CH687708A5 - Maschinengestell fuer eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine. - Google Patents
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Description
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CH 687 708 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Maschinengestell für eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine zum Halten von auf jeder Maschinenseite angeordneten stationären Spindelbänken, auf- und abbewegbaren Ringbänken und ebenfalls auf- und abbewegbaren Fadenführerbänken, mit mehreren, an beiden Maschinenseiten angeordneten sich paarweise gegenüberliegenden Vertikalsäulen, die zumindest teilweise durch die Spindelbänke haltende quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Zwischenstücke miteinander verbunden sind, wobei die Vertikalsäulen als Führungselement für in der Höhe unabhängig voneinander verfahrbare Halter für die Ringbänke und die Fadenführerbänke dienen.
Bei einer bekannten Bauart für ein derartiges Maschinengestell (EP-A 0 302 161) ist ein Zwischenständer vorgesehen, der mit Fussteilen versehen ist und an dem die sich in Maschinenlängsrichtung an beiden Maschinenseiten erstreckenden Spindelbänke befestigt sind. An dem Zwischenständer sind Aufnahmen für sich paarweise gegenüberliegende Vertikalsäulen angeordnet. Für die Ringbänke sind schlittenartige Halter vorgesehen, die jeweils mit den auf der anderen Maschinenseite gegenüberliegenden Haltern über eine Querverstrebung verbunden sind und die sich mit Führungsrollen gegen die jeweils einander zugewandten Flächen der Vertikalsäulen abstützen. Den Haltern ist ein Antrieb zugeordnet, der die Hubbewegung der Ringbänke sicherstellt.
Bei einer anderen bekannten Bauart sind an einem mit Fussteilen versehenen Zwischengestell, an dem die Spindelbänke befestigt sind, an beiden Maschinenseiten in Maschinenlängsrichtung verteilte Vertikalsäulen angeordnet. An den Vertikalsäulen sind quer zur Maschinenlängsrichtung Querträger geführt, die übereinander angeordnet sind und an deren sich gegenüberliegenden Enden Ringbänke, Ballonbegrenzer und Fadenführer angeordnet sind. Zur Führung der Querträger sind Kunststoffgleitstük-ke im Bereich der Vertikalsäulen vorgesehen.
Bei einem anderen bekannten Maschinengestell, das prinzipiell ähnlich wie das vorstehend beschriebene ausgeführt ist, sind die über Querträger miteinander verbundenen Halter mit höhenversetzt zueinander angeordneten Laufrollen versehen, die an der Vertikalsäule anliegen.
Bei den über Querträger miteinander verbundenen Haltern kann gegebenenfalls eine ruckbehaftete Hubbewegung der Ringbänke oder der Fadenführerbänke auftreten. Dies wird insbesondere bei mit Kunststoffgleitstücken versehenen Haltern beobachtet. Die mit Laufrollen versehenen Halter weisen demgegenüber einen höheren Raumbedarf auf. Somit führen mehrere mit Laufrollen versehenen Halter zu einer Vervielfachung des Raumbedarfes, der bei einer bestimmten Bauhöhe die Hubbewegung der Hubteile begrenzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Maschinengestell der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass eine ruckfreie voneinander unabhängige Hubbewegung der Ringbänke und der Fadenführerbänke sichergestellt wird, wobei bei geringer Bauhöhe ein Hubweg der Ringbank zwischen einem Unterwindbereich der Spindel und dem oberen Ende der Spulenhülse gewährleiset ist. Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die Halter jeweils selbst führend an den Vertikalsäulen angeordnet sind und das Zwischenstück mit die Halter für die Ringbank aufnehmenden Aussparungen versehen ist.
