CH680881A5 - - Google Patents
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Description
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CH 680 881 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Intrusionsdetektor mit einem für Infrarotstrahlung empfindlichen Sensor, auf welchen Strahlung aus wenigstens einem räumlichen Sichtfeld auftrifft, mit wenigstens einem Ultraschallemitter und wenigstens einem Ultraschallempfänger, sowie mit einer Auswerteschaltung zur Alarmsignalgabe bei einer gleichzeitigen vorbestimmten Änderung der auf den Sensor auftreffenden Infrarotstrahlung und einer vorbestimmten Änderung des vom Ultraschallempfänger empfangenen Ultraschalles.
Solche Intrusionsdetektoren sind beispielsweise aus US-A 3 725 888 bekannt. Sie bestehen aus einer Kombination eines passiven Infrarotdetektors und eines Ultraschalldetektors, die miteinander in einer UND-Schaltung (AND gate) verbunden sind. Der Infrarotteil reagiert hierbei auf die Körperstrahlung eines Menschen im infraroten Spektralbereich und der Ultraschallteil auf die Bewegung eines Eindringlings in einem Ultraschallfeld infolge der Frequenzverschiebung des von einem sich bewegenden Eindringling reflektierten Ultraschalles gemäss dem Doppler-Effekt. Durch Kombination beider Prinzipien lässt sich ein unerwünschtes Eindringen einer Person in einen geschützten Bereich mit grösserer Sicherheit und Selektivität erkennen als durch Verwendung nur eines einzigen Detek-tionsverfahrens. Eine fehlerhafte Alarmsignalgabe kann daher auf diese Weise mit grösserer Sicherheit vermieden werden.
Passive Infrarot-Intrusionsdetektoren sind beispielsweise aus EP-A 0 189 536 bekannt. Sie dienen dazu, ein in einen überwachten Bereich eingedrungenes Objekt, z.B. einen Eindringling, mittels der von diesem ausgesandten Infrarotstrahlung zu de-tektieren und über eine Auswerteschaltung ein Alarmsignal auszulösen. Hierbei wird durch eine Anzahl von Reflektor- oder Spiegelsegmenten, über die die eintreffende Strahlung zum Sensor geleitet wird, eine entsprechende Anzahl von räumlich verteilten Sichtfeldern gebildet, bei deren Durchschreitung durch einen Eindringling eine Bestrahlungsänderung des Sensors und damit ein Alarmsignal erzeugt wird. Der Sensor kann dabei ein einziges Sensorelement aufweisen oder aber als Mehrfach- oder Dualsensor mit zwei oder mehr getrennten Sensorelementen oder Flakes ausgeführt sein, wodurch die Anzahl der Sichtfelder mindestens verdoppelt wird.
Zum Schutz des Sensors und der optischen Reflektoren vor Beschädigung oder Verstaubung sowie zur Tarnung des Detektors ist dabei das Gehäuse des Detektors in Einstrahlungsrichtung durch ein infrarotdurchlässiges Fenster abgeschlossen, das für die nachzuweisende Strahlung, z.B. für die Körperstrahlung eines Menschen im Wellenlängenbereich von etwa 5-15 Mikrometer, vorzugsweise zwischen 7-12 Mikrometer, durchlässig, für kürzerwellige Strahlung jedoch weitgehend undurchlässig ist. Dieses Fenster kann selbst wiederum optisch bündelnd ausgeführt sein, z.B. als Fresnel-Linse, die die gewünschten Sichtfeider erzeugt, so dass gegebenenfalls auf Spiegelsegmente verzichtet werden kann.
Andererseits sind Ultraschall-lntrusionsdetekto-ren z.B. aus der CH-A 556 070 oder der EP-A 0158 022 bekannt. Diese weisen einen Ultraschallemitter auf, der Ultraschall mit einer Frequenz von über 20 kHz in den überwachten Bereich vor dem Detektor abstrahlt, sowie einen Ultraschallempfänger, der den aus dem Raum reflektierten Ultraschall aufnimmt und der Auswerteschaltung zuführt. Während ortsfeste Objekte nur Ultraschall mit der Sendefrequenz reflektieren, verursacht ein sich bewegender Eindringling gemäss seiner Bewegungsgeschwindigkeit eine Frequenzverschiebung nach dem Doppler-Effekt. Die Auswerteschaltung löst dann ein Älarmsignal aus, wenn diese Frequenzverschiebung solchen Werten entspricht, wie sie für einen sich bewegenden Menschen typisch sind, und wenn gleichzeitig eine Infrarotstrahlung empfangen wird, wie sie ebenfalls für menschliche Eindringlinge charakteristisch ist.
Es liegt in der Natur der Sache, dass von Eindringlingen häufig versucht wird, solche Intrusionsdetektoren unwirksam und funktionsunfähig zu machen. Dazu würde es genügen, nur einen der beiden Detektionsteile zu sabotieren, da diese in UND-Schaltung liegen. Zur Ausserbetriebsetzung des Ultraschallteiles müsste jedoch der gesamte Detektor abgedeckt werden, was sofort sichtbar wäre. Daher wird zur Überlistung des Intrusionsdetek-tors meist die Anbringung einer Strahlungsabschirmung vor dem Detektor oder auf dem Fenster selbst versucht, welche die eintreffende Infrarotstrahlung vom Sensor fernhält. Es ist relativ einfach, solche Eingriffe fast unsichtbar zu machen, da die meisten im sichtbaren Spektralbereich transparenten Materialien, wie Glas, Haushaltfolien, Haarlack-Spray, transparente Schutzlacke etc., langwellige Infrarotstrahlung im betreffenden Spektralbereich absorbieren. Für Einbruch- und Eindringschutzanlagen für Objekte mit grossen Risiken und Werten ist es daher wünschenswert, derartige Überlistungsversuche an den einzelnen Detektoren festzustellen und zu signalisieren.
Aus EP-A 0 189 536 oder aus GB-A 2 141 228 ist es bekannt, die Durchlässigkeit des Fensters für Infrarotstrahlung durch eine aussen am Gehäuse angebrachte Infrarotstrahlungsquelle zu überwachen, die durch das Fenster hindurch den Sensor bestrahlt. Bei Ausbleiben oder Verminderung dieser Strahlung wird eine Störung signalisiert. Auf diese Weise kann jedoch nur eine direkt auf dem Fenster aufliegende strahlungsundurchlässige Schicht erkannt werden, jedoch keine Objekte kurz vor dem Detektor oder in einer gewissen Entfernung von diesem.
Dieser Nachteil kann, wie z.B. in US-A 4 752 768 gezeigt, durch Verwendung einer Reflex-Lichtschranke mit einem entfernt vom Detektor vorgesehenem Reflektor beseitigt werden, mit welcher der Zwischenraum zwischen Detektor und Reflektor auf das Anbringungen von Strahlungsabschirmungen überwacht wird. Nachteilig ist hierbei, dass Reflektor und Detektor genau zueinander justiert sein müssen, was die Anlage kompliziert, kostspielig,
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schwer montierbar und störanfällig macht. Zudem kann mit einem Zusatzreflektor nur jeweils ein Sichtfeld überwacht werden. Ausserdem wird bei solchen bekannten Anlagen aus verschiedenen Gründen kürzerwellige Strahlung verwendet, so dass nur Objekte erkannt werden können, die auch im kurzwelligen Infrarot bei etwa 0,9 Mikrometer Wellenlänge Strahlung absorbieren.
Bei einer weiteren, z.B. aus EP-A 0 274 889 bekannten Intrusionsschutzeinrichtung ist ein Infrarotsensor mit einem Mikrowellensystem in einer logischen Schaltung kombiniert, die ein Alarmsignal nur dann auslöst, wenn gleichzeitig beide Systeme ein Signal abgeben. Hierbei ist der Infrarotsensor zwischen dem Mikrowellensender und Empfänger unmittelbar benachbart zu diesen hinter dem Eintrittsfenster angeordnet. Ein Versuch, das Fenster abzudecken oder mit einer Spray-Schicht zu versehen oder eine Abschirmung vor dem Fenster anzubringen, kann vom Mikrowellenteil detektiert werden. Damit können jedoch nur Objekte festgestellt werden, die Mikrowellen reflektieren oder absorbieren, d.h. vorzugsweise metallisch leitende Materialien, jedoch gerade nicht zahlreiche für Infrarotstrahlung undurchlässige und häufig zu Sabotageversuchen verwendete Folien oder Lacke.
