CH687988A5 - Vorrichtung zum Handhaben von Hohlzylindern. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Handhaben von Hohlzylindern im allgemeinen, insbesondere aber zum Einsetzen von Druckzylindern, insbesondere Tiefdruckzylindern in ein Galvanikbad.
Um hohle Tiefdruckzylinder in ein Galvanikbad einzusetzen, ist es bekannt, auf beiden Seiten des Hohlzylinders Wellenstummel anzubringen, an denen dann ein Hebegerät, bspw. in Form eines Krans, angreift, oder eine Welle durch den Hohlzylinder hindurchzustecken, die an beiden Stirnseiten des Hohlzylinders vorsteht, so dass das Hebegerät an den Wellenenden angreifen kann.
Ein bedeutender Nachteil dieses Vorgehens nach dem Stand der Technik besteht darin, dass vor und nach der Galvanikbehandlung entsprechende Arbeitsschritte erforderlich sind. Im übrigen müssen für die Handhabung der Hohlzylinder passende Wellenstummel bzw. Wellen hergestellt und bereitgehalten werden.
Eine Anhebung von Druckzylindem, insbesondere Tiefdruckzylindern durch das Angreifen von Hebevorrichtungen an der zylindrischen Oberfläche der Zylinder kommt, wie auch bei vielen anderen technisch hochwertigen Hohlzylindern deshalb nicht in Frage, weil hierdurch die feine Oberfläche beschädigt werden könnte.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, welche ein sicheres Handhaben von Hohlzylindern im allgemeinen und von Druckzylindern im besonderen ermöglicht, ohne die fein bearbeitete Oberfläche der Hohlzylinder zu beschädigen, wobei die Vorrichtung ohne die bisher notwendige Anwendung von Zusatzgeräten, wie bspw. Wellenstummeln oder eine durchgesteckte Welle arbeiten, dennoch aber vorzugsweise die hohlen Stirnenden der Hohlzylinder freilassen soll, damit nach dem Einsetzen des Zylinders in eine Aufnahmevorrichtung, wie bspw. in ein Galvanikbad Arbeitselemente der Aufnahmevorrichtung in diese Stirnenden einsetzbar sind. Vorzugsweise soll sich die Handhabungsvorrichtung auch von den Hohlzylindern nach dem Einsetzen derselben in die Aufnahmevorrichtung trennen lassen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsge-mäss eine Handhabungsvorrichtung vorgesehen, die sich dadurch auszeichnet, dass zwei jeweils verjüngt ausgebildete, aufeinander zu und voneinander wegbewegbar angeordnete und an den Stirnseiten eines jeweiligen Hohlzylinders angreifende Halteelemente vorgesehen sind.
Bei der Handhabung von Druckzylindern, insbesondere von Tiefdruckzylindern ist die Handhabungsvorrichtung besonders zum Einsetzen von solchen Druckzylindern in ein Galvanikbad ausgebildet.
Bei einer besonders günstigen Ausführungsform der erfindungsgemässen Handhabungsvorrichtung sind die verjüngt ausgebildeten Halteelemente konisch verjüngt, vorzugsweise mit einem Konuswinkel im Bereich zwischen 60° und 135°, insbesondere von etwa 90°.
Im Prinzip können die Halteelemente konusförmi-
ge Zapfen sein, die in den hohlen Stirnenden der Druckzylinder eingeführt werden. Bei der Handhabung von Hohlzylindern wird dies aber die Stirnöffnungen blockieren, so dass bspw. bei Druckzylindern Probleme bei der Weiterbehandlung bei Aufnahme der jeweiligen Druckzylinder in das Galvanikbad auftreten würden.
Aus diesem Grunde wird erfindungsgemäss vorgesehen, dass die verjüngt ausgebildeten Halteelemente die Form von zwei einander zugewandt angeordneten konkaven Schalen aufweist, welche an den radial äusseren Stirnkanten des jeweiligen Hohlzylinders angreifen. Diese radial äusseren Stirnkanten können eine Abrundung oder eine Anfa-sung aufweisen, wobei durch geeignete Wahl des Konuswinkels der Halteelemente sichergestellt wird, dass diese an der Abrundung oder Anfasung selbst angreifen und nicht an einer scharfen Stirnkante unmittelbar benachbart der hochwertigen Oberfläche des Druckzylinders. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass diese hochwertige Oberfläche nicht beschädigt werden kann. Die Verwendung von konkaven Schalen hat den besonderen Vorteil, dass man Druckzylinder mit verschiedenen Durchmessern mittels der gleichen Halteelemente aufnehmen kann. Eine Anpassung an verschiedene Längen der Druckzylinder ist von vorneherein durch die erfindungsgemässe Möglichkeit der Bewegung der Halteelemente aufeinander zu und voneinander weg gegeben.
Besonders günstig ist es, wenn die konkav ausgebildeten Halteelemente bzw. Schalen eine zumindest im wesentlichen U-förmige Ausnehmung aufweisen, deren Tiefe in radialer Richtung der Schale grösser ist als der Radius der Schale und deren Breite etwas grösser als der Innendurchmesser der handzuhabenden Hohlzylinder an deren Stirnenden, jedoch kleiner als der minimale Aussendurchmesser der Stirnenden der im Durchmesser kleinsten aufzunehmenden Hohlzylinder ist. Durch diese U-förmige Ausnehmung wird einerseits die Möglichkeit gegeben, nach einer Bewegung der Halteelemente voneinander und von den Stirnenden des jeweiligen Hohlzylinders weg, die Handhabungseinrichtung von dem jeweiligen Hohlzylinder nach dessen Einsetzen in die Aufnahmevorrichtung zu entfernen, andererseits wird durch die besonderen Abmessungen der U-förmigen Ausnehmungen sichergestellt, dass der jeweilige Hohlzylinder nicht aus der Halterung herausfallen kann.
Weitere besondere Ausbildungen der erfindungsgemässen Handhabungsvorrichtung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiel mit Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, in welcher zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Handhabungsvorrichtung in einer Ausgangslage oberhalb eines hohlen Zylinders vor Aufnahme desselben,
Fig. 2 die gleiche Handhabungsvorrichtung wie Fig. 1, jedoch nach dem Herabsenken der Halteelemente, unmittelbar vor der Aufnahme des jeweiligen Hohlzylinders,
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Fig. 3 die Handhabungsvorrichtung der Fig. 2 nach dem Angreifen der Halteelemente an den Stirnenden des Hohlzylinders,
Fig. 4 die Anhebung des Hohlzylinders durch die Handhabungsvorrichtung,
Fig. 5 die Situation unmittelbar vor dem Herabsenken des Hohlzylinders in ein Galvanikbad,
Fig. 6 die Situation nach dem Herabsenken des Hohlzylinders in ein Galvanikbad, jedoch vor dem Einsetzen von Pinolen in die Stirnenden des Hohlzylinders,
Fig. 7 die gleiche Darstellung wie in Fig. 6, jedoch nach dem Einführen der Pinolen in die Stirnenden des Hohlzylinders und nach der Entfernung der Halteelemente von den Stirnenden,
Fig. 8 die Entfernung an Handhabungsvorrichtung vom Galvanikbad,
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung eines Halteelementes, so wie in der Vorrichtung nach den Fig. 1 bis 8 verwendet,
Fig. 10 eine vergrösserte schematische Darstellung des rechten Endes des hohlen Tiefdruckzylin-ders in etwa entsprechend der Fig. 6, während dieser Zylinder von den Halteelementen gehalten ist, und während der Einführbewegung eines Pinole in eine stirnseitige Öffnung des Hohlzylinders und zwar am Beispiel eines Druckzylinders mit einem relativ grossen Durchmesser,
Fig. 11 eine Darstellung entsprechend der Darstellung der Fig. 10, jedoch mit einem Tiefdruckzylinder mit einem kleinen Durchmesser, und
Fig. 12 eine Darstellung entsprechend der Darstellung der Fig. 5, jedoch nach dem Entfernen des Hohlzylinders vom Galvanikbad.
In der Zeichnung der Fig. 1 wird zunächst die Handhabungsvorrichtung 10 gezeigt, welche in diesem Beispiel von einem Balken 12 getragen ist, der bspw. den Querbalken eines Portalkrans darstellen kann. Die Vorrichtung 10 ist oberhalb eines auf einer Zylinderablage 14 angeordneten Hohlzylinders 16, der im vorliegenden Fall ein Tiefdruckzylinder ist, gezeigt, wobei die kleine Skizze auf der linken Seite der Fig. 1 eine zusätzliche Darstellung der Zylinderablage 14 in Richtung des Pfeils 18 zeigt. Aus dieser Skizze geht hervor, dass die Zylinderablage 14 fünf Aufnahmen 19 für Hohlzylinder aufweist. Die Zylinderablage 14, so wie sie in der Skizze links unten in Fig. 1 gezeigt ist, befindet sich in der Tat um 90° gedreht, direkt unterhalb der Handhabungsvorrichtung 10. Diese zusätzliche Skizze dient lediglich dem besseren Verständnis der Zeichnung.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass die Handhabungsvorrichtung 10 einen Tragbalken 20 aufweist, unterhalb welchem zwei Haltezangen 22 und 24 angeordnet sind. Die Haltezangen weisen Halteelemente in Form von konusförmig konkav ausgebildeten, einander zugewandten Schalen 26 bzw. 28 auf, die entsprechend dem Doppelpfeil 30 von einem Motor 32 aufeinander zu und voneinander wegbewegbar sind. Der am Tragbalken 20 angeordnete Motor 32 treibt über ein Getriebe mit Bremse 34 zwei Spindeln 36 und 37 an, und diese Spindeln sorgen über entsprechende Trapezmuttern 38, 40 für die Bewegung der Zangen 22, 24 bzw. der Halteelemente 26, 28 aufeinander zu und voneinander weg. Der Tragbalken ist zu diesem Zweck hohl ausgebildet und weist an seiner Unterseite einen durchgehenden Längsschlitz auf (in Fig. 1 nicht gezeigt), durch welche die die Halteelemente 26 und 28 tragenden Tragarme 42 bzw. 44 der Zangen 22, 24 hindurchragen. Die innerhalb des Balkens angeordneten Enden der Tragarme 42 und 44 sind an mit den Trapezmuttern verbundenen Laufwagen 45, 47 befestigt, die innerhalb des Tragbalkens mittels Rollen (nicht gezeigt) geführt werden, die an den nach innen weisenden, den Längsschlitz begrenzenden Schenkeln des Tragbalkens 20 abgestützt sind. Auf diese Weise wird das Gewicht der Zangen 22, 24 sowie einer von diesen getragenen Last direkt vom Tragbalken 20 getragen. Die Spindeln 36, 37 und die Trapezmutter 38 bzw. 40 dienen daher lediglich dazu, die Wagen innerhalb des hohlen Tragbalkens 20 zu verschieben. Zu diesem Zweck haben die Spindeln entgegengesetzte Steigungen, damit bei der einen Drehrichtung der Spindeln 34, 37 die Zangen 22 bzw. 24 aufeinander zu und bei der anderen Drehrichtung der Spindeln voneinander weg bewegbar sind. Die im Getriebe 34 eingebaute Bremse stellt sicher, dass die Haltezangen in einer einmal angefahrenen Stellung zuverlässig gehalten werden können.
Der Tragbalken 20, der in Fig. 1 in der angehobenen Stellung gezeigt wird, kann entsprechend dem Pfeil 50 nach unten herabgelassen werden, und zwar mittels einer Seilwinde 52 mit zwei Trommeln 54, 56, welche von einer gemeinsamen Welle 58 und einem gemeinsamen, die Welle 58 antreibenden Motor 60 angetrieben werden. Die Seilwinde weist zwei Seilzüge 62 und 64 auf, welche an entgegengesetzten Enden des Tragbalkens 20 angreifen. Konkret führt jeder der Seilzüge 62 bzw. 64 um am Tragbalken 20 drehbar befestigte Rollen 66, 68 U-förmig herum, wobei das eine Ende jedes Seilzuges an der die Seilwinde tragende Krantraverse 59 befestigt ist.