Bei der erfindungsgemässen Ausgestaltung sind die sich gegenüberliegenden Halter nicht durch Querträger miteinander verbunden. Hierdurch wird eine ruckfreie Hubbewegung der Halter gewährleistet, da durch die selbstführende Anordnung insbesondere ein Verkanten der Halter vermieden wird. Weiterhin wird durch diese Ausgestaltung erreicht, dass durch das Fehlen der die Halter verbindenden Querträger der Raum in der Maschinenmitte einer anderweitigen Nutzung zugeführt werden kann. Die an einer Maschinenseite angeordneten Halter für die Ringbank sind über die Ringbank miteinander verbunden. Ebenfalls werden die darüberliegend angeordneten Halter für die Fadenführerbank über diese miteinander verbunden. Die Halter für die Ringbank und für die Fadenführerbank sind jeweils mit einem separaten Antrieb versehen, so dass die Ringbank und die Fadenführerbank eine voneinander unabhängige Hubbewegung ausführen können. Die an dem Zwischenstück vorgesehenen Aussparungen für die Ringbank gewährleisten, dass bei geringer Bauhöhe die Ringbankhalter einen maximalen Hubweg ausführen können. Insbesondere wird hierdurch erreicht, dass die Ringbank einen Hubweg zwischen einem Unterwindbereich der Spindel und dem oberen Ende der Spulenhülse ausführen kann. Der für die Selbstführung der Halter erforderliche erhöhte Raumbedarf kann somit bei gleichbleibender Bauhöhe kompensiert werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Vertikalsäulen als Führungselemente für Halter von auf- und abbewegbaren Ballonbegrenzerbänken dienen. Somit sind bei dieser Weiterbildung der Erfindung an den Vertikalsäulen drei übereinanderliegend angeordnete Halter geführt. Hierbei ist der Halter für den Ballonbegrenzer oder für die Ballonbegrenzerbank vorteilhaft zwischen dem Halter für die Ringbank und dem Halter für die Fadenbegrenzerbank angeordnet. Auch den Haltern für den Ballonbegrenzerbank ist ein separater Antrieb zugeordnet, der eine von den anderen Hubelementen unabhängige Hubbewegung gewährleistet.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Halter der Ringbänke und/oder der Ballonbegrenzerbank und/oder die Fadenführerbank als mittels Rollen auf den Vertikalsäulen geführte Schlitten ausgebildet sind, wobei die in Maschinenlängsrichtung aufeinanderfolgenden Schlitten mittels der jeweiligen Bänke miteinander verbunden sind. Bei einer zweckmässigen Ausführungform wird vorgesehen, dass jeder Schlitten mit zwei Rollen versehen ist, die zueinander höhenversetzt und seitlich versetzt angeordnet sind, wobei die jeweils der Bank zugeordneten Rollen tieferliegend angeordnet sind. Mittels einer derartigen Rollenführung wird eine sichere Führung an den Vertikalsäulen er5
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halten, ohne dass die Gefahr eines Verkantens o.dgl. besteht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Schlitten jeweils auf den bezüglich der Vertikalsäulen den Bänken gegenüberliegenden Seiten mit Mitteln zum Anbringen von Hubantrieben versehen. Die Hubantriebe greifen somit an die Schlitten derart an, dass damit gesichert ist, dass die Rollen der Schlitten immer an den Tragsäulen anliegen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Ringbank und/oder die Ballonbegrenzerbank und/oder die Fadenführerbank an den jeweiligen Haltern derart angeordnet sind, dass bei Zusammenführung der Halter eine gute Annäherung der Ringbank und/oder der Ballonbegrenzerbank und/oder der Fadenführerbank gewährleistet ist. Bei einer zweckmässigen Ausführungsform wird vorgesehen, dass die Halter mit Befestigungselementen versehen sind, die die Ringbank und/oder die Ballonbegrenzerbank und/oder die Fadenführerbank jeweils oberhalb des zugeordneten Halters positionieren. Mit einem derartigen Befestigungselement für die Fadenführerbank wird erreicht, dass diese bis in den Bereich der Ausgangswalzen des Streckwerkes verfahrbar ist. Ein derartiges Befestigungselement für die Ringbank gewährleistet, dass diese bis in den oberen Endbereich der Spulenhülse verfahrbar ist, obwohl oberhalb des Halters für die Ringbank die Halter für den Ballonbegrenzer und den Fadenführer angeordnet sind. Durch die in dem Zwischenstück vorgesehenen Aussparungen für die Ringbankhalter wird erreicht, dass trotz der mittels den Befestigungselementen oberhalb der Halter angeordneten Ringbank diese bis in den Unterwindbereich der Spindel verfahrbar ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Aussparungen an gegenüberliegend angeordneten Flanschen zur Befestigung der Spindelbänke angeordnet. Die Abmessungen der Aussparungen sind den Haltern für die Ringbänke angepasst. Somit wird deren Einsenken in die Aussparungen möglich. Hierdurch wird bei geringer Bauhöhe des Maschinengestells ein maximaler Hubweg der Ringbank sichergestellt. In vorteilhafter Weiterbildung wird vorgesehen, dass die Aussparung von flügelartigen, vertikal ausgerichteten Flanschelementen begrenzt ist. An den Flanschelementen ist zweckmässig mittels Schrauben die jeweilige Spindelbank festgelegt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Zwischenstücke auf beiden Seiten mit Aufnahmen für die Vertikalsäulen versehen sind. Hierbei ist der Innendurchmesser der Aufnahmen dem Aussendurchmesser der Vertikalsäulen angepasst.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass sich gegenüberliegende Vertikalsäulen zumindest teilweise im Bereich ihrer oberen Enden mittels Querbrücken verbunden sind. Bei einer zweckmässigen Ausführungsform wird vorgesehen, dass die Zwischenstücke und/oder die Querbrücken als Gussteile hergestellt sind.
Bei einer anderen Weiterbildung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Vertikalsäulen zuminde-stens teilweise als Tragsäulen ausgebildet sind. Zweckmässig werden die Tragsäulen mit Fussteilen versehen. Bei einem derartigen Maschinengestell stellen die Tragsäulen ein wesentliches Bauelement dar, das nicht nur die Abstützung auf dem Boden, sondern auch die Führung für die Halter der Ringbänke und weiterer Halter übernimmt. Da die Tragsäulen eine einfache, vorzugsweise zylindrische Gestalt haben, lässt sich ein einfacher und dennoch sehr stabiler Aufbau des Maschinengestells realisieren.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teil-Querschnitt durch eine erfin-dungsgemässe Ringspinnmaschine,
Fig. 2 eine Ansicht eines Zwischenstückes des Maschinengestells gemäss Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles III gemäss Fig. 2,
Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV gemäss Fig. 3,
Fig. 5 den Schnitt längs der Linie V-V gemäss Fig. 3 und
Fig. 6 einen Teil-Querschnitt ähnlich Fig. 1 in grösserem Massstab.
Die in der Zeichnung nur schematisch dargestellte Ringspinnmaschine besitzt ein Maschinengestell, das mehrere, in regelmässigen Abständen paarweise einander gegenüberliegende Tragsäulen (3, 3') enthält, die jeweils einer Maschinenseite zugeordnet sind. Die Tragsäulen (3, 3') sind mit Fussteilen (1) versehen, die vorzugsweise mit Mitteln zur Höhenjustierung ausgerüstet sind. Die paarweise einander gegenüberliegenden Tragsäulen (3, 3') sind mittels Zwischenstücken (2) miteinander verbunden, die als Gussstücke hergestellt sind. Die oberen Enden der einander paarweise gegenüberliegenden Tragsäulen (3, 3') sind mittels ebenfalls als Gussstücke hergestellten Querbrücken (4) miteinander verbunden. Jeweils zwei Tragsäulen (3, 3'), ein Zwischenstück (2) und eine vorzugsweise, ebenfalls als Gussstück hergestellte Querbrücke (4), bilden einen Rahmen.
An den Zwischenstücken (2) sind jeweils aussen in Abstand zu den Tragsäulen (3, 3') Spindelbänke (5, 5') angebracht, die in Maschinenlängsrichtung verlaufen und die aus mehreren Teilstücken zusammengesetzt sind. Dabei wird zweckmässigerweise vorgesehen, dass jeweils zwei aufeinanderfolgende Teilstücke der Spindelbänke (5, 5') an einem gemeinsamen Zwischenstück (2) befestigt sind.
Die Querbrücken (4) dienen, sofern es sich um eine Ringspinnmaschine handelt, zur Aufnahme von Streckwerken, von denen nur das Ausgangswalzenpaar (15, 16) auf einer Maschinenseite dargestellt ist. Diese Streckwerke besitzen in Maschinenlängsrichtung verlaufende, ebenfalls aus Sektionen zusammengesetzte Elemente, die ebenfalls zur Längsaussteifung des gesamten Maschinengestells beitragen. Im Falle einer Ring-Zwirnmaschine befinden sich im Bereich der Querbrücken (4) vier Liefereinrichtungen für die miteinander zu verzwirnenden Fäden.
In den Spindelbänken (5, 5') sind in regelmässi5
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gen Abständen Spinn- oder Zwirnspindeln (6) mit ihren Lagergehäusen (7) gehalten. Die Spinn- oder Zwirnspindeln (6) nehmen Spulenhülsen auf, auf die über eine Ring-Läuferanordnung der zugeführte Faden aufgewickelt wird. Von dieser Ring-Läuferan-ordnung ist eine Ringbank (9) dargestellt, die mit die Spindel (6) jeweils konzentrisch umgebenden Ringen (10) versehen ist. Die Fäden werden jeweils von den Lieferwalzenpaaren (15, 16) zugeführt, wobei sie einen konzentrisch zu den Spindeln (6) angeordneten Fadenführer (14) durchlaufen. Zwischen der Ringbank (9) und den Fadenführern (14) sind Ballonbegrenzer (12) oder Balloneinengungsringe angeordnet. Die Spindeln (6) werden von nicht näher dargestellten, in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Tangentialriemen angetrieben, die unterhalb einer an der Spindelbank (5) angebrachten Abdek-kung (35) angeordnet sind.
Die Spindelbänke (5) bestehen jeweils aus einem geschweissten oder gewalzten Winkel-Profil, das mit dem jeweils vertikalen Schenkel an den Zwischenstücken (2) angebracht ist. Die gegossenen Zwischenstücke (2) besitzen jeweils zwei einander gegenüberliegende Aufnahmebohrungen (22) für die Tragsäulen (3, 3'). Die Anordnung der Aufnahmebohrungen (22) an den Zwischenstücken (2) geht insbesondere aus den Fig. 2 und 3 hervor. Die vertikal ausgerichteten Aufnahmebohrungen (22) befinden sich in Ansätzen (21), die an sich gegenüberliegenden Endbereichen der Zwischenstücke (2) angeordnet sind. Die Aufnahmebohrungen (22) sind dem Durchmesser der Tragsäulen (3, 3') angepasst. Sie sind in nicht näher dargestellter Weise mit Klemmschrauben o.dgl. versehen, so dass ihre Höhenlage an den Tragsäulen (3, 3') einstellbar und fixierbar ist.
Wie insbesondere aus Fig. 3 hervorgeht, sind die Ansätze (21) von zwei seitlichen Flügeln umgeben, welche in vertikal ausgerichteten Flanschelementen (18, 18') enden, an welchem die vertikalen Schenkel der Spindelbänke (5) mittels Schrauben (17) angeschraubt sind.
Wie insbesondere aus Fig. 4 zu ersehen ist, die eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV gemäss Fig. 3 zeigt, begrenzen die Flanschelemente (18, 18') eine Aussparung (19), deren Bedeutung noch aus der nachfolgenden Beschreibung verständlich wird. Der Ansatz (21) mit der Aufnahmebohrung (22) ist gegenüber den Flanschelementen (18, 18') relativ nach unten versetzt. Somit wird die Höhe der Aussparung (19) durch eine schräg verlaufende Fläche (20) begrenzt.
Die Spindelbänke (5, 5') sind an den Zwischenstücken (2) stationär befestigt. Die Ringbänke (9) führen jedoch eine Auf- und Abbewegung aus, um die gewünschte Wicklungsform der Spinnspule zu erhalten, insbesondere eine Kopswicklung. Hierzu führen die Ringbänke (9) beginnend an dem unteren Ende der Spulenhülse eine Auf- und Abwärtsbewegung vorgegebener Höhe aus, der eine zusätzliche Hubbewegung überlagert wird, mit der die Ringbank (9) allmählich nach oben zu dem Ende der Spulenhülse verlegt wird, bis in der in Fig. 1 dargestellten Endstellung der Spulenaufbau abgeschlossen ist. Danach wird die Ringbank (9) wieder heruntergefahren bis zu einem Unterwindbereich (8) der Spindel, auf der Unterwindungen abgelegt werden (Fig. 6). Ähnliche Bewegungen führen auch die Ballonbegrenzer (12) und die Fadenführer (14) aus, wobei jedoch deren Wege kürzer sind. Sie bewegen sich daher mit geringeren Geschwindigkeiten, während jedoch die oberen und unteren Umkehrpunkte synchron erreicht werden. Die Auf- und Ab-bewegungen und die überlagerten Hubbewegungen werden von nicht dargestellten, bekannten Antrieben durchgeführt.
Um die Auf- und Abbewegungen und die überlagerte Hubbewegung zu ermöglichen, sind die Ringbänke (9) mittels Schlitten (25) auf den als Führungselementen dienenden Tragsäulen (3, 3') geführt. Die Schlitten (25) sind mit zwei höhenversetzten und seitlich versetzten Rollen (28, 29) versehen, wobei die tieferliegende Rolle (29) auf der Seite der Ringbänke (9) angeordnet ist, so dass das durch das Eigengewicht verursachte Drehmoment zu einer Anlage der Rollen (28, 29) führt. Auf der den Ringbänken (9) gegenüberliegenden Seite sind die Schlitten (25) mit hakenförmigen Mitteln zum Anschliessen des Hubantriebes versehen. Ebenso sind die an der gegenüberliegenden Tragsäule (3') angeordneten Halter für die Ringbank (5') mit einem separaten Hubantrieb versehen.
In entsprechender Weise sind die Ballonbegrenzer (12) und die Fadenführer (14) mit Schlitten (26, 27) versehen, die ebenfalls auf den als Führungselementen dienenden Tragsäulen (3, 3') geführt sind. Auch diese Schlitten (26, 27) sind, ähnlich wie der Halter (25), mit in der Höhe versetzten Rollen versehen. Wie aus Fig. 1 und 6 zu ersehen ist, ist - in Maschinenlängsrichtung gesehen - der Schlitten (25) der Ringbank (9) breiter als der Schlitten (26) der Ballonbegrenzer (12), der seinerseits wieder breiter als der Schlitten (27) des Fadenführers (14) ist.
Die Schlitten (25, 26, 27) sind jeweils mit nach oben abstehenden Befestigungselementen (30, 31, 32) versehen, die die Ringbank (9), eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Ballonbegrenzerbank (11) und eine Fadenführerbank (13) halten. Die Befestigungselemente (30) der Ringbank (9) weisen eine grössere Höhe als die Befestigungselemente (31) der Ballonbegrenzerbank (11) und diese wieder eine grössere Höhe als die Befestigungselemente (32) der Fadenführerbank (13) auf. Dadurch ist es möglich, die Ringbank (9), die Ballonbegrenzer (12) und die Fadenführer (14) in der Endstellung relativ dicht zusammenzufahren (Fig. 1), wobei ausserdem nur eine relativ geringe vertikale Höhe der Tragsäulen (3, 3') benötigt wird. Wie ebenfalls aus dieser Endstellung hervorgeht, ist es mittels des Befestigungselementes (32) möglich, die Fadenführer (14) bis in den Bereich der Ausgangswalzen (15, 16) des nicht näher dargestellten Streckwerkes zu verfahren.
Die in den Zwischenträgern (2) vorgesehenen Aussparungen (19) ermöglichen, dass der untere Bereich des Schlittens (25) der Ringbank (9) in den Bereich der Aussparung (19) passt, so dass dieser Schlitten (25) mit der Ringbank (9) relativ weit nach unten gefahren werden kann (Fig. 6), während den5
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noch in vertikaler Richtung relativ geringe Abmessungen für das Maschinengestell notwendig sind. In dieser unteren Endstellung der Hubbewegung des Schlittens (25) ist die Ringbank (9, wie aus Fig. 6 hervorgeht, im Unterwindbereich (8) der Spindel (6) angeordnet.
Die jeweils in Maschinenlängsrichtung aufeinanderfolgenden Schlitten (25, 26, 27), sind durch die Ringbank (9) oder die Bänke (11, 13) miteinander verbunden, so dass eine Ausrichtung zwangsläufig gegeben ist. Dabei wird zweckmässigerweise vorgesehen, dass auch die Bänke (9, 11, 13) in Maschinenlängsrichtung in Sektionen unterteilt werden, wobei die Enden jeweils aufeinanderfolgender Sektionen an einem gemeinsamen Schlitten (25, 26, 27) angebracht werden.
Wie insbesondere aus Fig. 1 zu ersehen ist, ist der mittlere Bereich des Maschinengestells zwischen den Tragsäulen (3, 3') frei, da er nicht für die Führungen der Ringbank (9), der Ballonbegrenzer (12) und der Fadenführer benötigt wird. In diesem mittleren Bereich können somit die Antriebselemente für die Spindeln (6) sowie die Antriebselemente für die Schlitten (25, 26, 27) ohne weiteres untergebracht werden. Darüber hinaus ist dann auch noch genügend Raum für andere, in Maschinenlängsrichtung durchlaufende Elemente, insbesondere Antriebswellen oder Unterdruckkanäle o.dgl.
Claims (14)
1. Maschinengestell für eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine zum Halten von auf jeder Maschinenseite angeordneten, stationären Spindelbänken, auf- und abbewegbaren Ringbänken und ebenfalls auf- und abbewegbaren Fadenführerbänken, mit mehreren an beiden Maschinenseiten angeordneten, sich paarweise gegenüberliegenden Vertikalsäulen, die zumindest teilweise durch die Spindelbänke haltende, quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Zwischenstücke miteinander verbunden sind, wobei die Vertikalsäulen als Führungselement für in der Höhe unabhängig voneinander verfahrbare Halter für die Ringbänke und die Fadenführerbänke dienen, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (25, 27) jeweils selbstführend an den Vertikalsäulen (3, 3') angeordnet sind und die Zwischenstücke (2) mit die Halter (25) für die Ringbank (9) aufnehmenden Aussparungen (19) versehen sind.
2. Maschinengestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalsäulen (3, 3') als Führungselemente für Halter (26) von auf- und abbewegbaren Ballonbegrenzerbänken (11) dienen.
3. Maschinengestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter für die Ringbänke (9) und/oder die Ballonbegrenzerbank (11) und/oder die Fadenführerbank (13) als mittels Rollen (28, 29) auf den Vertikalsäulen (3, 3') geführte Schlitten (25, 26, 27) ausgebildet sind, wobei die in Maschinenlängsrichtung aufeinander folgenden Schlitten (25, 26, 27) mittels der jeweiligen Bänke (9, 11, 13) miteinander verbunden sind.
4. Maschinengestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schlitten (25, 26, 27)
mit zwei Rollen (28, 29) versehen ist, die zueinander höhenversetzt und/oder seitlich versetzt angeordnet sind, wobei die jeweils der Bank (9, 11, 13) zugeordneten Rollen (29) tiefer angeordnet sind.
5. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitten (25, 26, 27) jeweils auf den bezüglich der Vertikalsäulen (3, 3') den Bänken (9, 11, 13) gegenüberliegenden Seiten mit Mitteln zum Anbringen von Hubantrieben versehen sind.
6. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringbank (9) und/oder die Ballonbegrenzerbank (11) und/oder die Fadenführerbank (13) zum Ermöglichen einer gegenseitigen Annäherung in jeweils unterschiedlichem vertikalem Abstand an den zugeordneten Haltern (25, 26, 27) angeordnet sind.
7. Maschinengestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (25, 26, 27) mit Befestigungselementen (30, 31, 32) versehen sind, die die Ringbank (9) und/oder die Ballonbegrenzerbank (11) und/oder die Fadenführerbank (13) oberhalb des zugeordneten Halters (25, 26, 27) positionieren.
8. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (19) an gegenüberliegend angeordneten Flanschen zur Befestigung der Spindelbänke (5, 5 ) angeordnet sind.
9. Maschinengestell nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (19) von flügelartigen vertikal ausgerichteten Flanschelementen (18, 18') begrenzt sind.
10. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstücke (2) auf beiden Seiten mit Aufnahmen (22) für die Vertikalsäulen (3, 3') versehen sind.
11. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich gegenüberliegende Vertikalsäulen (3, 3') zumindest teilweise im Bereich ihrer oberen Enden mittels Querbrücken (4) verbunden sind.
12. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstücke (2) und/oder die Querbrücken (4) als Gussteile hergestellt sind.
13. Maschinengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalsäulen zumindestens teilweise als Tragsäulen (3, 3') ausgebildet sind.
14. Maschinengestell nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragsäulen (3, 3') mit Fussteilen (1) versehen sind.
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