CH681651A5 - - Google Patents
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Description
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CH 681 651 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Dichtungs-Manschet-te zum Abdichten des Rohrdurchgangs in einer Maueroberfläche, gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Dichtungs-Manschetten zum Abdecken von Rohrdurchgängen sind in Vielzahl bekannt und gebräuchlich. So beschreibt z.B. das Deutsche Gebrauchsmuster 8 602 375.6 einen elastischen Dichtflansch zum Abdichten des Zwischenraums zwischen einem Sanitärrohr und einem das Sanitärrohr beabstandet umgebenden Bauteil. Dabei ist eine Matte aus elastischem Material vorgesehen, die im mittleren Bereich eine Öffnung besitzt. Der Durchmesser dieser Öffnung ist kleiner als der Aussen-durchmesser eines Rohrs, auf welches der Dichtflansch aufgeschoben wird. Damit liegt das elastische Bahnenmaterial unter Vorspannung dichtend am Sanitärrohr an. Es wird verhindert, dass Wasser am Rohr entlang in das Mauerwerk eindringen kann.
Die Europäische Patentanmeldung 87 103 556.4 zeigt ein ähnliches Dichtelement zum Abdichten von Rohrdurchgängen. Das Dichtelement ist dabei als elastischer Dichtlappen ausgebildet, der in seiner Mitte eine Durchdringungsöffnung zur Rohrabdichtung aufweist. Der Dichtlappen weist einen umlaufenden Geweberand auf. Durch diesen Geweberand des Dichtlappens kann bei der Installation Dichtkieber hindurchdringen und somit eine wirksame Verbindung des Dichtlappens mit dem Mauerwerk bewirken. Auf diese Weise lässt sich der Dichtlappen vorteilhaft zwischen einem Mauerwerk und einem darüber angebrachten Belag, z.B. einem Fliesenbelag anbringen.
In der Praxis hat sich der bekannte Dichtlappen bewährt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass er unter verschiedenen Gesichtspunkten, vor allem im Hinblick auf die Verbindung mit dem Mauerwerk und/oder dem Belag sowie die Abdichtung am Rohr noch verbesserungsfähig ist. Es hat sich nämlich gezeigt, dass sich der Dichtlappen manchmal nur in seinem Randbereich, wo das Gewebe übersteht, zuverlässig mit dem Mauerwerk oder dem Fliesenbelag verbindet. Ausserdem kann sich vor allem beim Auftreten von Spannungen zwischen Mauerwerk und Fliesenbelag bei dem bekannten Dichtlappen die Klebeschicht lösen.
Aufgabe der Erfindung ist es, bekannte Dichtlappen oder Dichtmanschetten zu verbessern, insbesondere also eine Dichtungs-Manschette zum Abdichten eines Rohrdurchgangs zu schaffen, die sich zuverlässig mit dem Mauerwerk und/oder dem darüber angebrachten Belag verbindet und somit das Eindringen von Wasser zwischen Manschette und Mauerwerk bzw. Manschette und Belag verhindert, und andererseits zuverlässig dichtend am Rohr anliegt. Ausserdem soll die Klebeverbindung zwischen Belag und Manschette, bzw. zwischen Manschette und Mauerwerk verbessert werden, so dass sich die Verbindung auch bei auftretenden Querspannungen nicht löst. Die Manschette soll dabei einfach und kostengünstig herstellbar und verarbeitbar sein.
Erfindungsgemäss wird dies in erster Linie bei einer Dichtungs-Manschette mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils der Patentansprüche erreicht.
Durch das Anbringen einer faserigen Deckschicht wenigstens auf einer Seite der Manschette lassen sich dabei auf optimal einfache Weise eine Vielzahl von vorteilhaften Merkmalen erzielen. Die faserige Deckschicht lässt sich bestens mit Klebstoffschichten oder Kittschichten verbinden, mit welchen Beläge, wie z.B. Fliesen, auf einem Mauerwerk befestigt werden. Die Verbindung erfolgt dabei über die gesamte Fläche und nicht nur entlang eines aussen vorstehenden Geweberands.
Die faserige Deckschicht ist dabei in der Lage, gewisse Querspannungen aufzunehnmen, so dass die Verbindung auch auf Dauer zuverlässig erhalten bleibt.