Das Bezugszeichen 70 deutet auf ein Gestängesystem hin, das dafür sorgt, dass der Tragbalken 20 seine Ausrichtung in Längsrichtung der Krantraverse 59 bzw. quer dazu, stets beibehält. Das Gestängesystem 70 geht klarer aus Fig. 2 hervor und wird später im Zusammenhang mit dieser Figur beschrieben.
Durch entsprechende Ansteuerung des Antriebsmotors 60 für die Seilwinde werden über die Welle 58 die beiden Trommeln 54 und 56 gleichzeitig gedreht und beide geben dabei die gleichen Längen von den Seilzügen 62 und 64 synchron frei, so dass der Tragbalken 20 mit den Zangen 22, 24 entsprechend dem Pfeil 50 herabgelassen werden kann. Zuvor wird durch Ansteuerung des Motors 32 ein Abstand zwischen den Zangen 22, 24 geschaffen, der grösser ist als die Länge L des jetzt aufzuhebenden Hohlzylinders 16.
Die Fig. 2 zeigt die gleiche Vorrichtung wie Fig. 1, wobei verschiedene Bezugszeichen und die Details des Spindelantriebs der Darstellung halber weggelassen sind und der Tragbalken 20 nunmehr so weit herabgesetzt ist, dass die Halteelemente
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26, 28 mit der Längsachse des Zylinders 16 ausgerichtet sind. Aus dieser Zeichnung geht die Auslegung des Gestängesystems 70 am besten hervor. Ein langes Glied 72 ist an seinen beiden Enden an jeweiligen verschiebbaren Muffen 74 und 76 angelenkt, wobei die Muffen 74 und 76 auf jeweiligen horizontal angeordneten Stangen 78 und 80 gleitbar gelagert sind. Ein oberer Lenker 82 des Gestängesystems 70 ist ausserdem an seinem einen Ende über eine sich senkrecht zur Krantraverse 59 erstreckende und in der waagerechten Richtung angeordnete Drehachse an der Krantraverse und mit seinem anderen Ende über eine weitere Drehachse 86 an dem langen Glied 72 angelenkt. In entsprechender Weise ist ein unterer Lenker 88 über eine waagerechte Drehachse 90 an einer am Tragbalken 20 befestigten Konsole 92 befestigt und über eine weitere Drehachse 94 am langen Glied 72 des Gestängesystems 70 ebenfalls angelenkt.
Das Gestängesystem 70 lässt somit Anheb- bzw. Absenkbewegungen des Tragbalkens 20 zu, indem die Muffen 74 und 76 an den Führungsstangen 78 und 90 entlanggleiten und dabei der Neigungswinkel des langen Gliedes 72 sich an die veränderte Distanz des Tragbalkens unterhalb der Krantraverse 59 anpasst. Diese Verschiebebewegung der Muffen 74 und 76 wird durch die oberen und unteren Lenker 82 bzw. 88 bewerkstelligt, wobei die Drehachsen 84 und 90 stets vertikal miteinander ausgerichtet bleiben und im übrigen eine Pendelbewegung des Tragbalkens aus der Ebene der Zeichnung heraus bzw. in die Ebene der Zeichnung hinein verhindern. Mit anderen Worten verhindert das Gestängesystem 70 eine Bewegung des Tragbalkens 20 in seiner Längsrichtung oder quer dazu, gestattet jedoch die Anheb- bzw. Absenkbewegung des Tragbalkens 20.
Die Krantraverse 59 kann entweder starr an dem Balken 12 befestigt sein, bspw. dann, wenn dieser Balken 12 den oberen Querbalken eines Portal-krans darstellt, könnte aber auch auf andere Weise senkrecht zu der Ebene der Zeichnung der Fig. 1 verschoben werden, bspw. über Laufkatzen, wiebei 96 und 98 dargestellt, die an jeweiligen I-Trägern 100 und 102 rollbar gelagert sind. In diesem Falle stellt der Balken 12 bspw. einen Dachbalken einer Halle dar, welcher die I-Träger 100 bzw. 102 abstützt. Es werden dann mehrere solche Balken 12 hintereinander angeordnet. Schliesslich kämen auch andere Ausführungsformen in Betracht, bspw. wäre es durchaus möglich, die Krantraverse 59 entweder zusätzlich oder ergänzend zu der gezeigten Anordnung um eine vertikale Achse drehbar zu machen, so dass auch die Drehorientierung der Längsrichtung der angehobenen Hohlzylinder variiert werden könnte.
Die Benutzung der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Anheben 1 von Hohlzylindern 16 wird nunmehr anhand der weiteren Zeichnungen in der Reihenfolge ihrer Numerierung erläutert.
Ausgehend aus der in Fig. 2 gezeigten Lage wird zunächst der Motor 32 angesteuert, um eine Bewegung der beiden Halteelemente 26 und 28 aufeinander zu zu bewerkstelligen (Pfeile 30). Diese gelangen dann, wie in Fig. 3 gezeigt, in Berührung mit den äusseren Stirnkanten der Stirnenden des jeweiligen Hohlzylinders 16, so dass die Längsachse 104 des Zylinders 16 mit den mittleren Achsen der jeweiligen konusförmigen Halterungen 26 und 28 in Ausrichtung gelangt. Als nächstes wird entsprechend der Fig. 4 durch Ansteuern des Motors 60 in der entsprechenden Richtung der Tragbalken 20 in Pfeilrichtung 106 wieder angehoben, so dass der Tragbalken in etwa die Ausgangslage gemäss Fig. 1 erreicht, diesmals aber den Hohlzylinder 16 festhält. Während dieses Vorganges ist die Bremse des Getriebes 34 angezogen, um sicher zu sein, dass sich die Halteelemente nicht voneinander weg bewegen können, und der Hohlzylinder nicht nach unten aus den konusförmigen Halterungen herausfallen kann.
Danach wird die Handhabungsvorrichtung 10 in einer Richtuna senkrecht zur Zeichnung der Fig. 4 bewegt, bspw. durch Bewegung der Laufkatzen 96 und 98 entlang der I-Träger 100 bzw. 102 (oder bei Ausbildung des Balkens 12 als Querbalken eines Portalkrans) durch eine entsprechende Verfahrbewegung des Portalkrans, bis sie oberhalb eines Galvanikbades 107 positioniert ist, so wie in Fig. 5 gezeigt. Der Motor 60 der Seilwinde wird nunmehr noch einmal angesteuert, wiederum in umgekehrter Richtung, so dass entsprechend der Fig. 1 der Tragbalken 20 in Pfeilrichtung 50 herabgelassen wird, um den Hohlzylinder 16 in das Galvanikbad 107 einzusetzen. Bei dieser nach unten gerichteten Bewegung 50 gelangen Führungszapfen 108 und 110, welche an der Unterseite des Tragbalkens 20 angeordnet sind, in Berührung mit entsprechenden Gegenführungen 112 bzw. 114, welche mit den konusförmigen Führungszapfen zusammenarbeitende Schrägflächen aufweisen und die Ausrichtung des Hohlzylinders in das Galvanikbad sicherstellen, so wie in Fig. 6 gezeigt.
Wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, weist das Galvanikbad 107 zwei Pinolen 116 und 118 auf, welche in den Pfeilrichtungen 113, 115 durch U-för-mige Ausnehmungen 117, 119 (am besten in Fig. 9 zu sehen) durch die Halteelemente 26 bzw. 28 hindurch, in die stimseitigen Öffnungen des hohlen Zylinders 16 hineingefahren werden können, wie bspw. in der Fig. 7 gezeigt. Nach Aufnahme des Hohlzylinders zwischen den beiden Pinolen 116, 118 wird der Hohlzylinder 16 von den Pinolen getragen und kann von diesen ggfs. im Galvanikbad zu einer Drehbewegung angetrieben werden. Die Längsachsen der Pinolen sind aufgrund der AbStützung des Balkens 20 durch die Führungselemente 112 bzw. 114 mit der mittleren Längsachse des hohlen Zylinders ausgerichtet. Die Pinolen können in an sich bekannter Weise ausgebildet werden, um eine Drehbewegung des Hohlzylinders im Galvanikbad zu erreichen und um den Druckzylinder 16 für die Galvanikbehandlung mit einer äusseren Stromquelle zu verbinden.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, wird nach der Aufnahme des Hohlzylinders 16 in die durch das Galvanikbad 107 dargestellte Aufnahmevorrichtung und nach der Übernahme des Hohlzylinders durch die Pinolen 116, 118 der Motor 32 noch einmal angesteuert, um die Halteelemente 26 und 28 entspre-
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chend den Pfeilen 120 bzw. 122 voneinander und von den Stirnenden des Hohlzylinders 16 wegzubewegen. Zu diesem Zweck sind die U-förmigen Ausnehmungen 117, 119 in den Halteelementen 26, 28 in der Breite etwas grösser bemessen als der Durchmesser der Pinolen 116 bzw. 118.
Nachdem die Lage entsprechend der Fig. 7 erreicht ist, kann der Tragbalken 20 durch entsprechende Ansteuerung des Motors 60 wieder angehoben werden, wie in Fig. 8 dargestellt. D.h. der Tragbalken bewegt sich wieder nach oben, entsprechend der Pfeilrichtung 106, wobei die U-förmigen Ausnehmungen 117, 119 in den Halteelementen 26, 28 ermöglichen, dass sich diese von den Pinolen trennen. Die Behandlung des Hohlzylinders im Galvanikbad 107 kann dann entsprechend dem jeweils gewählten Verfahren erfolgen. Nach Beendigung der Behandlung wird der Druckzylinder 16 wieder aus dem Galvanikbad 107 entfernt und es werden im wesentlichen die Bewegungsvorgänge entsprechend den Fig. 1 bis 8 aber jetzt in der umgekehrten Reihenfolge ausgeführt.
Aus der Fig. 9 kann die U-förmige Ausnehmung 119 in dem Halteelement 28 im Verhältnis zum Durchmesser des hohlen Zylinders 16 gesehen werden, und zwar bei Anwendung eines Hohlzylinders, der den kleinstmöglichen Aussendurchmesser Dmin aufweist, der vom Halteelement 28 bzw. vom weiteren Halteelement 26 aufgenommen werden kann. Nan sieht, dass die Breite B der U-förmigen Ausnehmung zwar grösser ist als der Innendurchmesser D1 der Stirnöffnung 128 des Hohlzylinders, um die Einführung einer Aufnahmevorrichtung in der Stirnöffnung zu ermöglichen, jedoch kleiner ist als der maximale Aussendurchmesser D2 = Dmin des Hohlzylinders 16 an dem Stirnende. Auf dieser Weise wird sichergestellt, dass der Punkt Y, wo sozusagen die Seitenwand der U-förmigen Ausnehmung den Aussendurchmesser des Hohlzylinders 16 schneidet, unterhalb der mittleren Achse 104 des Hohlzylinders liegt, wobei sichergestellt ist, dass der Hohlzylinder nicht aus den Halteelementen 26 bzw. 28 herausfallen kann. Es ist auch aus Fig. 9 ersichtlich, dass der Tragarm 44 eine der Breite der Ausnehmung 119 entsprechende Unter-brechnung aufweist.
Die Fig. 10 und 11 zeigen anhand des Halteelements 28 wie die Halteelemente der vorliegenden Erfindung (wobei das Halteelement 26 entsprechend ausgebildet ist) die Verwendung der erfin-dungsgemässen Handhabungsvorrichtung mit Hohlzylindern 16 verschiedener Durchmesser ermöglichen. Bei der Fig. 10 wird die Anordnung gezeigt mit einem Druckzylinder 16 mit dem grösstmögli-chen Aussendurchmesser Dmax an den Stirnenden. Die Abrundung 120 liegt an der radial äusseren Stirnkante des Hohlzylinders 16 an dem konusförmigen Halteelement 28 an einer radial weit nach aussen liegenden Stelle an, so dass ein Hohlzylinder mit diesem Durchmesser auf alle Fälle von dem Halteelement 28 (im Zusammenarbeit mit dem entsprechenden Halteelement 26) angehoben und gehandhabt werden kann. Man erkennt, wie die Pinole 118 durch die U-förmige Öffnung des Halteelementes 28 in Pfeilrichtung 115 hindurchbewegt werden kann. Die Pinole 118 ist kurz vor dem Erreichen ihrer endgültigen Position in der Öffnung 128 in der Stirnseite des Hohlzylinders 16 dargestellt. Ggf. kann eine Ringdichtung 122 am Stirnende der Pinole 118 angeordnet werden, um den Eintritt von Flüssigkeit in den Hohlzylinder 16 zu verhindern. Zur Stromübertragung von einer äusseren Stromquelle (nicht gezeigt) zum Hohlzylinder ist die Pinole 118 mit einem Stromübertragungsring 129 versehen.
Auch nach Fig. 10 ist die konusförmige Schale bzw. das konusförmige Halteelement 28 an dem Tragarm 44 über Bolzen wie bei 130 befestigt. Auf diese Weise können die Halteelemente 28 nicht nur im Falle von Verschleiss ausgewechselt werden sondern sie können an die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Anwender, d.h. der handzuhabenden Hohlzylinder angepasst werden.
Die Fig. 11 zeigt im Gegensatz zu der Fig. 10, wie das gleiche Halteelement 28 mit einem kleineren Druckzylinder 16 mit dem in diesem Falle kleinstmöglichen Durchmesser Dmin an den Stirnenden verwendet werden kann. Die entsprechende Abrundung 120 legt sich hier im kleinsten Durchmesserbereich des konusförmigen Halteelements 28 an diese an, wobei die Pinole 118, welche an die stirnseitige Öffnung des Zylinders angepasst ist, dennoch zuverlässig in diese Öffnung durch die Öffnung des Halteelementes 28 hindurch in Pfeilrichtung 115 eingeführt werden kann.
Fig. 12 entspricht in etwa der Fig. 5, zeigt jedoch die Lage bei der Entfernung des Hohlzylinders 16 aus dem Galvanikbad. Da der Zylinder 16 in einer Elektrolytflüssigkeit behandelt wird, muss erwartet werden, dass diese Behandlungsflüssigkeit vom Zylinder 16 abtropft. Um diese abtropfende Flüssigkeit zu sammeln, wird bei der Ausführung der Fig. 12 eine Abtropfwanne 132 an zwei Schwenkarmen 134 bzw. 136 am Tragbalken 20 schwenkbar angelenkt. Diese Wanne kann mittels nicht gezeigter mechanischer Mitnahmemittel aus dem Arbeitsbereich der Halteelemente herausgeschwenkt und bei der Entfernung des Hohlzylinders aus dem Galvanikbad wieder zurückgeschwenkt werden, um die abtropfende Flüssigkeit aufzufangen. Die in der Wanne in geringer Menge gesammelte Flüssigkeit verdunstet.
Schliesslich soll betont werden, dass die erfin-dungsgemässe Vorrichtung auch in anderen Bereichen einsetzbar ist, wo es gilt, Hohlzylinder handzuhaben und in andere Aufnahmevorrichtungen hineinzusetzen bzw. aus diesen hinauszuheben.
Claims (16)
1. Vorrichtung (10) zum Handhaben von Hohlzylindern (16), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zwei jeweils verjüngt ausgebildete, aufeinander zu und voneinander weg bewegbar angeordnete, an den Stirnseiten eines Hohlzylinders (16) angreifende Halteelemente (26, 28) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Handhaben von Druckzylindern (16), insbesondere von Tiefdruckzylindern bspw. zum Einsetzen derselben in ein Galvanikband, ausgebildet ist.
