CH678678B5 - - Google Patents

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CH678678B5
CH678678B5 CH1347/88A CH134788A CH678678B5 CH 678678 B5 CH678678 B5 CH 678678B5 CH 1347/88 A CH1347/88 A CH 1347/88A CH 134788 A CH134788 A CH 134788A CH 678678 B5 CH678678 B5 CH 678678B5
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polymeric
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Jean-Pierre Chavannes
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Sandoz Ag
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    • C11D3/42Brightening agents ; Blueing agents
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Description

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CH 678 678G A3
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von wasserlöslichen Salzen von polymeren a-Hy-droxyacrylsäuren als Bleichmittelersatz für Waschmittel, besonders für flüssige Vollwaschmittel.
Es ist allgemein bekannt, dass das Fehlen eines peroxidischen Bleichmittels als wesentliche Schwäche der derzeit angebotenen flüssigen Vollwaschmittel gilt. Die meisten flüssigen Waschmittel ergeben eine praktisch neutrale oder alkalische Waschlauge und bei diesem pH-Wert verlieren die Peroxide ihre Wirkung als Bleichmittel. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines in Wasser stabilen, pH-unempfindlichen Mittels zum Entfernen bestimmter bleichbarer Flecken.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass sich die wasserlöslichen Salze von polymeren a-Hy-droxyacrylsäuren als Bleichmittelersatz für Waschmittel eignen.
Es wurde zwar schon vorgeschlagen, polymere a-Hydroxyacrylsäuren bzw. ihre Lactone oder Salze als Gerüstsubstanzen in Waschmitteln einzusetzen. Für diesen Zweck wurden aber immer Mengen von mindestens 5 Gew.-%, bezogen auf die wasserfreien Komponenten, vorgesehen und als Bleichmittel -zumindest in pulverförmigen Waschmitteln - die üblichen Perverbindungen oder Aktivchlorprodukte zugesetzt. Es war nicht bekannt, dass die wasserlöslichen Salze von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren als Bleichmittelersatz dienen können.
Gegenstand der Erfindung sind bleichmittelfreie Waschmittel, die 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die wasserfreien Komponenten, eines wasserlöslichen Salzes von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren als Bleichmittelersatz enthalten.
Unter bleichmittelfreien Waschmitteln werden solche verstanden, die weder Perverbindungen noch Aktivchlorverbindungen enthalten.
Vorzugsweise sind die erfindungsgemässen Waschmittel auch phosphatfrei.
Die Salze der polymeren a-Hydroxyacrylsäuren enthalten Einheiten der Formel I,
C -!
R2
0H I
C
«
COOM
(I)
worin Ri und R2 Wasserstoff oder eine gegebenenfalls durch eine Hydroxygruppe oder durch ein Halogenatom substituierte Ci-aAlkylgruppe bedeuten, wobei Ri und R2 gleich oder verschieden sein können, und M ein Alkalimetallatom oder eine Ammoniumgruppe darstellt.
Vorzugsweise ist M ein Natrium- oder Kaliumatom oder eine Ammoniumgruppe.
Ri und R2 bedeuten vorzugsweise Wasserstoff oder Methyl, wobei Ri und R2 gleich oder verschieden sein können. Vorzugsweise bedeuten Ri und R2 Wasserstoff.
Das mittlere Molekulargewicht der polymeren a-Hydroxyacrylsäuren liegt oberhalb von ungefähr 300, vorteilhaft zwischen 1000 und 1 000 000, vorzugsweise zwischen 2000 und 200 000 (gemessen mit Gelpermeationschromatographie = GPC).
Die gemäss der Erfindung verwendeten Polymerisate können Homopolymerisate oder Copolymerisate sein, welche die zuvor definierten Einheiten vom gleichen Typ oder von mehreren unterschiedlichen Typen enthalten. Es können auch Copolymerisate verwendet werden, welche Einheiten entsprechend der zuvor gegebenen Definition und weitere polymerisierbare Comonomere enthalten. Gute Ergebnisse werden mit Polymerisaten erhalten, welche nur Einheiten, wie zuvor definiert, enthalten.
