CH689757A5 - Einrichtung zur Durchfuehrung photochemischer Synthesen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Durchführung photochemischer Synthesen mit einem Photoreaktor und einer Einkoppelung von Strahlungsenergie einer Lichtquelle in den Photoreaktor. Eine photochemische Reaktion setzt die Absorption elektromagnetischer Strahlung durch einen Reaktionspartner, einen Sensibilisator oder einen Photokatalysator voraus. Von dem Licht eines breitbandig oder Licht unterschiedlicher Wellenlängen emittierenden Strahlers kann häufig nur ein Teil für die photochemische Reaktion genutzt werden. Kurzwelliges Licht kann unerwünschte Nebenreaktionen verursachen oder zur Zerstörung der Zielprodukte führen. Licht grösserer Wellenlängen ist für die elektronische Anregung nicht energiereich genug. Auch innerhalb des für die photochemische Reaktion geeigneten Wellenlängenbereiches werden einige Photonen in höherem Grad absorbiert als andere; solche, die nicht für die gewünschte photochemische Reaktion genutzt werden, können zur unerwünschten Erwärmung des Reaktionsgemisches führen. Die Durchführung einer bestimmten photochemischen Reaktion hängt damit in erheblichem Masse von der Auswahl einer geeigneten Lichtquelle und der Art der Einbringung des Lichtes geeigneter Wellenlänge ab. Insbesondere kann die Güte einer photochemischen Reaktion, quantitativ erfasst durch Reaktionsumsatz und Selektivität, durch die Anordnung der Strahlungsquelle, ihre Leistung und spektrale Verteilung beeinflusst werden. Fortschritte in der technischen Ausführung photochemischer Synthesen sind daher parallel zu der Entwicklung geeigneter Strahlungsquellen und zu Methoden zur Ausblendung der nicht benötigten Strahlung zu sehen. Zu den zur Zeit in industriellem Massstab verwirklichten photochemischen Prozessen gehören Photohalogenierungen, Photosulfochlorierungen, Photosulfoxidationen, Photonitrosierungen, Photoisomerisierungen, Photohydrodimerisierungen, Photodesulfonierungen, Photodesulfonylierungen und Photooxygenierungen. Zur Durchführung dieser Synthesen stehen verschiedene Lichtquellen zur Verfügung, so z.B. Gasentladungslampen, Glühlampen, fluoreszierende Lampen oder Röhren sowie Laser. Jede dieser Lichtquellen besitzt charakteristische Eigenschaften bezüglich der Art des emittierten Spektrums (kontinuierlich oder linienhaft, Maximum im UV-, sichtbaren oder NIR-Bereich) und der Leuchtstärke. Das Spektrum kann nur in begrenztem Umfang durch Manipulationen an der Lampe, wie z.B. Verwendung verschiedener Leuchtmedien, Dotierungen oder Druckänderungen, beeinflusst werden. Ferner kann durch Filtergläser oder Flüssigfilter (z.B. Lösungen bestimmter Salze oder organischer Komponenten) ein Teil des Spektrums absorbiert werden. Solche Massnahmen können jedoch eine Verkürzung der Lebensdauer der Lampen oder einen höheren apparativen Aufwand und damit höhere Kosten verur sachen. Auch eine Erhöhung der Leuchtstärke ist nur begrenzt möglich und in der Regel mit höherem Stromverbrauch und einer Zunahme des Lampenvolumens verbunden. Mit Lasern kann man zwar intensive Strahlung einer gewünschten Wellenlänge zur Verfügung stellen, aber ihre Installation und ihr Betrieb sind mit so hohen Kosten verbunden, dass ihr Einsatz aus wirtschaftlichen Gründen nur in sehr speziellen Fällen zu rechtfertigen ist. Die Lampen sind bei den herkömmlichen, industriell eingesetzten Photoreaktoren zumeist in den Reaktor integriert, um Abstrahlungsverluste in die Umgebung zu vermeiden. Dabei ist in der Regel eine aufwendige Kühlung der Lampen vorzusehen, die das Lampenspektrum nicht nachteilig beeinflussen darf. Der Platzbedarf der Lampen lässt die Raum-Zeit-Ausbeute der Reaktion sinken, ein Up-Scaling der Anlage wird erschwert und ist oftmals nur durch parallel geschaltete Reaktoren realisierbar. Anstelle elektrisch betriebener Lichtquellen kann auch die Sonnenstrahlung zur Durchführung photochemischer Synthesen genutzt werden. Für die Durchführung der photochemischen Reaktionen wurden grossflächige und voluminöse transparente Reaktionsgefässe verwendet, die der Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. In jüngerer Zeit wurden auch linienfokussierende Konzentratoren eingesetzt, durch deren Brennlinie ein transparentes Reaktionsrohr geführt wird. Auch bei diesen mit Sonnenlicht betriebenen Photoreaktoren ist es von Nachteil, dass das komplette Spektrum in den Reaktor eingetragen wird. Eine Vorrichtung, von der der Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ausgeht, ist bekannt aus JP 5-96 155 A2 (Patent Abstracts of Japan C-1096, August 12, 1993, Vol. 17/No. 436). Bei dieser Vorrichtung wird das Licht einer Lichtquelle auf einen Hohlspiegel gelenkt, der Licht einer bestimmten Wellenlänge in eine Kammer leitet, welche an beiden Enden durch lichtdurchlässige Scheiben begrenzt ist und eine lichtdurchlässige Flüssigkeit enthält. Auch hierbei ergibt sich ein erheblicher Platzbedarf, insbesondere für Lichtquelle und Spiegel. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Einrichtung der eingangs definierten Art eine Vorrichtung zur Einkopplung von Strahlungsenergie einer Lichtquelle in einen Photoreaktor zu schaffen, die es ermöglicht, den gewünschten Wellenlängenbereich ohne Verwendung spezieller wellenselektiver Lichtquellen und ohne Filterung auszuwählen. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen. Die erfindungsgemässe Einrichtung enthält eine fokussierende holographische Vorrichtung, die einfallendes Licht entsprechend den darin enthaltenen Wellenlängen mit unterschiedlichen Fokaldistanzen bündelt. Es ist daher möglich, den Photoreaktor mit einem derartigen Abstand zur holographischen Vorrichtung zu positionieren, dass die gewünschte Wellenlänge bzw. der gewünschte Wellenlängenbereich im Innenraum des Photoreaktors konzentriert wird, während alle übrigen Wellenlängen ausserhalb des Photoreaktors konzentriert werden. Auf diese Weise gelingt es, den für die Photosynthese geeigneten Wellenlängenanteil breitbandig einfallenden Lichts auf den Reaktionsraum des Photoreaktors zu konzentrieren, während alle anderen Spektralanteile des Lichts nur einen relativ geringen Energieanteil im Photoreaktor liefern. Das wellenselektive Übertragungsverhalten holographischer Vorrichtungen hängt damit zusammen, dass die betreffenden Hologramme erzeugt werden, indem zwei kohärente Lichtstrahlen einer bestimmten Wellenlänge auf einer photoempfindlichen Schicht einander überlagert werden. Wenn auf diese Weise ein fokussierendes Hologramm (als Transmissionshologramm oder als Reflexionshologramm) erzeugt worden ist, fokussiert das Hologramm in dem der Hologrammerzeugung entsprechenden Brennpunkt nur diejenige Wellenlänge, die gleich der hologrammerzeugenden Wellenlänge ist. Wellenlängen in einem spektralen Bereich um eine zentrale Wellenlänge, die durch die Aufnahme in weiten Grenzen wählbar ist, werden ebenfalls fokussiert, jedoch mit anderen Brennweiten. Die Techniken zur Erzeugung fokussierender Hologramme sind bekannt und brauchen daher nicht im Einzelnen erläutert zu werden. Als Lichtquelle kommt jede Strahlungsquelle in Betracht, die den für die Photoreaktion benötigten Wellenlängenbereich emittiert. Insbesondere ist der Direktstrahlungsanteil der Sonne von Interesse. Die holographische Vorrichtung kann punkt- oder linienfokussierend wirken. Sie befindet sich wie die Lichtquelle ausserhalb des Photoreaktors und lenkt selektiv den für die Reaktion idealen Wellenlängenbereich in den Reaktor. Die nicht benötigte Strahlung fällt neben den Reaktor und kann ggf. einer anderen Verwendung zugeführt werden. Im Falle der Verwendung von Transmis sionshologrammen befindet sich die holographische Vorrichtung zwischen Lichtquelle und Reaktor. Im Falle der Verwendung von Reflexionshologrammen befindet sich der Reaktor zwischen Lichtquelle und holographischer Vorrichtung. Durch Variation der Grösse der holographischen Vorrichtung kann die Bestrahlungsstärke auf den Reaktor eingestellt werden. Ein Up-Scaling ist daher unter Beibehaltung der Lichtquelle und unter Umständen ohne Reaktorvolumenzunahme sehr gut möglich. Die holographische Vorrichtung kann ein einziges Hologramm aufweisen, oder bei grösserer Flächenausdehnung auch mehrere in einer gemeinsamen Ebene liegende Hologramme. Bei mehreren Hologrammen sind die Brennweiten sämtlicher Hologramme für dieselbe Wellenlänge einander gleich. Als Photoreaktor kommen verschiedene Reaktortypen in Betracht, die dem Strahlengang des Systems und den reaktionskinetischen Belangen angepasst werden müssen. Linienfokussierende holographische Linsen bieten die Verwendung von Strömungsrohrreaktionen an, die parallel zur holographischen Vorrichtung in variablen Abständen im gewünschten Wellenlängenbereich angeordnet werden. Auf diese Weise können mit einer optischen Anordnung simultan mehrere, in unterschiedlichen Wellenlängen sensible photochemische Reaktionen durchgeführt werden. Viele photochemische Reaktionen benötigen UV-Licht und kurzwelliges, sichtbares Licht. Wird die Sonne als Lichtquelle genutzt, kann der für die Reaktion nicht genutzte, erhebliche Anteil langwelliger Strahlung von einem Absorberrohr aufgefangen werden und z.B. zur Prozesswärmeerzeugung dienen. Das erreichbare Temperaturniveau liegt in dem System deutlich oberhalb des Temperaturniveaus, das bei der Kühlung von Lampen bei der herkömmlichen Technik anfällt. Es bietet sich die Verwendung einer reflektierenden, holographischen Einheit in Kombination mit einem Plattenabsorber oder die Verwendung einer solchen mit einer nachgeschalteten konzentrierenden holographischen Vorrichtung in Kombination mit einem Rohrabsorber an. Die Fensterbreite der reflektierten oder transmittierten Wellenlängen kann in weiten Grenzen variiert werden. Bei einem in Richtung des Lichteinfalls transparenten Reaktor können die an der Reaktion beteiligten Stoffe in paralleler Stromrichtung oder Gegenstromrichtung geführt werden. Der in den Reaktor eingekoppelte, gewünschte Wellenlängenbereich lässt sich sowohl durch die Eigenschaften der holographischen Vorrichtung, als auch durch das Durchmesser-/Längenverhältnis des Reaktors steuern. Ein senkrecht zur optischen Achse aufgestellter Reaktor kann durch entsprechende Einbauten als Fallfilmreaktor konstruiert werden. So lassen sich kurze Aufenthaltszeiten der Reaktionsmischung in der Strahlungszone realisieren, die oftmals notwendig sind, um Folgereaktionen der Reaktionsprodukte zu vermeiden. Die Anregung der Moleküle durch Absorption eines Photons geschieht hingegen sehr rasch. Absorbieren die Reaktionspartner, Sensibilisatoren oder Photokatalysatoren das eingestrahlte Licht nicht vollständig, kann eine Verspiegelung der Reaktorwände Lichtverluste minimieren. Durch Anbringen eines weiteren holographischen Systems auf das Strahlungseingangsfenster des Photoreaktors lässt sich der Strahlengang im Reaktor beeinflussen. Auf diese Weise kann z.B. die Strahlungsflussverteilung homogenisiert werden. Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die lichtlenkende Wirkung eines fokussierenden Transmissionshologramms für unterschiedliche Wellenlängen, Fig. 2 die lichtlenkende Wirkung eines fokussierenden Reflexionshologramms für unterschiedliche Wellenlängen, Fig. 3 eine Ausführungsform mit drei rohrförmigen Photoreaktoren, Fig. 4 eine Ausführungsform, bei der unter Verwendung eines Reflexionshologramms die das Hologramm durchdringende langwellige Strahlung einem Absorber zugeführt wird, Fig. 5 eine Ausführungsform ähnlich derjenigen von Fig. 3, bei der der das Reflexionshologramm durchdringende Strahlungsanteil von einem Transmissionshologramm auf einen Photoreaktor konzentriert wird, Fig. 6 eine Ausführungsform mit einem Reaktor, dessen Achse in Richtung der optischen Achse der holographischen Vorrichtung verläuft, wobei das Produkt im Mitstrom mit dem in den Reaktor einfallenden Licht geführt wird, Fig. 7 eine Ausführungsform entsprechend Fig. 6, wobei das Produkt im Gegenstrom zu dem einfallenden Licht geführt wird, Fig. 8 eine Ausführungsform mit kastenförmigem Reaktor, und Fig. 9 eine Ausführungsform mit einer lichtlenkenden optischen Vorrichtung vor dem Strahlungseinfallfenster eines Reaktors, dessen Achse entlang der optischen Achse der holographischen Vorrichtung verläuft. In Fig. 1 ist eine holographische Vorrichtung HT dargestellt, die als Transmissionshologramm ausgebildet ist. Die holographische Vorrichtung HT besteht aus einer lichtdurchlässigen Scheibe oder Folie, die an einer Seite mit einer holographischen Schicht versehen ist. Diese holographische Schicht wurde bei der Hologrammerzeugung mit zwei kohärenten Strahlen belichtet, wobei ein Modulationsmuster entstanden ist, das ausgehärtet wurde. Es ist auch möglich, das Hologramm dadurch zu erzeugen, dass von einem Master-Hologramm Kopien, z.B. im Abdruckverfahren oder durch optisches Kopieren, hergestellt werden. Die holographische Vorrichtung HT wird aus der Einfallsrichtung mit Licht L beaufschlagt, das entweder von einer natürlichen Lichtquelle (Sonne) oder einer künstlichen Lichtquelle (Lampe) erzeugt wird. Dieses polychromatische Licht, das sich aus Anteilen zahlreicher Wellenlängen zusammensetzt, wird auf der Einfallsseite gegenüberliegenden Ausfallsseite fokussiert. Licht der Wellenlänge R1 wird mit einer Fokalweite f1 fokussiert und Licht einer Wellenlänge lambda 2 wird mit der Fokalweite f2 fokussiert. Wenn lambda 1 grösser als lambda 2 ist, die Fokalweite f2 grösser als die Fokalweite f1. Die Differenz der beiden Fokalweiten ist relativ gross, was durch die Erfindung ausgenutzt wird, um die Behandlung des Reaktionsmediums bevorzugt mit einer ganz bestimmten Wellenlänge vorzunehmen. Das einfallende Licht kann im jeweiligen Fokus um einen Faktor von 1 bis 10<4> konzentriert werden. Fig. 2 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Fig. 1, wobei die holographische Vorrichtung HR ein Reflexionshologramm ist. Licht einer Wellenlänge lambda 1 wird mit der Fokalweite f1 fokussiert und Licht einer Wellenlänge lambda 2 wird mit der Fokalweite f2 fokussiert, wobei die beiden Foki auf derselben Seite der holographischen Vorrichtung HR liegen, auf der der Lichteinfall erfolgt. Wenn die Wellenlänge lambda 1 grösser ist als die Wellenlänge lambda 2 ist die Fokalweite f1 kleiner als die Fokalweite f2. Das Reflexionshologramm lässt einen Lichtanteil als Transmissionslicht LT durch. Die Wellenlängen des Transmissionslichts LT sind zum überwiegenden Teil grösser als die längste oder kleiner als die kürzeste Wellenlänge, die von dem Reflexionshologramm reflektiert werden. Fig. 3 zeigt ein Beispiel, bei dem das einfallende Licht durch eine holographische Vorrichtung HT, die ein Transmissionshologramm ist, entlang der optischen Achse OA fokussiert wird, wobei sich unterschiedliche Fokaldistanzen für die Wellenlängen lambda 1, lambda 2 und lambda 3 ergeben. Im Abstand der jeweiligen Fokaldistanz ist ein Reaktor R1, R2, R3 parallel zur holographischen Vorrichtung HT angeordnet. Diese Reaktoren sind Rohre aus lichtdurchlässigem Material, z.B. Glas. Die holographische Vorrichtung HT ist im vorliegenden Fall linienfokussierend, nach Art einer Zylinderlinse. Der Lichtanteil mit der Wellenlänge lambda 1 wird in dem rohrförmigen Reaktor R1 fokussiert, der Lichtanteil mit der Wellenlänge lambda 2 wird in dem rohrförmigen Reaktor R2 fokussiert und der Lichtanteil mit der Wellenlänge lambda 3 wird in dem rohrförmigen Reaktor R3 fokussiert. In Fig. 4 ist eine linienfokussierende holographische Vorrichtung HR als Reflexionshologramm dargestellt. Auf der dem Lichteinfall zugewandten Seite der holographischen Vorrichtung HR ist ein rohrförmiger Reaktor R derart angeordnet, dass die von der holographischen Vorrichtung HR reflektierte Strahlung im Innern des Reaktors R fokussiert wird. Transmissionslicht LT, welches die holographische Vorrichtung HR durchdringt, fällt auf einen hinter der holographischen Vorrichtung angeordneten Absorber AB, der von einem wärmeabsorbierenden Fluid durchströmt wird. Auf diese Weise wird z.B. die Wärmestrahlung, die in dem Licht LT enthalten ist, gewonnen und abgeführt. Das Ausführungsbeispiel von Fig. 5 entspricht generell demjenigen von Fig. 4, d.h. die holographische Vorrichtung HR ist ein Reflexionshologramm, jedoch wird das Transmissionslicht LT auf einen Photoreaktor R2 gebündelt, der hier als parallel zu der holographischen Vorrichtung verlaufendes Rohr ausgebildet ist. Zwischen der holographischen Vorrichtung HR und dem Photoreaktor R2 ist eine lichtlenkende Vorrichtung HD angeordnet, bei der es sich um ein linienfokussierendes Hologramm handelt, welches die Transmissionsstrahlung auf den Photoreaktor R2 konzentriert. Gemäss Fig. 6 ist eine holographische Vorrichtung HT als Transmissionshologramm vorgesehen. Hinter der holographischen Vorrichtung HT ist ein rohrförmiger Reaktor R angeordnet, dessen Achse in Richtung der optischen Achse OA der holographischen Vorrichtung verläuft. Der Reaktor R weist an seiner der holographischen Vorrichtung zugewandten Stirnseite ein Strahlungseintrittsfenster F auf und ist im Übrigen lichtundurchlässig und an seiner Innenwand verspiegelt. Der Reaktor R wird von seinem Strömungseinlass E zu seinem Strömungsauslass A in Mitrichtung zur Richtung des einfallenden Lichts von dem zu behandelnden Produkt durchströmt. Die für die Photosynthese verwendete Wellenlänge lambda s wird von der holographischen Vorrichtung HT etwa im Lichteintrittsfenster F des Reaktors R fokussiert, während die längere Wellenlänge lambda 1 und kürzere Wellenlänge lambda 2 mit kürzerer bzw. längerer Fokaldistanz fokussiert werden. Das Ausführungsbeispiel von Fig. 7 entspricht demjenigen von Fig. 6, mit Ausnahme der Tatsache, dass Einlass E und Auslass A am Reaktor R vertauscht werden, so dass der Reaktor R im Gegenstrom zum Lichteinfall durchströmt wird. Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 8 weist der Reaktor R ein kastenförmiges Gehäuse auf, das auf der der holographischen Vorrichtung HT zugewandten Seite ein Lichteintrittsfenster F aufweist und im Innern mit Einbauten versehen ist. Der Reaktor von Fig. 8 ist als Fallfilmreaktor konstruiert. Das Ausführungsbeispiel von Fig. 9 entspricht demjenigen von Fig. 6, Fig. 7 oder Fig. 8, wobei im Strahlengang vor dem Lichteintrittsfenster des Reaktors R eine lichtlenkende Vorrichtung D angeordnet ist, die die fokussierend einfallende Reaktionsstrahlung in paralleles Licht umwandelt. Bei der lichtlenkenden Vorrichtung D handelt es sich vorzugsweise ebenfalls um ein Hologramm.
Claims (21)
1. Einrichtung zur Durchführung photochemischer Synthesen mit einem Photoreaktor (R) und einer Einkopplung von Strahlungsenergie einer Lichtquelle in den Photoreaktor, gekennzeichnet durch eine fokussierende holographische Vorrichtung (HT; HR), die mindestens einen wellenlängenselektiven Anteil der Strahlungsenergie auf das Innere des Photoreaktors bündelt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die holographische Vorrichtung (HT; HR) für unterschiedliche Wellenlängen unterschiedliche Fokalweiten hat, und dass in dem Brennpunkt bzw. der Brennlinie mindestens einer der Wellenlängen ein Photoreaktor (R1, R2, R3) angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die holographische Vorrichtung (HT) mindestens ein Transmissionshologramm aufweist.
4.
Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die holographische Vorrichtung (HR) mindestens ein Reflexionshologramm aufweist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die holographische Vorrichtung linienfokussierend ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die holographische Vorrichtung punktfokussierend ausgebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle und die holographische Vorrichtung ausserhalb des Photoreaktors angeordnet sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle ein mit elektrischem Strom betriebener Strahler ist.
9.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtquelle der Direktstrahlungsanteil der Sonne verwendet ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer reflexionsholographischen Vorrichtung (HR) auf der dem Lichteinfall abgewandten Seite ein Absorber (AB) zum Umsetzen der die holographische Vorrichtung passierenden Strahlung (LT) in Prozesswärme angeordnet ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, und 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der reflexionsholographischen Vorrichtung (HR) eine fokussierende transmissionsholographische Vorrichtung (HD) angeordnet ist, die die holographische Vorrichtung (HR) passierende Strahlung (LT) auf einen weiteren Photoreaktor (R2) fokussiert.
12.
Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Photoreaktor (R) rohrförmig ausgebildet und mit seiner Achse entlang der optischen Achse (OA) der holographischen Vorrichtung (HT) ausgerichtet ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Photoreaktor (R) von der Reaktionsmischung im Mitstrom zu dem einfallenden Licht durchströmt ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Photoreaktor (R) von der Reaktionsmischung im Gegenstrom zu dem einfallenden Licht durchströmt ist.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Photoreaktor (R) parallel zur optischen Achse (OA) ausgerichtet ist.
16.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Photoreaktor (R) zylindrisch oder kubisch ausgebildet und senkrecht zur optischen Achse (OA) der holographischen Vorrichtung ausgerichtet ist, und dass die Reaktionsmischung im Photoreaktor kreuzweise zur Strahlungsrichtung geführt ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Photoreaktor (R) durch Einbauten als Fallfilmreaktor ausgebildet ist.
18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand des Photoreaktors (R) zur Vermeidung von Dunkelzonen verspiegelt ist.
19. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im oder vor dem Strahlungseintrittsfenster (F) des Photoreaktors (R) ein lichtlenkendes Element (D) angeordnet ist, das den Strahlengang im Photoreaktor beeinflusst.
20.
Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtlenkende Element (D) eine Linse ist.
21. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtlenkende Element (D) eine weitere holographische Vorrichtung ist.
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1995
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102024124442A1 (de) * | 2024-08-27 | 2026-03-05 | Carl Zeiss Jena Gmbh | Vorrichtung und Verfahren zur Photokatalyse |
Also Published As
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| FR2721836A1 (fr) | 1996-01-05 |
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