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3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die verjüngt ausgebildeten Halteelemente (26, 28) konisch verjüngt sind, vorzugsweise mit einem Konuswinkel im Bereich zwischen 60° und 135°, insbesondere etwa 90°.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die verjüngt ausgebildeten Halteelemente (26, 28) die Form von zwei einander zugewandt angeordneten konkaven Schalen aufweist, welche an den radial äusseren Stirnkanten (120) des jeweiligen Hohlzylinders (16) angreifen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die konkav ausgebildeten Halteelemente (26, 28) eine radial gerichtete U-förmige Ausnehmung (117, 119) aufweisen, deren Breite (B) etwas grösser als der innere Durchmesser (D1) der handzuhabenden Hohlzylinder an deren Stirnenden, jedoch kleiner als der Aussendurchmesser (Dmin) des im Durchmesser kleinsten handzuhabenden Hohlzylinders an dessen Stirnende ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (26, 28) jeweilige Tragarme (42, 44) aufweisen, welche aufeinander zu und voneinander weg bewegbar in bzw. an einem Tragbalken (20) geführt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (26, 28) auswechselbar an den jeweiligen Tragarmen (42, 44) befestigbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Halteelemente (26, 28) aufeinander zu und voneinander weg durch eine drehbare, dem Balken zugeordnete Spindeleinrichtung (36, 37) mit Antriebsmotor (32) bewerkstelligbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindeleinrichtung (36, 37) mit an den jeweiligen Tragarmen (42, 44) angeordneten Trapezmuttern zur Verschiebung der Halteelemente zusammenarbeitet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Antriebsmotor (32) eine Bremse zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden des Tragbalkens Führungszapfen (108, 110) angeordnet sind, welche beim Einsetzen der Hohlzylinder in eine Aufnahmevorrichtung (107) die Längsachse (104) des Hohlzylinders (16) mit einer Aufnahmeachse der Aufnahmevorrichtung ausrichten, um bspw. so die Einführung von in Richtung der Aufnahmeachse verschiebbaren Pinolen (116, 118) der Aufnahmevorrichtung in die hohlen Stirnenden der Hohlzylinder zu ermöglichen.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragbalken (20) heb- und senkbar und ggf. mindestens um eine vertikale Achse drehbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragbalken (20) dazu ausgebildet ist, von einer Traverse (12) eines Krans, vorzugsweise eines Portalkrans getragen zu werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Heben und Senken des Tragbalkens mittels zweier Seilzüge (62, 64) bewerkstelligbar ist, welche zumindest im wesentlichen an den Endbereichen des Tragbalkens (20) angreifen und von jeweiligen Trommeln (54, 56) einer oberhalb des Tragbalkens (20) an einer oder an der Traverse (59) montierten Seilwinde (52) ab- bzw. aufwickelbar sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Heb- und Senkbewegung des Tragbalkens (20) zulassendes, jedoch eine Bewegung dieses in seiner Längsrichtung oder quer dazu verhinderndes Gestängesystem (70) zwischen dem Tragbalken (20) und der Traverse (59) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum jeweiligen Hohlzylinder (16), unterhalb der Halteelemente (26, 28), eine Abtropfwanne (132) angeordnet ist und vorzugsweise von zwei von den Halteelementen (26, 28) wegschwenkbar angeordneten Armen (134, 136) getragen ist, welche bspw. an oder oberhalb des Tragbalkens (20) angelenkt sind.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01387/93A CH687988A5 (de) | 1993-05-06 | 1993-05-06 | Vorrichtung zum Handhaben von Hohlzylindern. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01387/93A CH687988A5 (de) | 1993-05-06 | 1993-05-06 | Vorrichtung zum Handhaben von Hohlzylindern. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH687988A5 true CH687988A5 (de) | 1997-04-15 |
Family
ID=4209245
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH01387/93A CH687988A5 (de) | 1993-05-06 | 1993-05-06 | Vorrichtung zum Handhaben von Hohlzylindern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH687988A5 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6184399A (ja) * | 1984-09-29 | 1986-04-28 | Mita Ind Co Ltd | 陽極酸化処理用治具 |
| EP0226011A1 (de) * | 1985-12-16 | 1987-06-24 | MDC Max Dätwyler Bleienbach AG | Vorrichtung zur galvanischen Behandlung von Druckzylindern |
-
1993
- 1993-05-06 CH CH01387/93A patent/CH687988A5/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6184399A (ja) * | 1984-09-29 | 1986-04-28 | Mita Ind Co Ltd | 陽極酸化処理用治具 |
| EP0226011A1 (de) * | 1985-12-16 | 1987-06-24 | MDC Max Dätwyler Bleienbach AG | Vorrichtung zur galvanischen Behandlung von Druckzylindern |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Patent Abstracts of Japan, Band 10, Nr. 258 (C-370)(2314), 4. September 1986, & JP,A,61084399 (MITA IND. CO., LTD) 28. April 1986, siehe Zusammenfassung * |
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Representative=s name: KELLER & PARTNER PATENTANWAELTE AG |
|
| PL | Patent ceased |