Es ist auch möglich, bei der Herstellung der erfindungsgemässen Waschmittel von polymeren a-Hy-droxyacrylsäuren auszugehen, die als freie Säure vorliegen oder mindestens teilweise intramolekular oder intermolekular lactonisiert sind. In diesem Fall ist es uneriässlich, eine basische Verbindung in der entsprechenden Menge zuzusetzen, um die freie Säure oder das Polylacton in ein wasserlösliches Salz zu überführen. Als basische Verbindung kommen vorzugsweise Ammonium- oder Alkaiimetallhydroxide oder -carbonate in Betracht.
Die Waschmittel enthalten im allgemeinen, bezogen auf die wasserfreien Substanzen, 1-80, vorzugsweise 5-40, Gew.-% einer Tensidkomponente, bestehend aus anionischen und/oder zwitterionischen und gegebenenfalls nichtionogenen Tensiden,
0-99, vorzugsweise 2-70, Gew.-% Gerüstsubstanzen,
0,1-5, vorzugsweise 0,1-2, Gew.-% eines wasserlöslichen Salzes der polymeren a-Hydroxyacrylsäuren mit Einheiten der Formel I, und
0-30, vorzugsweise 1-25, Gew.-% sonstiger üblicher Bestandteile von Waschmitteln, wie ein Hydro-trop, Schaumstabilisatoren, nichttensidische Schauminhibitoren, Schmutzträger, Textilweichmacher, Aufheller, Antimikrobika, Enzyme, Färb- und Duftstoffe, sowie basische Verbindungen zur pH-Einstellung.
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Alle Prozentangaben beziehen sich auf das Gesamtgewicht der Komponenten ohne Berücksichtigung von Wasser.
Waschmittel in Pulverform enthalten vorzugsweise 10-20% Tenside und 20-50% Gerüstsubstanzen.
Die bevorzugten flüssigen Waschmittel enthalten vorzugsweise 30-40% Tenside und 2-20% Gerüstsubstanzen, die in Wasser gelöst sind. Die Trockensubstanzen machen vorzugsweise 20 bis 60% aus.
Die Tenside enthalten im Molekül wenigstens einen hydrophoben Rest von meist 8-26, vorzugsweise 10-22 und insbesondere 12-18 C-Atomen und wenigstens eine anionische, nichtionogene oder zwitterionische wasserlöslichmachende Gruppe. Der vorzugsweise gesättigte hydrophobe Rest ist meist aliphatischer, ggf. auch alicyclischer Natur; er kann mit den wasserlöslichmachenden Gruppen direkt oder über Zwischenglieder verbunden sein, wie z.B. über Benzolringe, Carbonsäureester- oder Carbonamidgrup-pen, äther- oder esterartig gebundene Reste mehrwertiger Alkohole.
Vorzugsweise besteht die Tensidkomponente der oben genannten Zusammensetzung zu wenigstens 50 Gew.-% aus anionischen Tensiden, vorzugsweise Tenside vom Sulfonat- und/oder Sulfattyp und/oder Seifen.
Zu den Sulfonaten gehören beipielsweise die Alkylbenzolsulfonate mit vorzugsweise geradkettigen C9-15-, insbesondere Cio-i4-Alkylresten, die Alkansulfonate, erhältlich aus vorzugsweise gesättigten aliphatischen Cs-is-, insbesondere Ci2-i8-Kohlenwasserstoffen über Sulfochlorierung oder Sulfoxida-tion, die unter dem Namen «Olefinsulfonate» bekannten Gemische aus Alkensulfonaten, Hydroxyalkan-sulfonaten und Disulfonaten, die bei saurer oder alkalischer Hydrolyse der aus end- oder mittelständigen Cs-is- und vorzugsweise Ci2-i8-OIefinen durch Sulfonierung mit Schwefeltrioxid zunächst gebildeten Sulfonierungsprodukte entstehen. Zu den erfindungsgemäss verwendbaren Suifonaten gehören weiterhin Salze, vorzugsweise Alkalisalze von a-Sulfofettsäuren sowie Salze von Estern dieser Säuren mit ein- oder mehrwertigen, 1-4 und vorzugsweise 1-2 C-Atome enthaltenden Alkoholen.
Als Tenside vom Sulfattyp sind Fettalkoholsulfate zu nennen, insbesondere aus Kokosfettalkoholen, Talgfettalkoholen oder aus Oleylalkohol hergestellte, weiterhin sulfatierte Fettsäurealkylolamide oder Fettsäuremonoglyceride sowie sulfatierte Alkoxylierungsprodukte von Alkylphenolen (Cs—isAlkyl), Fettalkoholen, Fettsäureamiden oder Fettsäurealkylolamiden mit 0,5-20, vorzugsweise 1-8 und insbesondere 2-4 Äthylen- und/oder Propylenglykolresten im Molekül.
Als anionische Tenside vom Typ der Carboxyiate eignen sich z.B. die Fettsäureester oder Fettalkoholäther von Hydroxycarbonsäuren sowie die amidartigen Kondensationsprodukte von Fettsäuren oder Sulfonsäuren mit Aminocarbonsäuren, z.B. mit Glykokoll, Sarkosin oder mit Eiweisshydrolysaten.
Die anionischen Tenside liegen meist als Salze der Alkalimetalle, insbesondere des Natriums, des Ammoniums, niederer aliphatischer Amine oder Alkylolamine vor. Vorzugsweise werden Mischungen von Sulfonaten und Seifen eingesetzt.
Zu den nichtionogenen Tensiden gehören die durch Anlagerung von 4-100, vorzugsweise 6-40 und insbesondere 8-20 Mol Äthylenoxid an Fettalkohle, Alkylphenole, Fettsäuren, Fettamine, Fettsäureoder Sulfonsäureamide erhältlichen Polyäthylenglykoläther, ausserdem die noch wasserlöslichen Anlagerungsprodukte von Propylen- oder Butylenoxid an diese.
Als nichtionogene Tenside können auch die Oxide von höheren tertiären Aminen mit einem hydrophoben Alkylrest und zwei kürzeren, bis zu je 4 C-Atome enthaltenden Alkyl- und/oder Alkylolresten angesehen werden.
Zwitterionische Tenside enthalten im Molekül sowohl saure Gruppen, wie z.B. Carboxyl-, Sulfonsäu-re-, Schwefelsäurehalbester-, Phosphonsäure- und Phosphorsäureteilestergruppen, als auch basische Gruppen, wie z.B. primäre, sekundäre, tertiäre und quaternäre Ammoniumgruppierungen. Zwitterionische Verbindungen mit quaternären Ammoniumgruppen gehören zum Typ der Betaine. Carboxy-, Sulfat- und Sulfonatbetaine haben wegen ihrer guten Verträglichkeit mit anderen Tensiden besonders praktisches Interesse.
Als Gerüstsubstanzen eignen sich schwach sauer, neutral und alkalisch reagierende anorganische und organische Salze, insbesondere anorganische oder organische Komplexbildner. Brauchbare anorganische und organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die Bicarbonate, Carbonate und Salze der Zitronensäure und Weinsäure. Phosphate, vor allem Natriumtripolyphosphat, sind als Gerüstsubstanzen sehr bekannt. Ihre Verwendung stösst aber mehr und mehr auf Bedenken aus Gründen des Umweltschutzes. Weiter sind als Gerüstsubstanzen die wasserlöslichen Salze höhermolekularer Polycar-bonsäuren aus der Gruppe der Polymerisate der Maleinsäure, Itaconsäure, Mesaconsäure, Fumarsäure, Aconitsäure, Acrylsäure, Methylenmalonsäure und Citraconsäure geeignet. Auch Mischpolymerisate dieser Säuren untereinander oder mit anderen polymerisierbaren Stoffen, wie z.B. mit Äthylen, Propylen, Methacryisäure, Crotonsäure, 3-Butencarbonsäure, 3-Methyl-3-butencarbon-säure sowie mit Vinylmethyläther, Vinylacetat, Isobutylen, Acrylamid und Styrol sind brauchbar. Besonders geeignet in dieser Klasse von Gerüstsubstanzen sind die Polymerisate der Acrylsäure.
Als Phosphor und/oder Stickstoff enthaltende Komplexbildner können gegebenenfalls in untergeordneten Mengen die Alkalisalze von Amino- und Polyamino-polycarbonsäuren, wie z.B. der Nitrilotriessig-säure, Äthylendiamintetraessigsäure, N-Hydroxyäthyl-äthylendiamintriessigsäure sowie von Di-, Tri-und Tetra-phosphonsäuren, wie z.B. der Methylendiphosphonsäure, 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphon-
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säure, 1-Aminoäthan-1,1-diphosphonsäure, Amino-tri-methylenphosphonsäure, Methylamino- oder Äthylamino-di-methylenphosphonsäure sowie Äthylendiamin-tetra-methylen-phosphonsäure und Diäthy-lentriamin-penta-methylenphosphonsäure eingesetzt werden.
Als Hydrotrop können beispielsweise Salze der Benzol-, Toluol-, Xylol- oder Cumolsulfonsäure oder Isopropylalkohol eingesetzt werden. Vorzugsweise enthält das Waschmittel ein Hydrotrop.
Wenn nötig, können die flüssigen Waschmittel auch kleinere Mengen eines Lösungsmittels oder Lösungsvermittlers wie Äthylenglykol enthalten.
Einen besonderen Aspekt der Erfindung stellen solche Waschmittel dar, die sowohl ein wasserlösliches Salz von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren als auch einen optischen Aufheller enthalten, wobei diese Komponenten vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis von 20:1 bis 1:2, bevorzugt von 10:1 bis 1:1, insbesondere 3:1, vorliegen. Bevorzugt enthalten solche Waschmittel auch einen Weichmacher und besonders bevorzugte Waschmittel enthalten, neben den üblichen oben genannten Bestandteilen, ein wasserlösliches Salz von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren als Bieichmittelersatz und sowohl einen anionischen optischen Aufheller als auch einen kationischen Weichmacher. Es wurde nämlich festgestellt, dass die bekannte negative Beeinflussung des Effektes der optischen Aufheller, besonders der anionischen optischen Aufheller, durch die kationischen Weichmacher in Anwesenheit eines erfindungsgemässen Bleichmittelersatzes nicht auftritt.
Als optische Aufheller können die üblichen in Waschmitteln gebräuchlichen Produkte, bevorzugt diejenigen mit anionischem Charakter wie Pyrazolin- oder Stilbenderivate, eingesetzt werden. Insbesondere werden solche verwendet, die für die Aufhellung von Cellulosefasermaterialien eingesetzt werden und zur Klasse der Derivate von Bis(triazinylamino)stilbendisulfonsäure (z.B. wie in den US-Patenten 3 018 287 und 3 970 647 und GB-Patenten 1 243 276 und 1 313 469 beschrieben), von Triazolylstilbensul-fonsäure (z.B. wie in den DE-Patenten 911 368; 942 395 und 1 008 248 beschrieben) und von Bis(styryl)diphenylsulfonsäure (FR-Patent 1 583 595). Beispiele solcher geeigneter optischer Aufheller sind Verbindungen der Formeln II bis V,
worin R3 bis Rs unabhängig voneinander für -NH(CH2)2-30CH3, -NHCH2CH2OH, -N(CH2CH20H)2,
r4 S03M' ^
(II)
CH3 I
-NCH2 CH2 OH, -NH2, -NHR, -N(R)2, -OCH3, -Cl, -NHCH2CH2SO3M',
T
stehen;
R
SO3M'
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SO3M1
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worin R7 bis R10 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Alkyl, Phenyl stehen;
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SO3M'
(IV)
worin Ru Wasserstoff, S03M'oder-N(CH3)2 und R12 Wasserstoff, -SC>3M'oder-OCH3 bedeuten;
worin Ri3 bis R16 unabhängig voneinander -SO3M', -S02N(R)2, -OCH3, -CN, -CI, -COOCH3 oder-CON(R)2 bedeuten.
R ist in den oben angegebenen Formeln Ci_4Alkyl.
M' ist in den oben angegebenen Formein Wasserstoff oder ein nicht-chromophores Kation; die bevorzugten, nicht-chromophoren Kationen sind Aikalimetail-Kationen und gegebenenfalls substituiertes Ammonium, z.B. Mono-, Di- oder Tri-(Ci-4)alkylammonium oder Mono-, Di- oder Tri-(C2-^)alkanol-ammonium; das meist bevorzugte Kation ist Natrium.
Am meisten bevorzugte optische Aufheller sind solche der Klasse von Derivaten der Bis(triazinyiamino)stilbendisulfonsäure.
Kationische Weichmacher sind bekannte Verbindungen und seit langem im Handel. Diese können nicht-quaternierte oder quaternierte Verbindungen sein. Nicht-quaternierte Produkte sind z.B. die Reaktionsprodukte von Fettsäuren oder Fettsäurechloriden mit Aminoalkoholen oder die Reaktionsprodukte von Fettsäuren mit kurzkettigen Polyalkylenpolyaminen.
Die quaternierten Produkte sind beispielsweise Tetra- oder Trialkylammoniumhalogenide, -sulfate, -formiate, -lactate oder Alkylpyridiniumhalogenide bzw. Derivate davon, die zumindest einen Fettal-kylrest tragen, z.B. Trimethylalkylammoniumchloride, Dialkyldimethylammoniumchloride, Hydroxyalkyl-bis(acylaminoalkyl)-ammoniumsulfate, Dimethyl-alkoxymethylammoniumchloride, N-Alkylpyridiniumchlori-de oder Tris(hydroxyalkyl)ammoniumformiate, die mit einer Fettsäure verestert sind. Besonders bevorzugt ist Distearyldimethylammoniumchlorid.
Die Herstellung der erfindungsgemässen Waschmittel kann nach verschiedenen, an sich bekannten Methoden erfolgen.
Die Bestandteile der erfindungsgemässen Waschmittel werden meist so ausgewählt, dass die Präparate neutral bis deutlich alkalisch reagieren. Dabei haben die Haushaltswaschmittel einen pH-Wert von 7,5 bis 10 und die industriellen Waschmittel einen pH-Wert von 7,5 bis 14. Der gewünschte pH kann durch Zugabe einer basischen Verbindung wie oben erwähnt oder auch eines organischen Amins, wie beispielsweise Di- oder Triäthanolamin, eingestellt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie in irgendeiner Weise zu begrenzen. Die Prozente stehen für Gewichtsprozente, Teile für Gewichtsteile.
Ein flüssiges Vollwaschmittel der nachstehenden Zusammensetzung wird durch Vermischen der Einzelkomponenten hergestellt:
26,5% entmineralisiertes Wasser 20,0% Natriumxylolsulfonat 40%
20,0% Natriumpolyacrylat 40% (MG = 100 000)
8,0% Dodecylbenzolsulfonsäure 8,0% Kokosfettsäure 14,5% Kaliumhydroxid 50%
2,5% Natriumbicarbonat
0,8% Poly-a-hydroxyacrylsäure (Natriumsalz, MG = 5000).
Dieses Waschmittel hat einen pH-Wert von 9,6.
Unterschiedlich angeschmutzte Textiiproben werden zusammen mit 4 kg unbeschmutzten Textilien als Ballast in einer Haushaltswaschmaschine (Schulthess) gewaschen. Folgende Textiiproben werden eingesetzt:
- Baumwolle, präpariert nach Vorschrift der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Versuchsanstalt, St. Gallen, Schweiz)
CH=CH—
(V)
BEISPIEL 1
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- Baumwolle präpariert nach Vorschrift der WFK (Wäschereiforschung Krefetd, Deutschland)
- Standard IEC Baumwolle, IEC
- Rohbaumwolle
- Baumwolle mit Wein-, Blut- und Kakaoflecken.
Die Waschbedingungen sind wie folgt:
Temperatur: 60°C Dauer: 23 Minuten verwendetes Wasser: Härte von 18°dH eingesetzte Menge des Waschmittels aus Beispiel 1:8 g/l Rottenverhältnis: 5:1 pH der Waschflotte: 9,4.
Die Textilprüfstücke werden in die Waschmaschine gleichzeitig mit dem Waschmittel gegeben. Der Ein-fiuss der Waschbehandlung auf die verschiedenen Prüfstücke wird über die Veränderung ihres Weissgrades gemessen (ELREPHO).
In diesen Versuchen zeigt das Waschmittel aus Beispiel 1 eine gute Bleichwirkung auf die verschiedenartig verschmutzten Textiiproben, besonders im Vergleich zu einem Waschmittel wie in Beispiel 1 beschrieben, aber ohne Poly-a-hydroxyacrylsäure.
BEISPIEL 2
Ein flüssiges Waschmittel der nachstehenden Zusammensetzung wird durch Vermischen der Einzelkomponenten hergestellt:
31,2% entmineralisiertes Wasser 15,0% Kokosfettsäure 5,0% Oleinsäure 12,0% Lauryl-poly-(7)-glykoläther 5,0% Triäthanolamin 11,5% Natriumhydroxid 30%
2,0% Isopropylalkohol
0,5% eines handelsüblichen flüssigen Aufhellers (Leukophor BSB flüssig)
0,8% Poly-a-hydroxyacrylsäure (Natriumsalz, MG = 65 000),
15,0% Äthylenglykol und 2,0% Natriumcumolsulfonat.
Dieses Waschmittel hat einen pH-Wert von 7,5. Es wird wie im Beispiel 1 beschrieben geprüft. Die Waschlauge hat einen pH-Wert von 7,3. Es wird eine gute Bleichwirkung erhalten.
BEISPIELE 3 und 4
Wässrige Waschmittel (Slurries) werden nach der folgenden Rezeptur hergestellt:
8,0
Teile
Natrium-Dodecylbenzolsulfonat
2,9
Teile
Äthoxyiierter (14 EO) Talgaikohol
3,5
Teile
Natriumseife (Mischung mit folgender Zusammensetzung der Kettenlängen:
C12-I6:13-26%
C18-22:74-87%)
5,0
Teile
Natrium-N'rtrilotriacetat
20,0
Teile
Zeolit
7,5
Teile
Natriumsilikat (SiOaWazO = 3/1)
1,9
Teile
Magnesiumsilikat
1,2
Teile
Carboxymethylcellulose
21,0
Teile
Natriumsulfat
0,15
Teile
4,4'-Bis(4-ani!ino-6-morpholino-triazinyl-2-amino)-stilben-2,2'-disulfonsäure als Natriumsalz
0,5
Teile
Poiylacton der Poly-a-hydroxyacrylsäure (MG = 5000)
X
Teile
Weichmacher wie in Tabelle i
Rest
Wasser
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Tabelle 1
Beispiele 3 4
Distearyldimethylammoniumchlorid x = 6 - Teile
AlkyI-hydroxyalkyl-bis(ß-Ci6-2oacyiaminoäthyi)- x=- 6,3 Teile ammonium-methosulfat
Anwendungsbeispiele A und B
Die Waschmittel gemäss den Beispielen 3 und 4 werden mit entsprechenden Waschmitteln, die kein Salz von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren enthalten, in der Wirkung verglichen, indem Baumwollteststreifen zusammen mit 2 kg Polyestergewebe als Ballast in einer Schulthess-Super-45-Waschmaschine gemäss Programm 4 gewaschen werden.
Die Waschbedingungen sind Zylinderinhalt 431 Wassermenge 171 Waschmittelmenge 8 g/l Waschtemperatur 60°C Aufheizperiode ca. 11 Minuten Waschzeit ca. 15 Minuten Wasserhärte 18° dH pH der Waschflotte 9,7.
Nach der Wäsche wird der Weissheitsgrad mit einem Spectrophotometer (Datacolor 70-80) gemessen und nach CIE-Methode (CIE publication No. 15.2) ausgedruckt. Es zeigt sich, dass die Baumwollstreifen, welche mit einem Waschmittel gemäss den Beispielen 3 oder 4 gewaschen wurden, bedeutend weisser sind als die Vergleichsmuster und dass - im Gegensatz zu den Vergleichsprodukten - der Effekt des optischen Aufhellers durch den anwesenden Weichmacher nicht gelöscht wird.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Venwendung von wasserlöslichen Salzen von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren als Bleichmittelersatz für Waschmittel.
    2. Bleichmittelfreie Waschmittel, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die wasserfreien Komponenten, eines wasserlöslichen Salzes von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren als Bleichmittelersatz enthalten.
    3. Waschmittel gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie phosphatfrei sind.
    4. Waschmittel gemäss Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Salze der polymeren a-Hydroxyacrylsäuren Einheiten der Formel I
    -C -I
    r2
    0H I
    c-
    C00M
    (I)
    enthalten, worin Ri und R2 Wasserstoff oder eine gegebenenfalls durch eine Hydroxygruppe oder durch ein Halogenatom substituierte Ci-3AIkylgruppe bedeuten, wobei Ri und R2 gleich oder verschieden sein können, und M ein Alkalimetallatom oder eine Ammoniumgruppe darstellt.
    5. Waschmittel gemäss einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich, bezogen auf die wasserfreien Substanzen,
    1-80, vorzugsweise 5-40, Gew.-% einer Tensidkomponente, bestehend aus anionischen und/oder zwitterionischen und/oder nichtionogenen Tensiden,
    0-99, vorzugsweise 2-70, Gew.-% Gerüstsubstanzen und 0-30, vorzugsweise 1-25, Gew.-% sonstiger Bestandteile von Waschmitteln enthält.
    6. Waschmittef gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es als sonstige Bestandteile ein
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    Hydrotrop, eine basische Verbindung und gegebenenfalls einen Weichmacher, Aufheller, Antimikrobi-ka, Enzyme, Färb- und Duftstoffe, Schaumstabilisatoren, nichttensidische Schauminhibitoren, Schmutz-träger, Lösungsmittel und/oder Lösungsvermittler enthält.
    7. Waschmittel gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass es das wasserlösliche Salz von polymeren a-Hydroxyacrylsäuren und einen optischen Aufheller in einem Gewichtsverhältnis von 20:1 bis 1:2 enthält.
    8. Waschmittel gemäss Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass es einen anionischen optischen Aufheller und einen kationischen Weichmacher enthält.
    9. Waschmittel gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Weichmacher Distearyldime-thylammoniumchlorid ist.
    10. Verfahren zum Waschen von Textilien, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Waschmittel gemäss einem der Ansprüche 2 bis 9 einsetzt.
    9
CH1347/88A 1987-04-15 1988-04-12 CH678678B5 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3712746 1987-04-15
GB878726258A GB8726258D0 (en) 1987-11-10 1987-11-10 Organic compounds

Publications (2)

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CH678678GA3 CH678678GA3 (de) 1991-10-31
CH678678B5 true CH678678B5 (de) 1992-04-30

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ID=25854672

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