CH683439A5 - First-Einstecker für Flächenziegel. - Google Patents
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Description
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CH 683 439 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen First-Einstecker für Flächenziegel zur Verbesserung der Dachentlüftung, insbesondere für Ton-Lüfterziegel.
Es ist bekannt, insbesondere bei Tonfirsten eine Ausgestaltung als Lüfter-Firstziegel vorzusehen, aber es hat sich gezeigt, dass es mittels dieser Elemente nur bedingt möglich ist, eine effektive Sogwirkung zu erzeugen, wie sie zur Hinterlüftung von Dächern erforderlich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen First-Einstek-ker zu schaffen, der nicht nur eine wesentliche Verbesserung der Sogwirkung und damit auch eine entscheidende Verbesserung der Dachentlüftung erbringt, sondern zusätzlich auch das Eintreiben von Schlagregen und Flugschnee verhindert.
Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung durch einen First-Einstecker, der aus einem einen Befestigungs- und Firstziegelauflagebereich und einem damit einstückig ausgebildeten Spoiler- und Leitflächenbereich aufweisenden Formteil besteht. Ein derartiges Formteil, das aus Kunststoff oder Metall bestehen kann, lässt sich einfach fertigen und auch problemfrei und schnell montieren und hat den Effekt, dass durch den jeweiligen Spoiler aufgrund von Luftabrisseffekten ein Unterdruck erzeugt wird, der eine ausgeprägte, von innen nach aussen gerichtete Sogwirkung und damit auch eine wirksame Dachentlüftung zur Folge hat.
Die Verlegung der First-Einstecker erfolgt zumeist in der Wasserverfalzung der obersten Ziegelreihe oder an den Firstanschlussziegeln oder Anschlussziegelplatten.
Der Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich ist vorzugsweise mit einer überstehenden Sicke versehen, die gewährleistet, dass der jeweilige Firstziegel unabhängig von der Dachneigung stets auf der Sicke aufliegt und somit der First-Einstecker seine definierte Position beibehält und keine Gefahr einer Verschiebung od.dgl. besteht.
Bevorzugt wird der First-Einstecker aus Kupferblech hergestellt, und zwar über einen Stanz- und Biegevorgang, wobei das Kupfermaterial gleichzeitig zur Vorbeugung gegen und zur Verhinderung einer Dachbegrünung dient. Die Masse des jeweiligen First-Einsteckers werden an den jeweiligen Flächen-ziegeltyp angepasst.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen des First-Einsteckers nach der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht eines First-Einsteckers nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht des First-Einsteckers nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht des First-Einsteckers nach Fig. 1 und
Fig. 4 den First-Einstecker nach den Fig. 1 bis 3 im montierten Zustand auf einem Flächenziegel.
Nach Fig. 1 besteht ein bevorzugt aus Kupferblech gestanzter und entsprechend gebogener First-Einstecker aus einem Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich 1 und einem Spoiler- und Leitflächenbereich 2, die über einen Stegbereich 5 miteinander verbunden und einteilig ausgebildet sind.
Im Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich 1 ist eine überstehende, sich in Ziegellängsrichtung erstreckende Sicke 3 vorgesehen, die vorzugsweise eine Höhe von etwa 3 mm besitzt und auf der der jeweils zugehörige Firstziegel aufliegt, wobei aufgrund dieser Sicke 3 stets und unabhängig von der jeweiligen Dachneigung eine eindeutige Auflage sichergestellt ist.
Der eigentliche Befestigungsbereich 4 besteht aus einer U-förmigen Aufnahme, wobei die in Fig. 3 zu sehenden Seitenschenkel 8 dieser U-förmigen Aufnahme durch abgewinkelte und ggf. freigeschnittene Bereiche des Grundmaterials gebildet sind. Die beiden Seitenschenkel 8 verlaufen vorzugsweise relativ zueinander etwas divergierend, um ein problemfreies Aufsetzen des First-Einsteckers auf den zugehörigen Flächenziegel zu gewährleisten.
In ihrer Längserstreckung sind die beiden Seitenschenkel 8 unterschiedlich, was aber die gute Führung und Halterung, die durch die U-Aufnahme erbracht wird, nicht beeinträchtigt.
Der mit dem Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich 1 einstückig ausgebildete Spoiler- und Leitflächenbereich 2 umfasst einen durch Abwink-lung eines Materialstreifens erhaltenen Spoiler 6, der vorzugsweise eine Höhe von 6-8 mm, insbesondere 7 mm besitzt. Dieser Spoiler 6 verläuft in Querrichtung des jeweils zugehörigen Ziegels und ist massgeblich für die Luftabrisseffekte erzeugte Sogwirkung von innen nach aussen bezüglich des Dachinnenraums.
In geringem Abstand von dem Spoiler 6 verläuft parallel zum Spoiler 6 eine Biegekante 9, von der eine Leitfläche 7 ausgeht, die sich in den vertieft ausgebildeten Mittelbereich des jeweiligen Flächenziegels erstreckt und gleichzeitig eine Anströmfläche bildet, die unter einem spitzen Winkel, insbesondere unter einem Winkel von etwa 30° zur Spoilerebene verläuft.
Fig. 4 zeigt einen Flächenziegel mit einem erfin-dungsgemäss ausgebildeten First-Einstecker. Diese First-Einstecker werden stets in der Wasserverfalzung der obersten Ziegelreihe oder an den Firstanschlussziegeln oder Anschlussziegelplatten angebracht. Dabei stellt die oberste Ziegelreihe stets diejenige Ziegelreihe dar, auf welche die Firstziegel bzw. Lüfter-Firstziegel aufgelegt werden.
Fig. 4 zeigt, dass der Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich 1 bezüglich des Flächenziegels linksbündig angebracht wird und die Leitfläche 7 sich angepasst in den vertieft ausgebildeten mittleren Bereich des Ziegels erstreckt.
Der Spoiler 6 erstreckt sich in Querrichtung des Ziegels, und zwar über dessen mittleren, zwischen jeweils zwei angrenzenden, in Fig. 4 nicht zu sehenden Ziegeln gelegenen Bereich.
Durch den im Aufbau einfachen und problemfrei zu montierenden First-Einstecker mit integriertem Spoiler 6 wird die Dachentlüftung wesentlich verbessert, jegliches Eintreiben von Schlagregen und
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Schnee verhindert und ausserdem im Falle der Verwendung von Kupfer als Einsteckermaterial eine unerwünschte Dachbegrünung verhindert.
Claims (13)
1. First-Einstecker für Flächenziegel zur Verbesserung der Dachentlüftung, gekennzeichnet durch ein einen Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich (1) und einen damit einstückig ausgebildeten Spoiler- und Leitflächenbereich (2) aufweisendes Formteil.
2. First-Einstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich (1 ) mit einer überstehenden Sicke (3) als Firstziegelauflage zum korrekten Andruck versehen ist.
3. First-Einstecker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicke (3) zumindest im wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung eines Spoilers (6) verläuft.
4. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein angrenzend an die Sicke (3) vorgesehener Befestigungsbereich (4) als zumindest im wesentlichen U-förmi-ge Aufnahme ausgebildet ist.
5. First-Einstecker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenschenkel (8) der U-förmigen Aufnahme insbesondere leicht divergierend verlaufen.
6. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungs- und Firstziegeiauflagebereich (1) mit dem Spoiler- und Leitflächenbereich (2) über einen Stegbereich (5) verbunden ist.
7. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spoiler (6) im wesentlichen senkrecht zu dem Befestigungsund Firstauflagebereich (1) verläuft.
8. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Spoiler (6) in Querrichtung des Ziegels über dessen mittleren, zwischen jeweils zwei angrenzenden Ziegeln gelegenen Bereich erstreckt.
9. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leitfläche (7) vorgesehen ist und die Leitfläche (7) an einer zum Spoiler (6) parallel verlaufenden Biegekante (9) beginnt und sich in den vertieft ausgebildeten mittleren Bereich des Ziegels erstreckt.
10. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitfläche (7) bezüglich der Spoilerebene unter einem Winkel von etwa 30° verläuft.
11. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Kunststoff besteht.
12. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem metallischen Stanz-Biegeteil besteht.
13. First-Einstecker nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Kupfer besteht.
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