CH688143A5 - Vorrichtung zum Füllen von unrunden Kannen mit Textilfaserband. - Google Patents
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Description
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Beschreibung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Füllen von unrunden Kannen mit Textilfaser-band auf einer das Faserband produzierenden Textilmaschine, die einen Grundrahmen und eine über der unrunden Kanne gelagerte Kannenablage enthält, wobei die unrunden Kannen auf einem Förderer mit ihrer Längsachsenebene senkrecht zur Bewegungsrichtung des Förderers angeordnet sind.
Stand der Technik
In letzter Zeit werden in den Spinnereien, besonders in den mit Offen-End-Spinnmaschinen ausgestatteten Spinnereien, die runden Kannen für den Transport des Faserbandes von einer ersten, das Faserband produzierenden Maschine zu einer zweiten, das Faserband verarbeitenden Maschine immer häufiger durch unrunde Kannen ersetzt. Die Verwendung von unrunden Kannen zeigt sich besonders vom Gesichtspunkt der Automatisierung der Fertigungsprozesse in der Spinnerei als vorteilhaft, weil sie grosses Volumen haben, leicht genau zu orientieren sind und in einer das Faserband verarbeitenden Maschine in einer Reihe nebeneinander angeordnet werden können, wobei unter jeder Arbeitsstelle der Maschine eine unrunde Kanne vorgesehen ist.
Bekannt sind zwei Verfahren zum Füllen von unrunden Kannen mit Faserband. So werden z.B. nach EP 270 164 oder nach EP 340 459 die geleerten unrunden Kannen an einer und derselben Arbeitsstelle einer Offen-End-Spinnmaschine von einer speziellen, grosse Menge des Faserbandes enthaltenden Vorrichtung gefüllt. Diese Vorrichtung enthält einen speziellen Mechanismus zum Hinausschieben der unrunden Kanne aus ihrer Lage unter der Arbeitsstelle, wonach diese Vorrichtung eine leere unrunde Kanne unter ihre Textilfaservertei-lungseinrichtung legt, die das Ablegen der erforderlichen Menge des Faserbandes aus seiner bereitgestellten grossen Menge in die unrunde Kanne besorgt.
Zum Ablegen des Faserbandes in die unrunde Kanne dient eine Ablegevorrichtung, ausgestattet entweder mit einer einfachen Kannenablage oder mit einem Drehkopf, wobei der Mechanismus zum Hinausschieben der unrunden Kanne aus der Lage unter dem Arbeitsplatz gleichzeitig auch für die Einstellung der richtigen Lage der unrunden Kanne während des Ablegevorgangs durch die Ablegevorrichtung sorgt. Nach Abschluss des Ablegevorgangs wird die gefüllte unrunde Kanne durch den erwähnten Ausschiebemechanismus zurück unter die Arbeitsstelle der Offen-End-Spinnmaschine eingelegt.
Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, dass während des Verstellens der erforderlichen Menge des Faserbandes in die unrunde Kanne die zugeordnete Arbeitsstelle der Offen-End-Spinnmaschine untätig ist.
Der Transport einer grossen Faserbandmenge und seine Verstellung aus der grossen Menge in eine unrunde Kanne stellt eine ungünstige Handhabung des Faserbandes dar, das auf einer Karde oder Strecke hergestellt wurde, denn es kommt hier zu unumkehrbaren Änderungen des Querschnitts des Faserbandes, zu gegenseitigem Verschub der einzelnen Textilfasern im Faserband, dadurch zur Verschlechterung der Bedingungen bei seiner weiteren technologischen Verarbeitung auf der Offen-End-Spinnmaschine, und folglich zum Reissen des sich bildenden Garnes und zum Entstehen verjüngter Stellen, wodurch die Qualität des sich bildenden Garnes beeinträchtigt wird.
Bei dem anderen bekannten Verfahren zur Füllung von unrunden Kannen wird das Faserband in die unrunden Kannen direkt auf der das Faserband produzierenden Maschine, z.B. auf einer Strecke oder Karde abgelegt. Nach ihrem Auffüllen werden die unrunden Kannen zur Offen-End-Maschine befördert, wo sie die entleerten unrunden Kannen ersetzen.
Beim Ablegen des Faserbandes in die unrunde Kanne ist am Ausgang der das Faserband produzierenden Vorrichtung ein Drehkopf vorgesehen, wobei die unrunde Kanne unter dem Drehkopf in ihrer Verstellungseinrichtung in Richtung ihrer Längsachse gelagert ist. Infolge der geradlinigen Hin- und Herbewegung gegenüber dem sich drehenden Drehkopf wird das Faserband in die unrunde Kanne in Zykloidenkurven abgelegt.
Der Mechanismus zur Ausübung dieser geradlinigen Hin- und Herbewegung wird beträchtlich beansprucht und muss auf die volle Masse der mit Faserband gefüllten unrunden Kanne dimensioniert werden, wobei dieser Mechanismus weiter noch dadurch kompliziert wird, dass er eine Einrichtung zum Heben des beweglichen Bodens der unrunden Kanne enthält.
Ein weiterer Nachteil besteht in der Notwendigkeit, beim Ersetzen der vollen unrunden Kanne durch eine leere Kanne die Ablegegeschwindigkeit (Auffüllgeschwindigkeit) zu senken, weil sonst eine beträchtliche Menge des Faserbandes ausserhalb der unrunden Kanne geraten würde. Die Menge des so entgangenen Faserbandes hängt von seiner Ablegegeschwindigkeit ab; bei zu grosser Geschwindigkeit verursacht das entgangene Faserband zwischen den unrunden Kannen das Blockieren der ganzen Vorrichtung.
Durch steile Senkung der Geschwindigkeit einer das Faserband produzierenden Maschine, z.B. einer Strecke oder Karde, verschlechtert sich die Qualität des Faserbandes. Die Erfindung bezweckt daher, eine solche Vorrichtung zum Ablegen des Faserbandes in unrunde Kannen zu schaffen, die es ermöglicht, den Austausch der Kannen bei hohen Ablegegeschwindigkeiten des Faserbandes ohne Änderung der Geschwindigkeit der das Faserband produzierenden Maschine durchzuführen.
Wesen der Erfindung
Die oben genannten Nachteile des bisherigen Standes der Technik beseitigt die Vorrichtung zum Füllen von unrunden Kannen auf einer das Faserband produzierenden Maschine, die einen Grund5
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rahmen und eine über der unrunden Kanne gelagerte Kannenablage enthält und deren Prinzip darin besteht, dass die Kannenablage in Richtung der Längsachsenebene der unrunden Kanne verstellbar gelagert ist. Die Kannenablage kann auf einem Hilfsrahmen gelagert werden, der in der zur Längsachsenebene der unrunden Kanne verstellbar gelagert ist auf den am Grundrahmen befestigten Führungsmitteln des Hilfsrahmens und mit einer Ver-stelleinrichtung des Hilfsrahmens gekoppelt ist.
In einer bevorzugten Ausführung ist die Verstell-einrichtung des Hilfsrahmens durch zwei doppeltwirkende pneumatische Zylinder gebildet.
Nach einem anderen bevorzugten Merkmal ist die Kannenablage auf einem Führungsmittel der Kannenablage verschiebbar gelagert und mit einem Mitnehmer der Kannenablage gekoppelt.
Der Mitnehmer der Kannenablage kann durch eine mit einem Umkehrantrieb gekoppelte Bewegungsschraube gebildet sein.
Die Kannenablage kann ausserdem mit einem im Hilfsrahmen gelagerten beweglichen Deckel verbunden sein.
Übersicht der Abbildungen
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zum Füllen von unrunden Kannen mit Textilfaserband ist schematisch dargestellt in beiliegender Zeichnung, in der bedeutet Abb. 1 die Vorderansicht und Abb. 2 den Grundriss der Vorrichtung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
Die Vorrichtung zum Füllen einer unrunden Kanne mit Textilfaserband enthält einen aus einer Stangenkonstruktion bestehenden Grundrahmen 1, wobei die Höhe der oberen Tragstangen 2 grösser als die Höhe der unrunden Kanne 2 ist. Im unteren Teil des Grundrahmens 1 befindet sich ein Förderer 4 der unrunden Kannen 3, der im dargestellten Ausführungsbeispiel als ein verschiebbarer Rost ausgebildet ist, aber auch in einer anderen bekannten Weise gebildet sein kann. Auf dem Förderer 4 sind die unrunden Kannen 2 mit ihrer Längsachsenebene 21 senkrecht zur Bewegungsrichtung des Förderers gelagert, wobei die unrunden Kannen 2 auf dem Förderer 4 in einer bekannten Weise gehalten werden können.
Zwischen den oberen Tragstangen 2 sind parallel zur Bewegungsrichtung des Förderers 4 der unrunden Kannen 2 zwei Führungsmittel 5 des Hilfsrahmens gelagert, auf denen im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Hilfsrahmen g verschiebbar gelagert ist, der ein Führungsmittel 7 der Kannenablage enthält. Das Führungsmittel 7 ist senkrecht zur Bewegungsrichtung des Förderers 4 der unrunden Kannen 2. d.h. parallel zu den Längsachsenebenen 31 der auf dem Förderer 4 angeordneten unrunden Kannen 2 gelagert. Parallel zum Führungsmittel 7 der Kannenablage ist am Hilfsrahmen g ein z.B. aus einer Bewegungsschraube bestehender Mitnehmer 8 gelagert und mit einem Umkehrantrieb versehen, der in beiden Richtungen drehen und diese Bewegung auch dem Mitnehmer 2 erteilen kann.
Mit dem Mitnehmer 8 ist auch eine Kannenablage IQ gekoppelt, die gleichzeitig am Führungsmittel Z gelagert ist. Die Kannenablage IQ enthält einen mit einer schrägen Ausführung 12 versehenen Drehteller H. Durch die schräge Ausführung 12 verläuft ein Textilfaserband 12, das z.B. von einer nicht dargestellten Karde zugeführt wird.
Der Drehteller H ist in einer bekannten Weise, z.B. durch einen Antriebsriemen 14 mit einem nicht dargestellten Antriebsmechanismus verbunden.
Dem Hilfsrahmen § ist eine Versteileinrichtung zugeordnet, die im dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei doppeltwirkenden, am Grundrahmen 1 parallel zu den Führungsmitteln 5 gelagerten pneumatischen Zylindern 15 besteht. Die pneumatischen Zylinder 15 sind auf den gegenüberliegenden Seiten des Hilfsrahmens fi angeordnet und ihre Kolben sind mit diesem Hilfsrahmen £ verbunden. Der Innenraum der pneumatischen Zylinder 15 ist auf bekannte Weise über eine nicht dargestellte Betätigungseinrichtung mit einer nicht dargestellten Quelle eines Druckmittels verbunden. Die Grenzlagen der Verstellung des Hilfsrahmens £ entsprechen wenigstens dem Abstand zwischen den Längsachsenebenen 21 von zwei auf dem Förderer 4 nebeneinander aufgesetzten unrunden Kannen 2-
Der Hilfsrahmen S ist mit einem beweglichen Deckel 16 ausgestattet, in dem nur eine Öffnung für den Drehteller H vorgesehen ist. Der bewegliche Deckel 1£ ist mit der Kannenablage 1Û gekoppelt und dient dazu, das Ablegen des Textilfaser-bandes 12 ausserhalb der sich füllenden unrunden Kanne 2 zu vermeiden.
Das Faserband 12 wird aus einer das Faserband produzierenden Maschine, z.B. aus einer Karde, in bekannter Weise der Kannenablage IQ zugeführt und dort in die schräge Ausführung 12 des sich drehenden Drehtellers H eingeführt. Die schräge Ausführung 12 ist so gelagert, dass die Eingangsöffnung in der Achse des Drehtellers H und die Ausgangsöfnung an einem Durchmesser liegt, der einer Hälfte der Breite der unrunden Kanne 2, vermindert um etwa den Durchmesser des abzulegenden Faserbandes, gleich ist.
Gleichzeitig mit dem Drehen des Drehtellers H führt die Kannenablage 10 eine geradlinige Hin-und Herbewegung über die ganze Länge der sich füllenden unrunden Kanne 2 aus, so dass das Faserband 12 in Zykloidenkurven abgelegt wird. Die Länge der geradlinigen Hin- und Herbewegung der Kannenablage IQ gleicht der Differenz zwischen der Länge und der Breite der unrunden Kanne 2-Die geradlinige Hin- und Herbewegung der unrunden Kanne 2 wird durch die Hin- und Herdrehbewegung des Umkehrantriebs 9 besorgt.
Bei ihrer geradlinigen Hin- und Herbewegung über der unrunden Kanne 2 bewegt sich die Kannenablage IQ am Führungsmittel 7. Dank ihrer Verbindung mit dem beweglichen Deckel 1£ ist der Raum über der unrunden Kanne 2 ausserhalb des Drehtellers H geschlossen, wodurch das Ablegen des Faserbandes 12 ausserhalb der unrunden Kanne 2 verhindert wird.
Sobald die unter der Kannenablage 1Û gelagerte unrunde Kanne 2 voll ist, setzt sich die Verstellein5
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richtung des Hilfsrahmens 6 in Gang und verstellt sehr schnell den Hilfsrahmen S über die nächste, leere, unrunde Kanne 3, so dass die Kannenablage
10 ohne Stillsetzen des Drehtellers H und ohne Senkung seiner Drehgeschwindigkeit über die leere unrunde Kanne 3 zu liegen kommt, worauf das Faserband 13 unterbrochen wird, das ohne Senkung der Geschwindigkeit seiner Zufuhr durch die Ausführung 12 des Drehtellers 11 mit unveränderter Geschwindigkeit durchgeht und in die leere unrunde Kanne 3 abgelegt wird.
Daraufhin beginnt sich der Förderer 4 der unrunden Kannen 3 zu verstellen, wobei die VerStelleinrichtung des Hilfsrahmens fi den Hilfsrahmen 6 in seine Grundarbeitslage mit derselben Geschwindigkeit verstellt, mit der sich der Förderer 4 der unrunden Kannen 3 bewegt. Sobald der Hilfsrahmen 6 seine Grundarbeitslage erreicht, befindet sich auch die unrunde Kanne 3 in ihrer Füllage und die Bewegung des Förderers 4 der unrunden Kannen 3 und der VerStelleinrichtung des Hilfsrahmens 6 hört auf. Im ganzen Verlauf der Rückbewegung des Hilfsrahmens fi liegt die Drehachse des Drehtellers
11 der Kannenablage IQ in der Längsachsenebene 31 der unrunden Kanne 3-
Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die VerStelleinrichtung des Hilfsrahmens fi aus zwei doppeltwirkenden pneumatischen Zylindern.
Anwendungsbereich
Die Vorrichtung zum Ablegen des Textilbandes in unrunde Kannen ermöglicht den Kannenaustausch ohne Unterbrechen und ohne Senken der Zufüh-rungsgeschwidigkeit des Faserbandes auch bei hoher Zuführungsgeschwindigkeit und kann bei das Faserband produzierenden Textilmaschinen angewandt werden.
Verzeichnis der Bezugszeichen
1 Grundrahmen
2 obere Tragstange
3 unrunde Kanne
31 Längsachsenebene der unrunden Kanne
4 Förderer der unrunden Kannen
5 Führungsmittel des Hilfsrahmens
6 Hilfsrahmen
7 Führungsmittel der Kannenablage
8 Mitnehmer der Kannenablage
9 Umkehrantrieb
10 Kannenablage
11 Drehteller
12 schräge Ausführung
13 Textilfaserband
14 Antriebsriemen
15 pneumatischer Zylinder
16 beweglicher Deckel
17 Unterbrechungsvorrichtung des Faserbandes Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Füllen von unrunden Kannen mit Textilfaserband auf einer das Faserband produzierenden Textilmaschine, die einen Grundrahmen und eine über der unrunden Kanne gelagerte Kannenablage enthält, wobei die unrunden Kannen auf einem Förderer mit ihrer Längsachsenebene senkrecht zur Bewegungsrichtung des Förderers angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kannenablage (10) in Richtung der Längsachsenebene (31) der unrunden Kanne (3) verstellbar angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kannenablage (10) auf einem Hilfsrahmen (6) gelagert ist, der auf den am Grundrahmen (1) befestigten Führungsmitteln (5) in der zur Längsachsenebene (31) der unrunden Kanne (3) senkrechten Richtung verstellbar und mit einer VerStelleinrichtung des Hilfsrahmens (6) gekoppelt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die VerStelleinrichtung des Hilfsrahmens (6) aus zwei doppeltwirkenden pneumatischen Zylindern (15) besteht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kannenablage (10) am Führungsmittel (7) der Kannenablage fest gelagert und mit einem Mitnehmer (8) der Kannenablage (10) gekoppelt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (8) der Kannenablage (10) aus einer mit einem Umkehrantrieb (9) verbundenen Bewegungsschraube besteht.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kannenablage (10) mit einem im Hilfsrahmen (6) gelagerten beweglichen Deckel (16) verbunden ist.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |