CH688902A5 - Tragbares Messgeraet zum Erfassen der Pfeilhoehen eines Gleises. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein tragbares Messgerät zum Erfassen der Pfeilhöhen eines Gleises, mit einer optischen Visiereinrichtung und einem mit dieser verbundenen mechanischen Gestänge, das sich aus einem zur Auflage auf beide Schienen des zu vermessenden Gleises vorgesehenen Basisträger und einem mit diesem gelenkig verbundenen, die Visiereinrichtung tragenden Vertikalträger zusammensetzt, wobei der Winkel zwischen Basis- und Vertikalträger mittels einer Verstelleinrichtung verstellbar ist. Durch einen Artikel "Gleisvermarkung im DB-Streckennetz" in der Zeitschrift "Eisenbahningenieur", Mai 1982, Seiten 221-227, ist bereits ein derartiges tragbares und als Pfeilhöhen-Absetzgerät bezeichnetes Messgerät zum Erfassen der Pfeilhöhen eines Gleises bekannt. Ältere Ausführungen von Pfeilhöhen-Absetzgeräten sind mit einem Fluchtungslaser (Bild 10) ausgestattet. Mittlerweile werden aber von verschiedenen Herstellern Pfeilhöhen-Absetzgeräte mit einer optischen Visiereinrichtung (Bild 11) angeboten. Derartige Pfeilhöhen-Absetzgeräte haben den Nachteil, dass eine Festpunktvermessung bzw. auch eine Spannmassmessung nicht durchführbar ist. Gerade diese Messungen sind jedoch sehr zeitaufwendig und bezüglich der Genauigkeit immer im grossen Masse abhängig von der Verlässlichkeit der Vermessungskräfte. Es ist allerdings gemäss dem genannten Artikel auch schon bekannt, bei der örtlichen Aufmessung zusätzlich auch das Spannmass mit Hilfe eines elektronischen Computertachymeters durchzuführen. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines tragbaren Messgerätes der eingangs beschriebenen Art, das unter uneingeschränkter Beibehaltung der Tragbarkeit auch für die Spannmass- und Festpunktvermessung verwendbar ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einem tragbaren Messgerät der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der drehbar gelagerten optischen Visiereinrichtung ein optisches Entfernungsmessgerät sowie ein Winkelmesser zur Erfassung eines Drehwinkeis um eine horizontale Achse und ein wei terer Winkelmesser zur Erfassung eines Drehwinkels um eine vertikale Achse zugeordnet und der Basisträger mit einem Neigungsmesser verbunden ist, und dass ein mit dem Entfernungsmessgerät, dem Winkelmesser und dem Neigungsmesser in Verbindung stehender Rechner vorgesehen ist. Durch ein derartig ausgebildetes Entfernungsmessgerät ist in Verbindung mit dem mechanischen Gestänge ein präzises Aufsetzen des Messgerätes auf die Schienen mit einer Bezugskante auf SOK sowie die Möglichkeit einer millimetergenauen Festpunkt- und Spannmasserfassung gegeben. Dabei ist von Vorteil, dass diese Messungen ohne die Genauigkeit beeinflussende Vorbereitungsarbeiten durchführbar sind. Ausserdem können sämtliche Messungen für die Pfeilhöhen, das Spannmass und die Festpunkte ohne Positionsänderung des Messgerätes ausgeführt werden. Als weiterer Vorteil können auch noch mit Hilfe der erfassten Daten zusätzliche Gleisparameter, wie Ist-Überhöhung, Spurweite und Bogenlänge zwischen den einzelnen Punkten der Langsehnenabsteckung berechnet werden. Somit liegt durch die erfindungsgemässe Lösung ein Universalmessgerät für die Gleisvermarkung vor, das nach wie vor für eine rasche lnbetriebnahme bzw. auch eine rasche Entfernung aus dem Gleis tragbar ausgebildet ist sowie in Verbindung mit einer Distanz- und Winkelerfassung, insbesondere für die Pfeilhöhenmessung, erforderliche Manipulationen vereinfacht. Weitere vorteilhafte und zum Teil erfinderische Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen. Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispieles näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht des tragbaren Messgerätes in Gleislängsrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Messgerät, Fig. 3 eine Ansicht des Messgerätes in Schwellenlängsrichtung, Fig. 4 eine Darstellung der Grössen zur Berechnung des Spannmasses, und Fig. 5 eine schematische Darstellung zur Bestimmung der Pfeilhöhen. Das in den Fig. 1 bis 3 ersichtliche tragbare Messgerät 1, das auch als Pfeilhöhen-Absetzgerät bezeichnet wird, setzt sich im wesentlichen aus einer optischen Visiereinrichtung 2, einem optischen Entfernungsmessgerät 3 und einem mit diesem verbundenen mechanischen Gestänge 4 zusammen. Dieses besteht wiederum aus einem senkrecht zur Gleislängsrichtung verlaufenden Basisträger 5 und einem gelenkig mit diesem verbundenen, die Visiereinrichtung 2 und das Entfernungsmessgerät 3 tragenden Vertikalträger 6. Dieser ist zusätzlich über eine als Gewindespindel ausgebildete Verstelleinrichtung 7 gelenkig mit dem Basisträger 5 verbunden. Dem Basisträger 5 sind ausserdem noch ein Rechner 8, ein Neigungsmesser 9 für die Querneigung und Spannvorrichtungen 10 zur Fixierung auf Schienen 11 eines Gleises 12 zugeordnet. Wie insbesondere in Fig. 3 ersichtlich, ist einer aus der optischen Visiereinrichtung 2 und dem Entfernungsmessgerät 3 gebildeten Messeinheit 13 ein Winkelmesser 14 zur Erfassung eines Drehwinkels um eine horizontale Achse 15 und ein weiterer Winkelmesser 16 zur Erfassung des Drehwinkeis um eine vertikale Achse 17 zugeordnet. Durch Stellschrauben 18 ist die Messeinheit 13 unabhängig von der Lage des Vertikalträgers 6 exakt in eine vertikale, mit Hilfe einer Libelle 19 überprüfbare Position verstellbar. Seitlich neben dem Gleis 12 sind Masten 20 mit jeweils einem Festpunkt 21 vorgesehen, die in bekannter Weise vor der Vermessung mit Reflektoren 23 versehen werden. Die in den Fig. 1 bis 5 ersichtlichen Distanz- bzw. Winkelangaben beziehen sich im wesentlichen auf die Festpunktvermessung. Dazu wird das Messgerät 1 auf das Gleis 12 abgestellt und mit Hilfe der Spannvorrichtungen 10 mit den Schienen 11 verklemmt. Anschliessend wird die Messeinheit 13 mit Hilfe der Stellschrauben 18 in bezug auf die vertikale Achse 17 ins Lot gebracht und nach Voreinstellung eine automatische Nullkompensation durchgeführt. Über die optische Visiereinrichtung 2 wird der Festpunkt 21 anvisiert. Bei einer Nachtmessung wird der genannte Reflektor 23 über einen Visierlaserstrahl, der in den Strahlengang des Objektivs eingebracht wird, anvisiert. Anschliessend wird über Tastendruck die Distanz- und Winkelmessung durchgeführt. Als Ergebnis wird der Abstand und die Höhe des Gleises 12 zum Festpunkt 21 errechnet und auf einem Plasmadisplay angezeigt. (Fixpunkt-Abstand l = lo - l min ; hM = lo . sin beta ; Festpunkthöhe h = ho, + hM + hu). Das Ergebnis kann zusätzlich auf einem Protokolldrucker ausgegeben werden. Es ist auch möglich, die Daten auf einem magnetischen Datenträger (Diskette, etc.) abzuspeichern. Die Berechnungen werden im Rechner 8 durchgeführt. Das Analogsignal des Neigungsmessers 9 wird über einen AD-Wandler in den Rechner 8 eingelesen und mitverarbeitet. Die Stromversorgung erfolgt über einen tragbaren und wiederaufladbaren externen Kleinakkumulator 22. Diese Festpunktvermessung ist mit diesem Messgerät 1 hinsichtlich Abstand und Höhe des Festpunktes 21 zum Gleis 12 unter Berücksichtigung der Überhöhung und der Längsneigung millimetergenau durchführbar. Zur Kontrolle, ob die beiden Festpunkte 21 masshaltig sind, wird von den Bahnverwaltungen der Abstand zweier gegenüberliegender Festpunkte 21 als sogenanntes Spannmass S (Fig. 4) angegeben. Dieses Spannmass EMI4.1 wird im Anschluss an die beschriebene Festpunktvermessung ohne Veränderung der Position des Messgerätes 1 in bezug auf das Gleis 12 gemessen. Zur Durchführung der Messung wird zuerst der eine Festpunkt 21 anvisiert und mit Hilfe der Winkelmesser 14, 16 sowie des Entfernungsmessgerätes 3 gemessen, anschliessend wird der zweite Messpunkt 21 anvisiert und ebenfalls erfasst. Aus den nun bekannten zwei Vektoren V1, V2 und den Winkeln alpha 1, beta 1, alpha 2 und beta 2 kann das Spannmass S berechnet werden. Zweckmässigerweise wird man diese Spannmassmessung gleich mitsamt der Festpunktvermessung ausführen. Der Standort des Messgerätes 1 für die Spannmass- und Festpunktvermessung kann beliebig gewählt werden. Eine weitere Möglichkeit des Einsatzes des Messgerätes 1 besteht in der Langsehnenabsteckung und dem Nivellement. Bei dieser Funktion wird prak tisch nur die optische Visiereinrichtung 2 der Messeinheit 13 als Visiereinrichtung benutzt. Bei der Pfeilhöhenmessung gemäss Fig. 5 [Pfeilhöhe fi =<SEP> lui <SEP> . sin ( delta o- delta i]) wird fortschreitend an den 5m-Punkten ein Reflektor 23 so aufgestellt, dass dieser lotrecht steht und mit der Schienenfahrkante eines Aussenstranges 24 (im Gleisbogen überhöhter Strang) fluchtet. Der solcherart richtig positionierte Reflektor 23 wird dann jeweils mit der optischen Visiereinrichtung 2 angezielt und der Zielvektor lu gemessen. Dieser Zielvektor ergibt sich aus der Abstandsmessung mit Hilfe des Entfernungsmessgerätes 3 sowie den Vertikal- und Horizontalwinkeln, die mit Hilfe der Winkelmesser 14 und 16 erfassbar sind. Aus den auf diese Weise gemessenen Werten lassen sich sehr einfach die zusätzlichen Messgrössen, wie Spurweite, Bogenlänge und Ist-Überhöhung zwischen den einzelnen 5m-Punkten ableiten.
Claims (3)
1. Tragbares Messgerät zum Erfassen der Pfeilhöhen eines Gleises, mit einer optischen Visiereinrichtung und einem mit dieser verbundenen mechanischen Gestänge, das sich aus einem zur Auflage auf beide Schienen des zu vermessenden Gleises vorgesehenen Basisträger und einem mit diesem gelenkig verbundenen, die Visiereinrichtung tragenden Vertikalträger zusammensetzt, wobei der Winkel zwischen Basis- und Vertikalträger mittels einer Verstelleinrichtung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbar gelagerten optischen Visiereinrichtung (2) ein optisches Entfernungsmessgerät (3) sowie ein Winkelmesser (14) zur Erfassung eines Drehwinkels um eine horizontale Achse (15) und ein weiterer Winkelmesser (16) zur Erfassung eines Drehwinkels um eine vertikale Achse (17) zugeordnet und der Basisträger (5) mit einem Neigungsmesser (9) verbunden ist,
und dass ein mit dem Entfernungsmessgerät (3), dem Winkelmesser (14, 16) und dem Neigungsmesser (9) in Verbindung stehender Rechner (8) vorgesehen ist.
2. Messgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus der optischen Visiereinrichtung (2) und dem Entfernungsmessgerät (3) gebildete Messeinheit (13) eine Libelle (19) aufweist und gegenüber dem Vertikalträger (6) mittels Stellschrauben (18), veränderbar ist.
3. Messgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (7) als Gewindespindel ausgebildet ist.
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