CH686815A5 - Verfahren zur Pflege des Saugsystems einer zahnaerztlichen Absaugeinrichtung. - Google Patents

Verfahren zur Pflege des Saugsystems einer zahnaerztlichen Absaugeinrichtung. Download PDF

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CH686815A5
CH686815A5 CH00865/91A CH86591A CH686815A5 CH 686815 A5 CH686815 A5 CH 686815A5 CH 00865/91 A CH00865/91 A CH 00865/91A CH 86591 A CH86591 A CH 86591A CH 686815 A5 CH686815 A5 CH 686815A5
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CH
Switzerland
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suction
care
care product
hose
maintenance
Prior art date
Application number
CH00865/91A
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English (en)
Inventor
Hartmut Braetsch
Michael Grimm
Helmut Baur
Original Assignee
Kaltenbach & Voigt
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C19/00Dental auxiliary appliances
    • A61C19/002Cleaning devices specially adapted for dental instruments

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

1
CH 686 815 A5
2
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Pflege des Saugsystems, insbesondere des Saugschlauches, einer zahnärztlichen Absaugeinrichtung. Unter «Pflege» ist in diesem Zusammenhang zu verstehen z.B. die Reinigung, Desinfektion, gegebenenfalls Entschäumung und die Zugabe von Duftstoffen.
Bisher wurde zu diesem Zweck ein Konzentrat verwendet, das vor der Anwendung nach Anweisung mit Wasser verdünnt werden musste, um die Gebrauchslösung herzustellen. Das flüssige Mittel wird ohne ausreichende Verweildauer durchgesaugt, so dass nur ein geringer Teil davon zur Wirkung kommen kann. Strömungstechnisch bilden sich in dem Schlauch Rinnsale, die eine gleichmäs-sige Benetzung der Schlauchinnenwand mit Gebrauchslösung verhindern.
Nachteil dieses Verfahrens ist der hohe Zeitaufwand, verbunden mit einer unvorteilhaften Handhabung bei Herstellung der Gebrauchslösung und einer unzureichenden Wirkung, da der Grossteil der Lösung lediglich wirkungslos durchgesaugt wird.
Bei der Einführung eines Amalgam-Abscheide-Systems wurde die Erfahrung gemacht, dass die erforderlichen, derzeit zur Verfügung stehenden Pflegemethoden unbefriedigend waren, was der Betriebssicherheit entgegensteht. Bei einem solchen Abscheidesystem kommt aus Gründen der Funktionssicherheit der Pflege der Absaugeinrichtung eine erhöhte Bedeutung zu. Ursache der unzulänglichen Pflege war die Belastung des damit betrauten Personals mit vielseitigen Arbeiten, so dass für die Pflege die erforderliche Zeit fehlte. Ausserdem wurde eine Abneigung gegen das Arbeiten im schmutzigen Absaugebereich festgestellt.
Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst daher die Aufgabe, ein Verfahren zur Pflege eines solchen Systems anzugeben, das die angegebenen Nachteile vermeidet und durch einfache Handhabung bei geringstem Aufwand an Zeit und Pflegemittel die Akzeptanz durch das Personal sichert und eine optimale Pflege gewährleistet.
Die erzielbaren Vorteile der Erfindung sind: höchste Akzeptanz infolge ergonomischer Verfügbarkeit, einfache Handhabung, technische Zuverlässigkeit, günstiges Verhältnis Preis/Leistung und geringe laufende Kosten, hohe Wirksamkeit, Umweltdienlich-keit, denn der Ausnutzungsgrad des Pflegemittels ist hoch, das Pflegemittel wirkt im Bereich des Absaugsystems und nicht in der Kläranlage, das Pflegemittel haftet an feuchten Verschmutzungen und Ablagerungen, dadurch gezielte Freisetzung der Wirkstoffe, deren gleichmässige Verteilung im gesamten System, verringerte Keimkonzentration im Abluftbereich, optimale Depotwirkung, Endlager des nicht gelösten Pflegemittels ist der Sammelbehälter des Amalgamabscheiders bzw. des Festteilsammlers, Desinfektion des Absauggutes (z.B. Blut, Eiter, Sekrete, Pilze, Bakterien usw.) schon im Saugschlauch, zusätzlich noch im restlichen System, z.B. Sammler, hygienisches Arbeiten für das Personal, z.B. beim Behälterwechsel und Leeren des
Sammlers, ausreichend genaue Dosierung, keine Irrtümer beim Mischen, bessere Handhabung als bei Flüssigkeit, verschüttetes Granulat und Pulver lässt sich aufkehren, Gefahrenminderung: konzentrierte Flüssigkeiten haben sofort ätzende Wirkung, Granulate, Pulver und Gele erst in Verbindung mit Wasser innerhalb des Saugschlauches.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens beispielsweise dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine allgemeine Ansicht eines zahnärztlichen Behandlungsplatzes mit der Absaugeinrichtung,
Fig. 2 eine Darstellung des Ansaugens von Pflegemittel und
Fig. 3 den Ausschnitt III der Schlauchinnenseite aus Fig. 2.
Der zahnärztliche Behandlungsplatz mit dem Patientenstuhl 1 weist gemäss Fig. 1 die übliche Speifontäne 2 und die Saugschläuche 3 mit den Saugkanülen 4 auf.
In Fig. 2 ist wiederum der Saugschlauch mit 3 und die Saugkanüle mit 4 bezeichnet, 5 ist ein Dosiergerät, in dessen löffelartigem Fortsatz 6 die vorgegebene Menge des Pflegemittels zum Absaugen zur Verfügung steht.
Dieses Pflegemittel ist entweder ein vorzugsweise grobkörniges Granulat, ein Pulver oder ein adhäsives Gel. Hierzu sind die verschiedensten Mittel geeignet, vorausgesetzt, sie erfüllen die Erfordernisse des Absorbierens und Neutralisierens sowie der Selbstauflösung.
Fig. 3 zeigt die praktisch erzielbare Verteilung von Körnern 7 eines Granulats z.B. an der Innenwand des Saugschlauches 3 nach dem Ansaugen des Pflegegranulats in das betriebsfeuchte oder zuvor gespülte Saugsystem. Nach dem Anlagern werden die Körner bedarfsgerecht gelöst, die Pflegewirkung freigesetzt.

Claims (4)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Pflege des Saugsystems, insbesondere des Saugschlauches, einer zahnärztlichen Absaugeinrichtung, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) der Saugbereich wird gespült b) in den Saugbereich wird ein Pflegemittel eingeführt,
c) das Pflegemittel verteilt sich im Saugbereich,
d) das Pflegemittel lagert sich an der Innenwand des Systems, z.B. des Schlauches ab,
e) das Pflegemittel reagiert mit den im Absauggut enthaltenen Bestandteilen,
f) das Pflegemittel löst sich selbst auf,
g) die Wirkstoffe zur Pflege werden gezielt und bedarfsgerecht freigesetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflegemittel angesaugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Pflegemittel dosiert zugeführt wird.
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4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines vorzugsweise grobkörnigen Granulats, eines Pulvers oder eines adhäsiven Gels als Pflegemittel.
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CH00865/91A 1990-04-02 1991-03-21 Verfahren zur Pflege des Saugsystems einer zahnaerztlichen Absaugeinrichtung. CH686815A5 (de)

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DE4010615A DE4010615A1 (de) 1990-04-02 1990-04-02 Verfahren zur pflege des saugsystems, (z. b. des saugschlauches) einer zahnaerztlichen absaugeinrichtung

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FR2660188B1 (fr) 1994-02-11
FR2660188A1 (fr) 1991-10-04
ITMI910177V0 (it) 1991-03-06
IT1255006B (it) 1995-10-11
DE4010615A1 (de) 1991-10-17
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DK53791A (da) 1991-10-03
JPH05253253A (ja) 1993-10-05
JPH0755226B2 (ja) 1995-06-14
DE4010615C2 (de) 1992-09-24
ITMI910578A1 (it) 1992-09-06
DK53791D0 (da) 1991-03-25
ATA36691A (de) 1995-02-15
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