CH681062A5 - - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsbindung für Snowboards oder ähnliche Sportgeräte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei Snowboards wird die Befestigung des Schuhs am Board bis jetzt üblicherweise so vorgenommen, dass der Schuh auf einer mit dem Board fest verbundenen Platte mittels Bügeln fixiert wird. Diese Platte kann zwar in ihrer Lage relativ zum Board eingestellt werden, womit auf die unterschiedlichen Fähigkeiten der Snowboardbenutzer, die Schneesituation und die technischen Anforderungen eingegangen werden kann, jedoch ist diese Einstellung nicht rasch und reversibel, ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen, wie z.B. Schraubenzieher, wechselnden Wünschen und Situationen entsprechend, vorzunehmen gewesen. Dazu kommt noch, dass diese Art von Verbindung des Schuhs bzw. der Schuhe mit dem Board bei schweren Dreh- und/oder Frontalstürzen sich nicht selbsttätig öffnet. Das Problem liegt darin, dass gebräuchliche Ski-Sicher-heitsbindungen sich für den Einsatz auf Snowboards nur sehr beschränkt eignen, da hier, im Gegensatz zu Skibindungen, zwei Beine in ihren Schuhen auf einem verhältnismässig grossen und massiven Brett fixiert sind, die im Notfall beide, und zwar simultan, freigegeben werden müssen. Ist das nämlich nicht der Fall und löst die eine Bindung vor der anderen aus, so muss der noch in seiner Bindung festgehaltene Schuh und damit das Bein allein die auf das Board ausgeübten Drehmomente aufnehmen. Diese feste Verbindung der Schuhe mit dem Board ist mit ein Grund für die bei Snowboard-fahrern gehäuft auftretenden Spiralbrüche und Knieverletzungen.
Es wurden bereits Vorschläge zur Lösung der Sicherheitsproblematik bei Snowboardbindungen gemacht. So beschreibt das DE-GM 8 716 654.2 eine Sicherheitslösebindung, bei der fest mit dem Board verbundene Teile von Rastvorrichtungen mit an einer Auslöseplatte vorgesehenen Rastelementen in Eingriff stehen. Die Auslöseplatte, auf der der Schuh in üblicher Weise befestigt ist, löst bei bestimmten, über Einstellschrauben festlegbaren Quer- bzw. Vertikalkräften aus. Nachteilig ist, dass in beiden Fällen das Auslösen über die Einstellung derselben Schraube geschieht, obwohl die die Auslösung bestimmenden Kräfte verschieden stark anzusetzen sind. Wird bei einem Sturz beispielsweise eine Ausiösepiatte gelöst, so wird damit jedoch noch nicht auch die andere Platte und damit das zweite Bein des Snowboardfahrers zwingend vom Board gelöst. Auch ist keine Möglichkeit vorgesehen, den Schuh in einer anderen Winkelstellung auf dem Board zu befestigen; die einmal vorgegebene Lage der Sicherheitsbindung ist festgelegt.
Das DE-GM 7 900 626 und das DE-GM 7 904 059 zeigen Haltevorrichtungen für Snowboards, bei denen ein fallweise fixierbarer, drehbar gelagerter Drehteller vorgesehen ist. Der Schuh wird auf diesem Drehteller entweder einfach mittels einer Halteschlaufe oder mittels Bügeln gehalten bzw. festgestellt. Dieser drehbare Teller ist wohl insbesondere für besonders geübte, technisch versierte Snowboardfahrer bestimmt; daher ist sowohl einerseits die lockere Schlaufenbindung als auch andererseits die feste Bügelbindung dieser Zielsetzung nicht adäquat, wird doch einerseits der Schuh keinen festen Halt finden, bzw. andererseits sich bei Stürzen nicht aus den Bügeln lösen können.
