CH681349A5 - - Google Patents
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Description
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CH 681 349 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schubkastenauszug in Teleskopbauart mit Überauszug nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Einen Schubkastenauszug dieser Art zeigt und beschreibt die AT-PS 312 851. Die hier im Mittelbereich der Mitteischiene vorgesehenen, paarweise angeordneten Laufrollen sind mit radialem Spiel gelagert. Dieses Spiel der Laufrollen wird für «Schaltzwecke» verwendet: Unmittelbar hinter der hinteren, mittleren, mit radialem Spiel gelagerten Laufrolle ist an der Unterkante der Mittelschiene ein nach unten vorspringender Nocken vorgesehen, der die Aufgabe hat, als Einlaufsperre zu dienen, wenn nach vorhergehendem vollen Auszug dieser wieder eingefahren werden soll. Um den einwandfreien Lauf der stets paarweise vorgesehenen Auszüge dieser Bauart zu gewährleisten, muss nämlich der Beginn des Rücklaufes der Mittelschiene beim Einschieben sozusagen definiert sein. Ist der Auszug zur Gänze ausgefahren, so ist die Ladenschiene durch eine vordere untere und eine mittlere obere Stützrolle gehalten. Das hintere Ende der Ladenschiene liegt dabei vor der Stirnseite der Möbelschiene. Durch das radiale Spiel der nachfolgenden, noch im Bereich der Möbelschiene liegenden Laufrolle, ist die Mittelschiene, sobald die Ladenschiene diese Rollen verlassen hat, etwas abgesunken, entsprechend dem Radialspiel ihrer Lagerung (Schaltbewegung), so dass der Nocken mit der unteren horizontalen Laufbahn der Möbelschiene als Sperre zusammenwirkt, so dass durch dieses Zusammenwirken die Mittelschiene gegenüber der Möbelschiene gegen eine achsparallel einwirkende Kraft festgehalten ist. Wird nun die Ladenschiene zurückgeschoben, so beginnt die obere Laufbahn, sobald das hintere Ende dieser Ladenschiene diese Laufrolle erreicht hat, auf dieser Rolle aufzulaufen, wodurch nun die Mittelschiene etwas angehoben wird. Dadurch wird die erwähnte Sperre durch den Nocken gelöst und nun kann sich die Mittelschiene nach hinten bewegen.
Bei Einschieben der Ladenschiene wird dieses An- und Auflaufen des hinteren Endes der Ladenschiene auf der erwähnten, mit radialem Spiel gelagerten Rolle als hemmender Stoss empfunden. Von diesem Stand der Technik ausgehend zielt die Erfindung darauf ab, einen Schubkastenauszug der eingangs erwähnten Art hinsichtlich seiner «Lauf-kultur»_ zu verbessern, die Einschubbewegung trotz Überauszug zu vergleichmässigen, den erwähnten hemmenden Stoss durch die Schaltbewegung bei der bekannten Konstruktion zu vermeiden. Gemäss der Erfindung gelingt die Lösung dieser Aufgabe durch jene Massnahmen, die Gegenstand und Inhalt des Patentanspruches 1 sind.
Zweckmässigerweise ist dabei vorgesehen, dass die Oberfläche der aus gummielastischem Material bestehenden Rolle einen hohen Reibungskoeffizienten aufweist. Dadurch ist sichergestellt, dass die lineare Bewegung der Ladenschiene mit hoher Effizienz und ohne Schlupfverluste in eine rollende Bewegung auf diese Rolle übertragen wird, so dass der erwünschte Differentiallauf bei beiden Schienenpaaren eines Auszuges möglichst synchron sich abspielt.
Da die Rolle aus gummielastischem Material innerhalb des Schienensystems keine «tragende Aufgabe» hat, also nicht dazu dient, Gewichts- und Belastungskräfte aufzunehmen und zu übertragen, diese Rolle vielmehr nur Mitnehmerfunktion hat, kann diese Rolle auch mit radialem Spiel gelagert werden, so dass durch dieses radiale Spiel für das gummielastische Material bzw. seine Verformung unter Belastung ein Freiraum gewonnen wird.
Ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der bezüglich der Schwenkachse des Hebels vorne liegende Arm länger bzw. schwerer ist als der hintere Arm, so wird dadurch erreicht, dass der Hebel von sich aus seine funktionsrichtige Stellung einnimmt, ohne dass es zusätzlicher, anderer konstruktiver Massnahmen wie beispielsweise der Anordnung einer Feder bedarf.
Damit der angestrebte Effekt auch unter ungünstigen Betriebsbedingungen sicher und verlässlich erzielt werden kann, ist zweckmässigerweise vorgesehen, dass der Durchmesser der aus elastischem Material bestehenden Rolle um ein geringes Mass grösser ist als die Durchmesser der nachfolgenden Rollen der Mittelschiene.
Ein Ausführungsbeispiel veranschaulicht die Erfindung anhand der Zeichnung.
Es zeigen:
Fig. 1 die Möbelschiene in Ansicht;
Fig. 2 die Mittelschiene in Ansicht;
Fig. 3 die Ladenschiene in Ansicht;
Fig. 4 die Schienen nach den Fig. 1 und 3 in funktionsgerechtem Zusammenbau und voll gegeneinander ausgezogen;
Fig. 5 eine Stimansicht des Auszuges nach Fig. 4 und
Fig. 6 ein Detail.
Die Möbelschiene 1 (Fig. 1) besitzt einen C-förmi-gen Querschnitt mit einem oberen horizontalen Flansch 2 und einem unteren horizontalen Flansch 3; am rückseitigen Ende ist am vertikalen Steg 4 ein Anschlag 5 befestigt. Im vorderen Bereich, und zwar im oberen horizontalen Flansch 2 ist eine Öffnung 6 ausgespart.
Einen ebenso einfachen Aufbau besitzt die Ladenschiene 7 (Fig. 3), die hier einen Z-förmigen Querschnitt zeigt mit einem vertikalen Steg 8, einem Auflageflansch 9 für den Schubkasten und einem oberen horizontalen Flansch 10, der als Laufbahn dient. An diesem Flansch 10, und zwar an seinem rückseitigen Ende, ist ein Anschlag 11 angebracht.
Die Mittelschiene 12 zeigt die Fig. 2. Auch ihr Querschnitt ist C-förmig, doch haben die horizontalen Flansche dieser Schiene 12 für die Funktion des Auszuges an sich keine Bedeutung, sie dienen nur statischen Zwecken, sie haben diese Schiene zu versteifen. Diese Mittelschiene trägt an ihrem vorderen Ende eine Stützrolle 13 und hinter derselben eine weitere Rolle 14, welche mit dem oberen horizontalen Flansch 10 der Ladenschiene 7 zusammenwirken, auf diesen Rollen 13 und 14 liegt der Flansch
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10 der Schiene 7 auf. Rückseitig ist eine Laufrolle 15 frei drehbar gelagert, welche mit dem oberen horizontalen Flansch 2 der Möbelschiene 1 zusammenwirkt. Im mittleren Bereich dieser Schiene 12 und deren Unterkante 16 überragend sind mehrere Rollen 17, 18, 19 hintereinander vorgesehen, wobei die vorderste Rolle 17 dieser Rollengruppe aus einem gummielastischen Material gefertigt ist, so dass diese Rolle 17 unter Krafteinwirkung verformbar ist. Zweckmässigerweise ist die zylindrische Oberfläche dieser Rolle 17, die unmittelbar auf den Flanschen der Schiene abrollt, so ausgebildet bzw. aus einem solchen Material gefertigt, dass sie einen hohen Reibungskoeffizienten besitzt. Diese Rolle 17 kann auf ihrem Lagerzapfen mit oder ohne Spiel gelagert sein. Eine spielbehaftete Lagerung ist allerdings zweckmässig, vor allem wenn das Material, aus dem diese Rolle besteht, relativ weich ist, so dass die durch die äusseren Kräfte, die auf diese Rolle 17 einwirken, erzwungenen Verformungen einen ausreichenden Spielraum vorfinden.
Oberhalb dieser Rolle 17 ist nun ein zweiarmiger Hebel in einer vertikalen Ebene, die auch die Auszugsrichtung enthält, schwenkbar gelagert. Der vordere Arm 22 - bezogen auf die Schwenkachse
21 des Hebels 20 - ist länger bzw. schwerer als der hintere Arm 23, der eine nach oben gerichtete Nase 24 aufweist, die bei freiem und unbelastetem Hebel 20 (Fig. 2) die Oberkante 25 der Mittelschiene 12 überragt. Die Unterkante 26 des vorderen Armes
22 ragt bei frei bewegbarem Hebel 20 in den Verschiebeweg des oberen horizontalen Flansches 10 der Ladenschiene 7. Schlussendlich ist noch zu erwähnen, dass vor dem Hebel 20 eine frei drehbare Stützrolle 27 liegt, die die Aufgabe hat, die vorgezogene Ladenschiene 7 daran zu hindern, dass sie nach unten kippt (Fig. 4).
