CH684565A5 - Vorrichtung zum Uebertragen nachrichtentechnischer Signale. - Google Patents
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Description
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CH 684 565 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Übertragen nachrichtentechnischer Signale zwischen mindestens einem Teilnehmer und mindestens einer mit einem Fernmeldenetz verbundenen Vermittlungsstelle, mit welcher die Signale zwischen zwei dem Teilnehmer und der Vermittlungsstelle zugeordneten Anschlussgeräten als digitale Signale über eine Zweidrahtleitung übertragen werden und bei welcher der Teilnehmer einerseits sowie die Vermittlungsstelle andererseits über Zweidraht-Schnittstellen mit dem zugehörigen Anschlussgerät verbunden werden, von denen jeweils mindestens eine als analoge Schnittstelle ausgebildet ist (DE-Z «net», 42 (1988), Heft 1/2, Seiten 49 bis 53).
Die Deutsche Bundespost stellt beispielsweise mit dem Integrierten Datennetz (IDN) ein vom Fernsprechnetz unabhängiges Netz zur Übertragung von Daten in Digitaltechnik zur Verfügung. Ein solches Netz ist beispielsweise das Datex-P-Netz. Neben diesem IDN sind auch andere Datennetze mit digitaler Übertragungstechnik bekannt. Stellvertretend für alle diese Netze wird im folgenden das IDN berücksichtigt.
An das IDN können auf der Teilnehmerseite Da-tenendeinrichtungen (DEE) angeschlossen werden, deren Übertragungsrate je nach angebotener Schnittstelle unterschiedlich sein kann. So ist ein Datennetzabschlussgerät (DNG) mit einer maximalen Übertragungsrate von 19,2 kbit/s an der Schnittstelle X.21 nach ITU (vormals CCITT) bekannt. Es sind aber auch Geräte mit höheren Übertragungsraten von beispielsweise 64 kbit/s bekannt. Ein solches Gerät ist beispielsweise ein Di-rektrufnetzabschlussgerät (DAG). Um die Signale der DEE in einem IDN übertragen zu können, wird in bekannter Technik eine Datennetzabschlusseinrichtung (DNAE) zwischengeschaltet, welche die Signale der DEEs übertragungsfähig aufbereitet. Eine DNAE kann beispielsweise das DNG oder das DAG sein.
Zur besseren Ausnutzung der Kupferleitungen bestehender Kabeianlagen ist es gemäss der eingangs erwähnten DE-Z «net» ausserdem bekannt, beispielsweise zwei Teilnehmer mit ihren Telefonen an nur eine Anschlussleitung anzuschliessen. Die Übertragung der Signale erfolgt nach Digitalisierung zwischen einer Vermittlungsstelle und den Teilnehmern beispielsweise mit einer Übertragungsrate von 144 kbit/s. Die beiden digitalisierten Sprachkanäle werden zwischen den Teilnehmern und der Vermittlungsstelle bzw. umgekehrt in zwei Kanälen von je 64 kbit/s über eine Zweidrahtleitung übertragen. Der verbleibende, sogenannte D-Kanal mit 16 kbit/s wird für Steuerzwecke eingesetzt. Statt der Telefone können bei den Teilnehmern auch Telefax-Gerä-te angeschlossen werden. Das entsprechende System ist mit PCM2A bezeichnet, weil auf der Anschlussseite der Teilnehmer und auf der Seite der Vermittlungsstelle zwei analoge Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden.
Die beiden geschilderten Systeme arbeiten also mit zwei getrennten Netzen. Wenn ein Teilnehmer mit seinen «digitalen» und «analogen» Geräten beide Netze benutzen will, dann wird er in bekannter Technik auf getrennten Wegen an dieselben angeschlossen. Das erfordert einen relativ hohen Aufwand, da zwischen der Vermittlungsstelle bzw. den Vermittlungsstellen und dem Teilnehmer getrennte Leitungen verlegt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Vorrichtung so weiterzubilden, dass die Geräte eines Teilnehmers über nur eine Zweidrahtleitung sowohl mit dem IDN als auch mit dem Telefonnetz verbunden werden können.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst,
- dass mindestens eine der Zweidraht-Schnittstellen der beiden Anschlussgeräte jeweils als digitale Schnittstelle ausgeführt wird,
- dass die digitale Schnittstelle auf der Teilnehmerseite so ausgebildet wird, dass eine Datenendein-richtung mit digitalem Eingang bzw. Ausgang unter Zwischenschaltung einer Datennetzabschlusseinrichtung über eine Zweidrahtleitung anschliessbar ist und
- dass an die digitale Schnittstelle auf der Seite der Vermittlungsstelle ein Datennetz angeschlossen wird.
Mit dieser Vorrichtung wird das bekannte Übertragungssystem, mit dem Sprachkanäle zwischen einem Teilnehmer und einer Vermittlungsstelle des Fernmeldenetzes nach Digitalisierung in beiden Richtungen über eine Zweidrahtleitung übertragen werden, auf einfache Weise zusätzlich zum An-schluss von Datengeräten mit digitalem Eingang bzw. Ausgang verwendet. Es wird dazu in den Anschlussgeräten von Teilnehmer und Vermittlungsstelle jeweils mindestens eine der analogen Schnittstellen durch eine digitale Zweidraht-Schnitt-steile ersetzt, so dass beim Teilnehmer eine zu einer DNAE führende Zweidrahtleitung und in der Vermittlungsstelle das IDN direkt an die jeweilige digitale Zweidraht-Schnittstelle angeschlossen werden kann. Alle Geräte eines Teilnehmers können damit über die bereits vorhandene Zweidrahtleitung mit dem IDN bzw. dem Fernmeldenetz verbunden werden, unabhängig davon, ob sie einen digitalen oder einen analogen Eingang bzw. Ausgang haben. Der Aufwand für dieses Verfahren ist gering, da in einfachster Ausführung nur ein A/D-Umsetzer in den beiden Anschlussgeräten durch ein digitales Anpassungsbauteil ersetzt werden muss. Da die digitale Zweidraht-Schnittstelle auf der Teilnehmerseite für den Anschluss einer Zweidrahtleitung ausgebildet ist, bietet sich der weitere Vorteil, dass zwischen Anschlussgerät und DNAE grössere Entfernungen überbrückt werden können als bei X-oder V-Schnittstellen nach ITU. Wegen der Zweidrahtleitung wird auch das Rangieren wesentlich vereinfacht.
In bevorzugter Ausführungsform ist in den beiden Anschlussgeräten an der digitalen Zweidraht-Schnittstelle und in der DNAE eine Übertragungseinheit mit ISDN-Übertragungsverfahren (UEI) eingesetzt, durch welche die digitalen Signale für die Übertragung auf der jeweiligen Zweidrahtleitung bzw. im IDN umgewandelt und aufbereitet werden. Eine UEI ersetzt dann beispielsweise einen A/D-
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Umsetzer in den Anschlussgeräten von Teilnehmer und Vermittlungsstelle.
Die Vorrichung nach der Erfindung wird anhand der Zeichnungen als Ausführungsbeispiel erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 unterschiedliche, als Blockschaltbilder ausgeführte Schaltungen der erfindungsgemäs-sen Vorrichtung.
Fig. 4 eine Einzelheit der Schaltungen in vergrös-serter Darstellung.
In Fig. 1 sind schematisch wesentliche Teile des bekannten PCM2-Systems dargestellt. Das sind eine Vermittlungsstelle VSTF des Fernmeldenetzes, ein mit derselben über eine analoge Schnittstelle a/b verbundenes Anschlussgerät VA, eine Zweidrahtleitung L, ein einem Teilnehmer zugeordnetes Anschlussgerät TA und ein mit dessen analoger Schnittstelle a/b verbundenes Telefon bzw. Telefaxgerät T. Die Anschlussgeräte VA und TA weisen neben der analogen Schnittstelle a/b jeweils eine digitale Zweidraht-Schnittstelle Uko auf.
Mit der Uko-Schnittstelle des TA ist über eine Zweidrahtleitung Z eine DNAE verbunden, an die eine DEE angeschlossen ist. Die Uko-Schnittstelle des VA ist mit einer Vermittlungsstelle VSTD des Datennetzes IDN verbunden. Die beiden in den Zeichnungen getrennt dargestellten Vermittlungsstellen VSTF und VSTD könnten auch räumlich zu-sammengefasst sein.
Die DEE hat beispielsweise eine X.21- oder eine V.24-Schnittstelle nach ITU mit einer maximalen Übertragungsrate von 19,2 kbit/s. Diese Übertragungsrate wird beispielsweise durch ein DNG auf 24 kbit/s erhöht. Die Daten der DEE können über den einen digitalen Kanal von 64 kbit/s des in Fig. 1 dargestellten PCM2-Systems übertragen werden. Da dieser Kanal dann nicht voll ausgenutzt ist, könnten zusätzliche Informationen übertragen werden, die beispielsweise im DNG eingefügt werden. Die 64 kbit/s eines Kanals gelten bei diesem System für eine insgesamt verwendete Übertragungsrate von 144 kbit/s. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist nicht auf diese Übertragungsrate beschränkt.
Prinzipiell die gleiche Wirkungsweise gilt für die in Fig. 2 dargestellte Schaltung, bei welcher die Anschlussgeräte VA und TA mit drei analogen Schnittstellen a/b und einer digitalen Zweidraht-Schnittstelle Uko ausgerüstet sind. Die Uko-Schnitt-stelle des VA ist wieder mit der VSTD verbunden, während an die drei a/b-Schnittsteilen die VSTF angeschlossen ist. Beim Teilnehmer sind an die a/b-Schnittstellen der TA Telefone bzw. Telefaxgeräte T angeschlossen. Die DEE ist über ein DNG und die Zweidrahtleitung Z mit der Uko-Schnittstelle verbunden. Bei einer Übertragungsrate von 144 kbit/s auf der Zweidrahtleitung L stehen hier vier digitale Kanäle mit 32 kbit/s zur Verfügung.
Wenn statt des DNG ein DAG mit einem Eingang bzw. Ausgang von 64 kbits/s eingesetzt werden soll, dann werden gemäss Fig. 3 zwei der analogen Schnittstellen a/b durch eine digitale Schnittstelle ersetzt. Die Daten der DEE werden dann
über zwei zusammengefasste 32 kbit/s-Kanäle zum IDN übertragen bzw. umgekehrt. Für Telefone bzw. Telefaxgeräte T bleiben dann zwei analoge Schnittstellen a/b.
Zur Anpassung der digitalen Zweidraht-Schnittstellen werden in den Anschlussgeräten VA und TA sowie im DNG bzw. im DAG in bevorzugter Ausführungsform UEIs eingesetzt, so wie es in Fig. 4 für die Teilnehmerseite dargestellt ist. Durch die UEI werden in beiden Übertragungsrichtungen die Signale so aufbereitet, dass die ankommenden Signale von der jeweiligen DNAE verarbeitet und die von der DNAE ausgehenden Signale über die Zweidrahtleitungen L und Z sowie das IDN übertragen werden können.
Die UEI hat gemäss Fig. 4 bei Anschluss einer DEE an ein DNG folgende Funktionen:
Von der DEE mit einer Übertragungsrate von maximal 19,2 kbit/s kommende Daten werden in dem DNG durch Hinzufügen von sogenannten Envelope-Bits auf eine Übertragungsrate von 24 kbit/s erhöht und von der UEI seriell synchron übernommen. Sie werden zu jeweils 3 Bits zusammen-gefasst und mit einem zusätzlichen Steuerbit versehen. Das damit gewonnene Datenpaket aus 4 Bits wird in einen Zeitschlitz auf der Uko-Schnittstelle eingepasst und dann seriell ausgegeben. In der Empfangsrichtung wird das Datenpaket aus einem Zeitschlitz herausgeholt (Serien-Parallel-Wand-lung), das Steuerbit wird entfernt und die verbleibenden 3 parallelen Bits werden seriell an das DNG ausgegeben. Nach dem Entfernen des Envelope-Bits stehen für die DEE die Empfangsdaten mit einer Übertragungsrate von 19,2 kbit/s zur Verfügung.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Übertragen nachrichtentechnischer Signale zwischen mindestens einem Teilnehmer und mindestens einer mit einem Fernmeldenetz verbundenen Vermittlungsstelle, mit welcher die Signale zwischen zwei dem Teilnehmer und der Vermittlungsstelle zugeordneten Anschlussgeräten als digitale Signale über eine Zweidrahtleitung übertragen werden und bei welcher der Teilnehmer einerseits sowie die Vermittlungsstelle andererseits über Zweidraht-Schnittstellen mit dem zugehörigen Anschlussgerät verbunden werden, von denen jeweils mindestens eine als analoge Schnittstelle ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
- dass mindestens eine der Zweidraht-Schnittstellen (a/b, Uko) der beiden Anschlussgeräte (VA, TA) jeweils als digitale Schnittstelle (Uko) ausgeführt wird,
- dass die digitale Schnittstelle (Uko) auf der Teilnehmerseite so ausgebildet wird, dass eine Daten-endeinrichtung (DEE) mit digitalem Eingang bzw. Ausgang unter Zwischenschaltung einer Datennetzabschlusseinrichtung (DNAE) über eine Zweidrahtleitung (Z) anschliessbar ist und
- dass an die digitale Schnittstelle (Uko) auf der Seite der Vermittlungsstelle (VSTD) ein Datennetz angeschlossen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Anschlussgeräten
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(VA,TA) jeweils an der digitalen Schnittstelle (Uko) und in der Datennetzabschlusseinrichtung (DNAE) eine Übertragungseinheit (UEI) zwischengeschaltet wird, durch welche die Signale in beiden Übertragungsrichtungen jeweils umgewandelt und für die Übertragung aufbereitet werden.
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