CH681654A5 - - Google Patents
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Description
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CH 681 654 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen vorgefertigten Kaminkopf gemäss Oberbegriff des Anspruches 1.
Vorgefertigte Kaminköpfe gemäss der eingangs genannten Art sind bekannt, so beispielsweise aus der CH-PS 663 267. Dabei besteht die Abdeckung aus einer vorgefertigten Betonplatte, welche eine Öffnung für den Rauchgasaustritt aufweist. Unterhalb der Platte ist ein Ausgleichsstutzen angeordnet, der über einen Flansch mit der Unterseite der Abdeckplatte verbunden ist. Dieser Ausgleichsstutzen steht verschieblich mit dem Rauchgasrohr des Kamins in Verbindung. Weiter enthält der Ausgleichsstutzen Schlitze, welche eine Gaszirkulation von dem den Ausgleichsstutzen umgebenden Raum ins Innere des Ausgleichsstutzen ermöglicht. Dieser Kaminkopf weist entscheidende Nachteile auf. Einerseits ist die aus Beton ausgebildete Abdeckung schwer und deshalb umständlich zu handhaben. Im übrigen kann sie nur in den Querschnittsabmessungen des Kamins gefertigt sein. Ausserdem muss die Öffnung für den Rauchgasaustritt dem Ausgleichsstutzen und damit auch dem Rauchgasrohr des Kamins angepasst sein. Weiter ist es nachteilig, dass Luft in die Verbindung zwischen dem Rauchgasrohr und dem Ausgleichstutzen eintritt, so dass Umgebungsluft in das Rauchgasrohr bzw. den Ausgleichsstutzen gelangt, wodurch einerseits die Rauchgase weiter abgekühlt werden, was zu schädlicher Kondensatausscheidung führt. Zum anderen wird auch der Zug des Kamins nachteilig beeinflusst.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kaminkopf der eingangs genannten Art weiter zu verbessern.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Dadurch, dass die Abdeckung einen über Nocken auf der Kaminmauer absetzbaren Abdeckteil aufweist, ist eine Belüftung des Kamins ausserhalb des Rauchgasrohres nach aussen möglich, so dass die Verbindung zwischen dem Anschlussstutzen und dem Rauchgasrohr gasdicht ausgebildet werden kann. Dadurch wird vermieden, dass die Verhältnisse im Rauchgasrohr nachteilig beeinflusst werden. Diese gasdichte Verbindung zwischen dem Rauchgasrohr und dem Anschlussstutzen wird weiter dadurch möglich, dass der Anschlussstutzen an einer Mündungszarge befestigt ist, die lose an einem Stutzen angeordnet ist, welcher im Bereich des Rauchgasaustrittes an dem Abdeckteil angeordnet ist. Die lose Verbindung zwischen der Mündungzarge und dem Stutzen gestattet thermische Längenänderungen des Rauchgasrohres gegenüber der Abdeckung. Der Kaminkopf gewährleistet somit optimale, ungestörte Rauchgasverhältnisse im Rauchgasrohr bis an die Umgebung und gestattet dennoch eine einwandfreie Entlüftung des das Rauchgasrohr umgebenden Bereiches nach aussen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Kaminkopfes sind in den Ansprüchen 2 bis 7 beschrieben.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausbildung nach Anspruch 2, so dass ein- und dieselbe Abdeckung für verschiedene Rauchgasrohrquerschnitte verwendet werden kann, wobei lediglich die Mündungszarge auszuwechseln ist gegen eine solche mit einem Anschlussstutzen, der dem Querschnitt des Rauchgasrohres entspricht.
Besonders vorteilhaft ist eine Weiterbildung nach Anspruch 3, da hier einerseits das obere Ende des Kamines geschützt ist und zum anderen auch verhindert wird, dass Schlagregen in den Spalt zwischen der Abdeckung und der Kaminmauer gelangt und damit ins Innere des Kamins.
Weiter ist eine Ausbildung nach Anspruch 4 zweckmässig, die das Ableiten von Regen und Schnee begünstigt, wodurch die Abkühlung des Innenraums innerhalb der Abdeckung auf ein unumgängliches Mindestmass reduziert wird.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung des Kaminkopfes nach Anspruch 5, wodurch dieser Kaminkopf relativ leicht ist und dementsprechend einfach gehandhabt werden kann. Dabei ist insbesondere eine Weiterbildung nach Anspruch 6 von Vorteil.
Die Mündungszarge kann aus den verschiedensten Materialien bestehen, vorzugsweise ist sie jedoch nach Anspruch 7 ausgebildet, wodurch sie nicht nur besonders leicht ist, sondern auch entsprechend widerstandsfähig, so dass eine optimale Anpassung an thermische Längenänderungen des Rauchgasrohres und eine optimale Rauchgasabfuhr gewährleistet sind.
Der Kaminkopf kann zum Abdecken von Kaminmündungen einschaliger und mehrschaliger Kamine mit rundem, und bei entsprechender Anspassung auch bei Kaminen mit quadratischem oder rechteckigem Innenrohr verwendet werden. Er eignet sich sowohl für neuerstellte Kamine, wie insbesondere auch für Kaminsanierungen, bei denen in bestehende Altkamine Rauchgasrohre eingesetzt werden, deren Querschnitte auf die Heizkesselleistung abgestellt sind, um eine optimale Ableitung der Rauchgase, bei minimaler Kondensatbildung zu gewährleisten. Dies ist insbesondere bei den Heizungsanlagen von besonderer Bedeutung, die zum Zwecke hohen Wirkungsgrades mit niedriger Abgastemperatur gefahren werden.
Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des Kaminkopfes wird nachfolgend an einer Zeichnung näher beschrieben, dabei zeigt der im Längsquerschnitt dargestellte Kamin mit Kaminkopf auf der linken Seite eine Ausbildung eines Kamins mit einer vorgesetzten zweiten Mauerschale und die rechte Seite einen Kamin mit vorgehängter, hinterlüfteter Fassade.
Der in den Figuren dargestellte Kamin weist eine Kaminmauer 2 auf, in der ein Rauchgasrohr 4 eingesetzt ist, welches beispielsweise aus Keramik besteht. Auf der linken Seite schliesst sich an die Kaminmauer 2 eine weitere Kaminmauer 6 an, die eine zweite Schale bildet und mit der ersten Kaminmauer 2 einen Entlüftungsspalt 8 einschliesst. Auf der rechten Seite ist an der Kaminmauer 2 eine vorgehängte Fassade 10 angeordnet, die ebenfalls einen hinterlüfteten Hohlraum 12 aufweist.
Der Kaminkopf besteht aus einer dünnwandigen Abdeckung 14 aus Schwerbeton, insbesondere aus mit Glasfaser armiertem Beton und weist einen Ab5
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deckteil 16 auf, der den Kaminquerschnitt übergreift. Am Abdeckteil 16 sind Nocken 18 angeordnet, mit denen sich der Abdeckteil 16 auf der Kaminmauer 2 oder 6 abstützt. Die Nocken enthalten Bohrungen 20 zur Aufnahme nicht näher dargestellter Befestigungsschrauben. Der Abdeckteil enthält an seinem äusseren Umfang nach unten weisende, das Kaminende übergreifende Wangen 22. Am inneren Umfang ist der Abdeckteil mit einem nach oben vorstehenden Stutzen 24 versehen, der von einer lose angeordneten Mündungszarge 26 übergriffen ist. Letztere enthält eine Rauchgas-Öffnung 28, an deren Öffnungsrand sich nach unten ein Anschlussstutzen 30 anschliesst, der mit dem Rauchgasrohr 4 gasdicht verbunden ist. Dadurch ist gewährleistet, dass das Rauchgas im Rauchgasrohr 4 sicher durch die Rauchgas-Öffnung 28 an die Umgebung austritt und ein Eindringen von Fremdgasen von der Aussenseite des Rauchgasrohres 2 in dessen Innere verhindert wird. Gase und Dämpfe an der Aussenseite des Rauchgasrohres 4 sowie aus dem Entlüftungsspalt 6 des zweischaligen Kamins beziehungsweise dem Hohlraum 12 aus der vorgehängten Fassade können über den Spalt 32 zwischen dem Abdeckteil 16 und der Kaminmauer 2, 6 nach aussen entweichen.
Der Stutzen 24 ist so bemessen, dass er dem Querschnitt des grössten Rauchgasrohres 4 entspricht. Soll der Kaminkopf bei Rauchgasrohren kleinerer Querschnitte zum Einsatz kommen, so muss eine andere Mündungszarge 26 verwendet werden, deren Anschlussstutzen 30 dem Querschnitt des Rauchgasrohres 4 entspricht. Die Mündungszarge 26 kann ebenfalls aus Leichtbeton, insbesondere glasfaserverstärktem Beton bestehen, ist jedoch vorzugsweise aus Blech, insbesondere Chromstahl-Blech gebildet. Durch die lose Anordnung der Mündungszarge 26 am Stutzen 24 kann die Mündungszarge 26 thermisch bedingten Längenausdehnungen des Rauchgasrohres 4 ungehindert folgen.
BEZUGSZEICHENLISTE
2 Kaminmauer 4 Rauchgasrohr 6 Kaminmauer 8 Entlüftungsspalt 10 vorgehängte Fassade 12 Hohlraum 14 Abdeckung 16 Abdeckteil 18 Nocken 20 Bohrung 22 Wange 24 Stutzen 26 Mündungszarge 28 Rauchgas-Öffnung 30 Anschlussstutzen 32 Spalt
Claims (7)
1. Vorgefertigter Kaminkopf mit einer mit dem Mauerwerk des Kamins verbindbaren, den Kaminquerschnitt abdeckenden Abdeckung (14), mit einer Öffnung (28) für den Rauchgasaustritt, die über einen Ausgleichsstutzen (30) mit dem Rauchgasrohr (4) des Kamins in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14) einen über Nocken (18) auf der Kaminmauer (2, 6) absetzbaren Abdeckteil (16) und im Bereich des Rauchgasaustrittes einen nach oben vorstehenden Stutzen (24) aufweist, der von einer lose angeordneten Mündungszarge (26) übergriffen ist, die die Rauchgas-Öffnung (28) enthält, an der sich am Öffnungsrand ein nach unten erstreckender, mit dem Rauchgasrohr (4) gasdicht verbindbarer Anschlussstutzen (30) anschliesst.
2. Kaminkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stutzen (24) und die Mündungszarge (26) einen grösseren Querschnitt als das grösste zu erfassende Rauchgasrohr (4) aufweist, wobei die Mündungszarge (26) gegen eine solche mit einem Anschlussstutzen (30) anderen Querschnittes auswechselbar ist.
3. Kaminkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14) am Aussenrand des Abdeckteiles (16) eine nach unten ragende, den Kamin zu übergreifen bestimmte Wange (22) aufweist.
4. Kaminkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckteil (16) der Abdeckung (14) nach aussen abfallend geneigt ist.
5. Kaminkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14) dünnwandig ausgebildet ist.
6. Kaminkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14) aus Schwerbeton, vorzugsweise aus mit Glasfaser armiertem Beton besteht.
7. Kaminkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungszarge (26) aus Blech, vorzugsweise aus Chromstahl-Blech gebildet ist.
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