CH681092A5 - - Google Patents
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Description
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CH 681 092 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 3.
Für die qualitative und quantitative Prüfung von textilen Fasern existieren zahlreiche Verfahren und Apparaturen. Bei vielen Prüfverfahren kann das ungeordnete Fasermaterial, z.B. Baumwolle in Flockenform, nicht sofort gemessen werden, sondern ist zunächst in Faserbänder mit parallelisierter Faserlage aufzu bereiten. Solche vorparalielisierte Faserbänder dienen somit als Vorlage für alle Prüfgeräte, die als Prüfgut Fasern mit parallelisierter Faserlage benötigen.
Das sind zum Beispiel:
- Faserrichter zur Endenordnung von Faserbärten.
- Bürststationen für Faserbärte ohne Endenordnung.
- Zugprüfgeräte zur Bestimmung der Bündelreissfestigkeit und Dehnung.
- Optische Scanner, wie Bilddatenanalysegeräte.
- Faserreifeprüfgeräte.
- Faserfeinheitsprüfgeräte.
- Faserklassiergeräte etc.
Es sind bereits mechanisierte Geräte zur Herstellung solcher Faserbänder bekannt, beispielsweise aus dem Sonderdruck G. Spiridonow in Mel-liand Textilberichte 59 (1978).
Dieser bekannte Apparat besteht im wesentlichen aus einem einfachen Walzenstreckwerk, d.h. einem Speisewalzenpaar und einem Ausgangswalzenpaar. Es versteht sich von selbst, dass mit dieser einfachen von Hand betriebenen Vorrichtung die Herstellung von Faserbändern mit parallelisierter Faserlage zeitraubend und wenig reproduzierbar ist. Der Handbetrieb erfordert ein hohes Geschick und bewirkt zudem eine ständige Berührung des Rohstoffes mit der blossen Haut, so dass eine Kontamination mit Schweiss nicht verhindert werden kann.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Faserbändern mit parallelisierter Faserlage aus Wirrfaserkollektiven zu schaffen, welches vollautomatisch und ohne Faserbeschädigung arbeitet.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit einem Verfahren, welches die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist, sowie einer Vorrichtung, welche die Merkmale des Anspruchs 3 aufweist.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass dank des er-findungsgemässen Verfahrens Faserbänder mit parallelisierter Faserlage vollautomatisch hergestellt werden können, welche in ihrer Zusammensetzung (Anteile an Fasern verschiedener Länge) weitgehend dem repräsentativen Fasergut der Grundgesamtheit entsprechen, insbesondere gestattet das erfindungsgemässe Verfahren die Automatisierung der folgenden Funktionen:
- Kontinuierliche Verstreckung und Doublierung durch automatische Richtungsänderung;
- Beschickung;
-Vliesauftrennung;
- Einzug in das Streckwerk; und
- Bandauslauf.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches zugleich das Funktionsprinzip erläutert, ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Fig. 1 stellt einen schematischen Querschnitt durch eine Vorrichtung zuf Durchführung des er-findungsgemässen Verfahrens dar.
In der Figur ist eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt, welche in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einer ersten und zweiten, in beiden Drehrichtungen A und B wahlweise (mit nicht dargestellten Antriebsmitteln) antreibbare, zylindrische Garniturtrommel 3, 8 mit je einer am Zylindermantel angebrachten Garnitur 9, bzw. 10, einer Zuführvorrichtung 1, 2, welche die Beschickung der ersten Garniturtrommel 3 mit dem sich in Wirrlage befindlichen, vorportionierten Fasermaterial gestattet, einem zwischen der ersten und zweiten Garniturtrommel 3, 8 angebrachten Streckwerk 7, einem ersten Transporttrum 11, welches die beidseitige Beförderung des Faservlieses zwischen der ersten Garniturtrommel 3 und dem Streckwerk 7 gestattet, einem zweiten Transporttrum 12, welches die beidseitige Beförderung des Faservlieses zwischen der zweiten Garniturtrommel 8 und dem Streckwerk 7 gestattet, einer zwischen den beiden Garniturtrommeln 3, 8 oszillierbar angeordneten Trennvorrichtung 4 und einer (nicht dargestellten) Steuerungsvorrichtung für das Zusammenwirken der einzelnen Vorrichtungselemente besteht.
Im folgenden werden die einzelnen Schritte des erfindungsgemässen Verfahrens anhand dieser bevorzugten Vorrichtung erläutert.
Schritt A (Beschickunasvoraanak
Das sich in Wirrlage befindliche, vorportionierte Fasermaterial z.B. Baumwolle in Flockenform, gelangt über ein Speisewalzenpaar 1 und einer damit zusammenwirkenden Auflösewalze 2 auf die erste Garniturtrommel 3. Durch Vorverzug zwischen dem Speisewalzenpaar 1 und der mit einer Garnitur versehenen Auflösewalze 2 entsteht hier sowohl eine Öffnung, als auch eine Vorparallelisierung des Fasermaterials.
Das so vororientierte Fasermaterial lagert sich in Vliesform in der Garnitur 9 am Zylindermantel der ersten Garniturtrommel 3 an. Bei diesem Vorgang dreht sich die erste Garniturtrommel 3 in Drehrichtung A bis der Beschickungsvorgang abgeschlossen ist. Danach wird die Vorrichtung für den nächsten Vorgang gestoppt. Der Antrieb des Speisewalzenpaars 1 und der damit zusammenwirkenden Auflösewalze 2 erfolgt vorzugsweise motorisch und elektronisch gesteuert, kann jedoch grundsätzlich auch manuell erfolgen.
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Schritt B (Auftrennen des Faservlieses!
Das nun an der, auf der Trommeloberfläche befindlichen, Garnitur 9 angelagerte, in sich geschlossene Faservlies muss nun für den Einzug in das Streckwerk 7 längs einer Mantelerzeugenden der ersten Garniturtrommel 3 geradlinig aufgetrennt werden. Dazu durchsticht ein zwischen den beiden Gamiturtrommeln 3,8 oszillierbar angeordneter Trennkamm 4 das Faservlies und trennt dieses durch eine von der Trennkurve 5 vorgegebene Bewegung auf. Die Nadeln 18 des Trennkamms 4 durchstechen das Faservlies und heben es von der Garniturtrommel 3 ab. Dabei wird das Vlies zwischen der Rückhaitevorrichtung 6 und den Nadeln 18 unterbrochen. Die Trennkurve 5 und das Hebelwerk des Trennkamms 4, das in der bevorzugten Ausführungsform ein Parallelogramm-Gelenk ist, schwenken nun den Trennkamm 4 in solcher Weise, dass das Kopfende des Faservlieses 16, 17 aus den Nadeln 18 gleitet. Während des Trennvorganges wird das Schleppende des Vlieses durch die Rückhaltevorrichtung 6 an die erste Garniturtrommel 3 gepresst.
Schritt C und D (Einzug des Faservlieses in das Streckwerk!
Das nun durch den Trennvorgang vom Umfang der ersten Garniturtrommel 3 abstehende Kopfende des Vlieses wird durch Trommeldrehung in Drehrichtung A um den Drehwinkelbetrag w (der genaue Betrag dieses Winkels hängt von den geometrischen Verhältnissen der jeweiligen Vorrichtung ab und kann auf einfache Weise empirisch bestimmt werden) in die Streckwerkeinlauf-Position 13 gebracht.
Nun wird die Drehrichtung der ersten Garniturtrommel 3 von A nach B geändert, wobei die Häkchen der Garnitur 9 in Abnahmestellung kommen und das Kopfende des sich vom Trommelumfang ablösenden Vlieses vom Transporttrum 11 mitgenommen und in das Streckwerk eingeführt wird.
Das Faservlies durchläuft nun das symmetrische 4-Riemchenstreckwerk 7, wobei zwischen den Klemmpunkten K1 und K2 ein positiver Verzug erfolgt. Die Verzugsgrössen, also die Differenzen der Umfangsgeschwindigkeiten zwischen den Riemchen 14 des rechten Vorrichtungsteils I und den Riemchen 15 des linken Vorrichtungsteils II sind frei wählbar und betragen vorzugsweise das 2fache pro Hin-, bzw. Herlauf.
Schritt E (Doublieruna des Faservlieses!
Das gemäss Schritt C abgelöste Vlies, dessen Länge durch den Trommelumfang der ersten Garniturtrommel 3 bestimmt ist, wird im Streckwerk 7, um den Faktor x (Verstreckungsfaktor) verlängert (z.B. verdoppelt). Das so verlängerte Vlies wird nun je nach Verlängerungsgrad mehrfach auf die zweite, in Drehrichtung B rotierende Garniturtrommel 8 aufgewunden, mit anderen Worten doubliert. Die Garniturhäkchen der Garnitur 10 stehen dabei in Aufnahmestellung.
Schritte F-H (Wiederholung des Vorganges iedoch spieoelverkehrt!
Nachdem nun die gesamte sich in der Vorrichtung befindliche Fasermenge auf die zweite Garniturtrommel 8 aufgelaufen ist, wird diese stillgesetzt, das Vlies analog zu Schritt B und C aufgetrennt und abgewickelt und erneut mit dem neuen Kopfende analog Schritt E in das Streckwerk 7 eingezogen und verstreckt. Der Vorgang läuft somit in völlig analoger Weise von der Maschinenseite II nach der Maschinenseite I ab. Das Fasermaterial wird nun sovielen Verstreck-Doublier-Verstreckzyklen unterworfen bis ein für die bestimmungsgemässe Verwendung ausreichender Parallelisationsgrad erreicht ist.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Faserbändern mit parallelisierter Faserlage aus Wirrfaserkollektiven, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
A) Aufwickeln eines sich in Wirrlage befindlichen, vorportionierten Fasermaterials auf eine erste Garniturtrommel (3);
B) Auftrennung des auf der ersten Garniturtrommel (3) aufgewickelten, vororientierten, ringförmigen Faservlieses an einer definierten Stelle;
C) Abwicklung des aufgetrennten Faservlieses von der ersten Garniturtrommel (3) mit dem einen freien Ende des Faservlieses;
D) Verstreckung des Faservlieses um den Faktor x;
E) Aufwicklung des verstreckten Faservlieses auf eine zweite Garniturtrommel (8); und
F) Auftrennung des auf der zweiten Garniturtrommel (8) aufgewickelten, doublierten Faservlieses an einer definierten Stelle;
G) Abwicklung des aufgetrennten Faservlieses von der zweiten Garniturtrommel (8) mit dem einen freien Ende des Faservlieses;
H) Verstreckung des Faservlieses um den Faktor x;
I) Aufwicklung des verstreckten Faservlieses auf die erste Garniturtrommel (3);
J) Wiederholung der Verfahrensschritte B) bis I); und
K) Abbruch des Wiederholungszyklus nach Schritt G.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Trennvorganges gemäss Schritt B) das Schleppende des Faservlieses an die erste Garniturtrommel (3) gepresst wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine erste und zweite, in beiden Drehrichtungen (A, B) wahlweise antreibbare, zylindrische Garniturtrommel (3, 8) mit je einer am Zylindermantel angebrachten Garnitur (9, 10), einer Zuführvorrichtung (1, 2), welche die Beschickung der ersten Garniturtrommel (3) mit dem sich in Wirrlage befindlichen, vorportionierten Fasermaterial gestattet, einem zwischen der ersten und zweiten Garniturtrommel (3, 8) angebrachten Streckwerk (7), einem er-
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sten Transporttrum (11), welches die beidseitige Beförderung des Faservlieses zwischen der ersten Garniturtrommel (3) und dem Streckwerk (7) gestattet, einem zweiten Transporttrum (12), welches die beidseitige Beförderung des Faservlieses zwischen der zweiten Garniturtrommel (8) und dem Streckwerk (7) gestattet, einer zwischen den beiden Garniturtrommeln (3, 8) oszillierbar angeordneten Trennvorrichtung (4) und einer Steuerungsvorrichtung für das Zusammenwirken der einzelnen Vorrichtungselemente.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennvorrichtung (4) längs einer Trennkurve (5) beweglich angeordnet ist, welche das Auftrennung des auf den Gamiturtrommeln (3, 8) aufgewickelten Faservlieses an einer definierten Stelle und die Abwicklung des aufgetrennten Faservlieses von den Garniturtrommeln (3, 8) mit dem einen freien Ende des Faservlieses längs einer Mantelerzeugenden der Garniturtrommeln (3, 8) bewirkt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennvorrichtung (4) ein Trennkamm ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur Trennvorrichtung (4) eine Rückhaltevorrichtung (6) vorgesehen ist, um das Schleppende des Faservlieses während des Trennvorganges an die Garniturtrommel (3, bzw. 8) pressen zu können.
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