CH680532A5 - - Google Patents
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Description
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CH 680 532 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Druckgas-Schusswaffe, nämlich ein Gewehr oder eine Faustwaffe, mit einem eine Laufbohrung aufweisenden Lauf, in welchem ein Geschoss nach dem Auslösen eines Abzugsystems durch expandierendes Druckgas beschleunigt wird und diesen Lauf an dessen Mündung verlässt.
Um bei einer Druckgas-Schusswaffe eine hohe Präzision zu erhalten, sind u.a. die folgenden Parameter von Bedeutung:
- einwandfreie Zieleinrichtung;
- präzis gefertigter Lauf;
- optimale Anfangsgeschwindigkeit;
- kurze Schussentwicklungszeit;
- erschütterungsarmes System;
- schwingungsdämpfende Bauteile;
- Geschosse mit engen Toleranzen in Form und Gewicht.
Als Geschosse sind für Wettkämpfe mit Druckgas-Schusswaffen die sog. Diabolos des Kalibers 4,5 im Reglement der U.I.T. vorgeschrieben, und die zulässige Energie ist in verschiedenen Ländern begrenzt auf 7,5 J. Die maximale Austrittsgeschwindigkeit liegt damit fest.
Die Länge des Laufes wird von unterschiedlichen Vorgaben bestimmt. Denn zum einen soll der Lauf möglichst lang sein, um die vordere Zieleinrichtung in grosser Entfernung vom Auge des Schützen anbringen zu können und eine lange Visierlinie zu erreichen. Anderseits aber ist die optimale Länge des kalibrierten und üblicherweise mit Zügen versehenen Laufes durch die das Geschoss beschleunigende Druckenergie begrenzt. Die Optimierung der Lauflänge hängt vor allem vom Mass der Energie ab, das bei der Schussabgabe im Druckgassystem frei wird; bei der Umsetzung der Druckenergie in kinetische Energie des Geschosses, und dem Bestreben eine möglichst kurze Schussentwicklungszeit zu erreichen, fällt die innerballistisch günstigste Lauflänge bei Druckgas-Schusswaffen relativ kurz aus.
Bei Druckgas-Schusswaffen mit relativ kurzen Lauflängen besteht die Möglichkeit, durch Verjüngung der Laufbohrung im Bereich der Laufmündung Streuungen im Trefferbild zu reduzieren. Diese Laufausgestaltung ist technisch relativ aufwendig. Eine vergleichbare Wirkung bei geringerem technischen Aufwand wird durch die, die Visierlinie verlängernden, bekannten Kornträgerrohre erreicht.
Trotz Beachtung und Optimierung der vorstehend erwähnten, die Präzision einer Druckgas-Schusswaffe bestimmenden Parameter, auch unter Einschluss von Kornträgerrohren zur Verlängerung der Visierlinie, treten bei Druckgas-Schusswaffen immer noch relativ grosse Streuungen im Trefferbild auf.
Ausgehend von diesem Stand der Technik hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt, die Streuung im Trefferbild einer Druckgas-Schusswaffe unter Anwendung möglichst einfacher technischer Mittel weiter zu verbessern.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass der Mündung der Laufbohrung eine diese verlängernde koaxiale Bohrung zugeordnet ist, deren Mündung einen Austrittsdurchmesser aufweist, dessen Masse dem Drei- bis Fünffachen des Durchmessers der Laufbohrung entspricht.
Überraschenderweise wurde festgestellt, dass eine Verlängerung des gezogenen Laufes einen positiven Einfluss auf das Schussbild ausübt, wenn bestimmte Massverhältnisse eingehalten werden. Verblüffend gute Trefferbilder wurden mit einer die Laufbohrung fortsetzenden Verlängerungsbohrung erreicht, wenn diese für übliche Geschosskaliber am kolbenfernen Ende einen Austrittsdurchmesser von 15 bis 22 mm anbot. Die Länge der Verlängerungsbohrung konnte erfindungsgemäss ohne wesentliche Veränderung des Schussbildes zwischen dem 2,5- bis 8fachen des Austrittsdurchmessers der Austrittsmündung variiert werden.
Im Rahmen der Erfindung liegt es, die Verlängerungsbohrung in einer koaxial auf den Lauf aufgebrachten Hülse anzuordnen.
Als günstig haben sich bestimmte Ausführungen der Verlängerungs- oder der Hülseninnenform erwiesen, beispielsweise eine sich über deren wirksame Länge erstreckende zylindrische Verlängerungsbohrung, deren Durchmesser jenem Austrittsdurchmesser entspricht, oder eine Verlängerungsbohrung, die sich von der Mündungsebene des Laufes zur Austrittsmündung konisch erweitert.
Von erfinderischer Bedeutung sind auch kombinierte Formen, bei denen sich die Verlängerungsbohrung aus wenigstens einem sich in Zielrichtung konisch erweiternden Abschnitt und zumindest einem zylindrischen Abschnitt zusammensetzt, dessen Durchmesser grösser ist als der Durchmesser der Laufbohrung und höchstens so gross wie der Austrittsdurchmesser.
Am Übergang von der Mündung der Laufbohrung zur Verlängerungsbohrung befindet sich ein Ringboden, der lotrecht zur Lauflängsachse steht, scharfkantig ist, oder zumindest zu einem der Abschnitte der Verlängerungsbohrung hin einen gerundeten Übergang bildet. Auch kann der Ringboden in einer die Laufbohrung umgebenden Sacknut und in Zielrichtung vor der Mündungsebene liegen.
Die erwähnte Ausbildung der Verlängerung durch eine aufgesetzte Hülse bringt kostenmässige Vorteile, da der gezogene Lauf in der Gesamtlänge kürzer wird. Auch kann die Hülse aus einem Material mit anderem spezifischen Gewicht gefertigt werden.
Insgesamt kann man mit dem Gegenstand der Erfindung das Trefferbild positiv beeinflussen und zudem in an sich bekannter Weise mit der Hülse das Korn zielwärts setzen.
Die erfindungsgemässe Verlängerung kann mit gleichwertigem Erfolg bei allen Arten von Druckgas-Schusswaffen angewendet werden, gleichgültig ob es sich bei Waffen dieser Art um Gewehre oder Faustwaffen handelt. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Druckenergie aus einem Federdrucksystem, aus Druckgaspatronen (z.B. CO2-
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Patronen) oder aus einem ein- oder mehrzylindrigen Pumpsystem stammt. Ebenso ist die erfindungsge-mässe Verlängerung bei Druckgas-Schusswaffen mit starrem Lauf oder Knicklauf anwendbar.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
Fig. 1: das freie Ende eines Gewehrlaufes im Längsschnitt;
Fig. 2 bis Fig. 7: unterschiedliche Ausführungsformen zu Fig. 1 ;
Fig. 8: das freie Ende des Gewehrlaufes mit einer aufgesetzten Hülse.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das freie Ende eines Laufes 18, dessen kalibrierte Laufbohrung 19 des Durchmessers d von 4,5 mm an einer Ebene M endet, die nachfolgend als Mündungsebene M des Laufes 18 bezeichnet wird; an diese Mündungsebene M schliesst eine koaxiale Verlängerung 66 mit einer zylindrischen Verlängerungsbohrung 70 an, deren Austrittsmündung 72 einen Durchmesser e aufweist. Dieser Durchmesser e misst für handelsübliche Wettkampfdiabolos 62 des Kalibers d von 4,5 mm etwa 15 bis 22 mm bei einer wirksamen Länge n der Verlängerungsbohrung 70 vom 2,5- bis 8fachen des Austrittsdurchmessers e. Der Ringboden 69 ist als Übergang zwischen der Laufbohrung 19 und der Verlängerungsbohrung 70 rechtwinklig zur Laufachse A flach und somit scharfkantig ausgebildet, wohingegen dieser Übergang im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 einen gerundeten Ringboden 69 anbietet. Fig. 3 zeigt einen hinter die Laufmündung 17 - also hinter die Mündungsebene M - zurückversetzten und so eine Sacknut 74 begrenzenden Ringboden 69.
Die Zeichnung lässt ferner unterschiedliche Formen von Verlängerungsbohrungen erkennen, nämlich in Fig. 4 eine sich über die gesamte Länge n zum Austrittsdurchmesser e konisch erweiternde Verlängerungsbohrung 70a; in Fig. 5 eine mündungssei-tig zylindrische Verlängerungsbohrung 70b der Länge q mit in Zielrichtung x vorgeordneter konischer Zwischenbohrung 71 der Länge t; in Fig. 6 eine Verlängerungsbohrung mit einer gegenüber der Laufbohrung 19 einen grösseren Durchmesser i aufweisenden zylindrischen Zwischenbohrung 71 c und einer anschliessenden konischen Endbohrung 70c sowie schliesslich in Fig. 7 eine Verlängerungsbohrung mit konischem Übergangsabschnitt 71 d zwischen Laufbohrung 19 und zylindrischer Zwischenbohrung 71 c, wobei deren Länge f grösser sein kann als die Länge ti des Übergangsabschnittes 71 d aber kürzer als die Länge qi des zylindrischen Abschnittes 70c der Verlängerungsbohrung.
Gemäss Fig. 8 kann die Verlängerung auch als Hülse 68 ausgebildet sein, die koaxial auf den Lauf 18 eines Luftgewehres aufgebracht ist. Das Innere dieser Hülse 68 entspricht den Ausführungen der Fig. 2 bis 7, wobei die Länge dieser Hülse 68 grösser sein muss als die wirksame Länge n ihrer Verlängerungsbohrung 70 bzw. 70a; 70b, 71; 70c, 71c;
70c, 71c 71 d, die sich zwischen Mündungsebene M und Austrittsmündung 72 erstreckt.
Fig. 8 zeigt ferner, dass das vordere Ende des Laufes 18 mit einer Anphasung 21 versehen ist, wodurch der Ringboden 69 zumindest teilweise schrägverlaufend ausgebildet ist.
Es wurden Versuche mit eingespannten Waffen der erfindungsgemässen Ausführung durchgeführt. Beim Über- oder Unterschreiten der genannten Massverhältnisse und Masse ergaben sich spürbar schlechtere Resultate. Das beste Ergebnis wurde mit einer Verlängerung 66, 68 eines Innendurchmessers e von 18 mm und einer wirksamen Länge n von 108 mm mit beispielsweise einem Luftgewehr erzielt, dessen Länge der Laufbohrung so gewählt war, dass das Geschoss diese verlässt, sobald die expandierenden Gase das Geschoss nicht mehr nennenswert beschleunigen.
Die Hülse 68 - oder auch die Verlängerung 66 -trägt eine vordere Zieleinrichtung in Form eines Kornes, der eine hintere Zieleinrichtung an der Waffe zugeordnet ist.
Bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Verlängerungsbohrungen 70, 71 von polygonem Querschnitt, dessen Innenkontur durch die oben angegebenen Durchmesser d, bestimmt ist.
Claims (14)
1. Druckgas-Schusswaffe, nämlich ein Gewehr oder eine Faustwaffe, mit einem eine Laufbohrung aufweisenden Lauf, in welchem ein Geschoss nach dem Auslösen eines Abzugsystems durch expandierendes Druckgas beschleunigt wird und diesen Lauf an dessen Mündung verlässt, dadurch gekennzeichnet, dass der Mündung (17) der Laufbohrung (19) eine diese verlängernde koaxiale Bohrung (70, 71) zugeordnet ist, deren Austrittsmündung (72) einen Austrittsdurchmesser (e) aufweist, dessen Masse dem Dreifachen bis Fünffachen des Durchmessers (d) der Laufbohrung entspricht.
2. Druckgas-Schusswaffe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Austrittsdurchmesser (e) von 15 bis 22 mm.
3. Druckgas-Schusswaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (n) der Austrittsmündung (72) der Verlängerungsbohrung (70, 71) von einer durch die Mündung (17) des Laufes (18) bestimmten Mündungsebene (M) das 2,5- bis 8fache des Austrittsdurchmessers (e) der Austrittsmündung beträgt.
4. Druckgas-Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungsbohrung (70, 71) einen Austrittsdurchmesser (e) von etwa 18 mm sowie eine wirksame Länge (n) von etwa 108 mm aufweist.
5. Druckgas-Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungsbohrung (70) zylindrisch und ihr Durchmesser der Austrittsdurchmesser (e) ist.
6. Druckgas-Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verlängerungsbohrung (70a) etwa von der Mün-
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dungsebene (M) des Laufes (18) zur Austrittsmündung (72) konisch erweitert.
7. Druckgas-Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verlängerungsbohrung aus wenigstens einem sich in Zielrichtung (x) konisch erweiternden Abschnitt (71, 71 d, 70c) und zumindest einem zylindrischen Abschnitt (71 c) zusammensetzt, dessen Durchmesser (i) grösser ist als der Durchmesser (d) der Laufbohrung (19) und höchstens so gross wie der Austrittsdurchmesser (e).
8. Druckgas-Schusswaffe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen flachen Ringboden (69) als Übergang von der Mündung (17) der Laufbohrung (19) zur Verlängerungsbohrung (70,71).
9. Druckgas-Schusswaffe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringboden (69) zumindest zu einem der Abschnitte der Verlängerungsbohrung (70, 71) hin einen gerundeten Übergang bildet (Fig. 4, 5).
10. Druckgas-Schusswaffe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringboden (69) in einer die Laufbohrung (19) umgebenden Sacknut (74) und in Zielrichtung (x) vor der Mündungsebene (M) liegt.
11. Druckgas-Schusswaffe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Verlängerungsbohrung (70, 71) enthaltende Verlängerung am Lauf (18) koaxial und von diesem lösbar befestigt ist.
12. Druckgas-Schusswaffe nach Anspruch 8 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungsbohrung (70, 71) in einer mit dem Lauf (18) verbundenen Hülse (68) vorgesehen ist und der Übergang zwischen der Mündung (17) des Laufes (18) sowie der Verlängerungsbohrung den Ringbo-den (69) bestimmt.
13. Druckgas-Schusswaffe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringboden (69) als Übergang zwischen der Mündung (17) des Laufes (18) sowie der Verlängerungsbohrung durch eine Anphasung des vorderen Endes des Laufes (18) zumindest teilweise schrägverlaufend ausgebildet ist.
14. Druckgas-Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Verlängerungsbohrung (70, 71) po-lygon, insbesondere sechseckig, ausgebildet ist.
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