Demgegenüber beschreibt das DE-GM 8 908 061.0 eine Sicherheitsbindung, bei der die beiden Schuhe auf einer Auslösestandplatte fixiert sind, die aus zwei ineinander gesteckten Teilen besteht. Die Auslöseplatte selbst ist über wenigstens eine von zwei vorgesehenen Rasteinrichtungen mit dem Board verbunden, wobei für diese Rasteinrichtungen herkömmliche Bindungsautomaten vorgesehen sind. Lösen diese Bindungsautomaten aus, so ist damit noch nicht die gewünschte Trennung der beiden Beine erreicht; sie kann bestenfalls nur verzögert erfolgen; insbesondere bei Drehstürzen scheint ein Auseinanderschieben längs der Steckverbindung nicht zuverlässig genug. Es ist hier also zwar die Möglichkeit vorgegeben, beide Schuhe gleichzeitig auszulösen, und die Schuhe können auch in verschiedenen Winkelstellungen in Bezug auf die Achse des Boards eingestellt werden, doch wird dabei einerseits auf die Vorteile einer sensibel auf die angreifenden Kräfte reagierenden Bindung, wie das durch die Ausgestaltung herkömmlicher an beiden Schuhen wirksam werdender Skibindungen geschieht, verzichtet und andererseits der Nachteil in Kauf genommen, die beiden Beine in ihren Schuhen und Bindungen nicht in bester Weise voneinander zu trennen.
Die bei artverwandten Skibindungen angebotenen Lösungen in bezug auf Sicherheit und Variabilität der Einstellung sind selbstverständlich auch für die Verwendung bei Snowboards und ähnlichen Sportgeräten von Belang. Nur als Beispiel soll die DE-OS 1 428 905 angeführt werden, die einen Sicherheitsdrehteller beschreibt, der sowohl bei Frontal- als auch Drehstürzen auslöst. Aus den oben angeführten Gründen ist die Anwendung für Snowboards aber nicht geeignet.
Die Erfindung hat sich deswegen zur Aufgabe gesetzt, die Probleme zu lösen, die sich ergeben, wenn - wie insbesondere bei Snowboards - zwei Schuhe von ihrer Unterlage gelöst werden sollen, gemeinsam, aber unabhängig voneinander. Dabei soll die Auslösung in gleicher Weise sowohl bei Frontal- als auch bei Drehstürzen stattfinden. Zusätzlich soll die Möglichkeit gegeben sein, die Schuhe auf dem Board in unterschiedlichen Winkelstellungen festzulegen und das in einfacher Weise, ohne die Zuhilfenahme eines Werkzeugs. Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 beschriebenen Merkmale, wobei zweckmässig die Achsöffnung frei von darüberstehenden Bauteilen ist.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden in den kennzeichnenden Merkmalen der abhängigen Ansprüche beschrieben.
Radial bewegliche Sicherungsbolzen sind in Füh-rungsausnehmungen eines Sicherungsringes gleitbar geführt und ragen mit einem Teil verminderten Querschnitts durch einen am Board befestigten Ring, um so in Vertiefungen, die am Umfang einer
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mit einer Schuhaufnahmeplatte verbundenen Scheibe vorgesehen sind, einrasten zu können. Wirken auf diese Scheibe über die Schuhaufnahmeplatte Kräfte, die ein gewisses, mitteis Einstellschraube(n) einstellbares Mass überschreiten, so werden aufgrund der Formgebung der Vertiefungen und der mit ihnen in Eingriff stehenden Enden des stiftartigen Teils der Sicherungsbolzen diese radial nach aussen in die schrägen Führungsausnehmungen gedrückt, wobei eine Drehbewegung des Sicherungsringes gegen die über die Einstellschraube(n) einstellbaren Haltekraft/kräfte von (einer) Druckfe-der(n) resultiert. Damit wird die axiale Verbindung zwischen der an der Schuhaufnahmeplatte befestigten Scheibe und dem mit dem Board verbundenen Drehlager, das im wesentlichen aus dem in dem festen Ring drehbar gleitenden Sicherungsring besteht, gelöst. Aufgrund der konischen Kontaktflächen zwischen Scheibe einerseits und Drehlager andererseits ist ein vertikales Lösen unproblematisch. Die schräg zur Drehlagerachse verlaufenden Flächen der Führungsausnehmungen und die vorzugsweise ebenso, aber gegengleich ausgeformten Endflächen der Sicherungsbolzenfüsse werden dabei unabhängig von der Richtung der angreifenden Kraft eine Drehung des Sicherungsringes gegen die einstellbare Haltekraft bewirken.
Sind mehrere, über den Umfang des Drehlagers gleichmässig verteilte Sicherungsbolzen vorgesehen, ist die Verteilung der angreifenden Kräfte besonders günstig. Eine Mehrzahl von Vertiefungen längs dem Umfang der Scheibe erlaubt eine freie Wahl der auf dem Bord einzunehmenden Schuhposition.
