CH687185A5 - Rakelbalken. - Google Patents
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Description
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CH 687 185 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Rakelbalken für ein Kurzfarbwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Gemäss DE-OS 3 838 546 sind bei einer Kammerrakel die Rakelblätter in einen Schlitz eingelegt, um eine schnelle Austauschbarkeit zu gewährleisten.
Gemäss DE-OS 2 538 908 ist es bekannt, eine schnell verschleissende Rakel für eine Tiefdruckmaschine federnd anzuordnen. Hierbei wird die Rakel nahezu senkrecht zum Mantel des einzufärbenden Zylinders angestellt.
Diese Lösung kann bei einer Kammerrakel mit einem negativen Anstellwinkel zur Rasterwalze keine Anwendung finden, da sich insbesondere dünne Rakelmesser entsprechend dem Anstelldruck mit ihrer Arbeitskante an die Rastenwalze anlegen bzw. auf Grund der Vorspannung umbiegen und somit den Verschleiss noch erhöhen und die Funktion der Arbeitsrakel in Frage stellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rakelbalken für ein Kurzfarbwerk einer Offset-Rollenrotationsdruckmaschine, deren Rakelblätter, insbesondere die Arbeitsrakel, in einem negativen Anstellwinkel zur Rasterwalze angeordnet sind, zu schaffen, mit dem beim Anstellen an die Rasterwalze ein Verbiegen der Arbeitskante der Rakelblätter vermieden und die Standzeit der Rakelblätter erhöht wird.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Patentanspruches 1 gelöst.
Bei der Anwendung der Erfindung treten insbesondere folgende Vorteile auf: Durch ein Anstellen des Rakelbalkens auf einer Geraden, die parallel zum Anstellwinkel der Rakelblätter an die Rasterwalze verläuft, wird ein Verbiegen insbesondere dünner Rakelblätter auf Grund der Vorspannung vermieden. Infolge des kontinuierlichen Nachstellens der Rakelblätter mittels einer Anstell- und Nachstelleinrichtung wird der Rakelverschleiss vermindert und somit die Standzeit der Rakelblätter erhöht.
Die stirnseitig am Rakelbalken angeordneten Schliessbleche sind federnd gelagert, so dass ein stetiges Anliegen des Schliessbleches an der Oberfläche der Rasterwalze gegeben ist.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Rakelbalken in Ruhestellung, der unter einer Rastenwalze angeordnet ist, mit einer Klemm- und AnStelleinrichtung;
Fig. 2 den Schnitt II-II nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Darstellung gemäss Fig. 1, jedoch wird der Rakelbalken in Arbeitsstellung gezeigt;
Fig. 4 den Schnitt IV—IV nach Fig. 3.
Gemäss Fig. 1 ist ein Querschnitt durch einen Rakelbalken 1 gezeigt mit einer darüber angeordneten Rasterwalze 2, welche sich in Pfeilrichtung A bewegt.
Der Rakelbalken 1 besteht aus einem zweiteiligen Grundkörper 3; 4, der an seiner Unterseite Füsse aufweist mit Transportflächen 6; 7. Der Grundkörper 4 nimmt eine auswechselbare Schliessrakel 8 auf. Der Grundkörper 3 nimmt eine auswechselbare Arbeitsrakel 9 mittels einer Rakel-halterung 11 auf. An den Stirnseiten des Rakelbalkens 1 befinden sich jeweils Schliessbleche 12; 13, von denen jedoch nur das Schliessblech 12 sichtbar ist.
Das Anstellen der Rakelblätter 8; 9 erfolgt in Pfeilrichtung B, wie später noch beschrieben wird, entlang der Querachse 14; 16 der Rakelblätter 8; 9 auf einer Geraden, die unter einem Winkel a von ca. 40" auf die Tangente T im Punkt 17 (siehe Fig. 3) auf der Mantelfläche der Rasterwalze 2 trifft. Es sind üblicherweise in axialer Richtung der Rasterwalze 2 vier Rakelbalken nebeneinander angeordnet. An Stelle einer Rasterwalze kann auch eine andere farbabgebende Walze eingesetzt werden.
Der Rakelbalken 1 weist eine Farbzuführung auf, die über einen flexiblen Schlauch mit einer Farbpumpe und einem Farbbehälter in Verbindung steht (nicht dargestellt). Der Rakelbalken 1 wird von zwei Halterungen 18; 19 aufgenommen, die mit einer gestellfesten Traverse 21 verbunden sind. Es ist nur die Halterung 18 zu sehen. Die Halterungen 18; 19 des Rakelbalkens 1 weisen jeweils eine in axialer Richtung der Rakelbalkenhalterung verlaufende Führungsfläche 22 auf, auf der jeweils zwei quer zur axialen Richtung der Halterungen 8; 19 verlaufende Rippen 23; 24 angeordnet sind. Die Rippen 23; 24 besitzen einen keilförmigen Querschnitt und weisen gleiche Höhe und gleiche Breite b 23, b 24 auf; somit haben sie auch eine gleiche Steigung. Der Steigungswinkel liegt bei ca. 40°.
An der Halterung 18; 19 des Rakelbalkens 1 befindet sich eine Anstell- und Nachstelleinrichtung 26; 27 auf der der Traverse 21 abgewandten Seite. Es ist nur die Einrichtung 26 dargestellt.
Gemäss den Fig. 1 und 3 besteht die Anstell-und Nachstelleinrichtung 26; 27 jeweils aus einem winkelförmigen Körper 28, dessen eines Ende 29 auf einer in axialer Richtung der Halterung 18; 19 angeordneten Passschraube 31 in einer Sacklochbohrung 32 drehbar gelagert ist. Die Passschraube 31 ist von einer Hülse 33 umgeben, deren Aussen-durchmesser dem Innendurchmesser der Sacklochbohrung 32 entspricht. Die Hülse 33 weist eine an ihrem Umfang verlaufende Ringnut 34 auf, in welche das Ende einer Klemmschraube 36 eingreift.
Zwischen dem Kopf 37 der Passschraube 31 und der Stirnseite der Hülse 33 sind Tellerfedern 38 angeordnet. Am anderen Ende 39 des Körpers 28 ist ein pneumatischer oder hydraulischer Arbeitszylinder 41 angeordnet mit einem Kolben 42, einer Kolbenführung 43 und einem in horizontaler Richtung gegen den Grundkörper 3 wirkenden Druckstück 44. Der Arbeitszylinder 41 weist an beiden Enden des Hubraumens Einlässe 46; 47 für das Medium auf. Diese Einlässe 46; 47 stehen beispielsweise mit einem Druckerzeuger und einem ebenfalls bekannten Druckregler in Verbindung (nicht dargestellt), womit ein gleichmässiger, statischer Druck erzeugt ist.
Gemäss den Fig. 2 und 4 wird ein Schnitt mit
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der Darstellung des Schliessbleches 12 gezeigt, das über Stifte 48 mit einem in einem Kanal 49 des Grundkörpers 3 gegen eine Feder 51 drückbaren Bolzen 52 in Pfeilrichtung B federnd gelagert ist. Der Kanal 49 wird durch eine Stellschraube 53 verschlossen.
Die Arbeitsweise ist wie folgt: Soll der Rakelbalken 1 gemäss Fig. 1 entnommen werden, um beispielsweise die Rakelblätter 8; 9 zu ersetzen oder zu säubern, so wird der Körper 28 um die Mittelachse der Passschraube 31 um 90° gedreht, so dass der Körper 28 eine waagerechte Ebene mit der Führungsfläche 22 bildet. Auf dieser Ebene kann der Rakelbalken 1 in Pfeilrichtung D entnommen werden bzw. auf der entstandenen Ebene abgelegt werden, so dass wenig Platz benötigt wird für das Anstellen bzw. Abstellen des Rakelbalkens 1 bzw. für das Hantieren am entnommenen Rakelbalken 1.
Soll nun der Rakelbalken 1 aus der Ruhestellung nach Fig. 1 in die Arbeitsstellung nach Fig. 3 gebracht werden, so wird der Einlass 46 nach Fig. 1 mit Druckmittel beaufschlagt, so dass der Kolben 42 über die Kolbenführung 43 und das Druckstück 44 auf den Grundkörper 3 wirkt, so dass dieser mit seinen Transportflächen 6; 7 auf den Schrägen der Rippen 23; 24 in Pfeilrichtung B bewegt wird, so dass die Rakel 9 im Punkt 17 an der Peripherie des Rakelbalkens 1 gemäss Fig. 3 zum Anliegen kommt.
Der Winkel a zwischen Rakel 9 und der Tangente T der Rastenwalze 2 im Punkt 17 beträgt ca. 40°. Gleiches gilt für die Bewegung der Rakel 8.
Durch das Anstehen eines Druckes auf den Kolben 42 durch den Einlass 46 werden die Rakel 8; 9 parallel zu ihrem Anstellwinkel ständig und gleich-mässig an die Oberfläche der Rasterwalze 2 angedrückt, ohne dass sich die Rakel 8; 9 verbiegen können. Die Federung der Schliessbleche 12; 13 erfolgt in der in Fig. 2 dargestellten Weise.
Zweckmässigerweise ist in einer Bohrung der Halterung 18; 19 ein gegen die Kraft einer Feder 54 in axialer Richtung der Halterung 18 betätigbares Druckstück 56 angeordnet. Dieses Druckstück 56 bekommt bei Betätigung des Rakelbalkens 1 gemäss Fig. 3 Kontakt mit einem Endschalter 57, der über Kontaktfahnen 58 und Anschlusskabel 59 mit einer nicht dargestellten, elektrischen Steuerung in Verbindung steht, welche die Farbpumpe anschaltet, wenn das Druckstück 56 in der Stellung nach Fig. 3 steht.
Unter Füssen mit Transportflächen 6; 7 sind auch Leisten zu verstehen, die sich unterhalb des Rakelbalkens 1 befinden und sich maximal über die gesamte Länge des Rakelbalkens 1 erstrecken.
Claims (6)
1. Rakelbalken für ein Kurzfarbwerk einer Rollenrotationsdruckmaschine, welcher an einer Rasterwalze angeordnet ist und dessen Rakelblätter mit einem negativen Anstellwinkel zur Rasterwalze angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein gleichzeitiges Anstellen und Nachstellen der Rakelblätter (8; 9) an die Mantelfläche der Rasterwalze
(2) auf einer Geraden erfolgt, die in Richtung Querachse (14; 16) der Rakelblätter (8; 9) verläuft, dass stirnseitig am Rakelbalken (1) angeordnete Schliessbleche (12; 13) in einem Grundkörper (3) des Rakelbalkens (1) federnd gelagert sind.
2. Rakelbalken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakelblätter (8; 9) in einem Winkel (a) von 40 bis 60° zur Tangente (T) der Berührungslinie der Arbeitskante der Rakelblätter (8; 9) zur Rasterwalze (2) angeordnet sind.
3. Rakelbalken nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rakelbalken (1) Füsse mit Transportflächen (6; 7) aufweist, die im Querschnitt gesehen, mit keilförmigen Rippen (23; 24) einer Anstell- und Nachstelleinrichtung (26, 27) in Wirkverbindung stehen.
4. Rakelbalken nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliessbleche (12; 13) über Stifte (48; 50) mit in einer Bohrung (49) gegen die Kraft von Federn (51) drückbaren Bolzen (52) gelagert sind.
5. Rakelbalken nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (23; 24) quer zur axialen Richtung einer Halterung (18; 19) angeordnet sind, dass der Querschnitt der Rippen (23; 24) eine gleiche Höhe, eine gleiche Breite (b 23; b 24) und einen gleichen Steigungswinkel aufweist.
6. Rakelbalken nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anstell- und Nachstelleinrichtung (26; 27) aus einem winkelförmigen Körper (28) besteht, dessen erstes Ende (29) auf einer in axialer Richtung der Halterung (18; 19) in einer Sacklochbohrung (32) angeordneten Passschraube (31) drehbar gelagert ist, dessen zweites Ende (39) einen Arbeitszylinder (41) aufnimmt, der an seiner Kolbenführung (43) ein in horizontaler Richtung gegen den Grundkörper (3) wirkendes Druckstück (44) aufweist.
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