CH684897A5 - Laufwerksanordnung für ein Schiebetor. - Google Patents
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Description
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CH 684 897 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Laufwerksanordnung für ein Schiebetor, insbesondere ein Feuerschutztor, mit den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Aus der US-PS 3 327 428 ist eine Laufwerksanordnung für eine Schiebewand bekannt, die eine Laufschiene mit konvexer Lauffläche und Laufrollen mit konkaven Laufflächen aufweist Die Laufschiene ist massiv ausgebildet und trägt eine Nylonkappe. Die Laufschiene ist als aufragender leistenförmiger Ansatz an einen Gehäuseflansch angeformt. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die Fahrgeschwindigkeiten begrenzt sind und die Nylonkappe erheblichem Verschleiss unterliegt, insbesondere bei einem schwergewichtigen Feuerschutztor. Durch die Integralkonstruktion von Gehäuse und Laufwerk ist die vorbekannte Anordnung nur für relativ kurze Schienen geeignet. Die Länge ist allein schon durch den Antriebszylinder beschränkt. Die massive Laufschiene würde auch erhebliche Probleme aufwerfen, wenn man die Schienenlänge durch Aneinanderreihung mehrerer Abschnitte vergrössern wollte. Es würden nämlich an den Verbindungsstellen Stösse entstehen, die sich durch die Integralkonstruktion nicht überbrücken liessen und zu erheblichen Stabilitätsproblemen und zu einer weiteren Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit führen würden. Es besteht dadurch auch die Gefahr, dass es zu Betriebsstörungen kommt, was besonders für Feuerschutztore gefährlich ist.
Aus der CH-PS 359 057 ist eine geräuscharme Laufschiene mit balliger Oberfläche bekannt, die eine metallische Stützschiene und eine eingebettete Kunststoffleiste als Lauffläche aufweist. Beide Teile sind massiv ausgebildet. Ihre Gestaltung ist für schwergewichtige Schiebetore, insbesondere Feuerschutztore, aus den eingangs erwähnten Gründen gleichfalls nicht geeignet.
Die DE-OS 3 448 063 zeigt eine Faltwand für Duschen mit einer Laufwerksanordnung, bei der die Schienen ähnlich der eingangs genannten US-PS 3 327 428 als massive Leisten und Gehäuseansätze ausgebildet sind. Die in der Offenlegungsschrift gezeigte Anordnung ist nur für leichte Bauteile, wie Duschtrennwände etc. verwendbar, nicht aber für Schiebetore.
Die DE-OS 3 629 368 zeigt einen Profilstab für Schienenführungen, wie sie für Längsführungssysteme an Maschinenteilen eingesetzt werden. Auch hier ist die Laufschiene massiv. Sie ist ausserdem über einen Kunststoffclip im Führungsteil befestigt. Diese Anordnung kann keine hohen Lasten tragen, wie sie bei Schiebetoren auftreten. Ausserdem ergeben sich die eingangs genannten Nachteile auch hier.
Aus der DE-OS 2 206 447 und der US-PS 2 151 590, sowie dem Katalog Nr. 45 der Firma WILCOX, Illinois, USA, Seite 329, sind mehrteilige Laufwerksanordnungen mit Wippen bekannt. Die gezeigten Konstruktionen setzen I- oder T-förmige Laufschienen mit ebenen Laufflächen voraus.
Aus der GB-PS 2 132 673 ist noch eine Gleitführung für ein Fahrzeugfenster bekannt, die auf dem Nut- und Federprinzip basiert.
Die Erfindung hat daher zur Aufgabe, eine Laufwerksanordnung für ein Schiebetor aufzuzeigen, die höhere Fahrgeschwindigkeiten bei besserer Betriebssicherheit ermöglicht.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Patentanspruch 1.
Die Laufschiene ruht auf einem dämpfenden Bett, beispielsweise einer Gummileiste, wodurch Verformungen und Schwingungen aufgefangen und unterdrückt werden. Die Fahrgeschwindigkeit lässt sich damit auf 0,8 m/sec und mehr erhöhen, wobei auch die Betriebssicherheit verbessert wird. Die Laufschiene und das dämpfende Bett sind zusammen in einem Gehäuse geschützt und verformungsgünstig gelagert.
Die Laufschiene ist als ein zylindrisches Rohr ausgebildet. Solche Teile lassen sich sehr exakt und dabei kostengünstig herstellen. Ausserdem ist die mechanische Stabilität hoch. Die Rohrform hat ferner den Vorteil, dass die Laufschiene aus mehreren Stücken zusammengesetzt sein kann, die durch in das Rohrinnere gesetzte Steckverbinder zusammengesetzt werden. Dadurch ergibt sich eine glatte durchgehende Lauffläche in Verbindung mit einer hohen Stabilität.
Das dämpfende Bett kann ebenfalls in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein, beispielsweise als Giessmasse. Besonders günstig ist eine Gestaltung als geformte Leiste, in die die Laufschiene zumindest teilweise formschlüssig eingebettet ist. Dies bewirkt einen sicheren Halt und zugleich eine exakte Zentrierung und Ausrichtung. Als Dämpfmaterial eignen sich unterschiedlichste Werkstoffe, insbesondere Gummi, Kautschukverbindungen oder dergleichen. Ein leistenförmiges Bett kann ebenfalls mehrstöckig ausgebildet sein, wodurch sich in Verbindung mit einer entsprechenden Bauschiene beliebige Längen aufgrund von Standardmassen nach einer Art Baukastensystem herstellen lassen. Die Stossstellen sind dabei gegenseitig versetzt, was die Stabilität gegen Verformungen und die Schwingungssicherheit erhöht. Bei dieser Gestaltung kann auch das Gehäuse, sofern es mehrstöckig ist, einbezogen sein.
Über das Gehäuse kann auch die Befestigung an der Wand erfolgen. Vorzugsweise ist die Laufschiene mit dem dämpfenden Bett und dem Gehäuse ortsfest an einem Gebäude oder dergleichen angebracht, während das Laufwerk mit dem Torblatt verbunden ist. Die gegenseitige Zuordnung kann aber auch umgedreht sein.
Das Gehäuse ist vorzugsweise C- oder L-förmig ausgebildet und umgreift das Bett mit der Laufschiene formschlüssig. Hierdurch ergibt sich eine exakte Lagerung und Führung. Durch die Gehäuseform lässt sich die Laufschiene auch sehr nahe an der Gebäudewand plazieren, was sich hinsichtlich der mechanischen Stabilität und der Verformungsbzw. Schwingungssicherheit positiv auswirkt. Bei dieser Gestaltung ist es möglich, im Gegensatz zum eingangs genannten Stand der Technik mit einer einzelnen Laufschiene und einem Laufwerk mit einseitig angeordneten Laufrollen auszukommen. Das C- oder L-förmige Gehäuse ist seitlich offen. Die Laufschiene ist so für Wartungszwecke leicht
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Die gewölbte Form der Laufflächen bietet eine hohe Führungsstabilität und einen sicheren Geradeauslauf, was sich bei einer einseitigen Anordnung der Laufschiene besonders positiv auswirkt.
Bei einer einseitigen Anordnung der Laufrollen empfiehlt es sich, zur besseren Lastverteilung das Laufwerk in mehrere Fahrwerksgruppen aufzuteilen und diese miteinander gelenkig zu verbinden. Hierzu kann eine Wippenkonstruktion mit Bügeln und Gelenken eingesetzt werden.
Die erfindungsgemässe Laufwerksanordnung eignet sich für alle Arten von Schiebetoren. Sie zeichnet sich durch eine hohe Tragkraft und Verschleiss-festigkeit aus. Besonders wichtig sind die erzielten Vorteile für Feuerschutztore, die scharfen Sicherheitsvorschriften unterliegen. Für Feuerschutzzwek-ke eignet sich die Laufwerksanordnung daher besonders.
In den abhängigen Patentansprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen
Fig. 1: einen abgebrochenen Querschnitt durch die Laufwerksanordnung an der Oberseite eines Schiebetors,
Fig. 2: eine Seitenansicht entsprechend Teil II von Fig. 1,
Fig. 3: einen abgebrochenen teilweisen Längsschnitt durch den Laufschienenbereich entsprechend Schnittlinie III-III von Fig. 1 und
Fig. 4: eine Stossstelle zweier Laufschienenstük-ke in vergrösserter und abgebrochener Darstellung.
Fig. 1 und 2 zeigen ein Schiebetor (2), insbesondere ein Feuerschutz-Schiebetor, mit einer Laufwerksanordnung (1). Das Torblatt (8) ist über einen Träger (13) an einem Laufwerk (9) aufgehängt, das auf einer ortsfest an der Gebäudewand (7) befestigten Laufschiene (3) rollt. Die Laufschiene (3) ruht auf einem Bett (5) aus Dämpfmaterial und ist mit diesem zusammen in einem C- oder L-förmigen Gehäuse (6) gelagert. Das Gehäuse (6) ist seinerseits an der Wand (7) befestigt, vorzugsweise am Übergang zur Decke.
Das Feuerschutztor (2) weist verschiedene Rauch- und Branddichtungen auf, z.B. in Form von Labyrinthdichtungen. Damit wird in an sich bekannter Weise der Spalt zwischen der Wand (7) und dem Torblatt (8) abgedichtet. Die in Fig. 1 gezeigte Labyrinthdichtung schützt dabei auch das Gehäuse (6) und die anderen Teile der Laufwerksanordnung (1).
Die Laufschiene (3) besitzt eine konvex gewölbte Lauffläche. Entsprechend gegenläufig und konkav gewölbt ist die Lauffläche der Laufrollen (11), die hierdurch formschlüssig auf der Laufschiene (3) geführt sind. Die Laufschiene (3) besitzt eine zylindrische Gestalt und ist als ein Rohr (4) ausgebildet. Sie ist in das Bett (5) eingelassen und wird von diesem formschlüssig umfasst. Das Bett (5) wird seinerseits von dem unteren Schenkel (17) des Gehäuses (6) bogenförmig umgriffen.
Das Bett (5) liegt in der bevorzugten Ausführungsform in Gestalt einer Formleiste vor. Die Laufschiene (3) kann durch Kleben oder auf andere Weise darin befestigt sein. Die Formleiste besteht aus einem schwingungsdämpfenden und dabei tragfähigen Material, z.B. einer formstabilen Gummimischung.
Zur Längenanpassung können die Laufschiene (3) und das Bett (5), insbesondere in Form einer Dämpfleiste, mehrstöckig zuammengesetzt sein. Desgleichen kann auch das Gehäuse (6) aus mehreren Teilen bestehen. Wie Fig. 3 verdeutlicht, sind die Stossstellen (20) aller Teile (3, 5, 6) dann über die Länge versetzt zueinander angeordnet. Dies bietet eine optimale Abstützung und Sicherheit gegen Verformung.
Fig. 4 zeigt eine Stossstelle (20) am Rohr (4) bzw. der Laufschiene (3). In den Hohlraum der beiden Rohrstücke ist ein Stecker (18) eingesetzt, der für eine innere Verbindung sorgt. Der Stecker (18) sitzt passgenau im Rohrinnenraum, so dass sich bei einer exakten Rohrausbildung keine Stufen in der Lauffläche an den Stossstellen (20) ergeben. Der Stecker (18) kann dabei in geeigneter Weise in den beiden angrenzenden Rohrstücken zentriert sein, beispielsweise durch einen Bund und innenliegende Ringnuten an den Rohrenden.
Die Dämpfleisten (5) können ebenfalls an den Stossstellen (20) miteinander durch innenliegende Stecker oder dergleichen verbunden sein. Hierauf kann aber auch verzichtet werden. Wenn das Gehäuse (6) mehrstöckig ausgebildet ist, sind aussen-liegende Verbinder (19) zur festen Koppelung der Einzelstücke vorgesehen. Insgesamt ergibt sich hierdurch eine exakte, gerade, glatte und durchgehende Lauffläche der Schiene (3).
Wie Fig. 1 verdeutlicht, weist die Laufwerksanordnung (1) nur eine Laufschiene (3) bzw. eine Lauffläche auf, wobei alle Laufrollen (11) einseitig am Laufwerk (9) angeordnet sind. Das Torblatt (8) hängt damit pendelnd an der Laufwerksanordnung (1). Die nötige Querstabilisierung kann durch eine zusätzliche Führung an der Unterseite des Torblattes (8) und/oder durch zusätzliche, querliegende Stützrollen im Laufwerksbereich (nicht dargestellt) erfolgen.
Wie Fig. 2 verdeutlicht, hat das Laufwerk (9) mindestens vier Laufrollen (11), die zur Vergleich-mässigung der Traglast in mehreren Fahrwerksgruppen (10) angeordnet sind. Eine Fahrwerksgrup-pe (10) umfasst dabei jeweils eine Wippe (12), an deren beiden Enden je eine Laufrolle (11) drehbar gelagert ist. Die Fahrwerksgruppen (10) sind gelenkig miteinander verbunden. Hierzu ist mindestens ein Bügel (14) vorgesehen, der über jeweils ein Gelenk (15) mit den Wippen (12) zweier Fahrwerksgruppen (10) verbunden ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind zwei Fahrwerksgruppen (10) und damit nur ein Bügel (14) vorhanden. Bei grossen Schiebetoren (2) können wahlweise mehrere getrennte Laufwerke (9) in der gezeigten Art vorhanden sein. Ein Laufwerk (9) kann aber auch mehr als zwei Fahrwerksgruppen (10) mit ent5
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Wie Fig. (1) verdeutlicht, ist der obere Schenkel (21) des C-förmigen Gehäuses (6) breiter als der untere Schenkel (17). Er übergreift damit die Laufrollen (11) und die dahinter angeordneten Wippen (12), den Bügel (14) und den Träger (13). Die Abmessungen sind dabei so getroffen, dass das Schiebetor (2) mit dem Laufwerk (9) bei der Montage pendelnd und von der Seite auf der Laufschiene
(3) eingehängt werden kann.
Claims (9)
1. Laufwerksanordnung für ein Schiebetor, insbesondere ein Feuerschutztor, mit einer Laufschiene und einem Laufwerk mit mehreren Laufrollen, wobei die Laufschiene eine konvexe und die Laufrollen eine konkave Lauffläche aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (3) auf einem Bett (5) aus Dämpfmaterial ruht und die Laufschiene (3) und das Bett (5) in einem Gehäuse (6) gelagert sind, wobei die Laufschiene (3) und/oder das Bett (5) und/oder das Gehäuse (6) mehrstückig ausgebildet sind und die Laufschiene (3) als Rohr
(4) ausgebildet ist, dessen Rohrstücke durch eingesetzte Stecker (18) miteinander verbunden sind.
2. Laufwerksanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (3) eine zylindrische Gestalt aufweist und formschlüssig im Bett (5) gelagert ist.
3. Laufwerksanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bett (5) als Leiste aus Gummi ausgebildet ist.
4. Laufwerksanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossstellen (20) der Laufschiene (3) und des Betts (5) über die Länge versetzt angeordnet sind.
5. Laufwerksanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse C- oder L-förmig ausgebildet ist und das Bett
(5) mit der Laufschiene (3) formschlüssig umgreift.
6. Laufwerksanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzelne Laufschiene (3) und ein Laufwerk (9) mit einseitig angeordneten Laufrollen (11) vorgesehen ist.
7. Laufwerksanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufwerk (9) mehrere Fahrwerksgruppen (10) aufweist, die gelenkig (15) miteinander verbunden sind.
8. Laufwerksanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fahrwerksgruppe
(10) jeweils eine Wippe (12) mit zwei Laufrollen
(11) aufweist, wobei die Wippen (12) untereinander über ein oder mehrere Bügel (14) mit Gelenken (15) an den Anschlussstellen miteinander verbunden sind.
9. Laufwerksanordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufwerk (9) einen Bügel (14) mit einem daran starr oder gelenkig
(16) gelagerten Träger (13) für den Anschluss des Schiebetores (2) aufweist.
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| PL | Patent ceased |