CH689309A5 - Leichtgrabstein. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen als Hohlgrabstein ausgebildeten Leichtgrabstein. Im allgemeinen besteht ein Grabstein, wie schon der Name sagt, aus Stein. Ein solcher Grabstein ist massiv mit hohem Gewicht und er ist teuer im Material, in der Herstellung und im Transport. Aus diesen Gründen sind bereits Hohlgrabsteine aus Blech oder Kunststoff vorgeschlagen worden, die billig in der Herstellung und leicht zu transportieren sind. Trotz ihrer Vorteile haben sich Hohlgrabsteine nicht durchsetzen können, weil ihre grossen Nachteile, das künstliche Aussehen und die schlechte Standfestigkeit nicht befriedigen. Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, die erwähnten Nachteile bekannter Grabsteine zu vermeiden und einen als Hohlgrabstein ausgebildeten Leichtgrabstein zu schaffen, der das Aussehen wie ein Massivgrabstein besitzt, ein geringeres Gewicht aufweist, weniger zum Kippen neigt, billiger herzustellen ist, in der Grabstätte leichter zu setzen und zu entfernen ist und auch nach dem Setzen bei Bedarf beispielsweise mit einer Wasserwaage wieder nivelliert werden kann. Weiter sollen alle zur Totenverehrung und Grabstättenpflege notwendigen Gegenstände vor Vandalismus gesichert aufbewahrt werden können, wobei auch ständig Wasser zum Giessen der Grabstätte zur Verfügung stehen soll. Die gestellte Aufgabe wird nun durch den Leichtgrabstein gelöst, der die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 aufweist. Vorteilhafte Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Patentansprüchen 2 bis 10 aufgeführt. Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der rein schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematisierte Vorderansicht auf einen in einem Fundament befestigten Leichtgrabstein, Fig. 2 eine Ansicht von hinten auf den in Fig. 1 dargestellten Leichtgrabstein, Fig. 3 eine vereinfachte Ansicht von oben auf eine mit dem Leichtgrabstein versehene Grabstätte, Fig. 4 eine schematisierte Mittenansicht auf die Grabstätte der Fig. 3 und Fig. 4A eine Variante zur Grabsteinumrandung in Fig. 4. Der Leichtgrabstein 1 ist als Hohlgrabstein aus dünnen Natursteinplatten 2 zusammengesetzt, die bevorzugt mit einem mineralischen Kleber oder gegebenenfalls auch mittels Schrauben miteinander verbunden sind. Die Natursteinplatten können ebenfalls in einer Rahmenkonstruktion aus Aluminium oder Edelmetall miteinander verbunden sein. Als Natursteinplatte ist jeder geeignete Stein wie beispielsweise Granit, Marmor, Keramik, Kalk, Muschelkalk oder Sandstein geeignet. Mittels zweier Feststellschrauben 3 ist der Leichtgrabstein über zwei Fundamentsockel 4 mit einer Fundamentplatte 5 verschraubt, weiche mit zwei Stützen 6 zusätzlich im Erdboden verankert ist. Zwischen den beiden Fundamentsockeln 4 ist genügend Raum für einen Wasserbehälter 21 (Fig. 3) vorhanden, ansonsten könnte der Leichtgrabstein auch mit einem einzigen Fundamentsockel verschraubt sein. Zur Verbesserung der Standfestigkeit ist zwischen der Fundamentplatte 5 mit den Stützen 6 und dem Erdboden 7 eine Sandschicht 8 eingebracht. Ungefähr in jeder Ecke des Leichtgrabsteins ist eine im Fundamentsockel 4 eingegossene Spindel 9 angebracht (wobei in Fig. 1 nur die beiden vorderen Spindeln sichtbar sind), die mit aufgebrachter Nivellierschraube 10 zum horizontalen Ausrichten des Leichtgrabsteins dient. Am obern Teil der beiden Fundamentsockeln 4 ist zur Abdekkung eine Blende 11 angebracht. Gemäss Fig. 2 weist der Leichtgrabstein 1 auf der Rückseite eine verschliessbare Tür 12 auf, bei der die Natursteinplatte in einem Türrahmen aus Metall eingefasst ist. Die Tür kann auch auf der Vorderseite angeordnet sein oder es kann sogar die ganze Vorder- oder Hinterseite als Tür ausgebildet sein. Somit können im Grabsteinhohlraum auf dem Boden Gegenstände wie Giesskanne, Wasserschlauch mit Spritzdüse, Klappstuhl oder Blumenvasen aufbewahrt werden. Im Hohlraum sind auch Haken 13 angebracht, die zur Aufnahme von Gartengeräten wie Hacke, Rechen, Schere, Schaufel, Blechbesen oder einer Wasserwaage dienen. Weiter können Gestelle 14 zur Aufnahme beispielsweise von Kerzen, Weihwasserkelch, Batterie, Fotos, Dias, Diaprojektor angebracht sein. Auch können transparente Abdeckungen 15 vorgesehen sein, die zur Betrachtung von Dias, Fotos oder einer Kerze dienen. Auf der Oberseite des Grabsteins kann eine mit einer Batterie 16 verbundene Solarzelle 17 angebracht sein, die zur Energieversorgung der elektrisch betriebenen Geräte wie Kerze, Diaprojektor oder Wasserpumpe nötig ist. Zur Abgrenzung gegenüber benachbarten Grabstätten kann die mit dem Leichtgrabstein 1 versehene Grabstätte eine Umrandung 18 (Fig. 3) aufweisen. Im Erdboden 7 sind zwei Kunststoffrohre 19 in Längsrichtung der Grabstätte mit geringem Gefälle alpha (Fig. 4) zum Leichtgrabstein hin verlegt. Damit bei Niederschlag das in den Erdboden einsickernde Regenwasser in die Kunststoffrohre eindringen kann, sind diese in der obern Hälfte mit Löchern versehen. Von den Kunststoffrohren 19 zweigen unter einem rechten Winkel zwei Kunststoffröhrchen 20 ab und führen ebenfalls unter dem geringen Gefälle a zuoberst in einen zwischen den Fundamentsockeln 4 angeordneten Wasserbehälter 21 aus Kunststoff. Zur Verbesserung der Wassersammelfähigkeit der Kunststoffrohre 19 ist über ihnen vorteilhafterweise Sand oder Kies 8 aufgetragen, wobei aber die Korngrösse grösser als der Lochdurchmesser in den Kunststoffrohren sein muss. Der Wasserbehälter 21 ist unten mit einer Pumpe 22 versehen, mit der das Wasser 23 über eine an der Hinterseite des Leichtgrabsteins angebrachte Steigleitung 24, die am Ende einen Hahnen aufweist, in die Höhe gepumpt werden kann. Die Pumpe 22 wird mit der von der Solarzelle 17 gespeisten Batterie 16 betrieben, so dass die im Hohlraum des Grabsteins aufbewahrte Giesskanne bei Bedarf mit Wasser aus dem Hahnen 25 gefüllt oder ein Wasserschlauch direkt am Hahnen 25 angeschlossen werden kann. Da der Wasserbehälter aus Kunststoff besteht, wird er selbst, wenn das Wasser im Winter einmal gefrieren sollte, wegen seiner Elastizität nicht beschädigt. Falls aber die zwei Kunststoffrohre zu wenig Wasser sammeln sollten, können auch drei oder mehr Rohre verlegt werden, bis praktisch die gesamte Grundfläche der Grabstätte ausgenützt wird. Prinzipiell könnten die gelochten Kunststoffrohre auch auf der Graboberfläche ausgelegt werden, was sich aber kaum mit der Aesthetik der Grabstätte vereinbaren lässt. Anstatt das Steigrohr am Grabstein emporzuführen, könnte es zusammen mit dem Wasserbehälter auch an einer anderen Stelle der Grabstätte angeordnet werden. Besonders vorteilhaft wird das Steigrohr innerhalb des Grabsteins emporgeführt, so dass sich der Hahnen im abschliessbaren Grabsteinhohlraum befindet, wodurch absoluter Schutz gegen Vandalismus erreicht wird. Gemäss Fig. 4A kann anstelle der Kunststoffrohre auch die Grabstättenumrandung 18 selbst zum Sammeln des Regenwassers ausgebildet sein. In diesem Fall ist die Umrandung 18 ebenfalls als Hohlkörper aus dünnen Gesteinsplatten 2 zusammengesetzt und hat die gleiche Funktion wie die Kunststoffrohre. Die obere Platte 2a ist mit Löchern versehen und kann vorteilhaft wie die untere Platte 2a leicht schräg angeordnet sein. Zur bessern Verankerung im Erdboden sind an den senkrechten Platten 2 Heringe 26 oder ein Edelstahlblech angebracht.
Claims (10)
1. Als Hohlgrabstein ausgebildeter Leichtgrabstein, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Natursteinplatten (2) zusammengesetzt ist.
2. Leichtgrabstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Natursteinplatten (2) aus Granit, Marmor, Keramik, Kalk, Muschelkalk oder Sandstein bestehen und mit einem mineralischen Kleber, mit Schrauben oder mittels eines Metallrahmens miteinander verbunden sind.
3. Leichtgrabstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er als Teil einer Grabstätte mit zwei Feststellschrauben (3) vorzugsweise über zwei Fundamentsockel (4) mit einer Fundamentplatte (5) verschraubt ist.
4. Leichtgrabstein nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass er mit in den Fundamentsockeln (4) eingegossenen Spindeln (9) zusammenwirkenden Nivellierschrauben (10) versehen ist.
5.
Leichtgrabstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Rück- oder Vorderseite im Metallrahmen gefasste Natursteinplatte als verschliessbare Tür (12) ausgebildet ist, so dass auf Gestellen (14), Haken (13) und dem Boden im Hohlraum des Leichtgrabsteins alle zur Totenverehrung und Grabpflege notwendigen Gegenstände aufbewahrt werden können.
6. Leichtgrabstein nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass er an den Seitenwänden transparente Abdeckungen (15) und auf der Oberseite eine Solarzelle (17) zur Speisung einer Batterie (16) aufweist.
7. Grabstätte mit einem Leichtgrabstein nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen mit einer Wassersammeleinrichtung verbundenen Wasserbehälter (21) aufweist.
8.
Grabstätte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersammeleinrichtung mindestens zwei in der obern Hälfte mit Löchern versehene Kunststoffrohre (19) aufweist, die im Erdboden (7) unter der Graboberfläche verlegt sind und die über Kunststoffröhrchen (20) mit dem Wasserbehälter (21) aus Kunststoff verbunden sind.
9. Grabstätte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffrohre (19) mit Gefälle a gegen den Wasserbehälter (21) hin verlegt sind, in welchem eine von der Solarzelle (17) über die Batterie (16) betreibbare Pumpe (22) angeordnet ist, die mit einer einen Hahnen (25) aufweisenden Steigleitung (24) verbunden ist.
10. Grabstätte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine ebenfalls als Hohlkörper ausgebildete Grabstättenumrandung (18) aus Natursteinplatten (2) die Wassersammeleinrichtung bildet.
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