CH683328A5 - Vorrichtung zum Zuführen elektrischen Stromes an die Drahtelektrode einer Funkenerosionsmaschine. - Google Patents

Vorrichtung zum Zuführen elektrischen Stromes an die Drahtelektrode einer Funkenerosionsmaschine. Download PDF

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CH683328A5
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wire electrode
bore
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    • B23H7/00Processes or apparatus applicable to both electrical discharge machining and electrochemical machining
    • B23H7/02Wire-cutting
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Description

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CH 683 328 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäss Oberbegriff des Anspruches 1.
Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind bekannt und dienen zum Entfernen von Material von einem metallischen Werkstück durch Funkenerosion, wenn eine wandernde Drahtelektrode von einer Spule oder einem ähnlichen Vorrat durch das Werkstück hindurchgeführt wird. Der Draht wird ebenfalls relativ zum Werkstück in einer Richtung im wesentlichen quer zum Draht bewegt. Während des Bearbeitungsvorganges ist es notwendig, der wandernden Elektrode elektrischen Strom zuzuführen. Es wird ein elektrisch leitender Stromabnehmer in körperlichem Kontakt mit dem wandernden Draht verwendet, um Strom von einer Energiequelle dem Draht an einem Punkt in der Nähe des Werkstückes zuzuführen. Eine Ausführungsform eines solchen Stromabnehmers ist ein Zylinder mit einer Zentralbohrung, durch welche die Drahtelektrode hindurchgeht.
Um einen konstanten elektrischen Kontakt zwischen dem Stromabnehmer und der wandernden Drahtelektrode aufrechtzuerhalten, werden Drahtführungen zum Führen der Drahtelektrode durch die Bohrung des Stromabnehmers verwendet. Die Mittellinie der Führungen ist seitlich relativ zur Mittellinie der Bohrung des Stromabnehmers versetzt, was die Drahtelektrode dazu veranlasst, an der Laibung der Bohrung anzuliegen.
Während des Bearbeitens wandert die Drahtelektrode bei etwa 20 cm/min über die innere Umfangs-fläche der Zentralbohrung des Stromabnehmers. Die innere Umfangsfläche des Stromabnehmers unterliegt daher einem Verschleiss durch eine Kombination aus mechanischen und elektrischen Kräften. Um die Lebensdauer des Stromabnehmers zu verlängern, ist dieser üblicherweise aus einem extrem harten und verschleissfesten Material wie Karbid aufgebaut. Schliesslich errodiert die wandernde Drahtelektrode jedoch einen Schlitz in die innere Umfangsfläche des aus Karbid bestehenden Stromabnehmers an der Kontaktstelle in einem genügend grossen Masse, dass die elektrische Leitung zwischen dem Karbid-Stromabnehmer und der Drahtelektrode nachteilig beeinflusst wird. Der Stromabnehmer ist dann normalerweise am Ende seiner Lebensdauer und muss ausgetauscht werden, obgleich der grösste Teil der inneren Umfangsfläche der Bohrung des Stromabnehmers sich noch in gutem Zustand befindet.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die eingangs genannte Vorrichtung zu verbessern, so dass die Lebensdauer des Stromabnehmers verlängert wird.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Vorrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 11 beschrieben.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, unterschiedliche Flächen des Stromabnehmers mit der Drahtelektrode in Eingriff zu bringen, um die Lebensdauer des Stromabnehmers zu steigern, indem periodisch neue Bereiche des Stromabnehmers mit der Drahtelektrode in Eingriff gebracht werden.
Vorteilhafterweise ist die Vorrichtung so ausgebildet, dass nichtverschlissene Flächen derart aufeinanderfolgend mit der Drahtelektrode in Eingriff gebracht werden, wobei die Gefahr des Wiederaussetzens von zuvor verschlissenen Flächen vermieden wird.
Weiter ermöglicht die Vorrichtung eine positive Anzeige darüber, dass sämtliche vorhandenen Flächen verschlissen sind, um erkennbar zu machen, dass das Austauschen des Stromabnehmers in Ordnung ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:
Fig. 1 eine Kartuscheneinheit mit einem Stromabnehmer im Vertikalschnitt;
Fig. 2 eine Ansicht entlang der Linie 2-2 von Fig. 1 und in Richtung der Pfeile gesehen;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Stromabnehmers der Kartuscheneinheit von Fig. 1 ;
Fig. 4 den Stromabnehmerhalter der Kartuscheneinheit von Fig. 1 in vergrösserter vertikaler Schnittansicht; und
Fig. 5 den Stromabnehmer der Kartuscheneinheit von Fig. 1 in perspektivischer Ansicht.
Bezugnehmend auf die Fig. 1 und 2 ist eine Kartuscheneinheit 10 dargestellt. Die Kartuscheneinheit 10 wird bei einer elektrischen Funkenerosionsmaschine verwendet, um eine Drahtelektrode 12 zu einem Werkstück zu führen, um einen elektrischen Strom zur Drahtelektrode 12 zu führen, und um eine Säule de-ionisierten Kühlmediums um die Drahtelektrode herumzuleiten. Die Kartuscheneinheit 10 ist eine untere Kartuscheneinheit, die an der elektrischen Funkenerosionsmaschine durch eine untere Kartuschenhaltervorrichtung 14 und eine untere Klemme 16 befestigt ist. Die untere Kartuschenhaltervorrichtung 14 und die untere Klemme 16 halten die untere Kartuscheneinheit 10 in einer festen Position unterhalb eines Werkstückes. Es versteht sich für den Fachmann, dass eine obere Kartuscheneinheit ähnlich der unteren Kartuscheneinheit 10 ebenfalls an einer elektrischen Funkenerosionsmaschine oberhalb des Werkstückes angeklemmt ist. Während des Betriebes läuft die Drahtelektrode 12 durch die untere Kartuscheneinheit 10, durch ein Werkstück sowie in eine obere Kartuscheneinheit.
Die Kartuscheneinheit 10 enthält eine Kartuschentrommel 18, die als Gehäuse für die Bauteile der Kartuscheneinheit 10 dient. Die Kartuschentrommel 18 ist von zylindrischer Gestalt, mit einem oberen offenen Ende 20 und einem unteren offenen Ende 22. Die Kartuschentrommel 18 weist eine zentrale Längsbohrung 24 auf, die eine Kammer bildet, durch welche die Drahtelektrode 12 hindurchläuft.
Um die Drahtelektrode 12 zu führen, ist eine Drahtführung 26 im ersten oder oberen offenen Ende 20 der Kartuschentrommel 18 angeordnet. Eine Vor-Führung 28 (auch zum Führen der Drahtelektrode 12) ist in eine erweiterte, exzentrisch angeordnete Bohrung 38 eines Abnehmerhalters 30
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und im Bereich eines unteren, offenen Endes 39 des Abnehmerhalters 30 angeordnet. Der Abnehmerhalter 30 weist ferner eine zentrale Längsbohrung 37 auf. Der Durchmesser der Bohrung 37 ist im wesentlichen identisch mit dem Aussendurch-messer eines Stromabnehmers 32, damit der Stromabnehmer 32 gleitend in die Bohrung 37 eingeführt werden kann.
Der Stromabnehmer 32 ist durch den Abnehmerhalter 30 in der Längsbohrung 24 der Kartuschentrommel 18 zwischen der Vor-Führung 28 und der Drahtführung 26 gehalten. Der Stromabnehmer 32 ist elektrisch an eine Stromquelle angeschlossen und dazu geeignet, Strom oder Ladung der Drahtelektrode 12 zuzuführen. Um Strom der Drahtelektrode zuzuführen, muss die Drahtelektrode 12 die innere Umfangsfläche einer Zentralbohrung 36 des Stromabnehmers 32 dann erfassen, wenn sich die Drahtelektrode 12 durch die Kartuscheneinheit 10 hindurchbewegt. Um den gewünschten Kontakt der Drahtelektrode mit der inneren Umfangsfläche der Stromabnehmerbohrung 36 sicherzustellen, umfasst die Drahtführung 26 eine Zentralbohrung 34, die zur zentralen Längsbohrung 24 der Kartuschentrommel 18 koaxial verläuft. Die Bohrung 36 des Stromabnehmers 32 verläuft koaxial zur zentralen Achse des Stromabnehmers 32. Die Zentralbohrung 37 des Abnehmerhalters 30 ist in einer ersten Richtung exzentrisch gegen die zentrale Achse des Abnehmerhalters 30 versetzt. Die vergrösserte Bohrung 38 ist ebenfalls exzentrisch in einer zweiten Richtung, entgegen der ersten Richtung, gegen die zentrale Achse des Abnehmerhalters 30 versetzt. Diese entgegengesetzte Exzentrizität der Bohrungen 37 und 38 positioniert die sich bewegende Drahtelektrode 12 dahingehend, dass sie die innere Umfangsfläche der Zentralbohrung 36 des Stromabnehmers 32 erfasst.
Um eine saubere Ausrichtung der Zentralbohrung 37 des Abnehmerhalters 30 und der Zentralbohrung 34 der Drahtführung 26 sicherzustellen, umfasst der Stromabnehmerhalter 30 eine Feder 42, die in eine Nut 44 in der Kartuschentrommel 18 passt. Feder 42 und Nut 44 arbeiten dahingehend zusammen, dass sie eine Ausrichtung des Stromabnehmerhalters 30 und der Drahtführung 26 sicherstellen.
Sind die Bauteile der Kartuscheneinheit 10 zusammengebaut, so werden sie durch eine Haltemutter 46, die in das untere offene Ende 22 der Kartuschentrommel 18 eingeschraubt ist, in Position gehalten. Die Haltemutter 46 übt in Längsrichtung eine Kraft aus, um die Drahtführung 26 in einen sich verjüngenden oberen Teil 48 der Kartuschentrommel 18 einzudrücken und die Bauteile der Kartuschentrommel 10 gegen Relativbewegung zu sichern. Die Haltemutter 46 weist eine Axialbohrung 47 auf, die Zugang zum Stromabnehmer 32 erlaubt, ohne die Notwendigkeit, die Haltemutter 46 oder irgendeines der Bauteile in der Kartuschentrommel 10 ausser der Vor-Führung 28 zu bewegen.
Während des Bedienens einer elektrischen Funkenerosionsmaschine ist es notwendig, die Draht-efektrode 12 zu kühlen und den Schneidbereich der Drahtelektrode 12 sowie ein Werkstück zu bespülen. Diese Funktionen werden durch de-ionisiertes
Medium ausgeführt, das in einer Säule rund um die Drahtelektrode 12 gerichtet wird, wenn es die Kartuscheneinheit 10 verlässt. Um eine Säule de-ioni-sierten Mediums rund um die Drahtelektrode zu bilden, wird eine Düse 50 im Bereich des oberen offenen Endes der Kartuschentrommel 18 mittels eines Düsenhalters 52 befestigt.
Die Kartuschentrommel 18 weist eine Öffnung 54 zum Herstellen einer leitenden Verbindung zwischen dem unter Druck stehenden de-ionisierten Medium mit der Längsbohrung 24 der Kartuschentrommel 18. Das unter Druck stehende de-ionisierte Medium strömt aus der Kammer 24 durch Kanäle 56 in der Drahtführung 26. Das Medium tritt aus der Drahtführung 26 durch eine Reihe von vier in gleichem Abstand angeordneten Schlitzen 58 aus. Das de-ionisierte Medium strömt sodann aus einer Düse 60 aus, die das de-ionisierte Medium in eine Säule um die Drahtelektrode 12 herumleitet.
Da die Drahtelektrode 12 einen Teil der inneren Umfangsfläche der Bohrung 36 des Stromabnehmers 32 erfasst, tritt entlang dieser Fläche Ver-schleiss auf. Um den Verschleiss zu minimieren, ist der Stromabnehmer 32 aus Karbid hergestellt. Um die Lebensdauer des Stromabnehmers 32 gemäss der Erfindung zu verlängern, weist er einen Schlitz 104 an seinem der Haltemutter 46 benachbarten Ende auf (Fig. 3). Der Schlitz 104 kann von jeglicher Gestaltung sein, um ein Werkzeug aufzunehmen. Bei der dargestellten Ausführungsform gemäss Fig. 3 nimmt der Schlitz 104 die geradlinige Klinge eines Schraubenziehers auf. Der Schlitz 104 lässt ein Verdrehen des Stromabnehmers 32 im Abnehmerhalter 30 zu, um einen anderen Teil der inneren Umfangsfläche der Bohrung 36 der Drahtelektrode 12 auszusetzen. Da die Ausrichtung der Bauteile in der Kartuscheneinheit 10 kritisch ist, ist es wünschenswert, den Abnehmer 32 zu verdrehen, ohne dass die verbleibenden Bauteile bewegt werden. Die Öffnung 47 in der Haltemutter 46 erlaubt den Zugang zur Vor-Führung 28. Die Vor-Führung 28 kann mittels eines Werkzeuges aus dem unteren Endes 39 des Abnehmerhalters 30 herausgeschraubt werden, wobei der Schlitz 104 des Stromabnehmers 32 freigesetzt wird. In dem Schlitz 104 lässt sich ein Werkzeug positionieren und der Stromabnehmer 32 kann verdreht werden, um einen weiteren Teil der inneren Umfangsfläche des Stromabnehmers 32 der sich bewegenden Drahtelektrode 12 auszusetzen. Sodann kann die Vor-Führung 28 in die Bohrung 38 eingeschraubt werden, und der Betrieb der elektrischen Funkenerosionsmaschine beginnt. Dieses Merkmal lässt es zu, dass der Stromabnehmer 32 mehrere Male verwendet wird, bevor er ausgetauscht werden muss, und dass der Abnehmer 32 verdreht wird, ohne dass die anderen Bauteile in der Kartuscheneinheit 10 falsch ausgerichtet werden.
Da das Verdrehen des Abnehmers 32 zum Freigeben eines neuen, unverschlissenen Teiles der inneren Umfangsfläche der Bohrung 36 zur Drahtelektrode relativ selten ausgeführt wird, kann es schwierig sein, die Ausrichtung des einzelnen, zuvor verschlissenen Teiles des Abnehmers 32 zu erkennen, ohne den Abnehmer 32 vom Abnehmerhal-
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ter 30 zu entfernen. Demgemäss verbliebe eine Un-gewissheit zum Zeitpunkt, zu dem eine weitere Verdrehung fällig wird, bezüglich der Anzahl der Umdrehungen, die der Abnehmer 32 früher gedreht worden ist, und in welcher Richtung. Diese Unsicherheit würde dazu führen, dass der Abnehmer 32 fälschlicherweise soweit verdreht wird, dass eine zuvor verschlissene Fläche zum Einsatz kommt oder vielleicht zu einem Überdrehen, so dass eine vorhandene nichtverschlissene Fläche ungenutzt bleibt. Das Beseitigen der Unsicherheit durch Entfernen und Inspizieren des Abnehmers 32 vergrös-sert die Zeitdauer und die Schwierigkeit der Aufgabe und führt zu einer unerwünschten Bewegung der verbleibenden Bauteile der Kartuscheneinheit 10.
Aus den Fig. 4 und 5 erkennt man den Abnehmerhalter 30 und den Abnehmer 32 besser in Einzelheiten, wobei eine indexieranordnung gezeigt ist, welche eine positive mechanische Positionierung des Abnehmers 32 in bestimmten Dreh-Intervallen ergibt, wie auch ein mechanisches Feedback, welches eine Anzeige dafür ist, ob weitere, unverbrauchte Flächen des Abnehmers 32 zur Anwendung verfügbar sind. Der Abnehmerhalter 30 weist eine runde Bohrung 37 auf, in welcher der Abnehmer 30 gleitend über eine erweiterte Gewindebohrung 38 aufgenommen ist. Eine Ringnut 106 zwischen der Bohrung 37 und der Bohrung 38 hat einen O-Ring 108 aufgenommen, der ein Ende des Abnehmers 32 umgibt und elastisch erfasst, um den Abnehmer 32 innerhalb des Abnehmerhalters 30 zu halten und ihn nach oben zu drücken. Die Ringnut 106 enthält einen Teil unterhalb des O-Rin-ges 108 mit einem im wesentlichen konischen Querschnitt, der sich radial einwärts nach unten verjüngt. Der O-Ring 108 und der konische Teil der Nut 106 arbeiten miteinander wie folgt zusammen: Der O-Ring 108 befindet sich mit der äusseren zylindrischen Umfangsfläche des Abnehmers 32 in Reibschluss und ergreift reibend die innere zylindrische Fläche der Bohrung 37 des Abnehmerhalters 30. Auf diese Weise ist der Abnehmer 32 durch Reibung gegen Herausfallen aus der Bohrung 37 dann gehalten, wenn die Vor-Führung 28 entfernt ist. Jegliche Abwärtsbewegung des Abnehmers 32 führt zu einem «Rollen» des O-Ringes 108, was dazu führt, dass der O-Ring 108 zunehmend zwischen dem Abnehmer 32 und dem konischen Teil der Ringnut 106 zusammengedrückt wird. Die elastische Eigenschaft des O-Ringes 108 widersteht einer solchen Kompression und führt dazu, dass eine Kraft erzeugt wird, die die Tendenz hat, den O-Ring 108 in Gegenrichtung zu rollen und damit den Abnehmer 32 nach oben zu schieben. Das Ende des Abnehmerhalters 30 gegenüber der erweiterten Gewindebohrung 38 weist eine Endanschlagwand 110 mit einer Bohrung 112 auf, die mit der Bohrung 36 des Abnehmers 32 fluchtet. Die Endanschlagwand 110 steht mit der Endfläche des Abnehmers 32 im Eingriff und hält den Abnehmer 32 innerhalb des Abnehmerhalters 30, während der Abnehmer 32 gegen die Endanschlagwand durch die Vor-Führung 28 gedrückt wird, die in die Bohrung 38 eingeschraubt ist. Ein Stift 114 kleinen Durchmessers ragt radial durch die Wand des Abnehmerhalters 30 hindurch und erstreckt sich über eine geringe Länge in die Bohrung 37 unmittelbar im Bereich der Endanschlagfläche 110 hinein. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der Stift 114 teilweise in die Endanschlagwand 110 parallel hierzu eingebettet, so dass er einen mehr oder weniger halbzylindrischen Vorsprung innerhalb der Bohrung 37 bildet. Dieser Teil des Stiftes 114, der sich in die Bohrung 37 hineinerstreckt, erfasst eine Mehrzahl von Indexnuten 116, die an einem Ende des Abnehmers 32 an der Schnittstelle zwischen der Stirnfläche und der äusseren zylindrischen Umfangsfläche angeordnet sind, um ein unerwünschtes Verdrehen des Abnehmers 32 innerhalb der Bohrung 37 zu verhindern.
Fig. 5, auf die besonders Bezug genommen werden soll, zeigt die Indexnuten 116 in grösserer Einzelheit. Jede Nut 116 weist eine Anschlagfläche 118 auf, die sich parallel zur Längsachse des Abnehmers 32 sowie parallel zu einem Radius erstreckt. Sämtliche Indexnuten 116 ausser einer enthalten eine Steuerfläche 120, die im wesentlichen senkrecht zu den Anschlagflächen 118 angeordnet und gegen die Stirnfläche des Abnehmers 32 unter einem Winkel von annähernd 30° relativ zur Längsachse angeordnet sind. Jede Steuerfläche 120 bildet eine Rampe, die bei Eingriff mit dem Stift 114 dazu neigt, den Abnehmer 32 zu veranlassen, von der Endanschlagfläche 110 des Abnehmerhalters 30 dann abgehoben zu werden, wenn der Abnehmer 32 innerhalb der Bohrung 37 verdreht wird, beispielsweise durch einen Schraubenzieher, der in den Schlitz 104 eingeführt wird. Man beachte, dass die Rampenwirkung ein gleichzeitiges Anheben und Verdrehen des Abnehmers 32 lediglich in einer Umdrehungsrichtung erlaubt, während die Drehung in Gegenrichtung durch einen senkrechten Eingriff zwischen Stift 114 und Anschlagfläche 118 verhindert wird. Die relative Ausrichtung und Anordnung einer jeden Anschlagfläche 118 und Steuerfläche 120 der Mehrzahl der Indexnuten 116 ist von Nut zu Nut dieselbe, so dass der Abnehmer 32 lediglich in einer Richtung verdreht werden kann, wobei der Stift 114 über die Steuerfläche 120 in den aufeinanderfolgenden Indexierungen jeweils «aufwärts» sowie aus der Indexnut 116 heraus «reitet», und sodann von der nächsten Indexnut 116 aufgenommen wird. Die Längsbewegung des Abnehmers 32 bei dessen Verdrehen dient dazu, eine positive Sicht-und Tastanzeige darüber zu liefern, dass der Stift 114 eine Indexnut verlassen hat und in die nächste eingetreten ist. Die indexnuten 116 schaffen somit ein Mittel, durch welches der Abnehmer 32 von Zeit zu Zeit in lediglich einer Richtung verdreht werden kann, mit einem positiven mechanischen Indexieren des Grades der Verdrehung.
Eine aus der Mehrzahl der Indexnuten 116 ist als «Heimnut» 122 bezeichnet und unterscheidet sich in ihrer Gestalt dadurch, dass sie eine zweite Anschlagfläche 124 aufweist, die ähnlich der Anschlagfläche 118 ausgerichtet und im Abstand hierzu angeordnet ist. Die Heimnut 122 weist keine Steuerfläche auf. Während des ersten Einführens des Abnehmers 32 in den Abnehmerhalter 30 gelangt der Stift 114 mit jener indexnut 116 in Eingriff,
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deren Anschlagfläche 118 der Heimnut 122 benachbart ist. Somit kann der Abnehmer 32 lediglich in einer Richtung verdreht werden, derart, dass der Stift 114 zunächst aufeinanderfolgende Indexnuten erfasst, die in einer der Heimnut 122 abgewandten Richtung angeordnet sind. Die Heimnut 122 ist deshalb die letzte Nut, die vom Stift 114 erfasst wird; ist sie einmal so erfasst, so ist ein weiteres Verdrehen des Abnehmers 32 aufgrund eines senkrechten Eingriffes zwischen dem Stift 114 und den Anschlagflächen 118 und 124 in jeder Richtung nicht möglich. Es ist somit eine positive mechanische Anzeige darüber geschaffen, dass sämtliche verfügbaren inneren Umfangsflächen des Abnehmers 32 benützt wurden, und dass der Abnehmer 32 das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Entfernen und Austauschen des Abnehmers 32 angebracht.

Claims (11)

Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Zuführen elektrischen Stromes an eine Drahtelektrode (12) einer elektrischen Funkenerosionsmaschine mit einem Stromabnehmer (32) mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende, der eine sich vom ersten zum zweiten Ende erstreckende Längsbohrung (36) aufweist, die dem Hindurchführen der Drahtelektrode (12) dient und die eine innere Umfangsfläche aufweist, gegen wenigstens einen Teil hiervon die Drahtelektrode (12) anliegt, gekennzeichnet durch ein werkzeugaufnehmendes Mittel (104) am ersten Ende des Stromabnehmers (32) zum Aufnehmen eines Werkzeuges zwecks Verdrehens des Stromabnehmers (32), um unterschiedliche Bereiche der inneren Umfangsfläche gegenüber der Drahtelektrode auszusetzen; und Aufnahmemittel (116, 122) am zweiten Ende des Stromabnehmers (32) zum Aufnehmen eines Indexstiftes (114) zwecks Indexierens des Stromabnehmers (32), entsprechend den genannten unterschiedlichen Bereichen der inneren Umfangsfläche.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemittel (116, 122) eine Mehrzahl von über den Umfang des Stromabnehmers (32) verteilt angeordneten Indexnuten aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromabnehmer (32) am zweiten Ende eine Endfläche aufweist, die sich mit einer äusseren zylindrischen Umfangsfläche schneidet, und wobei die Indexnuten (116, 122) an der Schnittstelle der Endfläche mit der äusseren zylindrischen Fläche angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromabnehmer (32) eine Längsachse aufweist und jede der Indexnuten (116, 122) eine erste Anschlagfläche (118) umfasst, die sich im wesentlichen parallel zur Längsachse und im wesentlichen parallel zu einem Radius des Stromabnehmers (32) erstreckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Indexnute (116) eine Steuerfläche (120) aufweist, die unter einem Winkel relativ zur Längsachse des Stromabnehmers (32) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche (120) gegen die Endfläche des Stromabnehmers (32) nach innen geneigt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche (120) im wesentlichen senkrecht zur Anschlagfläche angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Indexnut (122) eine zweite Anschlagfläche (124) aufweist, die im wesentlichen parallel zur ersten Anschlagfläche (118) verläuft und in einem Abstand hierzu angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch:
- eine Kartuscheneinheit (10) mit einer Kartuschentrommel (18) mit einem ersten offenen Ende (22) und einem zweiten offenen Ende (20);
- eine Drahtführung (26), die im ersten offenen Ende (22) der Kartuschentrommel (18) angeordnet ist, um die Drahtelektrode (12) zu führen; sowie
- einen den Stromabnehmer (32) tragenden Stromabnehmerhalter (30), der im zweiten offenen Ende (39) der Kartuschentrommel (18) angeordnet ist und einen Indexstift (114) umfasst, der mit den Aufnahmemitteln (116, 122) des Stromabnehmers (32) zusammenwirkt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromabnehmerhalter (30) eine im wesentlichen zylindrische Bohrung (37) aufweist, die den Stromabnehmer (32) aufnimmt und die eine Ringnut (106) aufweist, in der ein O-Ring (10) angeordnet ist, der im Eingriff mit dem Stromabnehmer (32) steht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringnut (106) einen im wesentlichen konisch gestalteten Teil aufweist.
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CH25093A 1991-05-28 1992-05-08 Vorrichtung zum Zuführen elektrischen Stromes an die Drahtelektrode einer Funkenerosionsmaschine. CH683328A5 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US07/705,768 US5089680A (en) 1991-05-28 1991-05-28 Indexed rotatable current pick-up for a travelling wire electrical discharge machining apparatus
PCT/US1992/003857 WO1992021476A1 (en) 1991-05-28 1992-05-08 Indexed rotatable current pick-up for a travelling wire electrical discharge machining apparatus

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Publication Number Publication Date
CH683328A5 true CH683328A5 (de) 1994-02-28

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Application Number Title Priority Date Filing Date
CH25093A CH683328A5 (de) 1991-05-28 1992-05-08 Vorrichtung zum Zuführen elektrischen Stromes an die Drahtelektrode einer Funkenerosionsmaschine.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2617507A3 (de) * 2012-01-17 2014-07-16 Fanuc Corporation Befestigungsmechanismus einer Drahtführung einer elektrischen Drahterodiermaschine

Cited By (2)

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EP2617507A3 (de) * 2012-01-17 2014-07-16 Fanuc Corporation Befestigungsmechanismus einer Drahtführung einer elektrischen Drahterodiermaschine
US8835793B2 (en) 2012-01-17 2014-09-16 Fanuc Corporation Fixing mechanism of wire guide of wire electric discharge machine

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