CH679313A5 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schmelzspinneinrichtung für Synthesefilamente zur Herstellung von Endlosgarn, mit einer angetriebenen, einer Spinndüse vorgeschalteten Spinnpumpe und einem, der Spinnpumpe nachgeschalteten, die Filamente zu einem Garn zusammenfügenden Fadenabzug. Schmelzspinnverfahren für Synthesefilamente, beispielsweise aus Polyamid, Polyester, Polypropylen, Elasthan u.a. sind Behälter mit der Spinnmasse, Spinnpumpe, Spinndüse, Fadenabzug und Fadenaufwicklung gemeinsam. Das derart hergestellte, unverstreckt auf Spinnspulen aufgewickelte Endlosgarn muss dann auf besonderen Maschinen verstreckt und nachbehandelt werden. Um hier nun eine wesentliche Vereinfachung in der Herstellung von zur Weiterverarbeitung geeigneter Endlosgarne zu erreichen, wird bei der Schmelzspinneinrichtung der vorgenannten Art erfindungsgemäss dem Fadenabzug ein Streckwerk zugeordnet, das mit dem Antrieb der Spinnpumpe über einen Zentralmotor in Antriebsverbindung steht. Durch diese erfinderische Massnahme kann nun auf den Zwischenschritt des Aufspulens des unverstreckten Endlosgarnes und dessen Zuführung zu Weiterbehandlungseinrichtungen verzichtet und im Gegenteil dazu der Produktionsvorgang mit Spinngeschwindigkeit bis zum Endprodukt fortgesetzt werden, wobei die Antriebsverbindung zwischen dem Antrieb der Spinnpumpe und dem Streckwerk ein exaktes, synchrones Zusammenspiel von Fadenabzug resp. Verstreckung und Spinnpumpe bewirkt, was für den gleichbleibenden Titer des Fadens von ausschlaggebender Bedeutung ist. Da dabei die Fadenfeinheit durch die Abstimmung der Geschwindigkeit von Spinnpumpe und Fadenabzugsmittel, die hier im wesentlichen von den Streckwerkstufen gebildet werden, gesteuert wird, ist es von Vorteil, wenn der Antrieb der Spinnpumpe über eine vorzugsweise regelbare Reduziergetriebestufe mit dem Zentralmotor verbunden wird. Zudem können die Antriebsmittel einer Wickelstation für das verstreckte Endlosgarn ebenfalls über den Zentralmotor mit dem Antrieb der Spinnpumpe resp. der Streckwerkstufen in Antriebsverbindung sein. Bei diesen, vergleichsweise dem bekannten Stand der Technik stark veränderten Abzugsverhältnissen an der Spinndüse ist es notwendig, ein zu rasches resp. zu starkes Abkühlen der erstarrenden Filamente zu verhindern und diesen eine gewisse Elastizität und ein Vorverstreckungsvermögen zu erhalten, weshalb es vorteilhaft ist, der Spinndüse ein, die austretenden Filamente umschliessenden Heizring nachzuordnen. Um ferner ein direkt auf Strick- oder Stickmaschinen oder dgl. verarbeitbares Endlosgarn zu erhalten, ist es zudem von Vorteil, wenn zwischen der letzten Streckwerkstufe und der Wickelstation eine das verstreckte Endlosgarn umgebende, der Luftverwirbelung der Filamente des Endlosgarnes dienende Anblaskammer angeordnet ist. Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung gestattet eine weitere Erhöhung der Garnfestigkeit, indem das Streckwerk mehrere Streckwerkstufen umfasst und sich ausserhalb des Streckwerkes mindestens eine, den Streckweg zwischen zwei Streckwerkstufen verlängernde Umlenkrolle befindet. Es versteht sich, dass eine derart ausgestaltete Schmelzspinneinrichtung für die Herstellung sowohl von Monofil-Garn als auch von Multifil-Garnen geeignet ist. Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist nachfolgend anhand der Zeichnung, welche ein Prinzipschema der erfindungsgemässen Schmelzspinneinrichtung zeigt, näher erläutert. Die dargestellte Schmelzspinneinrichtung umfasst zunächst eine Spinnpumpe 7, die einen warmweichen Kunststoff durch eine plattenförmige Spinndüse 8 drückt, durch deren nicht näher gezeigten Bohrungen gegebenen Querschnittes die Strahlen der Schmelze austreten und zu Filamenten 10 erstarren, welche dann zusammengeführt und als zunächst noch unverstrecktes Endlosgarn 10 min abgezogen werden. Soweit sind solche Schmelzspinneinrichtungen bekannt und bedürfen so keiner näheren Erläuterung. Erfindungswesentlich ist nun bei der hier in Frage stehenden Schmelzspinneinrichtung, dass dem Fadenabzug 20 der Einrichtung ein Streckwerk 12 mit hier mehreren Stufen 121, 122, 123 zugeordnet ist, die mit dem Antrieb 5 der Spinnpumpe 7 über einen Zentralmotor 1 in Antriebsverbindung steht. Hierbei ist das Streckwerk 12 mit dem Zentralmotor 1 durch Antriebsmittel, hier in Form von beispielsweise Riementrieben 11, 11 min verbunden, wogegen der Antrieb 5 der Spinnpumpe 7 über eine Reduziergetriebestufe 3 mit dem Zentralmotor 1 in Antriebsverbindung steht. Die Verbindung zwischen Zentralmotor 1 und Re duziergetriebestufe 3 kann beispielsweise ebenfalls ein Riementrieb 2 herstellen, wogegen der Antrieb 5 der Spinnpumpe 7 etwa Gelenkwellen 6 oder dgl. enthalten kann. Zur Erhöhung der Garnfestigkeit, welche im Verhältnis zum Streckweg steht, ist hier der Streckweg durch eine ausserhalb des Streckwerkes 12 liegende Umlenkrolle 15 zwischen zweiter 122 und dritter Streckwerkstufe 123 verlängert, ohne hierfür das Streckwerk selbst vergrössern zu müssen. Die Reduziergetriebestufe 3 ist zudem über Regelmittel 3 min steuerbar. Weiter ist dem Streckwerk 12 eine Wickelstation 13 nachgeschaltet, die ebenfalls über hier nur angedeutete Antriebsmittel 21 mit dem Zentralmotor 1 in Antriebsverbindung stehen kann, um das verstreckte Endlosgarn 10 min min in für die Weiterverarbeitung geeigneter Weise aufzuspulen. Bei einer solchen erfindungsgemässen Schmelzspinneinrichtung wird somit ohne Unterbrechung des Produktionsvorganges ein Endprodukt gewonnen, wobei nicht nur eine grosse Vereinfachung der Produktionsmittel, sondern zudem noch infolge absoluter Synchronsteuerung zwischen Spinngeschwindigkeit, Garnabzug, Verstreckung und Garnaufwicklung ein Faden von gleichbleibendem Titer erreicht wird. Hierbei ist es von Vorteil, der Spinndüse 8 ein, die austretenden Filamente 10 umschliessenden Heizring 9 nachzuordnen, um den herrschenden Garnabzugsverhältnissen Rechnung zu tragen und ein zu rasches resp. zu starkes Abkühlen der erstarrenden Filamente 10 zu verhindern, wie das vorstehend bereits erläutert wurde. Um ferner ein direkt weiterverarbeitbares verstrecktes Endlosgarn zu erhalten, ist zudem zwischen der letzten Streckwerkstufe 123 und der Wickelstation 13 eine, das verstreckte Endlosgarn 10 min min umgebende Anblaskammer 22 angeordnet. Die in diese Kammer eintretende, in der Regel temperierte Druckluft erbringt eine Verwirbelung der Filamente des durchlaufenden Endlosgarnes 10 min min , welche Filamente sich dabei ineinander verfilzen und so das Endlosgarn verfestigen. Aus dem Vorstehenden ergibt sich somit eine Schmelzspinneinrichtung, die die Herstellung eines Endlosgarnes "in einem Zuge" erlaubt und so allen heutigen Anforderungen an eine rationelle Endlosgarn-Produktion genügt. Natürlich können an der vorbeschriebenen erfindungsgemässen Schmelzspinneinrichtung eine grosse Anzahl Modifikationen vorgenommen werden, ohne dabei den Erfindungsgedanken zu verlassen. So kann die Einrichtung für die Herstellung sowohl von Monofil-Garnen als auch von Multifil-Garnen ausgebildet sein. Spinndüse, Spinnpumpe, Streckwerk und Wickelstation können weiter von im wesentlichen konventioneller Bauart und die Antriebsmittel geeignet beliebig sein.
Claims (6)
1. Schmelzspinneinrichtung für Synthesefilamente zur Herstellung von Endlosgarn, mit einer angetriebenen, einer Spinndüse vorgeschalteten Spinnpumpe und einem, der Spinnpumpe nachgeschalteten, die Filamente zu einem Garn zusammenfügenden Fadenabzug, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fadenabzug (20) ein Streckwerk (12) zugeordnet ist, das mit dem Antrieb (5) der Spinnpumpe (7) über einen Zentralmotor (1) in Antriebsverbindung steht.
2. Schmelzspinneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (5) der Spinnpumpe (7) über eine Reduziergetriebestufe (3) mit dem Zentralmotor (1) verbunden ist.
3.
Schmelzspinneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (21) einer Wickelstation (13) für das verstreckte Endlosgarn (10 min min ) über den Zentralmotor (1) mit dem Antrieb (5) der Spinnpumpe (7) resp. der Streckwerkstufe (12) in Antriebsverbindung stehen.
4. Schmelzspinneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinndüse (8) ein die austretenden Filamente (10) umschliessender Heizring (9) nachgeschaltet ist.
5. Schmelzspinneinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der letzten Streckwerkstufe (123) und der Wickelstation (13) eine das verstreckte Endlosgarn (10 min min ) umgebende, der Luftverwirbelung der Filamente des Endlosgarnes dienende Anblaskammer (22) angeordnet ist.
6.
Schmelzspinneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (12) mehrere Streckwerkstufen (121, 122, 123) umfasst und sich ausserhalb des Streckwerkes (12) mindestens eine, den Streckweg zwischen zwei Streckwerkstufen verlängernde Umlenkrolle (15) befindet.
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