CH687391A5 - Geraet zur Extraktion von Fluessigkeiten aus Stoffteilen. - Google Patents
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Description
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CH 687 391 A5
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Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Allgemein gesprochen bezieht sich die Erfindung auf ein Gerät zur Verwendung beim Extrahieren von Flüssigkeit aus Stoff oder anderen Wasser-ab-sorbierenden Teilen und zwar ein Gerät derjenigen Art, bei der eine gelochte Trommel die zu extrahierenden Teile aufnimmt und drehbar in einem Gehäuse gelagert ist, so dass die Flüssigkeit durch die Perforationen bzw. Löcher bei der Drehung der Trommel mit hoher Geschwindigkeit oder dem Extraktionszyklus der Trommel aus den nassen Teilen nach aussen und in das Gehäuse getrieben wird.
Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf Verbesserungen an einem Gerät dieser Art, um Teile, die an der Innenseite der Trommel haften können, zu lösen wenn der Drehzyklus beendet ist, so dass die Teile dann aus der Trommel beseitigt werden können, ohne dass die Bedienungsperson tätig werden muss.
Ein Gerät dieser Art kann eine Zentrifugal-Ex-traktionsvorrichtung sein, bei der Flüssigkeit aus Teilen extrahiert wird, die in einer getrennten Waschmaschine gewaschen sind, oder es kann sich auch um ein kombiniertes Wasch- und Extraktionsgerät handeln. In jedem Falle werden die nassen Teile bei dem Drehzyklus mit solcher Kraft an die Innenseite der Trommel gepresst, dass sie nach Beendigung des Drehzyklus nicht frei abfallen, sondern dass die Teile von einer Bedienungsperson von der Innenseite der Trommel abgehoben oder abgeschält werden müssen.
Es sind daher bereits Vorschläge gemacht worden, um die Haftung der Teile bei Beendigung des Drehzyklus der Trommel aufzuheben, ohne dass die Teile von der Trommelwand abgehoben oder abgeschält werden müssen. So zeigt die DE 2 801 594 ein Gerät dieser Art, bei welchem auf der Innenseite der Trommel ein Vakuum saugt, um die Teile von der Trommelinnenseite zu beseitigen. Die US 3 546 903 sieht eine Düse vor, um einen Wasserstrom auf die Aussenseite der perforierten Trommel zu richten, um die Teile von der Trommelinnenseite fortzudrücken.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Teile mittels auf der Innenseite der Trommel angeordneter Rippen zu lösen, die bei dem Drehzyklus der Trommel im wesentlichen flach sind und bei Beendigung des Drehzyklus expandieren. In diesem Zusammenhang ist auf die US 3 760 950 und die DE 1 961 811 zu verweisen, welche ein Wasch-Extrak-tionsgerät zeigen, bei welchem Rippen in Form von Bälgen angeordnet sind, die über Federn gezogen sind und während des Drehzyklus aufgrund der Zentrifugalkraft zusammengefaltet sind, aber bei Beendigung des Drehzyklus expandieren können, um die Rippen gegen die Teile zu drücken.
Obwohl die Bälge den Rippen eine radiale Ausdehnungsbewegung um ein grösseres Stück gestatten, besteht doch ein erhebliches Risiko, dass die Bälge sich umlegen können oder sich beim Zusammenfallen in den Federn verfangen, und es ist demgemäss die Hauptaufgabe der Erfindung, ein
Gerät dieser Art zu schaffen, bei welchem die als Bälge ausgestalteten Rippen sich zuverlässiger zwischen der zusammengefallenen und der ausgedehnten Stellung bewegen lassen und sicher angeordnet sind.
Durch das offengelegte japanische Gebrauchsmuster Nr. 02-480 79 ist es bekannt, im Innern der Trommel Vorformteile vorzusehen, die von einem elastischen Schlauch bedeckt sind. Wenn das Druckmittel aus dem Schlauch abgezogen wird, fällt der Schlauch durch seine Elastizität auf das jeweilige Vorformteil.
Es soll insbesondere ein Gerät der in Rede stehenden Art geschaffen werden, bei der die zurückgezogenen Rippen vor Beschädigungen durch die in der Trommel umgewälzten Teile geschützt sind, wenn die Trommel beim Beladen, Waschen und/ oder Entladen mit vergleichsweise geringer Geschwindigkeit gedreht wird.
Anspruch 1 kennzeichnet die Lösung dieser Aufgabe, mit der auch andere Ziele erreicht werden. Gemäss der dargestellten Ausführungsform sind bei einem Gerät der in Rede stehenden Art Rippen in Form von Bälgen vorgesehen, die durch selektive Zufuhr und Ableitung von Druckmittel zu und aus der Innenseite der Bälte zwischen ausgefahrenen und zusammengezogenen Stellungen bewegt werden können und radial auf im wesentlichen starren Vorformteilen zusammenfallen können. Die Vorformteile sind in der dargestellten Weise hohl und haben Perforationen bzw. Löcher, und es ist eine Einrichtung zur Zufuhr und Ableitung von Druckmittel zu und aus dem Inneren der Vorformteile vorgesehen.
Im Falle eines kombinierten Wasch-Extraktions-gerätes erstrecken sich im Inneren der Trommel auf beiden Seiten der Bälge in Längsrichtung Sperren, um die zusammengefallenen Bälge vor Abrieb durch die bei Drehung der Trommel umgewälzten Teile zu schützen. Genauer gesagt erstrecken sich die Sperren von der Innenseite der Trommel um im wesentlichen das gleiche Mass nach innen, wie die zusammengefallenen Bälge, und zwischen den Bälgen und den Sperren sind in der Trommel auf gegenüberliegenden Seiten der Bälge Öffnungen vorgesehen, so dass sich dazwischen Flüssigkeit nicht ansammeln kann.
Es folgt die Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung, wobei gleiche Bezugszeichen jeweils gleiche Teile bezeichnen.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt eines gemäss der Erfindung konstruierten Gerätes mit einem System zur selektiven Zuführung oder Abführung von Luftdruck in bezug auf die Innenseite von Bälgen, wobei die Bälge in ihrer zusammengefallenen Lage auf Vorformteilen während des Drehzyklus gezeigt sind;
Fig. 2 ist eine vergrösserte Querschnittsansicht eines Teiles des Gerätes entlang den gebrochenen Linien 2-2 der Fig. 1 mit Darstellung der Bälge in der radial zusammengefallenen Lage auf einem Vorformteil, nachdem der Luftdruck durch die Innenseite des Vorformteiles abgezogen worden ist.
Fig. 3 ist eine der Fig. 2 ähnliche Darstellung, jedoch nach Zufuhr von Druckluft durch die Vorform
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in die Innenseite der Bälge, so dass diese nach Innen in die ausgefahrene Lage ausgedehnt werden, um möglicherweise an der Innenseite der Trommel haftende Teile zu lösen.
Es werden nunmehr die Details aus den vorerwähnten Zeichnungen beschrieben. In Fig. 1 ist das gesamte Gerät mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Das Gerät besitzt ein in einem Rahmen 12 montiertes Gehäuse mit einer auf der linken Seite ersichtlichen Zugangsöffnung 13. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Hülse 14 vorgesehen, die axial mit der Zugangsöffnung 13 fluchtet. Das Gehäuse kann in bekannter Weise nachgiebig an dem Rahmen aufgehängt sein.
Das Gerät weist auch eine Trommel 15 mit um den Umfang verteilten Perforationen bzw. Löchern 15A auf. Die Trommel wird in dem Rahmen drehbar um eine Achse getragen, die im wesentlichen mit der Gehäuseachse fluchtet. Zu diesem Zweck ist die Trommel mit einer Welle 16 versehen, die von ihrem geschlossenen Ende ausgeht und mit einer abgedichteten Drehlagerung in der Hülse 14 versehen ist. Die Welle 16 ist mittels eines Motores M über eine Antriebsscheibe 17 und einen Riemen 18 antreibbar. Das linke Ende der Trommel weist eine Zugangsöffnung 19 auf, die mit der Zugangsöffnung 13 des Gehäuses fluchtet. Die Zugangsöffnung 13 des Gehäuses ist mittels einer Tür 20 ver-schliessbar, durch welche in der Offenstellung Teile in die Trommel eingeführt und daraus entnommen werden können.
Soweit bisher beschrieben, ist das Gerät 10 ein Wasch- und Extraktionsgerät von mehr oder weniger herkömmlicher Bauweise, bei welchem Teile zunächst in der Trommel gewaschen werden, woraufhin dann die Feuchtigkeit während eines Hoch-geschwindigkeits-Drehzyklus extrahiert wird. Während des Extraktions-Zyklus wird die Trommel mit einer sehr hohen Geschwindigkeit gedreht, beispielsweise in der Grössenordnung von 1000 U/ min. Dabei gelangt die Flüssigkeit durch Zentrifugalkraft durch die Perforationen in das Gehäuse und wird dann, wie beim Waschzyklus aus dem Gehäuse abgezogen. Wie zuvor erwähnt, lassen sich an die Innenseite der Trommel gepresste Teile u.U. nur schwer entfernen.
Wie ebenfalls zuvor erwähnt, hat die Trommel um ihre Innenseite in Abständen verteilte Rippen, die sich zwischen während des Drehzyklus zurückgezogenen Stellungen und nach Beendigung des Drehzyklus ausgefahrenen Stellungen bewegen lassen. Durch diese Bewegung lassen sich irgendwelche Teile von der Innenseite der Trommel lösen und können dann nach Beendigung des Extraktionsvorganges leicht davon abgenommen werden. Gemäss den neuen Merkmalen der Erfindung weist jede Rippe Bälge 20 auf, die aus Gummi oder einem anderen flexiblen Material bestehen können, so dass die Bälge zwischen der ausgedehnten Stellung gemäss Fig. 3 und der zusammengefallenen Stellung gemäss Fig. 1 und 2 bewegt werden können. Genauer gesagt ist an der Innenseite der Trommel innerhalb der Bälge 20 ein im wesentlichen starres, hohles Vorformteil 21 mit Löchern 22
darin angebracht. Die Bälge können somit in der zurückgezogenen Lage radial auf dem Vorformteil zusammenfallen und in einer Lage gehalten werden, aus der sie nachfolgend wieder aufgebläht werden können. Damit wird vermieden, dass die Bälge umgelegt werden.
Wenn auch das Vorformteil als hohl und im wesentlichen dom-förmig dargestellt ist, so kann es auch andere Formen aufweisen, beispielsweise die eines «T». Der Zweck liegt darin, ein radiales Zusammenfallen der Rippe gegen die konkave Innenseite der Trommel zu vermeiden.
Wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, ist das offene Ende eines jeden Balges an der Trommel mittels Klemmen 20A od.dgl. befestigt, um so das Vorformteil luftdicht zu umschliessen. Zu jedem Balg kann von der Innenseite her Luft zugeführt oder daraus abgezogen werden, und zwar mittels des in Fig. 1 gezeigten Systems. Dieses umfasst eine Leitung 26, die an einen Durchgang 27 der Welle 16 angeschlossen ist. Genauer gesagt ist das entgegengesetzte Ende des axialen Durchganges bei 28 verschlossen und hat die Welle radiale Durchlässe 29, welche den Durchgang 27 mit Rohren 30 verbinden, die Anschluss an einen Ringraum 31 am geschlossenen Ende der Trommel haben. Der Ringraum 31 wiederum ist durch Öffnungen 32 mit einer Reihe von Kammern 33 verbunden, die an der Aussenseite der Trommeln gegenüber dem Vorformteij 21 vorgesehen sind. Dabei sind in der Trommel Öffnungen 34 vorgesehen, um jede Kammer 3 mit der Innenseite eines Vorformteiles zu verbinden. Auf diese Weise kann Luft durch die Öffnungen in den Vorformteilen in die Bälge 20 einströmen oder daraus ausströmen.
Gemäss dem in Fig. 1 gezeigten System ist am äusseren Ende der Leitung 26 ein Zweiwege-Ab-sperrorgan V installiert. Dieses dient dazu, die Leitung 26 und damit das Innere der Bälge abwechselnd an ein Absauggerät E anzuschliessen, so dass gesaugt und das in den Bälgen befindliche Druckmittel abgezogen wird. Gemäss der in Fig. 1 gezeigten Stellung des Systems, werden die Bälge veranlasst, auf die Vorformteile zusammenzufallen, und wenn das Absperrorgan sich in seiner anderen Stellung befindet, wird zusammengedrückte Luft aus einer Quelle 36 zu den Bälgen zugeführt, so dass diese sich ausdehnen. Das Absauggerät zur Absaugung von Luft durch die Leitung 32 arbeitet in Abhängigkeit von der Zirkulation von Wasser oder anderer Flüssigkeit in einem Reservoir 36 durch einen Kreislauf 37 mit einer Pumpe 38.
Wie zuvor beschrieben und insbesondere im Falle eines Wasch- und Extraktionsgerätes sind auf der Innenseite der Trommel auf gegenüberliegenden Seiten der Bälge Rippen 40 vorgesehen. Genauer gesagt sind diese Rippen hohle domförmige Rippen, die sich allgemein parallel zu jedem der Bälge erstrecken und nach innen bis im wesentlichen zu der gleichen Höhe wie die Vorformteile und die zusammengefallenen Bälge ragen. Auf diese Weise wird lediglich die Oberseite der Bälge der Abriebwirkung durch die in der Trommel umgewälzten Teile ausgesetzt.
Innerhalb der Trommel sind zwischen jeder Rip-
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pe und der benachbarten Seite eines Balges 20 Öffnungen 41 vorgesehen, so dass Wasser oder andere Flüssigkeit, die sich sonst dazwischen ansammeln könnte, aus der Trommel ablaufen kann.
Die Rippen sind vorzugsweise genügend dicht an den Bälgen angebracht, um eine Ansammlung von Teilen dazwischen zu vermeiden.
Die vorstehenden Ausführungen belegen, dass die vorliegende Erfindung die oben herausgestellten Ziele und Aufgaben erreicht, aber offensichtlich auch andere Vorteile, die das beschriebene Gerät mit sich bringt.
Es versteht sich, dass einige Merkmale und Unterkombinationen für sich von Nutzen sind, und ohne Bezugnahme auf andere Merkmale und Unterkombinationen nützlich sind. Die Ansprüche sollen entsprechenden Schutz gewähren.
Claims (8)
1. Gerät zur Extraktion von Flüssigkeiten aus Stoffteilen mit einem äusseren Gehäuse (11), einer gelochten Trommel (15) zur Aufnahme der Teile, die in dem Gehäuse drehbar gelagert ist, und eine Einrichtung zur Drehung der Trommel, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel in Umfangsrich-tung voneinander beabstandete, im wesentlichen starre Vorformteile (21) aufweist, die sich innen im Inneren in Längsrichtung erstrecken, sowie Bälge (20), die an der Trommel befestigt sind und die Vorformteile überdecken und eine Einrichtung zur selektiven Zufuhr von Druckmittel in das Innere der Bälge, um diese auszudehnen und zum Abziehen von Druckmittel daraus, so dass die Bälge radial auf den Vorformteilen zusammenfallen.
2. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch in Längsrichtung im Inneren der Trommel auf gegenüberliegenden Seiten der Bälge (21) verlaufende Rippen (40), welche die zusammengefallenen Bälge vor Abrieb durch die zu extrahierenden Teile bei der Drehung der Trommel schützen.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (40) sich von der Innenseite der Trommel im wesentlichen um das gleiche Mass nach innen erstrecken wie die zusammengefallenen Bälge.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trommel zwischen den Bälgen (20) und den Rippen (40) auf gegenüberliegenden Seiten der Bälge Öffnungen (41) vorgesehen sind.
5. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorformteile (21) hohl sind und Öffnungen (22) aufweisen, wobei die Einrichtung zur selektiven Zufuhr und Ableitung von Druckmittel An-schluss an das Innere der Vorformteile (21) hat, um Druckmittel durch die Öffnungen (22) hindurchzulassen.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (40) sich innen in der Trommel auf beiden Seiten der Bälge in Längsrichtung erstrecken, um die zusammengefallenen Bälge vor Abrieb durch die zu extrahierenden Teile bei der Drehung der Trommel zu schützen.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rippen von der Innenseite der
Trommel um etwa das gleiche Mass wie die zusammengefallenen Bälge nach innen erstrecken.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trommel zwischen den Bälgen und den Rippen auf gegenüberliegenden Seiten der Bälge Öffnungen vorgesehen sind.
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