CH681460A5 - - Google Patents
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Description
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CH 681 460 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Riemen-Falschdrahtzwirnmaschinen der vorgenannten Art verleihen einem Garn einen Falschdraht, indem sie ein Garn Y, wie es z.B. in Fig. 6 gezeigt ist, veranlassen, durch eine Überschneidungsstelle (Einklemmsteile) N eines Paars endloser Riemen 7, 8 zu laufen, wobei diese Riemen sich zwischen Rollen 3, 4 und 5, 6 erstrecken bzw. um diese herumgeführt sind; diese Rollen stehen drehfähig von einem Paar Rahmen 1 und 2 ab, die senkrecht zueinander angeordnet sind.
Während eine der Rollen 4 oder 6 üblicherweise auf die Riemenspannungsseite einwirkt, und zwar über Spannvorrichtungen 9, die üblicherweise auf dem Rahmen 1 oder 2 vorgesehen sind, wirken die Riemen 7 und 8 der Riemen-Falschdrahtzwirnma-schine gegeneinander, und zwar mit einer im wesentlichen festen Andruckkraft, selbst wenn die Riemen 7 und 8 an der Einklemmstelle gebogen sind. Ein Gleitrahmenabschnitt 2a ist parallelbeweglich auf einer Führungsstange 12 am Rahmenkörper 2 montiert, Stützwellen 10 für die Rollen 4 und 6 sind auf dem Gleitrahmenabschnitt 2a rechtwinklig abstehend vorgesehen. Eine Schraubenfeder 11 dient zum Aufbringen der Vorspannkraft.
Ein sehr wichtiger Faktor für die Garnbehandlung besteht im folgenden darin, dass eine feste Spannung stets auf die Riemen in der obenbeschriebenen Weise ausgeübt wird.
Im einzelnen bedeutet dies, dass dann, wenn auf das durchlaufende Garn Y ein stabiler Falschdraht aufgebracht werden soll, der Kontaktdruck zwischen den Riemen und dem Garn Y stabilisiert werden muss. Zu diesem Zweck müssen die Riemen 7 und 8, wenn das laufende Garn Y in seiner Dicke variiert, aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegt werden, um den Abstand zwischen den Riemen an der Einklemmstelle N zu verändern, und zwar um einen Abstand, der einem bestimmten Ausmass einer solchen Veränderung entspricht. Falls die Bewegung der Riemen 6 und 8 aufeinander zu oder voneinander weg nicht gleichmässig und vorsichtig ausgeführt wird, kann die Schwierigkeit auftreten, dass der Kontaktpunkt der Riemen 7 und 8 auf einem dicken Faserabschnitt des Garns erhöht wird (die Spannkraft der Riemen selbst wird erhöht), so dass die Drallnummer des auf das Garn Y aufgebrachten Drahts erhöht wird; hingegen wird der Kontaktpunkt der Riemen 7 und 8 auf einem dünnen Faserabschnitt des Garns herabgesetzt (die Spannungskraft der Riemen selbst wird reduziert), so dass die Drallnummer des auf das Garn aufgebrachten Drahts gesenkt wird.
Umstände wie die oben geschilderten stellen ein grosses Problem auch dann dar, wenn Riemen-Falschdrahtzwirnmaschinen dieses Typs für die Falschdrahterteilung eines Garns aus chemischen Fasern verwendet werden. Spezielle Probleme ergeben sich, wenn die Maschine zur Falschdrahterteilung bei einer Spinnmaschine Verwendung findet, auf welcher ein Faserbündel oder ein Vorgarn verarbeitet wird, das aus einer Ansammlung kurzer Fasern als Ausgangsmaterial besteht; die geschilderten Umstände sind hier ein noch grösseres Problem.
In diesem Fall ist das Ausmass von Dickenschwankungen eines Faserbündels grösser als bei einem Filamentgarn aus chemischen Fasern, und auch bei einem Faserbündel, das aus einer Ansammlung kurzer Fasern besteht, wird eine Erhöhung der Drallnummer sofort einen Garnbruch verursachen und ein Senken der Garnnummer unmittelbar zu einer Unspinnbarkeit führen.
Bei einer Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine ist es wünschenswert, dass die auf die Riemen ausgeübte Vorspannkraft fest ist und unverändert bleibt, selbst wenn die Riemen an einigen Abschnitten ihres Umlaufweges gebogen werden (eine Biegung oder dergleichen, speziell an einer Einklemmstelle N infolge wechselseitigen Kontaktdrucks). Da die in Fig. 6 gezeigte bekannte Vorrichtung einen Gleitmechanismus verwendet, kann der Widerstand gegen eine Bewegung des Gleitrahmenabschnitts 2a nicht als feste Grösse angesetzt werden, und damit kann auch nicht die Stabilität der Vorspannungskraft gewährleistet sein.
Speziell ein Gleitkörper, der gleitbeweglich auf einer Führungsstange gelagert ist, wird im allgemeinen von einer Gleitwiderstandskraft beaufschlagt, welche bei gewissen Kraftunterschieden schwankt. Selbst wenn bei herkömmlichen Vorrichtungen die Riemen beispielsweise an der Einklemmstelle gebogen sind, so dass die Rollen 3 und 4 durch eine Spannung beaufschlagt werden, die dazu neigt, den Rollenabstand zu reduzieren, ist eine hohe statische Reibung zwischen der Führungsstange 12 und dem Gleitrahmenabschnitt 2a wirksam, so dass die Bewegung der Rolle 4 nicht sanft genug ausgeführt werden kann. Infolgedessen kann im Riemen 7 eine hohe Spannung auftreten. Anders ausgedrückt muss der Abstand zwischen den Rollen 3 und 4 durch die Spannkraft der Schraubenfeder 11 erhöht werden, wenn die Riemen, welche sich zunächst an der Einklemmstelle gebogen haben, in ihre gestreckte Lage zurückkehren sollen; eine hohe statische Reibung wirkt sich entsprechend wie oben beschrieben aus, so dass die Bewegung der Rolle 4 nicht sanft ausgeführt werden kann. Infolgedessen neigt der Riemen dazu durchzuhängen, so dass seine Spannung schlagartig gesenkt wird. Die bekannte Vorrichtung besitzt die vorstehend beschriebenen Nachteile.
Wenn ein wie oben beschriebener Gleitmechanismus durch einen anderen Mechanismus mit einer niedrigeren Reibwiderstandskraft ersetzt würde, bleibt das Faktum bestehen, dass die Spannungskraft auf einen Riemen einen sehr empfindlichen Einfluss auf einen Falschdrahtvorgang bei einem vorstehend beschriebenen Garn ausübt. Selbst wenn somit die Spannungskraft des Riemens stabil ist, ist es nicht möglich, einen idealen Falschdraht auf ein Garn aufzubringen, solange ein Mechanismus verwendet wird, bei welchem die Spannungskraft des Riemens nicht fein eingestellt werden kann.
Ein Ziel der Erfindung besteht darin, eine Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine zu schaffen, in welcher
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die auf die Riemen aufgebrachte Spannung stets konstant gehalten bleibt, um dem Garn einen stabilen Falschdraht zu erteilen.
Die Erfindung soll überdies eine besondere Ausführungsform ermöglichen, bei der die Spannung der Riemen feinjustierbar ist.
Nach der Erfindung ist eine Riemen-Faischdraht-zwirnmaschine, bei welcher ein Faserbündel zwischen einem Paar umlaufender Endlosriemen, die einander in einer im wesentlichen X-förmigen Anordnung überschneiden, eingeklemmt wird, um dem Faserbündel einen Falschdraht zu verleihen, derart aufgebaut, dass je eine Rolle, um welche je einer der Endlosriemen umläuft, schwenkfähig um eine sich parallel zur Rotationswelle der jeweiligen Rolle erstreckende Tragachse hin- und herbeweglich gelagert ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ferner eine Feder vorgesehen, um die hin- und hergehend gelagerte Rolle in einer Richtung vorzubela-sten, die von einer anderen, antreibenden Rolle wegzeigt, sowie eine Einstellschraube, um die wirksame Länge der Feder zu vergrössern oder zu verkleinern.
Wenn eine auf den Riemen aufgebrachte Spannungsschwankung durch eine Riemenbiegung od. dgl. erzeugt wird, erfolgt eine hin- und hergehende Bewegung der entsprechend abgestützten Rolle, und zwar um einen Betrag, der dem Ausmass der Riemenbiegung entspricht, um den Abstand zwischen dem Rollenpaar einzustellen und um zu verhindern, dass die Spannungsänderung sich auswirkt.
Eine derartige hin- und hergehende Bewegung ist eine Bewegung um eine einzige Achse, wobei die Rolle sanft und leicht ansprechend, selbst bei kleinster Kraft, welche durch ein Biegen des Riemens erzeugt wird, hin und her bewegt wird.
Die auf den Riemen ausgeübte Spannung kann fein eingestellt werden, und zwar durch ein Verstellen des Schraubeingriffs der Einstellschraube, um so die Wirklänge der Feder zu verkleinern oder zu vergrössern.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen:
Fig. 1 zeigt eine Frontansicht einer Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach den Merkmalen der Erfindung,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Maschine nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Vertikalschnittansicht einer Spannvorrichtung und einer Druckrolle,
Fig. 4 eine Schnittansicht bei einer Schnittführung entlang der Linie IV—IV in Fig. 2,
Fig. 5 eine Ansicht zur Veranschaulichung der Gesamtkonstruktion einer Vorrichtung zum Herstellen von Spinngarn, bei welcher die Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine als eine zweite Falschdrahtzwirnmaschine verwendet wird und
Fig. 6 eine Aufsicht auf ein herkömmliches Beispiels einer Falschdrahtzwirnmaschine.
In der nachstehenden Detailbeschreibung bevorzugter Ausführungsformen wird eine Ausführungsform beschrieben, bei welcher eine Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach der Erfindung als eine zweite Falschdrahtzwirnmaschine einer Vorrichtung zum Herstellen von Spinngarn verwendet wird.
Gemäss Fig. 5 wird ein ungedrehtes Strickband oder Faserbündel S aus einer Kanne K herausgezogen und hinter einer Leitrolle 13 zugeführt; das Faserbündel wird in ein Streckwerk 18 eingeführt, welches ein Paar Zufuhrzylinder 14, ein Paar Mittenzylinder 16, jeweils mit einem Riemchen 15, sowie ein Paar Austragzylinder 17 umfasst. Das Faserbündel S wird ferner sukzessive durch eine Luftstrahldü-se 19 geleitet, welche als eine erste Falschdrahtzwirnmaschine arbeitet sowie eine Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine 21, die als eine zweite Falschdrahtzwirnmaschine eingesetzt wird. Danach wird das Faserbündel über ein Paar Zufuhrzylinder 22 herausgezogen und dann auf einen Wickel P aufgespult, wobei letzterer durch eine Reibrolle 23 angetrieben wird.
Die Luftstrahldüse 19 bläst einen Druckluftstrom aus, welcher in der durch einen Pfeil A eingezeichneten Richtung herumwirbelt, um zu bewirken, dass das durch das Streckwerk 18 verzogene Faserbündel S bezüglich eines feststehenden Punktes an der Einklemmstelle der Austragwalzen 17 in Vibration versetzt wird, um eine Ballonbildung zu erzeugen, welche in derselben Richtung umwirbelt wie der Pfeil A.
Die Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine 21 umfasst, wie im einzelnen in den Fig. 1 bis 4 gezeigt, ein Paar Endlosriemen 24 und 25, die sich in einer gegenseitig schneidenden Anordnung, im wesentlichen X-förmig, zwischen und um Antriebsrollen 26 und 27 sowie angetriebene Rollen 28 bzw. 29 erstrecken. Die einzelnen Rollen 26, 27, 28 und 29 werden drehfähig auf einem Paar Rahmen 32 und 33, die armförmig ausgebildet sind und von einem Maschinenrahmen 31 abstehen, getragen. Die Riemen 24 und 25 werden so angetrieben, dass sie in die durch die Pfeile in Fig. 5 angezeigte Richtung umlaufen, um so einen Falschdraht auf ein Faserbündel in der Richtung des Pfeils B (Fig. 5) auszuüben.
Die antreibenden Rollen 26 und 27 und die angetriebenen Rollen 28 und 29 werden jeweils durch eine Spannvorrichtung in eine Richtung gedrängt, durch welche der Abstand zwischen den Rollen ver-grössert wird; nachstehend wird die Spannvorrichtung beschrieben.
Im einzelnen besteht jeder der Rahmen 32 und 33 aus einem festen Rahmenabschnitt 32a oder 33a, der integral mit dem Maschinenrahmen 31 verbunden ist sowie einem Schwingrahmenabschnitt 32b oder 33b, der an dem festen Rahmenabschnitt 32a oder 33a zueinander bzw. voneinander weg hin-und herbeweglich montiert ist. Die antreibenden Rollen 26 und 27 sind auf den festen Rahmenabschnitten 32a und 33a abgestützt, während die angetriebenen Rollen 28 und 29 von den Schwingrahmenabschnitten 32b und 33b getragen sind.
Jede angetriebene Rolle 28 und 29 besitzt eine Rotationswelle 35, die von einem Lager 34 getragen ist, welches sich am oberen Abschnitt des Schwingrahmenabschnitts 32b oder 33b, wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt, vorgesehen ist. Die Rotationswelle 35 erstreckt sich in einer genau parallelen Anord5
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nung zu einer Rotationsweile 36 der antreibenden Rolle 26.
Der Schwingrahmenabschnitt 32b ist mit dem feststehenden Rahmenabschnitt 32a in der Weise kombiniert, dass ein Paar oberer und unterer Plattenteile 37 und 38, die von einem Seitenabschnitt des Rahmens vorstehen, einen Blockteil 39, der von dem feststehenden Rahmenabschnitt 32a absteht, von oben und unten zwischen sich halten können. Der Schwingrahmenabschnitt 32b wird somit schwenkfähig mittels eines Lagers 42 um eine Tragachse 41 gelagert, wobei sich diese Achse durch die Plattenteile 37 und 38 und den Blockteil 39 erstreckt. Die Tragachse 41 verläuft parallel zu den Rotationswellen 35 und 36.
Eine Schraubenfeder 43 ist auf folgende Weise zwischen dem festen Rahmenabschnitt 32a und dem Schwingrahmenabschnitt 32b, der wie oben beschrieben schwenkfähig getragen ist, eingefügt.
Wie in Fig. 3 gezeigt, ist eine horizontale Bohrung 44 in Längsrichtung in einem armförmigen Teil des festen Rahmenabschnitts 32a ausgebildet. Die Schraubenfeder 43 mit einer entsprechenden Federkraft ist zwischen einen Federsitz 45, der am Boden der Bohrung 44 eingefügt ist und einer Einstellschraube 47 eingesetzt, wobei diese Schraube in eine Gewindebohrung 46 in einer Seitenwand des Schwingrahmenabschnitts 32b eingedreht ist und ebenfalls als Federsitz wirkt. Die Schraubenfeder 43 belastet den Schwingrahmenabschnitt 32b in einer abstandbildenden Weise, d.h. in einer Richtung, dass er von den treibenden Rollen 26 und 27 weggedrängt wird.
Durch die Änderung der Einschraubtiefe der Einstellschraube 47 in die Bohrung 46 wird die wirksame Länge der Schraubenfeder 43 verlängert oder verkürzt, da die Einstellschraube 47 auch als Federsitz dient, so dass die Vorbelastungskraft auf den Schwingrahmenabschnitt 32b geändert werden und dadurch auch die Spannung, die auf den Riemen gebracht werden soll, eingestellt werden kann.
Der Aufbau der obenbeschriebenen Spannvorrichtung 30 ist entsprechend bei dem anderen Rahmen 33.
Es wird hervorgehoben, dass eine Feststellschraube 60 vorgesehen ist, um das Lockern der Einstellschraube 47 zu verhindern sowie ein mit einer Gradation versehener Ring 62, der mittels einer anderen Feststellschraube 61 fixiert werden kann, wobei diese Schraube an einem kleineren Durchmesserabschnitt 47a des Kopfteils der Schraube 47 vorgesehen ist und dort angreift.
Wenn der Gradationsring 62 durch die Feststellschraube 61 an der Einstellschraube 47 befestigt ist, wird er mit den Fingern erfasst und gedreht, und wenn dann die Spannung des Riemens einen vorbestimmten Wert erreicht (d.h. ob die Riemenspannung gleich ist einem vorbestimmten Wert, kann geprüft werden durch Einsatz eines Schlagdetektors, wie eines Dehnungsmessers od.dgl. während des stattfindenden Spinnvorgangs), wird die Feststellschraube 60 eingedreht, um die wirksame Länge der Feder 43 zu fixieren. Danach kann der sich eignende Einstellzustand abgelesen werden. Wenn die Feststellschraube 61 gelockert ist, wird lediglich der
Gradationsring 62 gedreht, bis der Nullpunkt des Rings 62 mit der Position einer Markierung 63, welche auf der Seite des Schwingrahmenabschnitts 32b vorgesehen ist, übereinstimmt. Nach Beendigung der obengenannten Einstellung wird die Fixierschraube 61 wieder festgezogen, um den Gradationsring 62 auf der Schraube 47 festzulegen.
In der Zwischenzeit werden die einzelnen Rollen 26, 27 und 28, 29 in ihre Position und Ausrichtung gebracht, so, dass die Riemen 24 und 25 in einem kleinen Abstand voneinander vorgesehen sind, wenn sie sich in einem unbelasteten Zustand zwischen den bzw. um die Rollen 26, 27, 28, 29 erstrecken. Zwischen den Rollen 26 und 28 ist eine nachstehend beschriebene Rollenvorbelastungsvorrichtung 48 vorgesehen.
An dem einen armförmigen Rahmen 32 ist ein Hebel 51 schwenkfähig um einen Zapfen 49 gelagert. Eine Rolle 52 ist drehfähig an einem freien Ende des Hebels 51 vorgesehen, derart, dass dann, wenn der Hebel 51 in Richtung eines Pfeils in Fig. 2 durch einen Druckluftzylinder 53 vorbelastet wird, die Rolle
52 in einen abrollenden Kontakt mit der Innenfläche des Riemens 24 treten kann, um so den Riemen 24 zu biegen und in Richtung der Seite des anderen Riemens 25 zu bewegen, so dass die Riemen 24 und 25 miteinander in Berührung gelangen können.
Ein Lager 54 dient zur Drehlagerung des Zapfens 49, während eine Lagerung 55 für die Rolle 52 vorgesehen ist.
Die Position T, in welcher die Rolle 52 in abrollendem Kontakt mit dem Riemen 24 steht, ist im Abstand von der Überschneidungsposition der Riemen 24 und 25 gewählt, d.h. dass die Vorbelastungskraft über die Rolle 52 nicht direkt auf die Einklemmstelle N für die Fasern einwirkt. Mit zunehmender Ver-grösserung des Abstandes des abrollenden Kontakts in der Position T von der Einklemmstelle N sinkt der Anteil der Vorbelastungskraft über die Rolle 52, die direkt auf die Einklemmstelle N einwirkt. Da selbst eine kleine Änderung der ausfahrenden Kraft des Luftzylinders sich entsprechend auf die Vorbelastung auswirkt, wird es bevorzugt, das Ausmass der Versetzung der Abrollkontakt-Position T von der Einklemmstelle N gross zu gestalten.
Eine Halterung 56 dient zum Befestigen des Luftzylinders 53 am Rahmen 32a; aus dem Luftzylinder
53 ragt eine Kolbenstange 57.
Die Druckzufuhr zum Luftzylinder kann in vielen Einzelschritten oder kontinuierlich mittels bekannter Massnahmen geändert und eingestellt werden.
Bei der obenbeschriebenen Vorrichtung zum Herstellen von Spinngarn wird ein Faserbündel S in die Riemen-Falschdrahtzwirnvorrichtung 21 vom Streckwerk 18, durch die Luftstrahldüse 19 hindurch zwischen den Riemen 24 und 25 eingeklemmt und dort falschgedreht. Da das Faserbündel S eine Ansammlung von Stapelfasern ist und eine vergleichsweise hohe Dickenschwankung besitzt, selbst wenn die Riemen 24 und 25 an der Einklemmstelle N erheblich gebogen sind, werden die Schwingrahmenabschnitte 32b und 33b sehr leichtgängig um die Welle 41 hin- und hergehend verlagert, so dass die Rollen 28 und 29 entsprechend hin-
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und hergehend bewegt werden und feinfühlig der besagten Biegebewegung folgen. Somit lässt sich die auf die Riemen 24 und 25 ausgeübte Spannung stets konstant halten.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist die Rolle 52 zum Andrücken gegen den Riemen an der Stelle T im Abstand von der Einklemmstelle N vorgesehen. Durch Einstellen der Andruckkraft der Rolle 52 kann der Kontaktdruck zwischen den Riemen eingestellt werden. Auch darüber lässt sich der auf ein Faserbündel aufgebrachte Falschdraht stabilisieren. Weil die Einstellung der Andruckkraft der Rolle 52 durch ein Einstellen des Luftdrucks auf den Luftzylinder 53 bewirkt wird, kann eine gleichmässige Einstellung der Spannung über eine grosse Anzahl von Einheiten, die nacheinander angeordnet sind, vergleichsweise einfach erfolgen, indem lediglich der Druck der Luftzufuhr erhöht oder gesenkt wird. Die Einstellung der Spannung für jede Einheit lässt sich lediglich durch das Ausmass des Schraubeingriffs der Einstellschraube 47 bewirken.
Wie bislang beschrieben wird bei der Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach der Erfindung dann, wenn ein Garn zwischen die Riemen zugeführt wurde, die auf die Riemen ausgeübte Spannung stets konstant gehalten, selbst wenn der Laufzustand der Riemen durch eine Dickenschwankung des Garns od.dgl. variiert wird. Demzufolge lässt sich ein stabiler Falschdraht auf das Garn aufbringen, und die Spannungseinstellung der Riemen iässt sich sehr genau durchführen. Entsprechend kann auf das Garn ein idealer Drall aufgebracht werden.
Claims (11)
1. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine, bei welcher ein Faserbündel (S) zwischen einem Paar umlaufender Endlosriemen (24, 25), die einander in einer im wesentlichen X-förmigen Anordnung überschneiden, eingeklemmt wird, um dem Faserbündel einen Falschdraht zu verleihen, dadurch gekennzeichnet, dass je eine Rolle (28,29), um welche je einer der Endlosriemen (24, 25) umläuft, schwenkfähig um eine sich parallel zur Rotationswelle (35) der jeweiligen Rolle erstreckende Tragachse (41) hin-und herbeweglich gelagert ist.
2. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hin-und herbeweglich gelagerte Rolle (28, 29) jedes der Endlosriemen (24, 25) eine mitlaufende, über den Endlosriemen angetriebene Rolle ist, und dass eine Feder (43) vorgesehen ist, um die hin- und herbeweglich gelagerte angetriebene Rolle (28, 29) in einer Richtung vorzubelasten, welche von einer anderen, antreibenden Rolle (26, 27) wegzeigt, und dass zudem eine Einstellschraube (47) zur Ver-grösserung oder Verkleinerung der wirksamen Länge dieser Feder vorgesehen ist.
3. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass je ein feststehender Rahmenabschnitt (32a, 33a), der als integraler Bestandteil eines Maschinenrahmens (31 ) angeordnet ist, die antreibenden Rollen (26, 27) trägt, und je ein Schwingrahmenabschnitt (32b, 33b), der an dem festen Rahmenabschnitt (32a, 33a) auf diesen zu und von diesem weg beweglich gelagert ist, die angetriebenen Rollen (28,29) trägt.
4. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 3, bei welcher jede angetriebene Rolle (28, 29) eine erste Rotationswelle (35) besitzt, welche in Lagern (34) abgestützt ist, die auf dem Schwingrahmen (32b, 33b) angeordnet sind, und bei welcher die erste Rotationswelle (35) sich parallel zu einer zweiten Rotationswelle (36) der antreibenden Rolle (26, 27) erstreckt.
5. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 4, bei welcher der Schwingrahmenabschnitt (32b, 33b) mit dem feststehenden Rahmenabschnitt (32a, 33a) derart kombiniert ist, dass ein Paar oberer und unterer Plattenteile (37, 38), die von einem Seitenteil des Schwingrahmenabschnitts abstehen, zwischen sich einen Blockteil (39), der von dem feststehenden Rahmenabschnitt vorsteht, halten, und bei welcher der Schwingrahmenabschnitt (32b, 33b) schwenkfähig über Lager (42) um die Tragachse (41) abgestützt ist, wobei diese Tragachse sich durch die Plattenteile und den Blockteil erstreckt.
6. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 5, bei welcher eine Schraubenfeder (43) zwischen dem festen Rahmenabschnitt (32a, 33a) und dem Schwenkrahmenabschnitt (32b, 33b) eingefügt ist, um den Schwenkrahmenabschnitt in einer Richtung vorzubelasten, die von der antreibenden Rolle (26, 27) wegzeigt.
7. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 6, bei welcher die Schraubenfeder (43) zwischen einem Federsitz (45) und der Einstellschraube (47), die in eine Gewindebohrung (46) des Schwingrahmenabschnitts (32b, 33b) eingeschraubt vorgesehen ist, liegt.
8. Riemen-Falschrahtzwirnmaschine nach Anspruch 7, bei welcher ein Gradationsring (62) an einem Kopfabschnitt (47a) der Einstellschraube (47) vorgesehen ist und dieser Gradationsring über eine Feststellschraube (61) arretierbar ist.
9. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 7, bei welcher eine Rollen-Vorbelastungsvorrichtung (48) zwischen der antreibenden Rolle (26, 27) und der angetriebenen Rolle (28, 29) an einer Stelle vorgesehen ist, die von einer Überschneidungsposition der Endlosriemen (24, 25) einen Abstand besitzt, und die Rollen-Vorbelastungsvorrichtung an dieser Stelle mit dem Endlosriemen in Berührung steht.
10. Riemen-Falschdrahtzwirnmaschine nach Anspruch 9, bei welcher die Rollen-Vorbelastungsvorrichtung an einem freien Ende eines Hebels (51 ) vorgesehen ist, der um einen Zapfen (49) schwenkbeweglich gelagert ist, wobei dieser Hebel durch einen Luftzylinder (53) betätigt wird, so dass ihre Vorbelastungsrolle (52) den Endlosriemen (24) biegen und zur Seite des anderen Endlosriemens (25) bewegen kann.
11. Spinnvorrichtung zur Herstellung eines Spinngarns (Y) aus einem Faserbündel (S), mit einem Streckwerk (18), einer ersten Falschdrahtzwirnmaschine (19) mit einer Luftstrahldüse, einer zweiten Falschdrahtzwirnmaschine und einer Aufnahmevorrichtung (P) für das Spinngarn, wobei diese Teile aufeinanderfolgend entlang des Faserbün-
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dass die zweite Falschdrahtzwirnmaschine eine Rie-men-Falschdrahtzwirnmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ist.
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