CH677729A5 - - Google Patents

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CH677729A5
CH677729A5 CH536/88A CH53688A CH677729A5 CH 677729 A5 CH677729 A5 CH 677729A5 CH 536/88 A CH536/88 A CH 536/88A CH 53688 A CH53688 A CH 53688A CH 677729 A5 CH677729 A5 CH 677729A5
Authority
CH
Switzerland
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vinyl acetate
compound
prosthesis
ethene
percent
Prior art date
Application number
CH536/88A
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English (en)
Inventor
Guenter Gladigau
Reiner Starke
Peter Fiedler
Dieter Braun
Guenter Weber
Hans-Dieter Kuhnt
Fritz Taege
Dietrich Hoffmann
Friedbert Schmeil
Helmut Dorschner
Adolf Heger
Bernd Ihme
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Leuna Werke Veb
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00—Dental prostheses; Making same
    • A61C13/0025—Linings
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00—Preparations for dentistry
    • A61K6/80—Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/884—Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins
    • A61K6/887—Compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
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  • Dental Preparations (AREA)

Description

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CH 677 729 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft die Hersteilung von Zahnprothesen mit stabilisierter Weichplastkontaktschicht und beständiger Haftvermittlung zum Pro-thesenbasismaterial, wobei die der Schleimhaut zugewandte Fläche der Prothese, aus einer Platte eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren besteht.
Es ist bekannt, weichbleibende Kunststoffe einzusetzen, um Kaukräfte weich, abgebremst, elastisch und verteilt auf das Prothesenfundament zu übertragen.
Bisher in der Stomatologie verwendete, weichbleibende Kunststoffe sind Acryfate mit Weichmacher, Silikone mit Acrylatmonomeren, Polyvinyie mit Weichmacher oder Lösungsmittel, Silikone mit Kleber, Mischpolymerisate aus verschiedenen Acrylsäureestern, Fluorpolymere und Ethylen-Vinylacetat-Copolymere. Die Anwendung der genannten Kunststoffe ist jedoch mit Nachteilen verbunden.
Bei Acrylaten mit Weichmachern [Zahnärztliche Welt 84 (1975) 110] wird der Weichmacher in relativ kurzer Zeit ausgelaugt, das Material quillt und zeigt Porositäten.
Nachteilig für den Einsatzzweck ist weiterhin die Tatsache, dass sich weichgemachte Acrylate nicht polieren lassen.
Bei der Erprobung von Werkstoffen auf Silikonbasis [Journal of Dentistry Research 64 (1985) 122] wurden folgende Nachteile festgestellt, keine beständige Haftvermittlung zur PMMA-Basis (Polyrnethylmethacrylat), Nachlassen der Elastizität, Radiergummiwirkung auf Prothesenunterlage, Neigung zur Verfärbung, nicht-polierfähig und Ausbildung von unangenehmem Geruch und Geschmack.
Beim Einsatz von Fluorpolymeren nach DE-OS 2 931 648 weist der Verbund keine ausreichende Langzeitbeständigkeit auf. Als weichbleibender Kunststoff wird nach DD-PS 237 112 ein Ethyien-Vinylacetat-Copolymer verwendet, wobei die der Schleimhaut zugewandte Fläche der Prothese aus einer Platte dieses Kunststoffes besteht. Die Mundhöhlenbeständigkeit dieses Materials ist jedoch über längere Zeiträume nicht befriedigend, da eine Vergilbung und sogar mechanische Zerstörung der Unterfütterung auftritt. Auch liefert das genannte Verfahren, bei dem mit Hilfe einer Haftbin-derfolie aus Ethen-Vinylacetat-Copolymerisat der PMMA-Kunststoff und das Ethen-Vinylacetat-Co-polymere verbunden werden, keine Verbünde, die einer längeren Einwirkung von Feuchtigkeit an der Grenzfläche widerstehen.
Keiner der bisher verwendeten Kunststoffe erfüllte die Anforderungen, die an die Verwendung von Weichplasten im feuchten Milieu gestellt werden.
Diese Anforderungen sind;
- Mundhöhlenbeständigkeit
- Gewebefreundlichkeit
- Verbindbarkeit mit dem Prothesenwerkstoff
- keine Veränderung des Gefüges und der Festigkeit (Weichheit)
- hohe Elastizität, gutes Rückstellvermögen
- anhaltende .Passgenauigkeit, Abriebfestigkeit
- glatte Oberfläche, Polierfähigkeit
- einfache Verarbeitung-
Ziel der Erfindung ist es, eine Zahnprothese mit einem mundhöhlenbeständigen weichen Unterfütterungsmaterial bei gleichzeitig guter Verbindbarkeit mit dem Prothesenwerkstoff herzustellen und dabei eine hohe Langzeitfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit des Verbundes aus Unterfütterungsmaterial und Prothesenwerkstoff zu erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ausgangsstoff einzusetzen, der die Eigenschaften Mundhöhienbeständigkeit und gute Verbindbarkeit mit dem Prothesenwerkstoff in sich vereint. Dabei soll ein permanent feuchtigkeits- und alterungsbeständiger Verbund zwischen der Platte für die der Schleimhaut zugewandte Fläche der Prothese und dem Prothesenwerkstoff hergestellt werden.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäss Patentanspruch 1 gelöst.
Vorzugsweise wird ein Compound des Ethen-Vinylacetat-Copolymeren mit 7,5 bis 15 Masseanteilen in Prozent Methylmethacrylat-Vorpolymerisat eingesetzt. Das Vorpolymer wird nach bekannten Verfahren mittels Extruder oder Kneter in das Ethen-Vlnylacetat-Copolymere eingearbeitet und liegt soweit in Form eines organischen Füllstoffes vor.
Die Aushärtung wird mit Vorteil bei Temperaturen von 343 bis 423 K, vorzugsweise 343 bis 373 K, durchgeführt.
Die Vernetzung der der Schleimhaut zugewandten Seite der Compoundplatte kann radikalisch, durch Anwendung energiereicher Strahlen, vorzugsweise aber photochemisch erfolgen.
Die erfindungsgemässen Verbünde aus EVA-Copolymer-Compound und Prothesenbasismaterial (PMMA) verfügen über eine hohe Langzeitfestigkeit und hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit im Mundhöhlenmilieu.
Die Vorteile der Erfindung liegen einmal in den positiven Eigenschaften des eingesetzten Weichplastes und zum anderen in der einfachen praxisrelevanten technischen Umsetzung des Verfahrens. Sowohl für Neuanfertigung als auch für die nachträgliche Unterfütterung bereits getragener Prothesen ist das Verfahren kostengünstig und materialsparend. Gegenüber herkömmlichen Prothesen ist sowohl das subjektive als auch das objektive Trageverhalten der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Prothesen sehr gut.
Beispiel 1
Zwei 3 bis 5 mm starke Compound-Platten auf der Basis eines Ethen-Vinylacetat-Gopolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 21 bis 24 Masseanteifen in Prozent und einem Schmelzindex von 110 g/10 Min. das 12 Masseanteile in Prozent Methylmethacrylat-Vorpolymerisat enthält, werden im Vakuum-Tiefziehverfahren auf dem Funktionsmodell des zahnlosen Unterkiefers ausgeformt und begrenzt. Auf einer Platte erfolgt die Rotationsbestimmung und Wachsmodellation der zukünftigen Prothese, Nach erfolgter Einprobe am Patienten wird die Wachsmo-
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dellation auf dem Funktionsmodell in eine Küvette eingebettet und anschliessend ausgebrüht. Die erste Piatte wird auf Grund von Verunreinigungen (geschmolzenes Wachs und eventuell entstandener Deformationen während des Ausbrühprozesses) verworfen. Beide Küvettenhälften werden mit einem Isoliermittel isoliert. Die zweite ausgeformte Platte wird auf das eingebettete isolierte Funktionsmodell zurückversetzt, angeteigter PMMA-Werkstoff wird in die Küvettenhohlform in entsprechender Menge gegeben und unter Druck werden beide Küvettenhälften in Verbindung gebracht. Im anschliessenden Langzeittieftemperatur- oder im Heisspoly-merisationsverfahren unter bekannten Bedingungen für PMMA wird die Prothese auspolymerisiert und ein permanenter Verbund zwischen dem Compound und dem PMMA-Kunststoff erzeugt. Nach Abkühlung und Ausbettung wird der zahntragende Prothesenkörper ausgearbeitet. Die detailgetreue Wiedergabe der kaudruckäquilibrierenden Com-pound-Schicht auf der Basis des vorpolymerisat-haltigen Ethen-Vinylacetat-Copolymeren bedarf keiner weiteren mechanischen Bearbeitung. Eine grundsätzliche Verbesserung der Mundhöhlenresistenz dieser Weichplastkontaktschicht wird durch deren anschliessende Vernetzung (radikalisch, durch energiereiche Strahlen, vorzugsweise photochemisch) erreicht. Die elastische Schicht dieser Prothese ist mundhöhlenstabil und gewährleistet die geforderte Funktionsperiode von zwei Jahren.
Beispiel 2
Eine unterfütterungsbedürftige Unterkiefer-Totalprothese wird für die durchzuführende Unterfütterung vorbereitet. Es schliesst sich die Unterfüt-terungsabformung an. Es erfolgt die Herstellung des Funktionsmodelles. Prothese und Funktionsmodell werden in einem Okklusionsfixator fixiert. Auf dem Arbeitsmodell werden im thermoplastischen Verfahren zwei kaudruckäquilibrierende Platten ausgeformt und begrenzt (Zusammensetzung des Compounds wie in Beispiel 1), Der zahntragende Prothesenkörper wird um den Betrag der Stärke der Compound-Piatte, der durch die elastische Schicht nach dem Verformungsprozess vorgegeben wird und im weiteren ca. 2 mm reduziert. Die ausgeformte Platte wird auf das Modell zurückversetzt und der entstandene Freiraum zwischen Platte und reduziertem zahntragendem Prothesenkörper wird mit Wachs ausgefüllt und ausgeformt. Die ausmodeilierte Prothese wird anschliessend aus dem Fixator mit dem Modell entfernt, in eine Küvette eingebettet und anschliessend ausgebrüht. Die ausgeformte Platte wird entfernt und wie bereits im Beispiel 1 ausgeführt weiter bearbeitet und zur weiteren Erhöhung der Mundhöhlenresistenz nachbehandelt. Die elastische Schicht dieser Prothese gewährleistet ebenfalls die geforderte Funktionsperiode von zwei Jahren.
Beispiele zur Verbundfestigkeit:
Beispiel 3
Unter einem Laborkneter mit einer 400 ml-Knet-kammer werden in ein Ethen-Vinylacetat-Copolymeren mit 33 Massenanteilen in Prozent Vinylacetat bei einer Temperatur von 403 K und einer Knetzeit von 20 Min. 10 Masseanteile in Prozent eines Me-thylmethacrylat-Vorpolymerisates eingearbeitet. Das Vorpolymerisat liegt danach homogen verteilt in Form eines organischen Füllstoffes vor. Aus diesem Compound wird auf einer Laborkleberpresse bei 423 K eine 4 mm-Platte gepresst. Diese Platte wird oberflächlich angeschliffen und auf den Boden einer Küvette gelegt. Darauf wird mit Monomer an-geteigtes Vorpolymerisat gestopft, 20 Min. unter einer Spindelpresse unter Druck (0,5 MPa) gehalten, anschliessend unter einen Küvettenbügel gespannt (Druck 0,3 MPa) und das Acrylsäureestervorpoly-merisat im Langzeittreftemperaturverfahren über 17 Stunden bei einer Temperatur von 348 K ausgehärtet. Nach Abkühlung und Ausbettung wird der Verbund an der Grenzfläche bis auf einen 10 mm breiten Reststreifen mittels eines Schneidwerkzeuges getrennt und in der Zugprüfmaschine auf Trennfestigkeit untersucht. Es tritt hierbei ein Materialriss in der Weichplastschicht auf, d.h. die Verbundfestigkeit übersteigt die Materialfestigkeit.
Beispiel 4
Aus einem Thermopiastcompound, bestehend aus Ethen-Vinylacetat-Copolymerisat mit 33 Masseanteilen in Prozent Vinylacetat und 10 Masseanteilen in Prozent Methylmethacrylatvorpolymerisat, wird über eine Laborkleberpresse eine 200 um dicke Folie hergestellt Diese Folie wird oberflächlich angerauht. Auf den Boden einer Küvette werden eine 4 mm dicke Platte aus einem Ethen-Vinylacetat-Copo-lymerisat mit 33 Masseanteilen in Prozent Vinylacetat und darüber die angerauhte Compoundfolie gelegt, darauf wird mit Methylmethacrylat angeteigtes Vorpolymerisat gestopft. Die Aushärtung und Ausprüfung erfolgten analog Beispiel 3. Bei der Prüfung der Trennfestigkeit tritt ein Materialriss im Ethen-Vinylacetat-Copolymerisat ein, d.h. die Verbundfestigkeit übersteigt die Materialfestigkeit.

Claims (4)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von-Zahnprothesen mit stabilisierter Weichplastkontaktschicht und beständiger Haftvermittlung zum Prothesenbasismaterial, wobei die der Schleimhaut zugewandte Fläche der Prothese aus einer Platte auf Basis von Ethen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatge-halt von 20 bis 34 Masseanteilen in Prozent und einem Schmelzindex von 2 bis 200 g/10 Min. bei 463 K und 21,19 N Belastung gefertigt wird und das Prothesenbasismaterial Polyrnethylmethacrylat darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbundbildung zwischen Platte und Polyrnethylmethacrylat als Plattenmaterial ein Compound des Ethen-Vinylacetat-Copolyrners mit 5 bis 20 Masseanteilen in Prozent
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eines physiologisch annehmbaren Methylmeth-acrylat-Vorpolymerisates eingesetzt wird, wobei die Verbundbildung mit dem Polymethylmethacrylat durch Aushärten des Polymethylmethacrylates an der Grenzfläche Polymethylmethacrylat/Compound durchgeführt wird und anschliessend die der Schleimhaut zugewandte Seite der Compound-Piatte vernetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Compound des Ethen-Vinylace-tat-Copolymers mit 7,5 bis 15 Masseanteilen in Prozent Methylmethacrylat-Vorpolymerisat eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aushärtung bei Temperaturen von 343 bis 423 K, vorzugsweise 343 bis 373 K, durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vernetzung der der Schleimhaut zugewandten Seite der Compound-Piatte radikalisch durch energiereiche Strahlen erfolgt.
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