CH685563A5 - Zangenaggregat für eine Kämmaschine. - Google Patents
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Description
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CH 685 563 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zangenaggregat für eine Kämmaschine, mit einem Unterzangenrahmen, in welchem ein Speisezylinder gelagert ist, und mit einer bezüglich des Unterzangenrahmens schwenkbaren Oberzange.
Solche Zangenaggregate sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Es ist auch bekannt, in einem solchen Zangenaggregat eine Zusatzzange anzuordnen, die bezüglich des Unterzangenrahmens schwenkbar ist, um bei geöffneter Oberzange eine zu kämmende Watte vor dem Speisezylinder auf eine vom Unterzangenrahmen getragene Unterzangenplatte zu klemmen, während Fasern aus der Watte durch Abreisszylinder herausgerissen werden (z.B. CH-A 676 250). Mit einer solchen Zusatzzange kann die Qualität des gebildeten Kämmaschinenbandes verbessert werden, insbesondere beim Kämmen von Fasermaterial aus relativ langen Fasern, wobei der Abreissabstand bzw. der Abstand zwischen der Unterzangenplatte und den Abreisszylindern relativ gross ist. Anderseits vergrössert die Zusatzzange die Masse des Zangenaggregates, das im Betrieb der Kämmaschine hin- und herbewegt wird, so dass die maximal mögliche Arbeitsgeschwindigkeit und damit die Produktivität geringer werden. Ferner kann, solange die Zusatzzange geschlossen ist, der Speisezylinder nicht gedreht werden, um die zu kämmende Watte vorzuschieben. Mit der Zusatzzange kann also der Zeitpunkt, in dem der Speisezylinder gedreht wird, der sogenannte Speisezeitpunkt, nicht mehr so frei gewählt werden. Aus diesen Gründen kann es in gewissen Fällen, insbesondere beim Kämmen von Fasermaterial aus kürzeren Fasern und/oder wenn eine hohe Produktivität wichtiger ist als hohe Qualität, wünschbar sein, ein Zangenaggregat ohne Zusatzzange zu verwenden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, das eingangs angegebene Zangenaggregat so auszubilden, dass es ohne wesentlichen Nachteil wahlweise mit einer Zusatzzange oder ohne Zusatzzange verwendet werden kann.
Natürlich ist es bei einem Zangenaggregat, das eine Zusatzzange enthält, problemlos möglich, die Zusatzzange gewünschtenfalls einfach auszubauen. Wenn man das jedoch bei bekannten Zangenaggregaten macht, dann wird die Qualität des gekämmten Materials übermässig verschlechtert. Der Grund hierfür scheint darin zu liegen, dass wegen des Platzbedarfs für die Zusatzzange der Abstand vom vorderen Rand der Unterzangenplatte zum Speisezylinder relativ gross sein muss. Wenn ohne Zusatzzange gearbeitet wird, ist daher im Betrieb der Kämmaschine während des Abreissens der Abstand von den Abreisszylindern zu der Stelle im Zangenaggregat, wo die zu kämmende Watte gehalten wird, nämlich unter dem Speisezylinder, zu gross.
Um diesen Nachteil vermeiden zu können, ist das erfindungsgemässe Zangenaggregat, mit dem die gestellte Aufgabe gelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterzangenrahmen Lagermittel aufweist zum Lagern des Speisezylinders wahlweise in jeweils einer von zwei Stellungen.
Die eine dieser Stellungen kann eine hintere Endstellung sein, die so gewählt ist, dass eine Zusatzzange vor dem Speisezylinder Platz findet, wenn dieser in der hinteren Endstellung ist. Die andere Stellung kann eine vordere Stellung sein, in der der Abstand vom vorderen Rand einer vom Unterzangenrahmen getragenen Unterzangenplatte zum Speisezylinder kleiner ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt durch Teile eines Kämmkopfes einer Kämmaschine,
Fig. 2 einen ähnlichen Vertikalschnitt wie Fig. 1 bei anderer Stellung der Teile,
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht des Unterzangenrahmens des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Zangenaggregates,
Fig. 4 den gleichen Unterzangenrahmen wie Fig. 3 mit anders eingesetztem Speisezylinder und die
Fig. 5, 6 und 7 je eine abgewandelte Ausführungsform des Unterzangenrahmens.
Gemäss Fig. 1 enthält ein Kämmkopf einer Kämmaschine eine Rundkammwelle 1, eine Zangenwelle 2 und Abreisszylinder 3 und 4, die alle in einem nicht dargestellten Maschinengestell drehbar gelagert sind. Die Zangenwelle 2 trägt Zangenarme 5, an denen das hintere Ende eines Unterzangenrahmens 6 angelenkt ist. Das vordere Ende des Unterzangenrahmens 6 ist an Vorderstützen 7 angelenkt, die um die Achse der Rundkammwelle 1 schwenkbar sind. Der Unterzangenrahmen 6 ist Teil eines Zangenaggregates, zu dem auch eine Oberzange mit Oberzangenarmen 8 und einer von diesem getragenen Oberzangenplatte 9 gehört. Die Oberzangenarme 8 sind mit dem Unterzangenrahmen 6 um eine Achse 10 schwenkbar verbunden.
Im Unterzangenrahmen 6 ist ein intermittierend drehbarer Speisezylinder 11 gelagert, mit dem ein Speisemuldenblech 12 zusammenwirkt. Ferner enthält das Zangenaggregat eine Zusatzzange mit einer Watteniederhalteleiste 13, die von zweiarmigen Hebeln 14 getragen ist. Die Hebel 14 sind mit dem Unterzangenrahmen 6 schwenkbar verbunden, im Ausführungsbeispiel sind sie um die Achse des Speisezylinders 11 schwenkbar. An den hinteren Armen der Hebel 14 sind Lenker 15 angelenkt, die mit den Oberzangenarmen 8 schwenkbar verbunden sind.
Im Betrieb der Kämmaschine wird der Unterzangenrahmen 6 durch die Zangenarme 5 zwischen der in Fig. 1 gezeigten zurückgezogenen Stellung und der in Fig. 2 gezeigten vorgeschobenen Stellung hin- und herbewegt. In der zurückgezogenen Stellung gemäss Fig. 1 ist die Oberzange 8, 9 geschlossen. Ein Faserbart von einer zu kämmenden Watte (nicht dargestellt), die durch den intermittierend drehenden Speisezylinder 11 vorgeschoben wird, ist zwischen dem unteren Rand der Oberzangenplatte 9 und dem vorderen Rand einer vom Unterzangenrahmen 6 getragenen Unterzangenplatte
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16 festgeklemmt und wird von einem mit der Rundkammwelle 1 drehenden Rundkammsegment 17 ausgekämmt.
Danach wird der Unterzangenrahmen 6 in die vorgeschobene Stellung gemäss Fig. 2 bewegt. Dabei öffnet die Oberzange 8, 9, und über die Lenker 15 und die Hebel 14 wird die Watteniederhalteleiste 13 nach unten gesenkt, so dass sie die (nicht dargestellte) Watte kurz hinter dem vorderen Rand der Unterzangenplatte 16 auf die letztere drückt. Der vom Rundkammsegment 17 ausgekämmte Faserbart wird dann von den Abreisszylindern 3, 4 er-fasst, mit dem zuvor gebildeten Kämmaschinenband vereinigt und durch einen nicht dargestellten Fixkamm hindurch von der im Zangenaggregat liegenden Watte abgerissen. Die Zusatzzange mit der Watteniederhalteleiste 13 verhindert dabei in vorteilhafter Weise, dass auch Fasern aus der Watte herausgerissen werden, die noch nicht ausgekämmt worden sind.
Durch die Zusatzzange 13, 14 ist jedoch die Masse des hin- und herbewegten Zangenaggregates vergrössert. Das ist unerwünscht, wenn man die Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen will. In einem solchen Fall kann man die Zusatzzange 13, 14, 15 einfach ausbauen. Ohne die Zusatzzange wäre dann jedoch während des Abreissens der Abstand vom vorderen Rand der Unterzangenplatte 16 zu der Stelle, wo die Watte im Zangenaggregat gehalten ist, nämlich zwischen Speisezylinder 11 und Speisemuldenblech 12, recht gross, weil der Speisezylinder 11 wegen des für die Zusatzzange benötigten Raumes vom vorderen Rand der Unterzangenplatte 16 einen relativ grossen Abstand hat.
Daher weist der Unterzangenrahmen 6 erfin-dungsgemäss Lagermittel auf zum Lagern des Speisezylinders 11 wahlweise jeweils in einer hinteren Stellung, wenn die Zusatzzange 13, 14, 15 eingebaut ist, oder in einer vorderen Stellung, wenn die Zusatzzange ausgebaut ist. In der Ausführungsform gemäss den Fig. 1 bis 4 enthalten diese Lagermittel an beiden Seiten des Unterzangenrahmens 6 jeweils einen Lagerblock 18 (Fig. 3, 4) mit einer Lagerausnehmung 19 zur Aufnahme des am betreffenden Ende des Speisezylinders 11 angeordneten Lagerzapfens 11.1. Die Lagerausnehmung 19 liegt ausserhalb der Mitte der Länge des Lagerblocks 18, und der Lagerblock kann in zwei bezüglich einander um 180° um eine etwa vertikale Achse verdrehten Stellungen in den Unterzangenrahmen 6 eingesetzt und darin fixiert werden. In Fig. 3 ist der Lagerblock 18 in einer ersten dieser beiden Stellungen eingesetzt, und der Speisezylinder 11 ist in seiner hinteren Stellung, wie auch in den Fig. 1 und 2 gezeigt, so dass die Zusatzzange 13, 14, 15 eingebaut sein kann. Wenn die Zusatzzange ausgebaut ist, wird der Lagerblock 18 wie in Fig. 4 dargestellt in seiner anderen Stellung in den Unterzangenrahmen 6 eingesetzt, der Speisezylinder 11 ist dann in seiner vorderen Stellung.
Wenn der Speisezylinder 11 in der vorderen Stellung gemäss Fig. 4 ist, muss auch das Speisemuldenblech 12 nach vorn verschoben werden. Das Speisemuldenblech 12 kann am Unterzangenrahmen 6 beispielsweise mit Schrauben 20 befestigt sein, die sich durch Langlöcher im Speisemuldenblech 12 erstrecken.
Zweckmässig kann an jeder Seite des Unterzangenrahmens 6 je ein Antriebszahnrad 21 gelagert sein, welches so angeordnet ist, dass es in beiden Stellungen des Speisezylinders 11 mit einem auf dem betreffenden Ende des Speisezylinders 11 angeordneten Zahnrad 22 kämmt. Die Antriebszahnräder 21 können den Speisezylinder 11 sowohl dann drehen, wenn er in seiner hinteren Stellung (Fig. 3) ist, als auch dann, wenn er in seiner vorderen Stellung ist.
Die Lagermittel zum Lagern des Speisezylinders 11 wahlweise in einer von zwei Stellungen können natürlich auch anders ausgebildet sein als die vorstehend anhand der Fig. 3 und 4 beschriebenen.
Beispielsweise können die Lagermittel wie in Fig. 5 gezeigt an beiden Seiten des Unterzangenrahmens 6 je zwei hintereinander im Unterzangenrahmen selbst ausgebildete Lagerausnehmungen 23 und 24 enthalten. Wenn die Lagerzapfen 11.1 des Speisezylinders 11 wie dargestellt in die hinteren Lagerausnehmungen 23 eingesetzt sind, dann ist der Speisezylinder in seiner hinteren Stellung. Wenn die Lagerzapfen 11.1 in den vorderen Lagerausnehmungen 24 aufgenommen sind, dann ist der Speisezylinder 11 in seiner vorderen Stellung.
Gemäss Fig. 6 enthalten die Lagermittel an beiden Seiten des Unterzangenrahmens 6 jeweils einen Lagerblock 25 mit zwei Lagerausnehmungen
26 und 27. Die hintere Lagerausnehmung 26 ist nach oben offen und nimmt den am betreffenden Ende des Speisezylinders 11 angeordneten Lagerzapfen 11.1 auf. Der Speisezylinder 11 ist in seiner hinteren Stellung. Die vordere Lagerausnehmung
27 ist nach unten offen. Der Lagerblock 25 kann um 180° um eine etwa horizontale, zur Längsrichtung des Unterzangenrahmens 6 parallele Achse gedreht in den Unterzangenrahmen eingesetzt und darin fixiert werden. Dann ist die vordere Lagerausnehmung 27 nach oben offen und nimmt den Lagerzapfen 11.1 auf, womit der Speisezylinder 11 in seiner vorderen Stellung ist.
Bei grösserer Höhe des Lagerblockes 25 könnten die nach oben bzw. nach unten offenen Lagerausnehmungen 26 und 27 auch übereinander im hinteren Teil des Blockes liegen. Ein solcher Block könnte dann um 180° um eine horizontale, zum Speisezylinder 11 parallele Achse gedreht in den Unterzangenrahmen eingesetzt werden, damit beide Lagerausnehmungen in den vorderen Teil des Blok-kes zu liegen kommen.
Gemäss Fig. 7 enthalten die Lagermittel an beiden Seiten des Unterzangenrahmens 6 jeweils einen Lagerblock 28 mit einer Lagerausnehmung 29, die den am betreffenden Ende des Speisezylinders 11 angeordneten Lagerzapfen 11.1 aufnimmt. Der Lagerblock 28 ist in einer Führungsausnehmung 30 im Unterzangenrahmen 6 verschiebbar und darin in der dargestellten hinteren Endstellung sowie in einer vorderen Endstellung fixierbar. In dieser Ausführungsform kann das Speisemuldenblech 12 mit Schrauben 31 an einer Leiste 32 befestigt sein, welche die beiden verschiebbaren Lagerblöcke 28 miteinander verbindet. Die Lagerblöcke 28 und die
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Leiste 32 mit dem daran befestigten Speisemuldenblech 12 können dann gemeinsam zwischen der hinteren und der vorderen Endstellung verschoben werden; das Speisemuldenblech 12 muss nicht wie in den anderen Ausführungsformen separat verstellt werden, wenn der Speisezylinder 11 aus der hinteren in die vordere Stellung (oder umgekehrt) verbracht wird.
Claims (7)
1. Zangenaggregat für eine Kämmaschine, mit einem Unterzangenrahmen (6), in welchem ein Speisezylinder (11) gelagert ist, und mit einer bezüglich des Unterzangenrahmens (6) schwenkbaren Oberzange (8, 9), dadurch gekennzeichnet, dass der Unterzangenrahmen (6) Lagermittel (18; 23, 24; 25; 28) aufweist zum Lagern des Speisezylinders (11) wahlweise in jeweils einer von zwei Stellungen.
2. Zangenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagermittel (18; 25; 28) an beiden Seiten des Unterzangenrahmens (6) je einen Lagerblock enthalten, der am Unterzangenrahmen (6) in zwei verschiedenen Stellungen fixierbar ist und der wenigstens eine Lagerausnehmung (19; 26, 27; 29) für den Speisezylinder (11) enthält.
3. Zangenaggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerblöcke (18; 25) je in zwei zueinander um 180° verdrehten Stellungen am Unterzangenrahmen (6) fixierbar sind.
4. Zangenaggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerblöcke (28) bezüglich des Unterzangenrahmens (6) je zwischen einer vorderen und einer hinteren Endstellung hin- und herbewegbar sind und in beiden Endstellungen am Unterzangenrahmen fixierbar sind.
5. Zangenaggregat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet dass die beiden Lagerblöcke (28) miteinander durch eine Leiste (32) verbunden sind, an welcher ein mit dem Speisezylinder (11 ) zusammenwirkendes Speisemuldenblech (12) befestigt ist.
6. Zangenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Speisezylinder (11) zusammenwirkendes Speisemuldenblech (12) bezüglich des Unterzangenrahmens (6) zwischen einer vorderen und einer hinteren Endstellung hin- und herbewegbar ist und in beiden Endstellungen am Unterzangenrahmen fixierbar ist.
7. Zangenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Seite des Unterzangenrahmens (6) je ein Antriebszahnrad (21) gelagert ist, welches so angeordnet ist, dass es in beiden Stellungen des Speisezylinders (11) mit einem auf dem betreffenden Ende des Speisezylinders angeordneten Zahnrad (22) gkämmt.
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