CH684735A5 - Unterbodenausziehführung für Schubkästen, insbesondere Schubladen. - Google Patents
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Description
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CH 684 735 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterboden-ausziehführung für Schubkästen, insbesondere Schubladen mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Schubladenausziehführungen, insbesondere Un-terbodenausziehführungen sind in vielen Veröffentlichungen beschrieben und dargestellt worden (AT-Patentanmeldung A 4037/84, AT-Patentanmeldung A 2752/88, AT-PS 390 552, DE-OS 3 921 858, DE-OS 3 936 754, DE-PS 3 941 488, DE-GM 8 914 822, EU-OS 363 583, EU-OS 158 811). Sie sind relativ aufwendig gestaltet, besitzen komplizierte, nur schwer herzustellende Profilquerschnitte und in der Regel eine beschränkte Ausziehweite.
In diesem Zusammenhang ist vor allem die Un-terbodenausziehführung nach der DE-OS 3 936 754 zu nennen, die als Vollauszug ausgebildet ist. Sie besitzt eine korpusseitige Tragschiene, eine Mitteloder Teleskopschiene und eine mit dem Schubkasten verbindbare Schubladenschiene. Bei einer hier gezeigten Ausführungsform ist am horizontalen, auskragenden Flansch der Tragschiene, und zwar an deren hinterem Ende, eine vertikal aufgebogene Lasche vorgesehen, diese Lasche trägt eine Achse, auf der paarweise frei drehbare Stützrollen gelagert sind. Die der Lasche unmittelbar benachbart liegenden Stützrollen haben einen grösseren Durchmesser als die aussenliegenden Rollen. Auf den Stützrollen mit dem grösseren Durchmesser liegt der horizontale Steg der im Querschnitt U-förmigen Mitteloder Teleskopschiene auf. Die nach innen und gegeneinander gerichteten Wangen dieser Mittel- oder Teleskopschiene sind von den Stützrollen übergriffen. Es sind über die Länge der Tragschiene zusätzlich mehrere Führungsrollen vorgesehen, die eine vertikale Drehachse besitzen und welche in das Profil der Mittel- oder Teleskopschiene eingreifen. Die Tragschiene besitzt somit über ihre Länge eine Vielzahl von ortsfest angeordneten Führungsrollen. An den vertikalen Stegen der Mittelschiene sind aussen frei drehbare Rollen um hier angenietete Achsen gelagert, die von innen her in das Profil der äusseren Schubladenschiene eingreifen. Ferner ist am waagrechten Steg der Mittelschiene, und zwar an der Aussenseite, eine weitere Rolle gelagert, die ebenfalls von innen her beidseitig in einem Profilansatz der Schubladenschiene anliegt, und die die Schubladenschiene seitlich abstützen soll. Wie dieses vorerwähnte Rollenpaar allerdings die ihm zugedachte Aufgabe erfüllen soll, ist hier nicht weiter erörtert. Wird die Schubladenschiene gegenüber der Rolle mit der horizontalen Drehachse verschoben, dann ist nicht zu übersehen, dass der Rollenumfang auf der einen Seite mit der Bewegung der Schiene gleichläufig, auf der anderen Seite jedoch gegenläufig ist. Ferner ist noch ein Seilzug vorhanden, der den Gleichlauf der Schienen sicherstellen soll. Diese Unterbodenausziehführung ist ausserordentlich aufwendig gebaut, damit sehr teuer, störanfällig und daher kaum vermarktbar.
Die Schubkastenführung nach der AT-PS 390 552 ist auch als Unterbodenführung ausgebildet. Hier besitzen die inneren Schienen seitlich auskragende Flansche, die sich zum Teil überdek-ken und dadurch Kanäle oder Rinnen bilden, in welchen Laufwagen mit Laufrollen untergebracht werden, die für die Abstützung der Schienen gegeneinander sorgen. Die Baubreite dieser Schienenkonstruktion ist daher relativ gross, abgesehen davon, dass wegen der hier vorhandenen Konstruktionsspiele die Führung als Ganzes sehr unstabil ist, d.h., die mit dem Schubkasten verbindbare äussere Profilschiene ist in nicht unerheblichem Ausmass seitlich bewegbar, bedingt durch das vorhandene Spiel zwischen den Rollen, den Schienen und den Flanschen. Solche Führungen werden ja aus gebogenen Blechprofilen gefertigt und diese Herstellungsart schliesst relativ grosse Massdifferenzen ein, die dann zu solchen Konstruktionsspielen führen.
Die Führung nach der US-PS 1 095 363 ist in der Mitte am Boden des Schubkastens angeordnet. Bei nicht symmetrischer Belastung dieses Schubkastens wird er sich seitlich neigen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass die Seitenwangen des Schubkastens von den Seitenwangen des Möbelkorpus einen ansonsten ganz ungerechtfertigt grossen Abstand zeigen. Auf diese völlig überholte Konstruktion hier näher einzugehen, dürfte sich wohl erübrigen, unbeschadet dessen, dass es sich auch hier um einen Unterbodenauszug handelt.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Unterbodenausziehführung der eingangs genannten Art weiterzuentwickeln und sie so konstruktiv zu gestalten, dass sie als Überauszug verwendet werden kann, das heisst, ist die Ausziehführung zur Gänze ausgefahren, so liegt der hintere, dem Möbelkorpus zugewandte Teil der ausziehbaren Lade vor der Stirnseite des Möbelkorpus. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sollen die dafür vorgesehenen Mittel so gestaltet sein, dass sie auf Lager produziert bei Unterbodenausziehführungen unterschiedlicher Baulänge eingesetzt werden können, nach Art eines Baukastenprinzips. Zur Lösung der aufgezeigten Probleme sieht die Erfindung jene Massnahmen vor, die Gegenstand und Inhalt des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches 1 sind.
Ein ganz wesentlicher Vorteil der erfindungsge-mässen Konstruktion liegt darin, dass der als Profilstück ausgebildete Bauteil sozusagen bevorratet werden kann und bei Schienenpaarungen einsetzbar ist, die verschiedene Längen aufweisen. Ob es sich um eine kurze Ausziehführung handelt oder um eine lange, sofern Profilschienen gleicher Querschnittsabmessungen vorhanden sind, kann ein und dasselbe Profilstück eingesetzt werden, das getrennt von der Führung hergestellt wird. Es wird dadurch auch vermieden, dass die Tragbolzen für die Rollen unmittelbar an den Schienen der Führung zu befestigen sind, hier angeschweisst oder angenietet werden. Diese Tragbolzen müssen nämlich sehr genau montiert sein. Damit diese hier notwendige Lagegenauigkeit eingehalten werden kann, müsste ein sehr grosser Fertigungsaufwand betrieben werden, wenn diese Bolzen an den Führungsschienen direkt befestigt werden müssten. Der getrennt gefertigte Bauteil (Profilstück) einschl. Tragbolzen für die Rollen kann beispielsweise als Spritzgussteil aus Kunststoff oder aus einer Metallegierung ko5
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stengünstig und äusserst präzise gefertigt werden. Mit diesem einfachen und kostengünstigen Bauteil, der getrennt von der Ausziehführung gefertigt wird, können einfache Unterbodenausziehführungen ohne Problem und ohne besonderen apparativen .Aufwand in eine Teleskopführung mit Voll- oder Überauszug ergänzt werden. Für einen Massenartikel, wie er durch solche Schubkastenführungen repräsentiert wird, ist dies eine Massnahme von ganz erheblichem technischen und wirtschaftlichen Vorteil.
Ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die je paarweise vorgesehenen Achszapfen für die Führungsrollen mit der vertikalen Drehachse und für jene mit den horizontalen Drehachsen je in gleichen Querschnittsebenen der Ausziehschiene liegen, so kann dadurch ein einfacher, in seinem Aufbau im wesentlichen symmetrischer Bauteil von kurzer, materialsparender Baulänge erhalten werden.
Ist von den jeweils paarweise vorgesehenen Führungsrollen mit vertikaler Drehachse wenigstens eine der beiden mit Spiel vom Achszapfen aufgenommen, so lassen sich dadurch ohne Aufwand Fertigungsungenauigkeiten ausgleichen, da durch das hier vorliegende Spiel die Führungsrollen sich selbsttätig anpassen können.
Zweckmässigerweise ist vorgesehen, dass die paarweise vorgesehenen Führungsrollen mit vertikaler Drehachse gleiche Durchmesser besitzen und der doppelte Durchmesser dieser Führungsrollen der inneren horizontalen Weite der Möbelschiene entspricht. Dadurch ist sichergestellt, dass beide führungsrollen sich gleichsinnig gegenüber der relativ zu ihnen bewegenden Schiene drehen, an de~ sie ja beidseitig anliegen. Das sichert einen leichten ungehemmten Lauf ohne Schleifen.
Weist zumindest der der Mitte des ausziehbaren Möbelteiles zugewandte vertikale Schenkel der Möbelschiene einen unteren, umgebördelten Rand auf und entspricht die innere Höhe zwischen diesem umgebördelten Rand und dem horizontalen Verbindungssteg der Möbelschiene dem Durchmesser der Führungsrolle mit der horizontalen Drehachse, so hat die Führungsrolle die Möglichkeit, die Möbelschiene sowohl zu tragen wie auch das Kippen zu unterbinden, wenn die Möbelschiene ganz vorgezogen ist. So wird eine einfache Kippsicherheit erhalten.
Teleskopauszüge unterscheiden sich von Differentialauszügen dadurch, dass beim Ausziehen bzw. Einschieben die einzelnen Schienen aufeinanderfolgend sich bewegen, bei einem Differentialauszug jedoch alle Schienen gleichzeitig in Bewegung sind, was den Betätigungs- und Bedienungskomfort erhöht. Um bei einem Teleskopauszug der vorstehenden Bauart zumindest In gewissem Umfang einen Differentialeffekt zu erreichen, ist vorgesehen, dass im Mittelbereich der Ausziehschiene und von der Stirnseite der Ausziehführung gesehen hinter den Führungsrollen im Mittelbereich in eine um eine horizontale Achse frei drehbare Mitnehmerrolle vorgesehen ist, die einerseits am horizontalen Schenkel der Tragschiene und andererseits an der Innenseite des horizontalen Verbindungssteges der Möbelschiene reibungsschlüssig anliegt.
Um die Erfindung anschaulich zu machen, wird sie anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, ohne sie dadurch einzuschränken. Es zeigen:
Fig. 1 eine Unterbodenausziehführung, vollständig ausgezogen, und
Fig. 2 vollständig eingeschoben, beide Figuren zeigen die Unterbodenausziehführung in Seitensicht;
die Fig. 3, 4 und 5 die Ansichten der Profile der einzelnen Schienen, die die Unterbodenausziehführung nach den Fig. 1 und 2 bilden;
Fig. 6 eine Stirnansicht der Ausziehführung nach den Fig. 1 und 2 (Blickrichtung Pfeil A in Fig. 2);
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII—VII in Fig. 2;
die Fig. 8, 9 und 10 einen Bauteil in Ansicht, Draufsicht und Seitensicht, der als Adapter bzw. Anpassungsstück verwendet wird, allerdings ohne Führungsrollen;
Fig. 11 eine Schrägsicht des Bauteiles nach den Fig. 8-10 und mit den Führungsrollen bestückt.
Die Fig. 3-11 sind in einem gegenüber den Fig. 1 und 2 vergrösserten Massstab dargestellt.
Die Unterbodenausziehführung nach Fig. 1 ist als Vollauszug ausgebildet. Sie besteht aus drei Schienen, nämlich der Tragschiene 1, der Ausziehschiene 2 und der Möbelschiene 3. Die Tragschiene 1 (Fig. 3) besitzt einen vertikalen Befestigungsflansch
4, mit dem sie an einer Innenwand eines hier nicht dargestellten Möbelkorpus befestigt wird. Ferner besitzt sie einen horizontalen, auskragenden Schenkel
5, einen von diesem Schenkel 5 nach oben abstehenden Steg 6 und einen horizontalen Flansch 7. Dieser horizontale Flansch 7 kann gegen den Befestigungsflansch 4 gerichtet sein, wie im gezeigten Ausführungsbeispiel, oder aber nach der entgegengerichteten Seite.
Die Ausziehschiene 2 (Fig. 4) besitzt ein kastenartiges Profil, in welches bei funktionsgerechter Montage der Ausziehführung der vertikale Steg 6 und der horizontale Flansch 7 der Tragschiene 1 hineinragen, wie dies Fig. 6 veranschaulicht. Diese Ausziehschiene 2 nimmt auch einen hier nicht dargestellten Laufwagen auf, in welchem lastübertragende Laufrollen mit horizontalen Drehachsen vorgesehen sind, wobei diese Laufrollen sowohl oberhalb wie auch unterhalb des horizontalen Flansches 7 liegen. Ferner sind in diesem nicht dargestellten Laufwagen auch Seitenführungsrollen mit vertikaler Drehachse gelagert, die die seitliche Verschiebung der Schienen gegeneinander unterbinden, wobei diese Seitenführungsrollen beidseitig am vertikalen Steg 6 anliegen. Ein solcher Laufwagen mit diesen Rollen ist beispielsweise im Detail in der österreichischen Patentanmeldung A 2234/86 beschrieben und gezeigt und gehört zum Stand der Technik.
Eine Ausziehführung mit dem oben beschriebenen Aufbau, bestehend aus dem nicht dargestellten Laufwagen und der Tragschiene 1 und der Ausziehschiene 2 ist voll funktionsfähig, jedoch nur als einfache Ausziehführung in dem Sinn, dass der ausziehbare Möbelteil nicht so weit aus dem Möbel-
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korpus vorgezogen werden kann, dass er zur Gänze vor diesem liegt. Die Ausziehschiene 2 dient dabei als Möbelschiene, an ihr wird der ausziehbare Möbelteil befestigt.
Um eine solche einfache Ausziehführung nun so zu gestalten, dass sie als Vollauszug im Sinne der obigen Darlegungen dienen kann, ist eine weitere Schiene vorgesehen, die hier als Möbelschiene 3 bezeichnet wird und welche ebenfalls ein kastenartiges Querschnittsprofil aufweist, und welche bei funktionsgerechter Anordnung zumindest den oberen Teil der Ausziehschiene 2 aufnimmt, wie Fig. 6 veranschaulicht, und zwar mit ausreichendem Spiel.
Damit die Möbelschiene 3 gegenüber der Ausziehschiene 2 verschiebbar ist, sind im vorderen Stirnbereich sowie im Mittelbereich der Ausziehschiene 2 je paarweise Führungsrollen 8 mit horizontaler Drehachse und Führungsrollen 9 mit vertikaler Drehachse vorgesehen. Diese Führungsrollen 8 und 9 sind als einfache Zylinderscheiben ausgebildet (Fig. 11) mit je einer zentralen Bohrung, mit welchen sie auf die Achszapfen 10 bzw. 11 aufsteckbar sind, die bezogen auf die Ausziehschiene 2 ortsfest angeordnet sind. Die je paarweise vorgesehenen Achszapfen 11 für die Führungsrollen 9 mit der vertikalen Drehachse und die ebenfalls paarweise vorgesehenen Achszapfen in für die Führungsrollen 8 mit der horizontalen Drehachse sind jeweils in gleichen Querschnittsebenen der Ausziehschiene 2 angeordnet. Von den jeweils paarweise vorgesehenen Führungsrollen 9 mit den vertikalen Drehachsen ist wenigstens eine der beiden mit Spiel vom Achszapfen 11 aufgenommen, wobei diese Führungsrollen 9 gleiche Durchmesser besitzen und der doppelte Durchmesser dieser Führungsrollen 9 der inneren horizontalen Weite 12 der Möbelschiene 3 entspricht.
Der der Mitte des ausziehbaren, hier nicht dargestellten Möbelteiles zugewandte Schenkel 13 der Möbelschiene 3 besitzt einen umgebördelten unteren Rand 14. Die innere Höhe 15 zwischen diesem umgebördelten Rand 14 und dem horizontalen Verbindungssteg 16 der Möbelschiene 3 entspricht dem Durchmesser der Führungsrolle 8 mit der horizontalen Drehachse.
Der hakenartige, am hinteren Ende der Möbelschiene 3 angeordnete Fortsatz 17, der in den Fig. 1 und 2 sowie 6 und 7 gezeigt ist, dient zum Einhängen des ausziehbaren Möbelstückes. Um die Auszugsweiten der Schienen gegeneinander zu begrenzen sind noch Anschläge vorgesehen, die hier jedoch nicht dargestellt sind. Sie sind zweckmässigerweise an den Stirnseiten der Schienen vorgesehen.
Die vorstehend beschriebene und drei Schienen 1, 2, 3 aufweisende Unterbodenausziehführung wirkt als Teleskopauszug: Wird die Möbelschiene 3 (ausgehend von der in Fig. 2 gezeigten Lage der Schienen gegeneinander) vorgezogen, so überfährt sie die Ausziehschiene 2, die vorerst ihre Lage beibehält, solange, bis diese beiden Schienen über ihre Anschläge zusammenstossen, wobei dann von der Möbelschiene 3 die Ausziehschiene 2 mitgezogen wird, bis letztere an den ihre Auszugsweite gegenüber der Tragschiene 1 begrenzenden Anschlag
(nicht dargestellt) anstösst. Diese Lage der Schienen 1, 2, 3 zueinander ist aus Fig. 1 ersichtlich. Das wesentliche Kriterium eines solchen Teleskopauszuges ist es, dass er mehr als zwei Schienen aufweist, und bei der Betätigung des Auszuges die Schienen seitlich nacheinander in Bewegung gesetzt werden, und zwar sowohl beim Ausziehen der Ausziehführung wie auch beim Einschieben.
Es ist nun mit relativ einfachen Mitteln möglich, diese vorstehend beschriebene Ausziehführung so zu gestalten, dass sie nach Art eines Differentialauszuges arbeitet, das heisst, bei der Betätigung der Ausziehführung bewegen sich sowohl die Möbelschiene wie auch die Ausziehschiene gleichzeitig. Dies erhöht den Bedienungskomfort. Dazu ist nun vorgesehen, dass im Mittelbereich der Ausziehschiene 2 und von der Stirnseite der Ausziehführung gesehen hinter den Führungsrollen 8, 9 im Mittelbereich eine um eine horizontale Achse frei drehbare Mitnehmerrolle 18 vorgesehen ist, die einerseits am horizontalen Schenkel 5 der Tragschiene 1 und andererseits an der Innenseite des horizontalen Verbindungssteges 16 der Möbelschiene 3 reibungsschlüssig anliegt. Diese Mitnehmerrolle 18 hat zweckmässigerweise eine rauhe bzw. gummiweiche Umfangskontur, um den erwähnten Rei-bungsschluss sicherzustellen. Wird nun die Möbelschiene 3 (ausgehend von der Lage der Schiene nach Fig. 2) bewegt, so wird jede Bewegung über die Mitnehmerrolle 18 auf die Ausziehschiene 2 übertragen, die dann sofort mitfährt, da diese Mitnehmerrolle 18 ja zwangsläufig am Schenkel 5 und am Verbindungssteg 16 abrollen muss.
Es ist nun möglich und denkbar, die Achszapfen 10 und 11 für die Führungsrollen 8 und 9 direkt an der Ausziehschiene 2 vorzusehen. Eine zweckmässige Ausbildung liegt jedoch darin, dass die Achszapfen 10, 11 der Führungsrollen 8, 9 für den vorderen Stirnbereich und auch jene für den Mittelbereich der Ausziehschiene auf je einem die Ausziehschiene 2 wenigstens teilweise umschliessenden und an diesem anliegenden Profilstück angeordnet sind. Die axiale Länge dieses Profilstückes 19 beträgt nur wenige Zentimeter. Dies ist in den Fig. 8 bis 11 gezeigt. Dieses Profilstück wird an den vorgesehenen Stellen der Ausziehschiene 2 aufgesteckt und an ihr befestigt, beispielsweise angeschweisst oder gegenüber der Ausziehschiene 2 verspannt. Dadurch ist für die Führungsrollen 8 und 9 ein eigener Bauteil geschaffen, der nach Art eines Baukastenteiles bei Ausziehführungen mit denselben Profilquerschnitten aber ungleichen Längen eingesetzt werden kann. Der untere umgebördelte Rand 20 dieses Profilstük-kes 19 untergreift die Ausziehschiene 2, so dass das Profilstück 19 gegen das Abheben von der Ausziehschiene gesichert ist. In einer Seitenwand des Profilstückes 19 kann eine Gewindebohrung vorgesehen werden mit einer kleinen Madenschraube. Durch Anziehen der Madenschraube wird dann das Profilstück gegen axiale Verschiebung entlang der Ausziehschiene 2 gesichert.
Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, kann ohne besonderen Aufwand eine sogenannte einfache Unterbodenausziehführung zu einem Vollauszug «ausgebaut» werden, wobei dieser Vollaus5
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zug entweder als Differentialauszug arbeitet (in Verbindung mit der Mitnehmerrolle 18) oder als Teleskopauszug. Darüber hinaus ist es möglich, zur Führung der Ausziehschiene 2 und der Möbelschiene 3 gegeneinander einen Bauteil zu verwenden, der unabhängig von der Länge der Schienen bzw. der Ausziehführungen eingesetzt werden kann. Da die Führungsrollen 8 und 9 in einem spaltartigen, eng begrenzten Raum liegen, können sie als einfache Zylinderscheiben ausgebildet sein mit einer einfachen zylindrischen zentralen Bohrung, mittels der sie auf die Achszapfen 10 bzw. 11 aufsteckbar sind, ohne dass sie darüber hinaus auf diesen Achszapfen gesichert werden müssen. Da die Bohrungen dieser Führungsrollen 8 und 9 gegenüber den Durchmessern der Achszapfen relativ grosse Toleranzen haben können, passen sich diese Füh-runnsroilen in jeder Lage sozusagen von selbst dem Schienensystem an. Die Führungsrollen 9 mit den vertikalen Drehachsen wirken aufgrund ihrer Durchmesserabmessungen bei ihrer Führungsaufgabe zusammen, indem sie aneinander anliegen und gegeneinander laufen, wenn die Ausziehführung betätigt wird. Diese Führungsrollen mit den vertikalen Drehachsen können in Achsrichtung der Ausziehführung auch gegeneinander versetzt angeordnet werden, dann aber müsste ihre Lagerung sehr präzise ausgebildet werden, damit auch dann die Möbelschiene 3 möglichst spielfrei geführt wird. Dank der vorstehend beschriebenen Massnahme wird aber diese möglichst spielfreie Führung sozusagen selbsttätig erzielt.
Claims (7)
1. Unterbodenausziehführung für Schubkästen, insbesondere Schubladen mit beidseitig des ausziehbaren Möbelteiles je einer ortsfest an einer Möbelkorpuswand befestigbaren Tragschiene und je einer ein im wesentlichen kastenartiges Querschnittsprofil aufweisenden Ausziehschiene, sowie zwischen diesen beiden Schienen vorgesehenen, lastübertragenden Gleitern oder Laufrollen, die in einem Käfig oder Laufwagen gelagert sind, und das Querschnittsprofil der Tragschiene einen in die Ausziehschiene von unten her ragenden, vertikalen Steg und einen horizontalen, als Laufbahn für die Gleiter oder Laufrollen dienenden Flansch aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Tragschiene (1 ) geführte Ausziehschiene (2) zumindest mit ihrem oberen Teil von einer mit der Unterseite eines ausziehbaren Möbelteiles verbindbaren Möbelschiene (3) mit im wesentlichen kastenartigen Querschnittsprofil aufgenommen ist und im vorderen Stirnbereich sowie im Mittelbereich der Ausziehschiene (2) je paarweise Führungsrollen (8, 9) mit vertikalen und horizontalen Drehachsen vorgesehen sind; dass die Achszapfen (10, 11) der als zylindrische Scheiben ausgebildeten Führungsrollen (8, 9) für den vorderen Stirnbereich und auch jene für den Mittelbereich der Ausziehschiene (2) auf je einem, die Ausziehschiene (2) wenigstens teilweise umschliessenden und an diesem anliegenden Profilstück (19) angeordnet sind; dass die axiale Länge des Profilstückes (19) nur wenige Zentimeter beträgt.
2. Unterbodenausziehführung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die je paarweise . -gesehenen Achszapfen (10, 11) für die Führungsrollen (8, 9) mit der vertikalen Drehachse und tur jene mit den horizontalen Drehachsen je in gleichen Querschnittsebenen der Ausziehschiene (2) liegen.
3. Unterbodenausziehführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von den jeweils paarweise vorgesehenen Führungsrollen (9) mit vertikaler Drehachse wenigstens eine der beiden mit Spiel vom Achszapfen (11 ) aufgenommen ist.
4. Unterbodenausziehführung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die paarweise vorgesehenen Führungsrollen (9) mit vertikaler Drehachse gleiche Durchmesser besitzen und der doppelte Durchmesser dieser Führungsrollen (9) der inneren horizontalen Weite (12) der Möbelschiene (3) entspricht.
5. Unterbodenausziehführung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der der Mitte des ausziehbaren Möbelteiles zugewandte Schenkel (13) der Möbelschiene (3) einen unteren, umgebördelten Rand (14) aufweist und die innere Höhe (15) zwischen diesem umgebördelten Rand (14) und dem horizontalen Verbindungssteg (16) der Möbelschiene (3) dem Durchmesser der Führungsrolle (8) mit der horizontalen Drehachse entspricht.
6. Unterbodenausziehführung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Mittelbereich der Ausziehschiene (2) und von der Stirnseite der Ausziehführung gesehen hinter den Führungsrollen (8, 9) im Mittelbereich eine um eine horizontale Achse frei drehbare Mitnehmerrolle 18) vorgesehen ist, die einerseits am horizontalen
Schenkel (5) der Tragschiene (1) und andererseits an der Innenseite des horizontalen Verbindungssteges (16) der Möbelschiene (3) reibungsschlüssig anliegt.
7. Unterbodenausziehführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge des Profilstückes (19) annähernd gleich ist der Summe der Durchmesser einer Führungsrolle mit vertikaler Achse und einer Führungsrolle mit horizontaler Drehachse.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |