CH687682A5 - Maschinenreibahle. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Maschinenreibahle gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Beispielsweise aus der US-PS 4 353 669 ist eine derartige Maschinenreibahle bekannt. Der An-schlagbolzen ist hier als fester Längsanschlag ausgebildet. Es gibt nun Anwendungsfälle, bei denen es notwendig ist, das Messer in der Schlitzlängsrichtung einzustellen. Dazu ist gemäss der DE-AS 1 239 911 eine schräg im Grundkörper eingeschraubte Stellschraube vorgesehen, deren Spitzenbereich als variabler Anschlag dient. Hierbei ist jedoch nachteilig, dass die Stellschraube nur dann verdreht werden kann, wenn das Messer vom Grundkörper getrennt ist, so dass eine Feinjustierung nicht möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Maschinenreibahle der gattungsgemässen Art zu schaffen, die eine feinfühlige präzise Justierung des Messers in Schlitzlängsrichtung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Das am Bolzenkopf angreifende Keilgetriebe kann ohne weiteres von der freiliegenden Stirnseite des Bolzenkopfes her betätigt werden. Das Messer bleibt bei der Betätigung leicht geklemmt im Führungsschlitz, so dass seine Position mit einem Messtaster unmittelbar während der Einstellung kontrolliert werden kann.
Eine bevorzugte Ausbildung des Keilgetriebes ergibt sich durch die Merkmale des Anspruchs 2. Dabei wirken zwei Keilmechanismen. Ein erster Keilmechanismus ist die Gewindeverankerung der Senkkopfschraube und ein zweiter Keilmechanismus ist der eigentliche Spreizkegel in Gestalt des Kopfes der Senkkopfschraube. Diese Hintereinanderschaltung zweier Keilmechanismen ergibt eine besonders feine Justierung, wodurch das Messer im nm-Bereich genau positioniert werden kann.
Die Dimensionsverhältnisse gemäss der Ansprüche 3 bis 5 haben sich praktisch bewährt hinsichtlich Stabilität und Grösse des Verstellbereiches.
Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 6 wird eine Überweitung des Bolzenkopfes verhindert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht des vorderen Bereichs einer Stufen-Reibahle gemäss der Erfindung,
Fig 2 eine vergrösserte Schnittdarstellung des Bereichs 2 aus Fig 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Bereich 2 in Pfeilrichtung 3 von Fig. 1 gesehen,
Fig. 4 eine Teil-Seitenansicht des vorderen Bereichs einer Planflächen-Reibahle gemäss der Erfindung.
Die Reibahle gemäss Fig. 1 hat in an sich bekannter Weise einen etwa bezüglich einer geometrischen Längsachse 11 koaxialen, zylindrischen Grundkörper 12, der links einen Anschlagbund 13 und einen Einspannschaft 14 aufweist. Der Anschlagbund 13 hat eine schaftseitige Stirnringfläche 15, die dazu dient, die Reibahle in einer definierten axialen Position bezüglich eines Maschinenbohrkop-fes auszurichten.
Im Grundkörper 12 ist, zur rechten Stirnfläche 16 ausmündend, ein parallel zur Längsachse 11 verlaufender Führungsschlitz 17 ausgebildet, in dem ein längliches plättchenförmiges Messer 18 geführt und mittels einer Spannpratze 19 fixiert ist. Diese Ausbildung ist an sich bekannt und braucht nicht näher erläutert zu werden.
Im Beispiel ist in einem mittleren Bereich des Grundkörpers 12 ein zweites gleichartiges Messer 21 in derselben Art gelagert. Die beiden Messer 18, 21 sollen veranschaulichen, welche Bedeutung die axiale Justierung hat. So hat die rechte Schneidkante 22 des Messers 21 einen vorgegebenen Abstand 23 zur Stirnringfläche 15 und einen weiteren vorgegebenen Abstand 24 zur rechten Schneidkante 25 des Messers 18. Diese Abstände sind genau einzuhalten und dies verdeutlicht, warum eine Axialjustierung 26, 27 für beide Messer 18, 21 erforderlich ist.
Aber auch, wenn nur ein Messer 21 vorhanden ist, bedarf es der Einstellung des Abstandes 23, wenn die Reibahle an einer numerisch gesteuerten Bearbeitungsmaschine mittels des Anschlagbundes 13 in einer definierten Position eingespannt wird. Bei einer Maschinenreibahle ohne einer solchen Positioniereinrichtung kann es schliesslich notwendig sein, die Schneidkanten 22 oder 25 gegenüber den stimseitigen Enden von Führungsleisten 28 oder 29 einzustellen, insbesondere dann, wenn die Messer nachgeschliffen werden.
Genauere Details werden am Beispiel der Axialjustierung 26 in den Fig. 2 und 3 gezeigt. Am Auslauf des Führungsschlitzes 17 ist im Grundkörper 12 eine Stufenbohrung 31 ausbildet, in der ein metallischer Anschlagbolzen 32 angeordnet ist. Dieser Anschlagbolzen 32 ist als Hohlzylinder mit einer glatten zylindrischen Aussenfläche 33 und einer zur kopfseitigen Stirnseite 34 ausmündenden Innen-mantelkegelfläche 35 ausgebildet. An diesen ersten Teilbereich der Innenwand schliesst sich ein Innengewinde 36 an, das zweckmässigerweise bis zum unteren Ende durchgeht.
Eine Senkkopfschraube 37 wird mit ihrem Gewindeschaft 38 in das Innengewinde eingeschraubt und die kegelige Flanke des Senkkopfes 39 wird dadurch gegen die Innenmantelkegelfläche 35 ge-presst. In die Stirnfläche des Senkkopfes 39 ist ein Mehrkantloch 41 eingebracht, worin ein korrespondierend gestaltetes Betätigungswerkzeug eingreifen kann.
Der untere, etwa bis zur Hälfte der Gesamtlänge reichende Bolzenfuss 42 ist mit Presssitz im engen ersten Bereich 43 der Stufenbohrung 31 fixiert.
Der darüber hinausragende Bolzenkopf 44 liegt innerhalb des weiteren zweiten Bereichs 45 der Stufenbohrung 31, so dass die linke Flanke 46 des Messers 18 an der Aussenfläche 33 anliegen kann. Der Bolzenkopf 44 ist durch einen zur Bolzenachse parallelen Querschlitz 47 vorzugsweise symmetrisch gabelartig gespalten.
Dadurch kann sich der Bolzenkopf 44 radial auf5
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weiten, wenn die Senkkopfschraube 37 in Richtung zum Bolzenfuss 42 eingedreht wird. Durch diese Aufweitung wird das am Bolzenkopf 44 anliegende Messer 18 längs des Führungsschlitzes 17 verschoben. Dabei wird die Drehung der Senkkopfschraube 37 durch die Gewindeverbindung stark untersetzt in eine Axialbewegung des Senkkopfes 39 umgewandelt (bezogen auf die Bolzenachse). Diese Gewindeverbindung stellt ein erstes Keilgetriebe dar. Ein zweites Keilgetriebe bilden die den Bolzenkopf 44 weitenden Kegelflächen, wodurch die vorgenannte Axialbewegung nochmals in eine Radialbewegung der Bereiche des Bolzenkopfes 44 untersetzt wird. Dadurch ist eine sehr präzise und feinfühlige Längsjustierung des Messers 18 möglich.
Die Weite des zweiten Bereichs 45 der Stufenbohrung ist derart bemessen, dass die Aussenfläche 33 des Bolzenkopfes 44 an der Bohrungswand anliegt, sobald die Aufweitung die Elastizitätsgrenze erreicht. Es wird also eine Aufweitung darüber hinaus blockiert. Somit federt der Bolzenkopf 44 wieder in seinen Ausgangszustand zurück, wenn die Senkkopfschraube 37 zurückgedreht wird.
Der Querschlitz 47 hat zweckmässigerweise an seinem inneren Endbereich eine Erweiterung 48 nach Art einer Querbohrung, deren radial grösste Weite etwa 40 bis 70% des Aussendurchmessers des Anschlagbolzens 32 erreicht. Dadurch wird die Haupt-Biegezone für die Hälften des Bolzenkopfes 44 nach Art eines Foliengelenks an eine möglichst weit von der Stirnfläche 32 entfernte Stelle verlagert. Die Schwächung des Bolzenkopfes 44 soll dabei so abgestimmt sein, dass die Federkraft, mit der der Senkkopf 39 geklemmt wird, genügend Reibungswiderstand verursacht, um ein ungewolltes Lösen der Senkkopfschraube 37 zu verhindern. Man kann auch zu diesem Zwecke eine zähe, hemmende Tinktur auf den Gewindeschaft 38 auftragen.
Der Anschlagbolzen 32 besteht vorzugsweise aus Federstahl, dessen 0,2-Dehngrenze bei wenigstens etwa 1600 Newton pro Quadratmillimeter liegen sollte. Der Anschlagbolzen 32 hat beispielsweise einen Durchmesser von 4 mm bei einer Gesamtlänge von 10 mm. Die Erweiterung 48 hat einen Durchmesser von 2 mm und ihr Zentrum liegt etwa in der Mitte des Anschlagbolzens 32, sowohl axial als auch radial gesehen. Der enge Bereich des Querschlitzes 47 hat eine Weite von 0,5 mm. Die Senkkopfschraube 37 hat eine Gesamtlänge von 4 mm, wobei der Senkkopf etwa die Hälfte der Länge beansprucht bei einem Maximaldurchmesser von 3 mm und einem Gewindedurchmesser von 2 mm. Es versteht sich, dass die eine oder andere der vorstehenden Abmessungen um beispielsweise ± 30% variieren kann.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die lange Schneidkante der Messer 18, 21 parallel zur Bohrerachse (Längsachse 11) ausgerichtet, was dem Typus einer Standard-Maschinenreibahle entspricht, mit dem vornehmlich zylindrische Bohrungsflächen bearbeitet werden. Die kurzen radialen Schneidkanten 22, 25 bearbeiten dabei eventuell schmale simsartige Stufen. Wenn hingegen breite Stufen bearbeitet werden sollen, kann man, wie in Fig. 4 angedeutet, ein Messer 49 an der Stirnseite eines
Bohrer-Grundkörpers 51 so anordnen, dass die lange Schneidkante senkrecht zur Bohrerachse 52 ausgerichtet ist. Die Einspannung des Messers 49 und insbesondere seine Radialjustierung 53 zur Einstellung des Bohrungsradius 54 sind im Prinzip gleich ausgebildet wie im vorigen Beispiel.
Allen Ausführungen gemeinsam ist, dass die Senkkopfschraube von der messerseitigen Aussen-seite des Grundkörpers bei eingesetztem Messer frei zugänglich ist. Die Stufenbohrung kann als den Grundkörper nur wenig schwächende Sacklochbohrung ausgebildet werden, die auch nur so tief zu sein braucht, dass der Senkkopf 39 bzw. die Stirnseite 34 des Anschlagbolzens 32 nicht über die äussere Schneidkante des Messers vorstehen.
Claims (6)
1. Maschinenreibahle mit einem Grundkörper, mit mindestens einem Führungsschlitz im Grundkörper, mit einem metallischen Anschlagbolzen, dessen Bolzenfuss in einer Sacklochbohrung des Grundkörpers fixiert ist und dessen Bolzenkopf in einen Endbereich des Führungsschlitzes ragt, sowie mit einem im Führungsschlitz längsgeführten, durch Anlage am Bolzenkopf positionierbaren und durch eine Klemmpratze festklemmbaren Messer, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzenkopf (44) durch ein Keilgetriebe (35, 39) feineinstellbar radial auf weitbar ist.
2. Maschinenreibahle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagbolzen (32) als Hohlzylinder ausgebildet ist, dessen Innenwand in einem zur kopfseitigen Stirnseite (34) ausmündenden ersten Teilbereich als Innenmantelkegelfläche
(35) ausgebildet ist und in einem zum Bolzenfuss (42) gerichteten zweiten Teilbereich mit einem Innengewinde (36) versehen ist, dass der Bolzenkopf (44) durch einen achsparallelen Querschlitz (47) gespalten ist und dass eine Senkkopfschraube (37) mit ihrem Gewindeschaft (38) in das Innengewinde
(36) einschraubbar ist, wobei deren Senkkopf *(3) an die Innenmantelkegelfläche (35) anpressbar ist.
3. Maschinenreibahle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschlitz (47) eine axiale Länge von etwa 50 bis 65% der Gesamtlänge des Anschlagbolzens (32) hat.
4. Maschinenreibahle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschlitz (47) an seinem inneren Endbereich eine Erweiterung (48) nach Art einer Querbohrung aufweist, deren radial grösste Weite etwa 40 bis 70% des Aussendurchmessers des Anschlagbolzens (32) an dieser Stelle erreicht.
5. Maschinenreibahle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagbolzen (32) eine zylindrische Aussenfläche (33) hat, mit einem Aus-sendurchmesser von etwa 35 bis 50% der Gesamtlänge des Anschlagbolzens.
6. Maschinenreibahle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagbolzen (32) innerhalb einer Stufenbohrung (31) des Grundkörpers (12) angeordnet ist, wobei der Bolzenfuss (42) im engen, die Sacklochbohrung darstellenden ersten Bereich (43) fixiert ist und der Bolzenkopf (44) im
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weiteren zweiten Bereich (45) liegt, wobei die Weite des zweiten Bereichs (45) der Stufenbohrung derart festgelegt ist, dass eine Aufweitung des Bolzenkopfes (44) über die Elastizitätsgrenze hinaus blockiert wird.
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