CH689877A5 - Piezoelektrisches Messelement. - Google Patents

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CH689877A5
CH689877A5 CH00289/95A CH28995A CH689877A5 CH 689877 A5 CH689877 A5 CH 689877A5 CH 00289/95 A CH00289/95 A CH 00289/95A CH 28995 A CH28995 A CH 28995A CH 689877 A5 CH689877 A5 CH 689877A5
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CH
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lanthanum
crystal
gallium
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silicate
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CH00289/95A
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Inventor
Peter W Krempl
Original Assignee
Avl Verbrennungskraft Messtech
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L1/00Measuring force or stress, in general
    • G01L1/16Measuring force or stress, in general using properties of piezoelectric devices
    • G01L1/162Measuring force or stress, in general using properties of piezoelectric devices using piezoelectric resonators
    • GPHYSICS
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    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P1/00Details of instruments
    • G01P1/006Details of instruments used for thermal compensation

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Description


  
 



  Die Erfindung betrifft ein piezoelektrisches Messelement der Kristallklasse 32 zur Messung mechanischer Grössen, insbesondere Druck, Kraft und Beschleunigung, welches zwei planparallele Krafteinleitungsflächen besitzt, die im Wesentlichen parallel zu einer kristallographischen a-Achse angeordnet und derart zur c-Achse orientiert sind, dass die Temperaturabhängigkeit der piezoelektrischen Koeffizienten für die Transversalempfindlichkeit in einem Temperaturinterval wesentlich gegenüber derjenigen für die Longitudinalempfindlichkeit herabgesetzt wird. 



  Mit fortschreitender Entwicklung hochtemperaturfester Materialien in vielen Bereichen der Technik ist es auch für die Messtechnik bezüglich der Messung physikalischer Grössen mittels piezoelektrischer Messelemente notwendig geworden, auch bei hohen Temperaturen ein stabiles Messverhalten zu zeigen. 



  Als mögliche Materialien, die bei sehr hohen Temperaturen noch ein piezoelektrisches Verhalten zeigen, bieten sich Kristalle der Symmetrieklasse 3m, wie Turmalin, Lithiumniobat oder Lithiumtantalat an. Alle diese Kristalle besitzen jedoch die Eigenschaft der Pyroelektrozität, was sich bei Hochtemperaturanwendungen als sehr störend bemerkbar macht. 



  Sehr gute Eigenschaften, wie hoher thermischer Einsatzbereich und stabiles Messverhalten, zeigt Galliumorthophosphat, welches der Symmetrieklasse 32 zugehört. Nachteilig dabei ist, dass dessen Zucht sich als sehr kompliziert darstellt und ausreichende Verfügbarkeit deshalb nicht gegeben ist. Das Material ist ausserdem sehr teuer. 



  Bekannt ist auch ein Kompensationsverfahren für Quarz, wie es beispielsweise in der AT-PS 319 632 beschrieben wird. Dort wird der positive Temperaturkoeffizient des Piezokoeffizienten d14 zur Kompensation des negativen Temperaturkoeffizienten des Piezokoeffizienten d11 genutzt und zur Erreichung einer minimalen Temperaturabhängigkeit des Transversalkoeffizienten d12 min  für den orientierungswinkel  alpha  ein Wert zwischen 10 DEG  und 40 DEG  angegeben (entsprechend Fig. 1). Allerdings ist wegen des zu nehmend starken Abfalls von d11 zum Phasenumwandlungspunkt (573,3 DEG C) hin dessen Einsatz auf etwa 350 DEG C beschränkt. 



  Ziel der Erfindung ist es also, ein piezoelektrisches Messelement zur Verfügung zu haben, welches die Nachteile der Pyroelektrizität und der Beschränkung durch eine Phasenumwandlung nicht besitzt und zusätzlich kostengünstig und leicht verfügbar ist. 



  Erfindungsmässig werden diese Anforderungen dadurch erfüllt, dass das Messelement aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Silikat, Lanthan-Gallium-Germanat, Lanthan/Neodymium-Gallium-Silikat, Lanthan-Niobium-Silikat, Lanthan-Gallium-Niobat oder Lanthan-Gallium-Tantalat besteht. Durch geeignete Wahl des Schnittwinkels des piezoelektrischen Messelementes bezüglich seiner kristallographischen Achsen kann erreicht werden, dass der Temperaturgang seiner piezoelektrischen Transversalempfindlichkeit wesentlich gegenüber dem der Longitudinalempfindlichkeit herabgesetzt wird. 



  Erfindungsgemäss kann das z.B. dadurch erreicht werden, dass bei einem Messelement aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Silikat (La3Ga5SiO14) der Orientierungswinkel  alpha  der Krafteinleitungsflächen zur kristallographischen c-Achse zur Minimierung des Temperaturganges seines piezoelektrischen Koeffizienten d12 min  einen Wert zwischen 53 DEG  und 88 DEG  aufweist. 



  In der einzigen Abbildung wird dem Koordinatensystem der "IEEE-Standard on Piezoelectricity 176-1978" zugrundegelegt, wobei die x-Achse mit einer kristallographischen a-Achse und die z-Achse mit der optischen c-Achse des piezoelektrischen Messelementes 1 zusammenfällt. Positive Drehungen um den Winkel  alpha  sind bei Achsendraufsicht als Drehung gegen den Uhrzeigersinn zu verstehen. Das gedrehte Koordinatensystem ist mit y min , z min  bezeichnet, das um den Winkel a gedrehte Messelement mit 1 min . 



  Für die Temperaturkompensation wird in Anlehnung an die eingangs genannte Patentschrift die unterschiedliche Temperaturabhängigkeit der Piezokoeffizienten d11 und d14 ausgenützt und der Winkel  alpha  so gewählt, dass die Transversalkoeffizienten d12 min  oder d13 min  im Wesentlichen temperaturunabhängig werden. 



  Im vorliegenden Fall von Langasit hat sich gezeigt, dass, unterschiedlich zu Quarz, sowohl d11 als auch d14 positive Temperaturkoeffizienten besitzen. Überraschenderweise konnte trotzdem ein Orientierungswinkel gefunden werden, bei dem ein temperaturunabhängiges Verhalten der Transversalkoeffizienten erreicht werden kann. Bei Ausnutzung des Piezokoeffizienten d12 min , das heisst Kraftbelastung in y min -Richtung und Ladungsabnahme an den x-Flächen, liegt dieser Winkel im Bereich zwischen 53 DEG  und 88 DEG . Äquivalent dazu ist die Ausnutzung des  Piezokoeffizienten d13 min , das heisst Kraftbelastung in z min -Richtung und Ladungsabnahme an den x-Flächen, wobei sich in diesem Fall für den Winkel  alpha  ein Wert zwischen -2 DEG  und 37 DEG  ergibt. 



  Weiters ist hervorzuheben, dass Langasit nicht pyroelektrisch ist und keinen Phasenübergang besitzt, sodass dessen Einsatz für messtechnische Zwecke auch über der Umwandlungstemperatur von Quarz bei 573,3 DEG C möglich ist. 



  Diese vorteilhaften Eigenschaften bleiben erfindungsgemäss auch dann erhalten, wenn das Messelement aus einkristallinem Lanthan/Neodymium-Gallium-Silikat besteht, wobei der Gehalt an Neodymium durch La3-xNdxGa5SiO14 mit x = 0 bis 3 bestimmt ist. 



  Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass das Messelement aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Germanat (La3Ga5GeO14), Lanthan-Niobium-Silikat (La3Nb5SiO14), Lanthan-Gallium-Niobat der Summenformel La3Ga5,5Nb0,5O14 oder aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Tantalat der Summenformel La3Ga5,5Ta0,5O14 besteht. In den beiden letzten Fällen wird der Siliziumanteil des Langasit zu im Wesentlichen gleichen Teilen durch die Elemente Gallium und Niobium bzw. Gallium und Tantal substituiert. 

Claims (7)

1. Piezoelektrisches Messelement der Kristallklasse 32 zur Messung mechanischer Grössen, insbesondere Druck, Kraft und Beschleunigung, welches zwei planparallele Krafteinleitungsflächen besitzt, die im Wesentlichen parallel zu einer kristallographischen a-Achse angeordnet und derart zur c-Achse orientiert sind, dass die Temperaturabhängigkeit der piezoelektrischen Koeffizienten für die Transversalempfindlichkeit in einem Temperaturinterval wesentlich gegenüber derjenigen für die Longitudinalempfindlichkeit herabgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (1) aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Silikat, Lanthan-Gallium-Germanat, Lanthan/Neodymium-Gallium-Silikat, Lanthan-Niobium-Silikat, Lanthan-Gallium-Niobat oder Lanthan-Gallium-Tantalat besteht.
2.
Kristallelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Messelement (1) aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Silikat (La3Ga5SiO14) der Orientierungswinkel alpha der Krafteinleitungsflächen zur kristallographischen c-Achse zur Minimierung des Temperaturganges seines piezoelektrischen Koeffizienten d12 min einen Wert zwischen 53 DEG und 88 DEG aufweist.
3. Kristallelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (1) aus einkristallinem Lanthan/Neodymium-Gallium-Silikat besteht, wobei der Gehalt an Neodymium durch La3-xNdxGa5SiO14 mit x = 0 bis 3 bestimmt ist.
4. Kristallelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (1) aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Germanat der Summenformel La3Ga5GeO14 besteht.
5.
Kristallelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (1) aus einkristallinem Lanthan-Niobium-Silikat der Summenformel La3Nb5SiO14 besteht.
6. Kristallelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (1) aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Niobat der Summenformel La3Ga5,5Nb0,5O14 besteht.
7. Kristallelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (1) aus einkristallinem Lanthan-Gallium-Tantalat der Summenformel La3Ga5,5Ta0,5O14 besteht.
CH00289/95A 1994-02-07 1995-02-02 Piezoelektrisches Messelement. CH689877A5 (de)

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CH536561A (de) * 1971-03-15 1973-04-30 Kistler Instrumente Ag Piezoelektrisches Kristallelement
AT389170B (de) * 1987-11-19 1989-10-25 Avl Verbrennungskraft Messtech Piezoelektrisches messelement

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ATA23194A (de) 1994-11-15
DE19503355C2 (de) 1997-03-27
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