Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Giessverfahren mit einer Spritzgiessmaschine gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, welches vorzugsweise zum Giessen eines relativ dünnen Formstückes, wie z.B. einer Kompaktdisk, verwendet wird.
Gemäss einem existierenden Giessverfahren mit einer Spritzgiessmaschine, wie im offiziellen Amtsblatt der japanischen Patentpublikation Nr. 3(1991)-39 816 beschrieben wird, wurde zum Zeitpunkt des Einspritzens und Füllens eine Spindel mittels Geschwindigkeitssteuerung vorwärtsbewegt, um das Harz in einem Spindelzylinder in eine Giessform einzuspritzen und einzufüllen, und darauf wurde mittels Drucksteuerung der Spindel ein vorgegebener Haltedruck auf das Harz in der Giessform angewendet. In diesem Fall steigt, falls die Spindel mittels Geschwindigkeitssteuerung vorwärtsbewegt wird, der Belastungsdruck der Spindel langsam an, da das Harz in die Giessform eingefüllt wird.
Wenn die Spindel einen Geschwindigkeits-Druck-Wechselpunkt erreichte, wurde die Spindelsteuerung von der Geschwindigkeitssteuerung auf die Drucksteuerung umgestellt und es wurden vorgegebene Haltedrücke, zum Beispiel eine erste Haltekraft bzw. eine zweite Haltekraft, jeweils nacheinander auf das Harz in der Giessform während einer vorgegebenen Einstellzeit angewendet.
Für den Fall, bei dem ein relativ dünnes Formstück, wie z.B. eine Kompaktdisk oder eine Laserdisk, gegossen wird, wurde indessen ebenfalls ein Spritz- und Kompressionsgiessverfahren verwendet. Das Verfahren war derart ausgelegt, dass, weil Harz kaum in den gesamten Giessform-Hohlraum eindringt, abgesehen davon, dass ein vorgegebenes Giessform-\ffnungsmass an einer Giessform eingestellt wurde, ein Giessform-Spanndruck auf einen niedrigen Druckwert eingestellt wurde, die Giessform um den Wert des eingestellten Giessform-\ffnungsmasses zum Zeitpunkt des Einfüllens des Harzes geöffnet wurde, um das Hereinströmen (Einfliessen) des Harzes in die Giessform sowie das Auslassen von Gas aus der Giessform zu beschleunigen, und die Giessform durch einen hohen Wiederspanndruck während des oder nach dem Füllen/s wieder gespannt wurde, so dass das Harz in der Giessform komprimiert wurde (vgl.
zum Beispiel im offiziellen Amtsblatt der japanischen Patentanmeldungs-Offenlegung Nr. 63(1988)-13 726).
Für den Fall dieser existierenden Verfahren tritt jedoch leicht ein Formungsfehler infolge der Gewichtsschwankungen von Formstücken auf, da die in einen Giessformhohlraum einzuspritzende Harzmenge ebenfalls schwankt, wenn der auf das Harz angewendete Druck infolge der Störungen des Harz-Fliesszustandes, der -Temperatur oder dergleichen schwankt. Insbesondere wies der Fall des Kompressionsgiessverfahrens das Problem auf, dass die Gewichtsschwankung von Formstücken leicht auftritt, weil das Giessform-\ffnungsmass leicht unstabil wird.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Giessverfahren mit einer Spritzgiessmaschine zu schaffen, welche in der Lage ist, konstant eine normale Harzmenge in einen Giessformhohlraum einzufüllen, um das Gewicht von Formstücken zu vereinheitlichen, und im weitern einen Formungsfehler zu verhindern, selbst wenn der auf das Harz angewendete Druck infolge der Störungen des Harz-Fliesszustandes, der -Temperatur oder dergleichen schwankt.
