CH683249A5 - Trimmvorrichtung an einem Gleitschirm. - Google Patents

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CH683249A5
CH683249A5 CH376790A CH376790A CH683249A5 CH 683249 A5 CH683249 A5 CH 683249A5 CH 376790 A CH376790 A CH 376790A CH 376790 A CH376790 A CH 376790A CH 683249 A5 CH683249 A5 CH 683249A5
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CH
Switzerland
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pivot axis
line groups
line
trimming device
inclination element
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Application number
CH376790A
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English (en)
Inventor
Martin Scheel
Original Assignee
Hansuli Zuberbuehler
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D17/00Parachutes
    • B64D17/02Canopy arrangement or construction
    • B64D17/025Canopy arrangement or construction for gliding chutes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

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CH 683 249 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trimmvorrichtung an einem Gleitschirm mit mindestens drei Leinengruppen.
Gleitschirme sind Sportgeräte, die aus dem Fallschirm entstanden sind, bei welchen der Flug aber von einem Hang aus durch Fussstart begonnen wird. Die Auftriebsfläche besteht aus Segeltuch, wobei durch die Wirkungsweise der Luft, die beim Flug durch Öffnungen an der Vorderkante des Flügelprofils eintritt und einen Innendruck erzeugt, die Form eines Flügels aufrechterhalten wird. Der Pilot hängt in einem Gurtzeug oder Sitz, welcher durch Leinen mit dem Gleitschirm verbunden ist. Diese Leinen sind in mehreren Längsreihen an der Unterseite des Gleitschirmflügels befestigt. Jede dieser Leinenreihen ist als separate Leinengruppe fächerartig zusammenlaufend zum Gurtzeug des Piloten hin geführt.
Bekannt ist es, durch entsprechende Veränderung der Zugwirkung an den vorderen und den hinteren Leinengruppen den Gleitschirm-Flügel etwas nach vorn oder nach hinten zu kippen. Ebenfalls bekannt ist es, zum Zweck des Abbremsens, beispielweise bei der Landung, die hintere Kante des Flügelprofils nach unten zu biegen, durch Anziehen entweder der hintersten Leinengruppe oder einer zusätzlichen spezieilen Bremsleine.
Es ist bisher hingegen nicht möglich, die Form des Flügelprofils zu verändern, um so die Flugeigenschaften zu beeinflussen.
Die Erfindung bezweckt daher eine Trimmvorrichtung an einem Gleitschirm zu schaffen, mit welcher die Form des Flügelprofils veränderbar ist.
Die erfindungsgemässe Trimmvorrichtung entspricht den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Dank dieser Trimmvorrichtung und der damit möglichen Veränderung des Flügelprofils, ist es nun möglich, die Flugeigenschaften des Gleitschirmes in bezug auf den Auftrieb und die Geschwindigkeit den herrschenden Gegebenheiten anzupassen. So kann beispielsweise in der Startphase und wenn gutes Gleiten gefordert ist, das Flügelprofil so eingestellt werden, dass ein maximaler Auftrieb gewährleistet ist. Wenn hingegen eine maximale Geschwindigkeit gewünscht wird, kann dies durch eine andere Einstellung des Flügelprofils erreicht werden. Zwischen diesen einander entgegengesetzten Einstellungen der Trimmvorrichtung, ist es möglich das Flügelprofil stufenlos zu verändern. In einer mittleren Einstellung ergibt sich beispielsweise ein Flügelprofil, das ideal bei leichtem Gegenwind ist, wie dies bei einer Talquerung vorkommt.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Trimmvorrichtung näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine schematische Teilansicht eines Gleitschirmes mit der Trimmvorrichtung,
Fig. 2 zeigt den Gleitschirm nach Fig. 1, wobei das Flügelprofil durch die Trimmvorrichtung in einer maximalen Auftrieb bewirkenden Stellung ist, und
Fig. 3 zeigt den Gleitschirm nach Fig. 2, wobei das Flügelprofil durch die Trimmvorrichtung in einer maximale Geschwindigkeit bewirkenden Stellung ist.
Der Gleitschirm 1 besteht aus einer Kalotte aus Segeltuch, die aus einer Vielzahl von Zellen besteht. Die Zellen sind vorn offen, so dass die hier eintretende Luft die Kalotte zu der Flügelprofilform aufbläht. Die an der Unterseite des Gleitschirmes befestigten Leinen sind in mehreren Längsreihen angeordnet. Im vorliegenden Beispiel sind vier Längsreihen vorgesehen. Jede dieser Leinenreihen ist als separate Leinengruppe 2, 3, 4 und 5 fächerartig zusammenlaufend zum nicht dargestellten Gurtzeug des Piloten hin geführt. Zwischen diesem Gurtzeug und den Leinengruppen ist die Trimmvorrichtung 6 vorgesehen.
Die Trimmvorrichtung 6 besteht aus einer Anordnung von Gurten, welche einerseits, z.B. mittels Karabinerhaken, mit den Leinengruppen 2, 3, 4 und 5 und andererseits mit dem Gurtzeug des Piloten verbunden sind, d.h. dessen Gewicht aufnehmen.
Die Gurte, welche die Verlängerung der Leinengruppen 3, 4 und 5 bilden, sind mit einem länglichen Neigungselement 7 verbunden, dessen vorderes Ende und hinteres Ende jeweils in dieselbe Richtung wie die Vorderkante bzw. Hinterkante des Flügelprofils weisen und welches Neigungselement 7 um eine quer zum Flügelprofil stehende Schwenkachse 8 neigbar ist. Das Neigungselement 7 besteht aus zwei mit Abstand voneinander stehenden Schienen, die durch Stege miteinander verbunden sind. Die Stege dienen als Befestigungspunkte für die Gurte. Die Leinengruppe 3, ist vor der Schwenkachse 8, die Leinengruppen 4 und 5 hinter der Schwenkachse 8 am Neigungselement 7 befestigt. Von der Schwenkachse 8, die auch aus einem Steg besteht, führt ein Gurt 9 nach unten, zum Gurtzeug des Piloten. Am hinteren Ende des Neigungselementes 7 ist ein Zuglement 10 befestigt. Dieses besteht aus zwei Gurten, von welchen der obere mit dem Neigungselement verbunden ist und der untere mittelbar mit dem Piloten-Gewicht in Verbindung steht. Am freien Ende des oberen Gurtes ist eine Klemme 11 angeordnet, durch welche der untere Gurt verstellbar klemmend geführt ist. An seinem freien Ende ist der untere Gurt zu einer Schlaufe 12 ausgebildet.
Der von der vordersten Leinengruppe 2 kommende, nicht über das Neigungselement 7 geführte Gurt, der an der Schwenkachse 8 befestigte Gurt 9 und das Zugelement 10, sind an ihrem unteren Ende miteinander verbunden. Das nicht dargestellte Gurtzeug des Piloten wird unterhalb dieser Verbindung an die Trimmvorrichtung 6 angehängt.
In der Darstellung nach Fig. 1 befindet sich die Trimmvorrichtung 6 in einer mittleren Einstellung, d.h. das Neigungselement 7 steht waagerecht.
Demgegenüber zeigt das Neigungselement 7 in der Fig. 2 mit seinem längeren Hebelarm nach unten. Dies erreicht der Pilot, indem er an der Schlaufe 12 zieht. Durch die Klemme 11 wird die Trimmvorrichtung 6 in der gewünschten Einstellung festgehalten. In der vorliegenden Einstellung ist die Leinengruppe 3 nach oben gefiert, während die Leinengruppen 4 und 5 nach unten angezogen sind.
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Hierdurch wird das Flügelprofil in der dargestellten Weise gekrümmt, indem sich der Bereich des Flügelprofils, an welchem die Leinengruppe 3 angreift nach oben verschiebt, während der hintere Teil des Flügelprofils durch die Leinengruppen 4 und 5 nach unten gebogen wird. Das so getrimmte Flügelprofil gewährleistet einen maximalen Auftrieb, wie dies z.B. beim Start gefordert ist.
In der Einstellung nach Fig. 3 zeigt das Neigungselement 7, nachdem die Klemme 11 vom Piloten entsprechend gelöst wurde, mit seinem hinteren Ende nach oben. Hierbei wird der Bereich des Flügelprofils, an dem die Leinengruppe 3 angreift, leicht bauchig nach unten gezogen, während sich der hintere, von den Leinengruppen 4 und 5 betroffene Teil des Flügelprofils, nach oben bewegt. In dieser Einstellung wird eine maximale Geschwindigkeit des Gleitschirms erzielt, wobei allerdings der Auftrieb vermindert ist. Wie schon erwähnt, ist die Trimmvorrichtung 6, und damit die Form des Flügelprofils stufenlos verstellbar.
Die erfindungsgemässe Trimmvorrichtung ist selbstverständlich auch für Gleitschirme mit drei Leinengruppen oder mit fünf und mehr Leinengruppen geeignet. Bei einem Gleitschirm mit drei Leinengruppen würde gegenüber dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Leinengruppe 4 wegfallen. Bei fünf Leinengruppen würde die fünfte Leinengruppe entweder an das nach hinten verlängerte Neigungselement 7 oder nach Art einer Kaskade an die vor ihr liegende vierte Leinengruppe 5 geführt. Die vorderste Leinengruppe 2 wird dabei am Neigungselement 7 vorbeigeführt.
Bei einer grösseren Anzahl von Leinengruppen, ist das Prinzip der Trimmvorrichtung 6 entsprechend anzuwenden, wobei gegebenenfalls auch mehr als eine Leinengruppe, welche vom Bereich der Vorderkante des Gleitschirmes 1 wegführt, an dem Neigungselement 7 vorbei geführt werden kann. Die genaue Lage der Schwenkachse 8 des Neigungselements 7 hängt vom jeweiligen Gleitschirm 1 ab.

Claims (10)

Patentansprüche
1. Trimmvorrichtung an einem Gleitschirm (1) mit mindestens drei Leinengruppen (2, 3, 4, 5), gekennzeichnet durch Mittel, mit welchen, mit Ausnahme der oder den vom Bereich der Vorderkante des Gleitschirmes wegführenden Leinengruppe (2) bzw. Leinengruppen, die Leinengruppen (3, 4, 5) anziehbar oder fierbar sind, wodurch das Flügelprofil des Gleitschirmes (1) veränderbar ist.
2. Trimmvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein längliches Neigungselement (7), dessen vorderes Ende und hinteres Ende jeweils in dieselbe Richtung wie die Vorderkante bzw. Hinterkante des Flügelprofils weisen und welches Neigungselement (7) um eine quer zum Flügelprofil stehende Schwenkachse (8) neigbar ist, an welcher Schwenkachse (8) ein Teil des Piloten-Gewichtes hängt, wobei die durch das Neigungselement (7) beeinflussbaren Leinengruppen (3, 4, 5) derart unmittelbar oder mittelbar an diesem befestigt sind, dass die annähernd von der Längsmitte oder von vor der Längsmitte hergeführte bzw. hergeführten Leinengruppen (3), vor der Schwenkachse (8) am Neigungselement (7) befestigt sind, während die von hinter der Längsmitte des Flügelprofils hergeführten Leinengruppen (4, 5) hinter der Schwenkachse (8) befestigt sind.
3. Trimm Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Schwenkachse (8), vorzugsweise am hinteren Ende des Neigungselementes (7), ein Zugelement (10) angreift, welches andererseits mittelbar oder unmittelbar mit dem Pi-loten-Gewicht in Verbindung steht und welches Zugelement (10) in seiner Länge verstellbar ist, um die Neigung des Neigungselementes (7) verändern zu können.
4. Trimmvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (10) aus zwei Gurten oder Leinen besteht, von welchen einer bzw. eine mit dem Neigungselement (7) verbunden ist und das andere bzw. die andere mittelbar oder unmittelbar mit dem Piloten-Gewicht in Verbindung steht, wobei am freien Ende des einen Gurtes oder Leine eine Klemme (11) angeordnet ist, durch welche der andere Gurt bzw. die andere Leine verstellbar klemmend hindurchgeführt ist.
5. Trimmvorrichtung nach Anspuch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (8) des Neigungselements (7) sich vor dessen Längsmitte befindet.
6. Trimmvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Neigungselement (7) aus zwei mit Abstand parallel zueinander stehenden Schienen besteht, die durch Stege miteinander verbunden sind, von welchen Stegen einer die Schwenkachse (8) bildet und die anderen als Befestigungspunkte der Leinengruppen (3, 4, 5) dienen.
7. Trimmvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass insgesamt drei Leinengruppen vorhanden sind, von denen eine, nämlich die vorderste, ohne mit dem Neigungselement (7) in Verbindung zu stehen, zum Gurtzeug oder Sitz des Piloten hin geführt ist, während die zweite und die dritte Leinengruppe mit dem Neigungselement (7) in Wirkverbindung stehen, wobei die zweite Leinengruppe vor der Schwenkachse (8) und die dritte Leinengruppe hinter der Schwenkachse (8) angreift.
8. Trimmvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass insgesamt vier Leinengruppen (2, 3, 4, 5) vorhanden sind, von denen eine (2), nämlich die vorderste, ohne mit dem Neigungselement (7) in Verbindung zu stehen, zum Gurtzeug oder Sitz des Piloten hin geführt ist, während die zweite, dritte und vierte Leinengruppe (3, 4, 5) mit dem Neigungselement (7) in Wirkverbindung stehen, wobei die zweite Leinengruppe (3) vor der Schwenkachse (8) während die dritte und die vierte Leinengruppe (4, 5) hinter der Schwenkachse (8) angreift.
9. Trimmvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass insgesamt fünf Leinengruppen vorhanden sind, von denen eine, nämlich die vorderste, ohne mit dem Neigungselement (7) in Verbindung zu stehen, zum Gurtzeug oder Sitz des Piloten hin geführt ist, wäh-
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10. Trimmvorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Anordnung von Gurten oder Leinen besteht, welche einerseits jeweils mit den vom Gleitschirm (1) hergeführten Leinengruppen (2, 3, 4, 5) und andererseits mit dem Gurtzeug oder Sitz des Piloten verbunden ist.
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rend die zweite, dritte, vierte und fünfte Leinengruppe mit dem Neigungselement (7) in Wirkverbindung stehen, wobei die zweite Leinengruppe vor der Schwenkachse (8) während die dritte, die vierte und die fünfte Leinengruppe mittelbar oder unmittelbar hinter der Schwenkachse (8) angreift.
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