CH680279A5 - - Google Patents

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CH680279A5
CH680279A5 CH1032/89A CH103289A CH680279A5 CH 680279 A5 CH680279 A5 CH 680279A5 CH 1032/89 A CH1032/89 A CH 1032/89A CH 103289 A CH103289 A CH 103289A CH 680279 A5 CH680279 A5 CH 680279A5
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CH
Switzerland
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tube
lid
handle
cover
opening device
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Application number
CH1032/89A
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English (en)
Inventor
Hans-Peter Aeschlimann
Original Assignee
Tetra Pak Romont
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    • B65D5/00Rigid or semi-rigid containers of polygonal cross-section, e.g. boxes, cartons or trays, formed by folding or erecting one or more blanks made of paper
    • B65D5/42Details of containers or of foldable or erectable container blanks
    • B65D5/72Contents-dispensing means
    • B65D5/727Dispensing openings provided in the upper end-walls of tubular containers, the openings being closed by means of separate stopper or other closure elements
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Description

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CH 680 279 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum wenigstens einseitigen Verschliessen einer Flüssigkeitspackung gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1. Schliesslich bezieht sich die Erfindung auch auf eine Vorrichtung zum Verschliessen einer Flüssigkeitspackung in der vorstehend beschriebenen Weise, wobei ein Spritzformbacken und ein Gegenformbacken gegeneinander bewegbar angetrieben sind.
Es ist bekannt, Flüssigkeitspackungen der beschriebenen Art herzustellen, deren Hauptkörper der sogenannte Papiertubus ist. Bei den Packungen, deren Deckel und Boden durch Falten aus dem gleichen Papiermaterial hergestellt sind, haben sich insbesondere Schwierigkeiten beim Öffnen durch den Endverbraucher ergeben. Man ist daher auch schon dazu übergegangen, wenigstens den Deckel aus Kunststoff an den Tubus anzuspritzen.
Bekannt ist es auch, dass flüssige Nahrungsmittel, insbesondere Milch und Säfte, aseptisch verpackt werden. Hierbei ist es wichtig, dass möglichst der Zutritt von Sauerstoff aus der Umgebung durch das Verpackungsmaterial nicht zu dem Verpackungsgut gelangen kann. Papier allein und auch die für dessen Beschichtung oder das Anspritzen von Deckeln oder Böden verwendete Kunststoffmaterial allein steilen für den Sauerstoff keine wesentliche Barriere dar. Für aseptische Packungen hat man daher vorzugsweise mit einer Metallschicht, z.B. Aluminium, versehene Papierpackungen verwendet, wobei auf denjenigen Packungstyp zurückgegriffen wurde, der allseitig Papierwandungen hatte, einschliesslich Deckel und Boden.
Wünscht man nun aber bessere Öffnungsvorrichtungen und dennoch Dichtigkeit mit Barriereeigenschaften für Sauerstoff, dann müssen Kompromisse geschlossen werden, weshalb bereits vorgeschlagen wurde, den Tubus und den Boden einer Packung aus Papier herzustellen und auch den Deckel durch umgefaltete, mit dem Tubus einstückig ausgebildete Wandfelder zu bilden, wobei die Ränder dieser Wandfelder durch eingespritzte Brücken aus Kunststoff flüssigkeitsdicht miteinander verbunden wurden. Auf diese Weise war es nämlich möglich, auch eine Öffnungseinrichtung im Deckelbereich anzuspritzen, sei es im Zentrum oder am Rand, z.B. in einem der Wandfelder, die aus dem Tubusmaterial bestehen und nach Herstellung des Tubus und Umfalten aus dessen Ebene den Deckel bilden.
Bei einem derartigen Stand der Technik hat sich nun der Nachteil ergeben, dass komplizierte Spritzwerkzeuge verwendet werden müssen, um einerseits die Brücken an die Ränder der Wandfelder anzuspritzen und andererseits die Öffnungseinrichtung zu bilden. Noch schwieriger wurden die Herstellungsverfahren, wenn eine solche Flüssigkeitspackung ausserdem auch einen Griff hatte, der wenigstens teilweise ebenfalls aus Kunststoff besteht und am Deckel verankert ist, z.B. gemeinsam mit dem Deckel gespritzt wird.
Man hat hier schon versucht, durch mehrteilige Spritzformbacken die geeigneten Entformungsbe-
wegungen bei komplizierten Gestaltungen zu verwenden, in der Praxis hat sich aber gezeigt, dass derartige Maschinen insbesondere im Hochleistungsbetrieb störanfällig werden, d.h. wenn mehrere Deckel mit der Kombination von Brücken und/oder Öffnungseinrichtungen und/oder Griffen erstellt werden mussten.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahrens der eingangs genannten Art, mit dem eine einfachere Anspritzmöglichkeit der Kunststoffteile im Deckelbereich auch im Hochleistungsbetrieb möglich wird, insbesondere bei Packungen, deren Deckel wenigstens teilweise durch Wandfelder aus Papier gebildet werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsge-mäss vorgesehen, dass der deckel- und bodensei-tig offene Tubus in einer ersten Stufe in eine Ebene derart flachgelegt wird, dass wenigstens ein Deckelwandfeld in diese Ebene zu liegen kommt, worauf an das Deckelwandfeld die Offnungsein-richtung angespritzt wird, und/oder derart, dass eine Verankerungseinrichtung für die Befestigung eines Griffes im Bereich des Deckels der Packung am Tubus an eine Seitenkante des flachgelegten Tubus zu liegen kommt, worauf für das Befestigen des Griffes der Griff so an den Tubus angespritzt wird, dass die Hauptebene des Griffes in der gleichen Ebene wie der flachgelegte Tubus liegt, und dass danach in einer zweiten Stufe der Tubus, gegebenenfalls mitsamt der Öffnungseinrichtung aufgefaltet wird und zum wenigstens einseitigen Verschliessen unter Erstellung des Deckels dessen Wandfelder umgelegt werden und zwischen die so angeordneten Wandfelder die Brücken aus Kunststoff eingespritzt werden.
Vorauszusetzen ist für dieses Verfahren, dass die Ausgestaltung des Bodens der betrachteten Flüssigkeitspackung beliebig sein kann. Vorausgesetzt wird ferner, dass für die Erstellung einer Flüssigkeitspackung zunächst aus einer mit Kunststoff vorzugsweise beidseitig beschichteten Trägermaterialbahn aus Papier, Karton oder dergleichen ein Tubus mit den geeigneten Rill-, Schnitt- und Faltlinien durch Verklebung bzw. Versiegelung entlang einer Längssiegelnaht erstellt wird. Der geeignet geschnittene Tubus ist dann deckel- und boden-seitig offen. In diesem Zustand setzt das Verfahren zum Verschliessen der Packung auf wenigstens einer Seite des Tubus ein: Es teilt sich in zwei Stufen auf, wodurch die wesentliche Vereinfachung des Verschliessverfahrens bzw. des dafür notwendigen Werkzeuges gewährleistet wird. In der ersten Stufe wird nämlich der soeben erstellte Tubus flachgelegt, wobei darauf geachtet wird, dass wenigstens dasjenige Wandfeld des Deckels in die Ebene des flachgelegten Tubus zu liegen kommt, welches mit einer Perforierung, Stanzung oder dergleichen versehen ist, an welche die Öffnungseinrichtung angespritzt werden soll. Ersichtlich können einfache Werkzeuge verwendet werden, zwischen denen der Tubus flachliegt, so dass sich die Spritzformbacken bis zum Anschlag an das Papiermaterial aufeinanderzubewegen können, wobei lediglich für die Öffnungseinrichtung eine relativ einfache Ausnehmung verbleiben muss.
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in der erfindungsgemäss dann vorgesehenen zweiten Stufe wird der flachgelegte Tubus, der nun die Öffnungseinrichtung angespritzt trägt, aufgefaltet. In diesem Zustand werden die zunächst in der Ebene des Tubus liegenden Wandfelder längs ihrer Rillinien bzw. Faltlinien so umgelegt, dass sie die Fläche des späteren Deckels einnehmen, und in dieser Gestalt beginnt nun der letzte Spritzvorgang, mit welchem nämlich zwischen die Wandfelder die Brücken aus Kunststoff eingespritzt werden. Auch hier handelt es sich um das gleiche Problem wie vorstehend beschrieben, so dass ersichtlich einfache Werkzeuge für den zweiten Spritzvorgang einsetzbar sind.
Will man nun wenigstens einseitig eine ähnliche Flüssigkeitspackung wie vorstehend beschrieben verschliessen, welche auch einen Tubus, aber einen ebenen Deckel mit Öffnungseinrichtung und einen ebenen Boden aufweist, dann ist es erfindungsgemäss vorteilhaft, wenn zum Erstellen dieses ebenen Deckels in der zweiten Stufe dessen Wandfelder um etwa 90° in die Deckelebene umgelegt werden.
In dem oben erwähnten ersten Vorschlag der Erfindung ergab sich der Vorteil, dass man mit einfachen Werkzeugen an einem flachliegenden Papierteil in der ersten Stufe die Öffnungseinrichtung und in der zweiten Stufe die Brücken zwischen den Wandfeldern des Deckels anbringt. Ersichtlich ergeben sich besonders einfache Werkzeuge, und das Verfahren wird auch sehr robust und störunan-fällig, wenn der Deckel als Ebene ausgestaltet werden soll. Für den zuletzt genannten zweiten Vorschlag gemäss der Erfindung bleibt die Zweistufigkeit selbstverständlich erhalten, es werden lediglich zusätzlich die Wandfelder in die gewünschte Deckelebene umgelegt, und weil diese gegenüber dem Tubus etwas senkrecht steht, müssen die Wandfelder um 90° umgelegt werden.
ist es nun erwünscht, unbeachtlich der Flächenform des Deckels eine Flüssigkeitspackung der eingangs genannten Art zu verschliessen, bei der im Bereich des Deckels zugleich auch ein Griff befestigt ist, dann ist gemäss einem weiteren Vorschlag der Erfindung vorgesehen, dass in der ersten Stufe der Tubus derart flachgelegt wird, dass die Verankerungseinrichtung für den Griff am Tubus an eine Seitenkante des flachgelegten Tubus zu liegen kommt, und dass der Griff so an den Tubus angespritzt wird, dass die Hauptebene des Griffes in der gleichen Ebene wie der flachgelegte Tubus liegt. Durch geeignete Ausgestaltung des Zuschnittes für den Tubus ist es möglich, die Verankerungseinrichtung für den Tubus am Griff, im allgemeinen eine Schnittkante, die gerade, gezahnt, mit Ohren versehen oder in anderer Weise ausgestaltet sein kann, an eine Seitenkante des in der beschriebenen Weise flachgelegten Tubus zu legen. Der Sinn dieser Anordnung besteht darin, die Hauptebene des Griffes in Fortsetzung des flachgelegten Tubus anzuordnen. Dann nämlich kann man wieder einfache Spritzwerkzeuge verwenden, die nur auf den einander gegenüberliegenden Oberflächen Ausnehmungen haben, im vorliegenden Falle z.B. jeweils für eine Griffhälfte, denn die Hauptebene des Griffes soll ja erfindungsgemäss in der gleichen Ebene liegen wie der flachgelegte Tubus.
Wenn bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine Flüssigkeitspackung verschlossen werden soll, die sowohl eine Öffnungseinrichtung an einer Lasche bzw. einem Wandfeld des Deckels trägt als auch einen Griff haben soll, dann wird ausser den vorstehend genannten Massnahmen erfindungsgemäss ferner vorgesehen, dass der Griff gleichzeitig mit der Öffnungseinrichtung an den Tubus angespritzt wird. Hierbei ist es wiederum unbeachtlich, ob der Deckel eben ist oder die Form eines mehr oder weniger breiten Konus hat.
