28,40) des bistabilen Relais (REL1) sind jeweils elektrisch parallel zu den Spulenwicklungen (28, 40) und den Halbleiterschaltern liegend Kondensatoren (C2, C3) geschaltet, die
    - bei anliegender Spannung an den Anschlußkontakten (A, B) der Meldeelektronik (12) aufladbar sind und
    - jeweils Energiespeicher zur Erzeugung der Stromimpulse zur Bestromung des bistabilen Relais (REL1) sind.
    2. Auslösemelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hohe Innenwiderstand der Meldeelektronik (12) im wesentlichen durch zwei symmetrische, jeweils den Anschlußkontakten (A, B) seriell nachgeschaltete Eingangswiderstände (R1, R2) gebildet ist.
    3. Auslösemelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Meldeelektronik (12) zwischen den Anschlußkontakten (A, B) und den Stromzweigen mit den Spulenwicklungen (28, 40) eine Gleichrichterschaltung, insbesondere eine Brückenschaitung (Dioden D1, D2, D3, D4) angeordnet ist.
    4. Auslösemelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Stromzweigen mit den Spulenwicklungen (28, 40) jeweils Dioden (D5, D6) mit gleicher Sperrichtung vorgeschaltet sind.
    5. Auslösemelder nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Stromzweige mit einer (28) der Spulenwicklungen (28, 40) als Meldezweig (18) aus drei parallelen Schaltungszweigen gebildet ist, nämlich aus
    - dem Kondensatorzweig (22) mit dem Kondensator (C3),
    - dem Steuerzweig (24) für den als Halbleiterschalter für die eine Spulenwicklung fungierenden Thyristor (T3), welcher Steuerzweig (24) aus in Reihe geschaltet einen DIAC (D7) und einen Spannungsteiler (R5, R6) besteht, sowie
    - dem Spulenzweig (26) mit in Reihe der Spulenwicklung (28) und dem Thyristor (T3), wobei dessen Steueranschluß (30) mit dem Mittenabgriff (32) des Spannungsteilers (R5, R6) verbunden ist.
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    6. Auslösemelder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Spulenzweig (26) des Meldezweiges (18) in Reihe eine Leuchtdiode (D8) angeordnet ist.
    7. Auslösemelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Stromzweig mit Spulenwicklung (40) als Rücksetzzweig (20) aus drei parallelen Schaltungszweigen gebildet ist, nämlich aus
    — dem Kondensatorzweig (34) mit dem Kondensator (C2),
    — dem Steuerzweig (36) für den als Halbleiterschalter für die zweite Spulenwicklung (40) fungierenden Thyristor (T2), welcher Steuerzweig (36) aus in Reihe geschaltet einem Widerstand (R4) und der Kol-lektor-Emitter-Strecke eines Steuertransistors (T1) besteht, sowie
    — dem Spulenzweig (38) mit in Reihe der zweiten Spulenwicklung (40) und dem Thyristor (T2), wobei
    — dessen Steueranschluß (42) mit dem Kollektoranschluß des Steuertransistors (T1 ) verbunden ist und
    — der Basisanschluß des Steuertransistors (T1) über einen Basiswiderstand (R3) mit dem positiven Abgriff der Brückenschaltung (Dioden D1 bis D4) verbunden ist.
    8. Auslösemelder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Koliektor-Emitter-Strecke des Steuertransistors (T1) ein weiterer Kondensator (G1) geschaltet ist,
    9. Auslösemelder nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (5 bis 8) des Meldeausgangs (44) als Wechsler geschaltet sind.
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