Eine unterschiedliche Formgebung der an der Scheibe vorgesehenen Vertiefungungen ermöglicht eine bevorzugte Auslöserichtung - in bezug auf Dreh- bzw. Vertikalkräfte. Eine Verbindungsstange zwischen zwei an einem Board befestigten Drehlagern, die über an ihren jeweiligen Enden vorgesehene Stifte in entsprechende Bohrungen in den beiden Sicherungsringen eingreift, bewirkt, aufgrund der starren Verbindung, dass jede Drehung eines der beiden Sicherungsringe die gleichartige Drehung des anderen Sicherungsringes zur Folge hat. Eine für einen Snowboardfahrer wesentliche Sicherheitsvoraussetzung ist damit erfüllt, nämlich das gleichzeitige Lösen beider Schuhe vom Board. Diese Verbindungsstange, die auch manuell betätigt werden kann, beispielsweise über eine an ihr angeordnete Schlaufe, ermöglicht das Aussteigen aus der Bindung.
Die Befestigung der Schuhaufnahmeplatte am Schuh geschieht mittels bekannter Zehen- bzw. Fersenbügel, wobei insbesondere der über eine Einstellmutter mit Links- und Rechtsgewinde in seiner Länge variierbare Fersenbügel eine gemeinsame Drehachse mit einem Kurbeltrieb besitzt. Da die exzentrischen Kurbelköpfe des Kurbeltriebs mit geeignet geformten Ausnehmungen von Klötzen in Eingriff kommen, wird der Fersenbügel beim Klappen des Kurbeltriebs gegen die Schuhaufnahmeplatte angezogen. Dieses Hochklappen geht besonders einfach vor sich, wenn der Kurbeltrieb eine an einer festen Unterlage, sei es der Boden oder das Board,
abrollende Rolle aufweist. Der Schuh kann andererseits bequem von der Schuhaufnahmeplatte gelöst werden, wenn ein über die Schuhaufnahmeplatte hinausragender Teil des Kurbeltriebs mit einem verbreiterten, also grifffreudigen Ende vorgesehen ist, das vorzugsweise eine Vertiefung für die Spitze eines eventuell verwendeten Skistocks aufweist.
Sind zusätzlich allgemein bekannte, allerdings besonders weit, nämlich über die Boardkante, hinausragende Skistopper vorgesehen, erhöht das einerseits die Sicherheit für die Umgebung und vermindert andererseits die Verletzungsgefahr für den Snowboardfahrer, die beispielsweise bei Verwendung von Fangriemen nicht unerheblich ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfin-dungsgemässen Sicherheitsbindung mit Schuh, auf einem Snowboard;
Fig. 2 eine Ansicht und einen Teilschnitt durch eine Schuhaufnahmeplatte mit schuhseitigem Teil eines Sicherungssystems;
Fig. 3 eine Draufsicht entsprechend der Fig. 2;
Fig. 4 eine Ansicht und einen Teilschnitt durch den boardseitigen Teil des Sicherungssystems;
Fig. 5 eine Draufsicht auf das Sicherungssystem in geschlossenem Zustand;
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Draufsicht in gelöstem Zustand;
Fig. 6a eine Verbindungsstange;
Fig. 7a und 7b zwei Varianten des schuhseitigen Teils;
Fig. 8a und 8b eine Variante des boardseitigen Teils des Sicherungssystems;
Fig. 9 eine Ansicht und einen Teilschnitt durch eine Variante der erfindungsgemässen Sicherheitsbindung;
Fig. 10 eine Draufsicht entsprechend der Fig. 9;
Fig. 11 einen Teilschnitt durch die Sicherheitsbindung mit Stopper;
Fig. 12 eine Draufsicht entsprechend Fig. 11 ;
Fig. 13 eine Variante der Verbindungsstange und
Fig. 14 eine Draufsicht auf eine komplette Sicherheitsbindung.
Die Fig. 1 zeigt einen Schuh 39, der über seine Schuhaufnahmeplatte 3 und ein Sicherungssystem 2 am Snowboard 1 befestigt ist. Von dem Sicherungssystem 2 ist in Fig. 1 nur eine äussere Abdeckung zu sehen, durch die eine Einstellschraube 10 ragt.
