CH685529A5 - Behandlungsgerät, insbesondere zur kosmetischen Gesichtsbehandlung. - Google Patents
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Description
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CH 685 529 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Behandlungsgerät, insbesondere zur kosmetischen Gesichtsbehandlung, mit einem hohlen und mit kältespeichernder Flüssigkeit gefüllten Behandlungskopf und einem Handgriff mit einer Halterung, in die der Behandlungskopf einsteckbar ist.
Es sind Behandlungsgeräte bekannt, die einen Vibrationsantrieb im Handgriff aufweisen, in den wahlweise verschiedene Behandlungsköpfe aus Metall, Kunststoff oder Hartgummi eingesetzt werden können. Die Auswahl wird in Übereinstimmung mit der anzuwendenden Massagetechnik getroffen.
Aus der DE-AS 2 016 984 ist ein elektrisch betriebenes Massagegerät bekannt, das über verschiedene Massageköpfe verfügt. Einer davon um-fasst einen aus Kunststoff gebildeten Stützkörper mit Schaft, wobei der Kopf einen aus diesem vorspringenden, eingeklebten Flüssigkeitsbehälter trägt. Die Flüssigkeit kann im Kühlschrank gefroren oder in kochendem Wasser erhitzt werden. Der Behandlungskopf ist für eine konzentrierte thermische Behandlung infolge des geringen Speichervolumens und seiner gesamten Ausbildung nicht geeignet.
In der Gesichtskosmetik wird die Massage zum Einbringen einer Gesichtscreme verwendet. Es ist bekannt, dass sich bei Wärmeanwendung die Poren öffnen und bei Kälte schliessen.
Die Erfindung zielt darauf ab, unter Ausnutzung dieses Effektes ein Behandlungsgerät so auszubilden, dass durch intensive Kälteeinwirkung ein Schliessen der Poren zur noch tieferen Absorption der vorher einmassierten Creme erfolgt. Dieses Gerät ist dadurch gekennzeichnet, dass der vorzugsweise die Form zweier löffeiförmiger Halbschalen aus Metall aufweisende Behandlungskopf einen hohlen, mit der kältespeichernden Flüssigkeit bzw. einem Gel gegebenenfalls mit Korrosionsschutz gefüllten Schaft aufweist, der normal zur Längsachse zweigeteilt ist und dass der dem Behandlungskopf zunächst liegende Teil als Rohrstutzen und der in den Handgriff einsteckbare Teil wenigstens teilweise als Vollkörper ausgebildet ist. Es ist zweckmässig, wenn die beiden Teile miteinander verschraub-bar sind und der einschraubbare Teil den Verschluss für den Hohlraum im Behandlungskopf sowie den vorgelagerten Schaftteil bildet. In einem Tiefkühlfach werden die Behandlungsköpfe durch Einfrieren des kältespeichernden Mediums aufgeladen. Ein Behandlungskopf wird in den Handgriff eingesteckt und fixiert. Sodann kann die Behandlung erfolgen. Eine Kältebehandlung ist nicht nur im Zusammenhang mit Massagen zweckmässig, sondern schafft auch Linderung bei kleinen Verletzungen und Hämatomen. Es kann auch wechselweise eine Heiss-Kalt-Behandlung erfolgen, wenn zusätzlich ein Wärmebehandlungsgerät zur Verfügung steht. Ferner ist es zweckmässig, wenn die Halterung im Handgriff Distanzstege zur thermischen Isolation gegenüber dem Handgriff umfasst. Die Handwärme wird dadurch nicht auf den Behandlungskopf übertragen. Die gespeicherte Kälte fliesst nicht über den Handgriff ab. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Behandlungskopf zur Aufnahme und gegebenenfalls Verteilung von Kondenswasser wenigstens teilweise aus Sintermetall mit poröser Oberfläche ausgebildet. Die durch Kondensation infolge der Berührung des eiskalten Behandlungskopfes und des warmen Körperteiles entstehende Feuchtigkeit wird dadurch auf der Oberfläche des Behandlungskopfes zur Verstärkung der Wirkung gehalten. Dieser Effekt kann weiter verstärkt werden, wenn der Behandlungskopf Ausnehmungen zur Aufnahme und gegebenenfalls Verteilung von Kondenswasser aufweist, das sich in der Zone eines Temperatursprunges bzw. bei Taupunktunter-schreitung niederschlägt. Insbesondere ist es zweckmässig, wenn eine zentrale Ausnehmung und radiale Kanäle bzw. Rinnen im Behandlungskopf vorgesehen sind. Es kann die Halterung im Handgriff auch mit einem Vibrationsantrieb verbunden sein. In diesem Fall ist die Isolationswirkung besonders wichtig, damit die Abwärme des elektrischen Vibrationsantriebes nicht auf den Behandlungskopf übergeht. Eine besondere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung der Längssymmetrieachse des als Ellipsoid ausgebildeten Behandlungskopfes ausserhalb des Schaftes liegt, sodass eine Oberflächenhälfte des Behandlungskopfes zur Gänze zur Behandlung zur Verfü-güng steht.
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungs-gemässen Behandlungsgerätes, wobei eine Griffhalbschale entfernt wurde,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 eine Rückenansicht eines alternativen Behandlungskopfes und
Fig. 4 eine Seitenansicht zum Behandlungskopf nach Fig. 3.
Ein Behandlungsgerät umfasst einen Behandlungskopf 1, der etwa aus zwei löffeiförmigen Halbschalen gebildet ist, und mit seinem Schaft 2 in einer Halterung 3 eines Handgriffes 4 steckt. Eine Verriegelung besteht aus einem gefederten Schnapper 5, der mittels eines geriffelten Bogen-stückes 6 gegen die Kraft einer Feder 7 um die Achse 8 gedreht werden kann, sodass eine Nase 9 eine form- und reibungsschlüssige Verbindung mit dem Schaft 2 herstellt. Der Schaft 2 steckt in Bohrungen von Rippen bzw. Distanzstegen 10, die einen Abstand zwischen der Griffaussenfläche und dem Schaft 2 bilden.
Der Behandlungskopf 1 ist einschliesslich seines Schaftes 2 als Hohlkörper ausgebildet und weist eine Füllung aus kältespeicherndem Material, z.B. Wasser (mit Korrosionsschutz) oder einem Gel, auf. Die Abkühlung und somit das Aufladen des Kältespeichers erfolgt durch die Lagerung des Behandlungskopfes 1 im Tiefkühlfach eines Kühlschrankes. Es können einem Handgriff 4 mehrere, gegebenenfalls unterschiedlich geformte, Behandlungsköpfe 1 zugeordnet sein. Es kann auch die genannte Baueinheit (Behandlungskopf 1 mit Handgriff 4) im Tiefkühlfach verwahrt werden.
Der Behandlungskopf 1, der aus Sintermetall auf5
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gebaut sein kann, trägt eine zentrale wannenförmi-ge Ausnehmung 11 in seiner leicht ballig geformten Einsatzfläche. Von dieser gehen strahlenförmig Kanäle 12 aus. Infolge des grossen Temperaturunterschiedes zwischen dem eiskalten Behandlungskopf und der Umgebungsluft in einem Behandlungsraum, bilden sich Kondenswasser bzw. Eiskristalle an der Oberfläche des Behandlungskopfes 1. Dieses ist für die Behandlung, etwa für das Glätten von Gesichtsfalten, sehr förderlich und sammelt sich in der Ausnehmung 11, von wo es gleichmässig über die gesamte Oberfläche verteilt wird. Der Behandlungskopf 1 kann auch die Feuchtigkeit dadurch besser halten, dass als Oberflächenbeschichtung des Einsatzbereiches ein metallischer Sinterwerkstoff verwendet wird. Der gesamte Kopf kann aus Sinterwerkstoff hergestellt sein. Ferner kann mindestens ein Bereich des Behandlungskopfes 1, beispielsweise auch die Rückseite 13, eine gewellte Oberfläche aufweisen. Dies ist für Massagezwecke vorteilhaft. Ein Thermocolorstreifen auf dem Schaft 2 zeigt an, ob die Kühlwirkung noch gegeben ist, bzw. signalisiert, wenn die Aufladung im Tiefkühlfach erreicht ist. Zur Verdrehsicherung des Behandlungskopfes 1 kann der Schaft 2 über eine Führungsnut 14 verfügen oder eine abgeflachte, vom Kreisquerschnitt abweichende Querschnittsform aufweisen.
Ein alternativer Behandlungskopf 15 ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Der Behandlungskopf 15 ist gegenüber der Mittelachse des Schaftes 16 schräggestellt. Letzterer weist einen einschraubbaren Verschlussteil 17 auf, mit einer Formschlussverbindung (z.B. Ausnehmung für Kugelraste) gegenüber der Halterung 3 im Handgriff 4.
Die Stirnseite 18 des Behandlungskopfes 15 ist leicht konkav nach innen gewölbt, die Rückenseite 19 ist stärker konvex gekrümmt und trägt eine Rippenstruktur 20. Während mit der Stirnseite 18 eine Anpassung an Gesichtspartien besonders gut realisierbar ist, ermöglicht die Rückenseite 19 des Behandlungskopfes 15 eine Massage. Wenn die oberste Rippe 21 annähernd kegelförmig ausgebildet ist, kann eine Punktbehandlung mit grosser Tiefenwirkung durchgeführt werden.
Claims (8)
1. Behandlungsgerät, insbesondere zur kosmetischen Gesichtsbehandlung, mit einem hohlen und mit kältespeichernder Flüssigkeit gefülltem Behandlungskopf und einem Handgriff mit einer Halterung, in die der Behandlungskopf einsteckbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der vorzugsweise die Form zweier löffeiförmiger Halbschalen aus Metall aufweisende Behandlungskopf (1, 15) einen hohlen, mit der kältespeichernden Flüssigkeit bzw. einem Gel, gegebenenfalls mit Korrosionsschutz, gefüllten Schaft (2, 16) aufweist, der normal zur Längsachse zweigeteilt ist und dass der dem Behandlungskopf (1, 15) zunächst liegende Teil als Rohrstutzen und der in den Handgriff (4) einsteckbare Teil wenigstens teilweise als Vollkörper ausgebildet ist.
2. Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile des Schaftes (2, 16) miteinander verschraubbar sind und der einschraubbare Teil (17) den Verschluss für den Hohlraum im Behandlungskopf (1, 15) sowie den vorgelagerten Schaftteil (16) bildet.
3. Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (3) im Handgriff (4) Distanzstege (10) zur thermischen Isolation gegenüber dem Handgriff (4) umfasst.
4. Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behandlungskopf (1, 15) zur Aufnahme und gegebenenfalls Verteilung von Kondenswasser wenigstens teilweise aus Sintermetall mit poröser Oberfläche gebildet ist.
5. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der 8ehand-lungskopf (1, 15) Ausnehmungen (11) zur Aufnahme und gegebenenfalls Verteilung von Kodenswas-ser aufweist, das sich in der Zone eines Temperatursprunges bzw. bei Taupunktunterschreitung niederschlägt.
6. Behandlungsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Ausnehmung (11) und radiale Kanäle (12) bzw. Rinnen im Behandlungskopf (1, 15) vorgesehen sind.
7. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung der Längssymmetrieachse des als Ellipsoid ausgebildeten Behandlungskopfes (1, 15) ausserhalb des Schaftes (2, 16) liegt, sodass eine Oberflächenhälfte des Behandlungskopfes (1, 15) zur Gänze zur Behandlung zur Verfügung steht.
8. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Behandlungskopf (15) eine flach gekrümmte konkave Stirnfläche (18) und eine stärker gekrümmte konvexe Rückenfläche (19) aufweist, wobei der Behandlungskopf (15) zum Schaft (16) schräggestellt und der Schaft (16) an der Rückenfläche (19) nahe ihrem Randbereich angesetzt ist und dass die Rük-kenfläche (19), vorzugsweise in ihrem dem Schaft (16) gegenüberliegenden Bereich, eine Rippenstruktur (20), gegebenenfalls mit einer zusätzlichen annähernd kegelförmigen Rippe (21), aufweist.
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