CH677479A5 - - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Abgabevorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie eine Verwendung derselben. Eine solche Abgabevorrichtung dient insbesondere zur Erleichterung der Verpackung von Gegenständen mittels eines Kunststoffumhüllungsmaterials oder eines synthetischen Kunststoffbindematerials.
Sogenannte «Reckfolien» (stretch-film), üblicherweise ein synthetisches Kunststoffmaterial wie z.B. lineares Polyäthylen mit diesem innewohnenden Anhafteigenschaften, wird für die Umwicklung oder Verpackung von vielen Arten von Gegenständen, wie z.B. palletierten Gegenständen einschliesslich Ziegelsteinen, Glasbehälter, Paketen von Getränken wie Bier, und von unhandlichen und/oder schweren Produkten wie grossen Rollen von Zei-tungsdruckpapier, Karton und dergleichen. Die Reckfolie bindet die Gegenstände zu einer einzigen Einheit zusammen um deren Handhabung undTrans-port zu erteichtern. Spezielle Maschinen wurden entwickelt, um solche Gruppen von Gegenständen mit einer «Streckumwicklung» (stretch-wrap) zu umgeben.
Hintergrund der Erfindung
In vielen Fällen kann es erwünscht sein, zum Versand oder Verkauf eine Mehrzahl von gleichen oder ungleichen Gegenständen, entweder mit oder ohne einer Palette, zusammen zu verpacken. Zum Beispiel in solchen Gebieten wie der Nahrungsmittelverteilung, des Hardwarenachschubes, etc. kann es erwünscht sein, verschiedene, zusammen als eine Einheit zu verkaufende Gegenstände, zusammen zu verpacken.
Bisher wurden bei solchen Anwendungen eine Anzahl von Gegenständen, welche einzeln oder individuell in Kartons oder Behältern verpackt vorliegen, mittels Cellulosestreifen, Bänder, Schnüren, Laschen, Metall- oder Kunststoffbändern und -drähten oder dergleichen Bindematerialien zusammengepackt.
Solche Verpackungsverfahren sind zeitaufwendig und arbeitsintensiv, und daher relativ teuer.
Stand der Technik
Verschiedene Ausführungsformen von Vorrichtungen zur Unterstützung bei der Umwicklung von Gegenständen mit einer Reckfolie wurden bereits vorgeschlagen. Aus dem australischen Patent Nr. 511 642 ist eine automatische Umwicklungsmaschine zur Umwicklung einer Ladung mit Schichten einer Gewebefolie bekannt Bei dieser Vorrichtung hält ein Drehtisch die Ladung in der gewünschten Position und dreht relativ zu einer abgestützten Rolle mit streckbarer Folie. Eine Bremse wirkt dabei auf die Rolle ein um die Folie vor deren Aufbringung auf die rotierende Ladung einer Zugspannung auszusetzen und sie dadurch zu strecken.
Diese Vorrichtung ist für relativ grosse Ladungen bemessen und daher relativ teuer in ihrer Herstellung.
Aus dem australischen Patent Nr. 519 456 ist ein eine ähnliche Art von Umwicklungsvorrichtung verwendendes Verfahren bekannt, während aus dem australischen Patent Nr. 505 121 eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Umwicklung einer Mehrzahl von Ladungen zu einer vereinigten Ladung bekannt ist. Auf die gleiche Weise sind aus den US-Patentschriften Nr. 4 050 221, 4 271 657 und 4 432 185 verschiedene Ausführungsformen von Streckumwicklungsvorriohtungen (Stretch wrapping machines) zur Umwicklung einer Mehrzahl von Verpackungen in eine Einheit oder zur Umwicklung von palletisierten Ladungen bekannt.
Der Einsatz dieser Vorrichtungen bedingt, dass die Ladungen zu der Vorrichtung transportiert, auf diese aufgeladen und auf irgendwelche Weise festgeklammert oder abgestützt werden müssen, während die Vorrichtung die reckbare Folie um die Ladung wickelt. Aus den US-Patent Nr. 4 102 513 ist eine tragbare, von Hand haltbare Abgabevorrichtung zur Umwicklung eines Gegenstandes mit einer Kunststoffreckfolie ab einer Rolle bekannt. Die Abgabevorrichtung weist eine Rollenanordnung auf, auf welcher eine Rolle reckbarer Folie angeordnet ist. Zwei Handgriffe sind mit der Rolleneinheit verbunden, um diese während dem Einsatz abzustützen. Die Abstützeinheit ist mit einer Abstützwelle versehen, welche mit einer Grundplatte verbunden ist und zwei einander gegenüberliegende, drehbare Endabstützungen trägt, die drehbar auf der Welle angeordnet sind. Die AbStützungen greifen in die Enden einer Roile aus Kunststoffreckfolie. Mindestens eine der AbStützungen ist mit einem Reibungsbremsteil versehen, welcher als Bremse einsetzbar ist und die Drehbarkeit der Reckfolienrolle auf der Abstützwelie begrenzt. Einer der Handgriffe ist bedienungsmässig mit den drehbaren Endabstützungen verbunden, um den auf die Rolle wirkenden Widerstand zu vergrössern oder zu verkleinern und dadurch die während dem Umwickelvor-gang auf die Folie einwirkende Zugspannung zu variieren. Die Abgabevorrichtung benötigt jedoch zwei Handgriffe zu ihrer Bedienung und erfordert, dass die Abbremsung der Folienrolle während dem Einsatz durch die Bedienungsperson gesteuert wird.
Aus dem europäischen Patent Nr. 0 081 328 vom 26. November 1982 ist eine weitere Ausführungsform einer Folienabgabevorrichtung bekannt, bei welcher die Folie um ein Rollenpaar verläuft, das relativ zur Folienrolle schwenkbar angeordnet ist. Eine auf die Folie einwirkende Zugkraft bewirkt, dass eine der Rollen gegen die Oberfläche der Folienrolle angedrückt wird, und die Rollen sind derart über Zahnräder miteinander verbunden, dass eine der Rollen mit einer grösseren Geschwindigkeit rotiert als die andere, so dass die Folie in ihrer Längsrichtung zwischen den Rollen gestreckt wird. Die Abgabevorrichtung weist zu ihrer Verschiebung um eine palletierte Ladung einen mit Rädern versehenen Tragteil auf. Während diese Abgabevorrichtung tragbar ist, muss sie auf dem Boden um die palletierte Ladung herum gerollt werden, und zur Erleichterung einer solchen Bewegung ist ein Handgriff am oberen Ende dieser Vorrichtung vorgesehen. Fer5
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ner wird die Reckung der Folie durch die Differenz zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der beiden Rollen gesteuert. Sobald die auf die Folie wirkende Zugkraft verringert wird, verringern sich die Kräfte die eine der Rollen gegen die Oberfläche der Folienrolle andrücken ebenfalls und erlauben daher der Rolle eine unbeschränkte Bewegung und verringern die Reckung zwischen den Rollen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher insbesondere die Schaffung einer verbesserten Vorrichtung zur Verpackung von Gegenständen, welche mindestens einige der bisherigen Verpackungsschwierigkeiten vermeidet.
Es ist ebenfalls erwünscht, eine Verpackungsvorrichtung zu schaffen, welche die Verwendung einer Kunststoff-Folie, vorzugsweise einer linearen, eine niedrige Dichte aufweisenden Polyäthylenfolie (linear, low-density Polyethylene film) als Verpackungsmittel erleichtert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ferner die Schaffung einer tragbaren Folienabgabevorrichtung, welche mit einer Hand bedient werden kann und welche dem Benutzer ermöglicht, einen Gegenstand oder eine Gruppe von Gegenständen mit einer Streckumwicklung zu versehen.
Gegenstand der Erfindung ist ausserdem die Schaffung einer Folienabgabevorrichtung, welche eine relativ einfache Konstruktion und relativ wenig bewegliche Teile aufweist und zudem relativ einfach in der Handhabung ist.
Gegenstand der Erfindung ist überdies die Schaffung einer Folienabgabevorrichtung bei welcher der Streckgrad einer auf einen Gegenstand aufgebrachten Folie wie gewünscht gesteuert werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Abgabevorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäss nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Halterungsmittel einander gegenüberliegende Lager zum Eingriff mit den einander gegenüberliegenden Enden eines hohlen Kernes einer Kunststoffmittelrolle auf. Bei einer anderen Ausführungsform weisen die Halterungsmittel eine Spindel auf, welche relativ zu den Abstützmitteln fest angeordnet sein kann, wobei in diesem Fall die Kunststoffmaterialrolle relativ zu dieser Spindel dreht, oder die Spindel kann relativ zu den Abstützmitteln drehbar gelagert sein.
Es ist zweckmässig, eine Vorrichtung zur Abgabe eines Verpackungsmittels aus reckbarem, synthetischem Kunststoffmaterial von einer Rolle, zu schaffen, welche folgende Teile aufweist: Halterungsmittel zur Abstützung der Verpackungsmittelrolle zur relativen Drehung, den Halterungsmitteln zugeordnete Abstützmittel wodurch die Vorrichtung von Hand getragen, an der Wand montiert oder anderweitig zur Benützung angeordnet werden kann, und Bremsmittel einschliesslich einer durch die Abstützmittel getragenen Bremsrolle, wobei mindestens eine der Verpackungsmittelrolle und der Bremsrolle federnd gegen die andere gedrückt wird, so dass die Bremsrolle an der Oberfläche der Verpackungsmittelrolle angreift, um deren Drehbewegung einzuschränkten.
Vorzugsweise weisen die Abstützmittel mindestens einen Handgriff auf, welcher mit den Halterungsmitteln verbunden ist oder aus einem Stück mit diesen besteht. Bei einer alternativen Ausführungsform weisen die Abstützmittel einen Basisteil auf, welcher an einer Wand, einer Bank, einem Tisch oder an einer anderen Oberfläche befestigt werden kann.
Die Bremsrolle ist zweckmässig derart angeordnet, dass sie in Eingriff mit der Oberfläche Kunst-stoffmaterialrolle steht und vorgespannte Federn einen Druck zwischen der Bremsrolle und der Kunststoffmaterialrolle erzeugen, um dadurch eine Bremskraft auf die letztere und dadurch eine Beschränkung der Drehung derselben zu bewirken. Auf diese Weise bewirkt, wenn Kunststoffmaterial von der Materialrolle abgezogen wird, die Bremsrolle eine Behinderung der Drehung der Materialrolle, was bewirkt, dass das Kunststoffmaterial unter Zugspannung gesetzt und dadurch gereckt wird. Der Grad der Zugspannung und dadurch der Reckung kann durch Einstellung der Federspannung eingestellt werden.
Bei einer möglichen Ausführungsform sind die Federn an Nockenhebeln befestigt, welche ihrerseits auf den Abstützmitteln angeordnet und bewegbar sind, um die Federkraft zu erhöhen oder zu verringern und dadurch die Anpresskraft der Bremsrolle auf die Kunststoffmaterialrolle zu variieren.
Selbstverständlich können auch andere Mittel vorgesehen werden, um die Federkraft zu verändern und um eine weitgehend konstante unabhängige vom Durchmesser der Materialrolle auf diese ausgeübte Kraft sicherzustellen.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Vorrichtung mit einer von der Materialrolle und den Bremsmitteln distanzierten Führungsöse versehen. Durch Durchführen des Kunststoffmaterials von der Materialrolle durch die Führungsöse hindurch, wird ein Strang ähnlich einer Schnur oder dgl. gebildet. Bei einer änderen Ausführungsform wird das Kunststoffmaterial durch eine Fait- oder Bindevorrichtung geführt, um das relativ dünne Material in ein zum Bandagieren oder Zusammenbinden von Gegenständen geeignetes Band zu formen.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der erfin-dungsgemässen Vorrichtung sind Schneidemittel vorgesehen, um das von der Materialrolle abgezogene Kunststoffmaterial abschneiden zu können. Die Schneidemittet können dabei ein auf den Abstützmitteln angeordnetes Messer aufweisen. Es ist auch möglich, dass die Schneidemittel eine relativ zur Materialrolle koaxial verschiebbares Messer aufweisen, welches unmittelbar- benachbart zu den Bremsmitteln mit dem Kunststoffmaterial in Eingriff bringbar ist. Bei einer weiteren Ausführungsform weisen die Schneidmittel ein vorzugsweise gezähmtes Messer auf, welches sich mindestens annähernd parallel zur Materialrollenoberfläche, aber von dieser distanziert, erstreckt und mit dem von der Materialrolle abgezogenen Kunststoffmaterial in Eingriff bringbar ist.
Bei Einsatz der erfindungsgemässen Vorrich-
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tung wird ein Ende des Kunststoffreckumhüllungs-materials von der Materialrolle, die drehbar auf den Halterungsmitteln gelagert ist, auf die zu umwickelnden Gegenstände aufgebracht und dort festgehalten, während die Vorrichtung und die Gegenstände voneinander weg bewegt werden. Diese Bewegung bewirkt, dass das Kunststoffmaterial gereckt und gleichzeitig um den Gegenstand gewickelt wird. Wenn die Zugspannung in der Folie ein vorbestimmtes Minimum erreicht, ist eine genügende Kraft ausgeübt, um die Folie zu recken und zur gleichen Zeit die Wirkung der Bremsmittel zu überwinden, um die Folie von der Materialrolle abzuziehen.
Eine Linear-Polyäthylenfolie kann um ein mehrfaches ihrer ursprünglichen Länge gestreckt werden, was von ihrer Anwendung abhängt. Infolge der einigen Folienarten innewohnenden Elastizität kann eine gereckte Folie die Tendenz aufweisen, auf ihre ursprüngliche umgereckte Länge oder Zustand zurückzukehren, wodurch ein Druck auf die von der Folie umwickelten Gegenstände ausgeübt und diese fest zusammengehalten werden.
Wenn erwünscht, kann die Abgabevorrichtung als an der Wand montierbare Stretchfolienabgabe-vorrichtung mit den gleichen Vorteilen wie weiter vorne beschrieben, ausgebildet sein.
Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Seitenansicht einer ersten beispielsweisen Ausführungsform einer erfindungsgemässen Abgabevorrichtung;
Fig. 2 eine bevorzugte Ausführungsform der in Fig. 1 verwendeten Spindel:
Fig. 3 einen Grundriss einer zweiten beispielsweisen Ausführungsform einer erfindungsgemässen Abgabevorrichtung:
Fig. 4 einen im Schnitt dargestellten Grundriss einer weiteren beispielsweisen Ausführungsform einer erfindungsgemässen Abgabevorrichtung:
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer vierten beispielsweisen Ausführungsform einer erfindungsgemässen Abgabevorrichtung:
Fig. 6 einen teilweise im Schnitt dargestellten Grundriss der in Fig. 5 dargestellten Abgabevorrichtung;
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie 7-7 in Fig. 6; und
Fig. 8 perspektivisch eine modifizierte Konstruktion einer Bremsrolle.
Beschreibung von bevorzugten Ausführunosformen
Fig. 1 zeigt eine Reckfolien-Abgabevorrichtung (stretchfilm dispenser), welche einhändig betätigt werden kann. Die Vorrichtung gemäss dieser Aus-führungsform weist eine Spindel 8 auf, welche weiter unten anhand von Fig. 2 noch näher beschrieben wird, und welche innerhalb einem Rahmen 10 drehbar gelagert ist. Die Spindel 8 ist derart ausgebildet, dass sie durch den hohlen Kern einer Reckfolienrolle 11 gesteckt werden kann.
Am von der Rolle 11 und der Spindel 8 abgewandten Ende des Rahmens 10 ist ein Handgriff 12 vorgesehen. Die Abgabevorrichtung weist eine Bremsrolle 13, vorzugsweise eine grobstrukturierte Gummiwalze, auf, welche durch die Arme 6 gehalten wird und in Schlitzführungen 7 verschiebbar geführte Spindelenden 16 aufweist. Die Rolle 13 wird mittels Federn 14 derart federnd angedrückt, dass sie eine praktisch konstante Bremskraftwirkung auf die Rolle 11 ausübt. Die Bremskraft ist genügend um einen ausreichenden Reckungsgrad der von der Rolle 11 abgezogenen Folie zu erreichen, wenn die Vorrichtung eingesetzt wird. Das eine Ende von jeder vorspannenden Feder 14 ist z.B. in Löchern 15 in den Seiten des Rahmens 10 angeordnet, während das andere Ende an der Spindel 16 der Bremsrolle 13 befestigt ist. Als eine Alternative könnten Druckfedern verwendet werden, um die erforderliche Anpresskraft der Bremsrolle auf die Reckfolienrolle sicherzustellen. Idealerweise sind Einstellmittel vorgesehen, um eine geeignete Einstellung der Federn bei den verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung erreichen zu können, wie z.B. mittels der Mehrzahl von Löchern 15.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weist die Spindel 8 eine teleskopartige Konstruktion auf. Innerhalb einem Rohrteil 17 ist ein innenteil 18 angeordnet, welch letzterer einen Kopfteil 19 mit gleichem Durchmesser wie der Rohrteil 17 aufweist. Ebenfalls innerhalb dem Rohrteil 17, am vom Kopfteil 19 abgewandten Ende, ist eine Druckfeder (nicht dargestellt) angeordnet, um die Führungszapfen 20 federnd in zusammenwirkende Lager im Rahmen 10 zu drücken. Ein Anschlag 21 wirkt innerhalb einer im Rohrteil vorgesehenen Schlitzführung 22 um zu verhindern, dass der Innenteil 18 ausser Eingriff mit dem Rohrteil 17 gelangt. Bei Einsatz der Vorrichtung ist die Spindel 8 auf einfache Weise aus dem Gehäuse 10 entfernbar, indem durch Relatiwerschiebung des Rohrteiles 17 gegenüber dem Innenteil 18 die Führungszapfen 20 aus den im Rahmen 10 vorgesehenen Lagern zurückziehbar sind. Als Alternative kann der Handgriff 12 zusammenwirkende Zapfen- und Buchsenteile aufweisen, welche ermöglichen, dass der Handgriff zum freien Zugriff zur Spindel 8 auseinandergenommen werden kann.
Fig. 3 zeigt einen Grundriss auf eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei dieser Ausführungsform, bei der eine Spindel verwendet wird, die gleich der in Flg. 2 dargestellten Spindel sein kann, oder welche innerhalb einem Rahmen 23 befestigt ist, und welche sich durch den hohlen Kern einer aus einer Reckfolie 24 bestehenden Rolle 11 erstreckt.
Der Rahmen 23 weist einen Handgriff 25 auf, und die Abgabevorrichtung (dispenser) ist mit einer unter Federdruck stehenden Bremsrolle 26 versehen. Die Bremsrolle 26 wird mittels eines Drahtrahmens 35 gehalten, welcher seinerseits über ein Augenpaar 28 am Rahmen 23 gehalten wird. Eine Torsionsfeder 27, welche einen integrierenden Bestandteil des Rahmens 35 darstellt, übt eine Federkraft auf die Bremsrolle 26 auf.
Bezugnehmend auf Fig. 4 ist in dieser eine weitere Ausführungsform einer von Hand haltbaren Abgabevorrichtung 31 zur Abgabe von auf einer aus
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Karton oder einem anderen Material bestehenden Hülse 30 zu einer Rolle 32 aufgewundener Kunst-stoff-Folie dargestellt. Die Hülse 30 wird durch Lagerzapfen 33 und 34 gehalten, welche aus einem Stück mit den zugeordneten Rahmenseitenteilen 36 und 37 bestehen. Der Rahmenseitenteil 36 weist einen integralen Handgriff 38 auf, welcher sich praktisch parallel zu den Lagerzapfen 33 und 34 erstreckt. Der Handgriff 38 weist an seinem freien Ende einen erweiterten Wulst 39 auf, welcher zum Zusammenhalt der Rahmenteile in einen im Seitenteil 37 geformten Sockel 41 einschnappend eingreift.
Eine vorzugsweise aus einem Gummigemisch oder dergleichen bestehende Rolle 42 wird durch die Federn 43 und 44 gehalten, um an der Oberfläche der Folienrolle 32 anzuliegen. Die Federn 43 und 44 sind mit innerhalb der Rahmenseitenteile 36 und 37 angeordneten Spannungseinstellteilen 46 und 47 verbunden. Jeder der Einstellteile 46 und 47 weist einen Finger 48 bzw. 49 auf, welcher mit einem von einer Mehrzahl von auf einer Seitenwand eines Schlitzes 52, geformt in jedem der Rahmenseitenteile 36 und 37, vorgesehenen Sitzen 51 in Eingriff bringbar ist.
Der Rahmenseitenteil 36 weist ein an ihm befestigtes und mittels eines Schutzes 54 geschütztes Schneidemesser 53 auf, wobei der Schutz 54 derart ausgebildet ist, dass er der Folie einen Kontakt mit dem Messer 53 ermöglicht, jedoch verunmög-licht, dass ein Benutzer unabsichtlich mit dem letzteren in Berührung gelangen kann.
Die aus Kunststoff bestehende Folie kann für bestimmte Anwendungen in der Form eines Bandes, einer Schnur, eines Stranges oder eines Strickes («string») vorliegen. Zu diesem Zwecke ist die Abgabevorrichtung 31 mit einer Führungsöse 56 versehen, welche zu ihrer Distanzierung von der Rolle 42 mittels einer Drahthalterung 57 gehalten wird. Wenn die Kunststoff-Folie durch die Führungsöse 56 hindurchgeführt wird, bewirkt die Einschnürung der Führungsöse zusammen mit der auf die Folie einwirkenden Zugkraft sowie der innewohnenden Anhafteigenschaften, dass die Folie die Form eines Stranges annimmt, welcher äusserst stark ist.
Bezugnehmend auf die Fig. 5,6,7 und 8, weist die in diesen Figuren dargestellte beispielsweise Ausführungsform einer Abgabevorrichtung ein Gehäuse 62 auf, welches aus synthetischem Kunststoffmaterial gegossen ist, und aus einem Vorderteil 63 und einem Hinterteil 64 besteht, welche um eine Achse 66 drehbar miteinander verbunden sind. Ein Bügel 67 hält die beiden Gehäuseteile in der in Fig. 5 dargestellten Betriebsstellung.
Das Gehäuse ist an gegenüberliegenden Seiten mit je zwei Führungen 68 zur Aufnahme der Enden eines Folienroiienendes oder eine Kemhülse 69 versehen, so dass diese längs der Führungen 68 verschiebbar ist und gleichzeitig eine Rotation der Folienmaterialrolle 11 zulässt.
Der Gehäusehinterteil 64 ist mit einem integralen Handgriff 71 versehen, während der Gehäusevorderteil 63 eine Bremsrolle 72 trägt. Die Bremsrolle 72 weist eine im Vorderteil 63 gelagerte Spindel 73, an jedem Ende der letzteren angeordnete Lagerbüchsen 74 und eine weitgehend starre, drehbar auf den Lagerbuchsen 74 gelagerte PVC-Rolle 76 auf.
Zwei vorgespannte Federn 78 sind auf einem koaxial zur Schwenkachse 66 verlaufenden Zapfen 79 angeordnet. Ein Schenkel 81 von jeder Feder 78 wird mittels eines im Gehäusehinterteil 64 gelagerten Stabes 82 abgestützt, während der andere Schenkel 83 von jeder der vorgespannten Federn 78 an der in den Führungen 68 gelagerten Kernhülse 69 anliegt. Die vorgespannte Feder 78 drückt auf diese Weise die Kernhülse 69 und damit die Rolle 11 federnd gegen die Bremsrolle 72. Bei Einsatz dieser Abgabevorrichtung verläuft das Folienmaterial von der Rolle 11 zwischen dem durch den Eingriff der Rolle 11 mit der Bremsrolle 74 gebildeten Walzenspalt zu einem Gegenstand oder einer Gruppe von Gegenständen, welche mit der Reckfolie zu umgeben sind. Die durch die Bremsrolle 72 ausgeübte Bremskraft ermöglicht, dass die Folie bei ihrer Aufbringung auf die Gegenstände gereckt werden kann, wobei der Reckgrad von der Federkraft und der Drehfreiheit der Bremsrolle 72 abhängig ist. Durch das Hindurchführen der Folie durch den Walzenspalt wird das Folienmaterial immer fest auf der Rolle 11 gehalten und es ist derart möglich, während der Umhüllung der Gegenstände eine konstante Zugspannung aufrecht zu erhalten.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich, kann die vorspannende Rolle 72 einen eingebauten Kupplungsmechanismus aufweisen, welcher einstellbar ist, um die Drehfreiheit (rotationai freedom) der Bremsrolle 72 im Einsatz zu variieren. Die in Fig. 8 dargestellte Struktur weist zwei Flanschen 86 und 87 auf, welche ausgebildet sind, um mit den Enden der Bremsrolle 72 in Eingriff zu stehen. Die Flansche 86 und 87 werden mitteis einer Feder 88 und einer Gewindespindel 89, die mit einem Griff 91 verbunden ist, zusammengehalten. Durch Einstellung der Achsialpo-sition der Spindel 89, d.h. durch eine über ein Gewinde bewirkte Verstellung des Griffes 91 und der mit diesem verbundenen Spindel 89 kann die Zugkraft der Feder 88 und dadurch der durch die Flanschen 86 und 87 auf die Enden der Bremsrolle ausgeübten Kraft, durch Veränderung der Drehfreiheit der Bremsrolle, variiert werden.
Claims (19)
1. Abgabevorrichtung zur Abgabe eines Verpackungsmittels von einer Rolle derselben, dadurch gekennzeichnet, dass sie Halterungsmittel zur drehbaren Halterung einer Verpackungsmittelrolie (11), für die Halterungsmittel bestimmte Abstützmittel zur Ermöglichung eines Abziehens des Verpackungsmaterials von der Verpackungsmittelrolie (11) und auf die letztere einwirkende Bremsmittel (13; 72) aufweist, und dass die Bremsmittel mit mindestens einer mit einer Oberfläche der Verpackungsmittelrolie (11) in Eingriff stehenden Bremsrolle (13; 72) versehen sind, derart, dass das von der Verpackungsmittelrolie (11) abgezogene Verpackungsmittel durch einen zwischen der Bremsrolle (13; 72) und der Verpackungsmittelrolie (11) gebildeten Walzenspalt sowie um einen Teil der Umfangsoberflä-
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che der Bremsrolle (13; 72) verläuft, und dass vorgespannte Federmittel (14; 43, 44; 78) zur federnden Zusammendrückung der letzteren (13; 72) und der Verpackungsmittelrolie (11) vorgesehen sind.
2. Abgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungsmittel eine drehbar durch die Abstütemittel (10) gehaltene Spindel (8) aufweisen.
3. Abgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungsmittel einander gegenüberliegende Lager (33, 34) aufweisen, welche zur drehbaren Lagerung von einander gegenüberliegenden Enden eines Kernes oder einer Kernhülse (30) einer Verpackungsmittelrolie (11) mit diesen Enden in Eingriff stehen.
4. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützmittel (10) mit einem Handgriff (12) versehen sind, welcher sich mindestens annähernd parallel zur Achse der Verpackungsmittelrolie (11) erstreckt.
5. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsrolle aus einer in den Abstützmitteln gelagerten zylindrischen Rolle (13, 72) besteht und die vorgespannten Federmittel mindestens eine Feder (14; 78) aufweisen, welche entweder auf die Verpackungsmittelrolie (11) und/oder die Bremsrolle (13; 72) wirken und dadurch die Aussenflächen der Ver packungsmitteirolle (11) und der Bremsrolle (13; 72) mit einer proportional zu den Federkräften wirkenden Kraft miteinander in Eingriff drücken.
6. Abgabevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Federmittel (14; 78) in Eingriff mit herausragenden Endteilen eines stabilen Kernes (30) bzw. einer Kernhülse (6g) einer Verpackungsmittelrolie (11) stehen, so dass die letztere federnd gegen die drehbar durch die Halterungsmittel abgestützte Bremsrolle (72) gedrückt wird.
7. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsrolle (72) mit integralen Kupplungsmitteln (86-8g) zur Steuerung der auf die Bremsmittel wirkenden Bremskraft versehen ist.
8. Abgabevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsmittel (86-8g) verstellbar sind.
9. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsrolle (13) durch ein von den Abstützmitteln (10) weg sich erstreckendes Armpaar (6) gehalten wird, dass die Arme (6) mit Schlitzen (7) versehen sind durch welche sich die Enden der Bremsrolle (13) zur verschiebbaren Bewegung längs derselben erstrecken, und dass die vorgespannten Federmitte! zwei Federn (14) aufweisen, welche sich von den Abstützmitteln (10) weg erstrecken und mit den Enden der Bremsrolle (13) in Eingriff stehen.
10. Abgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützmittel ein Gehäuse (62) und die Halterungsmittel im Gehäuse (62) eingeformte Führungen (68) aufweisen.
11. Abgabevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsrolle (72)
drehbar im Gehäuse (62) gelagert und die Verpackungsmittelrolie (11) auf einer Kernhülse (69) angeordnet und diese ihrerseits drehbar in den Führungen (68) gelagert ist.
12. Abgabevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Federmittel zwei Federn (78) mit einander gegenüberliegenden Schenkeln (81,83) aufweisen, wobei der eine Schenkel (81) von jeder der beiden Federn (78) am Gehäuse (62) abgestützt ist, während der andere Schenkel (83) mit einem Ende der Kernhülse (69) in Eingriff steht, derart, dass die Kernhülse (69) federnd vorgespannt gegen die Bremsrolle (72) zu gedrückt wird.
13. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (62) aus zwei schwenkbar miteinander verbundenen Gehäuseteilen (63, 64) besteht, die zwischen einer geöffneten Stellung, in welcher die Verpackungsmittelrolie (11) frei zugänglich ist, und einer geschlossenen Stellung schwenkbar sind.
14. Abgabevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgespannten Federmittel (14; 43,44) einstellbar sind.
15. Abgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie folgende Elemente aufweist: ein Gehäuse (62), für das letztere bestimmte Handgriffmittel (71), zwei einander gegenüberliegende, im Gehäuse (62) angeordnete Führungen (68) zur Abstützung von einander gegenüberliegenden Enden einer Kernhülse (69) auf welcher eine Verpackungsmittelrolie (11) relativ zum Gehäuse (62) drehbar angeordnet ist, vorgespannte Federmittel (78), welche die Verpackungsmittelrolie (11) gegen die Gehäusevorderseite zu drücken, eine drehbar in einem vorderen Teil des Gehäuses (62) gelagerte Bremsrolle (72), wobei die letztere mit einer proportional zur Federkraft wirkenden Kraft in Eingriff mit der Oberfläche der Verpackungsmittelrolie (11) steht, und eine im Gehäuse (62) vorgesehene Abgabeöffnung durch welche das Verpackungsmittel abgegeben wird, wobei diese Abgabeöffnung derart angeordnet ist, dass das Verpackungsmittel beim Abziehen von der Verpackungsmittelrolie (11) und nach dem Passieren durch den zwischen der letzteren und der Bremsrolle (72) gebildeten Walzenspalt in Eingriff mit der Bremsrolle (72) gelangt und um diese verläuft.
16. Abgabevorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsrolle (72) mit integralen, einstellbaren Kupplungsmitteln (86-91) zur Einschränkung der Rotation der Bremsrolle versehen ist.
17. Abgabevorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsmittel (86-91) mindestens einen Endflansch (86, 87) aufweisen, welcher kraftschlüssig mit einem Ende der Bremsrolle (72) in Eingriff steht, und dass vorgespannte Federmittel (88) den mindestens einen Flansch (86, 87) federnd gegen dieses Ende drücken.
18. Abgabevorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwei an einander gegenüberliegenden Enden der Bremsrolle (72) angreifende Flansche (86,87) vorgesehen sind.
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19. Verwendung der Abgabevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 18 zur Abgabe eines aus einer streckbaren synthetischen Kunststoff-Folie bestehenden Verpackungsmittels.
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