Durch das Weglassen der Deckschicht im Bereich der Öffnung kann sich diese viel elastischer an das aufzunehmende Rohr anschmiegen. Ausserdem ist auf diese Weise im Bereich des Anliegens am Rohr keine Deckschicht zwischen dem elastischen, glatten Material der Manschette und dem Rohr, so dass einwandfreie Dichteigenschaften gewährleistet werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Deckschicht der Dichtungs-Manschette ein Vlies ist. Ein solches Vlies lässt sich besonders gut mit dem Bahnmaterial der Manschette verbinden. Es kann vorteilhaft auf dieses aufvulkanisiert oder mit diesem verklebt oder auch in die Oberfläche des weichen Bahnmaterials eingewalzt werden. Das Vlies ist ausserdem saugfähig und nimmt herkömmliche Fliesenkleber, Kitte und andere hochviscose Baukleber gut auf und sorgt ausserdem für eine gewisse Elastizität in der Grenzschicht zwischen dem Manschettenmaterial und dem Mauerwerk bzw. dem Belag. Zudem verstärkt ein in das Bahnmaterial einvulkanisiertes oder eingewalztes Vlies die Dichtmanschette wesentlich besser als ein Gewebe. Die Zugfestigkeit der Manschette wird erhöht, ohne dass die Elastizität in der Richtung von Kette und Schuss aufgehoben würde, wie dies bei Gewebeverstärkungen der Fall sein kann. Die Manschette bleibt also elastisch und dichtet entsprechend gut am Rohr. Der durch das Vlies verstärkte Teil verbessert die Stabilität der Manschette und damit das Anpressen an das abzudichtende Rohr. Vor allem beim Verbinden mit dem deckschichtfreien Abschnitt ergibt dies hervorragende Dichteigenschaften der durch die Öffnung gebildeten Lippe am durchzuführenden Rohr.
Ganz besonders vorteilhaft lässt sich eine solche Manschette aus einem Gummi-Bahnmaterial herstellen, wenn die Deckschicht ein bei Vulkanisierungs-Temperatur beständiges Kunstfasermaterial ist und wenn die Deckschicht beim Vulkanisieren der Gummibahn in ihre weiche Oberfläche eingewalzt und auf diese Weise formschlüssig mit ihr verbunden wird. Dadurch wird nicht nur eine besonders gute Verbindung zwischen Vlies, d.h. also Deckschicht und Gummibahn erreicht, sondern es wird auch eine ökonomische Art der Verbindung dadurch gewährleistet, dass die Verbindung beim so5
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wieso stattfindenden Vulkanisierprozess und ohne separaten Arbeitsvorgang auf dauerhafte Weise erfolgt.
Für bestimmte Anwendungsfälle kann statt eines Vlieses auch ein Gewebe oder ein Gewirke als Deckschicht vorgesehen werden.
Gute Einbettung in der Klebstoffschicht ergibt sich besonders, wenn die Oberfläche der Deckschicht wenigstens 0,15 mm von der Oberfläche der Manschettenseite entfernt ist, welche sie abdeckt. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass z.B. eine Deckschicht mit einer Dicke von wenigstens 0,2 mm vorgesehen ist. Dies gilt vor allem für den Einsatz von Vliesen mit dieser Dicke.
Alternativ ist es auch denkbar, die Deckschicht nur partiell mit der Oberfläche der Manschette zu verbinden und sie im Restbereich etwas abstehen zu lassen.
Besonders zweckmässig ist es, wenn die Manschette beidseitig mit einer Deckschicht versehen ist, da auf diese Weise zuverlässige Verbindung sowohl mit dem Belag, z.B. Fliesenbelag, als auch mit dem Mauerwerk möglich ist. (Als Mauerwerk wird in dieser Beschreibung jede Art von Mauer, unabhängig vom Material verstanden, wobei auch Böden und Decken ausdrücklich eingeschlossen sind; auch dort werden in der Praxis Rohre durchgeführt und die Erfindung lässt sich vorteilhaft anwenden, unabhängig davon, ob eine solche Rohrdurchführung horizontal, vertikal oder auch schräg erfolgt).
Die Erfindung ist im folgenden in Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung einer Dichtungs-Manschette im eingebauten Zustand,
Fig. 2 eine Dichtungs-Manschette im Schnitt gemäss Linie II in Fig. 3, und
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Deckschicht der Dichtungs-Manschette gemäss Fig. 2.
Gemäss Fig. 1 ist ein Rohr 1 in einem Durchbruch 2 einer Wand 3 angeordnet. Die Wand 3 ist mit einem Belag 4 aus Fliesen abgedeckt, wobei im Bereich des Durchbruchs durch den Belag 4 eine bekannte Abdeck-Rosette 5 vorgesehen ist.
Um das Eindringen von Wasser durch die Rosette und die Öffnung im Belag 4 in das Mauerwerk der Wand 3 zu verhindern, ist zwischen dem Belag 4 und der Wand 3 eine Dichtungs-Manschette 6 angebracht. Die Dichtungs-Manschette 6 ist auf ihrer Rückseite mit einem Dichtkleber mit der Wand 3 verbunden, während sie auf ihrer Vorderseite mit einem Dichtkleber mit den Fliesen des Belags 4 verklebt ist.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, ist die Manschette 6 mit einer Öffnung 7 versehen, welche einen etwas kleineren Durchmesser aufweist als das Rohr 1. Die Manschette 6 ist aus einem elastischen Kunststoff (Gummi) gefertigt, so dass sie dichtend und mit elastischer Vorspannung am Rohr 1 anliegt und das Eindringen von Wasser in den Durchbruch 2 bzw. das Mauerwerk der Wand 3 verhindert. Im Bereich 7a, der die Öffnung 7 etwa ringförmig umgibt, ist das Vlies 8 ausgespart, so dass ein deckschichtfreier Bereich entsteht. Dadurch ist die Manschette 6 in diesem Bereich wesentlich elastischer. Vor allem liegt auch das Kunststoffmaterial direkt am Rohr 1 an, wodurch hervorragende Dichtungseigenschaften gewährleistet werden. Auf die Oberfläche der Manschette 6 ist ein Vlies 8 aufgebracht, das aus Polyester- oder Glasfasern besteht. Die Manschette 6 ist im verstärkten Bereich etwa 0,7 mm dick und im unverstärkten Bereich ist sie etwa 0,5 mm dick. Das Vlies 8 verbindet sich besonders gut mit Dichtkleber und ist ausserdem beim Einbau komprimierbar, d.h. es passt sich auch unebenen Oberflächen gut an und gleicht Unregelmässigkeiten aus. Wenn die Manschette 6 beidseitig mit einem Vlies 8 beschichtet ist, lassen sich dabei besonders gute Ergebnisse hinsichtlich Verbindung mit dem Mauerwerk einerseits und einem Fliesenoder Kunststoffbelag andererseits erzielen. Das Vlies 8 lässt sich dabei z.B. auch derart grobporig oder strukturiert ausbilden, dass als Belag auf der Manschette eine Mörtelschicht angebracht werden kann, die sich fest mit dem Vlies 8 verbindet. Dementsprechend lassen sich die Viiesdicke, die Faserstärke und andere Parameter des Vlieses jeweils an den Anwendungsfall anpassen. Besonders vorteilhaft lässt sich dabei die erfindungsgemässe Manschette herstellen, wenn bei Verwendung einer Gummischicht als Manschette die Deckschicht beim Vulkanisieren in die Oberfläche des erhitzten Gummis eingepresst, insbesondere eingewalzt wird. Wesentlich ist dabei, dass als Material für die Deckschicht Fasern verwendet werden, die oberhalb der Vulkanisierungstemperatur hitzebeständig sind.
Der deckschichtfreie Bereich beträgt etwa 4 bis 5 cm. Dabei haben sich besonders gute Elastizitätswerte ergeben.
Statt eines Vlieses 8 lässt sich auch ein Gewebe, ein Gewirke, ein Geflecht oder eine andere Deckschicht verwenden, deren Oberfläche zur Aufnahme von Dichtkleber, Mörtel oder anderen Baustoffen geeignet ist und die Bildung eines formschlüssigen Verbunds mit der Manschette 6 ermöglicht. Die Deckschicht kann auch beidseitig vorgesehen werden oder mit einer in das Material der Manschette 6 eingebetteten Verstärkungsschicht kombiniert werden.
Claims (11)
1. Dichtungs-Manschette zum Abdichten des Rohrdurchgangs in einer Mauer-Oberfläche, die mit einem Belag abgedeckt ist, wobei die Manschette einerseits eine Öffnung (7) aufweist, die dazu bestimmt ist, das Rohr dichtend zu umgeben, und die andererseits mit dem Mauerwerk und/oder dem Belag verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (6) aus einem elastischen Werkstoff besteht, der auf wenigstens einer Seite eine faserige oder offenporige Deckschicht (8, 9) aufweist, die derart im Abstand von der Öffnung (7) endet, dass ein die Öffnung (7) umgebender Bereich (7a) ohne Deckschicht gebildet wird.
2. Dichtungs-Manschette nach Anspruch 1, da-
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durch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (8) ein Vlies ist.
3. Dichtungs-Manschette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (9) ein Gewebe oder ein Gewirke ist.
4. Dichtungs-Manschette nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (8, 9) einvulkanisiert oder aufgeklebt ist.
5. Dichtungs-Manschette nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Deckschicht (8, 9) wenigstens 0,15 mm von der Oberfläche der Manschetten-Seite entfernt ist, welche sie abdeckt.
6. Dichtungs-Manschette nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (8, 9) wenigstens 0,2 mm dick ist.
7. Dichtungs-Manschette nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (6) beidseitig mit einer Deckschicht (8, 9) versehen ist.
8. Dichtungs-Manschette nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (8, 9) ein aus Kunstfasern gefertigtes Material ist.
9. Dichtungs-Manschette nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (6) ein Gummi-Lappen ist, dass die Deckschicht (8, 9) aus einem bei Vulkani-sier-Temperatur beständigen Kunstfasermaterial besteht, und dass die Deckschicht beim Vulkanisieren des Gummi-Lappens in diesen eingewalzt wird.
10. Dichtungs-Manschette nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus elastomerem Material, insbesondere EPDM besteht.
11. Dichtungs-Manschette nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der deckschichtfreie Abschnitt etwa 2 bis 5 cm beträgt.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |