CH684144A5 - Vorrichtung für ein Frontmähwerk unter Verwendung eines Messer- oder Doppelmesserbalkens. - Google Patents
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Description
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CH 684 144 A5
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für ein Frontmähwerk unter Verwendung eines Messer- oder Doppelmesserbaikens gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Frontmähwerke mit Messer-oder Doppelmesserbalken eignen sich besonders gut für die mechanisierte tägliche Mäharbeit dank ihrem geringen Gewicht und Kraftbedarf. Zum täglichen Eingrasen sollte daher das Frontmähwerk unempfindlich gegen verborgene Hindernisse im Gras sein, sehr gut und schnell an- und abgekuppelt werden und ein Schwadbildungssystem aufweisen, das das Gras ohne Verschmutzung an eine schmale mittige Schwad legt. Eine schmale Schwad ist sehr wichtig, sollte sie doch im gleichen Arbeitsgang vom nachfolgenden Ladewagen, auch an Hanglagen, aufgenommen werden können, ohne dass die Traktorhinterräder sie zermalmen und verschmutzen. Auch sollte eine Non-Stop Anfahrsicherung, eine Anhängekupplung, die automatisch ohne zu verklemmen ankuppelt, und eine kurze Rahmenbauweise, zwischen Messerbalken und Anhängekupplung, vorhanden sein.
Diese Anforderungen werden jedoch nur zum Teil oder gar nicht erfüllt.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Frontmähwerk zu schaffen, das diese Anforderungen erfüllt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Vorrichtung mit dem im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Im folgenden werden die Ausführungen der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf das Frontmähwerk mit angedeutetem Traktor, dessen Arbeitsweise durch erfindungsgemässe Vorrichtungen erreicht wird,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Anfahrsicherung in Arbeitsstellung,
Fig. 3 die ausgelöste Anfahrsicherung Fig. 4 eine Seitenansicht der Angängekupplung angekuppelt,
Fig. 5 die Anhängekupplung abgekuppelt, Fig. 6 die Draufsicht auf das Raffersystem mit Gabel,
Fig. 7 eine Seitenansicht des Gabelsystems, Fig. 8 die Seitenansicht des Raffersystems mit Zinkenband und
Fig. 9 eine Draufsicht auf die Zinkenbandanordnung
Die in Fig. 1 dargestellte Draufsicht zeigt die Stellen am Frontmähwerk 1, wo die erfindungsge-mässen Vorrichtungen angeordnet sind. Daraus ist ersichtlich, dass die Anfahrsicherung 2, 2' links und rechts, über ein Gestänge 3, 3' und einer Welle 4 verbunden ist. Am Traktor 5 ist das Gegenstück 6, am Rahmen 7 das Aufnahmeteil 8 montiert. Das Raffersystem mit Gabel 21, 21' ist links- und rechtsseitig im Rahmen 7 angeordnet.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 funktioniert folgen-dermassen;
Beim normalen Mähbetrieb hält die in Fig. 2 dargestellte Anfahrsicherung 2, den Messerbalken 10 mit einer Zugfeder 11, die über ein Gestänge 3, das mit dem vorderen Rollenlager 12, verbunden ist, in Arbeitsstellung. Sollte der Fahrer mit dem Frontmähwerk 1 gegen ein vom Gras verdecktes Hindernis stossen, so weicht der Messerbalken 10 rastenfrei in einer Kurvenbahn 13, zuerst horizontal nach hinten, um sich dann reflexartig vertikal nach oben aufzustellen. Dabei wird die Zugfeder 11, wie aus Fig. 3 ersichtlich, durch das Gestänge 3, zusätzlich gespannt. Ist das Hindernis überwunden, kehrt der Messerbalken 10, durch die erhöhte Federspannung, automatisch in die Arbeitsstellung zurück. Dadurch kann der Fahrer, ohne anzuhalten, weitermähen. Durch die Welle 4, die durch den Rahmen 7 führt und beidseitig mit dem Gestänge 3, 3' Fig. 1 verbunden ist, wird die Anfahrsicherung 2 verkantfrei geführt. Dadurch kann der Messerbalken 10, auch bei einem einseitigen Aufprallen auf ein Hindernis nicht verwinden. Da die Anfahrsicherung 2 nur auf horizontale, nicht aber auf vertikale Kräfte, die besonders auf holprigen Landstrassen auftreten anspricht, kann auf eine Strassensicherung, beispielsweise mit Steckbolzen, verzichtet werden.
Die Anhängekupplung nach Fig. 4, wird bei Annäherung des Gegenstückes 6 zum Aufnahmeteii 8, auf eine Druckfeder 14 stossen die wiederum den Fangbügel 15 in den Fanghaken 16 drückt, angekuppelt. Erst die Entlastungsfeder 17 oder der Aufzugzylinder 18 pressen das Gegenstück 6 und Aufnahmeteil 8 aneinander. Weil das Gegenstück 6 ein Rohr ist, das bei diesem Kupplungssystem in die obere Ecke des Aufnahmeteils 8 gepresst wird, kann dieses als U-Form, sehr grosszügig ausgelegt sein. Ausserdem kann dieses Kupplungssystem nicht verkanten und verklemmen. Das Aufnahmeteil 8, das mit dem Drehteil 19, das wiederum mit dem Mähwerksrahmen 7 verbunden ist, sorgt für den Pendelweg für eine optimale seitliche Bodenanpassung.
Um bei angehobenem Frontmähwerk 1 die Horizontallage zu erreichen, wird das Drehteil 19 in der Gleichgewichtsmitte angeordnet, weil der einseitige Messerantrieb 21, wie aus Fig. 1 ersichtlich, die metrische Gleichgewichtsmitte stört. Zum Abkuppeln wird die Druckfeder 14 nach aussen, der Fangbügel 15 nach oben geschwenkt, nachdem die Entlastungsfeder 17, wie aus Fig. 5 ersichtlich, entfernt worden ist. Zudem ist der Fangbügel 15 mittels Gewindestange längenverstellbar und kann daher die Mähwerksneigung und/oder verschieden in der Höhe angebaute Grundkonsolen 20 ausgleichen.
Das in Fig. 6 dargestellte Gabelsystem erlaubt eine parallele Gabelführung zum Messerbalken 10, und ist daher in der Lage, das geschnittene Gras, sauber aus den linken und rechten Messerbalkenecken und gradlinig zur Mitte zu räumen. Zwischen Gabelsystem und Messerbalken 10 ist ein Blech 22 angeordnet, damit das Gras, von der linken und rechten Gabel 21, 21 ' erfasst, sauber und ohne den Boden zu berühren, zur mittigen schmalen Schwad
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gerafft und abgelegt wird. Die Ansteuerung der Gabel 21, 21' erfolgt durch eine Gelenkkette 23, 23' oder Keilriemen, die über Umlenkrollen 24 (2 x 4), ihre Laufbahn erhält. Wird die Gelenkette 23, 23' oder Keilriemen in Rotation gebracht, folgt die Gabel 21, 21' bedingt durch den ersten Anlenkpunkt 25, 25', einer Laufbahn, die mit den Umlenkrollen 24 (2 x 4) bestimmt wird. Die exakte Gabelführung wird über den zweiten Anlenkpunkt 34, 34' erreicht, der am Rahmen 7 befestigt ist. Dieser hält über ein Lager ein pendelndes Gestänge 26, 26', das mit Rollen 27 (2 x 4) die die Gabelführungsschiene 28, 28' exakt und leichtgängig schieben lässt, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist. Das Gabelsystem wird mit einem Ölmotor 28 angetrieben, der stufenlos in seiner Geschwindigkeit, über einen Mengenteiler 29 einstellbar ist. Die Leitstäbe 30 (2 x 3) sind verantwortlich für einen störungssfreien Arbeitsablauf der Gabel 21, 21'.
Ein Arbeitsablauf funktioniert wie folgt; die linke Gabel 21 beginnt links aussen, greift durch die Leitstäbe 30 (2 x 3) hindurch, greift in das abgeschnittene Gras, schiebt sich mit dem Gras zur Mitte, von dort schräg nach hinten, zieht sich ruckartig aus dem Gras, bedingt durch die hintere Umlenkrolle 24 (2x4), gleitet hinter die Leitstäbe 30 (2 x 3) und zieht sich zurück, um wieder links aussen beginnen zu können. Das rechte Gabelsystem arbeitet genau gleich wie das linke, aber gegenläufig dazu. Durch dieses Gabelsystem, das in jeder Grasart störungsfrei arbeitet, kann der Rahmen 7 in seiner Rahmentiefe sehr kurz gehalten werden.
Das in Fig. 8 und 9 dargestellte Raffersystem ist ein doppelseitig im Rahmen 7 angeordnetes gegenläufiges zinkengesteuertes Band 31, 31'. Angetrieben wird das Band 31, 31' mit einem Ölmotor 32 die Drehzahlregelung ist an einem Mengenteiler 33 einstellbar. Auch dieses System arbeitet das Gras von links und rechts zur Mähwerksmitte.
Claims (12)
1. Vorrichtung für ein Frontmähwerk unter Verwendung eines Messer- oder Doppelmesserbalkens mit Anfahrsicherung, Anhängekupplung und doppeltem Raffersystem, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfahrsicherung (2, 2') beidseitig, links und rechts am Rahmen (7) mit einem federbelasteten Gestänge (3, 3') durch eine verwindungssteife Welle (4) verbunden ist, dass die Anhängekupplung mittels Drehteil (19) pendelnd und das Gegenstück (6) traktorseitig mit einem Aufnahmeteil (8) mäh-werkseitig durch einen längenverstellbaren Fangbügel (15) automatisch ankuppelt, dass das doppelte Raffersystem beidseitig, links und rechts, im Rahmen (7) montiert ist, gegenläufig zueinander zur Mitte arbeitet, durch einen Ölmotor (28) angetrieben und mittels Ölmengenteiler (29) die Arbeitsgeschwindigkeit stufenlos einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfahrsicherung (2) bei einem Hindernis, den Messerbalken (10) mit Rollen (12, 12') und Kurvenbahn (13) zwangsgesteuert, zuerst horizontal nach hinten, bis vertikal nach oben auf Gleitkufen stellt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgelöste Anfahrsicherung (2, 2') den Messerbalken (10) nach einem Hindernis automatisch, ohne dass der Fahrer anhalten muss, in die Arbeitsstellung zurückschwenkt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfahrsicherung (2, 2') nur bei horizontalen Kräften ausgelöst, bei einer vertikalen Kraft aber arretiert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Anhängekupplung das Gegenstück (6) ein Rohr und das Aufnahmeteil (8) U-förmig ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (8) und Gegenstück (6) mit einer Entlastungsfeder (17), bei aufgezogenem Mähwerk (1) mit einem Aufzugzylinder (18) aneinander gepresst wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehteil (19) in der Gleichgewichtsmitte vom Mähwerk (1) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das doppelte Raffersystem eine links- und rechtsseitige im Rahmen (7) angeordnete Gabel (21, 21') ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabel (21, 21') von einer Gelenkkette (23, 23') oder Keilriemen, die über Umlenkrollen (24) ihre Laufbahn erreicht, angesteuert ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabelführungsschiene (28, 28') über Rollen (27) schiebend, über ein pendelndes Gestänge (26, 26') durch ein Lager (25, 25'), am Rahmen (7) befestigt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gabeln (21, 21') derart angeordnet sind, dass das zu schneidende Gras, ohne den Boden zu berühren, von den beiden Gabeln (21, 21') von rechts und links zur mittigen Schwad beförderbar und ablegbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das doppelte Raffersystem ein links- und rechtsseitig angeordnetes, gegenläufiges Zinkenband (31, 31') ist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4122308A1 (de) * | 2021-07-21 | 2023-01-25 | ESM Ennepetaler Schneid- u. Mähtechnik GmbH & Co. KG | Portalschneidwerk |
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1991
- 1991-01-23 CH CH18691A patent/CH684144A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
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