Der Schuh 39 wird in bekannter Weise mittels zweier Bügel 23 und 25 auf der Schuhaufnahmeplatte 3 gehalten. Der vordere Bügel 23 ist in einer Bügelhalteplatte 22 gehalten. Zueinander parallel liegende, nutenförmige Ausnehmungen 40 erlauben nach Lösung dieser Bügelhalteplatte 22 von der Schuhaufnahmeplatte 3 eine Grobverstellung des Bügels 23 zur Anpassung an den Schuh 39. Der Fersenbügel 25 kann zu beiden Seiten über Stellschrauben 27a und 27b mit gegenläufigem Gewinde und passenden Einstellmuttern 26 der Grösse des Schuhs 39 genau angepasst werden. Ein Kurbeltrieb 30 (dessen Ausführung aus Fig. 2 und 3 ge-
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nauer zu ersehen ist) hat mit dem Fersenbügel 25 eine gemeinsame Achse 28. Den in bezug auf diese Achse 28 exzentrisch gelagerten Kurbelköpfen 41 dienen die Klötze 29 als Widerpart. Diese Klötze 29 sind gegengleich zu der abgerundeten Form der Kurbelköpfe 41 eingebaucht, wie aus Fig. 1, die den geschlossenen Fersenbügei 25, und aus Fig. 2, die den offenen Fersenbügel 25 zeigt, zu entnehmen ist.
In Fig. 2 ist die Schuhaufnahmeplatte 3 von Schuh 39 und Board 1 gelöst gezeigt. Der Kurbeltrieb 30 ist nach vorne (in Richtung vorderer Bügel 23) und nach unten gedreht. Infolge der Exzentrizität der Kurbelköpfe 41 ist der Fersenbügel 25 gelockert, er kann also wieder über den Schuhabsatz geschoben werden. Der Kurbeltrieb 30 selbst steht in gelöstem Zustand nicht genau senkrecht auf die Schuhaufnahmeplatte 3, sondern ist wenigstens etwas nach rückwärts geneigt. Damit ist ein bequemes Feststellen und Festziehen des Fersenbügels 25 möglich, auch ohne sich zu bücken, kann doch der Kurbeltrieb 30 einfach durch Auftreten auf einem festen Untergrund nach rückwärts in die in Fig. 1 dargestellte Schliessstellung gekippt werden. Vorteilhafterweise ist dazu eine Rolle 31 vorgesehen, die am Kurbeltriebarm sitzt.
An der Unterseite der Schuhaufnahmeplatte 3 ist mit Senkschrauben 17 eine Scheibe 8 befestigt. Sie stellt den schuhseitigen Teil des Sicherungssystems 2 dar. Diese Scheibe 8, die sowohl eine Vollscheibe als auch, wie die hier dargestellte Variante, nur ein Ring mit einer Abdeckung 8a sein kann, ist entsprechend einem umgekehrten Kegelstumpf nach unten - dem Board 1 zu - leicht konisch zulaufend ausgeführt. In dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel ist eine Neigung der Kegelmantelfläche von ca. 15° gegeben. In dieser Seitenfläche der Scheibe 8 sind vorzugsweise kugelschalenartige Vertiefungen 42 in regelmässigem Abstand angebracht, beispielsweise alle 30°, insbesondere alle 15°.
Die Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Schuhaufnahmeplatte 3 mit den beiden Bügeln 23 und 25 für die Befestigung des Schuhs. Die Scheibe 8 ist strichliert angedeutet, ebenso der Kurbeltrieb 30 mit den beiden Kurbelköpfen 41 an seinen beiden Armen. Die Verbindung zwischen den beiden Kurbelköpfen 41 wird von einer Blattfeder 33 umfasst, die an der Schuhaufnahmeplatte 3 mit einer Schraube 34 befestigt ist. Der Kurbeltrieb 30 ragt seitlich über die Schuhaufnahmeplatte 3 hinaus und hat an seinem etwas verbreiterten Ende eine Vertiefung 43, in die die Skistockspitze gesteckt und der Fersenbügel 25 mit Druck auf den Skistock leicht vom Schuh 39 gelöst werden kann.