Um das obengenannte Ziel zu erreichen, ist die vorliegende Erfindung gekennzeichnet durch ein Verfahren, das die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 aufgeführten Verfahrensschritte umfasst. Sie zeichnet sich im weiteren aus durch ein vorheriges Einstellen einer Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs einer Spindel 2, basierend auf der notwendigen Harzmenge zum Einspritzen und Füllen, eines vorgegebenen Giessform-Spanndruckes Pc für eine Giessform 4, und eines Giessform-\ffnungsmasses So der Giessform 4, basierend auf der Füllung des Harzes;
zum Zeitpunkt des Einspritzens und Füllens ein Vorwärtsbewegen der Spindel 2 bis in die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs sowie ein Anhalten der Spindel 2 in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs während einer vorgegebenen Zeit "ts" mittels Positionssteuerung, und Anwenden eines auf dem Giessform-Spanndruck Pc basierenden Haltedrukkes auf die Giessform 4, welche um den Wert des Giessform-\ffnungsmasses So geöffnet wird, damit ein Giessen durch Vorwärtsbewegen der Spindel 2 mittels Geschwindigkeitssteuerung ausgeführt wird, um das Harz in einem Spindelzylinder 3 in die Giessform 4 einzuspritzen und einzufüllen, sowie Anwenden des vorgegebenen Haltedruckes auf das Harz in der Giessform 4 nach dem Füllen, mittels Drucksteuerung.
In diesem Fall ist es vorzuziehen, das Abbremsen der Spindel 2 in einer Position Xf zu beginnen, bevor die Spindel 2 die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs erreicht. Überdies ist es vorzuziehen, die Positionssteuerung der Spindel 2 durch Steuerung eines Einspritzzylinders 5 mit einem Doppelstangenkolben 6 mittels eines Servoventils 7 auszuführen. Andererseits ist es möglich, die Giessform 4 wieder zu spannen, dies durch Anhalten der Spindel 2, nachdem die Spindel 2 bis in die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs vorwärtsbewegt und sie danach bis in eine Position zurückbewegt wurde, welche näher als die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegt, und einen höheren Giessform-Wiederspanndruck als den genannten Giessform-Spanndruck Pc auf die Giessform 4 anzuwenden.
Ausserdem ist es möglich, die Spindel 2 in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs während einer vorgegebenen Zeit "ta" anzuhalten und danach vorgegebene Haltedrücke, zum Beispiel Haltedrücke Pm und Pn, mittels der Spindel 2 auf die Giessform 4 anzuwenden.
Dadurch wird, wenn sich die Spindel 2 während des Einspritzhubes aus einer Einspritz-Startposition in die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs bewegt, die normale Harzmenge in die Giessform 4 eingespritzt und eingefüllt. Falls der Harzdruck grösser als der Giessform-Spanndruck Pc wird, wenn das Harz gemäss der Einstellung des Giessform-Spanndruckes Pc und des Giessform-\ffnungsmasses So der Giessform 4 in die Giessform 4 eingefüllt wird, wird die Giessform 4 um den Wert des Giessform-\ffnungsmasses So geöffnet.
Demzufolge wird, falls die Spindel 2 aus der Einspritz-Startposition mittels die Geschwindigkeitssteuerung vorwärtsbewegt wird, das Harz im Spindelzylinder 3 in die Giessform 4 eingespritzt. Demgemäss wird eine normale Harzmenge zum Herstellen von übereinstimmenden Produkten in die Giessform 4 eingefüllt, abgesehen vom Beginn des Abbremsens der Spindel 2, nachdem sich die Spindel 2 auf dem Weg zu ihrem Erreichen der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs und ihrem Anhalten in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs bis zur Position Xf vorwärtsbewegt hat, und vom Anhalten der Spindel 2 in der Vorbearbeitungs-und Anhalteposition Xs während der vorgegebenen Zeit "ts" mittels Positionssteuerung.
Demzufolge werden durch Wiederholung der obenerwähnten Steuerung in jedem Giesszyklus Formstücke erhalten, welche auf der normalen Harzmenge basieren, welche immer konstant bleibt, und es wird jeder Formungsfehler beseitigt. Die Positionssteuerung der Spindel 2 wird sicher und genau durch Steuern des Einspritzzylinders 5 mit dem Doppelstangenkolben 6 mittels des Servoventils 7 ausgeführt.
Andererseits dehnt sich, weil der relativ niedrige Giessform-Spanndruck Pc auf die Giessform 4 angewendet wird, wenn Harz in die Giessform 4 eingefüllt wird und der Harzdruck in der Giessform 4 grösser als der Giessform-Spanndruck Pc wird, der Hohlraum der Giessform 4 aus und das Einfliessen des Harzes sowie die Entladung von Gas werden beschleunigt, da die Giessform 4 um den Wert des Giessform-\ffnungsmasses So geöffnet wird. Überdies wird selbst im obenerwähnten Zustand, weil der Giessform-Spanndruck Pc auf die Giessform 4 angewendet wird, ein vorgegebener Haltedruck, welcher auf dem Giessform-Spanndruck Pc basiert, auf das Harz in der Giessform 4 während der vorgegebenen Zeit "ts" angewendet, während welcher die Spindel 2 in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs anhält.