Das Grundprinzip der Zweistufigkeit des Verfahrens wird jedoch nicht verlassen, wobei unterschieden wird zwischen den Anspritzmöglichkeiten von Öffnungseinrichtung und/oder Griff einerseits und der Einspritzmöglichkeit der Brücken aus Kunststoff zwischen den Wandfeldern des Deckels. Das Einspritzen der Brücken soll jeweils in der zweiten Stufe des Verfahrens nach dem Auffalten des Tubus erfolgen, während das Anspritzen einer Öffnungseinrichtung oder eines Griffes oder sogar beider in einer ersten Stufe erfolgt, derart, dass nach dem Auffalten in der zweiten Stufe der Tubus bereits mit den gewünschten Anspritzteilen (Öffnungseinrichtung, Griff) versehen ist.
Die Vorrichtung zum wenigstens einseitigen Verschliessen der Flüssigkeitspackung mit Tubus, Deckel und Boden, wobei der Tubus, der Boden und wenigstens zwei Wandfelder des Deckels aus mit Kunststoff beschichtetem Trägermaterial aus Papier oder Karton bestehen, und die Ränder der Wandfelder des Deckels durch eingespritzte Brücken aus Kunststoff flüssigkeitsdicht miteinander verbunden werden, weist einen Spritzformbacken und einen Gegenformbacken auf, die gegeneinander bewegbar angetrieben sind. Um die erste und/oder zweite Stufe des vorstehend beschriebenen Verfahrens durchführen zu können, ist für die Vorrichtung gemäss der Erfindung vorgesehen, dass der Spritzformbacken und der Gegenformbacken jeweils einteilig sind und nur auf der jeweils dem anderen Backen zugewandten Oberfläche Ausnehmungen für die Kunststoffbrücken und/oder die Öffnungsvorrichtung und/oder den Griff aufweisen. Unter Beachtung dieser Lehre ist es dem Fachmann möglich, trotz verhältnismässig komplizierter Deckelausgestaltungen eine einfache Spritzmaschine zu verwenden. Der Fachmann hätte kaum Schwierigkeiten, wenn nur die zweite Stufe des Verfahrens durchgeführt werden müsste, d.h. nur Brücken aus Kunststoff an die Ränder der Wandfelder des Deckels angespritzt werden müssten, sofern der Deckel eben ist. Bei konischer Ausgestaltung eines solchen Deckels sind die sich dem Fachmann stellenden Schwierigkeiten aber noch überwindbar.
Problematisch hingegen wird es, wenn ausser der beschriebenen Deckelbildung eine Öffnungseinrichtung im Deckelbereich oder gar zusätzlich noch ein Griff am Deckel befestigt sein sollen. Hier gibt die Erfindung die Lehre, dass man mit einfachen Spritzformbacken und Gegenformbacken auskommt, die in Gruppen in der Maschine derart ange5
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ordnet werden sollen, dass zunächst nur die Öffnungsvorrichtung oder der Griff oder beide an den flachgelegten Tubus angespritzt werden. Solche Formbacken können einteilig sein und brauchen nur die erfindungsgemäss vorgesehenen Ausnehmungen auf einer Oberfläche zu haben. Nach Verlassen dieser ersten Formbacken wird das Produkt, d.h. der Tubus, aufgefaltet und einer zweiten Formbackengruppe oder -station in der Gesamtmaschine zugeführt, wo dann die Kunststoffbrücken an die Ränder der Wandfelder des Deckels angespritzt werden, ebenfalls wieder mit den gleichen einfachen Werkzeugen.
Der grosse Vorteil dieser einfachen Werkzeuge liegt darin, dass insbesondere bei Hochleistungsmaschinen, wenn man sehr viele Packungen pro Zeiteinheit in der beschriebenen Weise verschliessen will, mehrere der beschriebenen, einfachen Spritzwerkzeuge hintereinander angeordnet und gleichzeitig bewegt werden können.
Ein weiterer Vorteil der auf diese Weise angeordneten und ausgestalteten Formbacken liegt darin, dass bei der Anordnung mehrerer Formpaare hintereinander immer nur von aussen auf den äusser-sten Formbacken eine Kraft aufgebracht werden muss, um alle Formen gleichzeitig fest zu verschliessen. Dieses Verschliessen kann mit grosser Kraft erfolgen, denn die einzelnen Formbacken werden bis auf das Papier zusammengedrückt. Mit anderen Worten stützen sich die Formbacken über das Papier gegenseitig ab. Dadurch kann ein exaktes Mass für die Hohlräume für Öffnungseinrichtungen, Griffe, Kunststoffbrücken usw. gehalten werden. Es kommt bei einer solchen Ausgestaltung der Formbacken nicht vor, dass das eine Formwerkzeug schwimmend im Abstand vom anderen nur deshalb gesteuert festgehalten werden muss, weil ein Formhohlraum durch die Werkzeugflächen allein vorgegeben werden muss. Mit anderen Worten bilden also nicht auf einem längeren mechanischen Weg angeordnete Werkzeugteile die eigentlichen Anschläge, so dass mit Nachteil der eigentliche Formhohlraum durch Toleranzen und Verbiegungen auch zu klein oder zu gross werden könnte, sondern erfindungsgemäss liegt das Papier dazwischen; weil sich an Ort und Stelle des Formhohlraumes die Formbacken sich tatsächlich am Papier abstützen. Alle diese Vorteile ergeben sich aus der flachliegenden Gestalt des Tubus in der ersten Stufe bzw. in dem Abtrennen der zweiten Spritzstufe für die Kunststoffbrücken der Deckeiwandfelder.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 perspektivisch eine erste Ausführungsform einer Flüssigkeitspackung im fertigen und verschlossenen Zustand,
Fig. 2 perspektivisch eine andere Form von Verpackung, bei welcher die Öffnungsvorrichtung in der Mitte eines konusförmigen Deckels angeordnet ist,
Fig. 3 eine weitere andere Form einer Packung mit Öffnungseinrichtung und Griff in Quaderform,
Fig. 4 den flachgelegten Tubus einer hier nicht gezeigten Flüssigkeitspackung und
Fig. 5 schematisch den Aufbau eines Hochleistungswerkzeuges für eine Verfahrensstufe, hier die Anspritzung von Öffnungseinrichtung und Griff.
Aus den Fig. 1 bis 4 sieht man den Tubus 1 aus beidseitig mit Kunststoff beschichtetem Papier, der durch eine Längssiegelnaht 2 zum Tubus geformt ist.
Bei den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 3 ist der Boden viereckig und durch Umfalten der beim Tubus der Fig. 4 teilweise ersichtlichen Wandfelder 3, 4, 5 und der Quersiegelnaht 6 gebildet und eben ausgestaltet. Von den vier Ecken des Bodens gehen daher längs des Tubus 1 Faltlinien zum deckel-seitigen Ende, von denen bei den Ausführungsformen der Fig. 1 und 2 die meisten nur Übergangsfaltli-nien sind, wie bei 7 gezeigt, denn im oberen Bereich ist der Deckel vieleckig, er kann selbstverständlich auch rund ausgebildet sein. Der allgemein mit 8 bezeichnete Deckel besteht bei allen Ausführungsformen aus umgefalteten Wandfeldern 9 und 10, wobei sich das Wandfeld 10 jeweils von den Feldern 9 dadurch unterscheidet, dass es (bei den Ausführungsformen der Fig. 1, 3 und 4) mit der Öffnungsvorrichtung 11 bzw. beim flachgelegten Tubus der Fig. 4 mit der Perforationslinie 12 zur Anbringung einer Öffnungseinrichtung 11 versehen ist. Die spezielle Ausgestaltung der Öffnungseinrichtung 11 ist für die vorliegende Beschreibung unbeachtlich, denn es können verschiedene Ausgestaltungen mit oder ohne Aufreissgriff verwendet werden. Die Ränder 12 zwischen den Wandfeldern 9, 10 sind mit eingespritzten Brücken 13 aus Kunststoff gemäss der schematischen Querschnittsdarstellung der Fig. 2a versehen. Im Bereich des Deckels 8 ist bei den Fig. 2 und 3 ausserdem ein Griff 14 angespritzt gezeigt, der im Falle der Fig. 1 lediglich gestrichelt gezeichnet und mit 14' bezeichnet ist, weil die Anbringung des Griffes 14' durchaus für eine praktisch verwendbare Verpackung entfallen kann.
Die Verankerungseinrichtung für den Griff 14, 14' ergibt sich aus Fig. 4 mit dem flachgelegten Tubus 1, weil man dort die Schnittkante 15 erkennt, die von der oberen, horizontalen Schnittlinie 16 unter einem Winkel gegen die Längssiegelnaht 2 und damit auch Längsmittelachse des Tubus 1 schräg nach aussen unten zum Bereich des Bodens 3-6 hin verläuft. Auf der Länge 1 ist die rechte Kante als ungeschnitten zu verstehen, denn über diese Faltkante sind die vorderen und hinteren Flächen des in Fig. 4 flachgelegt gezeigten Tubus verbunden. Im mittleren Bereich unter der schrägen Schnittkante 15 erkennt man ein dreieckförmiges Ohr 17 mit Loch 18, in welches beim Anspritzen des Griffes 14, 14' der Kunststoff sich nietenförmig hindurcherstrecken kann, so dass der aus Kunststoff bestehende Griff 14,14' am Papier fest verankert ist.
Fig. 5 zeigt schematisch die Draufsicht auf eine Gruppe von Formwerkzeugpaaren zur Durchfüh-ruag des eingangs beschriebenen Verfahrens. Bei diesem erkennt man jeweils Spritzformbacken 19,19' bzw. 19" und Gegenformbacken 20, 20' bzw. 20". Drei nebeneinanderliegende Backenpaare erkennt
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man hier in einer schematischen Schnittdarstellung, wobei das unterste Paar gestrichelt gezeichnet ist als Hinweis darauf, dass mehr oder weniger dieser Formpaare in einer Maschine verwendet werden können. Jedes Formpaar ist gemäss der rechts gezeigten Pfeile 21 auseinander- bzw. in nicht dargestellter Richtung zusammenbewegbar vorgesehen. Fig. 5 zeigt übertrieben auseinandergebogen den flachgelegten Tubus 1 zwischen jedem Backenpaar 19, 20, wobei es sich für den Leser versteht, dass der Tubus nicht etwa in der gezeigten gespreizten Form «flachgelegt» ist sondern tatsächlich von oben wie zu einer Linie flachliegend zusammengedrückt ist. Eine solche Linie würde aber die Betrachtung und das Verständnis erschweren. Die Trennlinie 22 zwischen dem jeweiligen Spritzformbacken 19 und Gegenformbacken 20 stellt aber auch die Ebene 22' dar, in welcher der Tubus 1 beim Flachiegen in der ersten Verfahrensstufe zu liegen kommt. Deshalb können sich die Formbacken in Richtung der Pfeile 21 sowie entgegengesetzt senkrecht zu dieser Ebene 22, 22' bewegen. Im zusammengefahrenen Spritzzustand der Fig. 5 brauchen nur Kräfte von aussen gemäss den Pfeilen 23, 23' aufgebracht zu werden, um die Formbacken 19, 20 etc. unter gewünschtem Druck gegeneinander zu pressen. Dabei werden nur die Formhohlräume 24, 24' für beispielsweise die Öffnungsvorrichtung 11 sowie die Formhohlräume 25, 25' für den Griff 14, 14' neben den Schnittkanten des Tubus 1 belassen. Die Einspritzkanäle für den flüssig extrudierten Kunststoff sind hier nicht gezeigt, denn diese Einzelheiten sind dem Fachmann aus herkömmlichen Maschinen bekannt.
Im Betrieb wird zunächst das jeweilige Backenpaar 19, 20 geöffnet, der Tubus 1 wird flachliegend positioniert, dann fahren die Backen 19, 20 zusammen, Kunststoff wird in die Hohlräume 24, 25 eingespritzt, erkaltet, erhärtet. Danach werden die Backen 19,20 in Richtung der Pfeile 21 auseinandergefahren, der fiachliegende Tubus 1 wird herausgenommen und in einer zweiten Stufe aufgefaltet, um den entsprechenden Werkzeugen einer zweiten Stufe zugeführt zu werden, wo die Kunststoffbrücken 13 gemäss Fig. 2a zwischen die Ränder 12 der Wandfelder 9 des Deckels 8 eingebracht werden, wodurch die Wandfelder 9 des Deckels 8 fest miteinander verbunden werden.

Claims (5)

Patentansprüche
1. Verfahren zum wenigstens einseitigen Verschliessen einer Flüssigkeitspackung mit Tubus (1), Deckel (8) und Boden (3, 6), wobei der Tubus (1), der Boden (3, 6) und wenigstens zwei Wandfelder (9,10) des Deckels (8) aus mit Kunststoff beschichtetem Trägermaterial aus Papier oder Karton bestehen, und die Ränder (12) der Wandfelder (9, 10) des Deckels (8) durch eingespritzte Brücken (13) aus Kunststoff flüssigkeitsdicht miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Stufe der deckel- und bodenseitig offene Tubus (1) in eine Ebene (22) derart flachgelegt wird, dass wenigstens ein Deckelwandfeld (10) in diese Ebene (22') zu liegen kommt, worauf an das Deckelwandfeld (10) die Öffnungseinrichtung (11) angespritzt wird, und/oder derart, dass eine Verankerungseinrichtung (15, 17, 18) für die Befestigung eines Griffes (14, 14') im Bereich des Deckels (8) der Packung am Tubus (1) an eine Seitenkante des flachgelegten Tubus (1) zu liegen kommt, worauf für das Befestigen des Griffes (14, 14') der Griff (14, 14') so an den Tubus (1) angespritzt wird, dass die Hauptebene (22') des Griffes (14, 14') in der gleichen Ebene (22, 22') wie der flachgelegte Tubus (1) liegt, und dass danach in einer zweiten Stufe der Tubus (1), gegebenenfalls mitsamt der Öffnungseinrichtung (11), aufgefaltet wird und zum wenigstens einseitigen Verschliessen unter Erstellung des Deckels (8) dessen Wandfelder (9, 10) umgelegt werden und zwischen die so angeordneten Wandfelder (9, 10) die Brücken (13) aus Kunststoff eingespritzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erstellen eines ebenen Deckels (8) in der zweiten Stufe dessen Wandfelder (9, 10) um etwa 90° in die Deckelebene umgelegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Stufe wenigstens die Öffnungseinrichtung (11) an das Deckelwandfeld (10) angespritzt wird und die Verankerungseinrichtung (15, 17, 18) für den Griff (14, 14') am Tubus (1) an eine Seitenkante des flachgelegten Tubus (1) zu liegen kommt und der Griff (14, 14') an den Tubus (1) angespritzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (14, 14') gleichzeitig mit der Öffnungseinrichtung (11) an den Tubus (1) angespritzt wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei ein Spritzformbacken (19) und ein Gegenformbacken (20) gegeneinander bewegbar angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzformbacken (19) und der Gegenformbacken (20) jeweils einteilig sind und nur auf der jeweils dem anderen Backen (20, 19) zugewandten Oberfläche (22) Ausnehmungen (24, 25) für die Kunststoffbrücken (13) und/oder die Öffnungsvorrichtung (11) und/oder den Griff (14,14') aufweisen.
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Priority Applications (10)

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