Fig. 4 zeigt den snowboardseitigen Teil des Sicherungssystems 2. Ein Ring 5 ist mit seinem Flanschansatz 5a am Snowboard 1 festgeschraubt. Dieser Ring 5 entspricht mit den Massen seiner inneren Ausnehmung den Aussenmassen der Scheibe 8; die Innenwand ist also ebenfalls konisch zulaufend. Ein Sicherungsring 6 umschliesst diesen Ring 5 von aussen und liegt auf dem Flanschansatz 5a auf. Dieser Sicherungsring 6 ist gegenüber dem Ring 5 und dessen Fianschansatz 5a drehbar. Eine Abdeckung 4 überdeckt Ring 5 und Sicherungsring
6. An seiner Innenseite ist der Sicherungsring 6 mit mehreren, hier vier, schrägen Ausnehmungen 44 versehen, deren Tiefe für alle Ausnehmungen 44 in gleicher Weise und gleicher Richtung zunimmt. Diese Ausnehmungen 44 nehmen Sicherungsbolzen 7 auf, die an einem verbreiterten Fuss 45 einen abgerundeten Stift 46 ausgebildet haben. Dieser Fuss 45 ist in gleicher Weise schräg gestaltet wie die Ausnehmungen 44, so dass die Sicherungsbolzen
7, wenn sie in die Ausnehmungen 44 des Sicherungsringes 6 eingeführt sind, radial ausgerichtet sind. Der Ring 5 besitzt Löcher 47 zum Durchtritt der Stifte 46 der Sicherungsbolzen 7. Die Dimensionierung dieser Löcher 47 entspricht der der Stifte 46, so dass der verbreiterte Fuss 45 der Sicherungsbolzen 7 keine Möglichkeit zum Durchtritt hat.
Der Sicherungsring 6 besitzt an seinem äusseren Umfang eine Bohrung 12b zur Aufnahme einer Druckfeder 11, deren Spannung über eine Einstellschraube 10 verstellt werden kann, die durch eine Bohrung 12a in der Abdeckung 4 aus dem Sicherungssystem 2 herausragt. Es wird also diese Druckfeder 11 den Sicherungsring 6 gegen den Uhrzeigersinn gedreht halten, so dass die Sicherungsbolzen 7 an die Stellen geringster Tiefe der Ausnehmungen 44 zu liegen kommen und infolge dessen mit ihren Stiften 46 weitestmöglich aus den Löchern 47 des Rings 5 herausragen. Ist die Schuhaufnahmeplatte 3 mit ihrer Scheibe 8 in den Ring 5 des snowboardseitigen Teils des Sicherungssystems 2 eingesetzt, so greifen die Stifte 46 der Sicherungsbolzen 7 in die Vertiefungen 42 ein. Da die Druckfeder 11 den Sicherungsring 6 mit einer über die Einstellschraube 10 festlegbaren Kraft gegen den Uhrzeigersinn drückt, wird auf diese Weise die Scheibe 8 und damit die Schuhaufnahmeplatte 3 mit dem darauf festgeschnallten Schuh 39 im Ring 5 und damit am Snowboard 1 festgehalten. Wirkt nun auf Schuh 39 bzw. Schuhaufnahmeplatte 3 und Scheibe 8 ein genügend hohes Drehmoment, so wird das die in Fig. 6 dargestellte Situation bewirken. Unabhängig von der Drehrichtung der Scheibe 8 werden die Sicherungsbolzen 7 infolge Verdrehung der Scheibe 8 zurückgedrückt und bewirken damit infolge der Schrägung an den Fussteilen 45 und der passenden Schrägung der Ausnehmungen 44 im Sicherungsring 6 eine Verdrehung des Sicherungsrings 6 im Uhrzeigersinn gegen die Druckfeder 11. Infolge der konischen Form von Ring 5 und Scheibe 8 wird die Scheibe 8 freigegeben und löst sich aus dem Ring 5 und damit aus dem boardseitigen Teil des Sicherungssystems 2.
Fig. 5 und Fig. 6, von denen die Fig. 5 dem geschlossenen und Fig. 6 dem gelösten Sicherungssystem entsprechen, zeigen, gemeinsam mit Fig. 6a, die Funktion der Sicherheitsbindung insgesamt, d.h. für zwei am Board über die jeweiligen Schuhaufnahmeplatten befestigte Schuhe (Schuhe und Schuhaufnahmeplatte nicht dargestellt). Die beiden Sicherungssysteme 2 sind über eine zweiteilige Verbindungsstange 14 miteinander funktional verbunden. Diese Verbindungsstange 14 weist an ihren, den beiden Sicherungssystemen 2 zugeordneten Enden jeweils einen Stift 13 auf (siehe auch Fig. 4). Die Verbindungsstange 14 wird durch je eine in Ab5
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deckung 4 und Sicherungsring 6 liegende Bohrung 38 geführt; die Stifte 13 befinden sich mit kleinem Spiel in senkrechten Bohrungen 37 in den Sicherungsringen 6. In der Mitte der Verbindungsstange 14 besteht über eine Längenstellmutter 15 mit Gegenmutter 15a die Möglichkeit, die Länge der Verbindungsstange 14 infolge der gegenläufigen Gewinde der beiden Stangenteile einzustellen, was im allgemeinen nur für die primäre Montage der boardseitigen Teile der beiden Sicherungssysteme 2 wesentlich sein wird. Sind auch in Fig. 5 und Fig. 6 zwei unterschiedliche Bindungszustände, nämlich geschlossen und geöffnet, dargestellt, so ist doch die Funktionsweise aus den Fig. 5, 6 und 6a zu ersehen. Löst eines der beiden Sicherungssysteme 2 in oben beschriebener Weise aus, d.h. dass der Sicherungsring 6 im Uhrzeigersinn verdreht wird, so wird die Verbindungsstange 14 über den in der senkrechten Bohrung 37 sitzenden Stift 13 mitgenommen und bewirkt damit, aufgrund der starren Verbindung, eine gleichzeitige Verdrehung des Sicherungsrings 6 am dem zweiten Schuh zugeordneten Sicherungssystem 2. Wirkt also auf eines der beiden Sicherungssysteme 2 ein zur Auslösung genügend grosses Drehmoment, so wird damit nicht nur ein Sicherungssystem 2, sondern es werden beide Sicherungssysteme 2 gleichzeitig geöffnet.
Wird an einer Schlaufe 16, die an einem Block 18 befestigt ist, durch den die Verbindungsstange 14 läuft, gezogen, so tritt der oben beschriebene Effekt ein; die Sicherungsringe 6 werden im Uhrzeigersinn verschoben; damit wird das Sicherungssystem gelöst, und die Schuhe mit ihren Schuhaufnahmeplatten 3 und den schuhseitigen Teil des Sicherungssystems 2 können aus den Scheiben 8 der boardseitigen Teilen des Sicherungssystems 2 gehoben werden.
Soll der Schuh, der bereits mit den beiden Bügeln 23 und 25 in oben beschriebener Weise an der Schuhaufnahmeplatte 3 befestigt ist, wieder am Board festgestellt werden, so bewirkt in umgekehrter Weise der Druck des Schuhs aufgrund der konischen Formgebung von Ring 5 und Scheibe 8, gemeinsam mit den schrägen Ausnehmungen 44 im Sicherungsring 6 und den schräg geformten Füssen 45 der Sicherungsbolzen 7 ein Zurückstossen der Sicherungsbolzen 7 und ein darauffolgendes Einschnappen der Stifte 46 des Sicherungsbolzens 7 in die Vertiefungen 42 der Scheibe 8. Da diese Vertiefungen 42 in gleichmässigem Winkelabstand, be-spielsweise in 15°-Abständen, rund um die Scheibe 8 verteilt angebracht sind, ist eine beliebige Stellung der Schuhe auf dem Board möglich, wodurch insbesondere für fortgeschrittene Snowboardfahrer ein variantenreiches, herausforderndes Fahren möglich wird.
Die Fig. 7a und 7b zeigen, dass unterschiedliche Formen der Vertiefungen 42 an der Scheibe 8, bei gleichen, d.h. in etwa halbkugeiförmig abgerundeten Stiften 46, unterschiedliche Funktionen beim Auslösen der Sicherheitsbindungen ermöglichen. Die Form der Vertiefungen 42a in Fig. 7a ist länglichoval, wobei die Längserstreckung der Vertiefungen 42a in etwa axial zur Scheibe 8 liegt. Die Längserstreckung nach Fig. 7b hingegen liegt dazu senkrecht. Das bedeutet, dass bei der in Fig. 7a dargestellten Variante der Schuh mit seiner Schuhaufnahmeplatte eher vertikal auslöst als bei der in Fig. 7b dargestellten Variante, weil infolge der konischen Formgebung der Scheibe 8 bei Vertikalbewegung der Scheibe 8 die Sicherungsbolzen 7 weniger weit zurückgestossen werden müssen, um die Freigabe zu ermöglichen. Bei der Variante nach Fig. 7b erfolgt bei Verdrehungen eine leichtere Auslösung als bei der in Fig. 7a dargestellten Variante.
Die Einstellung der Auslösung für die geschilderten Ausführungsformen der Sicherheitsbindung geschieht über die Einstellschraube 10. Wird auch im allgemeinen eine einzige Einstellschraube ausreichend sein, so können selbstverständlich auch mehrere, beispielsweise drei, am Umfang des Sicherungsringes vorgesehen sein. Infolge der beiden konischen Teile Ring 5 und Scheibe 8 ist damit in gleicher Weise die Möglichkeit gegeben, die Vertikalauslösung zu beeinflussen. Die im Sicherungsring 6 liegenden Ausnehmungen 44 können nicht nur tangential, sondern auch axial schräg ausgebildet sein, wobei der Fuss des Sicherungsbolzens 7 in gegengleicher Weise geschrägt ist. Diese Formgebung erweist sich als vorteilhaft für die Auslösung.
