CH681037A5 - - Google Patents

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CH681037A5
CH681037A5 CH63/90A CH6390A CH681037A5 CH 681037 A5 CH681037 A5 CH 681037A5 CH 63/90 A CH63/90 A CH 63/90A CH 6390 A CH6390 A CH 6390A CH 681037 A5 CH681037 A5 CH 681037A5
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CH
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control disc
stepped bore
movable control
water
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CH63/90A
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Horst Hubatsch
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Rokal Armaturen Gmbh
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K47/00Means in valves for absorbing fluid energy
    • F16K47/02Means in valves for absorbing fluid energy for preventing water-hammer or noise
    • F16K47/026Means in valves for absorbing fluid energy for preventing water-hammer or noise preventing noise in a single handle mixing valve
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K11/00Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves
    • F16K11/02Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit
    • F16K11/06Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements
    • F16K11/078Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements with pivoted and linearly movable closure members
    • F16K11/0782Single-lever operated mixing valves with closure members having flat sealing faces
    • F16K11/0787Single-lever operated mixing valves with closure members having flat sealing faces with both the supply and the discharge passages being on the same side of the closure members

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Description

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CH 681 037 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein sanitäres Steuerscheibenventil gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein derartiges Steuerscheibenventil ist aus der DE-OS 3 531 932 bekannt. Der Bremszylinder ist hier eine Sackbohrung, die quer zur Ventilachse in die bewegliche Steuerscheibe hineingeführt ist. Der Bremskolben ist dementsprechend als verhältnismässig kurzer Stift mit eingelegter Dichtung ausgestaltet, der in den Bremszylinder mehr oder weniger weit - je nach der Relativstellung der beweglichen Steuerscheibe - eintaucht. Seine axiale Position wird durch einen an seinem Ende vorgesehenen Bund fixiert, der in einen Ansatz eines sich radial nicht bewegenden Teiles des Ventiles eingreift. Je weiter sich der Bremskolben aus dem Bremszyiinder heraus bewegt, um so kürzer ist er in diesem geführt, so dass die Gefahr des Verkantens besteht. Beim Verkanten des Bremskolbens im Bremszylinder wird die Beweglichkeit der verschiebbaren Steuerscheibe erschwert; ggf. verklemmt sich die bewegliche Steuerscheibe vollständig. Bei Gewaltanwendung kann die axiale Fixierung des Bremskolbens beschädigt werden. Ausserdem ist bei Verkantung des Bremskolbens die Bremswirkung nicht mehr in der gewünschten Weise gewährleistet.
Aus der DE-OS 3 534 692 ist ein ähnliches Steuerscheibenventil bekannt, das bezüglich der oben erwähnten Nachteile mit dem Gegenstand der DE-OS 3 531 932 vergleichbar ist. Auch hier ist der Bremszylinder eine Sackbohrung in der beweglichen Steuerscheibe, in welche ein verhältnismässig kurzer Kolben mit variabler Tiefe eintaucht. Dieser Kolben wird allerdings nicht in seiner axialen Richtung festgehalten; er wird vielmehr durch den im Bremszylinder herrschenden Druck radial nach aussen beaufschlagt. Eine Verkantung des Brems-koibens im Bremszylinder kann hier zur Folge haben, dass der Bremskoiben nicht mehr radial nach aussen zurückgeführt wird, da hierfür die Kräfte im Bremszylinder nicht ausreichen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Steuerscheibenventil der eingangs genannten Art derart auszugestalten, dass der Bremskolben in allen Relativpositionen der beweglichen Steuerscheibe zuverlässig geführt und gegen Verkantung gesichert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 aufgeführten Merkmaie gelöst.
Bei der erfindungsgemässen Ausgestaltung des Steuerscheibenventils wird also der Bremszylinderraum in der beweglichen Steuerscheibe koaxial durch eine Bohrung kleineren Durchmessers verlängert, die sich durch die gesamte Steuerscheibe hindurch erstreckt. Auf diese Weise entsteht eine Stufenbohrung. Der Bremskoiben wird in entsprechender Weise durch einen koaxial verlaufenden Bereich kleineren Durchmessers verlängert, so dass er sich nunmehr als vergrösserter Kopf eines abgestuften Stiftes darstellt. Der Bereich kleineren Durchmessers des abgestuften Stiftes bleibt bei dieser Bauweise stets durch den Bereich kleineren Durchmessers der Stufenbohrung geführt, unabhängig davon, wie die Relativposition der beweglichen Steuerscheibe ist. Eine Verkantung des Kolbens ist nicht mehr zu befürchten, auch dann nicht, wenn in seiner Mantelfläche ein weicher Dichtring einliegt.
Bei den meisten Steuerscheibenventilen der eingangs genannten Art handelt es sich um Mischventile. Hier kann die bewegliche Steuerscheibe zusätzlich zur Linearbewegung eine Drehbewegung um die Ventilachse durchführen, wodurch die Temperatur des fliessenden Wassers verändert wird. Bei derartigen Steuerscheiben-Mischventilen wird die erfinderische Konzeption so verwirklicht, dass die gegenüberliegenden Enden des Stiftes bei der Drehbewegung der beweglichen Steuerscheibe an der inneren Mantelfläche des Gehäuses gleitend anliegen. Der gesamte Stift wird also durch die Wechselwirkung mit der Stufenbohrung, in welcher er sich befindet, bei der Drehbewegung der beweglichen Steuerscheibe mitgenommen. Axial (bezogen auf sich selbst) bzw. radial (bezogen auf die Ventilachse) wird der Stift durch die Anlage seiner beiden gegenüberliegenden Enden an der inneren Mantelfläche des Gehäuses festgehalten. Die Länge des Stiftes entspricht also in diesem Falle genau dem Innendurchmesser des Gehäuses.
Als Verdrängungsmedium, welches von dem Bremskolben in dem Bremszylinder bewegt wird, kommt entweder Luft (wie bei der oben erwähnten DE-OS 3 531 932) oder Wasser (wie bei der oben erwähnten DE-OS 3 534 692) in Frage. Im ersten Falle empfiehlt sich besonders eine Ausgestaltung der Erfindung, bei welcher der als Bremskolben wirkende Kopf des Stiftes in der Öffnungsphase aus dem als Zylinderraum wirkenden Bereich grösseren Durchmessers der Stufenbohrung austritt. In dieser Öffnungsphase findet also zwischen dem Bremskolben und dem Bremszylinder keinerlei Wechselwirkung statt; die Bewegung der beweglichen Steuerscheibe ist vollständig unbehindert. Dies entspricht den Bedürfnissen in der Praxis, da ja die Bremswirkung zur Vermeidung von Druckschlägen in der Hausleitung nur beim eigentlichen Schliessvorgang benötigt wird.
Bei Verwendung von Luft als Verdrängungsmedium bietet sich diejenige Ausgestaltung an, bei welcher der Spalt zwischen dem Stift und der Stufenbohrung als Verdrängungsweg für das vom Bremskolben bewegte Medium dient. Der Bremskolben selbst braucht bei dieser Ausgestaltung nicht mehr von einer Durchgangsbohrung durchzogen zu werden, welche den von ihm im Bremszylinder eingeschlossenen Raum mit der Aussenatmosphäre verbindet.
Die effektive Fläche des Spaltes kann dabei durch eine Abweichung der Querschnittsform des Stiftes und/oder der Stufenbohrung von der vollständigen Kreisform vergrössert werden. Die Passgenauigkeit bleibt durch diese Abweichung von der Kreisform unbeeinflusst, so dass also die Führung des Stiftes und des hiermit verbundenen Bremskolbens nach wie vor präzise ist. Gleichwohl kann der Verdrängungsweg einen solchen effekti-
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ven Ouerschnitt erhalten, wie er zur Erzielung der gewünschten Bremskraft notwendig ist.
Wählt man als Verdrängungsmedium Wasser, so muss die Stufenbohrung an beiden Enden gegen den Stift abgedichtet sein; der im Durchmesser ver-grösserte Bereich der Stufenbohrung steht dann mit einem wasserführenden Raum in Verbindung.
Als wasserführender Raum bietet sich dabei die Ausnehmung der beweglichen Steuerscheibe an, die in variable Überlappung mit der Durchlauföffnung der feststehenden Steuerscheibe gebracht werden kann. Die am häufigsten anzutreffenden Steuerscheiben-Mischventile besitzen als Ausnehmung in der beweglichen Steuerscheibe einen Was-serumlenkkanai, welcher das durch die feststehende Steuerscheibe zufliessende Wasser wieder zur feststehenden Steuerscheibe zurückleitet, wo das nunmehr gemischte Wasser durch eine Rücklauföffnung ausströmt.
Bei der erfinderischen Konzeption ist es möglich, ohne die Gefahr der Verkantung des Bremskolbens im Bremszylinder zu vergrössern, dass in der Mantelfläche des Kopfes des Stiftes ein O-Ring eingelegt ist. Dieser O-Ring dient dann bei Verwendung von Wasser als Verdrängungsmedium als Abdichtung zwischen Stift und Stufenbohrung an einem Ende. Seine Verwendung ist aber auch dann sinnvoll, wenn als Verdrängungsmedium Luft eingesetzt wird und der Spalt zwischen der Stufenbohrung und dem Stift zu dem nicht abgedichteten Ende hin als Verdrängungsweg genutzt wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1: einen Axialschnitt durch ein Steuerscheiben-Mischventil in der Offenstellung,
Fig. 2: einen Axialschnitt durch das Steuerschei-ben-Mischventil von Fig. 1, jedoch in der Schliess-stellung;
Fig. 3a: einen Schnitt gemäss Linie III-III von Fig. 1 ;
Fig. 3b: einen Schnitt ähnlich der Fig. 3a, jedoch durch ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Das in der Zeichnung dargestellte Steuerscheiben-Mischventil ist in seinem grundsätzlichen Aufbau bekannt; es braucht daher insoweit nur kurz erläutert zu werden.
Das Steuerscheiben-Mischventil umfasst ein Kartuschengehäuse 1 mit eingeschnapptem Boden 2. Den Boden 2 durchsetzen zwei Zulauföffnungen 3 (nur eine in der Zeichnung erkennbar) für Warmbzw. Kaltwasser sowie eine Rücklauföffnung 4. Auf dem Boden 2 ruht durch geeigneten Form-schluss unverschiebbar und unverdrehbar eine erste Steuerscheibe oder Ventilsitzscheibe 5 aus Keramik, die selbst zwei Wasserzulauföffnungen 6 nur eine in der Zeichnung erkennbar) für Warmund Kaltwasser sowie eine Rücklauföffnung 7 für Mischwasser besitzt. Die Zulauföffnungen 6 der feststehenden Steuerscheibe 5 kommunizieren dabei mit den Zulauföffnungen 3 des Bodens 2; die Rücklauföffnung 7 der feststehenden Steuerscheibe 5 steht mit der Rücklauföffnung 4 des Bodens 2 des Kartuschengehäuses 1 in Verbindung.
Auf der nach oben zeigenden, auf hohe Güte polierten Oberfläche der feststehenden Steuerschei-5 be 5 gleitet eine entsprechend behandelte polierte, nach unten zeigende Fläche einer beweglichen, zusammengesetzten Steuerscheibe 8. Diese ist aus einer unteren Keramikscheibe 9 und einem oberen Kunststoff-Mitnahmeteil 10 so zusammengesetzt, 10 dass sie sich stets als Einheit bewegt. Kunststoff-Mitnahmeteil 10 und Keramikscheibe 9 der beweglichen Steuerscheibe 8 begrenzen gemeinsam einen nach unten offenen Umlenkkanal, über den eine variable Verbindung zwischen den Zulauföffnungen 6 15 und der Rücklauföffnung 7 der feststehenden Steuerscheibe 5 hergestellt werden kann. Eine O-Ringdichtung 11, die in einer Nut an der Unterseite des Kunststoff-Mitnahmeteils 10 einliegt, verhindert ein Entweichen von Wasser durch den Spalt 20 zwischen Kunststoff-Mitnahmeteil 10 und Keramikscheibe 9. Im Umlenkkanal 12 sind geräuschdämpfende Einbauten 13 angeordneten, deren genaue Bauweise im vorliegenden Zusammenhang ohne Interesse ist.
25 In die nach oben zeigende Stirnfläche des Kunst-stoff-Mitnahmeteiis 10 ist eine Mitnahmeöffnung 14 eingearbeitet, in welche der Mitnahmekopf 16 eines Stellschaftes 15 formschlüssig eingreift. Der Stellschaft 15 ist durch einen Zapfen 17 an einem Füh-30 rungsteil 18 verschwenkbar gelagert, welches koaxial zur Ventilachse verdrehbar ist und mit einem Hals durch eine obere Öffnung 19 des Kartuschengehäuses 1 herausragt.
Die oben beschriebene Bauweise von Steuer-35 scheiben-Mischventilen ist bekannt. Sie ist offensichtlich derart, dass beim Verschwenken des Stellschaftes 15 um den Zapfen 17 die bewegliche Steuerscheibe 8 linear bewegt werden kann, was eine Veränderung des aus der Rücklauföffnung 4 des 40 Bodens 2 austretenden Menge an Mischwasser bewirkt. Wenn dagegen der Stelischaft 15 gemeinsam mit dem Führungsteil 18 um die Ventilachse verdreht wird, wird die bewegliche Steuerscheibe 8 in dieser Verdrehung mitgenommen; dies hat eine Verände-45 rung der Temperatur des aus der Rücklauföffnung 4 des Bodens 2 ausströmenden Mischwassers zur Folge.
Das Kunststoff-Mitnahmeteil 10, welches, wie oben erläutert, Teil der beweglichen Steuerscheibe 50 8 ist, wird von einer horizontalen Stufenbohrung 20 durchzogen. Die Stufenbohrung 20 weist an dem in der Zeichnung linken Ende einen Bereich 20a grösseren Durchmessers auf, der sich nach rechts in einen Bereich 20b kleineren Durchmessers fort-55 setzt.
Die Stufenbohrung 20b wird von einem Stift 21 durchsetzt, der an seinem in den Fig. 1 und 2 linken Ende einen vergrösserten Kopf 21a aufweist. Der Durchmesser des Kopfes 21 a des Stiftes 21 ist ge-60 ringfügig kleiner als der Durchmesser des Bereiches 20a der Stufenbohrung 20; der sich rechts an den Kopf 21a anschliessende Bereich 21b des Stiftes 21 besitzt einen Durchmesser, der geringfügig kleiner als der Durchmesser des Bereiches 20b der 65 Stufenbohrung 20 ist.
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In eine Nut des Kopfes 21a des Stiftes 21 ist ein O-Ring 22 eingesetzt, der radiai geringfügig übersteht.
Der Stift 21 liegt an beiden Enden mit jeweils einem abgerundeten Kopf an der inneren Mantelfläche des Kartuschengehäuses 1 an. Die Anordnung ist offensichtlich derart, dass der Stift bei der Drehbewegung der beweglichen Steuerscheibe 8 mitgenommen wird und dass er bei einer Linearbewegung der beweglichen Steuerscheibe 8 stehen bleibt.
Stift 21 und Stufenbohrung 20 bilden gemeinsam eine Bewegungsbremse für das Steuerscheiben-Mischventil, welches sich insbesondere in der Schliessphase einer Linearbewegung der beweglichen Steuerscheibe B widersetzt und so ein zu schnelles Schliessen des Ventiles verhindert. Hierdurch können Druckstösse in dem an das Steuer-scheiben-Mischventii angeschlossenen Leitungssystem vermieden werden.
Die Funktionsweise dieser Bewegungsbremse ist wie folgt:
In Fig. 1 ist, wie bereits erwähnt, die Offenstellung des Steuerscheiben-Mischventiies dargestellt. Das heisst, Wasser, welches durch die Zulauföffnungen 6 der feststehenden Steuerscheibe strömt, wird über den Umfenkkanal 12 der beweglichen Steuerscheibe zur Rücklauföffnung 7 der feststehenden Steuerscheibe geleitet und tritt an dem nicht dargestellten Auslauf der Armatur aus. Zum Schliessen des Steuerscheiben-Mischventiies muss der Stellschaft 15 in der Sicht von Fig. 1 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden. Diese Schwenkbewegung führt zu einer Linearbewegung der beweglichen Steuerscheibe 8 in Sicht der Fig. 1 nach links. Dabei bleibt, wie erwähnt, der Stift 21 stationär, da er beidseits an der inneren Mantelfläche des Kartuschengehäuses 1 anliegt. Diese Linearbewegung ist zu Beginn des Hubes unbehindert, da sich der Kopf 21 a mit dem hieran angeordneten O-Ring 22 noch ausserhalb der Stufenbohrung 20 befindet. Wenn jedoch der Kopf 21a des Stiftes 21 in den Bereich 20a der Stufenbohrung 20 eintritt, so schliesst er aufgrund der abdichtenden Wirkung des O-Ringes 22, der in diesem Augenblick als «Kolben» zu wirken beginnt, ein Luftpolster in dem Bereich 20a grösseren Durchmessers der Stufenbohrung 20 ein. Die eingeschlossene Luft muss durch den Spalt zwischen dem Bereich 21b des Stiftes 21 und dem Bereich 20b der Stufenbohrung 20 abfliessen. Da dieser Spait verhältnismässig schmal ist, wird die weitere Schliessbewegung der beweglichen Steuerscheibe 8 offensichtlich verzögert.
Die effektive Fläche des Spaltes zwischen dem Stift 21 und der Stufenbohrung 20, welche die Grösse der verzögernden Kraft bestimmt, kann durch geeignete Profilierung des Stiftes 21 und/oder der Stufenbohrung 20 eingestellt werden.
In Fig. 3a welche einen Schnitt gemäss Linie IIIIII von Fig. 1 in vergrössertem Massstabe darstellt, ist eine Ausführungsform gezeigt, bei welcher der Stift 21 eine Abflachung 23 aufweist. Hierdurch ergibt sich zwischen Stift 21 und Stufenbohrung 20 eine Art «Kanal», dessen Querschnitt die Form eines
Kreisabschnittes aufweist. Durch diesen «Kanal» kann beim Schliessvorgang die Luft entweichen.
In Fig. 3b, welche ebenfalls als Schnitt gemäss Linie III-III von Fig. 1 gedacht werden kann, hat der Stift 21 den Querschnitt eines vollen Kreises. In die Wandung der Stufenbohrung 20 jedoch sind drei achsparallele Nuten 24 eingeformt, welche bei diesem Ausführungsbeispiel einen Verdrängungsweg für die Luft beim Schliessvorgang bereitstellen.
Die Bewegungsbremse, die von dem Stift 21 und der Stufenbohrung 20 gemeinsam gebildet wird, verzögert auch die Verschiebung der beweglichen Steuerscheibe 8 beim Öffnen des Ventils. Diese Verzögerung beruht darauf, dass die Luft nur langsam durch den verhältnismässig schmalen Spalt zwischen dem Bereich 20b der Stufenbohrung und dem Bereich 21b des Stiftes 21 in den Bereich 20a der Stufenbohrung nachströmen kann. Auch in der Öffnungsphase kann eine Verzögerung der beweglichen Steuerscheibe von Vorteil sein, da hierdurch eine bessere Dosierung des Volumenstromes möglich ist.
Tritt der Kopf 21a des Stiftes 21 aus dem Bereich 20a grösseren Durchmessers der Stufenbohrung aus, wie in Fig. 1 dargestellt, so lässt sich die bewegliche Steuerscheibe spürbar leichter verschieben.
Bei den oben anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispielen beruhte die verzögerte Wirkung der von dem Stift 21 und der Stufenbohrung 20 gebildeten Bewegungsbremse auf der Verdrängung von Luft in der Stufenbohrung 21. Statt Luft, die ein kompressibles Medium darstellt, kann jedoch auch Wasser als Verdrängungsmedium benutzt werden. Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Bauweise bedarf hierzu nur folgender Modifikationen:
Zum einen müssen die Relativabmessungen und Positionen des Kopfes 21a des Stiftes 21 und des Bereiches 20a der Stufenbohrung 20 so aufeinander abgestimmt sein, dass der Kopf 21 a niemals aus dem Bereich 20a der Stufenbohrung austritt. Andernfalls könnte Wasser, welches in dem Bereich 20a grösseren Durchmessers der Stufenbohrung 20 eingeschlossen ist, radial nach aussen austreten, was unerwünscht wäre.
Zum zweiten müsste zwischen dem Bereich 20a der Stufenbohrung 20 und dem Umlenkkanal 12 oder einem anderen wasserführenden Bereich eine Verbindung hergestellt werden, damit sich der Bereich 20a der Stufenbohrung 20 mit Wasser füllen kann.
Die dritte in diesem Zusammenhang zu treffende Massnahme besteht darin, dass an dem dem Bereich 20a gegenüberliegenden Ende der Stufenbohrung 20 eine Dichtung vorgesehen sein muss, welche hier ebenfalls den radialen Austritt von Wasser zwischen dem Stift 21 und der Stufenbohrung 20 verhindert.
Wasser als Verdrängungsmedium hat gegenüber Luft aufgrund seiner geringen Kompressibilität und verhältnismässig kleinen Temperaturabhängigkeit der Viskosität gewisse Vorteile: Die Grösse der verzögernden Kraft ist besser definiert und variiert weniger unter sich verändernden äusseren Bedingungen.
Das oben beschriebene Ausführungsbeispiel
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enthielt nur zwei Steuerscheiben. Selbstverständlich kann die Erfindung jedoch auch bei solchen Steuerscheibenventilen eingesetzt werden, die mehr Steuerscheiben (z.B zwei feststehende und eine bewegliche oder eine feststehende und zwei bewegliche Steuerscheiben) umfassen. Auch ist die Erfindung nicht auf «geschlossene» Systeme, zu denen das Ausführungsbeispiel gehört, beschränkt. Bei derartigen geschlossenen Systemen wird das Mischwasser wieder durch die feststehende Steuerscheibe ausgeführt; der Raum um die Steuerscheiben im Gehäuse wird vom Wasser nicht erreicht. Bei «offenen» Systemen dagegen, für welche sich die Erfindung ebenfalls eignet, wird das Wasser seitlich aus der beweglichen Steuerscheibe herausgeführt und dringt dabei auch in den Raum zwischen den Steuerscheiben und der Wand des Gehäuses ein.

Claims (8)

Patentansprüche
1. Sanitäres Steuerscheibenventil mit a) einem Gehäuse (1);
b) mindestens einer feststehenden Ventilsitzscheibe (5), welche mindestens eine Zuflussöffnung (6) für zuströmendes Wasser aufweist;
c) mindestens einer translatorisch und/oder rotatorisch bewegbaren Steuerscheibe (8), welche mindestens eine Ausnehmung (12) aufweist, die mit der Zuflussöffnung der feststehenden Ventilsitzscheibe in variable Überlappung gebracht werden kann, derart, dass durch die Translation der beweglichen Steuerscheibe die Menge und durch die Rotation die Temperatur des ausfliessenden Wassers verändert werden kann;
d) einer Bremseinrichtung (20, 21), welche sich der Translation der beweglichen Steuerscheibe zumindest in der Schliessphase widersetzt und einen Bremszyiinder (20a) in der beweglichen Steuerscheibe sowie einen mit dem Bremszylinder zusammenwirkenden Bremskolben (21a) umfasst, der in seiner axialen Richtung feststeht, dadurch gekennzeichnet, dass e) der Bremszylinder ein im Durchmesser ver-grösserter Bereich (20a) einer Stufenbohrung (20) ist, welche die bewegliche Steuerscheibe (8) senkrecht zur Richtung der Ventilachse durchsetzt;
f) der Bremskolben ein im Durchmesser vergrös-serter Kopf (21a) eines Stiftes (21) ist, der durch die Stufenbohrung (20) hindurchgeführt ist,
g) die gegenüberliegenden Enden des Stifts (21) bei der Rotation der beweglichen Steuerscheibe (8) an der inneren Mantelfläche des Gehäuses (1) gleitend anliegen.
2. Steuerscheibenventil nach Anspruch 1, bei welcher die bewegliche Steuerscheibe zusätzlich zur Translation eine Rotation um die Ventilachse ausführen kann, wodurch die Temperatur des fliessenden Wassers verändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenüberliegenden Enden des Stiftes (21) bei der Rotation der beweglichen Steuerscheibe (8) an der inneren Mantelfläche des Gehäuses (1) gleitend anliegen.
3. Steuerscheibenventii nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der als Bremskolben wirkende Kopf (21a) des Stiftes (21) in der Öffnungsphase aus dem als Zylinder wirkenden Bereich (20a) grösseren Durchmessers der Stufenbohrung (20) austritt.
4. Steuerscheibenventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt zwischen dem Stift (21) und der Stufenbohrung (20) als Verdrängungsweg für das vom Bremskolben bewegte Medium dient.
5. Steuerscheibenventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die effektive Fläche des Spaltes durch eine Abweichung (23, 24) der Querschnittsform des Stiftes (21) und/oder der Stufenbohrung (20) von der vollständigen Kreisform vergrössert ist.
6. Steuerscheibenventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenbohrung (20) an beiden Enden gegen den Stift (21) abgedichtet ist und dass der im Durchmesser vergrösserte Bereich (20a) der Stufenbohrung mit einem wasserführenden Raum (12) des Ventils in Verbindung steht.
7. Steuerscheibenventii nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserführende Raum die Ausnehmung (12) der beweglichen Steuerscheibe (8) ist, die in variable Überlappung mit der Zulauföffnung (6) der feststehenden Steuerscheibe (5) gebracht werden kann.
8. Steuerscheibenventii nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mantelfläche des Kopfes (21a) des Stiftes (21 ) ein O-Ring (22) eingelegt ist.
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