CH680162A5 - - Google Patents
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Description
1
CH 680 162 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Solche Vorrichtungen werden sowohl in der chemischen Industrie, aber auch in der Gastronomie und im Haushalt verwendet. Inbesondere bei der Anwendung in Spülwassersystemen von WC-Anlagen dienen sie dazu, Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel oder dergleichen mit dem Spülwasser zu vermengen, und zwar regelmässig jedesmal nachdem der Inhalt des Flüssigkeitsbehälters - in dem Fall des Spülkastens - geleert wurde. Im Sinne dieser Anmeldung verstehen sich somit die Angaben Minima und Maxima bezüglich des Flüssigkeitsstandes auf einem leeren bzw. vollen Flüssigkeitsbehälter. Für besondere Anwendungen können jedoch diese Angaben auch für verschieden hohe Flüssigkeitspegel stehen.
Eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie deren Vorgänger sind in der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 2 748 552 beschrieben.
Die Nachteile der Vorgänger ergeben sich aus der Beschreibung der deutschen Offenlegungsschrift. Diese setzte sich das Ziel, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der die Veränderung der Dosiermenge möglich ist und die im Spülbehälter eingesetzt werden können.
Bei der Lösung dieser Aufgabe schoss der Erfinder dabei weit übers Ziel und schuf eine Vorrichtung, die aus einer Vielzahl von Einzelteilen besteht, die jeder für sich einem mehr oder weniger komplizierten Herstellungsverfahren unterliegen und relativ kompliziert zusammengebaut werden müssen. Es wurden bei auf dem Markt befindlichen Vorrichtungen nach der deutschen Offenlegungsschrift ausserdem unterschiedliche Materialien wie Kunststoff und Metall zum Einsatz gebracht, die im Bezug auf chemische Reaktionen mit dem Zugabemittel Probleme zeigen konnten. Bei bestimmten Zugabemitteln kam es beispielsweise zu einer chemischen Veränderung der Metallteile, die nach längerer Einwirkdauer auch zum Blockieren der gesamten Vorrichtung führen könnte.
Bei der Aufgabenstellung der deutschen Offenlegungsschrift wurde offensichtlich nicht erkannt, dass die exakte Dosierung des Zugabemittels selbst weniger das Problem ist als das sichere Funktionieren der Vorrichtung auch nach beliebig langen Betriebsstunden. Das exakte Dosieren selbst wird ja immer dann sinnlos, wenn die Vorrichtung als solche überhaupt nicht funktioniert.
Der Erfinder stellte sich daher die Aufgabe, eine Vorrichtung zu schaffen, deren Betriebssicherheit gewährleistet ist, die aus nur einem Material herstellbar sein soll, um unterschiedliche chemische Reaktionen mit unterschiedlichen Zugabemitteln oder Flüssigkeiten zu verhindern, und die aus möglichst wenigen Einzelteilen aufgebaut sein soll, so dass deren Herstellung und Montage problemlos vonstatten gehen kann.
Diese Aufgabe wurde durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 1 erstmals in überraschend einfacher Weise gelöst.
In den abhängigen Ansprüchen sind besondere Ausführungsformen und Varianten der Erfindung beschrieben bzw. gekennzeichnet. Weitere Merkmale ergeben sich aus der Auflistung der Vorteile der Merkmale und der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
Das einstückige Ausbilden des Schliessorgans mit der Dosierkammer und dem Auftriebskörper ermöglicht das Herstellen in grossen Stückzahlen bei geringem zeitlichem Aufwand, z.B. mittels Spritz-guss-Verfahren oder aber auch als NC-gefertigter Drehteil. Die erforderliche Präzision im Bereich des Schliessorgans kann derart leicht eingehalten werden; die Gefahr des späteren Verklemmens ist wesentlich reduziert. Durch geeignete Materialwahl ergibt sich eine automatische Anpassung sämtlicher Teile an die jeweilige chemische Situation.
Die einstückige Ausbildung des Speicherraums zeigt die analogen Vorteile. Unter Berücksichtigung des im Anspruch 4 erwähnten O-Dichtringes besteht die gesamte Vorrichtung somit aus lediglich drei Bauteilen - im Gegensatz zu sieben Bauteilen der bekannten am Markt befindlichen Vorrichtung nach der deutschen Offenlegungsschrift.
Durch vorzugsweise gleiche Materialwahl für das Schliessorgan und den Speicherraum ergeben sich keine Probleme bei einem allfälligen Quellverhalten des Werkstoffes im Bereich der Öffnung, so dass die Innen- und Aussendurchmesserrelation stets gleich bleibt.
Das Merkmal des Anspruches 3 erhöht die an sich vorhandene Dichtwirkung der aneinanderglei-tenden Innen- bzw. Aussendurchmesser in optimaler Weise. Die Variante mit dem O-Dichtring erlaubt das extrem einfache Montieren der gesamten Vorrichtung, das sich im wesentlichen im Zusammenstecken von Schliessorgan und Speicherraum und anschliessendes Aufrollen des O-Dichtringes erschöpft. Zudem ergeben mehrere Nuten übereinander die Möglichkeit, den O-Ring an verschiedenen Stellen zu befestigen, die dementsprechend verschiedenen Ausfahrstellen des Schliessorgans entsprechen, wodurch auch bei der vorliegenden Erfindung eine Variation der Dosiermenge möglich ist.
In der Praxis hat sich die Dosierkammer als längliche Nut gut bewährt. Sie ist auch sowohl bei einem mechanischen Fräsvorgang als auch beim Spritz-giessen in einer zweigeteilten Form leicht ausbildbar. Bei Bedarf könnte nachträglich die Höhe und damit das Volumen der Dosierkammer z.B. durch das Einkleben von Füllmaterial verkleinert werden. Alternativ dazu können aber selbstverständlich die Schliessorgane in Abhängigkeit von dem Zugabemittel ausgetauscht werden.
Bei dem Anordnen von zwei oder mehr Dosierkammern können im Zusammenhang mit den Variationsmöglichkeiten mit den Nuten für den O-Dichtring auch Dosiervariationen möglich sein, in dem mit den jeweiligen O-Dichtring Positionierungsnuten korrespondierende Dosierkammern mit unterschiedlichem Dosiervolumen vorgesehen sind.
Halteklammern erhöhen die Montagesicherheit. Vorzugsweise können sie zusätzlich zu einem doppelseitigen Klebeband vorgesehen werden, wo5
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durch sie zumindest den Anpressdruck des Speicherraums auf den Flüssigkeitsbehälter erhöhen.
Im Gegensatz zum bekannten geschlossenen Auftriebskörper spart der glockenförmig ausgebildete an Material. Vor allem auch seine Ausbildung erleichtert das einstückige Herstellen des Schliessorgans.
Anhand der Zeichnung soll die Erfindung beispielhaft näher erläutert werden.
Es zeigen dabei:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung im montierten Zustand teilweise geschnitten;
Fig. 2 die Schnittstelle im Bereich des Schnittes A-A;
Fig. 3 eine Variante mit Dosiermöglichkeit und
Fig. 4 eine mögliche Halteklammer.
In der Fig. 1 ist der Flüssigkeitsbehälter 13 nur mit einem Stück der oberen Wandung zu sehen. Der Rest ist nicht dargestellt. Ein Speicherraum 2 ist an dieser Wand 13 wie nicht näher dargestellt befestigt. Die Befestigung kann durch Kleben, Schrauben und/oder durch eine erfindungsgemässe Halteklammer erfolgen.
In der gezeigten Darstellung befindet sich der Flüssigkeitsstand 14 im Minimalbereich. Ein Schliessorgan 6, das an seinem unteren Ende mit einem Auftriebskörper 1 einstückig ausgebildet ist, ist in einem Rohrraum im Boden des Speicherraumes 2 längsverschieblich gehalten. Im oberen Bereich befindet sich eine Ringnut 15, die einen O-Dichtring 3 aufnimmt. Dessen Aussendurchmesser ist grösser als der Innendurchmesser des Rohrraumes 9, wodurch das Schliessorgan 6 in der Öffnung 10 unverlierbar gehalten ist. Der Übergang vom Rohrraum 9 in das Innere des Speicherraumes 2 ist durch einen Innenkonus 12 gebildet, der mit dem O-Dichtring verhindert, das Zugabemittel 4 aus dem Inneren des Speicherraums 2 nach unten abfliesst. Der Auftriebskörper 1 ist glockenförmig ausgebildet und an seinem unteren Ende offen. Er könnte natürlich nachträglich auch verschlossen werden, jedoch würde dies einen zusätzlichen Bauteil und einen Klebevorgang oder dergleichen erfordern.
Steigt der Flüssigkeitsstand 14, so hebt er den Auftriebskörper und damit das Schliessorgan 6. Die im oberen Teil befindlichen Dosierkammern 5 erreichen ab einem bestimmten Flüssigkeitsstand 14 mit ihrem oberen Bereich das Innere des Speicherraums 2, so dass das Zugabemittel 4 in die Dosierkammern 5 fHessen kann. Gleichzeitig wird das sich noch am unteren Teil des Schliessorgans 6 bzw. am Auftriebskörper 1 befindliche Zugabemittel von dem vorgängigen Zugabevorgang durch die Flüssigkeit im Flüssigkeitsbehälter 13 abgespült und mit der Flüssigkeit im Flüssigkeitsbehälter 13 vermischt.
Ein Aussenkonus 7 verbessert die Dichtwirkung des Schliessorgans 6 in seiner obersten Stellung durch Anlage an einen Innenkonus 8 am unteren Ende des Rohrraumes 9.
Gleichzeitig oder alternativ können die nutförmi-gen Dosierkammern 5 aber auch rillenförmig nach unten bis in den Bereich des Auftriebskörpers 1 fortgesetzt sein, wie nicht näher gezeigt.
Die Fig. 2 zeigt die Querschnittsfläche des Schliessorgans 6 im Bereich der Schnittlinie A-A und den Innenkonus 8 des Rohrraumes 9. Die übrigen an sich sichtbaren Teile sind nicht dargestellt. Weiters ist eine zentrische Bohrung 17 zu sehen, die bis in den oberen Bereich des Schliessorgans 6 fortgesetzt ist, dieses jedoch nicht vollständig durchsetzt. Sie dient bei bestimmten Spritzgussherstellungsverfahren als Fertigungshilfe und muss nicht unbedingt vorgesehen sein.
Die schematische Darstellung der Fig. 3 zeigt das Schliessorgan 6 mit zwei Ringnuten 15, wobei nur in der unteren ein O-Dichtring 3 eingesetzt ist. Mit ihr korrespondiert die Dosierkammer 5a, die relativ weit nach unten reicht.
Die obere Ringnut 15 korrespondiert mit einer Dosierkammer 5b, die kürzer als die Dosierkammer 5a ist. Bei der Montage des O-Ringes 3 in der gezeigten Position wird daher nur der Inhalt der Dosierkammer 5a freigegeben werden können, wobei bei der Montage des O-Ringes in der oberen Position (strichliert dargestellt) das Schliessorgan 6 tiefer sinken kann und somit auch der Inhalt der Dosierkammer 5b in den Flüssigkeitsbehälter 13 entleert werden kann.
Die in der Fig. 4 gezeigte Halteklammer 16 kann einfach auf die Wandung des Flüssigkeitsbehälters 13 und gleichzeitig auf die Wandung des Speicherraums 2 aufgesteckt werden und klemmt somit beide Wandungen aneinander.
Alternativ könnte eine derartige Halteklammer auch an der Wandung des Speicherraums 2 auch angeklebt, angeschraubt oder einstückig ausgebildet sein.
Die Erfindung ergibt sich aus dem Schutzbereich der Ansprüche und ist durch die beispielhafte Beschreibung und Figurendarstellung nicht eingeschränkt.
Claims (1)
- Patentansprüche1. Vorrichtung zum dosierten Zuführen eines fliessbaren Zugabemittels (4) in Flüssigkeitsbehälter (13) mit zwischen Minima und Maxima wechselndem Flüssigkeitsstand (14), insbesondere Spülwassersysteme, mit wenigstens einem Speicherraum (2) zur Aufbewahrung des Zugabemittels (4) mit boden-seitiger Öffnung (10), in welcher Öffnung (10) ein vertikal bewegbares kolbenförmiges Schliessorgan (6) gehalten ist, das mindestens eine Dosierkammer (5) aufweist, die zumindest während eines minimalen Flüssigkeitsstandes von dem Speicherraum (2) getrennt, während eines maximalen Flüssigkeitsstandes jedoch mit diesem verbunden ist, wobei das Schliessorgan (6) einen in den Flüssigkeitsbehälter (13) ragenden Auftriebskörper (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliessorgan (6) mit der Dosierkammer (5) und dem Auftriebskörper (1 ) einstückig ausgebildet ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Speicherraum (2) mit der Öffnung (10) einstückig ausgebildet ist, wobei der Aussendurchmesser des Schliessorgans (6) dem Innendurchmesser der Öffnung (10) entspricht51015202530354045505560655CH 680 162 A5und diese einen Rohrraum (9) von mindestens der Höhe der Dosierkammer (5) bildet.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliessorgan (6) an seinem dem Auftrittskörper (1) zugewandten Ende einen Aussenkonus (7) aufweist, der mit einem gegengleichen Innenkonus (8) am Rohrraum (9) zumindest während des maximalen Flüssigkeitsstandes abdichtend in Eingriff bringbar ist.4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schliessorgan (6) an seinem dem Auftriebskörper (1) abgewandten Ende mindestens eine Ringnut (15) aufweist, die einen O-Dichtring (3) aufnimmt, der zumindest bei minimalem Flüssigkeitsstand (14) mit einem zweiten Innenkonus am Rohrraum (9) abdichtend in Eingriff bringbar ist.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schliessorgan (6) mehr als eine Ringnut (11) für das Höhenvariieren des O-Dichtringes (3) und damit des Längsspielraumes des Schliessorgans (6) aufweist.6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierkammer (5) als längliche Nut ausgebildet ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Dosierkammern (5) an gegenüberliegenden Seiten des Schliessorgans (6) ausgebildet sind.8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass deren Speicherraum (2) mindestens eine Halteklammer (16) für das Festklemmen derselben an dem Flüssigkeitsbehälter (13) zugeordnet ist.9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftriebskörper (1) als nur nach unten offene Glocke ausgebildet ist.10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Speicherbehälter (2) als vorzugsweise auch das Schliessorgan (6) mit dem Auftriebskörper (7) aus Kunststoffspritzguss gefertigt sind.?' i.51015202530354045505560654
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