Fig. 8a und 8b zeigen Sicherungsbolzen 7b, die einen Vierkantquerschnitt und in etwa einen pyramidenförmig zugespitzten Stift 46b haben. Sie ragen aus dementsprechend rechteckig ausgebildeten Löchern 47b im Ring 5b. Die Fig. 8a und 8b stehen für nur eine Möglichkeit, die Sicherungsbolzen 7 zu gestalten; auch Stahlkugeln oder eierförmige Bolzen wären denkbar.
Fig. 9 und Fig.10 zeigen eine Sicherheitsbindung, die im wesentlichen den Fig. 1 bis 8 entspricht, nur liegt hier die Scheibe 8c aussen, und Ring 5c und Sicherungsring 6c liegen innen; die Sicherungsbolzen 7c drücken nach aussen in die Vertiefungen 42c der Scheibe 8c.
Die erfindungsgemässe Sicherheitsbindung, die bei Dreh- und Vertikalstürzen auslöst und gleichzeitig beide Schuhe freigibt, sollte mit Stoppern ausgerüstet sein, damit das Board nach seiner Freigabe nicht davonfahren kann und eventuell andere Ski- oder Snowboardfahrer gefährdet.
In Fig. 11 und 12 ist eine Möglichkeit dafür dargestellt. Danach ist - bei geschlossener Bindung - ein gegen eine Federkraft in bekannter Weise flach gehaltener Stopper 24 vorgesehen. Löst sich der Schuh und damit die Schuhaufnahmeplatte 3 mit der daran befestigten Scheibe 8 vom boardseitigen Teil der Sicherheitsbindung, so klappt der in der Mitte des Ringes 5 angeordnete Teil 24a aufgrund der Federkraft heraus, und der Stopper 24 klappt mit seinem hakenförmigen, über das Board hinausragenden Ansatz 24b nach unten.
Fig. 13 zeigt eine Variante der Verbindungsstange 14, die durch ein am Board befestigtes Führungsteil 32 geht. Die Aufgabe der Schlaufe 16 der Fig. 6a übernimmt hier ein Hebel 35, der in einer schrägen Ausnehmung des Führungsteils 32 beweglich ist.
In Fig. 14 ist eine komplette Sicherheitsbindung gezeigt, die beiden Schuhaufnahmeplatten können, wie zu ersehen ist, auch unterschiedliche Stellun5
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gen zueinander auf dem Board einnehmen. Lage und Funktionsweise der Verbindungsstange zwischen den beiden Sicherungssystemen wird dadurch nicht beeinflusst.
Das Material für die funktionswesentlichen Teile der Sicherheitsbindung, wie Scheibe 8, Ring 5, Sicherungsring 6, Sicherungsbolzen 7, Kurbeltrieb 30 usw., ist, vorzugsweise gehärteter, Stahl, wobei, um auch bei extremer Kälte und Vereisung ein einwandfreies Funktionieren zu ermöglichen, die Metallteile wenigstens teilweise mit einer Kunststoffbe-schichtung versehen sein können.
Um die Gleitfähigkeit des Sicherungsringes im Ring zu verbessern, kann der Sicherungsring beispielsweise auf Kugeln gelagert werden.
Die Abdeckungen für Scheibe und Drehlager, d.h. Sicherungsring und Scheibe, sollten günstigerweise eine gerippte Oberfläche haben, damit Schneerückstände nicht so leicht vereisen können.
Claims (9)
1. Sicherheitsbindung für Snowboards oder eine andere im Schnee gleitende Unterlage, mit je einem an der Unterlage zu befestigenden Drehlager pro Fuss und je einer in oder über das jeweilige Drehlager in Achsrichtung einsetzbaren, mit einer Schuhaufnahmeplatte (3) verbundenen Scheibe (8), wobei Drehlager und Scheibe (8) mit schräg zur Drehachse verlaufenden, einander zugekehrten Lagerflächen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager aus einem Ring (5) und einem in diesem drehbar gleitenden Sicherungsring (6) besteht und dass die Schuhaufnahmeplatte (3) gesichert axial am Drehlager ausschliesslich über die Scheibe (8) haltbar ist, die mit mindestens einer am Umfang angeordneten Vertiefung (42) versehen ist, in die ein aus dem Ring (5) radial vorstehender Sicherungsbolzen (7) einrastbar ist, der in seiner Achsrichtung (19) bewegbar ist.
2. Sicherheitsbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der radial bewegliche Sicherungsbolzen (7) mit seiner Fussfläche in Führungsausnehmungen (44) des Sicherungsringes (6) gleitbar geführt ist, deren Gleitfläche in bezug auf die Achse (19) des Sicherungsbolzens (7) schräg, vorzugsweise auch zur Drehlagerachse (20) schräg angeordnet ist, wobei Fuss- und Gleitfläche vorzugsweise gegengleich ausgebildet sind, und dass der Ring (5) zum Durchtritt der - vorzugsweise einen im Vergleich mit dem Fuss (45) geringeren Querschnitt aufweisenden - Stifte (46) der Sicherungsbolzen (7) Löcher (47) mit insbesondere gleichem Querschnitt aufweist, und dass vorzugsweise eine den Sicherungsring (6) und den Ring (5) über den Umfang wenigstens teilweise umgebende Abdeckung (4) vorgesehen ist.
3. Sicherheitsbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Sicherungsbolzen (7) mit vorzugsweise abgeschrägtem oder abgerundetem Ende des Stiftes (46), beispielsweise vier, und eine Mehrzahl von Vertiefungen (42) mit gegebenenfalls länglich-ovalem Querschnitt, insbesondere mindestens acht, in -
vorzugsweise gleichmässigen - Winkelabständen rund um die Drehachse verteilt sind.
4. Sicherheitsbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gegengleichen Schrägflächen an Sicherungsbolzen (7) und Sicherungsring (6) unter der, vorzugsweise durch wenigstens eine Justiereinrichtung, z.B. eine Einstellschraube (10), einstellbaren Krafteinwirkung einer Feder (11) stehen,durch die der Sicherungsbolzen (7) in die zugehörige Vertiefung
(42) drückbar ist.
5. Sicherheitsbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine - vorzugsweise mit Längenjustiereinrichtung (15) versehene - Verbindungsstange (14), die auch manuell betätigbar ist, mit an ihren jeweiligen Enden vorgesehenen Stiften (13) in entsprechende Bohrungen (37) in den den beiden Schuhaufnahmeplatten (3) zugeordneten Sicherungsringen (6) eingreift, wobei durch die Drehbewegung eines Sicherungsringes (6) der andere Sicherungsring (6) in gleicher Richtung bewegbar ist.
6. Sicherheitsbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Scheibe (8) verbundene Schuhaufnahmeplatte (3) eine bewegbare Betätigungseinrichtung (30; 31) zum Festspannen eines Schuhs, insbesondere zum Festspannen einer Fersenhaltevorrich-tung (25) aufweist, wobei als Fersenhaltevorrich-tung (25) insbesondere ein in seiner Länge, z.B. durch wenigstens eine Einstellmutter (26) mit Linksund Rechtsgewinde, einstellbarer Bügel (25) vorgesehen ist.
7. Sicherheitsbindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (30; 31) ein Kurbeltrieb (30) mit wenigstens einem Kurbelkopf (41) ist, der einem entsprechend geformten Klotz (29) als Widerpart zugeordnet ist, wobei der Kurbeltrieb (30) über eine - vorzugsweise als Blattfeder (33) ausgebildete - Belastungseinrichtung mit der Schuhaufnahmeplatte (3) verbunden und der Kurbelkopf (41) mit der Fersenhaltevorrich-tung (25) um dieselbe Achse (28) drehbar ist, und dass vorzugsweise der Kurbeltrieb (30) seitlich über die Schuhaufnahmeplatte (3) hinausragt und ein verbreitertes, insbesondere vertieftes, Ende
(43) aufweist.
8. Sicherheitsbindung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (30; 31) eine auf einer Unterlage abrollbare Rolle (31) aufweist.
9. Sicherheitsbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein einem Drehlager zugeordneter, über den Rand des Boards (1) ragender Skistopper (24) vorgesehen ist, dessen Freigabe und damit Ausklappen aus der Boardebene beim Lösen der Schuhaufnahmeplatte (3) vom Board (1) aufgrund der wirksamen Kraft beispielsweise einer Blattfeder (21) erfolgt.
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