CH689729A5 - Rasch abbindende Zementzubereitungen. - Google Patents

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CH689729A5 CH02633/95A CH263395A CH689729A5 CH 689729 A5 CH689729 A5 CH 689729A5 CH 02633/95 A CH02633/95 A CH 02633/95A CH 263395 A CH263395 A CH 263395A CH 689729 A5 CH689729 A5 CH 689729A5
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Description


  
 



  Die Erfindung betrifft rasch abbindende Zementzubereitungen und insbesondere die Verwendung von bestimmten chemischen Verbindungen als Abbindebeschleuniger bei der Formulierung von solchen Zubereitungen. 



  Rasch abbindende Zementzubereitungen sind erwünschte und weit verwendete Materialien, insbesondere bei Anwendungen, die als Auskleidungs- und Wiederauskleidungskonstruktionen bekannt sind, wobei eine durchgehende Schicht einer Zementzubereitung von geringer Dicke auf eine Oberfläche aufgetragen wird. Ein üblicher Vorgang, worin rasch abbindende Zubereitungen verwendet werden ist das "Spritzbetonieren", das Auftragen von Beton auf eine Oberfläche durch Aufsprühen aus einer Düse. Andere Anwendungen von rasch abbindenden Zementzubereitungen umfassen Zement eindickende Verbindungen und rasch abbindende Mörtel. Bei allen diesen Verwendungen muss die Zementzubereitung rasch abbinden, um die Position in der sie angewendet wurde zu behalten. 



  Der einzelne Abbindebeschleuniger, welcher in rasch abbindenden Zementzubereitungen verwendet wird, wird eine Anzahl von Leistungsmerkmalen beeinflussen, welche für die Industrie von Interesse sind. Das Mittel muss nicht nur ein rasches Abbinden innerhalb einer bestimmten Frist bewirken, dieses rasche Abbinden muss auch mit wirtschaftlich attraktiven Mengen des Abbindebeschleunigers erreicht werden. Zusätzlich ist die rasche Entwicklung von Festigkeitseigenschaften, die nicht einfach wegen des raschen Abbindens entstehen, ein wichtiges Leistungsmerkmal eines Abbindebeschleunigers. Die Fähigkeit eine Frühfestigkeitsentwicklung bis zu einer hohen Endfestigkeit fortzusetzen, ist ebenfalls ein wünschbares Ziel. 



  Abbindebeschleuniger sind traditionell stark alkalische Lösungen von Silikaten und Aluminaten, die Aluminate neigten dazu bei der Entwicklung einer Frühfestigkeit besser zu sein als die Silikate. Beide sind jedoch ihrer Natur nach ätzend und diese ätzende Beschaffenheit gibt Anlass zu Gesundheits- und Umweltbedenken. 



  Es ist ein Ziel der Zementtechnik Alternativen zu den gebräuchlichen Abbindebeschleunigern anzubieten und insbesondere nicht ätzende Abbindebeschleuniger bereitzustellen, welche rasche Frühfestigkeitsentwicklungen und andere erwünschte Eigenschaften bewirken. 



  Erfindungsgemäss wurde gefunden, dass wasserlösliche Salze der Zitronensäure, der Apfelsäure (Hydroxy-Bernsteinsäure) und der 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure, insbesondere deren Alkalimetallsalze, ganz besonders als Abbindebeschleuniger in Zementzubereitungen brauchbar sind. Dies ist eine überraschende Erkenntnis, nachdem diese Säuren und ihre Alkalimetallsalze im Stand der Technik als Abbindeverzögerer für Zement bekannt sind. 



  Die Erfindung betrifft dementsprechend in einem ihrer wesentlichen Aspekte rasch abbindende Zementzubereitungen, welche hydraulischen Zement und ein wasserlösliches Salz der Zitronensäure, der Apfelsäure oder 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure oder deren Gemische in einem Anteil von mindestens 4 Gew.-% des Zements enthalten. Diese Zubereitungen werden zusammen mit genügend Wasser zum hydraulischen Abbinden des Zements verwendet. Sowohl ein rasches Abbinden als auch eine rasche und gute Festigkeitsentwicklung werden mit Hilfe der Erfindung erreicht. 



  In einer anderen Ausführungsform besteht die erfindungsgemässe Zubereitung im Wesentlichen aus hydraulischem Zement und einem wasserlöslichen Salz der Zitronensäure, der Apfelsäure oder 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure oder deren Gemisch in einem Anteil von zumindest 4 Gew.-% des Zements. 



  Ein Salz der Zitronensäure, der Apfelsäure oder 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure ist zum Zwecke der vorliegenden Erfindung definiert als ein Säuremolekül, dessen Säuregruppen sich alle in Salzform befinden, d.i. Tri-Salz im Falle der Zitronensäure und Di-Salz im Falle der Apfelsäure und 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure. Die bevorzugten wasserlöslichen Salzformen sind die Alkalimetallsalze, insbesondere die Natrium-, Kalium- und Lithiumsalze. Die insbesondere bevorzugten Abbindebeschleuniger sind Natriumzitrat, Kaliumzitrat, Dinatriummalat, Dinatriumzitramalat, Dikaliummalat und Dikalium-2-hydroxy-2-methyl-succinat und deren Gemische, wobei Kaliumzitrat, Dikaliummalat und Dikalium-2-hydroxy-2-methyl-succinat am Stärksten bevorzugt werden.

   Lithiumsalze können in den Fällen bevorzugt werden, in denen eine Alkali-Silikat Reaktion Bedenken bereitet, nachdem wohlbekannt ist, dass Lithiumsalze die Alkali-Silikat Reaktion hemmen. 



  Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Zitronensäure, Apfelsäure und 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure können ohne weiteres hergestellt werden oder es können im Handel erhältliche Sorten verwendet werden. Die Säuresalze werden zu den Zementzubereitungen vorzugsweise als wässrige Lösungen zugesetzt, im Allgemeinen in Konzentrationen von ungefähr 50 Gew.-% des Salzes obzwar die Konzentration nicht kritisch ist. Bei weniger löslichen Salzen, beispielsweise Lithiumsalzen, können die Konzentrationen weniger als 50 Gew.-% betragen. Im Allgemeinen werden zumindest, 4 Gew.-% von wasserlöslichem Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat oder deren Gemischen, bezogen auf das Gewicht des hydraulischen Zements, benötigt, um die rasche Abbindewirkung, die mit der vorliegenden Erfindung erzielt werden kann, zu erreichen.

   Falls ein Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat in Anteilen von 4% und mehr verwendet wird, wird es das Abbinden des Zements rasch beschleunigen. Wesentlich grössere Anteile bis zu 20 Gew.-% oder mehr können abhängig von der Endformulierung, den Zielen und den Verwendungsbedingungen eingesetzt werden. Erwünschterweise werden zumindest 5 Gew.-% wasserlösliches Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat, bezogen auf das Gewicht des Zements, verwendet, wobei Anteile von mehr als 10% für die meisten Anwendungen unnötig sind. Vorzugsweise bewegt sich der Anteil von Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat im Bereich von 5.0 bis 8.5%, insbe sondere von 5.5 bis 8.0%, bezogen auf das Gewicht des hydraulischen Zements. Der Fachmann kann jedoch ohne weiteres das geeignete Material und dessen Menge in jeder gegebenen Reihe von Umständen ermitteln. 



  Im Allgemeinen können wasserlösliche Zitrate, Malate und 2-hydroxy-2-methyl-succinate, weitestgehend abhängig von den verwendeten Anteilen, verwendet werden, um ein rasches Abbinden zu bewirken, wie es bei einer Vielzahl von Anwendungen gewünscht wird. So kann eine Abbindezeit von nicht mehr als 20 Minuten gemäss ASTM Methode C 266 ohne weiteres erzielt werden. Abbindezeiten im Bereich von 10 Sekunden bis zu 5 Minuten, vorzugsweise 30 Sekunden bis zu 5 Minuten, wie sie bei Spritzbetonanwendungen üblich sind, werden durch Zugabe von wasserlöslichen Zitraten, Malaten oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinaten gemäss der Erfindung leicht erzielt. Wieder befindet sich dies innerhalb des Könnens des Standes der Technik. 



  Der in den erfindungsgemässen Zubereitungen verwendete hydraulische Zement kann aus einem weiten Bereich von im Handel erhältlichen Calcium Aluminium-Silikat Mineralmischungen ausgewählt werden, welche mit Wasser vermischt abbinden werden, um ein hartes Produkt zu ergeben. Der am meisten übliche Typus von hydraulischem Zement ist der Portlandzement, d.i. die Typen I-IV des Portlandzements und zum Zwecke der vorliegenden Erfindung ist der Portlandzement der bevorzugte hydraulische Zement. 



  Zusätzlich zum Zement können die erfindungsgemässen Zubereitungen noch andere Beimischungen, welche üblicherweise in rasch abbindenden Zubereitungen anwesend sind und andere Zementbeimischungen, welche die rasche Abbindefähigkeit der Zubereitung nicht wesentlich stören, enthalten. Ein üblicher Bestandteil einer rasch abbindenden Zubereitung ist ein Zuschlagstoff, insbesondere ein feiner Zuschlagstoff, wie Sand und Ähnliches. Zuschlagstoffe in Form von erbsenförmigem Kies (Maximaler Durchmesser 0.95 cm (0.375 inch)) und Ähnliche können auch bei Spritzbetonanwendungen bei geeigneten Düsen verwendet werden. Grobe Zuschlagstoffe können ebenfalls bei rasch abbindenden Anwendungen  verwendet werden.

   Bei charakteristischen Anwendungen wird der Anteil des Zuschlagstoffes, beispielsweise des feinen Zuschlagstoffes, wie Quarzsand in einem Gewichtsverhältnis zum Zement von 0.5:1 bis 6:1, insbesondere von 1.2:1 bis 5:1 und ganz besonders von 1.5:1 bis 4.5:1 betragen. Leichtgewichtigere Zuschlagstoffe, wie Perlit und Ähnliches können ebenfalls verwendet werden. Eine Vielzahl von Materialien, die nicht als Zuschlagstoffe eingestuft sind, können ebenfalls eingefügt werden. Beispiele sind Silika Fume, Silikone und Fasern, wie Glas- und Stahlfasern. Mittel, die für den Zusammenhalt oder das Haften der aufgetragenen Zementzubereitung sorgen, wie Polyvinylalkohole können ebenfalls eingefügt werden. 



  Der Anteil von Wasser, der in die rasch abbindenden, erfindungsgemässen Zubereitungen eingefügt werden soll, wird abhängig von der besonderen Anwendung und anderen bekannten Faktoren unterschiedlich sein, er wird jedoch stets für das hydraulische Abbinden der Zementzubereitung ausreichend sein. Der Anteil von Wasser, der bei Spritzbetonanwendungen verwendet wird, wird üblicherweise kontrolliert, um unerwünschte Fluidität zu vermeiden. So wird der Anteil von Wasser in Spritzbetonzubereitungen üblicherweise von 20% bis 60%, insbesondere von 30% bis 45%, bezogen auf das Gewicht der hydraulischen Zementkomponente schwanken. Nachdem gefunden wurde, dass die wasserlöslichen Zitrate, Malate und Zitramalate eine dispergierende Wirkung auf Feststoffe besitzen, kann der Anteil von Wasser geringer sein als andernfalls für bestimmte Anwendungen angegeben.

   Bei anderen Anwendungen können grössere Anteile von Wasser als beim Spritzbetonieren verwendet werden, um die erwünschte Fluidität zu ergeben. Andere Zementzusätze können ebenfalls verwendet werden, um die gewünschte Fluidität aufrechtzuerhalten, im Allgemeinen werden die Zubereitungen einen raschen Abbindebeginn in nicht mehr als 20 Minuten, vorzugsweise in nicht mehr als 15 Minuten unter dem Einfluss der wasserlöslichen Zitrate, Malate oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinate erreichen, falls diese in Anteilen von 4 Gew.-% des Zements oder mehr angewendet werden. 



  Die erfindungsgemässen rasch abbindenden Zubereitungen und die Methoden sind insbesondere bei Spritzbetonanwendungen nützlich. Das Spritzbetonieren kann unter Verwendung einer trocken vermischten Zementzubereitung (Trockenmischsystem) oder einer nassvermischten Zementzubereitung (Nassmischsystem), wie weiter unten beschrieben wird, durchgeführt werden. 
 
   a) Das Trockenmischsystem ist eines, worin trockenvermischter Zement und Zuschlagstoff pneumatisch durch einen Druckschlauch befördert werden, wobei Wasser und ein Abbindebeschleuniger im Allgemeinen in der Nähe der Düseneinrichtung oder oberhalb der Düseneinrichtung geradewegs vor dem Eintritt in die Düseneinrichtung zugesetzt werden (der Abbindebeschleuniger kann an der Stelle des Vermischens anstelle in der Nähe der Düse zugesetzt werden, doch ist dieses vergleichsweise selten).

   Das Gemisch wird auf die beabsichtigte Oberfläche in der Nähe der Düse mittels pneumatischem Aufsprühen aus der Düse unter Druck, beispielsweise mittels Druckluft, aufgetragen. Bei dem Trockenmischsystem ist es schwierig die hinzugefügte Menge von Wasser und dementsprechend das Wasser zu Zement-Verhältnis (nachfolgend als W/Z Verhältnis bezeichnet) zu kontrollieren. Diese Methode hat den zusätzlichen Nachteil, dass Staub entsteht. 
   b) Das Nassmischsystem ist ein System, worin der Zement und der Zuschlagstoff in Anwesenheit von Wasser vermischt werden und das Gemisch durch einen Druckschlauch zu einer Düse gepumpt und danach pneumatisch aus der Düse heraus versprüht wird, wobei ein Abbindebeschleuniger innerhalb der Düseneinrichtung oder oberhalb der Düse gerade vor dem Eintritt in die Düse zugesetzt wird.

   Es gibt auch Beispiele dieses Systems, worin die Zementzubereitung zu einer Stelle auf mittlerem Wege zwischen der Stelle des Vermischens und der Düse des Druckschlauches gepumpt, eher als pneumatisch befördert, werden kann gefolgt von der pneumatischen Beförderung zwischen dieser mittleren Stelle und der Düse. Das System erlaubt eine gute Kontrolle des W/Z Verhältnisses und lässt wenig Staub entstehen. 
 



  Die bei der pneumatischen Beförderung von Zementzubereitungen beim Spritzbetonieren verwendeten Drucke betragen von 413 bis  965 KPa (60 bis 140 psi) und insbesondere 551 bis 827 KPa (80 bis 120 psi). 



  Eine besonders nützliche Methode zur Verwendung der erfindungsgemässen Abbindebeschleuniger auf Basis der Apfelsäure und der 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure beim Spritzbetonieren besteht darin, weniger als eine beschleunigende Menge eines wasserlöslichen Salzes der Apfelsäure oder der 2-Hydroxy-2-methyl-bernsteinsäure beim Batchieren der Zementzubereitung zuzusetzen und danach eine zusätzliche beschleunigende Menge eines wasserlöslichen Salzes der Apfelsäure oder der 2-Hydroxy-methyl-bernsteinsäure in der Nähe der Düse hinzuzufügen, wie dies in der gleichzeitig hängigen US Anmeldung 08/309 277 beschrieben wird. Falls gewünscht, kann ein die Viskosität veränderndes Material, welches in der Lage ist thixotrope Eigenschaften zu vermitteln, zu der Zementzubereitung hinzugefügt werden, wie dies in der vorerwähnten US Anmeldung 08/309 277 beschrieben wird. 



  Die nachfolgenden Beispiele stellen lediglich die Erfindung dar und sie haben nicht die Absicht diese zu beschränken. In den Beispielen sind die Abbindezeiten und die Druckfestigkeitsmessungen in Übereinstimmung mit den Methoden der American Society for Testing and Materials C 266 und C 109. Alle Messungen wurden bei Raumtemperatur durchgeführt. In den Beispielen sind die Abbindezeiten von dem Zeitpunkt der Vermischung der Zitrate, Malate und Zitramalate mit dem Zement festgehalten. 


 Beispiel 1 
 



  Der Vermischungsvorgang simuliert den Zeitmassstab des Nassgemisch-Spritzbetonierens in der Weise, dass der Mörtel vorgemischt und der bei der Düse hinzugefügte Spritzbetonbeschleuniger mit dem Mörtel nur während eines kurzen Augenblicks vermischt wird. 



  In einem Plastikbeutel werden 3000 g Mörtelgemisch (trockene Bestandteile), welches aus 590 g üblichem Portlandzement, 30 g  Silika Fume und 2380 g Quarzsand besteht, vermischt. Ungefähr 75% von insgesamt 206.5 g Anmachwasser werden in die Mischschüssel des Hobart Laboratoriummischers gegeben. Die vermischten trockenen Bestandteile werden anschliessend hinzugefügt. Der Mischer wird mit geringer Geschwindigkeit gestartet und der Mörtel wird während zwei Minuten vermischt. Während dieser Zeit werden 35.4 g Kaliumzitrat (6 Gew.-% des Zements) im verbliebenen Anmachwasser gelöst. Dieses wird am Schluss des ursprünglichen Zweiminutenmischzyklus in die Mischschüssel gegeben und der Mörtel wird während einer weiteren Minute vermischt. Die Untersuchungsmuster werden danach sofort in Formen gegossen.

   Abbindezeit- und Druckfestigkeitsmessungen werden gemäss den Methoden der American Society for Testing and Materials C 266 und C 109 mit folgenden Resultaten durchgeführt.
 Abbindezeit 
EMI8.1
 16 DEG C+/-0.5 DEG C (61 DEG F+/-1 DEG F)
 Schluss: 7 Minuten
 Druckfestigkeit  alpha  16 DEG C (61 DEG F) 
<tb><TABLE> Columns=4 
<tb>Head Col 3 AL=L: MPa 
<tb>Head Col 1: (PSI)
<tb><SEP>1<SEP>Stunde<SEP>5<SEP>(730)
<tb><SEP>4<SEP>Stunden<SEP>12<CEL AL=L>(1709)
<tb><SEP>1<SEP>Tag<SEP>17<SEP>(2404)
<tb><SEP>7<SEP>Tage<SEP>25<CEL AL=L>(3647)
<tb><SEP>28<SEP>Tage<SEP>38<SEP>(5433) 
<tb></TABLE> 


 Beispiel 2 
 



  Das Beispiel 1 wird mit der Ausnahme wiederholt, dass der Versuch bei einer Temperatur von 10.74 DEG C (51.3 DEG F) durchgeführt und der Anteil des Kaliumzitrats auf 8 Gew.-% des Zements erhöht wird. Die Abbindezeiten und Festigkeitseigenschaften sind gemäss ASTM C 266 und C 109 die Folgenden.
 Abbindezeit 
EMI8.2
 0.5 DEG C+/-0.5 DEG C (51 DEG F+/-1 DEG F) 
 Schluss: 5 Minuten 
 Druckfestigkeit 
EMI9.1
 16 DEG C (61 DEG F) 
<tb><TABLE> Columns=4 
<tb>Head Col 3 AL=L: Mpa 
<tb>Head Col 1: (PSI)
<tb><SEP>1<SEP>Stunde<SEP>5<SEP>(707)
<tb><SEP>4<SEP>Stunden<SEP>7<CEL AL=L>(1060)
<tb><SEP>1<SEP>Tag<SEP>19<SEP>(2742)
<tb><SEP>7<SEP>Tage<SEP>30<CEL AL=L>(4256)
<tb><SEP>28<SEP>Tage<SEP>41<SEP>(5856) 
<tb></TABLE> 


 Beispiel 3 
 



  Bei Zementleimversuchen (100 g Portlandzement und 35 g entionisiertes Wasser) werden 5% Kaliumzitrat und 5% Lithiumzitrat (bezogen auf das Gewicht des Zements) mit folgenden Abbindezeiten, die vom Vicat Nadelapparat festgehalten werden, individuell beurteilt. 
<tb><TABLE> Columns=3 
<tb>Head Col 1: Zitrat 
<tb>Head Col 2: Abbindebeginn 
<tb>Head Col 3: Abbindeende
<tb><SEP>Kaliumzitrat<SEP>240 Sekunden<SEP>320 Sekunden
<tb><CEL AL=L>Lithiumzitrat<CEL AL=L>200 Sekunden<SEP>280 Sekunden 
<tb></TABLE> 


 Beispiel 4 
 



  Gemäss dem allgemeinen Verfahren des Beispiels 1 wird ein Spritzbetongemisch hergestellt, welches 122 g Ashgrove Typus I Portlandzement, 220 g Quarzsand, 40 g Wasser und 7 g Kaliumzitrat enthält. Der Sand und der Zement werden zusammengemischt und anschliessend mit einer Lösung des Zitrats in Wasser vermischt. Die gebildete Zubereitung besitzt ein Anfangsabbindevermögen von 30 Sekunden (ASTM C 266) und eine Einstundendruckfestigkeit von 1800 psi (ASTM C 109). 


 Beispiel 5 
 



  In einem Plastikbeutel werden 2775 g Mörtelmischung (trockene Bestandteile), welche aus 740 g üblichem Portlandzement und  2035 g Quarzsand besteht, zusammengemischt. Annähernd 50% von insgesamt 333 g Anmachwasser werden in eine Mischschüssel eines Hobart Laboratoriummischers gegeben. Die vermischten trockenen Bestandteile werden anschliessend hinzugefügt. 44.4 g Dikaliummalat (6 Gew.-% des Zements) werden im verbliebenen Anmachwasser gelöst und in die Mischschüssel gegeben. Der Mörtel wird anschliessend während drei Minuten vermischt. Die Untersuchungsmuster werden danach sofort in Formen gegossen. 


 Es wird festgestellt, dass sie die folgenden Eigenschaften besitzen: 
 
 



  Anfangsabbindezeit: 7 Minuten
 Endabbindezeit: 9 Minuten
 



  Druckfestigkeit PSI (MPa) 



   
<tb><TABLE> Columns=4 
<tb><SEP>1<SEP>Stunde<SEP>673<SEP>(4.64)
<tb><SEP>4<SEP>Stunden<SEP>152<CEL AL=L>(10.52)
<tb><SEP>1<SEP>Tag<SEP>2739<SEP>(18.89)
<tb><SEP>7<SEP>Tage<SEP>4411<CEL AL=L>(30.42) 
<tb></TABLE> 


 Beispiel 6 
 



  Ein gemäss ASTM C 109 hergestelltes Mörtelgemisch wird so zubereitet, dass es 8.5% Dikaliummalat, bezogen auf das Gewicht des Zements, bei einem Wasser zu Zement-Verhältnis von 0.45 enthält und es wird festgestellt, dass es die folgenden Eigenschaften besitzt:
 Anfangsabbindezeit: 4 Minuten
 Endabbindezeit: 6.5 Minuten
 



  Druckfestigkeit PSI (MPa) 
<tb><TABLE> Columns=4 
<tb><SEP>1<SEP>Stunde<SEP>863<SEP>(5.95)
<tb><SEP>4<SEP>Stunden<SEP>1840<CEL AL=L>(12.69)
<tb><SEP>1<SEP>Tag<SEP>3040<SEP>(20.97)
<tb><SEP>7<SEP>Tage<SEP>4081<CEL AL=L>(28.14) 
<tb></TABLE> 


 Beispiel 7 
 



  Ein gemäss ASTM C 109 hergestelltes Mörtelgemisch wird so zubereitet, dass es 8% Natrium-2-hydroxy-2-methyl-succinat, bezogen auf das Gewicht des Zements, bei einem Wasser zu Zement-Verhältnis von 0.40 enthält und es wird festgestellt, dass es die folgenden Abbindezeiten besitzt:
 
 Abbindebeginn: 3 Minuten
 Abbindeende: 5 Minuten. 

Claims (10)

1. Rasch abbindende Zementzubereitung, welche einen hydraulischen Zement und zumindest 4 Gew.-% des Gewichtes des Zements von zumindest einem der wasserlöslichen Zitrate, Malate oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinate enthält.
2. Zubereitung gemäss Patentanspruch 1, worin die Zubereitung zusätzlich noch Wasser für das hydraulische Abbinden des Zements enthält.
3. Zubereitung gemäss Patentanspruch 1 oder Patentanspruch 2, worin das wasserlösliche Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat ein Alkalimetallzitrat, -malat oder 2-hydroxy-2-methyl-succinat ist.
4. Zubereitung gemäss einem der Patentansprüche 1-3, worin das Alkalimetallzitrat ausgewählt ist aus Kaliumzitrat, Dikaliummalat und Dikalium-2-hydroxy-2-methyl-succinat.
5.
Zubereitung gemäss einem der Patentansprüche 1-4, worin das Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat in einem Anteil von 5.0 Gew.-% bis 8.5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Zements, anwesend ist.
6. Verfahren zum raschen Ausbilden eines Zementgefüges am Platz, umfassend das Vermischen einer Zementzubereitung mit zumindest 4 Gew.-% des Zementgewichtes eines wasserlöslichen Zitrats, Malats oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinats in Anwesenheit von genügend Wasser zum hydraulischen Abbinden des Zements, Lieferung der gebildeten Zubereitung, während sie flüssig ist, zum Platz des Zementgefüges und Ausbildung des Zementgefüges.
7. Verfahren gemäss Patentanspruch 6, worin die Zementzubereitung pneumatisch durch eine Düse zu dem Platz des Zementgefüges geliefert wird.
8.
Verfahren gemäss Patentanspruch 6 oder Patentanspruch 7, worin das Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat in Form einer wässrigen Zitrat-, Malat- oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinatlösung mit der Zementzubereitung gerade vor dem Versprühen aus der Düse vermischt wird.
9. Verfahren gemäss einem der Patentansprüche 6-8, worin das Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat in einem Anteil von 5.0 Gew.-% bis 8.5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Zements, anwesend ist.
10.
Verwendung von zumindest einem wasserlöslichen Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat bei der raschen Ausbildung eines Zementgefüges am Platz, welche das Vermischen einer Zementzubereitung und Lieferung der gebildeten Zubereitung während sie flüssig ist zum Platz des Zementgefüges umfasst, wobei zu der Mischung zumindest 4 Gew.-% des Zementgewichtes des wasserlöslichen Zitrats, Malats oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinats in Anwesenheit von genügend Wasser zum hydraulischen Abbinden des Zements in der Weise hinzugefügt werden, dass die gelieferte Zubereitung innerhalb von 20 Minuten von der Zeit an, wo der Zement mit sowohl dem Wasser als auch dem Zitrat, Malat oder 2-Hydroxy-2-methyl-succinat vermischt wird, abzubinden beginnt.
CH02633/95A 1994-09-20 1995-09-18 Rasch abbindende Zementzubereitungen. CH689729A5 (de)

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