Aus der Detaildarstellung nach Fig. 6 ist noch der Anschlag 28 ersichtlich, der an der Unterseite des oberen horizontalen Flansches 2 der Möbelschiene 1 angeordnet ist und der mit der rückseitigen Laufrolle 15 der Mittelschiene auszugsbegrenzend zusammenwirkt.
Von der Rolle 19 ist noch zu erwähnen, dass sie für die Funktion des Auszuges nicht unbedingt notwendig ist, dass sie aber, wenn vorhanden, zweckmässigerweise mit radialem Spiel gelagert ist. Diese Rolle hat die Aufgabe, den hinteren Teil der Mittelschiene abzustützen, wenn die Ladenschiene 7 zur Gänze eingefahren ist und der Schwerpunkt dieser Lade hinter der Laufrolle 18 liegt.
So weit zum konstruktiven Aufbau der hier gezeigten Schienen, die in Fig. 4 in funktionsgerechtem Zusammenbau wiedergegeben sind. Diese Fig. 4 zeigt den Auszug voll ausgefahren, das Aus-mass des «Oberauszuges» ist durch das Mass A gegeben, um das die hintere Stirnkante der Ladenschiene 7 vor der vorderen Stimkante der Möbelschiene 1 liegt. Wird nun davon ausgegangen, dass alle drei Schienen des Auszuges vorerst zusammengefahren, der Auszug also eingeschoben ist und wird nun der Auszug betätigt, die Ladenschiene 7 bzw. den von ihr getragenen, jedoch nicht dargestellten Schubkasten vorgezogen, so setzen sich die Mittelschiene 12 und die Ladenschiene 7 gleichzeitig in Bewegung, wobei jedoch die Mittelschiene 12 gegenüber der Ladenschiene 7 nur den halben Weg zurücklegt (Differentialeffekt). Nähert sich das hintere Ende der Ladenschiene 7 während dieser Auszugsbewegung der Rolle 17 und fährt dann in der Folge gegenüber dieser Rolle 17 vor, so ver-lässt diese Schiene 7 den Hüllbereich des schwenkbaren Hebels 20, so dass der dadurch freigegebene längere und vor der Schwenkachse 21 liegende Arm 22 versucht, den Hebel 20 (Fig. 4) im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken. Ist die Auszugbewegung der Schienen gegeneinander durch die beschriebenen Anschläge 11 und 28 beendet, so liegt die Nase 24 des Hebels 20 im Bereich der Öffnung 6 des oberen horizontalen Flansches 2 der Möbelschiene 1, in welche er nun einschwenkt. Da die Rollen 15 und 18 ohne wesentliches radiales Spiel gelagert sind, kann die Mittelschiene 12, sobald das hintere Ende der Ladenschiene 1 die Rolle 18 überfahren und verlassen hat, keine Bewegung in der vertikalen Ebene ausführen, sie behält also ihre Lage bei. Die Rolle 17 aus gummielastischem Material ist bei ausgefahrenem Auszug ebenfalls von der Ladenschiene freigegeben, kann jedoch keine nennenswerten vertikalen Kräfte aufnehmen und übertragen, da diese Kräfte von den im wesentlichen spielfrei gelagerten Rollen 15 und 18 als Widerlager abgestützt sind. Zweckmässigerweise ist der Durchmesser dieser aus gummielastischem Material gefertigten Rolle 17 um ein geringes Mass grösser als jene der Laufrollen 18 und 19.
Wird nun der Schubkasten wiederum eingefahren, so fährt die Ladenschiene 7, die vorerst allein von den Stützrollen 13 und 27 getragen ist, nach rechts (Fig. 4), bis ihr hinteres Ende an der Unterkante des Hebels 20 anstösst und in der Folge diesen Hebel anhebt, wobei das hintere Ende der Ladenschiene gleichzeitig die elastische Rolle 17 erreicht, die nun durch das Auffahren dieser Schiene etwas verformt wird und nunmehr nach Entriegelung durch das Anheben des Hebels 20 die Schubbewegung der Ladenschiene 7 durch ihr folgendes Abrollen auf die Mittelschiene 12 überträgt, die nun mit ihrem Rücklauf in ihre eingeschobene Ausgangsstellung beginnt. Diese Rolle 17 aus gummielastischem Material hat innerhalb des Schienensystems nur die Aufgabe, die Horizontalbewegung der Schienen aufeinander zu übertragen, hat also nur Mitnehmerfunktion. Das verwendete gummielastische Material hat dabei eine Shore-Härte von ca. 60-80 A.
Wie Versuche zeigen, wird durch diese vorgeschlagene Massnahme die «Laufkultur» eines solchen Schubkastenauszuges gegenüber den bekanntgewordenen Konstruktionen ganz erheblich verbessert, da der Beginn des Rücklaufes der Mittelschiene 12 beim Einschieben des Schubkastens nicht mehr als hemmender Stoss wahrgenommen wird, da bei der erfindungsgemässen Konstruktion ein solcher Stoss gar nicht mehr auftreten kann. Die Mitnehmerfunktion ausübende Rolle 17 ist aus einem elastischen, vorzugsweise gummiplastischem Werkstoff gefertigt und gebildet. Das Ausmass der Elastizität und der Weichheit dieses Materials ist im wesentlichen abhängig von der Grösse des Schub5
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kastenauszuges, aber auch von der Nennbelastung, für die der Schubkastenauszug jeweils dimensioniert und bemessen ist. Das Ausmass der Elastizität des Materials für diese «Mitnehmerrolle» 17 kann daher in weiten Grenzen schwanken.
ein geringes Mass grösser ist als die Durchmesser der nachfolgenden Rollen (18 und 19) der Mittelschiene (12).
Claims (5)
1. Schubkastenauszug in Teleskopbauart mit Überauszug mit beidseitig je einer feststehenden, 10 einen C-förmigen Querschnitt aufweisenden Möbelschiene (1), einer am ausziehbaren Schubkasten befestigbaren, im Querschnitt L- oder Z-förmigen Ladenschiene (7) und einer Mittelschiene (12), wobei am vorderen Ende der Mittelschiene (12) eine 15 Stützrolle (13) für die Ladenschiene (7) vorgesehen ist, und am rückseitigen Ende sowie im Mittelbereich derselben Rollen (15,17,18,19) frei drehbar gelagert sind, die bei der Betätigung des Auszuges entlang der horizontalen Flansche (2, 3) der Möbelschiene 20 (1) abrollen und in der vorderen Hälfte der Mittelschiene (12) oberhalb des als Laufbahn dienenden Auflageflansches (10) der Ladenschiene (7) noch zusätzlich eine Stützrolle (27) vorgesehen ist, und die Auszugsweiten der Schienen (1, 7,12) gegenein- 25 ander durch Anschläge (5, 28) begrenzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass von den im Mittelbereich der Mittelschiene (12) vorgesehenen, am unteren horizontalen Flansch (3) der Möbelschiene (1) abrollenden Rollen (17,18,19) die in Auszugrichtung 30 gesehen vorderste Rolle (17) aus gummielastischem Material besteht und die dahinter befindliche, als Laufrollen dienende Rolle (18) spielfrei gelagert ist, und oberhalb dieser Rollen (17, 18) ein schwenkbarer, zweiarmiger Hebel (20) angeordnet ist, des- 35 sen - bezogen auf seine Schwenkachse (21) und die Auszugrichtung gesehen - vorderer Arm (22) vor der aus gummielastischem Material bestehenden Rolle (17) liegt und dessen hinterer Arm (23) eine nach oben gerichtete Nase (24) aufweist, die bei 40 zur Gänze ausgefahrenem Schubkastenauszug, d.h., wenn das hintere Ende der Ladenschiene (7) vor der Stirnseite der Möbelschiene (1) liegt, als Riegel in eine im oberen horizontalen Flansch (2) der Möbelschiene (1) ausgesparten Öffnung (6) ein- 45 greift und der vordere Arm (22) dieses Hebels (20), bzw. dessen untere Begrenzungskante in der Verriegelungsstellung des Hebels (20) in den Verschiebeweg der Ladenschiene (7) ragt.
2. Schubkastenauszug nach Anspruch 1, da- 50 durch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der aus gummielastischem Material bestehenden Rolle (17) einen hohen Reibungskoeffizienten aufweist.
3. Schubkastenauszug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus gummielasti- 55 schem Material bestehende Rolle (17) mit radialem Spiel gelagert ist.
4. Schubkastenauszug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bezüglich der Schwenkachse (21) des Hebels (20) vorne liegende 60 Arm (22) länger bzw. schwerer ist als der hintere
Arm (23).
5. Schubkastenauszug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der aus elastischem Material bestehenden Rolle (17) um 65
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