Übrigens kann auch für den Fall, bei dem die Giessform 4 wieder gespannt wird durch Anhalten der Spindel 2, nachdem sie bis in die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs vorwärtsbewegt und danach bis in eine näher als die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegende Position zurückbewegt wurde, sowie durch Anwendung eines Giessform-Wiederspanndruckes, welcher höher als der Giessform-Spanndruck Pc ist, abgesehen davon, dass man zu diesem Zeitpunkt die normale Harzmenge erhalten hat, weil die Spindel 2 vorher einmal in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs angehalten wurde, eine richtige Menge von zurücklaufendem Harz beim Wiederspannen zugelassen werden, dies durch Zurückbewegen der Spindel 2 bis in eine Position, welche näher als die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegt.
Überdies hat man ebenfalls im Fall, bei dem nach dem Anhalten der Spindel 2 in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs während der vorgegebenen Zeit "ta" die vorgegebenen Haltedrücke Pm ... mittels der Spindel 2 angelegt werden, zu diesem Zeitpunkt die normale Harzmenge erhalten, weil die Spindel 2 vorher einmal in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs angehalten wurde.
Es werden nachstehend bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung detailliert beschrieben, mit Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen.
Die Fig. 1 ist ein Kennliniendiagramm für Geschwindigkeit und Druck eines Einspritzverfahrens für den Fall des Giessens gemäss einem Giessverfahren der vorliegenden Erfindung;
die Fig. 2 ist ein Blockschema einer Spritzgiessmaschine zur Ausführung eines Giessverfahrens gemäss der vorliegenden Erfindung;
die Fig. 3 ist ein Kennliniendiagramm für den Druck eines Einspritzverfahrens für den Fall des Giessens gemäss einem Giessverfahren in einer abgeänderten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
die Fig. 4 ist ein Kennliniendiagramm für den Druck für den Fall des Giessens gemäss einem Giessverfahren in einer angewendeten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Zuerst wird nachstehend die Anordnung einer Spritzgiessmaschine zur Ausführung des Giessverfahrens gemäss der vorliegenden Erfindung mit Bezugnahme auf die Fig. 2 beschrieben.
In der Fig. 2 wird eine durch das Bezugszeichen M bezeichnete Spritzgiessmaschine mit einer Einspritzeinheit 10 und einer Giessform-Spanneinheit 20 versehen. Die Einspritzeinheit 10 wird mit einem Spindelzylinder 3 versehen, welcher eine Einspritzdüse 11 an seinem vorderen Ende und einen Einfülltrichter 12 an seinem hinteren Ende aufweist. Eine Spindel 2 wird in den Spindelzylinder 3 eingeführt und ein Spindelantriebsabschnitt 13 wird mit dem hinteren Ende des Spindelzylinders 3 verbunden. Der Spindelantriebsabschnitt 13 wird mit einem Einspritzzylinder 5 mit einem eingebauten Doppelstangenkolben 6 versehen.
Eine vordere Stange 6f, welche nach vorne aus dem Kolben 6 herausragt, wird mit dem hinteren Ende der Spindel 2 verbunden, und die Welle eines \lmotors 14, welcher am Einspritzzylinder 5 aufgesetzt wird, wird über Keilnuten mit einer hinteren Stange 6r verbunden, welche nach hinten aus dem Kolben 6 herausragt.
Die Giessform-Spanneinheit 20 wird mit einer Vielzahl von Verbindungsstangen 21 ... versehen, welche eine feststehende Giessform 4c mittels einer feststehenden Platte 22, welche auf die vorderen Enden der Verbindungsstangen 21 ... gesetzt wird, sowie eine bewegliche Giessform 4m mittels einer beweglichen Platte 23 tragen, welche auf den Verbindungsstangen 21 ... verschiebbar vorgesehen wird. Die bewegliche Platte 23 kann demgemäss mittels eines Giessform-Spannzylinders 24 bewegt werden. In diesem Fall bilden die feststehende Giessform 4c und die bewegliche Giessform 4m eine Giessform 4, und es wird ein vorgegebenes Giessform-\ffnungsmass So an der Giessform 4 eingestellt. Demzufolge kann die Giessform 4 aus dem vollständig geschlossenen Zustand bis zum Wert des Giessform-\ffnungsmasses So geöffnet werden.
Überdies wird ein Hydraulikkreis 30 der Einspritzeinheit-Seite mit dem Einspritzzylinder 5 verbunden und wird ein Hydraulikkreis 40 der Giessform-Spanneinheit-Seite mit dem Giessform-Spannzylinder 24 verbunden. Der Hydraulikkreis 30 wird mit einem Vieranschluss-Servoventil 7 versehen. Der Anschluss B des Servoventils 7 wird mit einer hinteren \lkammer 5r des Einspritzzylinders 5 verbunden, sein Anschluss P wird mit einer Hydraulikquelle (Hydraulikpumpe und Akkumulator) 31 verbunden und sein Anschluss T wird mit einem \lbehälter 32 verbunden.
Überdies wird ein Steuergerät 50 mit den Hydraulikkreisen 30 und 40 verbunden. Zuerst werden ein Druckfühler 51, welcher einen Dehnungsmesser zur Detektion des \ldruckes der vorderen \lkammer 5f verwendet, und ein Druckfühler 52 des gleichen Typs zur Detektion des \ldruckes der hinteren \lkammer 5r am Einspritzzylinder 5 aufgesetzt. Alsdann werden die Druckfühler 51 und 52 über Kopfverstärker 53 bzw. 54 mit dem Eingangsabschnitt eines Abweichungsdetektors 55 verbunden. Dadurch kann die Abweichung zwischen dem \ldruck der vorderen \lkammer 5f und demjenigen der hinteren \lkammer 5r am Ausgangsabschnitt des Abweichungsdetektors 55 erhalten werden. Demgemäss wird die Abweichung zu einer Detektionsdruck-Information, welche den Druck der Spindel 2 angibt, und sie wird einem Servosteuerabschnitt 56 zugeführt.
Das Bezugszeichen 57 stellt einen Positionsdetektor zur Detektion der Position der Spindel 2 dar. Die durch den Detektor 57 detektierte Positions-Information wird über den Servosteuerabschnitt 56 einem Zentralsteuerabschnitt 58 zugeführt und zudem durch einen Geschwindigkeits-Umwandlungsabschnitt 59 in eine Detektionsgeschwindigkeits-Information umgewandelt. Die Detektionsgeschwindigkeits-Information wird dem Servosteuerabschnitt 56 zugeführt. Überdies wird das Ausgangssignal des Servosteuerabschnitts 56 dem Servoventil 7 zugeführt. Weiter werden der Servosteuerabschnitt 56 und der Hydraulikkreis 40 der Giessform-Spanneinheit-Seite mit dem Zentralsteuerabschnitt 58 verbunden.
Demgemäss vergleicht der Servosteuerabschnitt 56 zum Zeitpunkt der Geschwindigkeitssteuerung die vom Geschwindigkeits-Umwandlungsabschnitt 59 erhaltene Detektionsgeschwindigkeits-Information mit der vom Zentralsteuerabschnitt 58 zugeführten Einstellgeschwindigkeits-Information und führt die Geschwindigkeitssteuerungs-Information gemäss der Abweichung zwischen der Detektionsgeschwindigkeits-Information und der Einstellgeschwindigkeits-Information dem Servoventil 7 zu, um die Vorwärtsbewegungsgeschwindigkeit der Spindel 2 mittels Rückführungssteuerung zu steuern. Überdies vergleicht der Abschnitt 56 zum Zeitpunkt der Drucksteuerung die vom Abweichungsdetektor 55 erhaltene Detektionsdruck-Information mit der vom Zentralsteuerabschnitt 58 zugeführten Einsteildruck-Information (z.B.
die Haltedrücke Pm, Pn und dergleichen) und führt die Drucksteuerungs-Information gemäss der Abweichung zwischen der Detektionsdruck-Information und der Einstelldruck-Information dem Servoventil 7 zu, um den Druck der Spindel 2 mittels Rückführungssteuerung zu steuern. Ausserdem vergleicht der Abschnitt 56 zum Zeitpunkt der Positionssteuerung die vom Positionsdetektor 57 erhaltene Detektionspositions-Information mit der vom Zentralsteuerabschnitt 58 zugeführten Einstellpositions-Information (z.B.
die Vorbearbeitungs- und Anhalte position Xs, die näher als die Position der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegende Position Xf und dergleichen) und führt die Positionssteuerungs-Information gemäss der Abweichung zwischen der Detektionspositions-Information und der Einstellpositions-Information dem Servoventil 7 zu, um die Position der Spindel 2 mittels Rückführungssteuerung zu steuern. Ausserdem sendet der Abschnitt 56 die Einstelldruck-Information (z.B. Giessform-Spanndruck Pc und dergleichen) aus dem Zentralsteuerabschnitt 58 dem Hydraulikkreis 40 der Giessform-Spanneinheit-Seite und steuert den Giessform-Spannzylinder 24 an, um den Giessform-Spanndruck rückführungslos zu steuern.
Alsdann wird nachstehend das Giessverfahren der vorliegenden Erfindung unter Verwendung der Spritzgiessmaschine M beschrieben, mit Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2.
Zuerst werden die Kommandowerte, welche die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs, die näher als die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegende Position Xf, den Giessform-Spanndruck Pc, die Haltedrücke Pm, Pn und dergleichen betreffen, am Zentralsteuerabschnitt 58 als Einstell-Information eingestellt. In diesem Fall stellt die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs eine Position dar, in welche sich die Spindel 2 zum Zeitpunkt des Einspritzens und Füllens vorwärtsbewegt und in welcher sie anhält, wenn das Füllen beendet ist. Dadurch wird, wenn sich die Spindel 2 während des Einspritzhubes aus der Einspritz-Startposition in die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs bewegt, die normale Harzmenge in die Giessform 4 eingespritzt.
Die näher als die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegende Position Xf stellt eine Position dar, in der die Abbremsung der Spindel 2 begonnen wird, was notwendig ist, um die Spindel 2 in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs anhalten zu können. Demzufolge ist es notwendig, die Position Xf unter Berücksichtigung der Trägheit der Spindel 2 derart einzustellen, dass die Spindel 2 mit minimalem Stellungsfehler anhält. Überdies ist es erforderlich, den Giessform-Spanndruck Pc niedriger (ungefähr 60%) als der Ausgangs-Giessform-Spanndruck einzustellen, so dass sich die Giessform 4 um den Wert des Giessform-\ffnungsmasses So öffnet, wenn sie mit Harz gefüllt wird.
Beim Einspritzverfahren wird die Spindel 2 aus der Einspritz-Startposition mittels Geschwindigkeitssteuerung mit einer Geschwindigkeit V vorwärtsbewegt. Dadurch wird das abgemessene Harz im Spindelzylinder 3 in den Hohlraum der Giessform 4 eingespritzt und eingefüllt. Wenn sich die Spindel 2 bis in die Position Xf auf dem Weg zu ihrem Erreichen der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs vorwärtsbewegt, wird die Abbremsung der Spindel 2 begonnen, damit die Spindel 2 in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs anhält. Weil die Spindel 2 durch Steuerung des Einspritzzylinders 5 mit dem Doppelstangenkolben 6 mittels des Servoventils 7 abgebremst wird, wird die Spindel 2 rasch, stabil und sicher angehalten. Überdies wird die normale Harzmenge in die Giessform 4 eingefüllt, so dass ein gutes Produkt erhalten wird.
Das in der Fig. 1 gezeigte Geschwindigkeitssteuerungs-Diagramm stellt ein Beispiel einer Geschwindigkeitssteuerung im ersten Geschwindigkeitsbereich dar. Es ist jedoch möglich, die Geschwindigkeit nacheinander mittels mehrerer Geschwindigkeitsbereiche (z.B. zweite und dritte Geschwindigkeitsbereiche) zu steuern. Demzufolge werden durch Wiederholung der obenerwähnten Steuerung in jedem Giesszyklus Formstücke erhalten, welche auf der normalen, immer konstant bleibenden Harzmenge basieren, und es wird jeder Formungsfehler beseitigt.
Die Spindel 2 wird in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs mittels Positionssteuerung während der vorgegebenen Zeit "ts" angehalten. Die Positionierung der Spindel 2 wird sicher und genau ausgeführt, da der Einspritzzylinder 5 mit dem Doppelstangenkolben 6 durch das Servoventil 7 gesteuert wird.
Weil der relativ niedrige Giessform-Spanndruck Pc auf die Giessform 4 angewendet wird, füllt sich das Harz in die Giessform 4 ein. Wenn der Druck des Harzes in der Giessform 4 grösser als der Giessform-Spanndruck Pc wird, so wird die Giessform 4 um den Wert des Giessform-\ffnungsmasses So geöffnet. Dadurch dehnt sich der Hohlraum der Giessform 4 aus und das Einfliessen des Harzes sowie die Entladung von Gas werden beschleunigt. Überdies wird, während die Spindel 2 in der Vorbearbeitungs- und Anhalte position Xs anhält, ein vorgegebener Haltedruck gemäss dem GiessformSpanndruck Pc auf das Harz in der Giessform 4 angewendet.
Demzufolge wird beim Giessverfahren gemäss der vorliegenden Erfindung immer die normale Harzmenge in den Giessform-Hohlraum eingefüllt, selbst wenn der auf das Harz angewendete Druck infolge der Störungen des Harz-Fliesszustandes, der -Temperatur und dergleichen schwankt, und es wird jeder Formungsfehler durch die Vereinheitlichung des Gewichts der Formstücke beseitigt. Überdies wird, selbst wenn der Giessform-Spanndruck bei Verwendung einer rückführungslosen Steuerung nicht genau gesteuert wird, immer die normale Harzmenge in beständiger Weise in die Giessform 4 eingefüllt.
Es ist auch möglich, die Giessform 4 wieder zu spannen, dies durch Anhalten der Spindel 2, nachdem letztere bis in die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs vorwärtsbewegt und sie dann bis in eine näher als die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegende Position zurückbewegt wurde, sowie durch Anwendung eines Wiederspanndruckes (100%) auf die Giessform 4, welcher höher ist als der Giessform-Spanndruck Pc (ungefähr 60%). Auch in diesem Fall kann man, weil die Spindel 2 vorher einmal in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs angehalten wurde, bis zu diesem Zeitpunkt die normale Harzmenge erhalten, und es kann eine richtige Menge von zurücklaufendem Harz beim Wiederspannen zugelassen werden, dies durch ein Zurückbewegen der Spindel 2 bis in eine näher als die Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs liegende Position.
Als nächstes wird unten das Giessverfahren der Spritzgiessmaschine gemäss der abgeänderten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben, mit Bezugnahme auf die Fig. 3.
Die Fig. 3 zeigt den Fall, bei welchem die Spindel 2 während der vorgegebenen Zeit "ta" in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs angehalten wird und danach vorgegebene Haltedrücke Pm und Pn mittels der Spindel 2 angelegt werden. In diesem Fall können, da die Haltedrücke Pm und Pn durch den Druck auf der Spindel 2 detektiert werden können, das heisst: durch die am Einspritzzylinder 5 aufgesetzten Druckfühler 51 und 52, die Drücke Pm und Pn durch das Steuersystem in der Einspritzeinheit 10 gesteuert werden. Auch in diesem Fall hat man, weil die Spindel 2 vorher einmal in der Vorbearbeitungs- und Anhalteposition Xs angehalten wurde, zu diesem Zeitpunkt die normale Harzmenge erhalten.
Die Fig. 4 zeigt eine angewendete Ausführungsform. Im Falle dieser Ausführungsform wird ein vorgegebener Haltedruck Po während einer vorgegebenen Zeit "tb" auf das Harz in der Giessform 4 angewendet, sobald die Spindel 2 einen Geschwindigkeit-Druck-Wechselpunkt Xc erreicht hat, und danach wird die Steuerung auf Positionssteuerung umgeschaltet, so dass die Position der Spindel 2 festgehalten wird.
Es wurden oben die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung detailliert beschrieben. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die Ausführungsformen beschränkt. Die detaillierte Anordnung, Technik und dergleichen der vorliegenden Erfindung können wahlweise abgeändert werden, soweit sie nicht vom Kern der vorliegenden Erfindung abweichen.