CH682685A5 - Schalung und Verwendung einer Schalung zum Formen einer Stiege. - Google Patents

Schalung und Verwendung einer Schalung zum Formen einer Stiege. Download PDF

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CH682685A5 CH3918/90A CH391890A CH682685A5 CH 682685 A5 CH682685 A5 CH 682685A5 CH 3918/90 A CH3918/90 A CH 3918/90A CH 391890 A CH391890 A CH 391890A CH 682685 A5 CH682685 A5 CH 682685A5
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Description

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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Schalung zum Formen einer Stiege, eine Anordnung mit einer Schalung sowie eine Verwendung einer Schalung.
Derzeit werden Stiegenschalungen individuell vor Ort angefertigt. Dazu wird Schalungsholz vor Ort entsprechend zugeschnitten und durch Nageln zu einer Schalung verbunden. Nach dem Ausgiessen der Schalung mit Beton, Zement od.dgl. und nach dem Trocknen wird die Schalung wieder zerlegt. Aufgrund der Vielzahl individuell zugeschnittener Schalungshölzer können diese für eine weitere Schalung nicht mehr in exakt gleicher Anordnung angeordnet werden, so dass in der Praxis die einzelnen Schalungshölzer zwar grössenmässig vorsortiert, jedoch vor Ort erneut passgenau zugeschnitten werden müssen.
Dieses Verfahren hat daher den entscheidenden Nachteil, dass bei jeder neuen Schalung beträchtlicher Schalungsholzverschnitt entsteht. Weiters ist diese Art der Schalung ausgesprochen zeitaufwendig und stellt z.B. für eine einstöckige, teilgewendel-te Stiege einen Arbeitsaufwand von etwa 6 Manntagen dar.
Die Erfindung setzt sich daher zum Ziel, eine Schalung zum Formen einer Stiege zu schaffen, die wiederverwendbar ist und die einfach und rasch aufgebaut werden kann.
Dieses Ziel wird gemäss der Erfindung durch eine Schalung erreicht, die gekennzeichnet ist durch eine Unterschalung zur unterseitigen Verschalung der auszuformenden Stiege und Stufenschalungen zur jeweils vertikalen, frontseitigen Verschalung einer auszuformenden Stufe, welche Stufenschalungen an Führungseinrichtungen lösbar festlegbar sind.
Dadurch wird ein Schalungssystem geschaffen, das einfach und rasch aufstellbar ist und zum Formen von Stiegen bestimmter Abmessungen immer wieder verwendet werden kann. Die einzelnen Teile der Schalung wie Unterschalung, Stufenschalungen und Führungseinrichtungen für die Stufenschalungen können dabei schnell miteinander bzw. mit Gebäudeteilen verbunden werden. Der Arbeitsaufwand zum Aufbau der gesamten Schalung verringert sich dabei auf etwa einen halben Manntag.
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungs-gemässen Schalung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtungen beidseits der auszuformenden Stiege verlaufen. Dadurch wird das Ausrichten der Führungseinrichtungen wesentlich erleichtert. Beim Zusammenbau werden zuallererst die Führungseinrichtungen der einen Stiegenseite ortsfest festgelegt, anschliessend werden einige der Stufenschalungen mit diesen ersten Führungseinrichtungen verbunden, dann werden diese Stufeneinrichtungen mit den Führungseinrichtungen der anderen Stiegenseite verbunden und durch waagrechtes Ausrichten der Stufenschalungen sind auch die zweiten Führungseinrichtungen ausgerichtet und können schliesslich ortsfest festgelegt werden.
Vorteilhafterweise sind die Stufenschalungen gleich hoch und die Oberkante einer Stufenschalung liegt in einer Höhe mit der Unterkante einer benachbarten Stufenschalung, wodurch das Glessen von gleich hohen Stufen wesentlich erleichtert wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Führungseinrichtungen an einem Gebäudeteil, vorzugsweise mittels Ankerstangen, lösbar festlegbar ist. Dadurch können speziell Stiegen gefertigt werden, die an mindestens einer Gebäudewand entlang geführt werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann mindestens eine der Führungseinrichtungen zur seitlichen, in Stiegenrichtung verlaufenden Verschalung der auszuformenden Stiege ausgebildet und vorzugsweise mit der Unterschalung verbindbar sein. Diese Ausführungsform eignet sich für Stiegen, die an mindestens einer Seite freitragend sind.
Bei all diesen Varianten ist es vorteilhaft, wenn die Unterschalung durch untereinander verbindbare, vorzugsweise verstellbare Trägerkonstruktionen gebildet ist, deren in Zusammenstellung oberste Konstruktionen an der Oberseite Schalungsflächen aufweisen. Die Unterschalung ist dadurch besonders einfach und schnell aufstell- und abbaubar. Wird sie darüber hinaus auch noch verstellbar ausgeführt, ist sie vor Ort auf Stiegen verschiedenster Neigungswinkel, Höhen etc. einstellbar.
In vorteilhafter Weise können weiters die Stufenschalungen Spangen aufweisen, die mit an den Führungseinrichtungen angeordneten Laschen kuppeln, oder es können die Führungseinrichtungen Spangen aufweisen, die mit an den Stufenschalungen angeordneten Laschen kuppeln. Diese Massnahmen stellen einfach aufgebaute und rasch schliessbare Verbindungen der Stufenschalungen mit den Führungseinrichtungen dar.
Bevorzugt können dabei diese Spangen und/oder Laschen drehbar und/oder verrastbar und/oder verschiebbar an den Führungseinrichtungen gelagert sein. Dadurch ist es möglich, das Schaiungssystem zum Formen von Stiegen verschiedener Winkel vor Ort einzustellen.
In allen Fällen ist es vorteilhaft, wenn die Fugen zwischen Unterschalung und angrenzenden Gebäudenteilen und/oder die Fugen zwischen Unterschalung und zur Verschalung ausgebildeten Führungseinrichtungen mit Dichtungsmassen ausgefüllt sind, da dadurch saubere Gusskanten erzielt werden können.
Weiters können zur Erhöhung der Festigkeit der auszuformenden Stiege zwischen Unterschalung und Stufenschalungen Armierungen angeordnet und vorzugsweise in Gebäudeteilen verankert sein.
Die Erfindung betrifft weiters eine Verwendung einer Schalung zum Formen einer Stiege. Diese Verwendung ist dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Trägerkonstruktionen untereinander zur Unterschalung verbunden werden, anschliessend die Führungseinrichtungen nur zum Teil an der Unterschalung bzw. an Gebäudeteilen festgelegt werden, daraufhin mindestens zwei Stufenschalungen mit den Führungseinrichtungen verbunden und in die Waagrechte gebracht werden, und dann erst
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die Führungseinrichtungen zur Gänze an der Unterschalung bzw. an Gebäudeteilen festgelegt werden, woraufhin die Schalung mit Beton, Zement od.dgl ausgegossen wird.
Mit Hilfe dieses Verfahrens kann die Schalung schnell aufgebaut und justiert werden.
Die Erfindung wird nun anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Schalung mit einer an einer Gebäudewand festgelegten Führungseinrichtung für Stufenschalungen zur Formung einer geraden, an einer Gebäudewand verlaufenden Stiege mit Podest,
Fig. 2 eine der Stufenschalungen in Schrägansicht,
Fig. 3 eine zur seitlichen Verschalung ausgebildete Führungseinrichtung für die Stufenschalungen in Seitenansicht,
Fig. 4 eine zur seitlichen Verschalung ausgebildete Führungseinrichtung für die Stufenschalungen in Draufsicht,
Fig. 5 und Fig. 6 verschiedene Ausführungsformen von erfindungsgemässen Schalungen in Draufsicht skizziert,
Fig. 7 eine erfindungsgemässe Schalung in ihrer Zusammenstellung zur Formung einer 180° gewendeten Stiege in perspektivischer Darstellung.
Die in Fig. 1 dargestellte Schalung besteht aus einer Unterschalung 1, die aus einzelnen Trägerkonstruktionen 7, 8, 9, 10, 11 (Fig. 7) zusammengesetzt ist. Die einzelnen Trägerkonstruktionen bestehen jeweils aus miteinander verbundenen, z.B. verschweissten oder verschraubten Streben 21 und werden mittels Schrauben 20, Zwingen od.dgl. zur Unterschalung 1 verbunden. Die Streben 21 sind bevorzugt aus Metallprofilen gefertigt.
Bevorzugt können die Streben 21 auch als Teleskopstangen ausgeführt sein und über arretierbare Gelenke miteinander verbunden werden, wodurch sämtliche Trägerkonstruktionen in allen ihren Abmessungen versteilbar ausgeführt werden können. Die Abmessungen der ausformbaren Stiegen sind damit mannigfach variierbar.
Ebenso können die Streben auch in bestimmten vorgefertigten Längen angeliefert und vor Ort ausgewählt und mittels Steckverbindungen zusammengesetzt werden.
Die in der Unterschalung 1 zuoberst angeordneten Trägerkonstruktionen 7, 9, 11 (Fig. 7) weisen an der Oberseite Schalungsflächen (z.B. die Trägerkonstruktion 7 die Schalungsfläche 12, die Trägerkonstruktion 9 die in Fig. 7 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Schalungsfläche 13 und die Trägerkonstruktion 11 die in Fig. 7 ebenfalls aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Schalungsfläche 14) auf, die mit den Streben 21 verbunden sind. Die Schalungsflächen 12, 13, 14 sind entsprechend glatt ausgeführt und gehen ineinander stufenlos über, so dass die Unterseite der ausgeformten Stiege die für Sichtbeton nötige Oberflächenqualität erreicht.
Die Anordnung der Stufenschalungen 2 ist in
Fig. 1 und ihr Aufbau in Fig. 2 dargestellt. Eine Stufenschalung 2 wird durch eine rechteckige, längliche Platte aus Blech, Kunststoff od.dgl. gebildet, die zur Versteifung an den Längskanten 5, 6 abgewinkelt ist.
Diese Stufenschalungen 2 werden mittels Führungseinrichtungen derart oberhalb der Unterschalung 1 angeordnet und gehalten, dass sich ein abgestufter Schalungsraum 22, der mit Beton, Zement od.dgi. ausgegossen werden kann, ergibt. Diese Führungseinrichtungen können aus einem über dem Stiegenschalungsraum mittig längsverlaufenden Träger bestehen, an dem die Stufenschalungen mittig festgelegt werden, oder auch aus zwei beidseits des Stiegenschalungsraums verlaufenden Trägervorrichtungen, die die Stufenschalungen an beiden Längsenden abstützen. Die Führungseinrichtungen selbst können an Gebäudeteilen festgelegt werden, oder aber auch an der Unterschalung festgelegt werden oder lediglich am Untergrund abgestützt sein.
In Fig. 1 ist eine auf einer Seite der auszuformenden Stiege verlaufende Führungseinrichtung 3 dargestellt, die mittels in die Wand eingeschlagenen Ankerstangen 18 an der Gebäudewand festlegbar ist.
Diese Führungseinrichtung ist in Form eines Längsprofilträgers gestaltet, der in regelmässigen Abständen nach unten und in Richtung des Schalungsraumes ausragende Laschen 16 aufweist. Die Stufenschalungen 2 können mit der Führungseinrichtung 3 verbunden werden, indem im Bereich der Längsenden der Stufenschalungen angeordnete Spangen 15 auf die Laschen 16 gesteckt werden. Ebenso ist es jedoch auch möglich, an den Stufenschalungen 2 Laschen 16 anzuordnen, die in an der Führungseinrichtung 3 angeordnete Spangen 15 einführbar sind.
Die Laschen 16 und Spangen 15 sind vertikal an der Führungseinrichtung 3 bzw. an den Stufenschalungen 2 angeordnet, um die vertikale Anordnung der Stufenschalungen und damit die Ausformung von vertikalen Stufenfrontflächen zu gewährleisten. Der gegenseitige horizontale und vertikale Abstand der Laschen 16 auf der Führungseinrichtung 3 wird durch die gewünschte Stufenbreite, Stufenhöhe und Stiegenneigung bestimmt. Bei geraden Stiegen sind die Laschen 16 regelmässig angeordnet, während bei gewendelten Stiegen, bei denen die Führungseinrichtungen 3 stiegenaussenseitig an den Wänden des Stiegenraumes angeordnet sind, die gegenseitigen Abstände der Laschen auch noch vom Wendelradius und der lokalen Stiegenbreite abhängig sind.
Bevorzugt sind die Stufenschalungen 2 alle gleich hoch und so angeordnet, dass die Oberkante 5 einer Stufenschalung in einer Höhe mit der Unterkante 6 der benachbarten Stufenschalung liegt. Speziell in der in Fig. 1 dargestellten Ausführung zum Formen einer geraden Stiege ist die Führungseinrichtung 3 ein Profilträger, der in einem Winkel, der der gewünschten Stiegenneigung entspricht, an der Wand festgelegt wird, und in regelmässigen Abständen nach unten vertikal und in Richtung des Schalungsraumes horizontal ausragende, gleich grosse und gleich lange Laschen 16 aufweist.
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Fig. 3 zeigt in Seitenansicht eine Führungseinrichtung 4, die ebenfalls zu einer Seite der auszuformenden Stiege angeordnet wird, und die für die Ausformung einer 180°-gewendelten und an eben dieser Seite freitragenden Stiege ausgebildet ist. Fig. 4 zeigt dieselbe Führungseinrichtung von oben.
Zu dem genannten Zweck muss die Führungseinrichtung 4 gleichzeitig als seitliche, in Stiegenrichtung verlaufende Verschalung der auszuformenden Stiege ausgebildet sein und weist daher eine dem Stiegenverlauf seitlich nachgeführte Schalungsfläche 17 auf. Die ganze Führungseinrichtung 4 wird durch eine Trägerkonstruktion gebildet, die ähnlich den Trägerkonstruktionen 7 bis 11 aus miteinander verbundenen, z.B. verschweissten, verschraubten od.dgl. Streben 21 besteht. Mittels Schrauben 20, Zwingen od.dgl. ist die Führungseinrichtung mit der Unterschaiung 1 verbindbar. Um diese Trägerkonstruktion ist die Schalungsfläche 17 in Form eines Bandes aus Blech, Kunststoff od.dgl herumgeführt und stellt die innere, seitliche Begrenzung des Schalungsraumes einer 180°-gewendelten Stiege dar. Ebenso kann sich die Schalungsfläche 17 jedoch auch über die ganze vertikale Ausdehnung der Trägerkonstruktion der Führungseinrichtung 4 erstrecken.
Auf dieser Schalungsfläche 17 sind, analog wie bei der Führungseinrichtung 3, Laschen 16 angeordnet und dienen zur Festlegung der einen Enden der Stufenschalungen 2. Ebenso könnten anstelle der Laschen 16 auch Spangen 15 angeordnet sein, und ebenso gelten für die Anordnungsmöglichkeiten der Laschen 16 an der Führungseinrichtung 4 dieselben Angaben wie für die Anordnungsmöglichkeiten an der Führungseinrichtung 3.
Selbstverständlich kann die Führungseinrichtung 4 auch für gerade, 45°-, 90°-, 135°-gewendelte, etc. Stiegen ausgebildet sein; die Lage der Schalungsfläche 17 und die Anordnung der Laschen 16 sind dementsprechend abzuwandeln.
Bevorzugt sind die an den Führungseinrichtungen 3 und 4 angeordneten Laschen 16 bzw. Spangen 15 drehbar und/oder verschiebbar und/oder verrast-bar gelagert, um die Führungseinrichtungen und Stufenschr'ungen auf Stiegen verschiedenster Neigungen, jhen, etc. einstellen zu können.
Zu diesem Zweck können z.B. die Laschen 16 an Bolzen 24 drehbar gelagert sein, welche Bolzen 24 wiederum verschiebbar an der Führungseinrichtung 3 bzw. 4 gelagert sein können. Mittels auf die Bolzen aufsetzbaren Muttern können die Laschen in einer bestimmten Stellung arretierbar sein. Bevorzugt sind an der Führungseinrichtung 3 bzw. 4 Rasten 25 vorgesehen, in die an den Laschen 16 angeordnete Vorsprünge einrasten können und derart eine Verschiebung bzw. Verdrehung der Laschen um definierte Abstände bzw. Winkelbeträge ermöglichen.
Fig. 5 zeigt eine Schalung zum Formen einer 180°-gewendelten Stiege innerhalb eines rechtwinkeligen Stiegenhauses und Fig. 6 eine Schalung zum Formen einer 180°-gewendelten Stiege innerhalb eines rechtwinkeligen Stiegenhauses mit abgeschrägten Ecken. Aus der Lage der Stufenschalungen 2 ist ersichtlich, dass die gegenseitigen Abstände der Laschen bzw. Spangen 15, 16 an den Führungseinrichtungen 3 und 4 auf die jeweiligen Verhältnisse von Stiegenhausabmessungen, Stiegenneigung, Stufenbreite, Wendelradius etc. abgestimmt werden müssen.
Fig. 7 zeigt die gesamte Schalung in ihrer Zusammenstellung zur Formung einer 180°-gewendel-ten, einstöckigen Stiege in einem rechtwinkeligen Stiegenhaus. Die Unterschalung 1 besteht aus mehreren Trägerkonstruktionen 7 bis 11, das sind eine erste Rampe 7, ein Eckunterbau 8, der bis zur Endhöhe der ersten Rampe 7 reicht, eine auf den Eckunterbau 8 aufgesetzte und im Stiegenverlauf an die erste Rampe 7 anschliessende 135°-Wendel 9, einen weiteren Unterbau 10 und eine auf diesen aufgesetzte zweite Rampe 11 mit anfänglicher 45°-Wendel, die basisseitig an die 135°-WendeI 9 an-schliesst und den Stiegenzug vervollständigt. In den in der Mitte zwischen diesen Unterschalungskonstruktionen freibleibenden Raum ist die Führungseinrichtung 4 eingesetzt. Entlang der Stiegenhaus-wände sind Führungseinrichtungen 3 angeschlagen.
Anhand dieser Figur werden das erfindungsge-mässe Verfahren zur Formen einer Stiege mit Hilfe einer derartigen Schalung und noch einige weitere Details der erfindungsgemässen Schalung erläutert.
Zuallererst wird die Unterschalung zusammengesetzt. Dazu wird zuerst die Trägerkonstruktion Eckunterbau 8 in die Stiegenhausnische gestellt. An diesen Eckunterbau wird die erste Rampe 7 angeschoben und mittels Zwingen mit dem Eckunterbau verbunden. Anschliessend werden die 135°-Wendel 9 auf den Eckunterbau 8 gesetzt und mit diesem verbunden, der weitere Unterbau 10 an den Eckunterbau 8 angeschoben und mit diesem verbunden und schliesslich die zweite Rampe 11 mit der 45°-Wendel auf den weiteren Unterbau 10 gesetzt und mit diesem verbunden.
Nun wird die Führungseinrichtung 4 in den in der Mitte der Unterschalung freibleibenden Raum von oben her eingeführt und mit den Trägerkonstruktionen der Unterschalung 1 mittels Zwingen verbunden.
Die zwischen den Schalungsflächen 12, 13, 14 der Trägerkonstruktionen 7, 8 und 9 untereinander verbleibenden Fugen, die Fugen zwischen diesen Schalungsflächen 12, 13, 14 und den Stiegenhaus-wänden und die Fugen zwischen diesen Schalungsflächen 12, 13, 14 und der Schalungsfläche 17 der Führungseinrichtung 4 werden nun mit einer Dichtungsmasse ausgefüllt, z.B. mittels Spritzschaum ausgeschäumt. Die Dichtungsmasse ist derart gewählt, dass sie beim späteren Abbau der Schalung leicht reisst und den Abbau nicht behindert.
In weiterer Folge wird zur wandseitigen Verankerung ein Armierungsgeflecht 19 in die Gebäudewände, etwas oberhalb des Verlaufs der Schalungsflächen 12, 13, 14, jedoch innerhalb des Schalungsraumes 22, eine Nut eingestemmt und in diese die Enden des Armierungsgeflechtes 19 eingeführt.
Nun werden die wandseitigen Führungseinrichtungen 3 angeschlagen. Zur genauen Ausrichtung dieser Führungseinrichtungen werden nun je Wand die erste und letzte Stufenschalung 2 vorerst mit
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der bereits fest installierten Führungseinrichtung 4 verbunden, und mit diesen Stufenschalungen wird nun die andere Führungseinrichtung 3 verbunden. Durch waagrechtes Ausrichten dieser beiden Stufenschalungen mittels Wasserwaage ist gewährleistet, dass die Führungseinrichtung 3 richtig verläuft und mittels Ankerstangen 18 an der Stiegenhaus-wand festgelegt werden kann. Die restlichen Stufenschalungen 2 werden nun mit den Führungseinrichtungen 3, 4 verbunden und die Schalung ist zum Ausfüllen mit Beton, Zement od.dgl. bereit.
Der Beton, Zement od.dgl. wird dabei so in die Schalung eingefüllt, dass die Füllhöhe pro Stufe die Oberkante 5 der Stufenschalung 2 nicht überschreitet. Da die Oberkante 5 auf gleicher Höhe mit der Unterkante 6 der nächstfolgenden Stufenschalung liegt, ist gewährleistet, dass diese Unterkante nicht vom Beton, Zement od.dgl. überdeckt wird. Nach Abwarten der Trocknungszeit der eingefüllten Masse können daher mühelos die Stufenschalungen 2 entfernt werden, und anschliessend werden die Führungseinrichtungen 3 und 4 entfernt, und schliesslich wird die Unterschalung 2 wieder in umgekehrter Richtung als beim Aufbau in die einzelnen Trägerkonstruktionen 7 bis 11 zerlegt.

Claims (11)

Patentansprüche
1. Schalung zum Formen einer Stiege, gekennzeichnet durch eine Unterschalung (1) zur unterseitigen Verschalung der auszuformenden Stiege und Stufenschalungen (2) zur jeweils vertikalen, frontseitigen Verschalung einer auszuformenden Stufe, welche Stufenschalungen (2) an Führungseinrichtungen (3, 4) lösbar festlegbar sind.
2. Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtungen (3, 4) beidseits der auszuformenden Stiege verlaufen.
3. Schalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenschalungen (2) gleich hoch sind und dass die Oberkante (5) einer Stufenschalung (2) in einer Höhe mit der Unterkante (6) einer benachbarten Stufenschalung (2) liegt.
4. Schalung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine (3) der Führungseinrichtungen (3, 4) an einem Gebäudeteil, vorzugsweise mittels Ankerstangen (18), lösbar festlegbar ist.
5. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine (4) der Führungseinrichtungen (3, 4) zur seitlichen, in Stiegenrichtung verlaufenden Verschalung der auszuformenden Stiege ausgebildet und vorzugsweise mit der Unterschalung (1) verbindbar ist.
6. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschalung (1) durch untereinander verbindbare, vorzugsweise verstellbare Trägerkonstruktionen (7, 8, 9, 10, 11) gebildet ist, deren in Zusammenstellung oberste Konstruktionen (7, 9, 11) an der Oberseite Schalungsflächen (12, 13, 14) aufweisen.
7. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenschalungen (2) Spangen (15) aufweisen, die mit an den Führungseinrichtungen (3, 4) angeordneten Laschen (16) kuppeln, oder dass die Führungseinrichtungen (3, 4) Spangen (15) aufweisen, die mit an den Stufenschalungen (2) angeordneten Laschen (16) kuppeln.
8. Schalung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spangen (15) und/oder die Laschen (16) drehbar und/oder verrastbar und/oder verschiebbar an den Führungseinrichtungen (3, 4) gelagert sind.
9. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Dichtungsmassen vorgesehen sind, dazu vorgesehen, um die Fugen zwischen Unterschalung (1) und angrenzenden Gebäudeteilen und/oder die Fugen zwischen der Unterschalung (1) und der zur Verschalung ausgebildeten Führungseinrichtungen (4) auszufüllen.
10. Anordnung mit einer Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Unterschalung (1) und Stufenschalungen (2) Armierungen (19) angeordnet sind, dazu vorgesehen, um in Gebäudeteilen verankert zu werden.
11. Verwendung einer Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis 9 zum Formen einer Stiege, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Trägerkonstruktionen (7, 8, 9, 10, 11) untereinander zur Unterschalung (1) verbunden werden, anschliessend die Führungseinrichtungen nur zum Teil an der Unterschalung (1) bzw. an Gebäudeteilen festgelegt werden, daraufhin mindestens zwei Stufenschalungen (2) mit den Führungseinrichtungen (3, 4) verbunden und in die Waagrechte gebracht werden, und dann erst die Führungseinrichtungen zur Gänze an der Unterschalung bzw. an Gebäudeteilen festgelegt werden, woraufhin die Schalung mit Beton, Zement od.dgl ausgegossen wird.
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