Die Erfindung setzt sich die Aufgabe, die vorstehend angeführten Nachteile des Standes der Technik zu eliminieren und insbesondere einen kombinierten Intrusionsdetektor der eingangs angegebenen Art zu schaffen, der einen Versuch der Sabotage oder Verminderung der Funktionsfähigkeit durch eine Abschirmung mit grösserer Sicherheit und mit geringem Aufwand festzustellen und zu signalisieren vermag.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Detektor ein Gehäuse mit einem Infraroteintrittsfenster aufweist, welches in einer Vertiefung des Gehäuses angebracht ist, dass Ultraschallemitter und Ultraschallempfänger seitlich des Fensters so angeordnet sind, dass vor dem Fenster ein Ultraschallfeld gebildet ist und die Auswerteschaltung bei einer vorbestimmten zeitlichen Änderung des Ultraschallfeldes ein Störungssignal auslöst.
Eine solche zeitliche Änderung des Ultraschallfeldes besteht z.B. in einer Änderung des Schalldruckes oder der Laufzeit des von Objekten im überwachten Raum reflektierten Ultraschalles. Sobald sich eine solche Messgrösse im Vergleich zu einem früheren Zeitpunkt oder zu einem Mittelwert aus früheren Messungen geändert hat, ist dies ein Anzeichen, dass im Raum eine Änderung vorgenommen wurde, z.B. eine Abschirmung im Raum plaziert wurde. Eine solche zeitliche Parameteränderung des Schallfeldes kann leicht von der Doppler-Frequenzauswertung getrennt verarbeitet werden.
Hierbei wird die bisher offenbar nicht erkannte oder berücksichtigte Analogie von fernem Infrarot im Frequenzbereich der menschlichen Körperstrahlung und des nahen, zum Hörbereich benachbarten Ultraschalles bezüglich ihrer Ausbreitung ausgenützt, insbesondere der Umstand, dass sich dieser Ultraschall in Luft nahezu ungehindert ausbreitet,
von praktisch allen festen Oberflächen jedoch reflektiert oder absorbiert wird. Somit können mittels Ultraschall auch ferneres Infrarot absorbierende Abschirmungen erkannt werden, die für Mikrowellen oder Licht und für benachbartes Infrarot transparent sind.
Mit Vorteil sind Ultraschallemitter und -empfän-ger an verschiedenen Seiten des Eintrittsfensters angeordnet, so dass das Ultraschallfeld die Fensterfläche überdeckt. Stattdessen kann es jedoch vorteilhaft sein, Ultraschallemitter und -empfänger benachbart an derselben Fensterseite anzuordnen und den Ultraschall mittels an einer oder verschiedenen Seiten des Fensters vorgesehenen Reflektoren über das Fenster zu leiten.
Mit besonderem Vorteil sind die Austrittsfläche des Ultraschallemitters und die Eintrittsfläche des -empfängers beidseits einer durch die Vorderwand des Gehäuses am Ort des Fensters gebildeten Ebene angeordnet, so dass wenigstens eine akustisch wirksame Fläche der Ultraschall-Kompo-nenten, z.B. Emitter, Empfänger oder ein Reflektor, innerhalb der Vertiefung liegt. Dabei ist es vorteilhaft, etwa in der Ebene der Vorderwand vor dem Fenster eine mit feinen Öffnungen versehene, wenigstens zum grossen Teil infrarot- und ultraschalldurchlässige Abdeckung, z.B. ein feinmaschiges Gitter oder eine perforierte Folie, vorzusehen und derart anzuordnen, dass die Vorderflächen des Ultraschallemitters und des -empfängers auf verschiedenen Seiten der Abdeckung liegen und die Abdeckung somit vom erzeugten Ultraschall durchstrahlt und auf einen Versuch der Undurchlässig-machung, beispielsweise durch Besprayen, überwacht wird.
Da der erfindungsgemässe Intrusionsdetektor ohnehin sowohl einen infrarotteil als auch einen Ultraschallteil aufweist, lässt er sich in vorteilhafter Weise ohne wesentlich erhöhten Aufwand durch eine zeitliche Ultraschallfeld-Auswertung sowie eine im Prinzip bekannte Infrarot-Fensterüberwachungsvorrichtung ergänzen, wodurch die Sabotagesicherheit optimiert und die Fehlalarmanfälligkeit minimiert wird.
Die Erfindung wird an Hand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Intrusionsdetektor im Vertikalschnitt entlang der Symmetrieebene S-S,
Fig. 2 einen Intrusionsdetektor in Frontansicht,
Fig. 3a einen Horizontalschnitt entlang der Ebene A-A,
Fig. 3b einen Diagonalschnitt entlang der Ebene B-B und
Fig. 4 einen anderen Intrusionsdetektor in Frontansicht
Der in Fig. 1 dargestellte Infrarot-Intrusionsde-tektor weist ein Gehäuse 1, vorzugsweise aus Kunststoff auf. Im Inneren des Gehäuses 1 ist eine Infrarotstrahlung im ausgewerteten Spektralbereich von 5-15, insbesondere 7-12 Mikrometer gut reflektierender, vorzugsweise metallischer Spiegel
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oder Reflektor 2 angeordnet, der beispielsweise wie in EP-A 0 189 536 beschrieben oder in anderer geeigneter Weise als Segmentspiegel ausgebildet sein kann, um eine Anzahl von räumlichen Sichtbereichen für die auf den Detektor einfallenden Infrarotstrahlung zu bilden. Der oben an die Spiegelsegmente anschliessende Teil 3 dient zur Abschirmung elektromagnetischer Felder von der davor angeordneten Schaltungsplatine 4 mit den darauf angebrachten Komponenten der Auswerteschaltung. Diese ist, wie an sich z.B. aus EP-A 0 025 188 bekannt, eingerichtet, selektiv eine durch die Bewegung eines Eindringlings durch ein Sichtfeld erzeugte Bestrahlungsänderung des Sensors, d.h. bei einer vorbestimmten Änderung der auf den Sensor auftreffenden Infrarotstrahlung ein Ausgangssignal auszulösen. Auf dem unteren Teil der Platine 4 ist der Infrarotsensor 5 angbracht, der z.B. als py-roelektrischer Sensor ausgeführt ist und mindestens im Spektralbereich der menschlichen Körperstrahlung empfindlich ist. Dieser Sensor 5 kann ein einziges strahlungsempfindliches Element aufweisen oder als Mehrfach- oder Dualsensor mit wenigstens zwei benachbarten Sensorelementen ausgeführt sein. Vor der Schaltungsplatine 4 befindet sich eine weitere elektromagnetische Abschirmung 6, z.B. aus einem geeigneten metallischen Blech.
An der Vorderwand 7 des Gehäuses 1 ist in einer Vertiefung 8 ein Eintrittsfenster 9 vorgesehen, durch welches auf den Detektor auftreffende Infrarotstrahlung hindurchtreten und über den Reflektor 2 auf den Sensor 5 gelangen kann. Um Störstrahlungen anderer Wellenlängen vom .Sensor 5 fernzuhalten, ist das Fenster 9 aus einem Material ausgeführt, das vorzugsweise für menschliche Körperstrahlung, d.h. im Wellenlängenbereich von etwa 5-15, insbesondere 7-12 Mikrometer durchlässig ist, z.B. aus geeignetem Kunststoff, Spezialglas oder Silizium. Ausserdem schützt das Fenster das Innere des Detektors, insbesondere die optischen Reflektoren 2 und den Sensor 5 vor Beschädigungen und Verstaubung. Das Fenster kann zudem auch als optisch wirksames Element ausgeführt sein, z.B. als Fresnel-Unse, um bei der Strahiungs-bündelung und Erzeugung von separaten Sichtfeldern mitzuwirken.
Um zu verhindern, dass der Detektor dadurch unwirksam gemacht werden kann, dass vor dem Detektorgehäuse eine strahlungsabsorbierende Abschirmung angebracht wird, die die eintreffende Infrarotstrahlung vom Eintrittsfenster 9 fernhält, ist der Detektor mit einer Vorrichtung zum Erkennen und Signalisieren einer solchen funktionsmindern-den Abschirmung ausgerüstet.
Diese besteht, wie in Fig. 2 wiedergegeben, aus einem an einer Seite des Strahlungseintrittsfensters 9 vorgesehenen Ultraschallemitter 10 und einem an der gegenüberliegenden Seite des Fensters 9 liegenden Ultraschallempfänger 11. Der Emitter 10 sendet Ultraschall in Frequenz etwas oberhalb des Hörbereiches aus, beispielsweise im Frequenzbereich um etwa 25 kHz. Unmittelbar vor dem Fenster 9 und im gesamten Raumbereich vor dem Detektor wird dadurch ein Ultraschallfeld US1 gebildet, welches sich bei Anbringung einer schallabschirmenden Wand vor dem Detektor ändert. Der Empfänger 11 ist an eine geeignete Auswerteschaltung angeschlossen, die ein Störungssignal auslöst, wenn sich der vom Empfänger 11 registrierte Ultraschall in vorbestimmter Weise ändert, wie es für die Anbringung einer Abschirmung vor dem Detektor charakteristisch ist. Insbesondere wird die Intensität des empfangenen Ultraschalles und dessen Zeitverlauf mit den zu einem früheren Zeitpunkt gewonnenen Messergebnissen oder aus früheren Messungen gebildeten Mittelwerten verglichen und Abweichungen festgestellt, die für Veränderungen im überwachten Raum vor dem Detektor typisch sind.
Da ein Ultraschallfeld im genannten Frequenzbereich praktisch von allen festen Grenzflächen, also allen Oberflächen beeinflusst wird, sich in Luft jedoch fast ungehindert ausbreitet, werden auf diese Weise mittels Ultraschall auch solche Abschirmmaterialien erfasst und gemeldet, die zwar fernes Infrarot absorbieren, jedoch für Licht und Mikrowellen praktisch transparant sind, was bisher bei Infra-rot-lntrusionsdetektoren mit auf Infrarot- oder Mikrowellenbasis arbeitenden Sabotageschutzvorrichtungen nicht möglich war.
Da der Intrusionsdetektor ohnehin eine Ultraschallvorrichtung enthält, kann diese mit überraschenden Vorteilen und ohne besonderen zusätzlichen Aufwand zur Funktionsüberwachung des Infrarotteiles des Intrusionsdetektors herangezogen werden. Dazu ist es lediglich erforderlich, an der Gehäuse-Vorderseite 7, wie in Fig. 2 und 3a gezeigt, die Ultraschallemitter 10, 12 so anzuordnen, dass der in den Raum vor dem Detektor ausgestrahlte Ultraschall vor dem Infrarotfenster 9 ein Ultraschallfeld bildet. Die Auswerteschaltung ist dann so auszubilden, dass sie ein Alarmsignal auslöst, wenn der von einem sich bewegenden Objekt reflektierte Ultraschall eine vorbestimmte Frequenzverschiebung entsprechend der Bewegungsgeschwindigkeit des Objektes zeigt und gleichzeitig der Infrarotteil ein Ausgangssignal abgibt, sowie ein Störungssignal, wenn der empfangene Ultraschall eine bestimmte Änderung gegenüber früheren Zeitpunkten aufweist. Die dafür erforderliche Schaltung lässt sich mühelos und ohne grossen Aufwand in die bereits vorhandenen Auswerteschaltung integrieren.
Die beschriebene Vorrichtung ist zwar in der Lage, eine Infrarotabschirmung vor dem Detektor in einem grossen Distanzbereich mit grosser Sicherheit festzustellen. Eine direkt auf das Fenster 9 aufgebrachte Abschirmung kann damit aber nicht ohne weiteres erfasst werden. Um einen solchen Sabotageversuch zu erschweren, ist das Eintrittsfenster 9 in einer Vertiefung 8 der Gehäuse-Vor-derwand 7 angebracht, was die Anbringung einer passenden Abschirmfolie behindert. Mit einem Spraymittei könnte das Fenster trotzdem noch erreicht werden. Zum Schutz vor einem derartigen Versuch ist es von Vorteil, etwa in der Ebene der Vorderwand 7 des Gehäuses 1 vor dem Fenster 9 eine mit feinen Öffnungen versehene Abdeckung 14 vorzusehen, die wenigstens zum grossen Teil infrarot- und ultraschalldurchlässig ist. Hierbei kann es sich z.B. um ein feinmaschiges Gitter handeln,
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wie es für den Schutz von Bildschirmen oder als Insektengitter verwendet wird, oder um eine mit feinen Löchern versehene Folie, z.B. aus Polyäthylen. Die Öffnungen sollten dabei eine Grösse höchstens im Bereich von Zehntelmillimetern haben, so dass sie durch Besprayen geschlossen werden und die Abdeckung 14 damit undurchlässig wird. Wenn nun, wie in Fig. 3b gezeigt, die Schallaustrittsfläche des Ultraschallemitters 10 innerhalb der Vertiefung 8 hinter der Abdeckung 14 angebracht ist, die Fläche des Empfängers 11 jedoch an der Vorderseite 7 ausserhalb der Abdeckung 14, so durchsetzt der Ultraschall im Normalfall die Abdeckung 14 durch die Öffnungen. Er wird jedoch bei Schliessung der Öffnungen durch aufgesprayten Lack blockiert, so dass auch hier ein Sabotageversuch erkannt und gemeldet wird.
Zur Erzielung einer noch grösseren Sicherheit kann, wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, in der Schulter der Vertiefung 8 eine Infrarotstrahlungsquelle 15 vorgesehen sein, die durch das Fenster 9 hindurch über einen optischen Reflektor 16 den Sensor 5 bestrahlt. Bei Ausbleiben oder Verminderung dieser Strahlung wird in an sich bekannter Weise ein Störungssignal erzeugt.
Verschiedene Varianten der beschriebenen Ausführungsbeispiele sind möglich, ohne den Rahmen des Erfindungsgedankens zu verlassen. Zwar können jeweils zwei Ultraschallemitter und -empfänger vorgesehen sein, jedoch kann auch, wie in Fig. 4 gezeigt, nur ein einziger Ultraschallemitter 17 und ein Empfänger 18 an derselben Seite des Fensters 9 angebracht sein. Der Ultraschall wird hier vom Emitter 17 über einen oder mehrere akustische Reflektoren 19, z.B. Blechstreifen, über das Fenster 9 hinweg dem Empfänger 18 zugeleitet.
Von Vorteil ist es, den Ultraschallempfänger 11, 18 so zu schalten, dass er abwechselnd im Normalbetrieb während bestimmter Raumüberwachungsphasen, etwa von mehreren Sekunden Dauer, das Auftreten von nach dem Doppler-Effekt verschobenen Frequenzen feststellt, dazwischen während der periodischen Kontrollphasen von einigen Zehntelsekunden Dauer jedoch die Prüfung mittels kurzer Ultraschallimpulse oder Modulationen der Ultraschallsender 10, 12, 17 erfolgt, wobei markante Schallfeldänderungen gegenüber vorhergehenden Kontrollphasen als Anzeichen eines Sabotageversuches gewertet werden.
Es ist sogar möglich, nur ein einziges Ultraschall-emitter/empfänger-Element zu verwenden. Das Element emittiert periodisch abwechselnd kurze Kon-trollimpulse und wird unmittelbar anschliessend auf normalen Empfangsbetrieb umgestellt. Auf der gegenüberliegenden Fensterseite sorgen akustische Reflektoren dafür, dass im ungestörten Fall ein genau bekannter Echoimpuls zum Empfänger zurückgelangt, der sich jedoch bei jeder Veränderung infolge geänderter Reflexionen im Raum vor dem Detektor in seiner Amplitude und im zeitlichen Verlauf ändert.
Claims (10)
1. Intrusionsdetektor mit einem für Infrarotstrahlung empfindlichen Sensor (5), auf welchen Strahlung aus wenigstens einem räumlichen Sichtfeld auftrifft, mit wenigstens einem Ultraschallemitter (10, 12, 17) und wenigstens einem Ultraschallempfänger (11, 18), sowie mit einer Auswerteschaltung (4) zur Alarmsignalgabe bei einer gleichzeitigen vorbestimmten Änderung der auf den Sensor (5) auftreffenden Infrarotstrahlung und einer vorbestimmten Änderung des vom Ultraschallempfänger (11, 18) empfangenen Ultraschalles, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor ein Gehäuse (1) mit einem Eintrittsfenster (9) aufweist, welches in einer Vertiefung (8) des Gehäuses (1) angebracht ist, dass Ultraschallemitter (10,12,17) und Ultraschallempfänger (11, 18) seitlich des Fensters (9) so angeordnet sind, dass vor dem Fenster (9) ein Ultraschallfeld gebildet ist und dass die Auswerteschaltung (4) bei einer vorbestimmten zeitlichen Änderung des Ultraschallfeldes ein Störungssignal auslöst.
2. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallemitter (10) und der Ultraschallempfänger (11) auf gegenüberliegenden Seiten des Fensters (9) angeordnet sind.
3. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallemitter (17) und der Ultraschallempfänger (18) an derselben Seite des Fensters (9) angeordnet sind und dass der Ultraschall über wenigstens einen akustischen Reflektor (19) an einer anderen Seite des Fensters (9) vom Emitter (17) zum Empfänger (18) geleitet wird.
4. Detektor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Uitraschallemitter (18) gleichzeitig als Ultraschallempfänger dient und periodisch abwechselnd als Ultraschallemitter und als Ultraschallempfänger geschaltet ist.
5. Detektor nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der aus Emitter (10,12,17), Empfänger (11,18) und Reflektor (19) bestehenden Ultraschallkomponenten mit seiner akustisch wirksamen Fläche innerhalb der Vertiefung (8) hinter der durch die Vorderwand (7) gebildeten Ebene und wenigstens eine andere Ultraschallkomponente mit seiner akustisch wirksamen Fläche ausserhalb der Vertiefung (8) liegt.
6. Detektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Fenster (9) etwa in der Ebene der Vorderwand (7) eine mit feinen Öffnungen versehene, wenigstens zum grossen Teil infrarot-und ultraschalldurchlässige Abdeckung (14) vorgesehen ist.
7. Detektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse der Öffnungen der Abdeckung (14) höchstens im Bereich von Zehntelmillimetern liegt.
8. Detektor nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteschaltung (4), mit der Ultraschallemitter (10,12,17) und Ultraschallempfänger (11, 17, verbunden sind, bei einer vorbestimmten Änderung des Schalldruckes und/oder bei einer vorbestimmten Laufzeitänderung gegenüber einem früheren Zeitpunkt ein Störungssignal auslöst.
9. Detektor nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteschaltung (4) eingerichtet ist, periodisch abwechselnd ei-
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10. Detektor nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Eintrittsfenster (9) eine Infrarotstrahlungsquelle (15) vorgesehen ist, weiche durch das Fenster (9) hindurch den Infrarotsensor (15) bestrahlt.
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ne Frequenzverschiebung des empfangenen reflektierten Ultraschalles und eine zeitliche Änderung der Amplitude und/oder des Zeitverlaufes des empfangenen reflektierten Ultraschalles zur Signalgabe auszuwerten.
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| EP0476397A1 (de) | 1992-03-25 |
| EP0476397B2 (de) | 2001-10-17 |
| ATE98390T1 (de) | 1993-12-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |