CH681596A5 - - Google Patents
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Description
Im allgemeinen ist es üblich, zur täglichen Reinigung der Zähne eine Zahnbürste zu benützen. Diese besteht üblicherweise aus einem geraden, gewinkelten oder gebogenen Stiel dessen eines Ende als Bürste ausgebildet ist. Diese Bürste kann mit Borsten verschiedener Härte und Form versehen sein, deren Anordnung auch in verschiedenen Varianten erfolgen kann. Neuerdings ist auch ein auswechselbarer Borstenkopf vorgeschlagen worden, der vom Standpunkt der Hygiene aus viele Vorteile aufweist. Da er nicht nur lösbar am Stiel befestigt werden muss, sondern auch so fest auf dem Stiel fixiert sein muss, dass er unverrückbar alle Bürstenbewegungen bei der Zahnreinigung mitmachen kann, dürfte eine kostengünstige Ausführungsform einige Probleme aufweisen. Andererseits wurde schon verschiedentlich ein Reinigungsgerät in Form eines auf einen Finger aufsteckbaren, verlängerten Fingerhutes mit textiler oder anderer rauher Oberfläche, welche gegebenenfalls mit einem Zahnreinigungsmittel imprägniert sein kann, vorgeschlagen. Diese Ausführungsform, welche auf der primitiven Methode beruht, die Zähne bei fehlender Zahnbürste durch Abreiben mit einem Finger zu reinigen, wird von der Zahnmedizin her als ineffizient abgelehnt. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen wurde festgestellt, dass das regelmässige, minutenlange intensive Bürsten der Zähne selbst mit weichen Borsten zu einer mikrofeinen Zerkratzung der Zahnoberfläche führen kann. Dies ist insbesondere nach dem Genuss saurer Speisen, welche den Zahnschmelz vorübergehend aufzuweichen vermögen, sowie an schmelzfreien, blossliegenden Zahnhälsen und Zahnwurzeloberflächen der Fall. Aufgabe der vorliegenden Erfindung war daher die Schaffung eines einfachen, borstenlosen Reinigungsgerätes, das einfach und günstig herstellbar ist, so dass es für den Verbraucher nahe liegt, es als Ganzes nach ein- oder mehrmaligem Gebrauch, nicht aber erst nach Monaten, wegzuwerfen oder im Falle einer Ausführungsform mit auswechselbarem Kopf, diesen nach jedem oder wenig Gebrauch zu ersetzen. Eine weitere Aufgabe bestand darin, das Gerät derart zu gestalten, dass es keinerlei Verletzung der Zahnoberfläche und des Zahnfleisches verursacht. Diese Aufgaben wurden durch die Erfindung gelöst, wie sie in ihrem breitesten Aspekt in Patentanspruch 1 definiert ist. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Im wesentlichen beruht die Erfindung auf der Elastizität des Reinigungsgerätes, welche eine Konstruktion erlaubt, die mindestens einen Zahn auf drei Seiten, nämlich Kaufläche, Aussen- und Innenseite, gleichzeitig voll umfasst, einen ständigen Kontakt zwischen Zahnoberfläche und reinigender Oberfläche des Gerätes während der Reinigungsbewegung sichert und eine automatische Anpassung an die verschiedenen Zahnformen des Gebisses, z.B. beim Übergang von Schneidezähnen zu Backenzähnen, ermöglicht. Das Aufsetzen des Gerätes auf die Zähne erfolgt mit Hilfe der vorhandenen \ffnung, die auf einen Schneidezahn aufgesetzt wird, worauf das Gerät bzw. der Kopf hintergedrückt wird, bis es bzw. er den Zahn auf seiner ganzen Höhe umgibt und etwas unter den Rand des Zahnfleisches greift. Durch Hinund Herbewegung des Gerätes wird eine Reibung auf der ganzen Zahnoberfläche (mit Ausnahme der Zahnzwischenräume) erzeugt, welche Plaque und andere Ablagerungen sanft abradiert ohne den Zahnschmelz zu verletzen. Es sind grundlegend folgende Ausführungsformen möglich: A. Länglicher Block aus elastischem Material ohne Halter. Der Block weist auf einer Seite eine durchgehende Längsöffnung auf, die auf die Zähne aufgesetzt wird. Infolge der Flexibilität des Materials folgt der Block, der gleichzeitig mehrere Zähne deckt, der Biegung des Gaumens und passt sich bei der reinigenden Hin- und Herbewegung ständig der jeweiligen Form des Kiefers und der Zähne an. Ein besonders geeignetes Material für diese Ausführungsform ist Integralschaumstoff. B. Reinigungskopf, der lösbar mit einem Halter verbunden ist. Die Elastizität ist entweder durch die Beschaffenheit des Kopfmaterials und/oder durch die Federkraft des Halters gewährleistet. Der Kopf ist mit Vorteil rund oder eckig und deckt im allgemeinen einen oder zwei Zähne. Die Befestigung des Kopfes auf bzw. am Halter erfolgt mit bekannten Mitteln, z.B. Druckknopfsystem, Schraubensystem, Einrastsystem, usw. Der Kopf besteht z.B. aus Schaumstoff, Integralschaumstoff, Gummi, Silikongummi und dergleichen. Mit Vorteil besteht er aus einem mehrschichtigen Material, z.B. einer federnden Aussenschicht, einer sehr elastischen Mittelschicht und einer inneren, mit der Zahnoberfläche in Berührung zu bringenden Innenschicht, die z.B. aus Schaumstoff mit rauher Oberfläche, aus Textilien, wie Manchester, Samt, Frotté oder anderen Schlingengeweben, Filz oder Flock und dergleichen oder aus einem Wirrfaservlies, gekräuselter Zahnseide usw. besteht. Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert, in welchen Fig. 1a eine Ausführungsform eines Blockes nach der oben genannten Kategorie A, Fig. 1b den Block nach Fig. 1a, aufgesetzt auf mehrere Zähne, Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Halter mit drehbar aufgesetztem Reinigungskopf aus elastischem Material, Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Halter mit einer federnden Gabel und einem auf die Zinkenenden aufgesetzten, mehr oder weniger elastischen Reinigungskopf, Fig. 4a einen Querschnitt durch den Reinigungskopf aus Fig. 2, aufgesetzt auf einen Schneidezahn, Fig. 4b einen Querschnitt durch denselben Reinigungskopf wie in Fig. 4a nach dessen Weiterbewegung auf einen Backenzahn, Fig. 5 eine Ansicht einer Gabel, Fig. 6 den Querschnitt durch einen Reinigungskopf entsprechend jenem nach Fig. 3 darstellt. In Fig. 1a und 1b ist ein Reinigungsblock 1 aus Integralschaumstoff mit einer seitlichen \ffnung 2 und einer \ffnung 3 am einen Ende versehen. Das gegenüberliegende Ende ist in Form eines Keils oder Dorns 4 ausgebildet, mit welchem die Zahnzwischenräume gereinigt werden können. Die \ffnung 2 dient zum Aufsetzen des Reinigungsblocks auf die Zähne, wobei gleichzeitig mehrere Zähne im Unterkiefer von oben her bzw. im Oberkiefer von unten her umfasst werden. Die \ffnung 3 dient dazu, das Gerät auf mindestens einen Zahn aufzusetzen. Zur Erzielung einer besonders guten Reinigung weisen diese \ffnungen 2, 3 eine rauhe Oberfläche auf, z.B. gerippt, gezahnt oder genoppt. Zur Zahnreinigung wird das Gerät, gewünschtenfalls nach Einführung eines Reinigungsmittels in die \ffnung, auf die Zähne 6 aufgesetzt und von Hand hin- und herbewegt. Gewünschtenfalls können die nicht mit Zähnen und Kiefer in Berührung tretenden Flächen 5 uneben sein, z.B. aufgerauht, gerippt oder dergleichen, um den Fingern einen festeren Halt zu bieten. Aus Fig. 2 ist eine Ausführungsform eines starren, gegebenenfalls abgewinkelten Halters 7, ähnlich wie der Griff einer Zahnbürste zu sehen, der an einem Ende mit einer Kugel 8 versehen ist, auf welche der elastische Kopf 9 drehbar und auswechselbar aufgesteckt ist. Anstelle der Kugel 8 kann ein anderes lösbares Befestigungsmittel, z.B. eine Schraube, ein Kugelgelenk, ein Druckknopf usw. eingesetzt sein. Der Reinigungskopf 9 ist vorzugsweise rund, kann aber auch eine andere Form aufweisen. Anstelle des Befestigungsmittels 8 am Halter kann das Befestigungsmittel auch am Kopf angebracht sein. In diesem Fall (nicht dargestellt) muss selbstverständlich das Kopfende des Halters mit einer entsprechenden Aufnahmeöffnung versehen sein. In der \ffnung 13 kann das Material zur Zahnreinigung auch als auswechselbare Einlage 12 lösbar befestigt sein, z.B. mittels eines Klettverschlusses. Diese Variante ist auch bei allen anderen Ausführungsformen anwendbar. Aus Fig. 4a und 4b ist ein Kopf 9, aufgesetzt auf einen Schneidezahn 15 (Fig. 4a) bzw. auf einen Backenzahn 16 (Fig. 4b) ersichtlich. Der runde Kopf 9 ist von einer federnden Aussenhülle 10 z.B. aus Integralschaumstoff umgeben, an welcher eine Zwischenschicht 11 aus elastischem Schaumstoff, Gummi, Silikongummi oder dergleichen angebracht ist. Mit der Schicht 11 ist eine innere Reinigungsschicht 12 verbunden, welche aus Samt, Manchester, Flock, Schlingengewebe, Wirrfaservlies oder dergleichen besteht und gegebenenfalls mit einem Zahnreinigungsmittel imprägniert sein kann. Gewünschtenfalls kann auch die Zwischenschicht 11 mit einem Zahnbehandlungsmittel versehen werden, indem man das Gerät vor Gebrauch mit einem solchen versieht, wobei ein gewisses Depot entsteht, das langsam entleert wird. Anstelle eines mehrschichtigen Kopfes kann auch ein einschichtiger Kopf verwendet werden. Die mit dem Zahn in Berührung kommende Oberfläche muss aber derart beschaffen sein, dass sie bei der Hin- und Herbewegung des Kopfes auf dem Zahn die Zahnoberfläche an allen drei Berührungsseiten (Kaufläche, lippen- und zungenseitige Fläche des Zahnes) mechanisch durch Reibung reinigt ohne den Zahn zu beschädigen. Die Dimensionen des Kopfes sind derart gewählt, dass die Endpartien 14 des Reinigungskopfes beidseitig bis etwas unter oder über das Zahnfleisch reichen. Um eine Verletzung des Zahnfleisches zu verhindern, ist darauf zu achten, diese Endteile entsprechend weich zu gestalten, was gegebenenfalls durch eine Spezialbeschichtung erfolgen kann. Der auf dem Halter 7 aufgesetzte Kopf 9 wird zur Zahnreinigung zunächst auf einen Schneidezahn aufgesetzt, dessen dünne Schneidefläche mühelos in die \ffnung 13 eingeführt werden kann. Mit leichtem Druck wird der Kopf auf den Zahn gedrückt, bis die Endpartien 14 die gewünschte Tiefe erreicht haben. Durch Hin- und Herbewegen des Kopfes auf dem Zahn erfolgt die Reinigung rasch und mühelos mit grossem Wirkungsgrad. Nach einigen Hin- und Herbewegungen wird der Kopf mit dem Halter auf den nächsten Zahn geschoben, der wiederum auf dieselbe Weise gereinigt wird usw. Beim letzten Zahn wird das Gerät herausge nommen und zur Reinigung der anderen oder der oberen Gebisshälfte wieder eingeführt. Fig. 4a zeigt den Kopf aufgesetzt auf einem Schneidezahn 15, Fig. 4b auf einem Backenzahn 16. Der wesentlich breitere und tiefere Backenzahn 16 komprimiert die elastische Mittelschicht 11 und dehnt die federnde Aussenhülle 10 entsprechend aus. In einer weiteren Ausführungsform (Fig. 3) ist der Halter 7 mit einer federnden Klemmgabel 17 ausgestattet. Die Zinken der Gabel 17 sind derart gestaltet, dass sie durch die dafür vorgesehenen Bohrungen 19 im Reinigungskopf 18 geführt werden können. Eine beispielhafte Ausführungsform dieser Gabel ist in Fig. 5 ersichtlich. Die Verdickung 21 verhindert ein Weitergleiten des Kopfes, welcher durch die widerhakenförmigen Enden 22 der Zinken fixiert wird. Zum Auswechseln des Kopfes genügt ein leichter Zug, um die Fixierung zu überwinden. Der Kopf 18 wird durch die Zinken der Gabel 17 in Richtung der Pfeile komprimiert. Nach Aufsetzen auf den Zahn entsteht ein entsprechender Druck auf den Zahn. Die Verbindung zwischen Kopf und Gabel kann auch eine Schnappverbindung sein. Der Träger kann statt gabelförmig auch zangen- oder pinzettenförmig ausgebildet sein. Eine derartige Ausführungsform erlaubt die Regulierung des durch den Kopf ausgeübten Druckes und ermöglicht z.B. eine fast drucklose Massage des Zahnfleisches. Die zum Aufstecken auf derartige gabel-, zangen- oder pinzettenförmigen Träger vorgesehenen, mit zwei Bohrungen 19 und einer \ffnung 20 versehenen Reinigungsköpfe 18 können wiederum aus denselben Materialien bestehen wie oben erwähnt und ebenfalls mehrschichtig sein. Da die Federung bereits durch den Halter erfolgt, kann ihre Elastizität geringer sein als bei der Ausführung gemäss Fig. 4.
Claims (10)
1. Borstenloses Zahnreinigungsgerät, dadurch gekennzeichnet, dass es eine \ffnung aufweist, um über die Kaufläche eines Schneidezahnes auf mindestens einen Zahn aufgesetzt zu werden, wobei der aufgesetzte Teil derart ausgestaltet ist, dass er mindestens einen Zahn an der Kaufläche und an der wangenseitigen und der zungenseitigen Seitenwand voll umfasst, dass das Gerät genügend Elastizität aufweist, um auch Zähne mit grösseren Kauflächen dreiseitig voll zu umfassen, wenn es von den Schneidezähnen auf die Backenzähne geschoben wird, und dass seine innere, mit dem Zahn in Berührung zu bringende Oberfläche derart beschaffen ist, dass sie eine mechanische Reinigung ohne Schädigung der Zahnoberfläche erzielt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Halter und einen lösbar und auswechselbar damit verbundenen Reinigungskopf aufweist.
3.
Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter starr ist und der Kopf elastisch ist, wobei der Kopf vorzugsweise aus mehreren Schichten besteht, von welchen die äusserste weniger elastisch ist als die mittlere(n) und die innerste, mit der Zahnoberfläche in Berührung zu bringende Schicht, welche aufgerauht ist.
4. Gerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf drehbar am Halter befestigt ist.
5. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter an seinem, den Kopf aufnehmenden Ende ein federndes, gabel-, zangen- oder pinzettenartiges Glied aufweist, dessen beide freien Enden lösbar mit dem Kopf verbindbar sind.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf aus einem oder mehreren elastischen Materialien besteht und mit Bohrungen versehen ist, in welchen die freien Enden des Halters eingesetzt werden.
7.
Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf mindestens teilweise aus Schaumstoff, Textilien wie Samt, Manchester, Frotté oder anderen Schlingengeweben, Filz oder Flock oder aus einem Wirrfaservlies, gekräuselter Zahnseide, Integralschaumstoff, Gummi, Silikongummi oder mit Textilien beschichtetem Schaumgummi besteht.
8. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem halterlosen, von Hand zu umfassenden Block besteht, dessen Abmessungen derart sind, dass gleichzeitig mehrere Zähne von der reinigenden inneren Oberfläche umfasst werden.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die innere mit den Zähnen in Berührung zu bringende Oberfläche mit einem Zahnreinigungsmittel imprägniert ist.
10.
Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der \ffnung eine auswechselbare Einlage lösbar befestigt ist.
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