CH685580A5 - Vorrichtung zum Kopieren von transparenten Bildvorlagen. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kopieren von transparenten Bildvorlagen auf lichtempfindliches Material nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei fotografischen Aufnahmen, die in einzelnen Bereichen grosse Helligkeitsunterschiede beinhalten, sind oftmals die erstellten Kopien in den hellen Bereichen überbelichtet oder aber in den dunkleren Bereichen unterbelichtet. Dadurch werden Einzelheiten oder feinere Strukturen auf dem Papierbild sehr schlecht oder gar nicht mehr erkennbar wiedergegeben.
In der DE-PS 2 820 965 ist eine Kopiervorrichtung beschrieben, in der zwischen der Lichtquelle und dem fotografischen Film ein Flüssigkristalldisplay angebracht ist. Über eine elektrische Ansteue-rung wird auf diesem Display eins Schwarzweiss-Negativmaske des Originals erzeugt. Wird nun die Papierbelichtung durch die Maske und das Original durchgeführt, so ergibt sich dadurch eine erwünschte Dichtekompression. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass bei den so hergestellten Papierbildern Farbfehler auftreten.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Maskieren von Bildvorlagen so auszubilden, dass diese Farbfehler vermieden werden.
Gelöst wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Mit dieser Vorrichtung lässt sich eine Abhängigkeit der Färbung des Papierabzuges von der Maskierungsstärke vermeiden.
Diese «Farbneutralität» der Beleuchtungseinrichtung bedeutet nicht, dass das Kopierlicht keine Färbung aufweisen darf, sondern dass sich diese Färbung trotz unterschiedlicher Helligkeit von Bereich zu Bereich nicht verändern darf. Das Kopierlicht muss folglich bei unterschiedlichen Maskierungsstärken die gleiche Färbung aufweisen, wobei sich dies nicht auf den sichtbaren Spektralbereich, sondern auf den Wellenlängenbereich bezieht, der der spektralen Empfindlichkeit des Fotopapiers entspricht. Würde sich die Färbung bei unterschiedlichen Maskierungsstärken ändern, spricht man auch von einem Farbkippen der Maske.
Es ist notwendig, dass sich die Farbneutralität der Maske nicht auf das visuelle Spektrum, sondern auf die Wellenlängenbereiche bezieht, in denen das Papier seine wesentliche Empfindlichkeit hat. Unterschiede gibt es hier vor allem im roten Spektralbereich. Während das Empfindlichkeitsmaximum von Fotopapier normalerweise bei einer Wellenlänge von mehr als 700 nm liegt, weist das menschliche Auge bei dieser Wellenlänge nur eine sehr geringe Empfindlichkeit auf.
Die Beleuchtungseinrichtung, mit deren Hilfe die Bildvorlage ausgeleuchtet wird, ist in einem ersten Ausführungsbeispiel so ausgeführt, dass sie lediglich eine LED-Matrix aufweist. Die einzelnen LED-Elemente können unabhängig voneinander angesteuert werden, so dass die eigentliche Lichtquelle gleichzeitig als Maske dient.
In einer anderen Ausführungsform wird eine herkömmliche Lichtquelle, beispielsweise mit Lampe, Filteranordnung und Spiegeischacht, und eine LCD-Matrix verwendet.
Soll sowohl bei der Verwendung einer LED-Matrix als auch einer LCD-Matrix verhindert werden, dass die einzelnen Bereiche auf dem Papierbild sichtbar werden, werden sie entweder über ein Objektiv unscharf in der Papierebene abgebildet und/ oder es wird zwischen der Beleuchtungseinrichtung und der Bildvorlage eine Glättungsmattscheibe vorgesehen, so dass die Grenzen der Bereiche auf dem Papier nicht zu erkennen sind.
Sollen die lokalen Bereiche einer LCD-Matrix direkt in ihrem Grauwert verändert werden, lassen sich bevorzugt sog. Guest-Host-Zellen verwenden. Bei diesen Farbstoff-Flüssigkeitskristallen lässt sich durch gezielte Farbstoffeinlagerungen eine praktisch farbneutrale Helligkeitsänderung in den wichtigen Spektralbereichen erzielen.
Sowohl bei der Verwendung einer LED-Matrix als auch bei der Verwendung eines Guest Host Liquid Crystal Displays (im folgenden als Guest-Host-LCDs bezeichnet) ist es besonders vorteilhaft, wenn alle lokalen Bereiche über eigene Steuerleitungen verfügen und somit über eine Steuerelektronik direkt einzeln angesteuert werden können. Es kann eine Wechselspannungsquelle vorgesehen sein, um die Helligkeit der einzelnen Bereiche über die angelegte Wechselspannung zu steuern. Zur Steuerung der Wechselspannung muss für jeden Bereich ein eigener Verstärker vorgesehen werden. Ist eine hohe Auflösung der Beleuchtungseinrichtung mit in etwa 1000 bis 2000 einzelnen Bereichen gefordert, so lässt sich ein integrierter Schaltkreis verwenden, der normalerweise zur Steuerung von TFT-Displays verwendet wird. Da diese Bausteine jedoch keine hohen Spannungen abgeben können, diese Spannungen aber benötigt werden, um grosse Leuchtstärken und dadurch kurze Belichtungszeiten zu erzielen, ist es sinnvoller, Spannungsquellen mit pulsierendem Gleichstrom zu verwenden. Die Helligkeitsänderung der Bereiche wird jeweils durch die Änderung des Effektivwertes der Spannung erreicht. Dieser Effektivwert lässt sich beispielsweise ändern, indem die Kurvenform der Spannung beeinflusst wird oder aber, indem man die Anzahl der durchgeschalteten Impulse regelt. Dies lässt sich so verwirklichen, dass jedem Bereich ein Umschalter zugeordnet wird, über den entweder eine Gleichspannungsquelle oder ein Vergleichspotential auf den Bereich geschaltet wird und dass ein gemeinsamer Umschalter für alle Bereiche vorgesehen ist, über den die Gleichspannungsquelle oder das Vergleichspotential gleichzeitig auf alle Bereiche aufgeschaltet wird. Wird nun der gemeinsame Umschalter mit einer Frequenz im kHz-Bereich - vorzugsweise zwischen 1 und 100 kHz - geschaltet, so kann ein lokaler Bereich aktiviert werden, wenn der ihm zugeordnete Umschalter jeweils in Gegenphase zu dem gemeinsamen Umschalter geschaltet wird. Wird er in Gleichphase geschaltet, so wird der jeweilige Bereich deaktiviert. Die Helligkeit kann nun so geregelt werden, dass während einer festgelegten Periodendauer der dem Bereich zugeordnete Umschalter eine bestimmte Anzahl an Schaltvor5
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gängen in Gegenphase und eine bestimmte Anzahl phasengleich mit dem gemeinsamen Umschalter durchführt. Auf diese Art lässt sich über die Grösse von aufgeschalteten Pulspaketen der Effektivwert der Spannung regeln.
Es besteht nun ein gewisser Widerspruch darin, dass die Schaltfrequenz des gemeinsamen Umschalters möglichst niedrig gehalten werden soll, um beispielsweise eine Guest-Host-Zelle trotz hoher Leitungswiderstände zwischen der Spannungsquelle und der Zelle mit hoher Spannung (grosse Transparenz) versorgen zu können; andererseits ist eine hohe Frequenz notwendig, um genügend unterschiedliche Transparenzstufen erzeugen zu können. Dies resultiert insbesondere aus der nichtlinearen Spannungs-Transparenzkurve heutiger LCDs. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird daher die Schaltfrequenz der Umschalter periodisch geändert. Jede Periode beginnt mit einer hohen und endet mit einer niedrigen Frequenz. Die Breite der erzeugten Impulse nimmt folglich mit der Periodendauer zu. Ebenso lässt sich die Spannung so steuern, dass auch sie während der Periode verändert wird. Auf diese Weise kann ein Spannungsverlauf erzeugt werden, der in jeder Steuerperiode lediglich so viele Impulse aufweist, wie Transparenzstufen benötigt werden, und trotzdem der nichtlinearen Transparenzkurve der LCDs sehr gut angepasst ist.
Während der gemeinsame Umschalter bei einer grossen Anzahl von lokalen Bereichen diskret aufgebaut sein kann, lassen sich die den einzelnen Bereichen zugeordneten Umschalter mit einem handelsüblichen integrierten Schaltkreis realisieren. Um lange Leitungswege und eine grosse Anzahl von Steuerleitungen von einer Steuerelektronik zu dem Display zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die integrierten Schaltkreise direkt auf der Matrix zu befestigen.
Um nun eine farbneutrale Hell/Dunkel-Änderung der lokalen Bereiche der Beleuchtungseinrichtung auf andere Weise zu gewährleisten, können diese Bereiche in mehrere Bereichselemente unterteilt werden. Diese Bereichselemente sind nur in den Zustand «hell» oder «dunkel» schaltbar. Das bedeutet, dass ein auf «dunkel» geschaltetes Bereichselement praktisch kein Licht der als bedeutend eingestuften Wellenlängen passieren lassen darf. Auf diese Weise können für jeden Bereich durch die Kombination von aktivierten und nicht aktivierten Bereichselementen verschiedene Graustufen erreicht werden, ohne dass dabei ein Farbkippen auftritt. Für diese Anwendung werden bevorzugt ferroelektrische Flüssigkristalle verwendet.
Ferroelektrische Flüssigkristalle zeigen ein bistabiles Verhalten. Das bedeutet, dass jede Zelle vor jedem Kopiervorgang nur einmal angesteuert werden muss, um sie in den benötigten Zustand zu versetzen. Diesen hält sie dann bis zur nächsten Ansteuerung. Durch dieses Verhalten wird eine einfache Matrixsteuerung des Displays möglich.
Um jeden Bereich mit einer ausreichend feinen Helligkeitsabstufung steuern zu können, weist jeder der einzelnen Bereiche sechs unterschiedliche Bereichselemente auf. Wenn die Bereichselemente so dimensioniert sind, dass weder die Fläche eines
Elements aus der Summe mehrerer Flächen anderer Elemente gebildet werden kann noch die Summe mehrerer Flächen gleich der Summe anderer Flächen ist, lässt sich bei der Verwendung sechs unterschiedlicher Bereichselemente eine Abstufung mit vierundsechzig Einzelstufen erreichen. Um eine regelmässige Abstufung zu erhalten, müssen sich die Flächen wie 1:2:4:8:16:32 verhalten. Wird beispielsweise bei grosser Helligkeit eine feinere Abstufung als bei geringer Helligkeit benötigt oder umgekehrt, so lässt sich das angegebene Verhältnis selbstverständlich entsprechend abändern.
Will man mit weniger Bereichselementen pro Bereich auskommen, so lässt sich die Anzahl der Abstufungen auch über eine Zeitschaltung erhöhen. Weist ein Bereich beispielsweise nur zwei Bereichselemente auf - wäre also nur in vier Stufen zu schalten - so Hessen sich die Stufen mit einer Steuerung erhöhen, die es ermöglicht, während der Kopierbelichtung nochmals einen Schaltvorgang durchzuführen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen im Zusammenhang mit der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das anhand der Zeichnung eingehend erläutert wird.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Kopiergerät, Fig. 2 einen Ausschnitt aus einem LCD-Display mit Einzelansteuerung der Bereiche in Aufsicht,
Fig. 3 einen Schaltplan für die Aktivierung und Deaktivierung eines Bereichs,
Fig. 4 eine Realisierung der Schaltung mit integrierten Schaltkreisen,
Fig. 5 an eine nichtlineare Transparenzkurve an-gepasste Steuerperioden,
Fig. 6 eine Anordnung zur automatischen Überwachung des Dichteverlaufs in einem LCD-Display gemäss Fig. 2 in Grundriss und Seitenansicht und
Fig. 7 einen der lokalen Bereiche eines LCD-Displays mit sechs einzelnen Bereichselementen.
Das in Fig. 1 dargestellte Kopiergerät weist eine Beleuchtungseinrichtung 1, bestehend aus einer Lichtquelle 2, einem Spiegelschacht 3, einer Streuscheibe 4, einer LCD-Matrix 5 und einer Glättungs-mattscheibe 6 auf. Anstatt der LCD-Matrix 5 kann auch eine LED-Matrix vorgesehen sein, die sowohl die Lichtquelle 2 als auch den Spiegelschacht 3 und die Streuscheibe 4 überflüssig macht.
Weiterhin ist eine Filmbühne 7 für den Film 8 mit dem Einzelbild 9 und ein Abbildungsobjektiv 10 vorgesehen, welches das Bild auf das Papier 13 projiziert. Das Papier wird durch die Papierbühne 12 während der Belichtung plan gehalten. In einer hier nicht gezeigten, in Transportrichtung vor der Kopierstation liegenden Scanstation wird das Negativ erst ausgemessen, und die ermittelten Dichtewerte werden an den Rechner 11 übermittelt. Dort werden die Scanwerte in eine unscharfe Maske umgeformt und die Steuersignale für die LCD-Matrix ermittelt. Die LCD-Matrix 5 wird über die Leitungen 43 vom Rechner 11 dann entsprechend angesteuert.
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Als besonders geeignet für die Maskengenerie-rung haben sich sog. Guest-Host-LCDs erwiesen. Bei diesen LCDs kann der Grauwert bzw. die Transparenz spannungsabhängig gesteuert werden. Sie weisen ausserdem eine hohe Temperaturstabilität auf und sowohl die Transparenz als auch die Farbneutralität sind nur in geringem Masse vom Betrachtungswinkel abhängig. Um ein Guest-Host-LCD mit diesen Vorteilen verwenden zu können, wird jedoch eine Einzelansteuerung jeder Zelle benötigt. Eine Ausschnittsvergrösserung eines Guest-Host-LCDs ist in Fig. 2 dargestellt. Die einzelnen Zellen 20 weisen jeweils einen Eingang 30 auf. Als Ausgang dient eine leitende Platte 23, die allen Zellen 20 gemeinsam zugeordnet ist. Mit der Platte 23 ist die allen Zellen gemeinsame zweite Steuerleitung 32 verbunden. Die Steuerleitungen 30 verlaufen als Leiterbündel 24 zwischen den einzelnen Zellen 20. Urn die Anzahl der Leitungen pro Leiterbündel so klein wie möglich zu halten, sind die Leitungen links und rechts der Mitte 25 des LCDs jeweils zu unabhängigen Bündeln zu-sammengefasst.
Um galvanische Prozesse in den einzelnen Zellen zu vermeiden, muss die Zelle mit einer Wechselspannung beaufschlagt werden. Die Transparenz der Zelle lässt sich dann durch den Effektivwert der Wechselspannung steuern. Da eine analoge Verstärkung der Wechselspannung für jede einzelne Zelle des Displays äusserst aufwendig wäre, wird die Effektivspannung über die Anzahl der durchgeschalteten Impulse geregelt. Ein besonders einfaches Beispiel zur Realisierung dieser Schaltung ist in Fig. 3 gezeigt. Eine erste Steuerleitung 30 der Zelle 20 ist mit dem Umschalter 33 verbunden, der die Zelle entweder mit einer Gleichstromversorgungsspannung 31 oder mit einem Bezugspotential 34 verbindet. Die zweite Steuerleitung 32 für alle Zellen ist mit einem gemeinsamen Umschalter 35 verbunden. Auch dieser Umschalter 35 verbindet die Zelle entweder mit der Gleichstromquelle 31 oder dem Bezugspotential 34. Die Schalter werden mit einer vorherbestimmten Frequenz, beispielsweise 40 kHz, von ihrer durchgezogenen in ihre gestrichelte Stellung umgeschaltet. An der ersten Steuerleitung 30 liegt dadurch ein Rechteck-Gleichspan-nungssignal mit dem Kurvenverlauf A an, während an der zweiten Steuerleitung 32 ein Signal mit dem Verlauf nach der Kurve B anliegt. Durch die Richtungsumkehr der Spannung bei jedem Schaltvorgang verläuft die an der Zelle 20 anliegende Spannung gemäss der Kurve C. Fig. 3a zeigt nun die Schaltung in einem Zustand, in dem Wechselspannungsimpulse an die Zelle 20 durchgeschaltet werden, während die Zelle der in Fig. 3b gezeigten Schaltung mit keinen Impulsen beaufschlagt wird.
Geht man davon aus, dass für die Maskierung eine Transparenzabstufung von ca. 50 Dichtestufen der Zelle ausreichend ist und die Zelle sich linear verhält, so wird eine Steuerperiode über 50 Einzelimpulse festgelegt. Die Steuerung der Effektivspannung und damit der Dichtestufe der Zelle erfolgt dann über die Anzahl der durchgeschalteten Impulse pro Steuerperiode. Dazu muss lediglich der Schalter 33 gesteuert werden, während der Schalter 35 kontinuierlich mit der vorherbestimmten Frequenz schaltet.
Fig. 4 zeigt ein Display 40 mit den Einzeizellen 20. Der für alle Zellen 20 gemeinsame Umschalter 35 ist diskret aufgebaut und schaltet die zweite Steuerleitung 32 entweder auf die Versorgungsspannung 31 oder das Bezugspotential 34. Die Schalter 33 für jede Zelle 20 sind in den integrierten Schaltkreisen 41 realisiert und über die Ausgänge 42 mit den ersten Steuerleitungen 30 verbunden. Auch die ICs 41 sind mit der Versorgungsspannung 31 und dem Bezugspotential 34 verbunden. Über die Leitungen 43 steht das Display mit dem in Fig. 1 angedeuteten Rechner 11 in Verbindung.
Befinden sich die integrierten Schaltkreise auf einer eigenen Leiterplatte, so müssen sämtliche Ausgänge der ICs über flexible Elemente mit dem Display kontaktiert werden. Bevorzugt werden daher die ICs direkt auf dem Display befestigt. Auf diese Weise wird nur eine geringe Anzahl Steuerleitungen zwischen dem Display und dem Rechner benötigt.
Fig. 5a zeigt eine nichtlineare Transparenzkurve einer Guest-Host-Zelle. Um die gleichmässige Transparenzabstufung Ti bis T4 erzeugen zu können, muss die Zelle mit den Spannungen Vi bis V4 versorgt werden. Die benötigte Spannung wird dadurch erzeugt, dass in jeder Steuerperiode 47 nur eine bestimmte Anzahl von Impulsen durchgeschaltet wird. Bei dem in Fig. 5a gezeigten Beispiel muss jede Steuerperiode wenigstens in 15 Impulse zerlegt werden, um eine annähernd gleichmässige Abstufung in 4 Transparenzstufen zu erzielen. Besonders bei der Spannung V3 lässt sich erkennen, dass sie sich nicht durch eine ganze Impulszahl realisieren lässt und somit für eine genauere Abstufung eine noch höhere Impulsfrequenz notwendig wäre.
Fig. 5b zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel. Hier wird in jeder Steuerperiode 47 nicht nur die Impulsbreite, sondern auch die Amplitude variiert. Damit ist eine Anpassung an praktisch jede Transparenzkurve möglich, obwohl die Zahl der Impulse nicht höher als die Zahl der Transparenzstufen ist. Die Darstellung zeigt jeweils den Zeitpunkt, zu dem in jeder Steuerperiode keine weiteren Impulse an die Zelle geschaltet werden, um die Transparenzstufen Ti bis T4 zu erreichen.
In den Fig. 6a und 6b ist - ausgehend von dem Kopiergerät gemäss Fig. 1 - eine Anordnung dargestellt zur Überwachung des Dichteverlaufs der LCD 5 gemäss Fig. 1. Hierzu ist ausserhalb des Querschnitts des Mischschachtes 3, jedoch im Einflussbereich der Lichtquelle 2, ein zusätzliches Testpixel 5a in der LCD vorgesehen. Dieses Pixel ist von einer zusätzlichen Blende umgeben, so dass ein darüber angeordneter Fotosensor 48 nur das Licht empfangen kann, das durch das zusätzliche Testpixel 5a hindurchgetreten ist. Die Durchlässigkeit des Pixels 5a wird in gleicher Weise wie die Durchlässigkeit der Pixel innerhalb des Mischschachtes über dieselben Steuereinrichtungen gesteuert. Auf diese Weise ist es möglich, mit der ständigen Bestrahlung durch die Lichtquelle 2 jeweils zu dem Ansteuerstrom die Durchlässigkeit
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des Pixels 5a durch den Fotosensor 48 zu prüfen. Fällt der gemessene Lichtwert aus dem Toleranzrahmen, wird ein entsprechendes Warnsignal von dem Gerät an die Bedienungsperson gegeben.
Darüber hinaus ist in grösseren Zeitabständen eine Prüfung der Gleichförmigkeit der Durchlässigkeit der LCD möglich. Hierzu ist ein dem Fotosensor 48 entsprechendes Bauteil auf einer in X- und Y-Richtung verschiebbaren Einrichtung angeordnet, das alle Pixel des LCD nacheinander abfährt und jeweils die ein Mass für die Durchlässigkeit liefernden Helligkeitswerte des Fotosensors 48 misst. Für aus dem Toleranzrahmen fallende Werte kann eine automatische Nachjustierung der Spannungswerte im Ansteuerstromkreis vorgenommen werden. Dies erlaubt also eine genaue Justierung des LCD in der Weise, dass z.B. in gewissen Zeitabständen die Gleichmässigkeit der Durchlässigkeit überprüft und bei Abweichungen wieder hergestellt werden kann.
In einem anderen Ausführungsbeispiel ist zur Maskenbildung ein ferroelektrisches LCD vorgesehen. Die Matrix ist in eine Vielzahl von einzelnen lokalen Bereichen 50 (Fig. 7) aufgeteilt. Jeder dieser Bereiche 50 ist nochmals in sechs einzeln ansteuerbare Bereichselemente unterteilt. Die Bereichselemente a, b, c, d, e und f werden vom Rechner 11 einmal vor jedem Kopiervorgang angesteuert und entweder auf grösste oder auf geringste Transparenz geschaltet. Durch die möglichen Kombinationen der einzelnen Bereichselemente lassen sich dabei vierundsechzig Transparenzstufen des gesamten Bereiches 50 erreichen. Da sich die Bereichselemente a, b, c, d, e und f wie 1:2:4:8:16:32 verhalten ergibt sich eine Einteilung in gleich grosse Stufen.
Werden noch mehr Stufen benötigt, so lässt sich die Zeit als zusätzlicher Variationsfaktor integrieren. Dies bedeutet allerdings, dass während des Kopiervorganges ein- oder mehrmals geschaltet werden muss. Bei nur einem zusätzlichen Schaltvorgang während des Kopierens lässt sich die Abstufung nochmals auf 128 Stufen verdoppeln. Wird eine geringere Anzahl von Stufen benötigt, kann auch die Anzahl der Bereichselemente entsprechend verringert werden.
Claims (28)
1. Vorrichtung zum Kopieren von transparenten Bildvorlagen auf lichtempfindliches Material, mit einem Halter für das lichtempfindliche Material, einem Halter für die transparenten Bildvorlagen und einer Beleuchtungseinrichtung, die eine Vielzahl von lokalen Bereichen aufweist, deren Helligkeit einzeln steuerbar ist und mit der das lichtempfindliche Material in den Grundfarben Blau, Grün und Rot wenigstens zeitweise gleichzeitig belichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Helligkeit jedes einzelnen lokalen Bereiches (20, 50) in den Spektralbereichen, die der Umgebung der blauen, grünen und roten Empfindlichkeitsmaxima des lichtempfindlichen Materials (13) entsprechen, annähernd um den gleichen Faktor veränderbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Veränderung der jeweiligen
Helligkeitsmittelwerte über die Spektralbereiche von 420-490 nm, von 500-560 nm und von 670-730 nm annähernd gleich ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (1) eine LED-Matrix enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (1) eine Lichtquelle (2) und eine LCD-Matrix (5) enthält.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bereiche (20, 50) über ein Objektiv (10) unscharf in der Positivebene abgebildet werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Beleuchtungseinrichtung (1) und der Bildvorlage (9) eine Glättungs-mattscheibe (6) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass für alle Bereiche (20) eigene Steuerleitungen vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Farbstoff-Flüssigkristallzellen, sog. Guest-Host-LCDs vorhanden sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wechselspannungsquelle oder wenigstens zwei Quellen einer pulsierenden Spannung vorgesehen sind und dass die Helligkeit der einzelnen Bereiche (20) über die an die Steuerleitungen (30, 32) angelegte Spannung gesteuert wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die ein Ändern der Effektivspannung bei gleichbleibender Spitzenspannung ermöglichen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel den Effektivwert der Spannung über die Anzahl der durchgeschalteten Impulse pro Zeiteinheit beeinflussen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bereich eine erste Steuerleitung (30) aufweist, die über einen jedem Bereich (20) zugeordneten Umschalter (33) entweder an einer Versorgungsspannung (31) oder an einem bestimmten Potential (34) anliegt und dass alle Bereiche zweite Steuerleitungen (32) aufweisen, die über einen gemeinsamen Umschalter (35) entweder an der Versorgungsspannung oder dem Potential anliegen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel (11) vorgesehen sind, die den einem Bereich (20) zugeordneten Umschalter (33) im Gegentakt zu dem gemeinsamen Umschalter (35) von der Versorgungsspannung (31) auf das bestimmte Potential (34) schalten, um Impulse an den Bereich durchzuschalten und den zugeordneten Umschalter im Gleichtakt mit dem gemeinsamen Umschalter schalten, um keine weiteren Impulse auf den Bereich zu schalten.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Umschalter (35) mit einer Frequenz von 1 bis 100 kHz schaltet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulsbreite der Impulse innerhalb der Zeiteinheit (47) unterschiedlich ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch ge-
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17. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude der Impulse jeder Zeiteinheit (47) variabel ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum Schalten der Impulse integrierte Schaltkreise (41 ) vorgesehen sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die integrierten Schaltkreise (41 ) auf dem Display (40) befestigt sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Vorlagenbereichs ein LCD-Pixel (5a) vorgesehen ist, das von der Lichtquelle (2) beaufschlagt und von einem Fotosensor (48) überwacht ist, so dass die Durchlässigkeit des Pixels (5a) ständig kalibrierbar ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Durchstrahlungsrichtung hinter der LCD-Matrix (5) ein Fotosensor (48) über alle LCD-Pixel hinweg bewegbar ist und die LCD-An-steuerung so mit dem Fotosensor (48) verbunden ist, dass Unterschiede in der Durchlässigkeit über die Ansteuerung der Pixel ausgeglichen werden.
22. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bereiche (50) mehrere, in zwei Zustände schaltbare Bereichselemente aufweisen und die Helligkeit jedes Bereiches (50) über die Anzahl der hell oder dunkel geschalteten Bereichselemente veränderbar ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass als LCD-Matrix (5) ferroelektrische Flüssigkristalle vorhanden sind.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bereiche (50) mehrere, in zwei Zustände schaltbare Bereichselemente unterschiedlicher Grösse aufweisen und die Helligkeit jedes Bereiches über die Anzahl und Zusammenstellung der Bereichselemente veränderbar ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bereich (50) sechs unterschiedliche Bereichselemente aufweist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereichselemente eines Bereichs (50) so dimensioniert sind, dass sich die Summe der Flächen mehrerer Bereichselemente von der Fläche eines anderen Bereichselementes oder der Summe der Flächen anderer Bereichselemente unterscheidet.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 und Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Flächen der Bereichselemente wie 1:2:4:8:16:32 verhalten.
28. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel vorgesehen sind, die die Helligkeit der einzelnen Bereiche während der Kopierbelichtung verändern.
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