CH687770A5 - Rasenpflasterstein. - Google Patents
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Description
1
CH 687 770 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Rasenpflasterstein nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur Herstellung begrünbarer Rasenpflasterflächen sind Rasenpflastersteine in unterschiedlicher Ausführung bekannt. In der DE-OS 3 737 620 wird ein rechteckiger Rasenpflasterstein beschrieben, der an den Seitenflächen mit Nocken versehen ist, um die einzelnen Pflastersteine auf Abstand zueinander zu halten, und um mit Erdreich auffüllbare Fugen zu schaffen. Bei diesem Stein sind die Nocken jeweils beiderseits der Ecken des Betonsteins angebracht und haben schmale ebene Begrenzungsflächen, die am Eck in einem kreissförmigen Verlauf ineinander übergehen. Bei einer Verlegung der Betonsteine im engen Verbund, oder bei einer ausgerichteten Verlegung mit schmaler Fuge, liegen die ebenen Begrenzungsflächen der Nocken bei der Verbundverlegung an den längsseitig verlaufenden Stirnflächen des Betonsteins an, oder stossen mit ihren ebenen Begrenzungsflächen bei ausgerichteter Verlegung gegeneinander. Diese Tatsache wirkt sich als Nachteil aus, so dass beim Einwirken von Schubkräften, z.B. aufgrund der Bremskräfte von Fahrzeugen, die Pflastersteine sich verschieben können und das Verlegemuster gestört wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen Rasenpflasterstein zu schaffen, mit dem dieser Nachteil bei der Verbundveriegung vermieden wird, und der trotzdem die Möglichkeit der Verlegung mit einem Einsatzstein zur Herstellung breiter Fugen, wie dies durch die DE-OS 3 737 620 bekannt ist, erhalten bleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Massnahmen des Anspruchs 1 gelöst.
Mit dem nach der Erfindung ausgestalteten Rasenpflasterstein lässt sich eine begrünbare Pflasterfläche herstellen, bei der auch bei einer Verlegung mit enger Fuge eine Verzahnung der einzelnen Pflastersteine untereinander im Verbund vermieden wird, wenn durch Fahrzeugverkehr Schubkräfte eingeleitet werden.
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung des Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Rasenpflasterstein gemäss der Erfindung;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Rasenpflastersteins gemäss Fig. 1;
Fig. 3 ein Verlegemuster für die Rasenpflastersteine gemäss der Erfindung mit enger Fuge im Verbund;
Fig. 4 eine Verlegung der Rasenpflastersteine mit breiter Fuge zusammen mit einem Einsatzstein.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte, als Rasenpflasterstein ausgebildete Betonstein 10 hat die Form eines flachen länglich-rechteckigen Quaders mit einer im wesentlichen ebenen oberen Lauffläche 13 und einer ebenen Bodenfläche 17.
Am Übergang von der Lauffläche 13 zur Seitenfläche 11 ist eine Phase 12 ausgebildet. An den
Seitenflächen 11 sind Nocken 14 vorgesehen, die sich von der Bodenfläche 17 aus etwa über 2/3 der Höhe der Seitenfläche 11 erstrecken. Diese Nocken 14 befinden sich beiderseits der jeweils senkrechten Eckkante zweier aufeinanderstossender Seitenflächen und sind derart ausgestaltet, dass die ebenen aussenliegenden Begrenzungsflächen senkrecht in die Seitenflächen 11 an der eckabgewand-ten Seite und im Bereich der senkrechten Kanten des Betonsteins in einen kreisförmigen Aussenflä-chenverlauf 19 übergehen. Die ebenen Begrenzungsflächen 16 verlaufen parallel zu den zugeordneten Seitenflächen 11.
Wie sich aus Fig. 2 ergibt, ist die Oberfläche der Nocke abfallend gestaltet, wobei vorzugsweise ein Neigungswinkel von 15° Verwendung findet.
Um eine schubfeste Verzahnung bei einer Verlegung im Verbund mit enger Fuge sicherzustellen, ist vorgesehen, dass die äussere parallel zur längeren Seitenwand verlaufenden Begrenzungsflächen 16 der Nocken sich bis zu einer Querschnittsebene A erstrecken, die von der Querschnitts-Mittelebene B in einem Abstand a verläuft, der geringfügig grösser als die Summe der Nockenlänge b und der Nockendicke c ist. Für einen Betonstein mit den Abmessungen 24 cm x 17 cm beträgt z.B. der Abstand a = 6,2 cm und die Nockenabmessungen b = 4,3 cm und c = 1,5 cm.
Durch diese Ausgestaltung wird sichergestellt, dass eine Verlegung im Verbund mit enger Verzahnung, wie in Fig. 3 dargestellt, möglich ist.
Bei einer Verlegung der Betonsteine mit grosser Fuge unter Einfügung eines Einsatzsteines, wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist, ergibt sich ein Verlegemuster mit einer ebenfalls gegen Schubkräfte stabilen Verzahnung. Da bei diesem Verlegemuster die Einsatzsteine die gleiche Höhe wie die Nocken aufweisen, kann in den Fugen ausreichend Erdreich untergebracht werden, wobei das Erdreich über grosse Zwischenräume mit dem Untergrund in Verbindung steht, so dass Begrünungen möglich sind, für welche die Gefahr des Austrocknens bei trockener Witterung wesentlich geringer ist.
Wie sich aus der Darstellung gemäss Fig. 4 ergibt, wirken die Einsatzsteine wie eine Verriegelung gegen Querkräfte, unabhängig davon, ob solche Kräfte in Längs- oder Querrichtung einwirken.
Claims (4)
1. Rasenpflasterstein aus einem rechteckigen Betonstein mit im wesentlichen ebener Oberfläche und jeweils beiderseits der Ecken des Betonsteins aus den Seitenflächen herausstehenden Nocken, wobei die ebenen Begrenzungsflächen am Eck des Betonsteins in einem kreisförmigen Verlauf ineinander übergehen, und die Nocken sich über 50% bis 80% der Höhe des Betonssteins erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass sich die äusseren parallel zur längeren Seitenwand verlaufenden Begrenzungsflächen (16) der Nocken (14) bis zu einer Querschnittsebene (A) erstrecken, die von der Querschnittsmittelebene (B) in einem Abstand verläuft, der geringfügig grösser als die Summe der Nockenlänge (b) und der Nockendicke (c) ist.
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CH 687 770 A5
2. Rasenpflaster hergestellt mit Rasenpflasterstei-nen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl der Betonsteine zur Verlegung im Verbund mit kleiner Fuge so angeordnet ist, dass die Nocken eines Steines in der Längsfuge jeweils eine Nocke zweier in der danebenliegenden Reihe aneinander anschliessender Steine umgreifen, wobei in der Querfuge die Nocken aneinander anliegen.
3. Rasenpflaster hergestellt mit Rasenpflastersteinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Betonsteinen bei ausgerichteter Verlegung jeweils Nocke gegen Nocke liegend verlegt ist.
4. Rasenpflaster nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei ausgerichteter Verlegung mit breiter Fuge eine Vielzahl von Betonsteinen derart verlegt wird, dass der durch die kreisförmige Begrenzungsfläche von vier im Eckbereich aneinan-dergrenzenden Betonsteinen gebildete Freiraum mit einem runden Einsatzstein ausgefüllt ist.
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