CH683360A5 - Vorrichtung zum Einsetzen in eine Schalung für ein erstes Betonbauteil im Stossbereich eines nachfolgend zu betonierenden Anschlussbetonbauteils. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einsetzen in eine Schalung für ein erstes Betonbauteil im Stossbereich eines nachfolgend zu betonierenden Anschlussbetonbauteiis mit einem Hohlkörper und mit Verbindungseisen zur Einbettung mit einem ersten Abschnitt im ersten Betonbauteil und mit einem zweiten Abschnitt im Anschlussbetonbauteil, wobei der Hohlkörper die gegenüber den ersten abgebogenen zweiten Abschnitte der Verbindungseisen aufnimmt und an seiner zur Anlage an der genannten Schalung für das erste Betonbauteil vorgesehenen Seite eine mit mindestens einem Verschlussstück verschliessbare Öffnung aufweist.
Stand der Technik
Vorrichtungen dieser Art sind in verschiedensten Ausführungen bekannt und werden in der einschlägigen Branche gewöhnlich als Bewehrungsan-schiüsse bezeichnet. Sie dienen dazu, beim Herstellen zweier aufeinander stossender Betonbauteile, insbesondere zweier im rechten Winkel aufeinander stossender Wände, das zuerst erstellte Betonbauteil mit dem anzuschliessenden Betonbauteil zu verbinden. Diese Vorrichtungen haben den Vorteil, dass in der Schalung für die Herstellung des ersten Betonbauteils keine Ausnehmungen bzw. Durchbrüche zum Durchführen der später in das anzuschliessende Betonbauteil einzubettenden Abschnitte der Verbindungseisen vorgesehen werden müssen. Vielmehr ist es mit Vorrichtungen dieser Art möglich, zunächst die genannten ersten Abschnitte der Verbindungseisen in das zuerst erstellte Betonbauteil einzubetten bzw. in diesem zu verankern und dann nach dem Entschalen dieses Betonbauteils die im Hohlkörper untergebrachten zweiten Abschnitte der Verbindungseisen freizulegen und aufzubiegen, um diese dann im Anschlussbetonbauteil einzubetten bzw. zu verankern.
Ob der Hohlkörper im Beton verbleiben kann oder nicht hängt von der ingenieurmässigen Vorgabe ab. In der Regel werden z.B. Hohlkörper aus Kunststoff im Beton nicht geduldet und müssen vor dem Einschalen und Betonieren des Anschlussbetonbauteils entfernt werden. Auch Hohlkörper aus Metall müssen häufig entfernt werden.
Je nach Material des Hohlkörpers, dessen zum Beton eingegangenem Haftverbund sowie seiner Form kann sich das Entfernen recht schwierig und aufwendig gestalten.
Darstellung der Erfindung
Durch die Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 gekennzeichnet ist, wird unter anderem die Aufgabe gelöst, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, bei welcher der Hohlkörper aus dem Beton des zuerst zu erstellenden Betonteils nach dem Herausbiegen der zweiten Abschnitte der Verbindungseisen in einfacher Weise entfernt werden kann.
Gemäss der Erfindung ist demnach zum Entfernen des Hohlkörpers aus dem Beton des ersten Betonbauteils mindestens eine Ziehschlaufe vorgesehen, welche zwischen Verschlussstück und Hohlkörper durch dessen Hohlraum hindurch sowie aus-senseitig um dessen nicht zur Anlage an der Schalung für das erste Betonbauteil vorgesehene Seite herum geführt ist.
Vorzugweise ist die Ziehschlaufe quer zu dessen Längsrichtung um den Hohlkörper herumgeführt. Sie kann jedoch auch längs um den Hohlkörper herumgeführt sein. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere bei Verwendung von mindestens zwei mit Abstand quer um den Hohlkörper herumgelegten Ziehschlaufen für beidhändiges Ziehen, der Hohlkörper problemlos sowie ohne grossen Kraftaufwendung aus dem Beton entfernt werden kann. Bei längeren Hohlkörpern kann sich die Verwendung von noch mehr als zwei Ziehschlaufen empfehlen; der Hohlkörper kann dann durch zumindest anfängliches, ggf. ungleichmässiges oder abwechselndes Ziehen an verschiedenen Schlaufen besser vom Beton gelöst werden. Als ergänzende Massnahme kann in Fällen, in denen der Hohlkörper aus Metall ist, zumindest seine äussere Oberfläche mit einem Kunststoff beschichtet werden, welcher praktisch keinen Verbund mit Beton eingeht.
Die erfindungsgemässe Lösung ist einfach und kostengünstig zu realisieren. Die mit der Erfindung erreichten Vorteile sind dagegen erheblich.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 in geschnittener Darstellung einen Beweh-rungsanschluss mit Hohlkörper, Verschlussstück und Verbindungseisen, welcher mit einer quer umlaufenden Ziehschlaufe versehenen ist,
Fig. 2 den Bewehrungsanschluss von Fig. 1, jedoch ohne Verschlussstück und herausgebogenem Verbindungseisen,
Fig. 3 in einer Darstellung gemäss Fig. 1 einen weiteren Bewehrungsanschluss mit zwei längs umlaufenden Ziehschlaufen, und
Fig. 4 in perspektivischer Darstellung einen Bewehrungsanschluss in ieiterförmiger Ausbildung mit zwei quer umlaufenden Ziehschlaufen.
in den Figuren sind sich entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Weg zur Ausführuno der Erfindung
Der in der Fig. 1 dargestellte Bewehrungsanschluss weist einen mit 1 bezeichneten, länglichen, im Profil ü-förmigen Hohlkörper auf. Dieser nimmt abgebogene Abschnitte 2.1 von Verbindungseisen auf, welche zur Einbettung im Anschlussbetonbauteil bestimmt sind. Die zur Einbettung im zuerst zu
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erstellenden Betonbauteil bestimmten Abschnitte der Verbindungseisen sind mit 2.2 bezeichnet. Der Hohlkörper 1 ist mit einem ebenfalls länglichen, im Profil ebenfalls U-förmigen Verschlusstück 3 verschlossen. Um den Hohlkörper quer zu seiner Längsrichtung aussen herumgeführt ist eine Ziehschlaufe 4. Die Ziehschlaufe verläuft weiter durch die beiden seitlichen Spalte zwischen den Schenkelleisten von Hohlkörper 1 und Verschlussstück 3 und im Innern des Hohlkörpers hinter dem abgebogenen Abschnitt 2.1 des zu erkennenden Verbindungseisens durch. Hohlkörper 1, Verschlussstück 3 sowie Ziehschlaufe 4 sind in Fig. 1 mit etwas Abstand voneinander dargestellt. Dies dient lediglich zur graphisch besseren Unterscheidung der genannten Teile. In Wirklichkeit soll das Verschlussstück 3 den Hohlkörper 1 dicht abschliessen und die Ziehschlaufe 4 zumindest aussen am Hohlkörper 1 dicht anliegen.
Fig. 2 zeigt den Hohlkörper von Fig. 1 nach dem Entfernen des Verschlussstücks 3. Der im Anschlussbetonbauteil einzubettende Abschnitt 2,1 des einzigen zu erkennenden Verbindungseisens ist gerade herausgebogen. Der in Fig. 1 zwischen Verschlussstück 3 und Hohlkörper 1 sowie hinter dem Verbindungseisen durchlaufende Abschnitt der Ziehschlaufe 4 ist hier nach aussen herausgezogen und bildet so einen bequem zu erfassenden Griff für das Abziehen des Hohlkörpers aus dem Beton des zuerst erstellten Betonbauteils.
In Fig. 3 sind zwei längs um den Hohlkörper 1 umlaufende Ziehschlaufen 5 und 6 lediglich schematisch dargestellt. Die Ziehschlaufen 5 und 6 treten an seinen beiden Stirnseiten in den Hohlkörper ein und verlaufen im Innern des Hohlkörpers etwa entlang seiner Bodenleiste.
Der leiterförmige ausgebildete Bewehrungsanschluss von Fig. 4 ist mit zwei quer umlaufenden Ziehschlaufen 7 und 8 bezeichnet. Durch die leiterförmige Ausbildung ergibt sich bei niedriger Bauweise eine optimale Schubverzahnung zwischen den beiden miteinander zu verbindenen Betonbauteilen. Auch der leiterfömige Bewehrungsanschluss von Fig. 4 ist aus U-fömigen Profilstücken zusammengesetzt.
Für die Ziehschlaufe/n wird vorzugsweise ein reissfestes Kunsstoffband von ca. 1 bis 2 cm Breite verwendet, wie es üblicherweise zum Bündeln von Gegenständen oder zum Verschliessen beispielsweise von Kisten verwendet wird.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Einsetzen in eine Schalung für ein erstes Betonbauteil im Stossbereich eines nachfolgend zu betonierenden Anschlussbetonbauteils, mit einem Hohlkörper (1) und mit Verbindungseisen zur Einbettung mit einem ersten Abschnitt (2.2) im ersten Betonbauteil und mit einem zweiten Abschnitt (2.1) im Anschlussbetonbauteil, wobei der Hohlkörper die gegenüber den ersten abgebogenen zweiten Abschnitte der Verbindungseisen aufnimmt und an seiner zur Anlage an der genannten Schalung für das erste Betonbauteil vorgesehenen Seite eine mit mindestens einem Verschlussstück (3) verschliessbare Öffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zum Entfernen des Hohlkörpers aus dem Beton des ersten Betonbauteils mindestens eine Ziehschlaufe (4) vorgesehen ist, welche zwischen Verschlussstück und Hohlkörper durch dessen Hohlraum hindurch sowie aus-senseitig um dessen nicht zur Anlage an der Schalung für das erste Betonbauteil vorgesehene Seite herum geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziehschlaufe quer zu dessen Längsrichtung um den Hohlkörper herumgeführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziehschlaufe in Längsrichtung des Hohlkörpers um diesen herumgeführt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziehschlaufe bei aufgesetztem Verschlussstück aussen dicht am Hohlkörper anliegt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass für die Ziehschlaufe ein reissfestes Kunststoffband von 1 bis 2 cm Breite verwendet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziehschlaufe im Innern des Hohlkörpers hinter den abgebogenen zweiten Abschnitten der Verbindungseisen durchläuft.
7. Vorichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Ziehschlaufen mit Abstand voneinander vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, dass Hohlkörper und Verschlussstück aus ineinandersteckbaren, im wesentlichen U-förmig gebogenen Profilen bestehen und dass die Ziehschlaufe durch den Spalt zwischen den ineinandergesteckten Profilen geführt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper leiterförmig ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die äussere Oberfläche des Hohlkörpers eine Kunststoffoberfläche ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH683360A5 true CH683360A5 (de) | 1994-02-28 |
Family
ID=6400883
Family Applications (1)
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| CH50491A CH683360A5 (de) | 1990-02-23 | 1991-02-19 | Vorrichtung zum Einsetzen in eine Schalung für ein erstes Betonbauteil im Stossbereich eines nachfolgend zu betonierenden Anschlussbetonbauteils. |
Country Status (2)
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Families Citing this family (3)
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