CH683781A5 - Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial. - Google Patents

Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial. Download PDF

Info

Publication number
CH683781A5
CH683781A5 CH187091A CH187091A CH683781A5 CH 683781 A5 CH683781 A5 CH 683781A5 CH 187091 A CH187091 A CH 187091A CH 187091 A CH187091 A CH 187091A CH 683781 A5 CH683781 A5 CH 683781A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
roller
cover
carding
delivery
perforating
Prior art date
Application number
CH187091A
Other languages
English (en)
Inventor
Ladislav Horacek
Josef Dipl-Ing Kubovy
Lubos Dipl-Ing Pavlicek
Jaroslav Storek
Josef Rybicka
Original Assignee
Vyzk Ustav Bavlnarsky
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vyzk Ustav Bavlnarsky filed Critical Vyzk Ustav Bavlnarsky
Priority to CH187091A priority Critical patent/CH683781A5/de
Publication of CH683781A5 publication Critical patent/CH683781A5/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G9/00Opening or cleaning fibres, e.g. scutching cotton
    • D01G9/14Details of machines or apparatus
    • D01G9/20Framework; Casings; Coverings; Grids

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

1
CH 683 781 A5
2
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1, insbesondere für Baumwolle, die der Vorrichtung in der Form von Faserflocken zur Verfügung gestellt wird.
In den Spinnereiputzereien werden bei dem klassischen Vorgang der Vorauflösung von gepressten Faserballen einzelne Faserschichten oder Faserklumpen abgenommen, die darauf in Auflagen-, Öff-nungs- und Schwingmaschinen allmählich zu Faserflocken voraufgelöst werden und die dann in der Form eines Wickels oder gerade aus den Füllschächten Krempelmaschinen zur Zerfaserung zugeführt werden, deren resultierendes Produkt ein Florband ist.
In technologischer Hinsicht weist der klassische Vorgang der Faservorauflösung einen nachteiligen qualitativen Einfluss auf das Endprodukt auf, besonders bei der Vorauflösung von stärker verunreinigtem Fasermaterial, weil sich die Faserflocken bei dem fortlaufenden Durchgang durch eine Reihe von Reinigungs- und Vorauflösungsstellen verschliessen und vordochten, so dass sich die in ihnen enthaltenen Verunreinigungen bei der Zerfaserung auf den Krempelmaschinen nur sehr schwer abscheiden lassen. Bei feinen oder bei weniger festen Fasern kommt es deshalb bei diesem Prozess zu deren Beschädigung. Zur Beseitigung dieser Nachteile wurden deshalb verschiedene weitere Massnahmen in der Form von Zusatzvorrichtungen vorgeschlagen, in welchen die Faserflocken vor dem eigentlichen Krempelprozess noch weiter aufgelockert und gereinigt werden.
Solche Massnahmen bestehen zum Beispiel darin, dass das Fasermaterial mit einer nachträglichen Reinigung mittels zweier miteinander kooperierter Walzen behandelt wird, wobei es beim Durchgang des Fasermaterials gleichzeitig zur Ausscheidung von Verunreinigungen kommt (FR 2 360 694). Eine ähnliche Lösung stellt die Anordnung mit einer Lieferwalze und einer Zupfwalze und mit einem an eine Absaugrohrleitung angeschlossenen Kondensor dar (FR 2 318 247, FR 2 322 941). Weiter wurde die Reinigung des Fasermaterials mittels einer zur Entstaubung ausgestatteten Becherspeisevorrichtung vorgeschlagen (FR 2 318 247). Ein anderer Vorschlag für die Beseitigung von Verunreinigungen und Staub aus den Faserflocken liegt z.B. gemäss DE 2 934 562 in der Adjustierung des Eintrittsteils der Karde, wo zwischen eine Liefer- und eine Brisseurwalze eine Zupfwalze mit einem Zahnsegment eingereiht ist, und in deren Mittelteil eine Absaugvorrichtung für Verunreinigungen und Staub eingebaut ist.
Der Nachteil dieser Zusatzeinrichtungen liegt aber darin, dass sie die Problematik der Vorauflösung und der Reinigung des Fasermaterials nur nachträglich lösen und entweder selbständige Vorreinigungsmaschinen für die Vorbereitung das Fasermaterials vor dem eigentlichen Prozess der Zerfaserung darstellen, oder nur eine Adjustierung der Liefervorrichtung für die Krempelmaschine sind,
ausserdem eingebaut mehr Raum beanspruchen und die lufttechnische Verteilung für die Entstaubung komplizieren.
Es wurde deshalb eine Lösung vorgeschlagen (CS 255 402), welche die Nachteile der bisherigen kostenaufwendigen Systeme zur Vorauflösung, zur Reinigung und zur Zerfaserung des Fasermaterials beseitigen möchte, welche auf die Anwendung einer einzigen Kontinualeinrichtung gegründet ist, in welcher die Faserflocken fortschreitend voraufgelöst, gereinigt und in einzelne Faserflocken zerfasert werden, um schliesslich als Endprodukt ein genügend gereinigtes Florband zu erhalten, welches auch für das Verspinnen auf spindellosen Spinnmaschinen geeignet ist, wo die Reinheit der zur Verfügung stehenden Faserrohstoffes eine der Grundbedingungen des Spinnvorganges bildet.
Die Lösung besteht darin, dass zu jeder Vorauflösungswalze und Zerfaserungswalze eine mit einem Sägezahndraht vorsehene, angetriebene Un-terdruckabnahmeperforierwalze für die Abnahme des Fasermaterials von der Zerfaserungswalze zugeordnet ist. Durch die Zuordnung der Abnahmeperforierwalzen zu den Vorauflösungs- und Zerfa-serungswalzen, von deren Arbeitsoberfläche das voraufgelöste und zerfaserte Fasermaterial abgenommen und gereinigt wird, wird eine höhere Wirkung auch dadurch erzielt, dass diese Operationen auf einer einzigen Vorrichtung ausgeführt werden, wo der Wirkungsgrad der Vorauflösung, der Reinigung und der Zerfaserung durch die Zahl der Vorauflösungs-, Zerfaserungs- und Abnahmeperforierwalzen beeinflussbar ist.
Damit wird es ermöglicht, aus dem Herstellungs-prozess die bisher notwendigen Reinigungs-, Auf-lockerungs- und Schwingungsmaschinen wegzulassen und die zusätzlichen Vorreinigungs- und Vorauflösungsvorrichtungen samt der Krempelmaschinen durch die vorgeschlagene Einrichtung zu ersetzen.
Die grosse Umfangsgeschwindigkeit der ersten Zupfwalze und der weiteren Zerfaserungswalzen und der zu ihnen zugeordneten Abnahmeperforierwalzen verursacht eine intensive Luftströmung auf den Oberflächen zwischen diesen Arbeitswalzen und zwischen ihren Abdeckungen, wobei die Luft mit den Verunreinigungen im Idealfall in den Raum unter den Arbeitswalzen gelangt. Auch andere Verunreinigungen, welche Samenteile, Abfall und fremde Teilchen beinhalten, sind alle im fertigen Faserflorband absolut unerwünscht. Diese Verunreinigungen müssen aus dem vorliegenden Fasermaterial mittels mindestens eines Schalenmessers frühzeitig beseitigt werden, und zwar bevor der Umfangsteil der folgenden Ahnahmeperforierwalze mit dem von der Zupfwalze gelieferten Fasermaterial in Berührung gelangt. Bei dieser Ausscheidung von Verunreinigungen kommt es auch zur Ausscheidung von guten spinnfähigen Fasern, in Abhängigkeit von der Gattung des Fasermaterials, von klimatischen Bedingungen, von der Einstellung und der Umdrehungsgeschwindigkeit der Arbeitswalzen und von ähnlichen Einflüssen. In vielen Fällen ist die Ausscheidung von guten Fasern so intensiv, dass dies einen ungünstigen Einfluss auf die Ausbeute des
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
2
3
CH 683 781 A5
4
Materials ergibt und in der Folge zu erhöhten Ansprüchen in Bezug auf die Manipulation mit dem Abfall führt.
Bekannt ist auch eine Ausrüstung einer Karde (CH 519 031), welche eine Absaugeinrichtung zur Beseitigung der Verunreinigungen und des Fluges bei der Karde besitzt, mit einer Zupfwalze, einer Haupttrommel und einem Abnehmer, welche eine Absaugquelle, eine erste Absaugeinrichtung, welche oberhalb der Zupfwalze und in der Nähe den Punktes angeordnet ist, wo die Oberflächen der Zupfwalze und der Haupttrommel voneinander laufen, um die durch die Rotation der Zupfwalze und der Haupttrommel entstehenden Oberflächenluftströmungen aufzufangen, sowie eine zweite Absaugeinrichtung, welche zwischen der Haupttrommel und dem Abnehmer in der Nähe des Punktes angeordnet ist, wo die Oberflächen des Abnehmers und der Haupttrommel zusammenlaufen, um die durch die Rotation der Haupttrommel entstehenden Oberflächenluftströmungen sowie die Verunreinigungen und Abflüge aufzufangen, welche an der Übergangsstelle des Faserflors zwischen der Haupttrommel und dem Abnehmer freigegeben werden.
Der Nachteil dieser Lösung liegt darin, dass sie sehr kompliziert und energieaufwendig ist, weil sie eine Saugquelle verlangt. Ausserdem erfolgt bei dieser Einrichtung die Absaugung von Mikrostaub und kurzen Fasern in ungenügendem Mass. Ausserdem kommt es auch zum Abflug von verarbeiteten Fasern, was begreiflicherweise unerwünscht ist.
Dazu kommt nämlich, dass sich auf dem Umfang der Zupfwalze ein bestimmter Prozentsatz der zu verarbeitenden Fasern befindet, der von der Hauptarbeitswalze oder der zugeordneten Perforierwalze nicht abgenommen wird. Ein Teil dieser Fasern gelangt in den Abfall. Durch die Umdrehung der Zupfwalze entsteht infolge der Zentrifugalkraft eine Luftströmung, welche sich in dem Raum zwischen der Abdeckung der Zupfwalze und dem Mantel der Zupfwalze verdichtet, wodurch sich der Druck erhöht, der die harten Verunreinigungen in die mit Nadeln besetzte Arbeitsoberfläche der Zupfwalze einpresst, so dass es dann unmöglich ist, diese mittels der eingestellten Schalenmesser unterhalb der Zupfwalze abzuscheiden und dem Sammler als Abfall zuzuführen.
Die Abfallmenge und -Zusammensetzung hängt aber auch von den Forderungen des Benützers ab. Manchmal ist es wünchenswert, zwecks Verminderung von Materialkosten - insbesondere dann, wenn weniger hohe Anforderungen an die Qualität des Endproduktes gestellt werden - die Abfallmenge so weit wie möglich herabsetzen, oder im Gegenteil, die Abfallmenge zu erhöhen und so eine höhere Qualität des Endproduktes zu erzielen.
Die Verhinderung des Abfluges von zu verarbeitenden Fasern sowie die Maximierung der Beseitigung von unerwünschten harten Verunreinigungen und von Mikrostaub bildet den Gegenstand einer weiteren Lösung (CS 211 228), weiche aus einer Adjustierung der Abdeckung der Zerfaserungswalze besteht. Quer in der Abdeckung ist in der Nähe der Lieferwalze eine Öffnung für die Herabsetzung des Luftdruckes angebracht, wobei diese Öffnung mit einem Sieb bedeckt ist. Dann ist es auch möglich, die Abfallmenge unter der Zupfwalze mittels der Einstellung mindestens eines der Schalenmesser gegenüber dem Beschlag der Zupfwalze, zusammen mit der Vergrösserung oder Verminderung des Raumes für die Abfallausscheidung zwischen der Kante des Schalenmessers und der Liefervorrichtung zu steuern. Weil aber dieses Verfahren der Einstellung der Schalenmesser in Hinsicht auf die Beschaffenheit des Vorauflösungsknotens sehr arbeitsaufwendig ist, bleibt die Stellung des Schalenmessers im Betrieb der Karde konstant, so dass die Menge des Abfalls und seine Zusammensetzung nicht optimal werden und somit die Lösung mit der quer in der Abdeckung der Zerfaserungswalze angebrachten Öffnung die erwartete Wirkung verliert.
Eine präzise Beeinflussung der Menge und der Zusammensetzung des ausgeschiedenen Abfalls, besonders an der Zupfwalze der Karde oder an ähnlichen anderen Reinigungsorganen, stellt sich als Aufgabe für die vorgelegte Erfindung, deren Wesen darin liegt, dass eine in der Nähe der Lieferwalze quer in der Abdeckung der Zupfwalze angebrachte Öffnung mit einer verschiebbaren Abdek-kung versehen ist.
Die Wirkungen der Lösung liegen vor allem darin, dass die Menge und die Zusammensetzung des Abfalls gemäss den Forderungen des Benutzers und gemäss den technologischen Forderungen operativ veränderlich sind. So ist es zwecks Verminderung von Materialkosten - solange weniger hohe Anforderungen an die Qualität des Endproduktes gestellt werden - meist möglich, den Abfall zu vermindern, oder im Gegenteil, die Abfallmenge zu erhöhen und so eine höhere Qualität des Endproduktes zu erreichen, ohne dass ein besonderer Eingriff in die Stellung und Einstellung mindestens eines Schalenmessers unterhalb der Zerfaserungswalze notwendig ist. Durch die Herabsetzung des Überdruckes unterhalb der Abdeckung wird die Verdrängung von harten Verunreinigungen in den Zerfase-rungsbeschlag der Zerfaserungswalze verhindert und die zugehörige Abführung von Mikrostaub und nicht verarbeitungsfähigen kurzen Fasern auf einem anderen Wege als über den Abfallsammler oder dergleichen ermöglicht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist in den beigelegten schematischen Zeichnungen dargestellt:
Fig. 1 zeigt eine Gesamtzusammenstellung der Vorrichtung für die Verarbeitung von Fasermaterial, versehen mit einer Abdeckung oberhalb der ersten Zupfwalze in einem Seitenschnitt, und
Fig. 2 zeigt eine Detaildarstellung des Eintrittsteils der Vorrichtung gemäss Fig. 1 mit der verschiebbaren Abdeckung oberhalb der ersten Zupfwalze.
Das in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung für die Verarbeitung von Fasermaterial beinhaltet einen Füllschacht 1, eine Liefer-, eine Vorauflösungs-, eine Zerfaserungs- und eine Ablieferungsvorrichtung. Die Liefervorrichtung ist durch die Lieferwalze 2 mit der Lieferplatte 3 ge5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
5
CH 683 781 A5
6
bildet. Die Vorauflösungsvorrichtung enthält bei dieser Ausführung eine Zupfwalze 4, zu welcher Zupfsegmente 5 mit Schalenmessern 6 und Regulationsleisten 7 zur Regulation der in einen Sammler 22 abgeschiedenen Abfallmenge zugeordnet sind. Auf die Zupfwalze 4 ist eine Unterdruckabnahme-perforierwalze 8 mit einem perforierten Mantel 9 angelegt, der mit einem Sägezahnbeschlag 10 versehen ist. Innerhalb der Perforierwalze 8 ist ein unbewegliches Abdeckblech 12 zur Begrenzung der Absaugwirkung an der Oberfläche der Perforierwalze 8 angebracht. In der Perforierwalze 8 wird Unterdruck durch einen angeschlossenen, nicht dargestellten Ventilator erzeugt. Der Perforierwalze 8 ist eine Übertragungswalze 13 mit einer Anpressplatte 14 für die Übertragung des abzunehmenden Fasermaterials in die Zerfaserungsvorrichtung zugeordnet, welche durch eine Zerfaserungswalze 15 mit Sägezahndraht gebildet ist. An der Unterseite der Zerfaserungswalze sind in unmittelbarer Nähe eine Reihe von Krempeldeckeln 16 angebracht, deren Anlaufseiten mit Schalenmessern 17 versehen sind. Der Zerfaserungewalze 15 ist eine weitere Unter-druckabnahmeperforierwalze 8a mit einem perforierten Mantel 9a und einem Sägezahnbeschlag 10a angelegt. Innerhalb der Perforierwalze 8a ist ein unbewegliches Abdeckblech 12a angebracht.
Unterhalb der Krempeldeckel 16 ist ein weiterer Sammler 22 zur Sammlung der abgeschiedenen Verunreinigungen angeordnet. Die oben beschriebene Zusammenstellung der Zerfaserungsvorrichtung wiederholt sich im gezeigten Ausführungsbeispiel noch einmal. Zu einer Perforierwalze 8a ist eine Übertragungswalze 13a mit einer Anpressplatte 14a zugeordnet. Dieser ist eine Zerfaserungswalze 15a mit einer Abnahmeperforierwalze 18 angelegt, an der eine nicht dargestellte Saugquelle angeschlossen ist. Innerhalb der Abnahmeperforierwalze 18 ist ein unbewegliches Abdeckblech 12b angebracht. Unterhalb der zweiten Zerfaserungswalze 15a ist ein weiterer Sammler 22b für Abfall untergebracht. Der Abnahmeperforierwalze 18 ist eine Abnahmewalze 19 mit einer Anpressleiste 21 zur Abnahme des gereinigten und zerfaserten Fasermaterials in der Form von an die Ablieferungsvorrichtung abgelieferten Faserflors zugeordnet, welche einerseits aus einer Verzugsvorrichtung 20 mit einem Vordichter 23 und mit Kalanderwalzen 24 und andererseits aus einem Kannenstock 25 für das Zusammenrollen den Faserbandes in einer Kanne 26 besteht.
Der Eintrittsteil der oben beschriebenen Vorrichtung, der in der Fig. 2 dargestellt ist, schliesst die Lieferwalze 2 mit der Lieferplatte 3 und die Zupfwalze 4 ein und ist über dem Oberteil der Zupfwalze 4 mit einer Abdeckung 27 mit einer Queröffnung 28 versehen, wobei der eine Rand der Queröffnung 28 dicht neben dem Rand der Lieferplatte 3 verläuft und der andere Rand der Queröffnung 28 beispielsweise bis in die Hälfte der Länge der Abdeckung 27 reichen kann. Die Abdeckung 27 ist an den Seiten der Queröffnung 28 mit nicht dargestellten Führungen oder Leisten für eine verschiebbare Abdek-kung 29 versehen, durch welche es möglich ist, die Grösse x der Queröffnung 28, die im gezeigten Beispiel ein Drittel der Länge der Abdeckung 27 beträgt, zu ändern.
Die Queröffnung 28 kann von unten durch ein Perforiersieb 30 überdeckt und gegebenenfalls weiter an eine selbständige Absaugeinheit 31 angeschlossen sein, was aber keine unvermeidliche Bedingung darstellt, denn der blosse Luftdurchgang zur Umgebungsluft genügt. Eine effektivere Ausführung des Luftdurchgangs an der Queröffnung 28 besteht aus einer angelegten Aussenhilfsabdeckung 32, die in Richtung zu der Oberfläche der anliegenden Perforierwalze 8, beziehungsweise zu deren oberen Perforierblech 11, geöffnet ist, da dort ein Unterdruckbereich ausgebildet ist.
Die erfindungsgemässe Einrichtung arbeitet wie folgt:
Das Fasermaterial, das von den gepressten Ballen abgenommen wird und auf Faserbüschel oder Flocken voraufgelöst ist, wird mittels einer nicht dargestellten Förderrohrleitung dem Füllschacht 1 zugeführt, aus welchem es mittels der Liefervorrichtung, welche durch die Lieferplatte 4 und die angetriebene Lieferwalze 2 gebildet ist, der zugeordneten Zupfwalze 4 zugeführt wird.
Zwischen der Lieferwalze 2 und den Spitzen der Zupfwalze 4 und weiter zwischen den Zupfsegmenten 5 kommt es zur intensiven Vorauflösung und Reinigung des zugeführten Fasermaterials, wobei die gelösten Verunreinigungen mittels der Schaien-messer 6 in den Sammler 22 abgetrennt werden. Die hier beschriebene beispielhafte Ausführung der Erfindung schliesst die Möglichkeit der Anwendung von weiteren Zupfwalzen mit dichteren Spitzenoberflächen und mit höheren Umdrehungszahlen, bei denen die Faserflocken weiter voraufgelöst und gereinigt werden, nicht aus. Das aufgelockerte Material wird von der Arbeitsoberfläche der Zupfwalze 4 mittels des Sägezahnbeschlages 10 der Abnahmeperforierwalze 8 abgenommen, wobei durch die Perforation Staub, kleine Verunreinigungen und kurze Fasern als Folge des Unterdruckes, der in der Abnahmeperforierwalze 8 durch die nicht dargestellte Saugquelle entsteht, abgesaugt werden. Die Abnahmeperforierwalze 8 dient gleichzeitig zur Verdichtung des abgenommenen Fasergebildes für die weiteren Operationen.
Luft wird in die Perforierwalze 8 von aussen angesaugt, so dass kleinen Verunreinigungen, Staub und kurze Fasern längs der ganzen Arbeitsbreite der Perforierwalze 8 abgesaugt werden können. Das verdichtete Fasermaterial wird von der Perforierwalze 8 mittels der mit der Anpressplatte 14 versehene Übertragungswalze 13 in dem Bereich abgezogen, in welchem das Ansaugen von Luft durch das innere unbewegliche Abdeckblech 12 unterdrückt ist. Die Übertragungswalze 13 mit der Anpressplatte 14 dient gleichzeitig zur Lieferung des abgezogenen Fasermaterials zur folgenden, mit Sägezahnbeschlag versehenen, schnell laufenden Zerfaserungswalze 15, durch welche in Zusammenarbeit mit den angestellten unbeweglichen Krempeldeckeln 16 die Zerfaserung der Fasern und ihre gleichzeitige Reinigung durchgeführt wird, wobei die gelockerten Verunreinigungen mittels der Schalenmesser 17 von den Fasern abgetrennt werden und
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
4
7
CH 683 781 A5
8
durch die Lücken zwischen den Krempeldeckeln 16 als Abfall in den Sammler 22a fallen.
Die zerfaserten Fasern werden vom Sägezahnbeschlag der Zerfaserungewalze 15 mittels der Perforierwalze 8a mit dem Sägezahnbeschlag 10a abgezogen, von welcher wiederum das verdichtete Fasermaterial mittels der Übertragungswalze 13a und der Anpressplatte 14a zu der weiteren Zerfaserungswalze 15a abgezogen wird, wo sich der Prozess der Reinigung und der Faserzerfaserung wiederholt. Die zerfaserten und gereinigten Fasern werden dann mittels der Abnahmeperforierwalze 18 abgezogen, von welcher sie in der Gestalt von Faserflor mittels der Abnahmewalze 19 und der Anpressleiste 21 in den Verdichter 23 abgezogen werden. Im Verdichter 23 wird der Faserflor zu einem Florband geformt, das mittels der Kalanderwalzen 24 und mittels der Walzen der Verzugsvorrichtung 20 abgezogen wird. So hergestelltes Florband wird mittels des Kannenstockes 25 in der Kanne 26 zusammengerollt.
Zur hochintensiven Vorauflösung und Reinigung des Fasermaterials kommt es, weil es bei seiner Verarbeitung in eingeklemmtem Zustand an die Liefer- und Übertragungswalzen 2, 13, 13a angepresst wird, wo insgesamt dreimal auf das Fasermaterial eingewirkt wird, und zur weiteren Vorauflösung und Reinigung kommt es sowohl bei der Faserübertragung zwischen den Perforierwalzen 8, 8a, 18 und den Zupf- und Zerfaserungswalzen 4, 15, 15a, als auch bei der Zerfaserung mittels der Zupfsegmente 5 und den Krempeldeckeln 16.
Bedarfsgemäss wird in Hinsicht auf die verlangte Qualität des Krempelendproduktes durch Veränderung der Stellung der verschiebbaren Abdeckung 29 die Grösse x der Queröffnung 28 geändert, womit sich die Druckverhältnisse unterhalb der Abdek-kung 27 des Eintrittsteils der Vorrichtung ausgleichen. Durch die Steuerung der Luftmenge, welche durch die Queröffnung 28 entweicht, werden die entsprechenden Bedingungen für die Menge und die Zusammensetzung des ausgeschiedenen Abfalls eingestellt und die Ausscheidung von guten spinnfähigen Fasern in den Sammler 21 unterhalb der Zupfwalze 4 begrenzt, weil grosse Verunreinigungen und Büschel mit Verunreinigungen durch die Luft in ihren Beschlag nicht eingepresst werden.
Mit der Luft, welche gerade am oder über dem Perforiersieb 30 abgesaugt wird, werden nur die nicht verarbeiteten Fasern und der Mikrostaub abgesaugt die in der Luft enthalten sind. Die Staubteilchen und die nicht verarbeiteten Fasern worden in die genannte Absaugeinheit 31 oder über den perforierten Mantel der Abnahmeperforierwalze 8 in den Abfall abgesaugt.
Die Wirksamkeit der gezeigten Lösung kann noch durch Zusammenwirkung mit den Regulationleisten 7 erhöht werden, die in dem Raum zwischen dem Schalenmesser 6 und der Lieferwalze 2 der Liefereinrichtung installiert sind.

Claims (3)

Patentansprüche
1. Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial, beinhaltend eine
Liefer-, eine Vorauflösungs- und eine Zerfaserungs-vorrichtung, wobei die Liefervorrichtung durch eine Lieferwalze (2) mit einer Lieferplatte (3) gebildet ist, die Vorauflösungsvorrichtung durch eine Zupfwalze (4) mit einer Unterdruckabnahmeperforierwalze (8) gebildet ist und die Zerfaserungsvorrichtung aus einer Zerfaserungswalze (15) mit Krempeldeckeln (16) besteht, wobei mindestens zwischen der Liefervorrichtung und der Zupfwalze (4) der Vorauflösungsvorrichtung eine Abdeckung (27) angeordnet ist, in welcher in der Nähe der Lieferwalze (2) eine Queröffnung (28) für die Herabsetzung des Luftdruckes vorgesehen ist, welche mit einem Perforiersieb (30) bedeckt ist und deren Grösse bis ein Drittel der Abdeckung (27) erreicht, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Nähe der Lieferwalze (2) in der Abdeckung (27) der Zupfwalze (4) untergebrachte Queröffnung (28) mit einer verschiebbaren Abdeckung (29) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Queröffnung (28) mit der verschiebbaren Abdeckung (29) eine Aussenhilfsabdeckung (32) vorhanden ist, welche mit einer offenen Seite zu der Oberfläche der nächsten Unterdruckabnahmeperforierwalze (8) angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der verschiebbaren Abdek-kung (29) seitliche Betätigungsmittel angebracht sind.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
5
CH187091A 1991-06-25 1991-06-25 Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial. CH683781A5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH187091A CH683781A5 (de) 1991-06-25 1991-06-25 Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH187091A CH683781A5 (de) 1991-06-25 1991-06-25 Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH683781A5 true CH683781A5 (de) 1994-05-13

Family

ID=4220525

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH187091A CH683781A5 (de) 1991-06-25 1991-06-25 Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH683781A5 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN100379909C (zh) * 2000-10-27 2008-04-09 休伯特·A·赫格特 棉花清洁机
CN113550027A (zh) * 2021-07-28 2021-10-26 范晓光 一种纺织棉预处理工艺
CN115094547A (zh) * 2022-05-25 2022-09-23 王俊杰 往复移动式梳棉机用盖板清理检测设备

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN100379909C (zh) * 2000-10-27 2008-04-09 休伯特·A·赫格特 棉花清洁机
CN113550027A (zh) * 2021-07-28 2021-10-26 范晓光 一种纺织棉预处理工艺
CN115094547A (zh) * 2022-05-25 2022-09-23 王俊杰 往复移动式梳棉机用盖板清理检测设备
CN115094547B (zh) * 2022-05-25 2023-07-21 菏泽市七兄妹纺织科技有限公司 往复移动式梳棉机用盖板清理检测设备

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH622033A5 (de)
DE4039773C2 (de) Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Fasergut, insbesondere Baumwolle
CH642117A5 (de) Vorrichtung zum oeffnen und reinigen von baumwollabfaellen.
CH626660A5 (de)
DE3429024C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden von Staub aus Fasermaterial
CH648872A5 (de) Kardierwerk.
DE2855311C2 (de) Vorrichtung zur Verarbeitung von Textilfasergut
DE7801619U1 (de) Kardiermaschine
DE2719755A1 (de) Verfahren zum kardieren von stapelfasern mit hilfe einer zwillingskrempel und zwillingskrempel zur durchfuehrung des verfahrens
EP1338685B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen der Abgangszone an einer Karde/Krempel
EP1929075B1 (de) Vorrichtung zum verarbeiten von fasern an der trommel einer karde
DE3711640A1 (de) Vorrichtung zum reinigen und oeffnen von textil-fasergut
DE2459781C2 (de) Vorrichtung zur Ausscheidung von Fasernissen, Faserverklebungen, Fremdstoffpartikeln (Strips) und Kurzfasern beim Krempeln oder Kardieren von Faserstoffen
DE69810058T2 (de) Faserführender Keil für Karden
DE4123179C2 (de) Vorrichtung zur Verarbeitung von Fasermaterial
WO2007019716A1 (de) Reinigungsvorrichtung für eine textilmaschine.
DE19618414B4 (de) Vorrichtung zum Reinigen von Fasermaterial an einem Offenend-Spinnaggregat
CH683781A5 (de) Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial.
DE4122596A1 (de) Vorrichtung zur voraufloesung, reinigung und zerfaserung von fasermaterial
DE19530715A1 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von Faserbändern für Spinnmaschinen
DE4126625C2 (de) Vorrichtung zur Vorauflösung, Reinigung und Zerfaserung von Fasermaterial
CH682672A5 (de) Vorrichtung zum Oeffnen und Reinigen von Fasergut, insbesondere Baumwolle.
CH686088A5 (de) Vorrichtung zum Reinigen und Oeffnen von in Flockenform befindlichem Fasergut.
EP4511534B1 (de) Karde
CH519031A (de) Absaugeinrichtung zum Entfernen von Unreinigkeiten und Flug bei Krempelmaschine

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased