CH684906A5 - Verfahren und Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten der Stromversorgung eines Druckers. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ein- und Ausschalten der Stromversorgung eines Drückers und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Normalerweise wird beim Benützen eines Computers oder eines Computernetzwerkes gleichzeitig mit dem Computer ein Drucker angeschaltet. Trotzdem der Drucker nur während einzelnen kurzen Zeitabschnitten in Betrieb steht, ist er dauernd mit Strom versorgt und verbraucht entsprechend viel Energie unnötig. Dies gilt ganz besonders bei zeitweise unbeaufsichtigten Computeranlagen, welche im 24 Stunden Betrieb stehen.
Besonders energieverbrauchende Laserdrucker werden daher heute hie und da bereits mit einer Energiesparschaltung ausgerüstet. Eine solche Standby Schaltung legt bei Nichtgebrauch die Heizelemente still und schaltet den notwendigen Ventilator auf langsame Stufe zurück. Der Drucker verbraucht aber trotzdem dauernd elektrische Energie.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, welche ermöglicht, einen Drucker mit einem Computer zu benützen, wobei der Drucker normalerweise in ausgeschaltetem Zustand, das heisst von der Stromversorgung getrennt, ist und nur jeweils bei Bedarf automatisch angeschaltet wird.
Diese Aufgabe wird durch das in den Patentansprüchen angegebene Verfahren und die entsprechende Vorrichtung gelöst.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung ist, dass das Verfahren sowohl mit seriellen wie parallelen und anderen geeigneten Druckerschnittstellen arbeiten kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Vorrichtung mittels Multiplexern mit mehreren Computereingängen und gegebenenfalls auch mit mehreren Druckerausgängen versehen werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Anordnung eines Computers mit einem Drucker und zwischengeschalteter Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten des Druckers.
Fig. 2 eine Anordnung der verschiedenen Elemente einer Ausführungsform der Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten des Druckers.
In der Übersicht nach Fig. 1 ist die Installation der Vorrichtung 2 zum Ein- und Ausschalten eines Druckers 3 zwischen einem oder mehreren Computern 1 und eben diesem Drucker 3 dargestellt. Die Vorrichtung 2 ist mit den Computern 1 über eine Verbindung 21 am Eingang 21a mittels geeigneter Schnittstelle verbunden. Sie ist mit dem Drucker 3 über die Verbindung 31 am Ausgang 31 a mittels einer gleichartigen Schnittstelle verbunden. Die Stromversorgung der Vorrichtung 2 durch das Netz erfolgt über eine Zuleitung 35 und ein eigenes Netzteil 34, und die des Druckers 3 ab der Zuleitung 35 über einen steuerbaren Schalter 32 und die Speiseleitung 33. Dabei befindet sich der steuerbare Schalter 32 in der Vorrichtung 2. Die Stromversorgung der Vorrichtung 2 kann allerdings auch vom Netzteil des Computers oder unter Umständen direkt ab der verwendeten Schnittstelle geschehen. Mittels bekannter Multiplexertechnik können auch mehrere Drucker betrieben werden. Statt einem Drucker, können auch andere Datenendgeräte auf diese Weise betrieben werden.
Es ist offensichtlich, dass die Vorrichtung 2 in einem separaten Gehäuse von Computer 1 und Drucker 3 getrennt sein kann. Sie kann unter Umständen aber auch im Computer oder Vorteil im Drucker 3 selbst eingebaut sein.
Die einzelnen Elemente der Vorrichtung 2 zum Ein- und Ausschalten des Druckers 3 sind aus Fig. 2 gut ersichtlich. Sie umfassen einen Multiple-xer 22, 23, bestehend aus einem Datenmultiplexer 22 und einem Steuersignalmultiplexer 23, eine Steuereinheit 24, einen Steuertransistor als Schaltverstärker 28 zum Betätigen des Ein- und Ausschalters 32.
Die Verbindung 21 von Computer 1 und Vorrichtung 2 besteht aus Datenleitungen 211 und Steuersignalleitungen 212. Die Art, Belegung und Betrieb der Datenieitungen 211 und der Steuersignalleitungen 212 sind durch die gewählte Art der Schnittstelle definiert. Als Schnittstellen eigenen sich alle für den Betrieb eines Druckers bekannten, wie serielle, parallele, current-loop und ähnliche. Die Datenleitungen 211 führen zum Datenmultiplexer 22 und die Steuersignalleitungen 212 zum Steuersignalmultiplexer 23. Die Datenleitungen 211 sind unidirektio-nal und die Steuersignalleitungen 212 bidirektional benützt. Vom Datenmultiplexer 22 führen Datenleitungen 311 und vom Steuersignalmultiplexer Steuersignalleitungen 312 zum Druckereingang. Auch diese Leitungen entsprechen der Druckerschnittstelle. Es ist klar, dass die Art der Multiplexer 22, 23 den verwendeten Schnittstellen entspricht. Daher kann die Vorrichtung auch auf Netzwerkschnittstellen angepasst werden.
Im weiteren sind der Datenmultiplexer 22 über die Datenleitungen 222 und der Steuersignalmultiplexer 23 über die Steuersignalleitungen 232 mit der Steuereinheit 24 bidirektional verbunden.
Die Steuereinheit 24 entspricht weitgehend einer bekannten Puffereinrichtung, wie sie viele Drucker in ihrem Eingangsteil aufweisen. Sie umfasst einen Prozessor 241 mit zugehörendem ROM 242 und RAM 243 Speicher. Das ROM 242 hat die Funktion eines BIOS und initialisiert und steuert den Prozessor. Das RAM 243 bildet den Pufferspeicher zum Puffern der vom Computer an den Drucker gesendeten Daten und Steuersignal. Eine zusätzliche Leitung 27 führt von der Steuereinheit 24 zu einem Schaltverstärker 28. Der Schaltverstärker 28 bedient eine Schalteinheit 29, welche den Netzschalter 32 für die Stromversorgung des Druckers ein- und ausschaltet. Schalteinheit 29 und Netzschalter 32 können als Relaisschalter oder als elektronischer Leistungsschalter ausgeführt sein. Es empfiehlt sich, einen Drucktastenschalter vorzusehen, mit welchem der steuerbare Netzschalter in Notfällen von Hand überbrückt oder betätigt werden kann.
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Die Funktionsweise wird nachfolgend beschrieben. Im Normalzustand ist der Computer in Betrieb; der Drucker eingeschaltet, aber durch den Netzschalter 32 in der Vorrichtung 2 vom Netz getrennt und daher nicht betriebsbereit. Die Vorrichtung 2 ist als Black Box an der Leitung vom Computer zum Drucker in Betrieb. Sie simuliert den Drucker als zum Empfang bereit. Also simuliert sie an ihrem Eingang 21a einen Drucker und an ihrem Ausgans 31a einen Computer. Wird nun ein Druckauftrag vom Computer an den Drucker gesendet, so werden die Steuersignale und die Daten für den Druk-ker über die Leitungen 211, 212 an die Multiplexer
22, 23 in der Vorrichtung 2 übermittelt. Die Multiplexer 22, 23 leiten die Daten weiter an die Steuereinheit 24, wo sie im Pufferspeicher 243 zwischengespeichert werden. Die Steuereinheit 24 überwacht dauernd ein Vorhandensein von ankommenden Daten. Die gleiche Art der Überwachung und Weiterleitung von Fehlermeldungen des Druk-kers geschieht analog über die Multiplexer 22, 23. Sobald Daten oder Signale in der Steuereinheit ankommen, so setzt diese über die Leitung 27 den Schaltverstärker und damit den Netzschalter 32 auf Durchgang. Der Drucker 3 wird nun mit Strom versorgt. Sobald der Drucker 3 nach seiner Aufwärmphase bereit ist und seine Bereitschaft über die Steuersignalleitungen 312 und den Steuersignalmultiplexer 23 meldet, werden die Informationen aus dem Pufferspeicher 243 über die Leitungen 222, 223 an die beiden Multiplexer 22, 23 und weiter über die Linien 311, 312 an den Drucker übermittelt. Der eigentliche Druckvorgang wird gestartet. Die Steuereinheit 24 überwacht den Dateneingang vom Computer her und das Leeren des Pufferspeichers 243. Sobald alle Daten aus dem Pufferspeicher an den Drucker übermittelt sind, so werden die Datenleitungen 211 im Datenmultiplexer 22 direkt mit den Datenleitungen 311 zum Drucker 3 verbunden. Das gleiche geschieht mit den Steuersignallinien 212 und 312 im Steuersignalmultiplexer
23. Sobald keine vom Computer 1 gesendeten Daten oder Steuersignale mehr am Multiplexer 22, 23 eintreffen und keine Störungsmeldung vom Drucker anliegt, wird nach einem vorbestimmbaren Zeitintervall von beispielsweise 5 Minuten der Netzschalter 32 durch die Steuereinheit 24 mittels Schaltverstärker 28 und Schalteinheit 29 abgeschaltet und der Drucker 3 vom Netz getrennt. Somit ist der Normalzustand wieder erreicht. Der Drucker 3 verbraucht keine Energie mehr bis zum nächsten Druckauftrag.
Claims (12)
1. Verfahren zum Ein- und Ausschalten der Stromversorgung eines Druckers (3), dadurch gekennzeichnet, dass das Ein- und Ausschalten der Stromversorgung des Druckers (3) in Abhängigkeit der zu diesem Drucker gesandten Daten erfolgt, indem ein Empfangsteil des Druckers (3) simuliert wird, wobei die Simulation in einer Vorrichtung (2) mit einer Steuereinheit, welche die von einem Computer (1) an die Vorrichtung (2) übermittelten Daten und Steuersignale dauernd überwacht, erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Empfang von Daten vom Computer (1 ) die Stromversorgung des Druckers (2) eingeschaltet wird und die empfangenen Daten und Steuersignale, bis der Drucker (3) bereit ist, in einem Pufferspeicher (243) zwischengespeichert werden, worauf sobald der Drucker bereit ist die zwischengespeicherten Daten an den Drucker (3) weitergeleitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei übermittlungslosem Zustand vom Computer (1) zum Pufferspeicher (243) und/oder zum Drucker (3) und bei leerem Pufferspeicher (243) die Stromversorgung des Druckers (3) nach Ablauf eines vorbestimmten Zeitintervalles abgeschaltet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Übermittlung der zwischengespeicherten Daten aus dem Pufferspeicher (243) an den Drucker (3), dieser direkt mit dem Computer (1) verbunden wird, bei gleichzeitiger dauernder Überwachung des Sendens von Daten vom Computer (1) an den Drucker (3).
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Ein- und Ausschalten der Stromversorgung eines Druckers (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen in die Stromversorgung des Druckers (3) zwischengeschalteten steuerbaren Netzschalter (32), eine mit diesem elektrisch verbundene Steuereinheit (24), einen Eingang (21a) für mindestens eine mit einem Computer (1) verbindbare Datenendgeräteleitung (21), einen Ausgang (31a) einer mit dem Drucker (3) verbindbaren Datenendgeräteleitung (31) und einen Pufferspeicher (243) zum Zwischenspeichern von vom Computer (1) an den Drucker (3) gesendeten Daten- und Steuersignale umfasst.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingang (21a) und der Ausgang (31a) eine serielle Schnittstelle aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingang (21a) und der Ausgang (31a) eine parallele Schnittstelle aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung des Druckers (3) bei Vorhandensein von Daten und/oder Steuersignale am Eingang (21 a) durch die Steuereinheit (24) mittels dem steuerbaren Netzschalter (32) einschaltbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung des Druckers (3) bei leerem Pufferspeicher (243) durch die Steuereinheit (24) mittels dem steuerbaren Netzschalter (32) ausschaltbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingang (21a) einen Multiplexer (22, 23) aufweist, welcher mit dem Computer (1), mit dem Pufferspeicher (243) und mit dem Drucker (3) mindestens teilweise bidirektional verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Multiplexer (22, 23) bei eingeschaltetem Zustand des Druckers (3) solange mit dem Pufferspeicher (243) verbunden ist, wie dieser für den Drucker (3) bestimmte Daten enthält.
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12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucker (3) über den Multiplexer (22, 23) solange mit dem Eingang (21a) direkt verbunden ist, wie der Pufferspeicher (243) keine für den Drucker (3) bestimmte Daten enthält.
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH1617/93A CH684906A5 (de) | 1993-05-28 | 1993-05-28 | Verfahren und Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten der Stromversorgung eines Druckers. |
Publications (1)
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|---|---|
| CH684906A5 true CH684906A5 (de) | 1995-01-31 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH684906A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0632359A3 (de) * | 1993-07-02 | 1996-01-03 | Andreas Geiss | Signalgesteuerte Schaltungsanordnung. |
| EP4668063A1 (de) * | 2024-06-21 | 2025-12-24 | FUJIFILM Business Innovation Corp. | Informationsverarbeitungssystem, leistungsverwaltungssystem und programm |
-
1993
- 1993-05-28 CH CH1617/93A patent/CH684906A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0632359A3 (de) * | 1993-07-02 | 1996-01-03 | Andreas Geiss | Signalgesteuerte Schaltungsanordnung. |
| EP4668063A1 (de) * | 2024-06-21 | 2025-12-24 | FUJIFILM Business Innovation Corp. | Informationsverarbeitungssystem, leistungsverwaltungssystem und programm |
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